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Archive for the ‘Equipment’ Category

Nebensaison

26 Aug

Sizilien, zugleich größte Mittelmeerinsel und autonome Region Italiens, zählt zu den einkommensschwächsten Gegenden Europas. Landwirtschaft und Ölindustrie sind die Wirtschaftszweige, die eine Handvoll Arbeitsplätze schaffen. Es sind jedoch nur wenige im Verhältnis zur arbeitsfähigen Gesamtbevölkerung.

Eine willkommene und für viele entscheidende Einnahmequelle bietet deshalb der Tourismus. In der Hochsaison, während der Monate um die Mitte des Jahres, verwandeln sich die sonnigen Küsten Siziliens in Kondensationspunkte zahlender Besucher.

Mehr jedoch wie eine ganze Infrastruktur dieses Spiel bedient, zeigt sich erst in der Nebensaison, wenn die touristischen Brennpunkte auskühlen, die Zielgruppe abwesend ist und eine lethargische Stille über der Insel liegt.

In der Stille schwingt mit, was dort stattgefunden hat und Jahr für Jahr wieder sein wird. Die Spuren des Vergangenen bleiben sichtbar.

Es enstehen unspektakuläre Zwischenstadien, Momente eines bestimmungslosen Nochnichtseins der weder ganz ab- noch vollständig wieder aufgebauten Kulissen des allsommerlichen Spektakels.

off season © Robert Herrmann

off season © Robert Herrmann

off season © Robert Herrmann

off season © Robert Herrmann

off season © Robert Herrmann

off season © Robert Herrmann

off season © Robert Herrmann

Ich hatte im Frühjahr 2012 die Gelegenheit, in Sizilien viele solcher liegengelassenen Liegenschaften zu fotografieren. Während ich diese Serie von Bildern erstellte, gefiel mir die Stille und wie sich diese Orte unter ihr zu entspannen schienen.

Und auch, wenn der Vorfrühling in Sizilien kühl ist und der Etna an seinen höchsten Stellen noch vor Tiefschnee strotzt, so tut es doch auch schon zu dieser Jahreszeit gut, ein bisschen am mediterranen Lebensgefühl zu schnuppern.

Die Nebensaison ist übrigens auch ein guter Zeitpunkt, um ein in Italien sehr beliebtes soziales Ritual zu beobachten oder an ihm teilzunehmen – la Passegiata.

off season © Robert Herrmann

Vom späten Nachmittag bis zum frühen Abend, zur italienischsten Zeit des Tages, wird dann kollektiv über öffentliche Plätze promeniert und entlang der Promenaden geschlendert, was das Zeug hält.

Dass es sich dabei um weit mehr handelt, als bloß um einen Spaziergang, zeigt sich darin, wie dabei kommuniziert wird. Einerseits optisch herausgeputzt und gemäß der Maxime: Sehen und gesehen werden. Andererseits trifft man sich ungezwungen und redet untereinander und miteinander übereinander.

Und das ist wirklich ein großartiges Schauspiel!


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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25. August 2013

25 Aug

Ein Beitrag von: Sina Sohn

© Sina Sohn


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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browserFruits August #4

25 Aug

Und langsam verabschiedet sich auch der August. Wir halten noch etwas am Sommer fest und zeigen Euch im Fotospecial all die schönen Regenbogenfarben, die unsere Welt zu bieten hat. Genießt unsere sonntägliche Linksammlung und danach die schönen warmen Tage, den letzten Freibadbesuch und ein leckeres Eis in der Sonne.

 

Fotospecial: Regenbogenfarben

Flickr

500px

 

Deutschsprachig

• Eine kleine Geschichte von dem Fotografen, der eine Goldmedaille rettete.

• Martin Wolf hatte vorab die Panasonic Lumix GX7 im Test und berichtet hier, wie seine Erfahrungen mit der Kamera sind.

• Uns empört gar nicht so sehr, dass sich Herr König (CSU) von Steuergeldern eine Leica im Wert von etwa 6.000 € holt, aber dass er sie dann als „zu schwer und zu unhandlich“ bezeichnet, ist schon erstaunlich.

• Langweiledich.net zeigt die wirklich großartigen Fotos der spanischen Fotografin Silvia Grav.

 

International

• Ein Jahr in einem Bild hat Fotograf Eirik Solheim festgehalten.

• Eine junge Frau und ihre Großmutter im Alter von 20 Jahren. Sehr schöner Vergleich.

• Wie ein geklautes Bild einen Fotowettbewerb von Samsung gewann. Wir finden es abbsolut unverständlich, wie dreist manche Menschen sind und ernsthaft glauben, es käme nicht heraus.

• Wer auf surreal-verrückt anmutende Composings steht, sollte Fredrik Ödmans Portfolio (insbesondere seine Tierkompositionen) ansehen.

• Huffington Post berichtet über eine höchst amüsante Serie des Fotografen Harry Griffin, der das Leben von Rentnern portraitierte.

• Magda Mis stellt eine unangenehme Frage: Müssen wir Blut sehen, um Krieg zu verstehen?

• Nichts für schwache Nerven: Marco Valli dokumentiert Känguruhs, die durch Verkehrsunfälle starben.

• Was passiert, wenn wilde Tiere ein verlassenes Haus erobern? Das hat der Finne Kai Fagerström herausgefunden.

 

Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

buchtipp

• Todd McLellan haben wir mit seinen Projekt bereits vor zwei Jahren vorgestellt. Nun ist aus seiner tollen Fotoserie ein Buch entstanden: Ganz schön zerlegt: Die Kunst, Dinge neu zu ordnen*.

• Die Bilder der Journalistin, Fotografin und Schriftstellerin Marie Goslich gibt es im Fotobuch „Marie Goslich 1859-1938: Die Grande Dame des Fotojournalismus“* zu bewundern. Für 39,95 € nicht das günstigste Buch, dafür aber auch gebunden und ganze 256 Seiten stark.

 

Wettbewerbe

• Liebe Foodfotografen, kennt Ihr schon den Wettbewerb von Pink Lady? Foodfotographer of the Year 2014 gibt’s als Titel, sowie Geldpreise. Einsendeschluss ist erst Anfang nächsten Jahres, Ihr habt also genug Zeit, Bilder in eine oder mehrere der vielen Kategorien des Wettbewerbs einzureichen.

• Die iPhone Photography Awards 2013 wurden vergeben. Die Gewinner findet Ihr hier. Wenn Ihr auch mit der Kamera Eures iPhones unterwegs seid, dann reicht doch Bilder für den Award 2014 ein. Dies kostet allerdings eine kleine Teilnahmegebühr.

 

Videos

Robert E. Jackson sammelt alte Schnappschüsse. Und was für tolle er da gefunden hat!

 

Reisefotograf Gavin Gough hat ein Zeitraffer-Video des Chao Phraya in Bangkok erstellt. Bemerkenswert, was sich auf dem Fluss so alles tummelt.

 

Blick über den Tellerrand: Die Geschichte der Typografie. Prädikat: Unterhaltam, liebenswert gemacht und äußerst sehenswert.

 

Ausstellungen

Das Vergessen vergessen
Zeit: 8. August – 22. September 2013
Ort: F2 – HALLE FüR KUNST, Halle-Salle
Link

Künstlerinnen im Dialog
Zeit: 22. August – 6. Oktober 2013
Ort: das verborgene Museum, Berlin
Link

der schein – glanz, glamour, illusion
Zeit: 23. August – 3. November 2013
Ort:Kestner Gesellschaft, Goseriede 11, Hannover
Link

Mehr aktuelle Ausstellungen

 

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Documenting Poverty Brings a Career and Recognition for Bangladeshi Photojournalist

25 Aug

photojournalists

Photography: GMB Akash

Few photographers will have started with the odds stacked so highly against them as GMB Akash. Born in Bangladesh, Akash had no access to photography galleries or darkrooms when he was growing up. There were no opportunities for him to work as an assistant to a well-known professional, learn the trade and begin to build a name for himself. The simplest image-making practiced today by any child with access to their parent’s smartphone was not a part of his childhood.

“In my surroundings and the place I brought up no one can ever thought a boy can devote himself to photography,” he recalls. “Throughout my childhood I did not have access to photographers, their work, or even a camera.”

The closest Akash came to being able to take pictures, experiment with compositions and f stops, and play with light was holding his father’s old camera, closing his eyes and imagining himself taking pictures.

His imagination seems to have worked. Today, GMB Akash travels the world taking photos that have appeared in more than 80 major international publications including National Geographic, Vogue, Time, and the  New York Times. He was the first Bangladeshi selected for the World Press Photo Joop Swart Masterclass in the Netherlands and the first to receive the Young Reporters Award from the Scope Photo Festival in Paris. In 2006, the same year he released his first book “First Light,” he received the World Press Photo award. He’s been named Travel Photographer of the Year and Nikon have selected him as one of their eight influencers in the Asia Pacific region.

“I Have No Time to Play.”

It helps that what Bangladesh lacks in opportunities for photographic training it more than makes in opportunities to tell powerful photographic stories. Akash specializes in the kind of photojournalism that makes a difference. His projects have included Bangladesh’s shipbuilders, its sex workers and its child laborers. It’s those stories that have inspired him to build a career as a photographer.

“Once an eight-year old balloon maker told me: ‘I took some damaged balloons for my little sister. I have no time to play. I have only time to support my parents,’” Akash recalls. “It was at that point that I realized I should turn my lens on lives like hers.”

Akash’s most recent project, “Survivors,” focuses on the people at the bottom of society and spans ten years and seven countries: Bangladesh, India, Nepal, Sri Lanka, Philippines, Pakistan and Bhutan. In addition to the sex workers and child laborers with whom Akash has worked over the last decade, the project also includes people coping with the results of climate change as well as the homeless.

The project was funded on Emphas.is, a crowdfunding site for photojournalists. Aiming for $ 9,250 to produce a book made up of the images of people living on the edge of society that Akash has collected over the last decade, he managed to collect $ 10,450 from 94 backers.

That’s an even bigger achievement than it sounds. Bangladesh has no Paypal connection so Akash was unable to collect funds from local friends and family, the first stop for most crowdfunding campaigns.

The success of the campaign he puts down to transparency. Emphas.is users should make a plan, says Akash, identify the project’s strengths and weaknesses, use social networking to build contributions and offer good rewards. (In addition to copies of the book for those donating $ 65 or more, Akash’s rewards included signed thanks from the subjects of the book, a private workshop and a three-day tour of Dhaka.)

“Most importantly if one can evince true dedication for the project, ‘success’ will come,” says Akash.

Giving Back

There may be more to it than that, though. Akash also donated a quarter of the book’s sales price to projects that he runs with friends and well-wishers to help the poor in South Asia escape the cycle of poverty. A portion of the pledges made to the campaign on Emphas.is went to buy rickshaws and sewing machines, as well as education for children. The opportunity not just to see poverty and injustice depicted dramatically in a book of images but, in viewing those photographs, to be able to do something about it, is likely to be a far more effective benefit than any of the rewards offered on the campaign page.

photoreportage

Photography: GMB Akash

But while Akash’s backers are able to enjoy both wonderful photography and contribute to a good cause, Akash himself has been able to build a rewarding career taking pictures of subjects that are both meaningful and important. He says that he only ever photographs the subjects that he finds interesting and inspiring, and never with the aim of winning an award or landing a job with a publication.

He concedes, though, that the awards and recognition do help to land good assignments. The jobs tend to come in directly from magazines, agencies and organizations whenever they need help with a project or want to assign a commission. Ultimately, he argues, it’s his choice of topics to document and shoot, the injustice and poverty that he can see in his native Bangladesh, that have allowed him to build his career.

“Taking photos to feed my passion may be the most important invisible factor to win competitions/publications,” he says.

For most people today, the first steps towards a career as a photographer aren’t difficult to make. The cheapest digital cameras now cost less than the price of an electronic toy and with over a billion smartphones now sold, few children are far from the chance to point at a lens at a flower, a friend or the family pet. The satisfaction that comes with framing, shooting and making an image are now available to everyone.

Turning those first shots into a career, though, may now be harder than ever. It requires determination and talent but it’s also possible to do it with an eye for a story and the determination to use a camera to document injustice and help those who need it.


Photopreneur – Make Money Selling Your Photos

 
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24. August 2013

24 Aug

Ein Beitrag von: Marina W.

Wanderlust © Mina


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anderStark – Starke Frauen brauchen keine Muskeln

24 Aug

Aus einer Idee wuchs bei dem ungewöhnlichen Fotoprojekt „anderStark“ Schritt für Schritt eine Erfolgsgeschichte. Frauen mit muskulärer Erkrankung sollten portraitiert werden, schließlich enstand nicht nur ein Bildband und eine große Vernissage mit fast 1.000 Besuchern, sondern auch eine Wanderausstellung und eine große Fangemeinde.

Unter dem Motto „Starke Frauen brauchen keine Muskeln“ wurden dabei eindrucksvolle Konzept-Portraits gemacht, die sich nicht nur sehen lassen können, sondern auch öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Umgang mit körperbehinderten Menschen schaffen sollen.

Die Reise © Jessica Prautzsch

Organisiert und initiiert wurde das ganze Unterfangen von der 25-jährigen Hamburgerin Anastasia Umrink, die selbst an spinaler Muskelatrophie erkrankt ist. „Die meisten Menschen haben wenig mit schönen und starken körperbehinderten Frauen zu tun, sie haben Ängste, Unsicherheiten und große Hemmschwellen. Mit diesem Projekt soll versucht werden, die negativen Emotionen abzubauen. Es gibt nichts zu verstecken und das sollen alle erfahren“, sagt sie zu ihrer Motivation für die Sache.

Die Entwicklung © Anna-Lena Ehlers

Über diverse Netzplattformen kamen zunächst mehrere Fotografen mit ins Boot, die ehrenamtlich in das Projekt einstiegen. Den Großteil der insgesamt über 60 Shootings im Verlauf von zwei Jahren absolvierten schlussendlich die beiden ebenfalls in Hamburg ansässigen Fotografinnen Jessica Prautzsch und Anna-Lena Ehlers, die in ihren Fotos mit diversen Klischees über Behinderung und Schönheit aufräumen, aber auch andere ungewöhnliche Ideen mit den Modellen aus ganz Deutschland realisierten.

„Ich hatte den Wunsch, das Thema Scho?nheit anders zu visualisieren als es das Gros der Fotografen tut und wollte den Menschen einen neuen Blickwinkel auf das Thema zeigen. Anastasia hat mir die Mo?glichkeit gegeben, diesen Wunsch in die Tat umzusetzen. Mit anderStark kann ich mit meinen Fotos der Gesellschaft zeigen, dass eine behinderte Frau zuna?chst auch einfach mal nur eine scho?ne Frau und nicht einfach ‚die Behinderte‘ ist. Und: Das Sta?rke nicht immer nur etwas mit dem A?ußeren zu tun hat, sondern vor allem eine Einstellungssache ist“, so Jessica Prautzsch über ihre Herangehensweise an die Shootings.

Am Pool © Jessica Prautzsch

Das parallel mit dem Wachsen des Projektes entstandene Buch finanzierte das Team von anderStark über die lokale Crowdfunding-Plattform „Nordstarter“. Die sich im Laufe der Zeit über Facebook eingefundene Fangemeinde sorgte dabei in zwei Finanzierungsrunden für Einnahmen von fast 5.000 €, die für den Druck des Bildbandes und der Fotos für die Ausstellung verwendet wurden.

Ganz ohne Hürden lief das aber nicht ab, erinnert sich Jessica: „Das Gute am Crowdfunding ist, dass es so unkompliziert funktioniert, wenn man einmal die Regeln und Abla?ufe verstanden hat. Trotzdem war es fu?r mich und das Team eine große Herausforderung, das Projekt bei Nordstarter richtig zu pra?sentieren und andere Menschen darauf aufmerksam zu machen.

Die gro?ßte Barriere beim Crowdfunding ist auf jeden Fall das Marketing. Alle bekannten sozialen Netzwerke wie Facebook und Co. sind hierfu?r sehr gut geeignet. Dabei muss dann allerdings ein gesundes Maß gefunden werden. Zu viele Posts ziehen eher einen negativen Effekt nach sich, wa?hrend zu wenig natu?rlich auch keinen positiven Effekt haben.“

Heilen © Anna-Lena Ehlers

Den vorläufigen Höhepunkt erlebte anderStark schließlich im Juni mit einer Ausstellung in Hamburg inklusive Modenschau mit den Modellen und Vorführung von diversen Videoberichten und Dokumentationen über das Projekt. Aus über 400 finalen Motiven wählte das Fotografenteam zusammen mit Initiatorin Anastasia Umrink die vierzig Motive aus, die auch im Bildband des Projekts angesehen werden können.

„Die Vernissage war für mich groß – ich hätte nie damit gerechnet, dass so viele Menschen unserer Einladung folgen würden. Der Abend war für mich Inklusion pur – weil wirklich fast alles an Menschen vertreten war: Generationen von schwangeren Frauen bis hin zu älteren Herrschaften, Schwarze, Weiße, ‚Rollis‘, Kleinwüchsige, Prominente, Modelle, Kinder, Musiker.

Ein buntes Gewusel unterschiedlichster Menschen – und im Herzen alle gleich“, beschreibt Anna-Lena das für alle Teammitglieder überwältigende Interesse an der Ausstellung, zu der schon am ersten Eröffnungsabend fast 1.000 Menschen kamen.

Memento Mori II © Jessica Prautzsch

Das Projekt ist damit aber noch nicht abgeschlossen: Im Herbst soll anderStark in eine internationale Wanderausstellung übergehen, zunächst ist eine Station in Wien geplant, ein Kalender für 2014 mit neuen Motiven soll außerdem veröffentlicht werden. Anastasia Umrink hat derweilen schon ihr nächstes Projekt in Arbeit, das sich wiederum um Inklusion dreht und den Titel „InkluWAS“ trägt.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Augenschmaus: Linseneintopf

24 Aug

Ein Beitrag von: Marcel Pommer

Eintöpfe sind was für den Winter, so sagt man und das weiß, na klar, ein jedes Kind; mir ist das aber aus mehreren Gründen egal. Erstens machen sie satt, zweitens muss man nicht die ganze Zeit neben dem warmen Herd stehenbleiben und drittens find ich so ein schlonziges Gemüsegemenge einfach mal geil lecker.

Und weil mir heut frischer Liebstöckel geschenkt wurde, soll’s ihm zu Ehren und ohne großes Einkaufen Linseneintopf geben und zwar mit roten Linsen, denn die sind schnell durch und wirken nicht so schwer.

Schließlich stammt Liebstöckel seinem Namen zum Trotz aus Persien und westfälisch schwermütige braune Linsen heben wir uns für Wintertage auf. Mit Preiselbeeren, nicht nur für die Süße, sondern auch für die Farbe, und komplementärem Erbsengrün.

Wir brauchen also für 4 Portionen:

Zutaten

1/2 Pfund rote Linsen
2 Handvoll Erbsen
2 Zwiebeln
einige festkochende Kartoffeln, geschält und grob gewürfelt
ein Bund frischer Liebstöckel
1 EL Koriandersamen
1 TL Kreuzkümmelsamen
2 Gewürznelken
Preiselbeeren
Apfelessig
Salz, Pfeffer, Zucker
etwas Sonnenblumenöl

Das meiste davon sollte meist vorrätig oder auf dem Heimweg schnell zu organisieren sein.

Zubereitung

Gewürzt wird auf einfachste indische Art. Koriander- und Kreuzkümmelsamen in einer Pfanne ohne Fett einige Minuten lang sanft rösten und wer mag, gibt eine getrocknete Chili mit dazu. In der letzten Minute die Nelken mitrösten. Während die Gewürze abkühlen, die Zwiebeln würfeln und dann die Hälfte davon mit einer Tasse Wasser und den Gewürzen per Stabmixer oder Zerkleinerer zu einer Paste verarbeiten.

Diese Paste wird nun im Topf in heißes Öl gegeben und 5 Minuten unter gelegentlichem Rühren erhitzt. Dann schon einmal 1,5 Liter Wasser kochen und die restlichen Zwiebeln zur Paste geben, nochmal 5 Minuten anschwitzen, die Linsen dazugeben und kurz darauf mit kochendem Wasser aufgießen. Liebstöckel dazugeben – wenn’s keinen frischen gibt, muss ein EL getrockneter reichen – und ein gestrichener EL gute Gemüsebrühe schadet jetzt auch nicht, aber pssst, das darf nicht jeder wissen. Wenn jemand fragt, muss ich sagen, das war Deine Idee.

Während die Linsen einkochen, koche ich die Kartoffeln 10 Minuten lang in Salzwasser vor und gieße sie dann ab. Der Eintopf kocht auf mittlerer Hitze zugedeckt etwa eine halbe Stunde lang (mehr schadet auf keinen Fall) und die Kartoffeln kommen 5 bis 10 Minuten vor Schluss dazu, damit sie erkennbar und bissfest bleiben und dem Ganzen Struktur geben. Ebenso die Erbsen – tiefgekühlte bieten sich an, die müssen nur kurz miterhitzt werden, getrocknete müssten von Anfang an mitkochen. Falls es zu dick wird, kochendes Wasser nachgießen.

Erst zum Schluss mit Salz abschmecken und auch den Pfeffer auf keinen Fall lange mitkochen. Wenn der Topf von der Flamme ist, einen TL Zucker verrühren, nicht übertreiben, die Preiselbeeren bringen auch welchen mit.

Zu den angerichteten Schüsseln wird natürlich Essig gereicht und wer keinen EL Essig in seinen Linsen möchte, bekommt statt Linsen Toast mit Ketchup. Brot dazu geht natürlich auch. Ein Klecks Preiselbeeren zum Eintopf, fertig.

Linseneintopf © Marcel Pommer

Fotorezept

Das Foto war noch einfacher als die Würzpaste. Indirektes Tageslicht von links oben auf der Loggia, 50mm, f/4 und ein gestrenger Bildaufbau. Und wenn Liebstöckel manchmal auch „Maggikraut“ genannt wird: Das Dunkle in der Schüssel war ein Schuss Tamari, das schmeckt mir ganz gut, muss aber nicht. Man könnte sie aber kurz mit dem Zucker aufkochen und zum Schluss darüberträufeln. Vielleicht beim nächsten Mal.

Du hast auch ein leckeres Rezept und die passenden Food-Fotos dazu, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen? Dann werde einfach selbst Teil von „Augenschmaus“!


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23. August 2013

24 Aug

Ein Beitrag von: Bernd

Solitary © Bernd


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Zerliebtes

23 Aug

Hattet Ihr als Kind auch ein Kuscheltier, das Euch überallhin begleiten musste, ohne das Ihr nicht einschlafen konntet und das irgendwann furchtbar verschlissen aussah? „Zerliebtes“ ist eine Serie, die genau solche Kuscheltiere sammelt. Plüschgefährten, denen man ansieht, wie sehr sie geliebt wurden.

Und um dies zu verdeutlichen, zeigt die Serie auch die weniger oder gar nicht geliebten Doppelgänger und stellt die Bilder gegenüber.

Wauwau © Katja Kemnitz

Alles begann mit dem Plüschhund meiner großen Tochter. „Wauwau“ hat ein Knopfauge, wurde schon mehrmals genäht und wird dennoch, oder vielleicht auch gerade deshalb, noch sehr geliebt. Auf dem Flohmarkt entdeckte ich seinen Doppelgänger und wollte meine Tochter damit überraschen. Doch die Überraschung ging schief. Der neue Hund wurde abgelehnt: „Wauwau ist unersetzbar.“ Nach einer Weile wurde er dann als Wuffi, der Bruder von Wauwau, angenommen.

Sieht man die beiden Hunde nebeneinander, muss man unweigerlich lächeln. Der Unterschied ist so erheiternd, dass ich einfach irgendwann zur Kamera greifen musste, um ihn zu dokumentieren. Daraus entstand meine Serienidee „Zerliebtes“.

Affi © Katja Kemnitz

Ich fragte zunächst Freunde, ob sie nicht auch so ein Kuscheltier haben, später auch öffentlich auf Facebook. Es gab viele begeisterte Zusagen, nur leider fand ich selten einen Doppelgänger im Internet oder auf Flohmärkten, außer es war ein Markentierchen etwa von Käthe Kruse oder Monchichi.

Aber hin und wieder kamen auch Angebote von stolzen Besitzern, die beides zur Verfügung stellen konnten: Zerliebte Schmusetiere und deren Doppelgänger. Und mit ihnen kamen auch ihre Geschichten zu mir. So ging ein kleiner, innig geliebter Hase bei einem Waldspaziergang verloren und wurde zum Glück bei der darauffolgenden Suchaktion nachts im Taschenlampenschein wiedergefunden. Sein Doppelgänger wurde später gegen Prämienpunkte aus einer Apotheke freigekauft.

Schmuse © Katja Kemnitz

Bei anderen Plüschfreunden lässt sich nur erahnen, was sie bereits erlebt haben. Einige sehen aus, als hätten sie Kämpfe mit echten Tieren überlebt, andere waren anscheinend schon sehr oft im Trockner und haben so einiges an Körpergröße eingebüßt.

Ich fotografiere die Tiere alle vor schwarzem Tonkarton, denn ich möchte den Fokus auf die Tiere und ihre Veränderungen im Vergleich zu ihren Doppelgängern legen. Durch die Reduktion lenkt nichts von ihren Blessuren ab.

Noch bis Jahresende möchte ich die Serie weiterführen. So viele Kuscheltiere, wie ich bin dahin noch finde, werden fotografiert. Ich bin gespannt, wen ich nach Hase, Hund, Affe, Eisbär und Püppchen noch vor meine Kamera locken kann und freue mich auf die nächsten Geschichten.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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22. August 2013

22 Aug

Ein Beitrag von: Frau Mandarine

stone wall © Frau Mandarine


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