Ein Beitrag von: Anemone

kwerfeldein – Fotografie Magazin
Vorsicht, in diesem Artikel liegt der Fokus auf künstlerische Fotografie. Es werden auch seltsame Wort- und Sinnkonstrukte erstellt sowie eine Geschichte erzählt, für die ich an dieser Stelle keine Haftung übernehmen kann. Das Weiterlesen geschieht daher auf eigene Gefahr.
Es geht hier um Stanka Kolevas Arbeiten und Anfänge. Ihre Bilder sind nicht so einfach verdaulich, auch springt einem die Absicht nicht sofort ins Gesicht. Es sind eher die leisen Töne, die den Betrachter, lässt er sich drauf ein, zum Schauen bewegen.

So sehen wir Gesichter, nie ganz da, als wären sie in einer Welt hinter dem Bild und wir sehen nur einen Abdruck dessen, was einmal war. Oder es schweben schwarz umrankte Geisterwesen auf uns zu. Vieles ist möglich in Stankas Bildern.
Begonnen hatte alles mit der alten Kamera ihres Großvaters. Ich weiß, viele Geschichten von Fotografen beginnen so, aber warum auch nicht. Bei einigen ist es der Anfang einer wunderschönen Geschichte.
Ihre Großmutter also – bestimmt war es ein vernieselter Tag in Bourgos – einer Hafenstadt am schwarzen Meer, überreichte Stanka, Ihr erinnert Euch, die Großmutter war es, die Kamera ihres kürzlich verstorbenen Mannes.

Sie nahm die Kamera und betrat ein Fotostudio in ihrer Stadt, um ein paar Filme zu kaufen. Als der Verkäufer sie fragte, ob Farb- oder Schwarzweißfilm, war sie für einen Moment verwirrt. Sie wusste nicht, welcher Filme in ihre Kamera passt und tippte auf schwarzweiß.
Der Verkäufer lachte und entschlüsselte das Geheimnis: Beide Filme würden passen. Als sie ihn fragte, ob er auch Filme entwickne, sagte er: „Ja, Sie können die Filme zu mir bringen und Sie entwickeln sie.“ Stanka schüttelte den Kopf: „Nein, das ist ein Missverständnis, ich bezahle Sie und Sie entwickeln die Bilder!“ Er nickte: „Ja, Sie werden mich bezahlen, aber Sie werden die Bilder selbst entwickeln.“

Von da an war er für fünf Jahre ihr Lehrer. Er brachte ihr alles bei, was er über sein Handwerk wusste. Für Stanka war dieses kleine Fotostudio ein Tempel, in dem sie neue Welten, neue Visionen und Sichtweisen kennenlernte. Auch heute noch arbeitet sie in der Dunkelkammer und stellt ihre Abzüge mittels des Silbergelantineverfahrens her.
Wenn sie Bilder macht, dann folgt sie ihrem Instinkt. Sie sagt:
Ich sehe etwas und es muss jetzt passieren, eine Aufnahme zu machen. Wenn ich ein Modell für Aufnahmen vorbereite, bitte ich es, bestimmte Dinge zu machen, die ich im Bild haben möchte (zum Beispiel etwas zu tragen oder zu halten). Dann lasse ich die Person die Situation fühlen, in der sie ist und spreche mit ihr, während ich fokussiere. Normalerweise spreche ich über unsinnige Dinge. Dann fangen wir beide an, uns wohler zu fühlen und die Szene und Atmosphäre zu spüren. Ich muss das Bild sehr schnell machen, weil ich sonst den Moment der Wahrhaftigkeit verliere.

Es ist die Wirklichkeit, die sie motiviert und provoziert, zu fotografieren.
Weil dort mehr ist als wir mit unseren Augen sehen, es gibt unbekannte Kräfte, die darauf warten, in uns als Menschen enthüllt zu werden. Meine Arbeiten sind ein Schnappen von mir nach dem Unbekannten, das über meinen Körper hinaus geht.
Dass ein Fotograf aber keine Insel ist, hat Martin in seinem Artikel schon so schön beschrieben und so hat sich auch Stanka von vielen Menschen um sich herum inspirieren lassen. Da sind als erstes natürlich ihr Lehrer Borislav Penkov und Künstler wie Sally Mann, Roger Ballen, Bastian Pons, Patricia Ujehovska und Bruce Mozertom. Sie geben ihr die Kraft, weiter zu fotografieren.

Ohne es fühle ich mich unvollständig und leer. Fotografie ist eine Art ständige Suche nach mir, ich versuche, mehr über das zu erfahren, was ich noch nicht verstehe und neue Kräfte in mir und jedem anderen Menschen zu entfesseln.
Und mit diesem Zitat möchte ich die Geschichte von Stanka hier vorerst enden lassen. Wer sich in ihren Worten wiederfindet oder sich durch ihre Bilder berühren lässt, der wird sie bestimmt weiter erzählen und ihre Webseite besuchen. Ich bin froh, über Umwege ihre Bilder gefunden zu haben. Sie reiht sich nun wiederum ein in die Reihe der Menschen, die mich beeinflussen.
kwerfeldein – Fotografie Magazin
Ein Beitrag von: Christian Hamann
Noch nie habe ich so gefroren und mich gleichzeitig so wohl gefühlt. Wie jedes Jahr bin ich im Winter wieder in Chicago unterwegs. Windy City, Chi-Town, Heart of America, Second Home. Für mich ist keine Stadt der USA so einladend und mit Heimatgefühlen verbunden wie die große Stadt am See.
Kalte Winter sind mir nicht fremd, doch die Winter in Chicago sind eine Art Lotterie. Im späten November kann man noch mit einem eiskalten Kaffee am Millenium Park sitzen und die Sonne genießen, um einen Tag später zu bemerken, dass man vielleicht doch den Polarparka hätte einpacken sollen.
Dieser Tag ist anders, er ist einfach perfekt. Kühl aber nicht kalt, sonnendurchflutete Straßenschluchten und schattige Hinterhöfe. Und so wandere ich ohne Ziel durch das Herz von Chicago-Downtown, dem Stadtteil mit den weltbekannten, überirdischen Subways – The Loop.


Chicago hat diesen unbeschreiblichen Charme. Patina wohin man schaut. Flugrost an den Trassen der Subway, vergilbte Schilder als Zeugen der alten Zeit von Schlachthöfen, Al Capone und den Filmerinnerungen an die Blues Brothers.
In Gedanken versunken wandere ich also über die South Wabash Avenue in Richtung Norden und stromere durch die vielen namenlosen Verbindungsgassen. Das Sonnenlicht als Kompass und die Kamera immer in der Hand.
Verlaufen kann man sich eigentlich gar nicht und wenn man doch mal Hilfe braucht: Chicagoer sind absolute Lokalpatrioten und helfen mit einem Lächeln und ein paar guten Tipps.


Innerhalb der Loop befindet sich das Finanzzentrum der Stadt. Banken und Börsen neben Starbucks und Shoppingmall. Ein buntes Treiben um mich herum und gleichzeitig so surreal. Alles hetzt von Termin zu Termin, während ich ohne Ziel einfach nur die Stadt in mich aufzusaugen versuche.
Nach vielen Blocks und Gassen schmerzen die Füsse und der Magen knurrt. Ich springe in die Subway und lasse mich einmal um den Stadtteil fahren.

Jetzt habe ich ein Ziel: Das alte Exchequer, Stammlokal von Al Capone mit der weltbekannten Deep Dish Pizza. Im Exchequer scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Wären da nicht Bilder von Michael Jordans großen Siegen mit den Bulls an der Wand, man würde sich in der Zeit zurückversetzt fühlen und Big Al jeden Moment erwarten.

Und so sitze ich zum Abschluss meines freien Tages in dem alten Schuppen, trinke ein Bier, esse meine Pizza, gehe meine Bilder auf der Kamera durch und staune, wohin mich meine Füße an diesem perfekten Wintertag in Chicago trugen.
kwerfeldein – Fotografie Magazin
![]() Extra photos for bloggers: 1, 2, 3 |
You, your smartphone and your DSLR are about to become the very best of friends. Like one teeny tiny gang.
It’s all thanks to the Look Lock,
an adjustable arm that mounts to your camera’s hot shoe and grabs onto your phone with a strong clamp.
When your camera and phone join forces you can really grab your subject’s attention, make a video of your photoshoot, or even set up a teleprompter.
Who needs an assistant when these pals have got your back?
Check out the Look Lock
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„Sie mussten erkennen, dass die Werte der Welt, in der wir leben, und die Menschen, mit denen wir uns umgeben, entscheidende Auswirkungen darauf haben, wer wir sind.“ – Malcom Gladwell
Eine sehr populäre Theorie unter Fotografierenden ist, dass das zentrale Element, um das sich alles dreht, gänzlich eigene Ideen sind. Ich möchte diese Theorie in Frage stellen. Und zu Beginn sei mir ein persönlicher Einstieg erlaubt.
Ich habe jahrelang versucht, eigene Ideen zu entwickeln. Mein Ding zu machen mit der Fotografie. Bilder zu gestalten, auf die noch niemand vor mir gekommen ist. Und es fühlte sich so an: Puh, naja. Zwar hatte ich ein paar Ideen, aber mit ein bisschen Recherche wurde mir schnell klar: Martin, da war schon jemand vor Dir schlau. Na toll.
Immer wieder dachte ich daran, wie schön es doch wäre, einen Fotostil zu entwickeln, der noch nie in dieser Form dagewesen war. Etwas zu erschaffen, was keiner vorher je gedacht und auf diese Weise umgesetzt hatte.
Jedoch wurde ich immer und immer wieder enttäuscht. Denn ich merkte, dass ich nichts schaffen konnte, was nur aus mir selbst heraus entstehen konnte. Ein wenig gefrustet, ließ ich nach einer Weile die Idee vom Streben nach dem Unikum eine Weile liegen. Das wiederum fühlte sich ganz gut an.
~
Doch lassen wir mal die lieben Gefühle beiseite. Heute glaube ich nicht mehr an das Geschichtchen mit der ganz eigenen Idee. Ich halte das Bemühen darum – zumindest für mich selbst – für Zeitverschwendung. Warum?
Weil wir keine unbeeinflussbaren Individuen sind. Und das, obwohl wir in einer Gesellschaft leben, die das Individuum und seine Genialität schier vergöttert.
Wir lieben es, wenn Daniel Craig, Urma Thurman oder Bruce Willis (für die Braveheart-Freunde: Mel Gibson) gegen die Bösen kämpfen. Sie sind die Helden, ganz allein. Sie schaffen es, ganze Armeen mit ihrem Einfallsreichtum, ihrer Disziplin und ihren heldenhaften Überzeugungen in Bann zu ziehen.
Was hat das mit der Fotografie zu tun? An dieser Stelle möchte ich gern eine Ebene tiefer gehen und einen kleinen Sprung in die Philosophie wagen. Der aus aus Slowenien stammende Slavoj Žižek nennt Kino „ein pädagogisches Institut“. Wenn wir eine Gesellschaft verstehen wollen, „müssen Sie nur ihre Filme ansehen.“ Es zeige ihre Struktur in Reinform.
Diese Struktur umgibt auch uns, die der Fotografie anhängig geworden sind. Sie beeinflusst unsere Wünsche, unseren Willen und die Art und Weise, wie wir an Dinge herangehen.
Das geheimnisvolle Genie
Ein weiterer Mythos, der dem Ganzen zugrunde liegt, ist die Redewendung „vom Tellerwäscher zum Millionär“, die wir aus dem Amerikanischen importiert haben. Dahinter steckt, wie jeder weiß, die Idealvorstellung, dass es jeder Arme schaffen kann, reich zu werden – und die Medien sind voll von überbordenden Heldentaten. Und auch hier lohnt ein Blick hinter Kinokulissen und Metaphern, mit denen nicht gespielt wird.
Einer (meistens ist es ein Mann) ist glorreicher als alle anderen. Er schafft das Undenk-, das Unfassbare. Gepriesen seist Du, einzelner Mann, der Du es schafftest, was keiner auch nur zu denken wagte!
Zurück auf den Boden der Tatsachen. Von solchen Ideologien umgeben sind auch wir, die Fotografen, die wir uns nicht selten auch als Künstler identifizieren. Die Fotografie als solche hat auch diesen Zweig, diesen Strang um das geheimnisvolle Genie. Und wer will nicht ein Genie sein?
Groß, bekannt, ein Star werden. Und: Mit unserer ganz eignen Idee. Mit unserem Stil. Wir, die Helden. Applaus, Applaus. Gepriesen.. ach, lassen wir das.
Zwar würde ich nicht mit den Rekreationisten sagen, dass alles ein Remix oder – das langsam einstaubte Wort – ein Mashup ist. Ich glaube nicht, wie Austin Kleon in „Steal like an Artist“ konstatiert, dass wir „nur die Summe unserer Einflüsse“, der „Remix unserer Mütter und Väter“ wären. Im Gegenteil, ich glaube, dass Kreativität das ist, was wir aus unseren Einflüssen machen.
Aber zu glauben, dass wir aus uns heraus die allergeilsten Fotos der Welt machen werden, ist Irrsinn. Uns theoretisch von unseren Einflüssen loszusagen, wirkt kontrakorrektiv, denn in diesen leben wir und können nicht ohne sie.
Vom Vor- und Sehnsuchtsbild
Der Idee des ganz und gar Eigenen liegt auch zugrunde, dass der oder die Agierende einerseits etwas schafft, was vorher nie in dieser Form dagewesen war, andererseits aber (und vor allem) keinerlei Ähnlichkeit mit Werken anderer aufweist.
Hierzu ZEIT-Redakteur Hanno Rauterberg in seinem Artikel „Schöner Klauen“:
Das ganze System der ästhetischen Produktion, das System der Kunsthochschulen, des Kunstmarkts, der Kunstmuseen, basiert auf der Vorstellung, dass Künstler etwas zu bieten haben, was andere nicht bieten.
Dass die Künstler also doch etwas Besonderes sind, eigensinnig, eigenständig, originell. Diese Vorstellung entwickelte sich im ausgehenden 18. Jahrhundert auch aus einem antiaristokratischen Impuls heraus.
Der Adel war durch seine Abkunft legitimiert, die Künstler hingegen setzten sich über alle Traditionen hinweg, wollten Abgrenzung, nicht Nachfolge. Sie waren ihre eigenen Urheber, selbstbestimmt, aus sich selbst schöpfend. Als solche, als autonome Subjekte, konnten sie zum Vor- und Sehnsuchtsbild der Bürger avancieren.
Sie waren ihre eigenen Urheber, selbstbestimmt, aus sich selbst schöpfend. Klingt eigentlich gut. Leider zu gut, oder gar: falsch.
Evelyin Finger zitiert in ihrem Artikel Wie genial muss es denn sein? den Historiker Dirk van Laak: „Es gebe, sagt Dirk van Laak, in der modernen Gesellschaft ein irres Bedürfnis, überrascht zu werden. Dahinter würden sich Abgeklärtheit und Abgestumpftheit verbergen.“
Diesem Bedürfnis begegnen wir in Kommentarform regelmäßig. Wo? Hier, in diesem Magazin. Es ist keine Seltenheit, dass Kommentatoren enttäuscht um ihre verlorene Zeit leicht beleidigt der Redaktion vorwerfen, das hiesig gezeigte wäre nun „auch keine Neuheit“ mehr. Und wäre deshalb besser in der Tonne gelandet.
Schnarchopoparch! Gar keine noch nie dargebotene Bruce-Willis-Action! Ich will sofort mein Geld zurück!
Der Beginn
Jedoch schauen wir alle auch Fotos von anderen an und bauen auf dem auf, was Fotografen vor uns geleistet haben. Fotografen, die uns mit ihren Bildern inspirieren. Dazu bewegen, mal etwas Ähnliches zu probieren.
Das geht – zu Ende gedacht – soweit zurück bis zum Beginn, als wir unser erstes Foto machten.
Irgendetwas bewegt uns dazu, ein Bild zu machen. Vielleicht, weil es eine Familientradition ist und schon unsere Eltern fotografierten. Oder weil unsere Eltern dem Musischen nahe waren. Vielleicht auch, weil wir an der Wand der Freundin so tolle Abzüge sahen und dachten: Das will ich auch. (Das sind Beispiele, die es in eintausend Abwandlungen gibt, bitte keine wörtliche Auslegung.)
Und dann beginnen wir, zu fotografieren.
Und mit der Fotografiererei werden wir ganz – unerwartet – sensibel und empfänglich für die Werke anderer Fotografen. Schauen uns deren Bilder an, lassen uns davon inspirieren und versuchen, den Look, das Gefühl oder etwas anderes von dem, was wir da sehen, irgendwie auch in unseren Fotos zu finden.
Und merken: Wir sind umgeben von Inspirationen. Wir wollen und wir können uns davon nicht trennen.
Albert Einstein soll einmal gesagt haben: Das Geheimnis der Kreativität ist es, seine Quellen verstecken zu wissen. Womit Herr Einstein auch unterstreicht, dass jeder seine Quellen hat. Doch die wenigsten können oder wollen das zugeben. Sie sehen sich lieber im Lichte der eignen Genialität.
Jedoch: Niemand ist eine Insel.
Und selbst, wenn wir eines tun, was so ganz eigen erscheint, wenn wir von vielen Fotografen Vorgemachtes umkehren, es brechen, es umdrehen, verkrümmen oder in andere Kontexte setzen: Wir beziehen uns damit dennoch ständig auf sie.
Diametrale Inspiration
Der Familientherapeut Hellinger (er ist nicht zu Unrecht umstritten) sagte einmal „Hass bindet auch“ und erklärte an anderer Stelle, dass wir gerade dann, wenn wir sagen, wir wollten nicht so werden wie unsere Eltern, so werden wie sie. Und dass dieser Drang des „Andersseins“ immer wieder auf sie zurückführt.
Natürlich hassen wir nicht die Fotos anderer (obwohl…). Doch selbst oder insbesondere eine Abneigung gegen einen bestimmten Stil hat eine Zuneigung zu einem anderen Stil zur Folge und ist somit inspiriert von – ? Dem, was zu Beginn nicht gemocht wurde.
Zum Schluss übergebe ich das Wort nochmals an den oben zitierten Malcom Gladwell*:
Kein Eishockeystar, kein Bill Joy, kein Robert Oppenheimer und kein anderer Überflieger kann aus der Höhe seines Erfolges herabblicken und ehrlich von sich behaupten: „Das habe ich nur mir zu verdanken“.
Oberflächlich betrachtet scheinen Staranwälte, Mathematikgenies und Softwaremilliardäre einer anderen Welt anzugehören als wir. Doch das stimmt nicht. Sie sind das Produkt ihrer Geschichte, ihrer Gesellschaft sowie der Chancen, die sie hatten und der kulturellen Traditionen, die sie geerbt haben.
Ihr Erfolg hat nichts Übermenschliches oder Geheimnisvolles an sich. Er ist das Ergebnis von bestimmten Vorteilen und ererbten Traditionen, er ist zu einem Teil verdient, zu einem anderen nicht, einiges haben sie sich selbst erworben, anderes ist ihnen in den Schoß gefallen – doch all das hat entschieden dazu beigetragen, sie zu dem zu machen, was sie sind.
Die Überflieger sind am Ende eben alles andere als Überflieger.
Übrigens: Dieser Artikel wurde inspiriert von der Beschäftigung mit systemischer Familientherapie, Emergenter Theologie, einem Artikel, den ich vor einem halben Jahr gelesen und den Link (dummerweise) nicht gespeichert habe, meinem Freund Daniel Ehniss und vielen kleinen Dingen, die mich zum Nachdenken gebracht haben.
* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas kauft, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.
kwerfeldein – Fotografie Magazin
Fotos, in denen schwarz dominiert, wirken ungeheuer spannend, denn hier stechen andere Farben stark hervor und man muss sie genauer betrachten, um graue Details zu entdecken. Dass schwarz physikalisch gesehen eigentlich keine Farbe ist, sondern das Fehlen von ebensolcher, stört uns dabei nicht. Deshalb haben wir uns dieses Mal im Fotospecial mit dieser Nichtfarbe beschäftigt.
Fotospecial: Schwarz
Flickr

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Deutschsprachig
• Die hübsche kleine Verlagsgesellschaft GALERIE VEVAIS in Brandenburg haben wir vor Kurzem erst entdeckt. Es lohnt sich, hier nach schönen Fotobänden zu stöbern und dabei neue Künstler zu entdecken.
• Das KALTBLUT-Magazin interviewt immer wieder junge und talentierte Fotografen. Hier: Masha Sadari.
• Auf GeoOnline gibt es eine schöne Bildergalerie über das moderne Jerusalem.
• Die Agentur WEISSESSCHWARZ bietet einige Workshops in Berlin an. Dieses Mal Tanzerei: Körper, Bewegung, Ausdruck, Bild.
• Unsere Redakteurin Katja ist Jurymitglied beim „Photo Battle 2013“ von Flare. Ein Fotowettbewerb, in dem vor allem der Spaß im Vordergrund steht. Zu gewinnen gibt es aber auch einiges. Als Hauptpreis winkt eine Sigma DP1 Merrill. Einsendeschluss ist der 5. März 2013.
• Die Tagesschau berichtet in einem Video über die Fotoausstellung des Musikers Bryan Adams im NRW-Forum Düsseldorf.
• Imago 1:1 ist die größte begehbare Kamera und steht in Berlin. Nun will Imagao eine mobile Kamera bauen, weil Anfragen aus der ganzen Welt kommen. Wie Du das Projekt unterstützen kannst, erfährst Du hier.
~
International
• Bas Princen bildet monströse Baustellen und absurde menschliche Artefakte ab und beschreibt damit wunderbar die Seltsamkeit der menschlichen Zivilisation.
• Licht aus: Wie würde der Himmel über Großstädten aussehen, wäre da kein Smog? Thierry Cohen macht es sichtbar.
• So habt Ihr die Sonne sicher auch noch nie gesehen, oder?
• Es bleibt himmlisch: mit diesen Fotos auf Big Picture.
• Der großartige Martin Stranka macht ein Fotobuch. Finanziert mit Hilfe derer, die sich dieses schöne Druckwerk hinterher gern ins Regal stellen möchten. Also uns. Und Euch.
• Schön surreale Konzeptfotografien von Achmad Kurniawan, in denen oft ein Elefant auftaucht.
• Wem die Worte „Street“ und „Schatten“ Freude bereiten, wird von dieser tollen Sammlung bestimmt inspiriert werden.
• Ihr erinnert Euch an Aileens Interview mit Lee Jeffries? beif Thumbpress gibt es weitere 25 beeindruckende Fotos des Londoner Fotografen zu sehen.
• Wenn alle anderen das Weite suchen, geht er direkt drauf zu: Interessantes Interview mit „Stormchaser“ Jim Reed.
• Zum Valentinstag veröffentlichte LIFE 15 Aufnahmen mit Menschen, die sich küssten. Und die Fotos machte niemand Geringeres als Elliot Erwitt.
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Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt
• Wir möchten Euch den Bildband „Photographien“* der großartigen Fotografin Lotte Jacobi ans Herz legen. 12 Fotos daraus findet Ihr auch bei ZeitOnline.
• Durch Chase Jarvis erfuhren wir von diesem vielversprechenden Buch zur Geschichte des Bildermachens: „100 Ideen, die die Fotografie veränderten“.
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Sarah Moon: Meditation für Modefotografen.
Tolle Fotos von der Landmannalaugar-Thorsmork-Wanderung, zusammengestellt in einer schönen Slideshow. Da möchte man doch gleich die Koffer packen.
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Europäischer Naturfotograf des Jahres 2012
Zeit: – 11. März – 21. März 2013
Ort: Erfurt Hbf
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Spiegel der arbeitenden Gesellschaft – Dennis Iwaskiewicz
Zeit: 27. Februar – 23. März 2013
Ort: EIGENSINNIG – Schauraum für Mode und Fotografie, Wien
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Frank Kunert: Verkehrte Welt – Der große Traum vom kleinen Glück
Zeit: 7. März – 28. April 2013
Vernissage: 6. März 2013 ab 19 Uhr
Ort: Museum im Schloss Bad Pyrmont, Schlossstraße 13, 31812 Bad Pyrmont
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Michel Comte
Zeit: 9. März – 1. Juni 2013
Ort: CAMERA WORK, Berlin
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Weibsbilder von Rafael Scheidle und Sandra Doornbos
Zeit: 6. Februar 2013 – noch offen
Ort: Lagerhalle, Osnabrück
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