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Archive for the ‘Equipment’ Category

Glücksmaschinen

13 May

Ein Beitrag von: Daniel Sebastian Schaub

Karusselle sind exponierte und exzentrische Körper. Sie implizieren Sensation und Wagnis, Geschwindigkeit und Wirbel, Eingebundenheit und Vergnügen. Kurzum: Sie sind affektbehaftet und auf das Spektakel fixiert.

Architekturen mit prinzipiell gleicher Funktion treten in einer Vielzahl an Formen und Oberflächen auf. Individuelle Profile stehen zueinander in Konkurrenz und generieren Aufmerksamkeit.

Das fotografische Bild ermöglicht es, die Karusselle an einem Ort zu versammeln und zueinander in Beziehung zu setzen. Die Trias aus Kapital (Kasse), Zirkulation (Drehscheibe) und Inklusion (Kulisse) stiftet den notwendigen Raum für das Spiel der Simulation.

Glücksmaschinen © Daniel Sebastian Schaub

Glücksmaschinen © Daniel Sebastian Schaub

Artifizielle Räume ziehen mich an. In diesen halte ich mich äußerst gern auf. Es sind Orte mit einer hohen Konzentration und Intensität. Zu ihnen vermag ich eine tiefe Bindung aufzubauen.

Das fotografische Bild ist eine Kooperation aus einem Autor, einem optischen System und einer Situation. Seine Struktur folgt dem dialogischen Prinzip. Dialoge stiften Raum. Sie sind konstitutiv, um eine Begegnung mit dem ganz Anderen zu ermöglichen.

Glücksmaschinen © Daniel Sebastian Schaub

Glücksmaschinen © Daniel Sebastian Schaub

Das Dargestellte im Bild markiert einen Bruch mit der realen Situation. Das fotografische Bild ist wie ein Riss, der die Flachheit und Eindeutigkeit einer Sache unterläuft. Die Kamera bringt so das optisch Unbewusste zum Ausdruck.

Das Medium Fotografie ist unserem gewohnten Sehen sehr nah. Seine Präzision und Konkretheit führt zu permanenten Verwechslungen zwischen realen Orten und fotografischen Bildern.

Glücksmaschinen © Daniel Sebastian Schaub

Glücksmaschinen © Daniel Sebastian Schaub

Fotografie ist Abstraktion und Konzentration – sie bildet ein Extrakt mit eigenen Ordnungsprinzipien. Folglich entstehen neue Objekte, unabhängig vom eigentlichen Ort. Das fotografische Resultat ist die Sichtbarwerdung und Vergegenständlichung der Beziehung von Autor und Ort.

Tod, Kapital, Transparenz und Simulation spiegeln sich in all meinen Arbeiten. Nur die digitale Fotografie löst in mir den Impuls aus, zu fotografieren. Es ist eine Form der Fotografie, die prospektive Bilder hervorzubringen vermag.

Glücksmaschinen © Daniel Sebastian Schaub

Glücksmaschinen © Daniel Sebastian Schaub

Die Frage nach dem realen Referenten einer Fotografie ist zweitrangig. Die Frage danach ist in Anbetracht des Digitalen geradezu belanglos geworden. Das digitale Medium strebt nach Optimierung und Idealisierung – es ist dem Geistigen wesentlich näher als jedes Medium zuvor, das macht seine Faszination und das Begehren nach ihm aus.

Ich würde nie über eines meiner Bilder sagen: Das ist authentisch; ich würde immer sagen: Das ist die Simulation. Jean Baudrillard schreibt in „Die fatalen Strategien“*:

Reales verschwindet nicht zugunsten des Imaginären, sondern zugunsten dessen, was realer als das Reale ist: Das ist das Hyperreale. Wahrer als das Wahre: Das ist die Simulation.

Die Übersetzung der Karussells zu fotografischen Bildern zeichnet sich durch Zurückhaltung und Nüchternheit aus. Die Simulationswelten der jeweiligen Karusselle können hierdurch stärker in ihrer Wesenhaftigkeit hervortreten.

Glücksmaschinen © Daniel Sebastian Schaub

Glücksmaschinen © Daniel Sebastian Schaub

Ich habe sie in gleichem Abstand frontal und sachlich mit hoher Tiefenschärfe fotografiert. Die Aufnahmen kamen bei diffusem Licht zustande. Das Objekt ist immer angeschnitten. Folglich geht die Einbettung in seine Umgebung verloren – es wird auf natürliche Weise vom übrigen Ort isoliert.

Der Zugriff erfolgte früh am Morgen, wenn die Maschinen stillstanden und das Publikum abwesend war. Über einen Zeitraum von zwei Jahren war ich hierfür auf großen deutschen Volksfesten unterwegs.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


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12. Mai 2014

12 May

Ein Beitrag von: Ronny Garcia

Between-the-Light-and-the-Dark-©-Ronny-Garcia


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The Power Purse:A Phone Charging Wallet

12 May

Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

Who doesn’t love an afternoon snooze, tucked in tight to recharge for the day?

Give your phone the luxury of a midday power nap with the Power Purse, a wrist wallet with a built-in battery to give energy to tired phones on-the-go.

Keep your phone from getting grumpy and losing energy while you’re happily taking pics all day long.

Not only is this wallet full of power, it’s got plenty of room for cash, cards and phonography gear! Carry everything you need in one stylish package.

Power Up with the Power Purse
$ 49 at the Photojojo Shop


© laurel for Photojojo, 2014. |
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Exhibit & Book Not To Miss – Carleton Watkins: The Stanford Albums

12 May

“The Yosemite Valley from the ‘Best General View,’” 1866

There is a lot we take for granted about National Parks, in particular the likes of Yosemite National Park, which are steeped in history particularly in the realm of nature conservation. If you’re a fan of Yosemite you may already know this year is the 150th Anniversary of the Yosemite Act of 1864. This single piece of legislation put the wheels in motion for the  eventual creation of our National Park system with the help of then U.S. President Abraham Lincoln.

What is particularly fascinating about this anniversary is that it may never have happened without Carleton Watkins photographing Yosemite in the early 1860′s with a camera capable of producing stereo views and another camera capable of holding 18×22 glass negatives. These 18×22 plates became known as the “mammoth plates”.    Watkins had a rough ride of it as a professional photographer losing his studio in the great San Francisco earthquake of 1906, but some of his photographs survived. (3) three of his albums reside at the Stanford University Libraries and select photos from these albums are now on display through August 17th, 2014 at the Cantor Art Center. Even more notable for Yosemite fans worldwide is the release of these 3 albums via a large format photo book aptly titled the Carleton Watkins: The Stanford Albums. Remarkably this beautiful large format book, containing 280 pages, is only $ 40. I received my copy this past week and it’s amazing. I highly recommend it both for the beautiful photos, rich history, and fine quality of the book. Before there was Ansel Adams there was Carleton Watkins and his photos are a rare glimpse into Yosemite Valley’s past.

Side Notes

What did I find so amazing about the images in this book?

  1. It reveals a view of San Francisco when it was still forming.
  2. It shows Yosemite more barren and populated in a different fashion than we see today.
  3. It shows how a single photographer first visualized wild landscapes setting the visual tone for future photographers to emulate for decades to come.

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

Exhibit & Book Not To Miss – Carleton Watkins: The Stanford Albums

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Frau Zug

12 May

Ein Beitrag von: Daniel Müller

Die Idee, meine Oma zu portraitieren kam mir spontan, als ich mich mit ihr zu Kaffee und Kuchen bei ihr traf. Was letztlich daraus werden sollte, hatte ich zu diesem Zeitpunkt nicht im Sinn.

Als ich mir zu Hause die Ergebnisse betrachtete und fertig bearbeitet hatte, ließ ich etwas Zeit verstreichen und sah mir die Portraits viele Tage später erneut an. Dabei kamen in mir so viele schöne Erinnerungen auf, dass ich mich entschloss, darüber zu schreiben.

Meine Großmutter war auf die Frage, ob ich sie portraitieren dürfe, etwas irritiert. Sie wusste nichts mit sich anzufangen, weshalb ich sie in ein Gespräch verwickelte. Über was wir im Detail sprachen, weiß ich nicht mehr. Es war aber relativ sicher über die Rechnung, die sie auf einem Foto konzentriert mit der Lupe analysiert. Sie wird sich auch über die Skrupellosigkeit der Konzerne aufgeregt haben!

© Daniel Müller

© Daniel Müller

Die Zeit verging wie im Flug. Alles in allem dauerte es etwa eine gute halbe Stunde, wobei die sich auf die gesamte Besuchszeit von etwa drei Stunden hinzog.

Oma nimmt den höchsten Stellenwert, direkt nach meiner Mutter, ein. Ich verbrachte viel Zeit mit ihr. Sie war es, bei der ich übernachtete, bis in die Puppen fern sah und keine Angst haben musste, wenn ich mal den Süßigkeitenschrank plünderte.

Sie verreiste mit mir und zeigte mir einiges von Deutschland. Nur sie, ich und fünfundvierzig Senioren in einem Bus. Mir schwellen die Wangen bei dem Gedanken direkt wieder auf Hamsterbackengröße an. Aber ey, es war großartig: Ich hatte zwar niemanden zum spielen, aber immer die volle Aufmerksamkeit! Nie werde ich diese Reisen vergessen.

© Daniel Müller© Daniel Müller

Für Oma wurden aus Reisen mittlerweile Ausflüge. Die Vorbereitungen für eine solches Vorhaben sehen in der Regel so aus: Prospekte der großen Möbelhäuser werden nach günstigen Essensangeboten durchforstet, dann wird sich mit Freundinnen verabredet und ab geht die Reise mit der S-Bahn in Richtung Einrichtungshaus.

Sie ist für 86 zwar noch relativ fit, ärgert sich aber gewaltig darüber, dass sie nicht mehr so kann, wie sie gern möchte. Ist der Wohnungsputz beendet, kann sie wieder von vorn anfangen. Dieses Projekt dauert nicht mehr nur ein paar Stunden, sondern Tage.

Ich frage sie gar nicht mehr, wie es ihr geht. Die Frage nervt sie und ihre Stimme wird dann immer so melancholisch. Sie antwortet nur noch: „Wie es einer alten Frau halt so geht!“ Mir bricht das das Herz, weil mir dann immer bewusst wird, dass sie in der letzten Phase ihres Lebens ist.

© Daniel Müller© Daniel Müller

Sie war für meine Geschwister und mich Babysitterin. Oma war immer bei uns zu Hause – ob es meinen Eltern recht war oder nicht -, sie war einfach da und wenn nicht, klingelte sie unangemeldet. Sie half mir aus diversen Schwierigkeiten. Immer mit dem gehobenen Zeigefinger, aber sie half.

Sie war da! Sie war auch für andere da. Sie wurde ausgenutzt und war immer noch für einen da! Und noch immer hilft sie, wo sie kann. Selbst aber bittet sie nur selten um Unterstützung und beißt sich selbst durch, obwohl es an allen Ecken und Enden schmerzt und zerrt.

© Daniel Müller

© Daniel Müller

Sie ist der Anker der Familie. Waren es vor 15 bis 20 Jahren noch große Familienfeiern, so sieht man sich heute gar nicht mehr! Es gab diverse Probleme und Veränderungen, die dazu führten und den Zusammenhalt in der Familie auflösten. Die schnelllebige Art und die vollen Terminkalender des heutigen Lebensstils tragen ebenfalls einen großen Teil dazu bei.

Unser nächstes großes und vermutlich letztes Familientreffen wird vermutlich Omas Beerdigung sein.

Grund genug, einen Teil von Oma zu manifestieren. Und das nicht gestellt, sondern so wie sie ist. Authentisch, ehrlich, schrullig! Es wird nie das aufwiegen, was sie für mich, nein, für uns getan hat.

Aber nur so kann ich sie festhalten – für immer.

© Daniel Müller

Zum Einsatz kam meine altbewährte EOS 5D Mark II in Kombination mit dem EF 50 1.8 Mark I. Auf die Bilder selbst hat sie eher verhalten reagiert. Mal sehen, was passiert, wenn ich ihr die Texte und Reaktionen dazu noch einmal aufbereite.


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11. Mai 2014

11 May

Ein Beitrag von: Shayan Artuz

Shayan Artuz


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Tierische U-Bahn

11 May

Die beiden französischen Fotografen Clarisse Rebotier und Thomas Subtil wollten schon eine Weile zusammenarbeiten. Clarisse zeigt in ihren Bildern gern einen ungewöhnlichen, neuen Blick auf den Alltag und alltägliche Dinge. Ihre Kompositionen sind überraschend und für sie ist Humor ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens. Thomas fotografiert viel auf Reisen und setzt die Bilder anschließend neu zusammen. Er erschafft so sehr realistische Szenen, aber immer mit einem störenden Element.

Bis die beiden zueinander fanden, dauerte es eine Weile. Am Anfang stand die Idee, Tiere und Sportler zusammenzubringen und dafür fotografierten sie bereits einige französische Athleten. Während dieses Prozesses merkten sie jedoch, dass die Idee nicht stark genug war. So wechselten sie zu Tieren in der Stadt und erschufen sich ihr wildes Paris mit Tieren der Savanne, die wie selbstverständlich die U-Bahn nutzen.

© Clarisse Rebotier

© Clarisse Rebotier

© Clarisse Rebotier, Thomas Subtil

© Clarisse Rebotier, Thomas Subtil

© Clarisse Rebotier, Thomas Subtil

© Clarisse Rebotier, Thomas Subtil

© Clarisse Rebotier, Thomas Subtil

© Clarisse Rebotier, Thomas Subtil

© Clarisse Rebotier, Thomas Subtil

© Clarisse Rebotier, Thomas Subtil

© Clarisse Rebotier, Thomas Subtil

© Clarisse Rebotier, Thomas Subtil

Die humorvolle Serie zeigen beide Fotografen jeweils auf ihren Homepages. Aber auch ihre ganz eigenen Projekte sind spannend. Zum Beispiel die Serie „Hakuna Matata“ von Thomas oder Clarisses „Erotic Animals“. Wir wünschen viel Spaß beim weiteren Stöbern.


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browserFruits Mai, Ausgabe 2

11 May

An dieser Stelle vielen Dank für die tollen und vor allem motivierenden Kommentare in den letzten browserFruits. Nein, keine Angst, sie bleiben erhalten, denn es gibt einfach so viele tolle Links, Projekte und Bilder. Da verlinken wir gern einfach auf die besten Sachen in all den anderen Blogs und Magazinen. Hier kommen also wie gewohnt die neuen Fotofrüchte. Wir freuen uns nach wie vor auch über Tipps von Euch!

 

Fotospecial: Federn

Flickr

500px

 

Deutschsprachig

• Die Perspektive von oben: Immer wieder beeindruckend, wie die Bilder des Fotografen und Piloten Alex McLean zeigen.

• Die Süddeutsche berichtet über den Trend zu älteren Modellen.

• Für alle, die Lost Places mögen: 15 Bilder von verlassenen Orten. Ein Bild aus unserem Artikel über Wüsten in der Wohnung ist auch dabei.

• Kein Scherz: Amazon hat sich einen Studio-Aufbau patentieren lassen.

• Das Zeit Magazin stellt die bekannteste Fotoagentur der Welt vor: Magnum Photos. Außerdem wird es ab sofort wöchentlich einen Einblick in das Magnum-Archiv geben.

 

International

• Das Field Museum für Naturgeschichte in Chicago zeigt Hunderte alte Fotos der eigenen Geschichte online. Wired hat Infos, Links und eine Bildauswahl zusammengestellt.

• Unter dem Namen „Fearless Photographers“ sammeln sich einige außergewöhnliche Hochzeitsfotografen. Die Galerien der Fearless Awards sind absolut sehenswert.

• Eine Fotoreportage über Kinder-Flüchtlinge im Libanon von Jost Franko.

• Fünf mögliche Gründe, warum sich die eigene Fotografie vielleicht nicht weiterentwickelt.

• 16 wunderbar natürliche Aktbilder von Müttern.

• Annalisa Hartlaub versetzt sich dank der Fotografie in die Vergangenheit und erschafft Portraits von sich wie aus den 20er, 30ern und so weiter.

• Bekannte Plätze Frankreichs durch die Augen der Fotografin Maia Flore. Absolut sehenswert.

• Geburtsfotografie ist in Deutschland noch etwas unbekannt, in anderen Ländern wie Australien und Amerika aber sehr beliebt. Hier eine Reportage aus Phoenix.

• Fotografisch nicht so wertvoll, aber superwitzig: Die 100 besten Katzenfotos aller Zeiten.

 

Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

buchtipps

• So bunt war der Grand Canyon nie zuvor: Der Bildband „An American Odyssey“* zeigt frühe Farbbilder aus einer Zeit, an die wir uns sonst nur in schwarzweiß erinnern. Zeit Online zeigt einige Bilder daraus aus der Zeit zwischen 1888 und 1924. Das Buch erscheint im Taschen Verlag und wird stolze 150 € kosten.

• Das Buch „Blow-Up: Antonionis Filmklassiker und die Fotografie“* betrachtet den Kultfilm „Blow Up“* von 1966 aus dem fotografischen Blickwinkel und untersucht detailliert, welche Positionen der Fotografie- und Kunstgeschichte der Film präsentiert und welche fotografischen Genres in ihm vertreten sind.

 

Zitat der Woche

You can take a good picture of anything. A bad one, too.

William Eggelston –

Mehr Zitate

 

Videos

Leserin Julia hat uns auf den tollen Youtube-Kanal der Tate Gallery aufmerksam gemacht, der 570 Kurzfilme über Künstler bereit hält. Julias Empfehlung: Das Video des Straßenfotografen Daida Moriyama aus Japan. Danke!

 

Sieben einfache Fototricks. Falls Ihr gerade mit neuer Technik liebäugelt, probiert doch erst einmal davon etwas aus.

 

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10. Mai 2014

11 May

Ein Beitrag von: Florian Weiler

© Florian Weiler


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Was es bedeutet, Mensch zu sein

10 May

Ein Beitrag von: Melanie Einzig

Beobachten. Das war schon immer meine Spezialität. Als ich aufwuchs, fühlte ich mich stets ein bisschen distanziert (und außerhalb) von Dingen. Vielleicht war es ein psychologisches Ploblem, vielleicht hatte ich von Geburt an eine Menge Spiegelneuronen und war somit vorherbestimmt, zu beobachten.

Über die Jahre haben die Leute immer wieder kommentiert, dass ich eine ganze Menge „bemerke“. Leute aufmerksam zu betrachten war tatsächlich meine Lieblingsbeschäftigung. Was ich mit meinen Augen aufnahm, war sehr laut. Ich nahm noch nie wirklich viel mit den Ohren auf und war stets schlecht im Zuhören.

© Melanie Einzig

Und so war die Fotografie ein sicherer Weg, näher heranzukommen, ja, mich dem Leben nah zu fühlen. Später wurde das sogar eine Form der Kommunikation für mich. Mittels der Fotografie konnte ich skurril-komplexe Gedanken und Gefühle ausdrücken.

Über die Tradition der Straßenfotografie war ich informiert. Schließlich hatte ich das Buch „Bystander“*, doch ich schien nicht zu realisieren, dass ich in der selben Tradition arbeitete. Das klingt nun etwas komisch, aber so war es wirklich.

Ein Postbote läuft am 11. September die Straße entlang, im Hintergrund brennen die zwei Türme.

Das änderte sich, als ich 2002 Ariel Meyerowitz über meine Freundin und Bildhauerin Zoe Siegel kennenlernte. Ariel zeigte meine Arbeit in einer Ausstellung mit drei weiteren Fotografen, die ebenfalls ungestellte Momente präsentierten.

Das geschah zu einer Zeit, in der inszenierte Narrative in der New Yorker Galerie-Szene besonders populär waren. Kurz darauf lernte ich Ariels Vater, Joel Meyerowitz, kennen. Er und Colin Westerbeck setzten meine Arbeit in die zweite Ausgabe der Bystander Edition. Es war ein Wunder!

Etwas später wurde ich dann eingeladen, Teil von iN-PUBLiC zu werden. Infolgedessen wurde meine Arbeit einem größerem Publikum vorgestellt.

Eine Kassiererin sitzt an der Kasse.

iN-PUBLiC boten mir auch eine Community, da die Form unseres Arbeitens eine einsame ist. Ich bekam zwei neue Freundinnen: Regina Monfort und Genevieve Hafner, mit denen ich ein lustiges Blog betreibe.

Was die Resonanz auf meine Arbeiten betrifft, habe ich Höhen und Tiefen erlebt. Jedoch habe ich nicht mit dem Fotografieren aufgehört, sondern bin unter anderem wie Robert Frank durch die USA gereist. Eines Tages habe ich ihn unterwegs sogar getroffen und ihm erzählt, dass ich wie er einen Road Trip mache. Er küsste meine Hand und wünschte mir Glück.

Einer riesigen Statue steht ein kleiner Mensch gegenüber.

Seither habe ich hart daran gearbeitet, meine Arbeiten von den Trips zu publizieren, hatte jedoch bisher kein Glück. Ich sammle eine ganze Menge Fotos, mit denen ich nichts tue. Digitale Fotografie ist wunderbar und – wie ich glaube – besser für unseren Planeten.

Es wäre grotesk, würde ich noch immer analog fotografieren, weiter massenhaft Chemikalien in die Erde schütten und Plastik anhäufen. Ich bin mir nicht sicher, ob eine Festplatte für die Erde besser ist – aber wenigstens braucht sie weniger Platz in meiner Wohnung. Außerdem hat mir das Digitale viel Geld gespart, obwohl ich gerade so meine Kosten decke.

Ein Mann erklärt einem anderen die Haltung eines Golfschlägers.

Meine Kamera ist immer bei mir, aber ich bin kein Technik- oder Leica-Nerd. Viele meiner Bilder habe ich mit einer Kompaktkamera aufgenommen.

In der Öffentlichkeit zu fotografieren hält mich präsent und aufmerksam. Ich finde menschliche Wesen unendlich geheimnisvoll, manchmal verblüffend und oft witzig.

Ein Mann telefoniert mit der einen und trinkt mit der anderen Hand einen Kaffee, Hände dabei überkreuzt.

Für mich ist Straßenfotografie die Kunst, ziellos herumzuwandern, der eigenen Intuition zu folgen. Intuitiv hier oder dort entlang zu laufen, hier oder da stehen zu bleiben, zusammenzupacken oder weiterzumachen.

Sie steht in enger Relation zu meiner Yoga- und Meditation-Praxis und der Möglichkeit, in das offene Feld der Achtsamkeit einzutreten.

Das Suchen nach Bildern ist oft Teil des Plans, aber meine besten Fotos scheinen mich zu finden. Meistens erscheinen sie auf dem Weg zur Arbeit oder der Post. Wenn ich am liebsten gar michts mehr machen möchte, öffnet sich etwas oder erscheint aus dem Nichts.

Eine Verkäuferin läuft den Strand entlang, ihr Gesicht ist vor lauter Körben nicht zu erkennen.

In Städten herumzuflanieren befreit mich von linearem Denken, eingeschlossenen Gefühlen und den neurotischen Beschäftigungen des modernen Lebens. Meine Hoffnung ist, dass ich ein interessantes Dokument, eine poetische oder historische Aufahme dessen mache, was es bedeutet, Mensch zu sein.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.

Dieser Artikel wurde für Euch von Martin Gommel aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.

© Alle Rechte vorbehalten, Melanie Einzig, New York.


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