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Posts Tagged ‘Augenschmaus’

Augenschmaus: Tofusalat

13 Sep

Ein Beitrag von: Marcel Pommer

Preisfrage: Was nimmt der Veganköstler, wenn er Milch, Käse oder irgendetwas Tierisches ersetzen will? Tofu natürlich. Oh, mein Gott. Als gäb’s etwas Langweiligeres und Faderes als Sojaprodukte! (Dass das oft, aber eben nicht immer richtig ist, zeige ich demnächst am Beispiel von Tempeh, der göttlichsten Form der Sojabohne.)

Tofu hat aber zwei wundervolle Eigenschaften: Es gibt ihn in allen möglichen Konsistenzen und er saugt jeden Geschmack, in dem er gebadet wird, gierig auf. Ähnlich wie Huhn und anders als Kuhmilch-Mozzarella, der nach gar nichts schmeckt und auch nicht zu Geschmack zu bewegen ist.

Dem geneigten Nichtveganer sei hier noch einmal dringend empfohlen, Büffelmozzarella bitte nicht als „zu teuer“ zu deklarieren. 99 Cent für nichts ist definitiv teurer als 3 € für etwas, das, zugegebenermaßen, ziemlich lecker ist.

Hier geht’s aber nicht um Büffel, sondern um Rauch. Räuchertofu nämlich. Der schmeckt alles andere als fad und mit dem richtigen Schnitt geradezu fein.

© Marcel Pommer© Marcel Pommer

Portionen: reicht als Vorspeise für vier Personen
Zeit: 10-15 Minuten (je nachdem wie schnell man den Tofu schneidet)

Zutaten

Einige Rispentomaten *
1/2 Block Räuchertofu **
1 Bund Rucola
1 Schalotte, sonst vielleicht eine kleine rote Zwiebel
frischen Thymian
1 TL Estragon
5 EL Olivenöl, ihr wisst schon
4 EL dunkler Balsamico oder ein anderer leckerer Essig Eurer Wahl
1 EL Agavendicksaft
Salz

* Ich habe noch nicht herausgefunden, wie man leckere Tomaten beim Einkauf erkennt. Fest und wenig wässrig ist nicht immer gleich aromatisch. Es bleibt ein Glücksspiel.

** Edeka und Rewe führen brauchbare Qualität, der bröselige Tofu von Alnatura ist eine Katastrophe. In Berlin empfehle ich rundweg den Tofu von Soy Rebels, der ist mit Worten kaum zu beschreiben!

© Marcel Pommer

Zubereitung

Auf dem gewaschenen und vollständig abgetropften Rucola verteilen wir, ganz traditionell, abwechselnd Tomaten und Tofu. Und hier ist das Wichtige: Den Tofu bitte hauchdünn schneiden. Das gelingt nur mit einem sehr schmalen, idealerweise geriffelten Messer und langsamen Bewegungen.

Ein Käsemesser – so eines mit Aussparungen – ist dafür perfekt geeignet. Das Messer muss beim Schneiden durch die Scheibe durchscheinen und die Scheibe muss wabbelig sein. Das ist auch gleich eine gute Meditationsübung.

Über diese Schichtung wird die kleingewürfelte Schalotte oder Zwiebel verteilt, dann eine gute Portion frischen Thymians (ich mag auch getrocknete Minze sehr gern dazu) und einige Prisen Salz.

Die Vinaigrette wird angerührt aus ungefähr gleichen Teilen Olivenöl und Balsamico (hier möge ein jeder seine Balance finden), einem Zehntel Agavendicksaft und einem Teelöffel Estragon. Ich habe nichts gegen Kristallzucker, aber worin soll der sich hier auflösen? Die Süße braucht es aber unbedingt, damit setzt man dem Essig und den Zwiebeln etwas entgegen.

Mein persönlicher Favorit ist Schokoladenessig, da kann man dann auch die Hälfte des Agavensaftes weglassen. Gut, die Vinaigrette darübergegossen und – ups – schon fertig. Naja, noch fotografieren – ich will aber essen! Gut, dass der Salat noch ein Paar Minuten zum Einwirken braucht.

© Marcel Pommer

Fotorezept

Geschirr vom Flohmarkt, eine Tischdecke, die ebenfalls Appetit macht. Die einzelnen Zutaten geordnet arrangiert und bei natürlichem Licht und bedecktem Himmel fotografiert. Zum Schluss noch die Abfälle – ganz schön wenig; gut, oder? – nett angeordnet und fertig.

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Augenschmaus: Cupcakes mit Hafer und Baiser

07 Sep

Ein Beitrag von: Laura Kluczny

Kleine süße Törtchen für jede Gelegenheit: Das sind für mich Cupcakes. Und wenn man diese mit ein bisschen Ideenreichtum aufpeppt, kommen leckere Kunstwerke dabei heraus. Wie meine Naschwerke mit Johannisbeeren, Haferflocken und Baiser. In drei Worten: Knackig, säuerlich-süß und zart!

Natürlich bedarf es bei den kleinen Leckereien etwas Arbeit, aber es lohnt sich! Denn die Cupcakes werden schnell mit Komplimenten wie „Oh, sehr lecker!“ oder „Mmmnh!“ belohnt. Wunderbar geeignet als Mitbringsel bei einer kleinen Gartenparty.

Portionen: 12 Stück
Zeit: zirka 1 Stunde

Zutaten

Für den Teig:

400 g Johannisbeeren
150 g Zucker
100 g Butter
150 g Weizenmehl
150 g Dinkel-Vollkornmehl
2 gehäufte TL Backpulver
80 g Haferflocken
2 Eier
200 ml Buttermilch
1 Prise Salz

Für die Creme:

3 Eiweiße
100 g Zucker
100 g Johannisbeeren

© Laura Kluczny© Laura Kluczny

Zubereitung

Johannisbeeren waschen und entstielen. Dabei zwölf Rispen zur Dekoration beiseite legen. Die Beeren mit 50 g Zucker mischen. Butter in Flocken mit 100 g Zucker in eine Schlüssel geben und schaumig rühren. Die Eier nach und nach unterrühren. Dann beide Mehle, Backpulver, Haferflocken und Salz vermischen und unter die Buttermasse rühren. Die Buttermilch unterrühren und die Johannisbeeren behutsam unterheben.

Nun den Teig in die im Muffinblech liegenden Förmchen füllen. Anschließend 20 Minuten bei ca. 175° C (Umluft 160° C) backen. Drei Eiweiße in einem fettfreien, hohen Gefäß steif schlagen. Den Zucker unter Rühren hineinrieseln lassen und etwa 3 Minuten weiterrühren. Die Johannisbeeren vorsichtig unter die Eimasse heben.

Den Eischnee in einen Spritzbeutel füllen und auf die Törtchen spritzen. Dann die Cupcakes noch einmal für etwa 10 Minuten bei 175° C in den Ofen schieben, bis die Eimasse leicht bräunlich wird.

Fotorezept

Ich habe mit einer Canon EOS 600D und dem Objektiv Canon EF-S 55-250mm fotografiert. Dabei kam eine weit geöffnete Blende und eine geringe Verschlusszeit zum Einsatz, damit eine schöne Tiefenschärfe entstand. Zwei helle Holzplatten dienten als kleines Studio. Zudem fotografiere ich meine Cupcakes immer in einem Übergang, der auf beiden Seiten eine große Fensterfront hat. An diesem Tag hatte ich sehr angenehmes Tageslicht.

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Augenschmaus: Gegrillte Hühnerbrust mit Blaubeeren

30 Aug

Ein Beitrag von: Maggy Melzer

Auf dieses einfache Rezept brachte mich mein kleiner Sohn, der sich derzeit am liebsten den ganzen Tag von Blaubeeren ernähren würde.

Die Kombination zwischen herzhaft und fruchtig lieben wir gern zur Weihnachtszeit, aber diese Variante ist eine Hommage an den Sommer. Süße Blaubeeren kombiniert mit Grillaromen und mediterranen Kräutern und Gemüse. Das schmeckt nicht nur den Allerkleinsten.

© Maggy Melzer

Portionen: für vier Personen
Zubereitungszeit: weniger als 20 Minuten

Zutaten

4 Hühnerbrustfilets
2 Zucchini
1 Aubergine
4 Schalotten
150 g Blaubeeren

Marinade

4 EL Olivenöl
1 EL Honig
1 TL mittelscharfer Senf
1 zerdrückte Knoblauchzehe
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Handvoll frische Thymian- und Oreganozweige, die Blätter abgezupft und in Streifen geschnitten

© Maggy Melzer

Zubereitung

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Marinade zusammenmischen, die Hühnerbrustfilets darin wälzen und einige Minuten stehen lassen. In der Zwischenzeit Zucchini und die Aubergine putzen und in schmale Streifen schneiden. Die Schalotten schälen und ebenfalls in Streifen schneiden.

Das Gemüse in eine Auflaufform legen und die Blaubeeren dazu geben. Die marinierten Filets in einer gut erhitzen Grillpfanne von jeder Seite goldbraun anbraten und auf das Gemüsebett in die Auflaufform legen. Die restliche Marinade drüber träufeln.

Damit das Gemüse im Offen mitgart und das Fleisch zart und saftig bleibt, gibt es einen Trick: Backpapier unter fließendes Wasser halten, leicht auswringen und das Filet und Gemüse damit bedecken. Ca. 8 Minuten zugedeckt im Offen garen.

© Maggy Melzer

Fotorezept

Die Kamera, die ich immer dabei habe, ist mein iPhone. Es fordert mich heraus, besondere Augenblicke in kleine Kunstwerke zu verwandeln, ehe ich sie mit Freunden und Familie teile.

Bei diesem Gericht habe ich einen hellen und ruhigen Untergrund gewählt. Der tiefe Kinderspieltisch meines Sohnes, den ich mit einer Bauwollserviette darauf an das bodentiefe Küchenfenster geschoben habe, eignete sich dabei ideal. Die rechte weiße Wand diente als Reflektor.

Die einzelnen Schritte habe ich aus der Vogelperspektive festgehalten und mit der App VSCO cam auf dem iPhone bearbeitet.

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Augenschmaus: Linseneintopf

24 Aug

Ein Beitrag von: Marcel Pommer

Eintöpfe sind was für den Winter, so sagt man und das weiß, na klar, ein jedes Kind; mir ist das aber aus mehreren Gründen egal. Erstens machen sie satt, zweitens muss man nicht die ganze Zeit neben dem warmen Herd stehenbleiben und drittens find ich so ein schlonziges Gemüsegemenge einfach mal geil lecker.

Und weil mir heut frischer Liebstöckel geschenkt wurde, soll’s ihm zu Ehren und ohne großes Einkaufen Linseneintopf geben und zwar mit roten Linsen, denn die sind schnell durch und wirken nicht so schwer.

Schließlich stammt Liebstöckel seinem Namen zum Trotz aus Persien und westfälisch schwermütige braune Linsen heben wir uns für Wintertage auf. Mit Preiselbeeren, nicht nur für die Süße, sondern auch für die Farbe, und komplementärem Erbsengrün.

Wir brauchen also für 4 Portionen:

Zutaten

1/2 Pfund rote Linsen
2 Handvoll Erbsen
2 Zwiebeln
einige festkochende Kartoffeln, geschält und grob gewürfelt
ein Bund frischer Liebstöckel
1 EL Koriandersamen
1 TL Kreuzkümmelsamen
2 Gewürznelken
Preiselbeeren
Apfelessig
Salz, Pfeffer, Zucker
etwas Sonnenblumenöl

Das meiste davon sollte meist vorrätig oder auf dem Heimweg schnell zu organisieren sein.

Zubereitung

Gewürzt wird auf einfachste indische Art. Koriander- und Kreuzkümmelsamen in einer Pfanne ohne Fett einige Minuten lang sanft rösten und wer mag, gibt eine getrocknete Chili mit dazu. In der letzten Minute die Nelken mitrösten. Während die Gewürze abkühlen, die Zwiebeln würfeln und dann die Hälfte davon mit einer Tasse Wasser und den Gewürzen per Stabmixer oder Zerkleinerer zu einer Paste verarbeiten.

Diese Paste wird nun im Topf in heißes Öl gegeben und 5 Minuten unter gelegentlichem Rühren erhitzt. Dann schon einmal 1,5 Liter Wasser kochen und die restlichen Zwiebeln zur Paste geben, nochmal 5 Minuten anschwitzen, die Linsen dazugeben und kurz darauf mit kochendem Wasser aufgießen. Liebstöckel dazugeben – wenn’s keinen frischen gibt, muss ein EL getrockneter reichen – und ein gestrichener EL gute Gemüsebrühe schadet jetzt auch nicht, aber pssst, das darf nicht jeder wissen. Wenn jemand fragt, muss ich sagen, das war Deine Idee.

Während die Linsen einkochen, koche ich die Kartoffeln 10 Minuten lang in Salzwasser vor und gieße sie dann ab. Der Eintopf kocht auf mittlerer Hitze zugedeckt etwa eine halbe Stunde lang (mehr schadet auf keinen Fall) und die Kartoffeln kommen 5 bis 10 Minuten vor Schluss dazu, damit sie erkennbar und bissfest bleiben und dem Ganzen Struktur geben. Ebenso die Erbsen – tiefgekühlte bieten sich an, die müssen nur kurz miterhitzt werden, getrocknete müssten von Anfang an mitkochen. Falls es zu dick wird, kochendes Wasser nachgießen.

Erst zum Schluss mit Salz abschmecken und auch den Pfeffer auf keinen Fall lange mitkochen. Wenn der Topf von der Flamme ist, einen TL Zucker verrühren, nicht übertreiben, die Preiselbeeren bringen auch welchen mit.

Zu den angerichteten Schüsseln wird natürlich Essig gereicht und wer keinen EL Essig in seinen Linsen möchte, bekommt statt Linsen Toast mit Ketchup. Brot dazu geht natürlich auch. Ein Klecks Preiselbeeren zum Eintopf, fertig.

Linseneintopf © Marcel Pommer

Fotorezept

Das Foto war noch einfacher als die Würzpaste. Indirektes Tageslicht von links oben auf der Loggia, 50mm, f/4 und ein gestrenger Bildaufbau. Und wenn Liebstöckel manchmal auch „Maggikraut“ genannt wird: Das Dunkle in der Schüssel war ein Schuss Tamari, das schmeckt mir ganz gut, muss aber nicht. Man könnte sie aber kurz mit dem Zucker aufkochen und zum Schluss darüberträufeln. Vielleicht beim nächsten Mal.

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Augenschmaus: Wiener Apfeltorte

16 Aug

Ein Beitrag von: Isabelle

Bei Apfelkuchen bin ich ganz gegen meine sonstige Gewohnheit gar nicht experimentierfreudig und backe seit Jahren immer den gleichen „Apfelkuchen sehr fein“ aus dem Backbuch von Dr. Oetker. Aber jetzt hat die Eintönigkeit an der Apfelkuchenfront ein Ende: Mit dieser Wiener Apfeltorte.

Buttriger Mürbeteig. Saftige Äpfelchen in leichter Creme. Gekrönt von knusprigen Mandelblättchen. Mmmmmh. Ein ganz feines Kaffeehaustörtchen für wunderbare Anlässe. Anlässe wie Geburtstage, Taufen, Konfirmationen, Kommunionen, Bar Mitzwas, Kaffeeklatsch, Liebeskummer, Ferienbeginn oder schlicht und einfach Kuchenhunger. Oder für jeden anderen Anlass, der Euch so einfällt.

Erst waren hier alle ein bißchen skeptisch. Ein anderer Apfelkuchen? Warum? Weshalb? Muss das sein? Aber jetzt sind alle ganz verliebt in das köstliche Törtchen. Ein richtiger kleiner Glücklichmacher. Und wisst Ihr, was das Beste am Sonntagskuchen ist? Wenn man ihn am Sonntag gar nicht essen kann (weil man zu spät mit dem Backen angefangen hat) und man ihn dafür die ganze Woche im Büro in der Frühstückspause genießen darf.

© Isabelle, Applewood House© Isabelle, Applewood House

Portionen: 1 Kuchen
Zeit: ca. 2 Stunden, davon aktiv zu tun ca. 30 Minuten

Zutaten

Für den Mürbeteig:

100 g Zucker
1 Pk. Vanillezucker
125 g Butter
1 Ei
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
200 g Mehl
etwas Mehl zum Ausrollen

Für den Belag:

1 kg Äpfel
250 g Sahne
150 g Butter
125 g Zucker
1 Zitrone (Bio)
1 Ei

100 g Mandelblättchen
1 EL Zucker

 
Zubereitung

Alle Zutaten für den Mürbeteig verkneten. Den glatten Teig zu einer Kugel formen und für eine Stunde kaltstellen. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen. Den Teig ausrollen und Boden und Rand der Form damit auskleiden.

Die Zitrone waschen und die Schale fein reiben. Sahne steifschlagen. Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und grob würfeln. Auf dem Teigboden verteilen. Zucker und Butter schaumig rühren. Zitronenschale und das Ei hinzufügen, gut verrühren. Die Schlagsahne unterheben und die ganze Masse auf die Äpfel geben.

Die Mandelblättchen und den Esslöffel Zucker mischen und über den Kuchen verteilen.

Bei 160°C (Heißluft) ca. 80 – 90 Minuten backen. Ggf. zwischendurch mit Alufolie abdecken. Anschließend gut auskühlen lassen, die Füllung ist erst nach mehreren Stunden optimal fest.

© Isabelle, Applewood House© Isabelle, Applewood House

Fotorezept:

Mit Wien assoziiere ich gleich ein gewisses Kaffeehausflair, also kam nur der feine geblümte Kuchenteller mit dem Goldrand vom Flohmarkt auf einem weißen Tischchen in Frage. Rechts befand sich ein bodentiefes Nord-Fenster mit feinstem diffusen Tageslicht, links stand ein silberner Reflektor. Fotografiert habe ich mit einer Canon 5D MarkII und einem Canon EF 100mm f/2.8 Macro USM Objektiv mit ganz offener Blende und einer Verschlusszeit von 1/125 für eine ganz geringe Tiefenschärfe und einen Hauch von Leichtigkeit.

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Augenschmaus: Menü um gegarte Auberginen

09 Aug

Ein Beitrag von: Julie de Mey

Manche Zutaten muss man erst ins Herz schließen, damit ein herrliches kleines Tischmahl entstehen kann. Es lässt sich ohne viel Aufwand zubereiten. Schön angerichtet, kann man damit ein wenig Eindruck schinden oder einfach nur ein Abendessen lang mediterrane Ferien im Alltag zelebrieren. Die Aromen lassen sich vielfältig weiterentwickeln, so entsteht für jeden seine persönliche Zutatenliebe.

© Julie de Mey

Es gibt Zutaten und Gemüsesorten, die ich jahrelang bewusst oder unbewusst ausklammerte. Bei manchen reichte bereits eine bestimmte Zubereitung, um mich vom Fleck weg davon zu überzeugen, sie zukünftig nicht mehr links liegen zu lassen. So erging es mir unter anderem mit Rosenkohl, der mit einem Schuss Milch oder direkt ganz in Milch gekocht nicht mehr so kohligbitter schmeckt.

Mit frischer, gegarter Rote Bete aus dem Ofen, die ganz anders und viel besser als die vorgekochte, vakuumierte Knolle schmeckt, mit großen Mengen Koriandergrün in einem köstlichen Chimichurri oder sauerwürzigem Sumachpulver in einem fein geschnittenem Tomatensalat.

An andere tastete ich mich Schritt für Schritt heran, vermischte sie als erste Annäherung mit Lieblingszutaten wie Naturjoghurt, Tomaten, Sesampaste, Safran oder Brotteig. Erst sparsam, dann mutiger. Und dann gab es bei nahezu allen Versuchen diesen einen Moment, in dem es stimmte. Es schmeckte. Sogar köstlich! Seitdem geht es nicht mehr ohne, die Vorratsgläser und Gemüsefächer sind gefüllt.

© Julie de Mey

Mohn? Als knackiger Blaumohn in Salaten plötzlich sehr geschätzt, die Dampfmohnliebe im süßen Plunder bleibt allerdings immer noch aus. Paprikapulver? Als einfallslose Gulaschwürze abgestempelt, bis ich geräuchertes Pulver in die Finger bekam.

Auch die unverkennbare Farbe half bei der Überzeugung, der Geschmack schmiegt sich rauchig um Pfannenkartoffelscheiben, sorgt für die nötige Aufregung in Buttermilchmarinaden für Geflügel oder verändert Farbintensität und Ölgeschmack im Dressing – besonders gut in Kombination mit frisch gepresster Orange.

Meine neueste Liebe: Aubergine. Viel zu oft ölig triefend, knatschig oder in zu weichem Tempurateig gesehen und eher skeptisch probiert. Es folgten erste Annäherungen in Baba-Ganoush-Form. Nun habe ich eine für mich wunderbar stimmige Kombination gefunden, die oben genannten Zutaten helfen ergänzend. Das Ergebnis: Ein kleines, unkompliziertes Tischmahl für zwei Personen aus meinen alten und neuen Zutatenlieben.

© Julie de Mey

Gegarte Auberginenscheiben mit Tomaten

Portionen: 2
Zubereitungszeit: 30 Minuten

2 Auberginen
10 – 14 Tomatenscheiben
2 TL Sumachpulver
1/2 TL Harissapulver (am besten vom Gewürzhändler Eures Vertrauens oder selbst gemischt)
4 – 5 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Ein Backblech mit Backpapier belegen, die Auberginen in etwa 1,5 cm dicke Scheiben schneiden und auf dem Blech nebeneinander platzieren. Falls sie zu sehr „schwitzen“, mit einem Haushaltstuch trocken tupfen. Die Tomatenscheiben halbieren und auf die Auberginen verteilen. Harissa und Sumach mischen und über die Scheiben streuen, danach mit 2 – 3 EL Olivenöl beträufeln und bei 180 °C Ober- und Unterhitze 10 Minuten garen. Erneut mit 2 EL Öl beträufeln und weitere 5 – 10 Minuten fertig garen. Mit Salz und Pfeffer würzen, noch warm mit Joghurt-Dip und Mohnfladen servieren.
 

Joghurt-Sesam-Dip

Portionen: 2
Zubereitungszeit: 10 Minuten

200 g Naturjoghurt (wahlweise auch Ziegen- oder Schafsjoghurt)
1 EL Tahina (Sesampaste)
1 EL gehackte Petersilie oder Koriander
1 TL geräuchertes Paprikapulver
Salz und Peffer

Die Zutaten vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ein paar Spritzer Limette oder geröstete Sesamsamen können nach Belieben ergänzt werden. Falls der Dip nicht sofort serviert wird, sollte er kühl aufbewahrt werden.
 

Mohn-Fladen

Portionen: 10 – 12 kleinere Fladen
Zubereitungszeit: 25 Minuten zzgl. Kühlzeit

120 g Mehl
1/4 TL Backpulver
1 gehäufter EL Blaumohnsamen
1 ordentliche Prise Salz
45 ml Wasser
20 ml Olivenöl

Die trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen, Öl und Wasser hinzufügen und mit einem Löffel kurz verrühren, damit sich alles gut verteilt. Mit bemehlten Händen nicht zu lange kneten, bis ein weicher, aber nicht klebriger Teig entstanden ist. In Folie oder einer Gefriertüte mindestens 30 Minuten (geht auch gut über Nacht) kühlen.

Den Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen, zwei Backbleche bereithalten. Den Teig etwa 5 mm dick ausrollen, dann Kreise mit einem runden Ausstecher oder einem kleinen Glas abstechen. Die Kreise jeweils so dünn wie möglich auf einer bemehlten Oberfläche ausrollen und auf den Blechen verteilen. Die Fladen etwa 5 Minuten lang backen und gut im Auge behalten – sie sollen gar sein, aber nicht stark bräunen.

© Julie de Mey

Fotorezept

Das Essen steht bei meinen Fotos im Mittelpunkt. Geschirr und Untergrund schaffen eine bestimmte Atmosphäre, sind aber so zurückgenommen, dass sie dem Gericht den nötigen Raum lassen. So, wie es zu sehen ist, kommt es aus Topf oder Ofen und so würde ich es auch unfotografiert anrichten. Nach dem Fotografieren wird eigentlich immer direkt verköstigt (daher muss es bei warmem Essen recht flott gehen). Gestellte Zubereitungsfotos fallen mir eher schwer, da ich mich gedanklich beispielsweise dem Teig kneten widme, die Hände voll und klebrig sind. Manchmal zeichnet der Zufall aber trotzdem ein schönes Bild, so wie die beiden Fotos mit dunklem Untergrund auf meiner Küchenarbeitsplatte.

Meine Devise: Ungekünstelt und echt, keine Schleifchen oder zu viel Firlefanz. Es gibt herrliche Foodfotos, aufwändig gestylt, hier und da ein Krümelchen, hingestreute Zutaten, drappierte Accessoires. Das kann wirklich toll aussehen, muss es aber nicht. Vielen fällt es schwer, leere Flächen auszuhalten. Mich reizt es. Ich probiere gern aus, spiele mit Farben und Strukturen.

Oft fotografiere ich aus der Vogelperspektive, die Speisen stehen dann auf dem Boden (so auch das Gericht auf weiß) oder einem niedrigen Tapeziertisch. Als Untergründe verwende ich Bettlaken, Tischtücher, Stoffreste oder Sperrmüllbretter. Manchmal klemme ich ein weißes Brett als Reflektor ein, das hat mir auch bei dem Hochkantfoto die Schatten weicher gemacht.

Die Anordnungen von Tellern überlege ich mir manchmal vorher, meistens entsteht die Idee aber erst final beim Kochen oder Backen. Die Anordnung von Tellern, Schüssel und Besteck probierte ich bei diesem Gericht mit leeren Tellern auf dem weißen Tuch aus, während die Auberginen die letzten Backminuten verbrachten. Bewölktes Tageslicht ist mein liebstes Licht. Die Verwaltung und Bearbeitung der Fotos nehme ich mit Lightroom vor.

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Augenschmaus: Bananeneis, karamellisiert

02 Aug

Ein Beitrag von: Claudia Gödke

Für dieses Eis braucht man keine Eismaschine – und auch ohne Sahne oder Joghurt ist es wunderbar cremig und süß. Die Bananen werden erst im Ofen karamellisiert und dann mit Erdnussbutter gemixt. Das einfache Grundrezept lässt sich mit etlichen Zutaten nach eigenem Geschmack verfeinern. Ich mag meins am liebsten mit gehackten Mandeln, dunklen Schokoladenstücken und Amarena-Kirschen. Yum!

© Claudia Gödke© Claudia Gödke

Portionen: etwa 6 Kugeln
Zeit: 40 Minuten + 3 Stunden Kühlzeit

Zutaten

6 reife Bananen
3 EL Honig oder Agavensirup
125 g Erdnussbutter (cremig oder mit Stücken)
gehackte Nüsse, Schokolade, Streusel et cetera zum Garnieren oder Untermischen

© Claudia Gödke© Claudia Gödke

Zubereitung

Den Ofen auf 180 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Bananen schälen und in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. In einer Schicht auf dem Backblech verteilen und nach Geschmack süßen. Je reifer die Bananen sind, desto weniger Honig oder Agavensirup braucht man. Die Bananenscheiben für 30 Minuten im Ofen rösten. Ab und zu umrühren.

Die noch warmen Bananen und die Erdnussbutter in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer pürieren. Eventuell gehackte Nüsse oder Schokolade (dafür die Masse etwas abkühlen lassen) unterrühren. Die Bananen-Erdnuss-Masse in eine flache Form oder eine Kastenkuchenform geben und für mindestens 3 Stunden im Tiefkühlfach gefrieren lassen.

Vor dem Servieren das Eis für 15 Minuten antauen lassen und dann mit einem in heißes Wasser getauchten Eisportionierer Kugeln formen. Mit Streuseln, Sahne, Nüssen oder sonstigen Zutaten garnieren. Fertig und lecker!

© Claudia Gödke

Fotorezept

So einfach und rustikal wie das Eis sollten auch die Bilder sein. Ohne viele Props, damit man sich voll und ganz aufs Eis konzentrieren kann. Eigentlich wollte ich noch mehr Bilder der Umsetzung zeigen, aber um ehrlich zu sein: Geröstete Bananen sehen auf einem Foto wirklich nicht schön aus.

Spontan entschied ich mich dann für eine Animation, auf dem das Eis mit Toppings überladen wird. Als Untergrund dient mir hier die Tür eines alten Gartenhauses, die ohnehin schon so viel mitgemacht hat, dass ihr ein bisschen Amarena-Kirsch-Sirup-Patina nichts ausmacht.

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Augenschmaus: Hüftsteaks an Rosmarinhonigtomaten-Kartoffeln

27 Jul

Ein Beitrag von: Ken Knoll

Der Grill ist schon aufgebaut? Höchste Zeit, das Standardprogramm aus Würstchen und Fertig-Steak etwas aufzupeppen! Zarte Rindersteaks in selbstgemachter Marinade mit leckerem Gemüse sorgen für Abwechslung auf dem Grillteller.

© Ken Knoll

Portionen: 2 – 3
Zeit: ca. 1 Stunde

Zutaten

ca. 400g dünn geschnittene Hüftsteaks vom Rind
Gemüse nach Geschmack, hier: 1 Zucchini, 2 Paprika, 2 Tomaten, 2 Hände Kartoffeln, 1 Möhre
Rotwein zum Abschmecken
Tomatenmark
1 EL Honig
eine Handvoll frischer Rosmarin
orientalische Gewürze für den Kick im Gemüse: z.B. Raz el Hanout, etwas Zimt, Ingwer, Paprika
Sojasauce für die Marinade
2 Knoblauchzehen
2 Spritzer Zitronensaft
2 EL Balsamico
Olivenöl
etwas Zucker

Dazu trinkt man einen kräftigen Rotwein, z.B. einen schönen Rioja.
Billigheimer-Tipp: Der günstige „Campo Viejo“ im Rewe ist sehr trinkbar!

© Ken Knoll

Zubereitung

Für die Kartoffeln stellt man zunächst eine Honig-Tomaten-Rosmarin-Salsa her: Tomaten kleinschneiden, Tomatenmark dazu, Rosmarin, Olivenöl und Honig hinzufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann kurz mit dem Pürierstab zerkleinern. Diese Salsa kommt auf die halbierten (jungen) Kartoffeln, wobei ich einfach die Schnittseiten bestrichen habe.

Die Kartoffeln kommen dann für etwa 40 Minuten in den Ofen – je nach Größe der Kartoffeln kann es sinnvoll sein, sie noch kleiner zu zerschneiden oder sie vorzugaren. Natürlich kann man sie auch einfach in Alufolie auf den Grill werfen.

© Ken Knoll

Das Gemüse wird, wenn die Kartoffeln im Ofen sind, schlicht und einfach gegrillt – mit etwas Olivenöl auf eine Alufolie oder ein Schälchen auf dem Grill platzieren. Mit Salz und Pfeffer und je nach Wagemut mit leckeren Gewürzen verfeinern.

In meinem Fall fand ich einen leicht orientalischen Touch mit Ingwer, Zimt und Raz el Hanout interessant. Das Gemüse räume ich kurz beiseite, um Platz zu schaffen.

Das Fleisch bereitet man am besten am Vortag mit einer Marinade aus Sojasauce, Zitronensaft, optional Balsamico, Salz, Pfeffer, Knoblauch und Ingwer vor. Diese Marinade ist einfach fantastisch – sie schmeckt nicht nur unglaublich würzig, sondern macht durch die Säure das Fleisch auch richtig zart.

© Ken Knoll

Nun kommt das Fleisch, da es in meinem Fall sehr dünn geschnittene Steaks waren, sehr kurz auf den Grill oder in die Pfanne. Wichtig: Darauf achten, dass die WG-Katze die Steaks nicht vom Grill klaut!

Zuguterletzt brät man etwas Tomatenmark in der Pfanne an, löst den Bratensatz mit etwas Rotwein, gießt die restliche Marinade dazu, gibt noch etwa Rosmarin in die Pfanne und schmeckt mit Salz, Pfeffer und Zucker (um den Rotwein zu neutralisieren) ab. Diese Zutaten kocht man zu einer soßigen Konsistenz herunter.

Jetzt sind auch die Kartoffeln fertig, das warm gehaltene Fleisch und Gemüse kommen auf die Teller und dann sollte sofort genossen werden.

© Ken Knoll

Fotorezept

Die Fotos sind in meiner Küche entstanden, die ein recht großes Fenster zur Südseite hat. Ich fotografiere ohne weitere Hilfsmittel und habe einfach ein paar Schnappschüsse aufgenommen, die ich später in Photoshop noch farblich korrigiere.

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Augenschmaus: Blueberry Pies

19 Jul

Ein Beitrag von: Isabelle

Wenn mich jemand fragt, was für mich das Allerschönste am Sommer ist, dann muß ich gar nicht lange überlegen: Die überschwängliche Vielfalt an Früchten, die uns der Sommer beschert. Ich brauche es da gar nicht so exotisch, schon allein die Früchte, die hier in unseren Breiten wachsen, machen mich sehr sehr glücklich.

Man kann so einen Pie in small, in quite small oder gar in itsy bitsy Größe backen. Oder bist du eher für think big? Das geht natürlich auch, dann haben sie nur keinen Welpenschutz mehr. Auch jede andere Sorte Obst kann in die Pies wandern, es darf auch bunt gemischt werden. Aprikosen, Pfirsiche, Nektarinen, Himbeeren, Johannisbeeren, Pflaumen und natürlich Äpfel, sozusagen die Mutter aller Pies.

© Isabelle, Applewood House

Portionen: ca. 10 (Muffinform)
Zeit: ca. 1 Stunde und 15 Minuten, davon ca. 20 Minuten aktiv

Zutaten

150 g kalte Butter
250 g Mehl
30 g Puderzucker
1 Ei
1 EL Eiswasser

600 g Blaubeeren
1 EL Zitronensaft
100 g brauner Zucker
80 g Speisestärke

1 Ei
1 EL Milch
1 EL brauner Zucker

 
Zubereitung

Butter, Mehl und Puderzucker mischen. Ei und Wasser dazugeben und schnell zu einem Teig verkneten. Aus dem Teig eine Kugel formen und in Klarsichtfolie im Kühlschrank mindestens 30 Minuten ruhen lassen.

Den Backofen auf 180°C (Heißluft) vorheizen. Die Form gut fetten. Ich habe die Mini-Pies in einer Form für Yorkshire-Pudding gebacken, dabei sind die Mulden etwas größer und flacher als bei einer Muffinform.

Blaubeeren, Zitronensaft, Zucker und Speisestärke gut vermsichen.

Den Mürbeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Teigstücke passend zur verwendeten Form ausstechen. Die unteren dabei aus der Form herausschauen lassen, also dafür einen größeren Durchmesser wählen.

Die Förmchen mit dem Teig auskleiden, mit der Blaubeermasse füllen und mit dem Teigdeckel verschließen. Den überstehenden Rand umschlagen und mit einer Kuchengabel andrücken.

Ei und Milch verquirlen und auf den Pies verstreichen. Zucker darüber streuen. Für ca. 25 Minuten backen und am besten noch warm mit etwas Sahne genießen.

Very delicious sind die kleinen Süßen übrigens ofenwarm, mit flüssiger Sahne, Vanilleeis, Mascarpone oder, falls (in ganz besonderen Glücksfällen) verfügbar, Clotted Cream. Mmmmmh.

© Isabelle, Applewood House© Isabelle, Applewood House

Fotorezept:

Diese Pies sollten ganz ursprünglich, rustikal und bodenständig rüberkommen. So frisch aus der Farmhaus-Küche, also wählte ich als Untergrund eine alte Holzkiste, einen rustikalen Steingutteller und einen Kuchenrost.

~

Du hast auch ein leckeres Rezept und die passenden Food-Fotos dazu, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen? Dann werde einfach selbst Teil von „Augenschmaus“!


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Augenschmaus: Parmigiana di Melanzane

15 Jul

Ein Beitrag von: Krautkopf

In der italienischen Küche werden meist aus wenigen, dafür sehr aromatischen und frischen Zutaten unglaubliche Gerichte gezaubert, die dazu einladen, Leibspeisen zu werden. So auch das köstliche Parmigiana di Melanzane – ein einfacher, aber wundervoller Auberginenauflauf aus Süditalien, bei dem man am liebsten den Teller ablecken möchte.

© Susann Probst & Yannic Schon

Portionen: 2- 3
Zubereitungszeit: 75 Minuten

Zutaten

3 große Auberginen
1,5 kg frische Tomaten
100 g Parmigiano Reggiano
200 g Büffelmozzarella
1 Zwiebel
1 – 2 Knoblauchzehen
1 Handvoll frisches Basilikum
1 TL Honig
Olivenöl extra vergine
Salz, Pfeffer

© Susann Probst & Yannic Schon

Zubereitung

Die Auberginen in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und mit etwas Salz bestreuen. Anschließend in eine Schüssel legen, mit einem Teller beschweren und für eine halbe Stunde ziehen lassen. Hiermit entziehen wir der Aubergine ihre Bitterstoffe.

Inzwischen die Tomaten häuten, vom Strunk befreien und in kleine Stücke schneiden. Knoblauch und Zwiebel schälen und klein hacken. In etwas Olivenöl anschwitzen, die Tomaten hinzugeben und zu einem Sugo einkochen lassen.

Mit Honig, Salz und Pfeffer abschmecken. In der Zwischenzeit können wir uns wieder den Auberginen widmen. Mit kaltem Wasser kurz abspülen und danach mit einem Küchentuch gut trocknen.

© Susann Probst & Yannic Schon

Im Originalrezept werden die Auberginen in Olivenöl ausgebacken. Um unser Parmigiana etwas leichter zu machen, braten wir sie aber ohne Öl von beiden Seiten in einer Grillpfanne an. Nun muss noch der Mozzarella in Scheiben geschnitten und der Parmesan gehobelt werden und dann kann das große Schichten beginnen:

In eine mit Olivenöl ausgepinselte Auflaufform legt Ihr als erstes eine Schicht Auberginen. Darauf kommt etwas Tomatensauce, einige Basilikumblätter, anschließend alles mit Parmesan bedecken und Mozzarella Scheiben belegen. So verfährt man, bis alle Zutaten aufgebraucht sind.

Die oberste Schicht Auberginen wieder mit Tomaten, Basilikum und beiden Käsen belegen und ab in den auf 200 °C vorgeheizten Backofen damit. Nach 30 – 35 Minuten, wenn Euer Parmigiana goldgelb gratiniert ist, haben sich alle Aromen zu einer wunderbaren Geschmacksbombe verbunden.

© Susann Probst & Yannic Schon

Fotorezept

Wir haben beide eine Ausbildung in Werbestudios gemacht und dort ausschließlich mit Blitzlicht gearbeitet. Seit wir selbstständig sind, fotografieren wir unsere Food- und Stillleben-Aufnahmen jedoch fast nur noch mit vorhandenem Licht. Dank großer Fenster und weißen Wänden bekommt man so – allein mit dem Tageslicht – ein schönes natürliches Licht. Hier und da haben wir einen Aufheller benutzt.

Um das rustikale Flair des Gerichtes zu unterstreichen, haben wir als Untergründe alte Holzbretter und grobe Stoffe gewählt. Hier darf auch mal gekleckert werden, um die Bilder möglichst authentisch aussehen zu lassen. Eben so, als säße man gerade ganz gemütlich mit Freunden und einer Flasche Rotwein zusammen. Damit die Farben der Zutaten richtig leuchten, ist alles in hellen Tönen gehalten.

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kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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