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Archive for the ‘Equipment’ Category

Dringend gesucht

07 May

Die Serie „Wanted“ von Nick Dolding wurde inspiriert vom Buch „Least Wanted: A Century of American Mugshots“*, das 10.000 Verbrecherbilder, aufgenommen zwischen 1870 und 1950, zeigt. Der Sammler dieser Bilder legte den Schwerpunkt auf Kleinkriminelle wie Huren und Gauner und nicht die großen, angsteinflösenden Mafiabosse.

Und diese Bilder sprechen, erzählen Geschichten und sind nicht nur fotografisch interessant. Die Menschen sehen einen müde, ängstlich, manchmal auch trotzig an. Ob sie wirklich alle Verbrecher waren? Oft sind sie von Verletzungen und Narben gezeichnet. Nick Doldings Modelle sind definitiv keine Verbrecher. Er suchte für sein Projekt Schauspieler, die die stereotypischen Rollen einnehmen.

Um die Bilder nachzustellen, entschied er sich dafür, Make-Up zu verwenden, um blaue Augen und Narben zeigen zu können, wie sie auf den Orignalbilder auch oft zu sehen sind. Für den Charakter des „Danny the fish“ portraitierte er einen Schauspieler, dem tatsächlich seit seiner Kindheit ein Auge fehlt. Neben den ausgedachten Namen für die Charaktere wollte Nick auch Fingerabdrücke einbeziehen, weshalb ein Schauspieler sogar absagte.

News Boy © Nick Dolding

Bookie © Nick Dolding

Sailor Boy © Nick Dolding

Jake © Nick Dolding

Danny The Fish © Nick Dolding

Olu © Nick Dolding

Doc © Nick Dolding

Baby Face © Nick Dolding

Moll © Nick Dolding

Hakan © Nick Dolding

Bei „Wanted“ handelt es sich um ein freies Projekt. Umso mehr freute sich Nick, dass es so gut ankommt. Sogar der Herausgeber des Buches „Least Wanted“ wurde schon auf seine Serie aufmerksam und schrieb ihm, wie sehr er sie mag.

Die Arbeit hat ihm sogar schon ein paar weitere Jobs beschert, unter anderem einen zum Movember mit einem Football-Team der 1920er Jahre und eine Werbekampagne für Dulux.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


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Fotogenes Deutschland – Wildensee

07 May

Ein Beitrag von: Moritz Ilmberger

Nur durch Zufall entdeckte ich vor ein paar Jahren den Wildensee. Eigentlich haben wir uns sogar verlaufen und wollten einen ganz anderen Weg vom Kranzberg zurück zum Parkplatz nehmen. Ich habe mich schon ein wenig geärgert, weil ich nicht mehr wusste, wo genau wir waren und es dann auch noch erneut bergauf ging. Einige Minuten später lichtete sich der Wald und ein kleiner Bergsee zeigte sich.

Es war ein lauer Spätsommernachmittag und ich hatte kein aufwändiges Kamera-Equipment dabei. So entstand das Titelfoto eher im Vorbeigehen. Doch ich versprach mir, dass ich hier wieder vorbeikommen würde.

Der Wildensee ist ein kleiner Alpensee mit kristallklarem Bergwasser. Wegen seinen nur rund zwei Metern Tiefe behaupten böse Zungen, er sei nur eine Pfütze. Allerdings begünstigt das trotz seiner Höhenlage die Wassertemperatur, so dass ein Bad nicht allzu viel Überwindung kostet.

Außerdem beschert es dem Gewässer eine für diese Höhe außergewöhnlich reichhaltige Flora und Fauna im und um den See. Zum Beispiel gibt es hier das landesweit höchstgelegene Vorkommen des Europäischen Laubfrosches.

© Moritz Ilmberger

© Moritz Ilmberger

Ich hielt auf jeden Fall mein Versprechen ein und so wurde der Wildensee zu einem meiner meistbesuchten Fotoplätze in den letzten zwei Jahren. Der Blick über den See auf die nördliche Karwendelkette ist atemberaubend. Mit seinen ca. 2400 m hohen Gipfeln, auf denen viele Monate im Jahr Schnee liegt, ergeben sich hier immer wieder spannende Motive und Möglichkeiten.

Das Gute daran, einen Ort zum Fotografieren öfter aufzusuchen, ist, dass man sich mit der Zeit auch immer mehr auf die Umgebung konzentriert. Man entdeckt dann Details in der Landschaft, die bei nur einem Besuch sicherlich durch den imposanten Anblick der Berge untergehen würden. Außerdem wird das Fotografieren ruhiger.

Es geht nicht mehr nur darum, in der kurzen Zeit des Sonnenunter- oder -aufgangs alles an Fotomaterial herauszuholen, sondern viel mehr darum, die vorherrschende Stimmung zu genießen. Die Natur auf sich wirken zu lassen. Und auch ein wenig zur Ruhe zu kommen.

© Moritz Ilmberger

© Moritz Ilmberger

Das Licht, die Wolken, die Vegetation, die Schneelage in den Bergen und einiges mehr, ändern sich nicht nur mit den Jahreszeiten, sondern von Tag zu Tag. Langweilig war es mir dort noch nie.

Besonderen Gefallen habe ich an diesem Ort im Winter gefunden. So fiel die Hälfte meiner Besuche dort in die kalte Jahreszeit. Dann ist die Sicht auf die Berge besonders klar und man trifft nur selten auf andere Menschen.

Die Strukturen von Schnee und Eis bieten immer wieder wechselnde Motive. Interessant ist es außerdem jedes Mal, zu beobachten wie stark die Schneehöhe von meiner Haustüre (702m) bis zum See (1136m) ansteigt. So benötigten wir einmal zur halben Umrundung des nur 240m langen Sees eine knappe halbe Stunde durch gut einen Meter hohen Pulverschnee. Das war zwar sehr anstrengend, brachte aber auch jede Menge Spaß mit sich.

Ein weiteres Highlight an einer Winterwanderung hierher ist die darauffolgende Abfahrt. Ich bevorzuge für die ca. 250 hm durch den Wald den Bob. So geht es dann mit der Stirnlampe rasant durch die Dunkelheit.

© Moritz Ilmberger

© Moritz Ilmberger© Moritz Ilmberger

Egal, wann und wie er kommen mag, ich freue mich schon wieder sehr auf meinen nächsten Besuch an meinem Lieblingssee.


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6. Mai 2014

07 May

Ein Beitrag von: Laura Schaeffer

© Laura Schaeffer


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Künstliche Bäume von Menschen und Vögeln

06 May

Dillon Marsh macht Landschaftsaufnahmen – im weitesten Sinne. Seine Themen speisen sich aus der Interaktion des Menschen mit der Natur, die er in seinem Umfeld rund um Kapstadt in Südafrika findet. Hier möchte ich Euch zwei Serien aus seinem Werk vorstellen, die zusammen betrachtet besonders spannend werden.

Die Umwelt, die uns umgibt, ist gefüllt mit von Menschenhand geschaffenen Strukturen ebenso wie mit seltsamen Details, die entstehen, wenn die Natur sich etwas zurückerobert oder der Mensch die Natur nachahmt. Oft gehen diese spannenden Auswüchse aber in unserer alltäglichen Wahrnehmung unter.

In Dillons Serie „Invasive Species“ sieht man etwa Funkmasten, die in Kapstadt seit 1996 als große Palmen verkleidet werden und sich so in ihre Umgebung besser einfügen. Besser? Das ja, aber seltsam sehen sie immer noch aus. Wie eine nicht ganz passende Montage, ein Fehler in der Wahrnehmung.

Invasive Species © Dillon Marsh

Invasive Species © Dillon Marsh

Invasive Species © Dillon Marsh

Invasive Species © Dillon Marsh

Invasive Species © Dillon Marsh

Invasive Species © Dillon Marsh

Invasive Species © Dillon Marsh

Invasive Species © Dillon Marsh

Invasive Species © Dillon Marsh

Invasive Species © Dillon Marsh

Invasive Species © Dillon Marsh

Invasive Species © Dillon Marsh

Beinahe genau anders herum funktioniert die Serie „Assimilation“. Sie zeigt die Bauten von Siedelwebern, einer Vogelart, die in der südlichen Kalahari-Wüste zuhause ist. Hier haben die Vögel die Masten von Telefonleitungen in Besitz genommen, die in ihrem Revier verlaufen.

Auf den ursprünglich anonymen Holzpfeilern bauen sie aus Zweigen und Grass ihre Nester in organischen Formen, die immer wieder anders aussehen und so jedem einzelnen eine Art Persönlichkeit verleihen. Und durch die Besiedelung herrscht nun auch konzentriert Leben an den sonst eher unwirtlichen Orten.

Assimilation © Dillon Marsh

Assimilation © Dillon Marsh

Assimilation © Dillon Marsh

Assimilation © Dillon Marsh

Assimilation © Dillon Marsh

Assimilation © Dillon Marsh

Assimilation © Dillon Marsh

Assimilation © Dillon Marsh

Assimilation © Dillon Marsh

Assimilation © Dillon Marsh

Assimilation © Dillon Marsh

Assimilation © Dillon Marsh

Dillon Marsh hat 2003 seinen Bachelor in „Fine Art“ an der Universität Stellenbosch gemacht. Schon in seiner Studienzeit fühlte er sich zur Fotografie hingezogen und ist seitdem bei ihr als bevorzugtes Ausdrucksmittel geblieben. Die beiden obigen Serien verdeutlichen dabei seinen Ansatz:

Ich wähle meistens Objekte, von denen es eine Vielzahl in der Umwelt gibt, sodass ich eine ganze Familie von ihnen in einer Serie von Fotos darstellen kann. So kann ich die einzelnen Mitglieder mit ihrer individuellen Persönlichkeit ebenso darstellen wie die Gemeinsamkeiten, die sie haben.

Wenn Ihr nun – hoffentlich – neugierig auf die weiteren Serien geworden seid, dann könnt Ihr die Arbeiten von Dillon Marsh auf seiner Webseite, bei Facebook oder auf Behance finden.


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Von der Idee zum Bild mit Katharina Jung

06 May

Ein Beitrag von: Katharina Jung

Die Idee: Mein erster Familienausflug. Endlich konnte ich mit Mama und Papa die Gegend erkunden, in der sie mich die letzten Wochen behutsam beschützt hatten. Noch holprig tapse ich ihnen hinterher und versuche, Schritt zu halten. Papa geht ein paar Meter voraus.

Er will sicher gehen, dass wir nichts zu befürchten haben. Wir wollen uns am Bach treffen. Ein lauter Knall. Ein lauter Schrei und sein Echo lassen die Vögel aufschrecken und davonfliegen. Papa. Papa liegt am Boden. Er ist stark am Kopf verletzt. Mama hält mich zurück, als ich zu ihm laufen will. Der Schreck lässt sie kurz einfrieren. Wir müssen fort. Ohne ihn.

Mir ist es wichtig, mit der Fotografie auszudrücken, was ich fühle und was mich persönlich bewegt. Die ständigen Qualen, die schutzlose Tiere erleiden müssen, nur um den Egoismus der Menschen zu stillen, beschäftigt mich nicht nur, es bewegt mich. Ich will mich in Zukunft auch fotografisch mehr mit diesem Thema beschäftigen und das Bild war sozusagen der erste Schritt.

Ich stellte mir eine dramatische Szene vor, in der Mensch und Tier gemeinsam leiden und trauern. Für mein erstes Bild dieser Art „Serie“ habe ich mir „Jagd“ ausgesucht. Mit diesem Bild vertrete ich eine starke Meinung und es war mir bewusst, dass ich nicht nur positives Feedback bekommen werde, sondern damit auch vielen auf die Füße trete.

Ich spreche mich ganz klar und deutlich gegen die Jagd aus. Sie ist für mich eine veraltete Tradition und Egoismus-­Befriedigung. Als ich mich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt habe, bestärkte dies mich in meiner Meinung.

Wir sind alle mit dem Grundwissen aufgewachsen, dass es die Jagd braucht, um die Tierbestände zu regulieren. Die Wildtierbestände regulieren sich selbstständig. Vielleicht ist das Foto nicht technisch perfekt, aber es bedeutet mir sehr viel und ich vertrete zu 100% die Botschaft, die dahinter steckt.

Als meine Idee feststand, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich es umsetzen kann. Ich überlegte, wie ich mich fotografieren kann, dass ich mich später an den erschossenen Hirsch anschmiegen kann. Und da kam mein Hund mit ins Spiel. Letztes Jahr habe ich ein freies Stockimage von einem weißen Hirsch gefunden, an das ich mich bei der Vorbereitung erinnerte und das gut in das Bild passte. Es fehlte nur noch ein langes weißes Kleid und ein schönes Plätzchen im Wald.

Making-Of © Katharina Jung

Bepackt mit Kamera, Stativ, Gummistiefeln und weißer Badematte ging ich mit Bonny, meinem Hund, in den Wald. Nicht einmal zehn Minuten später fand ich die perfekte Stelle. Bonny hat schwarzes Fell und da ich mir in der Nachbearbeitung die Arbeit etwas erleichtern wollte, habe ich eine dünne, weiße Badematte über sie gelegt. Mit ein paar Leckerlis hat das auch ganz gut geklappt.

Wenn ich Selbstportraits mache, arbeite ich mit einem Funkfernauslöser. Dadurch erspart man sich so manches Hin-­ und Herlaufen. Nachdem das Grundfoto im Kasten war, habe ich nochmals den Wald fotografiert, um diesen später als Hintergrund zu benutzen.

In der Nachbearbeitung lag der eigentliche Teil des Prozesses. Zunächst habe ich die Bilder ausgewählt, in denen ich am authentischsten gewirkt habe und mir dann das beste ausgesucht. Mithilfe des Zeichenwerktools und den Alphakanälen habe ich die einzelnen Elemente freigestellt und nach und nach in das Bild eingefügt. Bei den Rehen im Hintergrund habe ich die Sättigung runtergedreht und sie mit dem Gaußschen Weichzeichner unscharf maskiert.

Dann habe ich den Mittelpunkt des Bildes ausgewählt und ihn mithilfe des Weichzeichners hervorgehoben. Mit dem Verlaufswerkzeug und einer starken Transparenz habe ich einen Schein eingefügt, der von oben links bis zur Bildmitte verlaufen sollte. Zum Schluss wurden die Farben mit der selektiven Farbkorrektur und Gradationskurven angepasst.

Mourning © Katharina Jung

Die Bilder in meinem Kopf sehen meistens anders aus als das fertige Bild, weil sich während des Fotografierens und der Bearbeitung immer noch ein paar Spontanideen einschleichen. Bei diesem Foto hat sich ausnahmsweise nicht viel geändert. Im Nachhinein hätte ich aus den Rehen im Hintergrund vielleicht noch etwas mehr die Sättigung rausholen und vielleicht noch ein Eichhörnchen oder eine Eule eingefügen können, die die Szene beobachten.


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5. Mai 2014

06 May

Ein Beitrag von: Daniel Ernst

St Bartholomae © Daniel Ernst


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Aperitif: Diese Woche auf kwerfeldein

06 May

In dieser Woche geht’s mal wieder ab in die Natur, hinein in die Wälder und hin zu den Seen. Überhaupt: Schnallt den Rucksack auf, hängt Euch die Kamera um und macht Euch auf den Weg, die Weltreise wartet. Ein paar Tipps von und für weltreisende Fotografen haben wir unter anderem vorbereitet.

In der Serie „Fotogenes Deutschland“ wird ein weiterer See vorgestellt, der ja – zugegeben, gemessen an der Weltreise eher vor der Haustür liegt – ein erster Anlaufpunkt sein könnte. Oder dazu einlädt, die Gewässer in der eigenen Umgebung fotografisch genauer zu erkunden.

In den Wald geht’s auch in unserer zweiten Serie „Von der Idee zum Bild“, in der wir die Entstehung eines Fotos zum Thema Jagd genauer erzählt und gezeigt bekommen. Und – Bäume: Es gibt nicht nur echte. Der Mensch stellt künstliche in der Gegend auf und sogar Vögel bauen sich geeignete Masten zu Bäumen um. Klingt verrückt? Ihr werdet es sehen.

© Clarisse Rebotier

Jake © Nick Dolding

Für alle, denen es beim Gedanken an die Natur schon an den Beinen juckt, haben wir aber auch noch andere Themen parat. Martin zeigt einige seiner aktuellen Straßenfotografien, die sich mit dem Thema Alter auseinandersetzen. Natürlich teilt er auch wieder seine spannenden Gedanken dazu mit uns.

Außerdem fragt sich eine Straßenfotografin, was es bedeutet, Mensch zu sein und beobachtet zu diesem Zwecke die Mitmenschen. Ein anderer Fotograf stellt historische Polizeifotos von Kleinkriminellen nach und eine Selbstportraitkünstlerin schafft eine etwas abstrakte Monster-Serie.

Da der Konflikt gerade wieder – oder immer noch? – aktuell ist, gibt es außerdem eine Fotoreportage der Anfänge der Aufstände auf dem Maidan in Kiew. Und aktuelle Tipps für Fotoausstellungen. Und die browserFruits. Am Sonntag. So wie immer. So wie Ihr sie mögt, wie wir jetzt sehr genau wissen.


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Foldio: A Pop-Up Photography Studio

05 May

Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

You’ve got dreams of your very own photo studio – gleaming white walls, perfectly placed lights and windows overlooking the Manhattan skyline.

The Foldio is a dream come true! It’s a pop-up photo studio, complete with built-in lighting, small enough to take anywhere you want.

Foldio and its LEDs give you a bright evenly lit space for all kinds of photography projects – product photos for Etsy, stop-motion gifs, even pet portraits (of rodents or small reptiles).

Sturdy magnets hold your white walls in place, while clips make it easy to swap out backdrops.

When your shoot is through, fold it up and tote it anywhere. From Manhattan, NYC to Manhattan, Kansas and points beyond.

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© laurel for Photojojo, 2014. |
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Jeff Mermelstein: TWIRL/RUN

05 May

Ich sehe das so: Die beste Beschäftigung mit einem Buch ist es, eine Rezension drüber zu schreiben. Denn dann gebe ich mir selbst die Aufgabe, die Lektüre bis in den letzten Winkel auszuleuchten, zu analysieren und im Idealfall einen agitierenden Artikel zu verfassen.

Heute schreibe ich über „Twirl/Run“ von Jeff Mermelstein. Seinen Namen hörte ich zum ersten Mal, als ich mir vor längerer Zeit den Film „Everybody Street“ ansah.

So durchsuchte ich erst einmal Amazon nach Fotobänden von ihm* – eine Angewohnheit, die mir irgendwann noch teuer zu stehen kommen wird.

Einer der Bände, den ich mir in den folgenden Monaten kaufte, war besagtes „Twirl/Run“*. Dieser liegt nun vor mir und ich untertreibe nicht, wenn ich sage, dass dies der beste Konzeptband ist, der mir bisher untergekommen ist.

Info am Rande: Derzeit umfasst meine Buch-Sammlung 230 Bildbände, von denen gefühlte 80% der Straßenfotografie zuzuordnen sind.

Konzeptband? Was für ein Konzept? Nun, der Titel sagt eigentlich, worum es geht. Um Twirl und Run. Twirl, vom Englischen ins Deutsche übersetzt, bedeutet zwirbeln, wirbeln oder an etwas drehen. Run kommt ganz klar von rennen.

Beide Thematiken sind im Buch Programm. Und zwar so: Von Seite 001 bis 035 sind ausschließlich Menschen zu sehen, die an ihren Haaren zwirbeln. Dann folgt ein kurzer Essay und die Zahlen beginnen wieder bei 001. Bis Seite 041 sind dann nur Menschen abgebildet, die rennen.

Diese Zweiteilung hebt das Konzept deutlich hervor – und das ist selten, da Straßenfotografen sich fast nie auf eine einzige Tätigkeit beschränken, sondern ihre Bereiche wesentlich weiter fassen.

Eine aufgeschlagene Doppelseite des Buches Twirl/Run von Jeff Mermelstein.

Eine aufgeschlagene Doppelseite des Buches Twirl/Run von Jeff Mermelstein.

Eine aufgeschlagene Doppelseite des Buches Twirl/Run von Jeff Mermelstein.

Fotografie

Dieses Buch hat es mir wirklich angetan. So sehr, dass ich es nur ungern aus der Hand lege. Warum?

Weil es eigentlich nicht zu fassen ist, was sich darin befindet. Denn mit jeder weiteren Seite, die ich öffne, frage ich mich, wie es denn in aller Welt möglich ist, diese beiden Themen so penibel zu verfolgen.

Denn das muss man ja erst einmal sehen, dieses Zwirbeln, nicht wahr?

Das Rennen, klar, das kennt man ja von diversen Straßenaufnahmen – wobei Mermelstein es schafft, höchst skurrile Rennsituationen aufzugreifen. Aber das Zwirbeln?

Klar. Leute zwirbeln. Aber so viele? Auf der letzten Seite des Buch wird dann klar, wie lange Mermelstein an diesem Projekt gearbeitet hat: Von 1995 bis 2008. Dreizehn Jahre.

Wer verbringt geschlagene fucking dreizehn Jahre auf der Straße, um Leute zu fotografieren, die sich die Haare zwirbeln oder zur Bahn rennen? Selbst, wenn man das Projekt nebenher und nicht als einziges macht, muss man dennoch immer die Augen dafür offen halten.

Es muss sich um eine strapazierfähige Leidenschaft handeln, das durchzuziehen. Auf den Kopf trifft den Nagel der amerikanische Kunsthistoriker Kozloff mit dieser präzisen Beurteilung des Mermestein’schen Schaffens:

Jeff Mermelstein, würde ich sagen, ist ein Absurdist mit Sinn für Humor.

Die Aufnahmen selbst sind methodisch einheitlich: Sie zeigen das Thema in schlichter, nüchterner Bildsprache. Keine extravaganten Kompositionen oder ungewohnte Blitzbeleuchtung. Nein, es wird so gezeigt, wie der Moment es zulässt.

Die Fotos sind gut gesättigt, aber nicht zu viel. Kontrastreich, aber das Schwarz säuft nicht ab und die Lichter reißen nicht aus. Solide Druckarbeit also.

Eine aufgeschlagene Doppelseite des Buches Twirl/Run von Jeff Mermelstein.

Eine aufgeschlagene Doppelseite des Buches Twirl/Run von Jeff Mermelstein.

Eine aufgeschlagene Doppelseite des Buches Twirl/Run von Jeff Mermelstein.

Buchgestaltung

Nun möchte ich ein wenig auf das Gesamtdesign eingehen, das von Greger Ulf Nilson großartig formvollendet wurde. Das Buch ist mit einem Hardcover bestückt, das mit einem Stoffeinband angenehm griffig in der Hand liegt und somit schon als haptisches Erlebnis erfahrbar ist.

Die Folienprägung des Titels beeindruckt, verknüpft mit der thematisch aufbereitetenden Typo (Twirl ist in sich verdreht, Run steht kursiv, unterstrichen und mit einem Punkt versehen) nicht nur auf den ersten, sondern insbesondere auf den zweiten Blick.

Diese Form der Buchveredelung entspricht dem Buch insofern, als dass es nicht einfach „irgendein Fotobuch ist“, sondern die Thematik bis in die letzten Ritzen des Buch fließt und ob der Qualität keinen Zweifel offen lässt.

Die Fadenbindung sorgt als i-Tüpfelchen dafür, dass der Band lange hält und nicht nach zwei Jahren auseinanderfällt.

Wie oben bebildert, sind die Fotos in Dreiergruppen pro Seite eng zusammengefasst und direkt untereinander gesetzt. Beim vertieften Schmökern schwingt ein deutliches Gefühl des Ganzen mit, denn: Es geht hier nicht um das einzelne, das perfekte Bild.

Es geht um alles.

Die Seitenzahlen sitzen außerdem nicht wie gewohnt außen, sondern innen – auch das ist eine Besonderheit, die nicht ungenannt bleiben soll.

Fokus auf die innenliegenden Seitenzahlen des Buches Twirl/Run von Jeff Mermelstein.

Die Mitte

In der Buchmitte befindet sich ein Essay. Laaaaangweilig?

Texte haben es in Bildbänden bekanntlich schwer und werden von Betrachtern meist stiefmütterlich behandelt. Denn, wer einen Bildband kauft, will ja Bilder und keine Geschichten.

Eigentlich wollte ich den Essay auch nicht lesen, doch durch einen versteckten Hinweis von Mermelstein wurde ich neugierig. In der abschließenden Danksagung am Ende des Buches schreibt er:

Robin Hemley, der einen wunderbar literarischen Essay abgeliefert hat, der nicht in der Geschichte der Fotografie verwurzelt ist – danke.

Es folgte also weder Pathos, noch eine kunstwissenschaftliche Bildbewertung oder brachiale Dekonstruktion der schummrigen Fotografenpsyche.

Nein, ich fand einen urkomischen Text über das Zwirbeln der Haare und das Rennen zur Bahn, sodass ich beim Lesen mehrmals laut auflachen, mich bei Hemley bedanken und Amazon nach Büchern von ihm durchforsten* musste (oh shit, ich bin echt zu oft auf Amazon).

Der Essay des Buches Twirl/Run von Jeff Mermelstein.

Resümee

Jeff Mermelstein hat 2009 ein grandioses Buch vorgelegt. Aufgrund der extravagenten Länge seines Projektes gelingt es ihm, eine fotografisch gesehen komplexe Aufgabe mit Bravour zu erfüllen. Dies hebt seine Arbeit deutlich von „gängiger Straßenfotografie“ ab und weist alternative Herangehensweisen auf.

Eine plausible Schlussfolgerung ist für mich, dass es möglich ist, die allzu oft gestellte Frage nach dem „Stil des Fotografen“ und die meist verkrampfte Suche nach Individualität auch über Bord zu werfen, ohne dabei Seele zu verlieren.

Sich dann schlicht auf eine Sache zu konzentrieren, die dem Fotografen selbst im Alltag auffällt. Dabei darf es sich um eine noch so triviale Angelegenheit handeln. Zusammengefasst in einem Buch, tausendfach dargelegt kann daraus ein brillianter Konzeptband entstehen.

TWIRL/RUN ist meines Erachtens ein Werk, an dem sich andere sowohl inhaltlich als auch an der gestalterischen Form messen lassen müssen. Jedoch hat Mermelstein die Latte derart hoch angelegt, dass es Gleichgesinnten allein schon beim Versuch, nach der Latte zu greifen, schwindelig werden dürfte.

Das Buch Twirl/Run von Jeff Mermelstein von vorn.

Informationen zum Buch

Gebundene Ausgabe: 88 Seiten
Fotograf: Jeff Mermelstein
Verlag: powerHouse Books
Auflage: 1. (3. November 2009)
Design, Art Director: Greger Ulf Nilson
Essay: Robin Hemley
Sprache: Englisch
Größe: 31 x 21,3 x 1,5 cm
Preis: 25,89 €* (Stand April 2014)

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browserFruits Mai, Ausgabe 1

05 May

Die lieben browserFruits. Wisst Ihr, wie oft wir uns schon überlegt haben, sie zu kicken? Wenn es nach Martin ginge, wären sie spätestens seit 2012 Geschichte. Doch weil Katja sie wichtig fand, hat sie einfach die Organisation dafür übernommen – und die „Fruits“ somit erhalten. Übrigens: Jeder aus der Redaktion schickt Katja regelmäßig Links (mit dem hier gezeigten Text), die sie dann einbaut und zu einer ordentlichen Mischung aufbereitet. So, jetzt wisst Ihr also, was hinter den Kulissen passiert. Viel Spaß beim Naschen.

 

Fotospecial: Türkis

Flickr

500px

 

Deutschsprachig

• Xu Xixian fotografierte in seiner Freizeit Shanghai – seit den 60ern. Die Zeit zeigt passend zur Ausstellung seine Bilder in groß.

• GIGA stellt die ominösen Doppelbelichtungen des Hiki Komori vor.

• Nach der Insolvenz der Firma Ilford reiste der Künstler Roland Wirtz mit einer riesigen Kamera zur Fabrik in die Schweiz.

• Der italienische Straßenfotograf Giulio Magnifico ist bekannt für seine zerzausten Charakterportraits von Menschen mit Migrationshintergrund. Mitte April hat ihn auch Der Spiegel entdeckt. Und ihm einen ganzen Artikel gewidmet.

• Thomas Lamadieu kombiniert Architekturfotografie und Illustrationen auf sehr schön humorvolle Weise.

• Seen.by verkauft nicht nur Bilder, sondern stellt seine Fotografen auch hin und wieder in Interviews vor. Wie den US-Fotografen Jeff Seltzer, der am liebsten Parkplätze und Flughäfen fotografiert.

 

International

• Ja ja, das Video ist alt. Aber es ist immer noch das witzigste, das es gibt, auch wenn wir etwas Mitleid mit dem Hochzeitsfotografen haben.

• Auch immer wieder schön und gruselig: Angebliche Geisterfotografien aus den 20ern.

• Forensische Bilder des LAPD, die bis 1925 zurückgehen, wurden geborgen und sind auf Mail Online einzusehen. Nichts für schwache Nerven.

• Was macht eigentlich… Tom Anderson von Myspace? Er bereist die Welt und lädt auf Instagram sehr, sehr tolle Landschaftsaufnahmen ins Internet.

• Fotograf Owen Perry machte einige interessante Aufnahmen vom Vulkan El Tatio und dessen Geysirfeldern in Chile. Wie aus einer anderen Welt.

• Blick über den Tellerrand: Nein, Bodypainting muss nicht peinlich im 80er-Look sein. Es geht auch anders, wie die Künstlerin Trina Merry beweist.

• Levitation wird irgendwie nicht langweilig. Hier ein paar schöne Aufnahmen von Bairon Rivera.

 

Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

buchtipps

• „Taking Shots“* zeigt Fotografien von William S. Burroughs. Das Buch bietet faszinierende Einblicke in die fotografischen Praktiken Burroughs. Es enthält Portraits und Selbstportraits, Aufnahmen von seinen Reisen in Europa, Amerika und Nordafrika, Fotos von Bau- und Abbrucharbeiten und seine ganz individuellen Experimente mit Fotomontagen und Collagen. Essays von verschiedenen angesehenen Personen geben einen theoretischen Hintergrund, um das Gesamtwerk besser zu verstehen.

• Es gibt sie noch – die vermeintlich ausgestorbenen, wilden Autofriedhöfe. In Wäldern, die sich vielleicht erst nach dem Abstellen der einstigen Symbole von Wohlstand und technischem Fortschritt durchgesetzt haben. Auf Wiesen, uneinsehbar gelegen und durch ihre ständige Feuchte das verbrauchte Blech von unten zersetzend. Thorsten Müller hat sie aufgespürt und dokumentiert in „Endstation: Die skurrilsten Autofriedhöfe Europas.“*

 

Zitat der Woche

You have to have a dream so you can get up in the morning.

Billy Wilder –

Mehr Zitate

 

Videos

Habt Ihr den Artikel von Justin Vogel in Erinnerung habt? Hier ist er im Interview mit Eric Kim.

 

Ein unfassbar großer Seeleopard überraschte den Unterwasserfotografen Paul Nicklen. Was dann passierte? Das:

 

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