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Archive for the ‘Equipment’ Category

Flora Borsi

10 May

Flora Borsi ist für mich definitiv die Entdeckung des Jahres. Die ungarische Fotografin schafft sehr vielseitige und innovative Werke und wahrscheinlich kennt Ihr bereits einige Ihrer Projekte, wie „Time Travel“, in dem sie sich selbst in alte Bilder retuschiert hat oder ihre Serie „The Real Life Models“, in der sie Modelle aus abstrakten Gemälden in die Realität holt.

Die Serie, die wir Euch heute von Ihr zeigen, heißt „des monstres“. Es sind schwarzweiße, dynamische Selbstportraits mit Tuch. Wie im Tanz bewegt es sich mit und um Flora und formt ihren Körper neu. Das Tuch wird zu Flügeln, zu einem bedrohlichen Gebilde über ihrem Kopf. Hier vielleicht der Hinweis auf ein Monster, zugegeben ein sehr schönes Monster. Flora selbst verbindet mit der Serie die Stimme der Sirenen.

© Flora Borsi

© Flora Borsi

© Flora Borsi

© Flora Borsi

© Flora Borsi

© Flora Borsi

Auf meine Frage, ob sie bereits an einem neuen Projekt arbeitet, antwortet mir Flora, dass sie immer an neuen Bildern arbeitet, auch wenn sie zunächst nur in ihrem Kopf existieren. Sie liebt ihr Leben und die Fotografie und wenn sie sich eines wünschen könnte, dann ein eigenes Studio mit dem besten Equipment. Aber auch ohne werden ihre neuen Fotos sicher großartig und es lohnt sich, Floras Schaffen zu verfolgen. Zum Beispiel auf Facebook oder Behance.


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8. Mai 2014

10 May

Ein Beitrag von: Moni bergauf

© Moni bergauf


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Fenster: Ausstellungstipps, Ausgabe 3

10 May

Wieder haben wir fünf Empfehlungen für Euch, quer über Deutschland verteilt. Die Auswahl fällt uns zwar immer wieder schwer, aber es ist schön, dass wir Euch über die einzelnen Ausstellungen in unserem neuen Format mehr erzählen können als früher. Schwerpunkt heute: Dokumentarische Portraits und Reportage.

Berlin

Tipp von Marit Beer

Zu Ehren Harald Hauswald und zu seinem 60. Geburtstag zeigt die Galerie Friedrichshain Berlin Fotografien aus den Jahren 1976 bis 2014. Er gilt als „kritischer Chronist der Endzeit der DDR“ und ist Mitbegründer der Ostkreuzagentur.

Wer das Ostberlin nicht kannte und gern kennenlernen möchte, dem empfehle ich unbedingt, diese Ausstellung zu besuchen. Die Bilder handeln vom Leben der einfachen Bürger, abseits der großen Ereignisse. So portraitierte er Eckensteher, Hooligans, Hausbesetzer oder Künstler.

Er war ein Teil von ihnen und kannte sich in den maroden und grauen Hinterhöfen Ostberlins aus. Denn bevor er seinen erlernten Beruf als Fotograf ausübte, war er als Telegrammbote oder Heizer in der Stadt unterwegs.

Zu sehen noch bis zum 20. Juli, an diesem Tag findet die Finissage um 19 Uhr statt.

Fotogalerie Friedrichshain, Helsingforser Platz 1, 10243 Berlin
Tel.: (030) 296 16 84, fotogalerie@kulturring.org
Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr, Sa 14.00 – 18.00 Uhr, Do 10.00 – 18.00 Uhr

 

Günther Uecker © Lothar Wolleh

2. Vatikanischen Konzil © Lothar Wolleh

Magdeburg

Tipp von Katja Kemnitz

Lothar Wolleh portraitierte in den sechziger und siebziger Jahre über einhundert international bekannte Maler, Bildhauer und Aktionskünstler. Jede Aufnahme zeigt den jeweiligen Künstler im Zusammenhang mit seinem Werk.

Das Kunstmuseum Magdeburg zeigt eine Auswahl der Künstlerportraits. Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Roncalli-Haus Magdeburg, statt. Dort sind weitere Arbeiten von Lothar Wolleh zu sehen, die zwischen 1962 und 1965 in Verbindung mit dem 2. Vatikanischen Konzil entstanden sind.

 

Indien Wüste Thar © Günter Pfannmüller

Äthiopien © Günter Pfannmüller

Frankfurt

Tipp von Katja Kemnitz

Bereits 1992 zog Günter Pfannmüller los und reiste von Land zu Land für sein Projekt „Auf der Suche nach Würde“. Mit einem riesigem mobilen Tageslichstudio portraitiert er die Menschen auf seinem Weg und versuchte so, die Repräsentanten der letzten traditionell lebenden Kulturen zu bewahren. Entstanden sind seitdem mehrere Bildbände*.

Die Galerie BRAUBACHfive aus Frankfurt präsentiert die Schwarzweiß-Fotografien aus dem Projekt noch bis zum 31. Mai 2014. „In Search of Dignity zeigt, dass die Würde des Menschen unantastbar, aber keineswegs unsichtbar bleibt.“

 

© Till Mosler

© Till Mosler

Köln

Tipp von Aileen Wessely

Im Rahmen der Filmreihe „Im Land der Morgenfrische. Filme aus Nordkorea“ zeigt das Allerweltskino ebenfalls eine Fotopräsentation mit Arbeiten von Till Mosler. Der 39-jährige Kölner Hobbyfotograf interessiert sich insbesondere für Ostasien und stellt hier eine Auswahl von Arbeiten aus vier Reisen der letzten elf Jahre nach Nordkorea vor.

Dabei war er in unterschiedlichen Gegenden zu verschiedenen Jahreszeiten unterwegs und konnte alltägliche ebenso wie seltene Eindrücke festhalten. Diese bieten die Möglichkeit, die Lebensweise und das Bild über die dortigen Menschen, unabhänig von der Meinung der Medien hierzulande besser zu vermitteln. Der schnelle Wandel dieser Länder, ihre geschichtlichen Hintergründe, Kulturen und Menschen reizen Till Mosler als Fotograf sehr.

Ich versuche, dort den täglichen Alltag der Menschen unabhänig von der öffentlichen Meinung neutral zu dokumentieren. Die schnellen Wandel und teils existierenden Parallelwelten in Momentaufnahmen bildlich fest zu halten. So manches enstandene Motiv ist heute bereits Geschichte oder hat sich gänzlich gewandelt.

© Till Mosler© Till Mosler

© Till Mosler

Zu Nordkorea und seinen Menschen konnte ich durch die Reisen und Erfahrungen ein spezielles Verhältnis (was sich in manchem von der gängigen, teils einseitigen Meinung in der Presse unterscheidet) entwickeln. Es sind Menschen wie Du und ich und ich versuche, ihre Lebensweise und Denkweise in ihrem System und Lebensumfeld zu verstehen.

Seine Bilder sind auf E6 Kleinbildfilm entstanden und werden am Freitag, den 16. Mai um 22 Uhr digital präsentiert. Auch an den anderen Spieltagen sind Bilder von Till Mosler im Foyer des Filmhaus Kinos zu sehen. Das Filmprogramm umfasst 13 Filme, die vom 15. bis 18. Mai gezeigt werden und sonst nicht in Deutschland zu sehen sind. Daher: Anschauen!

 

© Tommaso Bonaventura, Alessandro Imbriaco
Esszimmer der Familie Fava – Palizzi Marina, [Provinz] Reggio Calabria, 2011. Der 22-jährige Student Celestino Fava wurde am 29. November 1996 gemeinsam mit seinem Freund Antonino Moio in einem bewaffneten Hinterhalt getötet. Die Täter des Doppelmordes wurden nie gefunden. Die ermittelnden Beamten konnten lediglich vermuten, dass Celestino sterben musste, weil er Augenzeuge des Hinterhalts wurde, der seinem Freund, möglicherweise als Vergeltungsaktion, gegolten hat. Nach Celestinos Ermordung verschanzten sich seine Eltern, Annamaria und Antonio, 11 Jahre lang in ihrer Wohnung in Palizzi und verließen kaum noch das Haus.

Mannheim

Tipp von Aileen Wessely

Seit dem 27. April ist im Zephyr – Raum für Fotografie die Ausstellung TAT / ORT. (Un)heimliche Spuren der Mafia“ erstmals in Deutschland zu sehen und läuft noch bis zum 20. Juli 2014. Hierbei handelt es sich um ein Projekt, das ebenso aus Dokumentationsfotos besteht wie aus einer dreijährigen Recherche, die als ausführliche Erklärung zu jedem Bild zu lesen ist.

Besonders ist hier das Zusammenspiel von Bild und Text: In den Fotos ist nichts Offensichtliches zum Thema Mafia zu sehen. Was sie damit zu tun haben, welche besonderen Orte sie zeigen, wird erst durch die Hintergrundinformationen ersichtlich. So zeigt sich, worum es geht: Wie gleichzeitig unsichtbar und allgegenwärtig die Mafia und ihre Spuren sind.

© Tommaso Bonaventura, Alessandro Imbriaco
Ansicht der „Case Rosse“, Mailand, 2011. „Case Rosse“ [rote Häuser] ist ein Komplex von sechs Hochhäusern des sozialen Wohnungsbaus zwischen Viale Sarca und Viale Fulvio Testi an der nördlichen Peripherie Mailands. Dieses Gebiet steht seit Jahren vollständig unter der Kontrolle des ‘Ndrangheta-Clans der Porcino, der hier seinen Geschäften, dem Drogen- und Waffenhandel sowie der Schutzgelderpressung nachgeht.

Man sieht also Fotos von Landschaften, Städten, Wohnungen, Gerichtssälen, Büros, Beweisgegenständen, Autowracks, Erpressungsschreiben oder Gedenkorten. Diese ergeben so etwas wie eine Landkarte einer parallelen Welt der Mafia, die über unserer eigenen liegt. Sie zeigt sich in Geschehen und Spuren, die man zu lesen wissen muss.

Es gibt auch ein umfangreiches Rahmenprogramm zur Ausstellung: Ein Künstlergespräch, verschiedene Vorträge, eine begleitende Filmreihe, öffentliche Führungen und museumspädagogische Angebote für Lehrer und Kinder. Die beleuchten das Thema teilweise inhaltlich, teilweise auch mit fotografischem Schwerpunkt.

 

Habt Ihr weitere Empfehlungen für andere Leser? Welche Fotoausstellung hat Euch kürzlich begeistert, die noch geöffnet ist? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


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9. Mai 2014

10 May

Ein Beitrag von: Tilman Haerdle

Deep thought © Tilman Haerdle


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Fünf Fototipps für Rucksackreisende

09 May

Ein Beitrag von: Timo Nowack

Seit rund drei Monaten reise ich mit dem Rucksack durch Chile und Argentinien. Mein Ziel, die Panamericana von Patagonien bis Alaska zu bezwingen, werde ich bei meinem aktuellen Tempo wohl kaum in einem Anlauf schaffen. Dafür habe ich schon einiges gelernt, was Kameras und Fotografie auf so einer Reise angeht. Das sind meine fünf wichtigsten Erkenntnisse und Tipps:

© Timo Nowack

1. Die digitale Spiegelreflexkamera gehört zuhause in den Schrank und nicht in den Reiserucksack.

Denn wenn Du Dein ganzes Gepäck jeden zweiten oder dritten Tag durch die Gegend schleppst, wirst du dieses Schwergewicht füher oder später loswerden wollen. Wenn Du mit Zelt, Essen und Ausrüstung tagelang durch Nationalparks wanderst, sowieso. Ich habe hier in Südamerika schon mehrere Leute getroffen, die ihre DSLR – genervt von Größe und Gewicht – mit Freunden oder Verwandten nach Hause geschickt haben.

Kleinere und leichterer Alternativen gibt es zu genüge. Und dass diese den „Großen“ etwa in Sachen Bildqualität nicht ganz das Wasser reichen können, ist zu verkraften. Denn machen wir uns nichts vor: National Geographic wird unsere Fotos eh nicht kaufen – egal mit welcher Kamera wir sie schießen.

© Timo Nowack

2. Mein Smartphone ist auf der Reise eine tolle Ergänzung zur Kamera, aber kein Ersatz.

Und das unabhängig von der Frage nach Bildqualität und fotografischen Möglichkeiten. Das große Manko ist für mich der Akku, auch wenn es Powerpacks und Solarzellen gibt. Denn ich surfe mit dem Telefon in Hostels viel im Internet, bewege mich mithilfe einer Kartendienst-App durch Städte, höre trotz meines MP3-Players gelegentlich Musik damit.

All das saugt Energie. Und als Reisender habe ich deutlich weniger Gelegenheiten als daheim, das Smartphone sicher abzulegen und aufzuladen. Daher mein Tipp: Überleg Dir gut, ob Du ganz auf eine reine Kamera verzichten willst. Für mich kommt es nicht in Frage.

© Timo Nowack

3. Es wird etwas schief und kaputt gehen – stell Dich darauf ein.

Kamera und Objektive können ins Meer fallen, verkratzen, geklaut werden – und dazu haben sie auf einer langen Reise viel mehr Gelegenheit als in einem Kurzurlaub oder daheim. Du kannst Dich vorbereiten, etwa indem Du statt einer großen Speicherkarte mehrere kleine verwendest. Oder indem Du Dich für eine unauffällige Tasche entscheidest und nicht für eine, die schon aus hundert Metern Entfernung als Kameratasche erkennbar ist.

Doch auch alle Vorsicht schützt vor Schaden nicht. Als ich bei den Aufräumarbeiten im Katastrophengebiet von Valparaiso geholfen und nebenbei fotografiert habe, habe ich mir zum Beispiel einen Kratzer auf meinem nicht wechselbaren Objektiv zugelegt. Wer schon bei dem Gedanken daran einen Nervenzusammenbruch erleidet, sollte eine Kamera mit auf die Reise nehmen – und bei Bedarf günstig kaufen – bei der notfalls auch ein Totalschaden okay ist.

© Timo Nowack

4. Finde eine Möglichkeit, mit Klischee-Motiven umzugehen.

Wenn Du vor dem Eiffelturm stehst, willst Du ihn womöglich fotografieren, weil das ein ganz geiles Ding ist. Auf der anderen Seite vielleicht auch nicht, weil es schon Millionen Fotos davon gibt, in allen möglichen Varianten. Und viele davon haben ein besseres Licht als das, mit dem Du gerade Vorlieb nehmen musst. Mir geht es oft so, ich bin hin- und hergerissen. Wenn Du also nicht nur langweilige Fließbandbilder von touristischen Highlights produzieren willst, lass Dir etwas einfallen.

Ich mache es mir gerade einfach: Ich habe in meiner Kamera eine Art Tilt-Shift-Modus mit sehr kleinem Schärfebereich und knalligen Farben entdeckt. Viele Leute finden die Bilder furchtbar, aber für mich werden ausgelutschte Motive dadurch wieder interessant. Du kannst auch wie in „Die fabelhafte Welt der Amelie“ einen Gartenzwerg vor die Sehenswürigkeiten stellen oder jedesmal lustige Japaner fotografieren, die das eigentliche Motiv ablichten. Sei kreativ.

© Timo Nowack

5. Mach auch mal Touri-Schnappschüsse und Selfies.

Alleine oder mit anderen. Lade sie bei Facebook, Flickr oder sonstwo hoch oder verschicke sie per Mail. Viele FotografInnen halten sich ja gern aus den Bildern heraus. Doch auf langen Reisen gilt: Ein Bild mit dem Partner oder der Partnerin im Arm vor dem Taj Mahal ist zwar irgendwie furchtbar, aber Deine Eltern werden sich freuen. Und Deine Freundinnen und Freunde auch, wenn Ihr Euch ein halbes Jahr lang nicht mehr gesehen habt. Und das ist doch eigentlich das Wichtigste.


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Alter

08 May

„Alte Menschen sind so geil.“ Wenn es einen Satz gibt, den ich meinen Freunden im Büro sehr, sehr oft gesagt habe, dann ist es dieser.

Irgendwann Mitte zwanzig muss es angefangen haben. Oder war es später? Ich kann mich nicht richtig daran erinnern, aber irgendwann habe ich damit begonnen, mich für alte Menschen zu interessieren.

Vielleicht liegt es auch an meiner grundsätzlichen Zuneigung Menschen gegenüber. Ja ja, ich weiß, das klingt dermaßen kitschig. Hipster sind ja eher die, die sagen, dass alle Menschen scheiße sind und sie am liebsten allein in der Natur leben würden.

Und das schreiben sie dann den lieben langen Tag ins Internet. Ist das nicht irgendwie süß?

Eine Frau winkt einer anderen in der Stadt.

Süß, genau, das Wort hat mir gefehlt. Alte Menschen sind süß. Wie sie mit ihrem Rollator durch die Innenstadt trippseln, ab und zu halten und in aller Ruhe Fensterläden anschauen, ach, das ist doch nur der Anfang!

Ich fucking liebe es, wie Senioren die Hände hinter dem Rücken verschränken. Das machen nur die. Nur die! Kein Jungspund würde auf die Idee kommen, so herumzulaufen! Ist das nicht toll?

Ihre herrliche Gleichgültigkeit allem gegenüber, was mit Etikette zu tun hat. Es ist ihnen egal, wer wer ist.

Ein älterer Herr guckt in die Kamera.

Und dann ihre Launen. Alte Menschen können so schön scheiße drauf sein. Motzen. Weil ihnen irgendwas quer liegt. Die Dinge nicht so laufen, wie sie bisher gelaufen sind.

Und ihr Style! Hüte! Rosenblusen! Weiße Sandalen! Cordhosen! Stoffhosen mit Bügelfalte! Hornbrillen! Ja verdammt, eine Dauerwelle!

Es tut mir leid, aber ich finde das gut. Ich finde das großartig.

Zwei alte Menschen, einander eingehakt.

Was ist das Allertollste? Wenn alte Paare Händchen haltend durch die Fußgängerzone galoppieren. Das ist – meiner Meinung nach – nicht zu toppen. Das spricht so viel.

Von Treue.

Von Liebe.

Von Zweisamkeit.

Nein, ich finde alte Menschen nicht perfekt. Sie haben ihre Schattenseiten. Klar. Sie haben vielleicht Dinge erlebt, die sie niemandem erzählen würden.

Ich möchte gar nicht den Verdacht aufkommen lassen, ich würde alte Menschen idealisieren. Auch sie haben Charakterschwächen, oh ja, das haben sie. Wer hat das nicht?

Da hat es jemand eilig.

Doch ihre Eigenheiten, die haben es mir einfach angetan. Noch ein Beispiel? Ihr Dialekt. Viele alte Menschen sprechen Dialekt. Sie haben das Hochdeutsch abgelegt und unterhalten sich oft im allerderbsten Dialekt.

Und dann die Phrasen! „Na, wie?“

„Na, wie?“

Eine ältere Frau läuft nach Hause.

Zwei Worte! Mit zwei Worten beginnen sie eine Unterhaltung mit allen Menschen, die ihnen begegnen! Na, wie?

Antwort, wieder zwei Worte: „Es muss.“ Das höchste der Gefühle ist dann ein „Und selber?“

Manche Konversation besteht nur aus diesen Zwei-Wort-Phrasen. Das ist zum einen trist, traurig und fühlt sich oft leer an. Aber es ist eine Strategie. Eine Strategie, die immer funktioniert. Damit umzugehen, schon über alles gesprochen zu haben. Never change a running system.

Eine ältere Frau wirft ein Taschentuch in den Mülleimer

Ich kann mit ihnen. Ich kenne die Floskeln und ich mag es, darauf einzusteigen. Ich mag diesen Trashtalk. Small-Talk. Yeah.

Schon wieder so etwas, was man ja eigentlich nicht mag, oder? So als tiefgründiger Emo, da steht man auf tiefgründige Gespräche. Ja ja. Tief.

Das kann aber auch nerven. Und ja, ab und zu ein Small-Talk mit Augenzwinkern? Sehr gut. Das Beste.

Eine Frau in der Bahn.

Und dann gibt es die, die nicht bei C&A einkaufen, sondern sich mit Geschmack sehr individuell anziehen. Sie stellen einfach jeden Achtzehnjährigen mit Pseudo-Iro, Karottenhosen und Alibikamera (aber Bushido hören) in den Schatten.

Sie legen immer noch Wert auf ihr Äußeres. Sie haben nicht aufgehört, sich fein zu kleiden und wenn es nur für einen kurzen Einkauf in der Stadt ist.

Sie tragen feine Halstücher, hübsche Hüte und achten darauf, dass alles farblich zusammenpasst. Sie tragen feine Schuhe, nicht diese „neumodischen Dinger“, und oft müssen sie schlimme Schuhe wegen der Gesundheit tragen.

Aber was andere davon halten, ist ihnen mittlerweile völlig Banane.

Eine Frau mit Hut.

Die meisten älteren Damen und Herren entschuldigen sich bei mir, wenn sie mir – ihrer Meinung nach – ins Bild gelaufen sind. Wenn ich Ihnen dann sage, dass ich genau auf sie gewartet habe, können viele es gar nicht glauben.

Viele raten mir, doch junge Menschen zu fotografieren. „Die sind doch schöner!“ Doch ihre Augen beginnen, leuchtend aufzuflackern, wenn ich ihnen sage, dass die jungen mich nicht interessieren und ich lieber alte Menschen fotografiere.

Hand einer älteren Frau.

Wenn ich ihnen dann das gemachte Foto zeige, müssen sie schmunzeln. „Ja, doch! Das bin ich!“ Was sie nicht wissen: Ich bin es, der diese Momente am meisten genießt.

Alte Menschen. <3


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Juxtaposer: The Best Layering App Ever

08 May
Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

Want to be a game piece in Candyland? Want to ride a roller coaster down the Rocky Mountains?

Now you can do it all! … Well, you can make it look like you did it all.

Juxtaposer is the best app for creating fun photomontages. Cut out a piece of one photo and stick it onto another. We can’t stop playing with it!

We’re going to show you the ins and outs of this app and turn you into a pro user. Because everyone needs to know how to make a photo of themselves swimming in a tub of ice cream.

Create Fun Photomontages Using Juxtaposer

(…)
Read the rest of Juxtaposer: The Best Layering App Ever (654 words)


© Lauren for Photojojo, 2014. |
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Maidan

08 May

Im Jahr 2008 trafen sich Vertreter der Ukraine und der EU, um eine Vereinbarung über ein gemeinsames Assoziierungsabkommen zu treffen. Im vergangenen Jahr machte der damalige ukrainische Präsident Wiktor Janukowytsch dann unvermittelt einen Schritt in die entgegengesetzte Richtung. Er setzte das Assoziierungsabkommen aus und unterzeichnete Verträge, die die Ukraine näher an Russland anknüpfen sollten.

Dagegen formierte sich im November 2013 massiver Widerstand. Nachdem am 30. November 2013 eine friedliche Demonstration von einer Spezialeinheit der Polizei mit teilweise extremer Gewalt auseinandergetrieben wurde, versammelten sich hunderttausende Menschen, um auf dem Unabhängigkeitsplatz im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew zu protestieren.

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Um die regierungskritischen Proteste schnell zu beenden, begann die Regierung, mit Einschränkung der Versammlungs- und Meinungsfreiheit, Einschüchterung und gewaltsamen Übergriffen auf Demonstranten und das Protestcamp zu reagieren.

Als dann im Dezember Demonstranten und Ordnungskräfte gewaltsam aufeinandertrafen, entschied sich Markus Heine, zusammen mit zwei Fotografenkollegen nach Kiew zu fahren und sich ein eigenes Bild von der Lage, den Menschen und der Situation dort zu machen.

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Wichtig bei dieser Arbeit war mir, mit meinen Bildern die Distanz zwischen mir, dem Fotografen, und den portraitierten Personen zu überbrücken und ein möglichst unverfälschtes Bild der Lage, der Gefühle und der Stimmung dem Betrachter zu übermitteln.

Markus Heine fotografiert mit Wissbegier und Ehrgeiz die zwischenmenschlichen und politischen Beziehungen unserer Zeit. Seine Arbeiten präsentiert er sowohl in Ausstellungen als auch in Zeitungen, Magazinen und Online-Magazinen. Er lebt und arbeitet als freier Fotojournalist in Berlin.


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Trending to the Unknown

08 May
Unknown Beach, Point Lobos

Unknown Beach, Point Lobos

Updates have been sparse as of late thanks to a full schedule and increasing demands at home. We’re approximately T-minus 21 days from our 2nd son arriving. As you’d imagine that means a lot of preparation, stress, and wondering.

Some of the more pleasurable prep work has been enjoying time with my 1st son, who is nearly 4, going to places like Yosemite and Point Lobos. I can’t say when I’ll take both sons to such beautiful locations to appreciate nature, but odds are its not going to be for a while. I’ve really enjoyed the ability to experience these locations with my son. Not only has it been an amazing experience to see his reaction, but it has also let my mind wander pondering what son #2 will be like.  In my minds eye I see him as a figure on the edge of a void lacking distinguishing characteristics. Characteristics I long to know hair color, eye color, what his laugh & voice will sound like, what interests he’ll have, etc. Waiting for the arrival of a new child is an interesting experience. The best way to describe it is trending to the unknown… a steady and slow movement to meet someone one step away from a void only to turn around and journey with them into the unknown of life.

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

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7. Mai 2014

07 May

Ein Beitrag von: Catalina Matei

untitled © Catalina Matei


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