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Archive for the ‘Equipment’ Category

kwerfeldein diskutiert: Wo fängt Bildbearbeitung an und wo hört sie auf?

04 May

Fehler beseitigen oder Dinge verändern? Die Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung erlauben uns inzwischen weitreichende Veränderungen an dem Material, das unsere Kamera einfängt. Ganze Kunstgenres basieren auf digitaler Bearbeitung von Bild oder Filmmaterial, Fotomanipulationen taugen aber auch immer wieder für politische Skandale oder weitreichende Diskussionen über das konstruierte Schönheitsideal unserer Gesellschaft, dem nicht einmal die Modelle mehr entsprechen.

An welchem Punkt wird aus Retusche eigentlich Manipulation? Gibt es diesen Punkt überhaupt wirklich oder muss ihn jeder für sich finden? Die Grenzen sind seit jeher fließend und jeder hat eine Meinung dazu: Was geht noch? Was geht nicht mehr? Was ist der Unterschied zwischen einer Fotomanipulation und einem retuschierten Foto?

Lügen Fotos nie oder lügen sie im Gegenteil eigentlich immer und nur im manchen Fällen etwas weniger? Die kwerfeldein-Redaktion diskutiert darüber, was eigentlich Fotografie und was schon etwas anderes ist und warum Purismus vielleicht doch auch eine Option ist…

Martin: Fakt ist, dass jedes Genre in der Fotografie eigene – manchmal auch ungeschriebene – Regeln zum Umgang mit der Bildbearbeitung hat. Schauen wir in die Landschaftsfotografie, dann gehören HDRs schon fast zum Inventar, wohingegen die Straßenfotografie als solche weitläufig wesentlich dokumentarischer daherkommt und auch ausbrennende Lichter akzeptiert.

Dass es hier auch Ausnahmen gibt, die die Regel(n) bestätigen, möchte ich jedoch noch hinzufügen, denn es gibt hier keine Gesetze, sondern nur viel und weniger genutzte Möglichkeiten. Auch im Fotojournalismus wird die oben angeführte Diskussion viel energischer betrieben als beispielsweise in der Portraitfotografie, die eigentlich alles erlaubt.

So ist es schwierig, per se zu sagen: „das ist zu viel oder zu wenig nachberbeitet“, sondern meiner Meinung nach muss hier auch immer der fotografische und inhaltliche Kontext mitbeachtet werden.

Sebastian: Also grundsätzlich würde ich dem zustimmen, dann aber gleich mal die Frage stellen, ob man nicht genau diese Prinzipien komplett über den Haufen werden sollte oder sogar muss, wenn man kreativer sein will als der Rest. Du kennst ja auch die Streetportraits von Lee Jeffries, Martin. Stark nachbearbeitet, wenn auch auf eine Art, die das Bild an sich nicht verändert. Und genau mit dem dramatischen Effekt ist er extrem erfolgreich.

Das ist jetzt vielleicht ein Grenzfall, aber ich würde diese Regeln grundsätzlich für komplett wertlos erklären, vielleicht mit Ausnahme des Fotojournalismus, wo „Authentizität“ das wichtigste Merkmal ist. Wobei ich aber auch die Frage stellen würde, ob Fotografie überhaupt jemals authentisch in dem Sinne sein kann oder ob man mit Brennweite, Blende und Perspektive (geschweige denn das Raw fertigstellen, nachschärfen etc.) nicht auch schon die Realität verändert.

Martin: Natürlich. Ich glaube, dass der Realitätsanspruch auch überflüssig ist. Aber das Maß, in dem nach einer Aufnahme an einem Bild gedreht wird, ist für mich hier entscheidend.

Und ja, Lee Jeffries macht großartige Fotos, jedoch würde ich hier die Maxime gern in Richtung Portrait verschieben, denn für mich ist das keine Straßenfotografie, die Lee betreibt. Und im Bereich Portrait gelten ganz andere ungeschriebene Gesetze.

Und gerade bei ihm ist für mich persönlich nicht die Bildbearbeitung das, was heraussticht, sondern seine Nähe und Identifikation mit den Leuten, was auch in den Aufnahmen deutlich wird.

Und ich meine, dass es, um kreativ zu sein nicht zwingend erforderlich ist, Vorgaben zu brechen. Zumindest nicht in erster Linie. Klar ist das ein Teil der Selbstreflexion (was will ich tun, wo will ich hin), aber ich würde hier lieber das Augenmerk auf „was will ich“ legen als auf „was will ich nicht“.

Ich denke, dass die Bildbearbeitung immer ein Teil des fotografischen Prozesses ist – auch, wenn ein Mensch ganz drauf verzichtet. Wie viel Gewichtung dem beigemessen wird, hängt für mich damit zusammen, was ein Fotograf „sagen“ möchte.

Marit: Auf die Frage von Sebastian habe ich gewartet, denn mit ihr beschäftige ich mich schon so lange. Kann Fotografie überhaupt authentisch sein? Wir geben dem Bild ja schon einen Rahmen, blenden andere Menschen oder Begebenheiten bewusst aus. Hier fängt die Manipulation doch schon an.

Martins Frage „Was will ich sagen?“ ist also der Anfang der ganz eigenen Geschichte. Das Beispiel Straßenfotografie finde ich dabei ganz gut. Ich kann beobachten und festhalten, aber ich kann mit dem Bildausschnitt die Aussage auch bewusst verändern. Der Betrachter des Bildes weiß dann nicht, was außerhalb des Bildes noch gewesen ist, um die Realität der Situation zu erfassen. Der Fotograf manipuliert die Situation und somit auch den Betrachter.

Die Bildbearbeitung führt das weiter. Wenn die Frage ist, was erlaubt ist und was nicht, ist die Antwort: Alles ist erlaubt. Brenzlig wird es, wenn wir bewusst in die Irre geführt werden und uns etwas verkauft wird, was nicht so da ist. Als Beispiel führe ich hier die Beauty-Maschinerie an, in der uns eine Realtität verkauft wird, die so nicht existieren kann, aber ganze Generationen einem vernichtenden Selbsturteil überlässt.

Sebastian: Irgendwie lese ich bei Euch raus, dass es ungeschriebene Gesetze zur Bearbeitung für verschiedene Bereiche der Fotografie gibt. Ich beobachte das auch, dass zum Beispiel eine Form von Fotografie möglichst „authentisch“ (was immer das auch ist) gehalten werden soll, bei der anderen darf rumgebastelt werden, was das Zeug hält. Natürlich beobachte ich diese Gesetze auch und habe sie irgendwie „verinnerlicht“, aber die Frage wäre für mich: Woher kommt das eigentlich und was soll das?

Wenn ich mir so angucke, welche Bilder bei mir einen Eindruck hinterlassen, dann sind das oft ganz triviale Szenen. Was sie stark macht, sind Licht, Ausschnitt, Schwarzweißtechniken – also die „Aufhübschung“ der Realität über Komposition und natürlich auch Bearbeitung. Ein flaches Blitzbild von einem Blumengesteck und ein Schwarzweißstillleben mit schönem Schärfeverlauf: Zwei völlig unterschiedliche Welten. Und doch dasselbe Motiv.

Ich würde ableiten, dass eigentlich alles „bearbeitet“ ist. Was macht es also für das Bild für einen Unterschied, ob in einer Straßenszenerie Dinge verändert werden? Wenn ich zum Beispiel eine Person aus einer Mehrpersonenszene rausretuschiere, weil das Bild dann stärker wirkt: Ist das „unethisch“, weil es dann nicht mehr „echt“ ist? Es bleibt ja so oder so ein vom Fotografen konstruiertes Abbild der Realität, nicht die Realität.

Marit: Es ist der Anspruch, den ein Bild für sich beansprucht. Gehen wir doch mal ins Detail. Wer dokumentieren will, sollte eine Szene so belassen wie sie ist, nicht eingreifen. Er darf natürlich entscheiden, welchen Ausschnitt er wählt; er muss sogar entscheiden, welcher Ausschnitt die Situation so wiedergibt, wie er glaubt, sie selbst wahrzunehmen. In der Bearbeitung kann er angreifen, aber es muss im Verhältnis zum dokumentarischen Charakter stehen. Das Rausretuschieren einer Personen aus solch einer Szene wäre für mich ein No-Go.

Aileen: Man muss ja nicht einmal so weit gehen, etwas raus oder hinein zu retuschieren. Aktuell* wird beispielsweise der diesjährige Gewinner des World Press Photo diskutiert.

* Wir haben unsere Diskussion bereits im Februar begonnen.

Dabei geht es wohlgemerkt nur um eine leichte Veränderung der Tonung, die aber als so dramatisch empfunden wird, dass sie vielleicht das Urteil der Jury beeinflusst hat. Und damit überhaupt die allgemeine Wahrnehmung aller Betrachter.

Marit: Die Diskussion um dieses Bild finde ich affig. Da müsste man dann auch darüber diskutieren, ob Schwarzweiß-Fotografie überhaupt für Dokumentarbilder eingesetzt werden darf, denn dort ist die Wirkung und somit die Wahrnehmung eine andere.

Martin: Wir sprechen hier die ganze Zeit von Realität und „echt“ und die Frage geht für mich auch ein wenig darauf zurück: Wie wollen wir Abschattungen oder Variationen der Realität besprechen, wenn immer noch diese Frage im Raum ist? Sie scheint mir ein fester Begriff zu sein, als ob wir die Realität anfassen, malen und definieren könnten. Aber wie wollen wir bestimmen, was näher an oder weiter weg von der Realität ist, wenn diese selbst so abstrakt ist? Schwierig. Denn niemand kann sagen: So war es und nicht anders.

Michael: Ja, die Realität, wie soll man sie überhaupt fotografisch einfangen? Für mich gehört da mehr dazu, als nur das Gesehene zu dokumentieren. Wir erleben unserer Umwelt ja auch mit all unseren Sinnen – wenn wir nicht gerade Schnupfen haben und kaum etwas riechen. Zudem ist die Wahrnehmung von Person zu Person unterschiedlich.

Deshalb finde ich es auch gar nicht verwunderlich, dass bei der Bearbeitung von Fotos die Ergebnisse so stark auseinander gehen. Der eine versucht, mit der Bildbearbeitung etwas von seinen Gefühlen mit einfließen zu lassen, der nächste möchte einfach nur, dass es dramatischer aussieht, weil es ihm so besser gefällt und wieder ein anderer hat sich vor Ort genaue Notizen gemacht und versucht nun in der Bildbearbeitung, seine Realität möglichst genau wiederzugeben. Auch gibt es Fotografen, die Fotos bearbeiten, weil es vom Auftraggeber so erwartet wird.

Wenn man nicht verstanden hat, was der Fotograf mit der jeweiligen Bearbeitung bezwecken möchte, sollte man sie auch nicht kritisieren. Das ist es, was mich am meisten nervt. Immer wieder wird rumgenörgelt an bearbeiteten Fotos. Die meisten Nörgler verstehen nicht einmal, worum es dem Fotografen geht. Für mich ist Fotografie eine Kunstform und somit ist ein Foto erst einmal nicht an irgendeine Realität gebunden. Ich versuche trotzdem, meiner Realität nahezukommen und habe selbst ein paar Richtlinien, was in der Bearbeitung für mich erlaubt ist und was nicht. Aber das gilt für meine Fotos und was ein anderer Fotograf für Richtlinien hat, ist seine Sache.

Was am Ende zählt, ist doch das Ergebnis. Wenn das gefällt, ist mir eigentlich egal, wie stark es bearbeitet wurde. Wenn ich selbst nörgle, dann vielleicht mal an der Qualität der Bearbeitung. Das ist auch ein Bereich, in dem ich selbst für Kritik empfänglich bin.

Um noch einmal auf den Anspruch, den ein Bild für sich beansprucht, zurückzukommen: Möchte man dokumentieren, hat man wohl andere Richtlinien für die Bearbeitung der eigenen Fotos. Erzählt man zudem den Menschen, die Fotos dokumentieren die Wirklichkeit und sind kaum bearbeitet, dann muss man sich wohl auch an allgemeine Regeln halten.

Ein Problem ist hier meiner Meinung nach fehlende Ehrlichkeit. Wenn versucht wird, ein bearbeitetes Foto der Masse als unbearbeitet zu verkaufen, leidet die Glaubwürdigkeit. Bei Fotowettbewerben war das im letzten Jahr leider einige Male der Fall. Meist, weil die Wettbewerbsbedingungen nicht richtig gelesen wurden. Wobei ich die oben angesprochene Diskussion auch etwas lächerlich finde. In diesem Genre gibt es sehr starke Meinungen, was erlaubt ist und was nicht.

Aileen: Mir scheint fast, dass wir uns alle ziemlich einig sind, dass man sehr viel machen kann und in den meisten Genres auch darf. Ich frage mich dann: Warum ist das Thema trotz allem noch so brisant? Wo wird es Eurem Gefühl nach brenzlig und warum eigentlich?

Sebastian: Ich glaube, das Thema ist einfach deswegen so brisant und kommt immer wieder, weil die Fotografie in der Hinsicht so ein besonderes Medium ist. In allen anderen Kunstrichtungen würde diese Frage ja nicht wirklich in der Form auftauchen, da gehört subjektive Wahrnehmung und Darstellung meistens dazu – sogar in journalistischen Textreportagen ist es die Sprache und die Wahrnehmung des Autors, die alles ausmacht. Aber dadurch, dass Fotografie vermeintlich „objektiv“ sein kann, taucht immer wieder auf, ob sie es auch sein muss oder soll. Das macht für mich auch den Reiz aus, darüber in verschiedenen Kontexten nachzudenken.

Was Wettbewerbe angeht, verstehe ich aber, warum es da immer wieder solche Skandälchen gibt. Die Wettbewerbe machen halt ihre Regeln und das hat dann irgendwie mit Chancengleichheit zu tun, um die Bilder besser gegeneinander zu stellen. In dem Fall ist zu starke Manipulation ja ein bisschen wie Doping – zumindest, wenn man sich mal anguckt, was so richtig gute Bildbearbeiter manchmal aus Fotos rausholen können.

Martin: Wir müssen uns eben auch darüber im Klaren sein, dass Fotos nicht nur dort existieren, wo sie von Fotografen als „Fotografie“ diskutiert und definiert werden. Fotos durchziehen die gesamte Print- und Onlinelandschaft und einen nicht wegzudenkenden Teil der journalistischen Berichterstattung. Außerdem sind sämtliche Social-Media-Kanäle durchspült von Bildern.

Die Gesellschaft dokumentiert sich zunehmend selbst und das ganz ohne fotografischen Anspruch. Der einzige Anspruch, der hier gilt, ist: Dokumentieren.

Und somit ist die Fotografie ein Mittel, das in großen Teilen überhaupt keinen künstlerischen, sondern eher einen Wahrheitsanspruch inne hat, auch wenn das so keineswegs artikuliert wird. Ein Titelbild auf Spiegel Online? Wird schon so stimmen.

Hoffen wir’s. Und all das wirkt auch in die Diskussionen unterschwellig hinein, die von Fotografinnen und Fotografen geführt werden. Denn wir schreiben uns schließlich auf die Fahnen, das Mittel Fotografie zu beherrschen.

Marit: Nach all den facettenreichen Ansichten wird klar, dass man das Thema nicht so einfach betrachten kann. Es hängt immer davon ab, in welche Sparte wir ein mit digitalen Sensoren oder auf Film aufgezeichnetes Bild einordnen. Ob, wie Martin sagt, als Dokumentation oder, wie Michael es benennt, als emotionales Landschaftsportrait oder, wie Sebastian es andeutet, das Foto als Ausgangspunkt für Fotomanipulationen.

Aileen: Hattet Ihr selbst denn schon einmal bei eigenen oder fremden Bildern das Gefühl, dass eine Bearbeitungsgrenze überschritten wurde oder Ihr dabei wart, eine zu überschreiten?

Bei mir war es so, dass sich diese Grenzen über die Jahre, in denen ich mich praktisch mit der Fotografie beschäftigt habe, immer weiter ausgeweitet haben. Heute habe ich wenig Skrupel, zum Verflüssiger zu greifen, ganze Objekte aus einem Bild zu retuschieren oder aus mehreren Bildern ein ganz neues zu machen, das dann wieder aussieht, als wäre es genau so aufgenommen – sofern ich diese Maßnahmen als Bereicherung für die Wirkung meines Bildes empfinde. Da es sich dabei aber meistens um Portraits handelt, bin ich mir durchaus der Tatsache bewusst, dass viele Betrachter sich „hinters Licht geführt“ fühlen dürften, wenn sie wüssten, was mit einigen Bildern passiert ist.

Sebastian: Marit, den Punkt finde ich sehr, sehr interessant, auch in Bezug auf das, was Martin vorher gesagt hat. Ein Foto ist dann eine Dokumentation, wenn der Betrachter es so sehen will oder so sieht. Vielleicht entstehen die großen Diskussionen und Missverständnisse oft dann, wenn das nicht übereinstimmt mit dem, was der Fotograf da hineinlegen wollte. So eine überschrittene „Bearbeitungsgrenze“, wie Aileen das sieht, entsteht dann bei jedem irgendwann, der mit einer Erwartung an ein Bild rangeht.

Ich nehme mich da selbst gar nicht aus, ich habe trotzdem selbst so eine Grenze. Gerade bei so super geairbrushten Modelfotos auf Zeitschriftentiteln (am besten noch mit übersättigten Farben) denke ich oft: Uärghs, geht gar nicht. Nicht wegen des moralischen Aspekts (der kommt natürlich auch dazu: falsches Schönheitsideal), sondern weil das einfach meinem eigenen ästhetischen Anspruch an Fotografie total zuwiderläuft.

Martin: Witzigerweise verhält sich meine Entwicklung bezüglich der Bearbeitungsgrenze genau umgekehrt wie die von Aileen – und das hängt nicht nur mit dem Genre zusammen, das ich heute bediene. Früher habe ich mir eigentlich alles erlaubt, heute sind für mich Kontraste, Helligkeit, Sättigung und maximal Farbtemperatur alle Parameter, die ich an meinen Fotos verändern möchte.

Grenzüberschreitungen bei anderen stelle ich natürlich auch fest, klar. Die Frage ist jedoch auch, wie ich damit umgehe. Da es sich nicht um meine eigenen Fotos handelt, wäre ich der Letzte, der daran rumkrittelt, denn es gibt nichts Schlimmeres als ungefragte Kritik (in meinen Augen). Ausnahme: Der von Sebastian angesprochene Fall der Mode(l)fotografie, jedoch bin ich so privilegiert, dass ich mir so etwas nur selten anschauen muss.

Marit, wie ist das denn bei den analogen Fotografen? Gibt es da solche heißgeführten Diskussionen auch oder eher selten? Beabeitet wird da ja schließlich auch…

Marit: Wie es im Allgemeinen bei den Fotografen ist, die auf Film fotografieren, kann ich ebenso wenig sagen wie Ihr. Eine Dunkelkammer ist eben eine Dunkelkammer, ob im Bad mit verdunkelten Fenstern oder am Computer. Verändern kann man ein Bild immer. Das ist und bleibt eine persönliche Grundeinstellung.

Ich versuche lediglich, aus dem Bild das Beste rauszuholen. Ich arbeite mit Gradationsfiltern, wähle den Ausschnitt des Bildes und helle manchmal Stellen im Bild auf. Das ist die einzige Bearbeitung, die ich einem Bild anheim fallen lasse. Das ist aber eine sehr persönliche Sicht, denn ich denke, dass ich während der Aufnahme schon das im Bild habe, was ich gesehen und gefühlt habe.

Hinterher möchte ich daran nichts mehr verändern, nichts hinzufügen, nichts wegnehmen. Ich möchte zeigen, was in der Realität möglich ist, was zeigbar ist. Ich bin wohl so streng gegen nachfolgende Manipulationen am Bild, weil ich etwas Haltbares in dieser Welt brauche und suche. Man könnte sagen, ich bin ein surrealisitscher Realist, was die fotografische Sprache angeht.

Michael: Ich bewege mich mit meiner Bildbearbeitung eigentlich immer an einer Grenze und das ist auch nötig, weil knapp vor dieser Grenze für mich das optimale Bildergebnis liegt. Aber diese Grenze ist einzig durch meinen eigenen Geschmack und meine Erwartungen an das Ergebnis festgelegt. Für andere ist diese Grenze vielleicht woanders, weil sie, wie Sebastian schon sagt, andere Erwartungen an die Fotografie haben.

Man sollte nur nicht den Fehler machen, die Erwartungen, die man an die eigenen Fotos hat, auch auf die Fotos anderer zu projizieren. An der Stelle entstehen dann oft diese hitzigen Diskussionen. Ich sehe auch oft Fotos, die meine Grenze überschreiten oder so deutlich unterschreiten, dass es mir nicht gefällt. Aber ich halte es da meistens wie Martin und enthalte mich der ungefragten Kritik.

Martin: Was meiner Meinung auch eine gute und respektvolle Haltung anderen gegenüber ist, denn so lasse ich stehen, was mir missfällt und finde dennoch eine eigene Arbeitsweise. Meinung ist wichtig – die Frage ist jedoch, in welchem Rahmen sie geäußert wird.

Sebastian: Vielleicht sollte man sich insgesamt etwas damit zurücknehmen, seinen Geschmack in der Fotografie anderen überzustülpen – das gilt insgesamt und natürlich auch speziell bezüglich der Bearbeitung. Sonst ist man schnell an dem Punkt, dass Leute sich gegenseitig erklären, dass irgendetwas „gar nicht geht“.

Erlaubt ist meiner Meinung nach das, was machbar ist, was ästhetisch oder einfach „gut“ aussieht – was immer das heißt, muss jeder selbst entscheiden – oder das Bild in die Richtung bringt, die ich zeigen mag. Bei Wettbewerben und im journalistischen Kontext gibt es da natürlich Rahmenbedingungen, die man beachten muss – aber in freien Arbeiten? Soll jeder das tun, was er für sich als richtig erachtet, denke ich.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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3. Mai 2013

03 May

Ein Beitrag von: Herr Bohn

passingwater_©_HerrBohn

 


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Wabi-Sabi

03 May

Ein Beitrag von: Susan Brooks-Dammann

Das erste Mal habe ich von Wabi-Sabi gehört, als ich einen Artikel in einer Frauenzeitschrift las. An den Inhalt des Artikels, in dem es nicht um Fotografie ging, kann ich mich nicht mehr erinnern. Allerdings war es gar nicht der Artikel selbst, der mich damals fasziniert hat, sondern die Philosophie, die dort vorgestellt wurde.

Wabi-Sabi ist hier in Deutschland recht unbekannt und wird schnell in die Esoterik-Ecke abgeschoben, wie ich erfahren musste, als ich anderen davon erzählte. Doch das ist nicht so.

Ich habe angefangen, mehr darüber zu lesen und dabei erfahren, dass Wabi-Sabi aus dem Japanischen kommt und eine Kombination aus zwei unterschiedlichen Wörtern ist. Wabi bedeutet so etwas wie „Einsamkeit“ oder „Enthaltsamkeit“.

Sabi ist eine Bezeichnung für das „Alte“, die „Patina“, jedoch ist es, anders als hier, ein positiver Begriff. Zusammengesetzt ist Wabi-Sabi ein Lebensentwurf, der auf Bescheidenheit, Zurückhaltung und Meditation abzielt. Gleichzeitig ist es aber auch ein ästhetisches Konzept.

Hierzulande wird die Ästhetik des Wabi-Sabi oft als „Ästhetik der Unvollkommenheit“ begriffen, was nicht ganz richtig ist. Wie mir eine japanische Künstlerin erklärt hat, ist der Kern von Wabi-Sabi für Japaner die Bescheidenheit, während Perfektion für Japaner eine vollkommen andere Bedeutung hat als für uns: Perfektion entsteht nämlich erst durch Fehler, die den Rest des Werkes umso vollkommener erscheinen lassen.

© Susan Brooks-Dammann

Wabi-Sabi ist eine sehr zurückhaltende Ästhetik, die sich einem erst auf den zweiten Blick offenbart. Die Motive, die ganze Bildsprache sind geprägt von Reduktion. Es sind nicht die großen, auffälligen und sensationellen Motive, sondern die kleinen und unbeachteten Dinge, die Wabi-Sabi ausmachen. Nicht der grandiose Sonnenuntergang, sondern das Spinnennetz am Wegesrand, das im richtigen Licht seine eigene Schönheit entwickelt, ist Motiv im Wabi-Sabi.

Apropos Licht. Es ist nicht das Licht, das im Wabi-Sabi wichtig ist, sondern der Schatten. Hier in Europa wollen wir unsere Bilder ausleuchten. Wir versuchen, den Schatten auszumerzen, ihn so zu kontrollieren, dass er nur durch ein feine Modellierung das eigentliche Motiv unterstützt. Aber wir sehen kaum, dass Schatten auch eine eigene Qualität besitzt.

Um wieder auf das Spinnennetz zurückzukommen: Dieses kommt doch auch erst im Schatten zur vollen Geltung, indem einige wenige Lichtstrahlen sich darin brechen. Wird es ins Licht gesetzt, ist es gar nicht mehr zu sehen.

Ein weiteres Element des Wabi-Sabi ist das Nicht-Perfekte und Fehlerhafte. Fotografische Fehler werden nicht eliminiert, wie wir es in der Regel tun. Im Gegenteil, der Fehler wird als künstlerisches Element in das Bild mit einbezogen. Erst das Nicht-Perfekte ist es, das dem Bild seine Aussagekraft verleiht. Es ist gerade das Linsenflirren oder das Ertrinken im Schwarz, das die Bildwirkung noch verstärkt.

© Susan Brooks-Dammann

Das Knifflige dabei ist, dass der auftretende Fehler nicht einfach nur davon herrührt, dass man Knipserei als Kunst verkaufen will, sondern dass er bewusst ins Bild eingebaut wird. Wir gehen im Wabi-Sabi also den umgekehrten Weg, indem wir nicht fragen, wie wir den Fehler ausmerzen, um das Bild perfekt (im Sinne von schön) zu machen, sondern wie wir den Fehler einbauen, um das Bild zu perfektionieren, so dass es in der Lage ist, den Betrachter emotional zu berühren. Somit wird dieser in seiner Eigenschaft ins Gegenteil gesetzt und als Bereicherung angesehen.

Weiterhin geht es im Wabi-Sabi auch um Leere. Es ist nicht der Minimalismus, den wir kennen, in dem es darum geht, so wenig wie möglich bildwürdig in Szene zu setzen, sondern der Wunsch, nur noch die wesentlichen Elemente als Bildinhalte zu haben, damit diese durch die umgebende Leere in ihrer Aussagekraft verstärkt werden.

Die Aussage im Wabi-Sabi ist dabei eher als Wirkung und intuitives Fühlen zu verstehen anstatt als konkrete Bedeutung. Und damit wären wir auch schon beim wichtigsten Element der Fotografie im Sinne des Wabi-Sabi: Das Wichtigste ist, nicht zu zeigen, dass man als Fotograf die Technik vollkommen beherrscht und perfekte Fotos macht, sondern, dass man versucht, etwas im Bild einzufangen.

Was dieses „Etwas“ ausmacht, das ist allerdings individuell. Die Franzosen bezeichnen es als „je ne sais quoi“. Etwas, das nicht bezeichnet werden kann, das aber dem Bild erst seine Wirkung gibt. Bilder im Wabi-Sabi sollen berühren, etwas im Betrachter anklingen lassen.

© Susan Brooks-Dammann© Susan Brooks-Dammann

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich vermisse dieses emotionale Element häufig, wenn ich mir Fotografien anschaue. Überall im Internet und in Zeitschriften sehe ich Fotos, in denen ich bemerke, dass sich der Fotograf bemüht hat, möglichst perfekt zu fotografieren. Fehler werden ausgemerzt, jeder Pixel wird überprüft, ob er an der richtigen Stelle sitzt und wenn das Foto nicht überwältigend genug aussieht, dann wird mit Photoshop nachgeholfen.

Wenn ich mir ein Buch über Fotografie zur Hand nehme, dann habe ich den Eindruck, dass Fotografie nicht über die heilige Dreieinigkeit von Blende, Belichtungszeit und ISO-Zahl hinausgeht.

Um ehrlich zu sein, empfinde ich das inzwischen als geradezu langweilig. Geht es in der Fotografie wirklich nur noch darum, die korrekten Messungen auszuführen? Oder darum, immer sensationellere Fotos zu machen, die lautstark nach Aufmerksamkeit verlangen? „Hier, schau mich an!“, schreit das eine HDR, „Nein, hierhin!“, brüllt das andere. Geht es nur um Objektive, die richtige Kamera, die richtigen Filter?

Als ich angefangen habe zu fotografieren, wollte ich natürlich auch möglichst perfekte Fotos machen, wer will das nicht? Doch das Vertrackte am Perfektionswahn ist, dass man sich selbst in ein Hamsterrad begibt. Man macht Fotos, ist unzufrieden, man lernt, man macht „bessere“ Fotos. Doch da man gelernt hat, genauer zu gucken, ist man immer noch unzufrieden, will noch bessere Fotos machen und so weiter…

© Susan Brooks-Dammann

Ich war also permanent unzufrieden mit meinen Fotos, die immer irgendwie nicht gut genug wirkten. Gleichzeitig fand ich, dass die Bilder, die ich machte, genau so aussahen wie hunderttausend andere Bilder auch. Irgendetwas fehlte.

Im Nachhinein kann ich sagen, wo mein Problem lag. Nämlich darin, dass ich gar nicht versucht habe, „mein eigenes Ding“ zu machen, wie man das so schön sagt. Ich wollte alles so machen wie andere auch, weil ich Angst vor Ablehnung hatte. Ganz banal.

Wenn man versucht, mit anderen mitzuhalten, versucht man doch automatisch, genau das zu machen, was andere machen, nicht wahr? Alles, was anders aussieht, wird doch nicht wirklich anerkannt … so meinte ich jedenfalls.

Inzwischen habe ich mich davon freigemacht, hauptsächlich, weil die Fotografie mir so keinen Spaß mehr gemacht hat. Der Spaß kam erst wieder, als ich angefangen habe, weniger auf das zu schauen, was andere machen und weniger auf das zu geben, was andere darüber sagen.

Über Wabi-Sabi zu lesen, hat mir klargemacht, dass es auch andere Wege der Fotografie gibt. Vielleicht waren es die Elemente des Wabi-Sabi, die Kombination aus Reduktion, Einfachheit, Intuition und Natürlichkeit, die mich angesprochen haben. Diese entsprechen viel mehr meiner Persönlichkeit als diese verbreitete verrückte Kombination aus Technikverliebtheit, Perfektionswahn und Aufmerksamkeitsstreben.

Ich liebe es, Leere und viel Raum um mich herum zu spüren. Dann kann ich atmen. Ich liebe es, durch die Natur zu gehen und die kleinen Wunder zu finden, die sich im Schatten verstecken. Ich finde es faszinierender, im Bild nur anzudeuten, statt konkret zu zeigen. Vor allem aber erlaube ich mir nun, dank Wabi-Sabi, Fehler zu machen.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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2. Mai 2013

02 May

Ein Beitrag von: Juni_mond

© Juni_mond


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A Twist on the 365 Project: One Second a Day Video Project

02 May

Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

Doesn’t it feel like 2012 was just a couple weeks ago?

Maybe your New Year’s resolution was to start a 365 Project where you snap a photo every day.

Well, what if we told you that you can make a time-lapse of your life by taking a one second clip every day? That’s what Photojojo pal, James Bernal did for the all 366 days of 2012.

Think about how awesome yours would look — it’d be a 6-and-a-half minute mosaic of your year!

James put together an awesome guide detailing how to shoot, what to shoot, and how to keep going when you’re ready to set the camera down.

A Guide to Shooting One Second a Day

p.s. Win a traveling photo booth! We’re giving away an Instax camera & more with Brit+Co. Enter to win right here.

p.p.s. Even moar giveaways! Our pals at SnapKnot (the wedding photographer directory) are giving away a Nikon D800 or Canon 5D Mark III. Here’s how to enter.

Why it’s cool:

First, watch this. The one second a day video James made of his 2012.

2012 in 366 Seconds from James Bernal on Vimeo.

Sometimes, we take our days for granted. A project like this will help you reflect on your life as it happens.

Imagine being able to look back on any day and instantly remember what you did, who you met, what you learned, or how you felt.

While you’ll be able to have a really nifty video time capsule of your life and a fun way to share your year with others, it can also be an ingenious and powerful way for you to be able to remember what you’ve accomplished over the year and how you want to make it even better.

Undertaking this project will also improve your camera skills. For real! Keeping your eyes peeled for your one second each day, you’ll be sizing up the world for good moments and you’ll naturally want to attempt new shots to keep it fresh.

When to Start:

paint-sm While you might think you missed the boat with starting off your project on January 1st, 2013, the truth is, this is about your life and you can start your project anytime!

You can start it on your 27th birthday, the first day of your round-the-world trip, a random Tuesday, on your first day of college, or Chinese New Year!

There’s also no rule for how long it should be, so you can keep this up for 3 months or a whole year or even keep doing it for the rest of your life!

Tools For Putting it all Together:

paint-smA Camera.
Or even better, all the cameras. You can use any camera that’s able to take video, and preferably at least 720p so you can share it with the rest of the world.

You don’t have to stick to one camera either, so don’t be afraid to use different ones as long as their quality is as good as your main camera. Nowadays, most smartphones, point and shoots, and GoPros can shoot in glorious HD!

An Editing Program.
You’re going to need to put this puzzle together somehow! Some editing programs have more bells and whistles than others but you won’t need to get too over your head.

All you really need is to put your clips in order and find a sweet song to make it all flow together nicely. Our suggestion – iMovie and Windows Movie Maker are free and work just fine.

If you’re planning on using an iPhone exclusively as your one and only camera, then there’s now a recently launched app that helps keep you organized and edit all your footage together! It’s called One Second Everyday.

STEP 1: GET TO SHOOTING

paint-sm Get out there and shoot your one second clip everyday! Take your camera everywhere. Yeah guys, everywhere.

You never know what you’re going to encounter once you walk out your door. Take it to work, parties, the beach, school, the DMV, wherever.

Document the first time you tried a churro, your walk in the park, that bike ride over the Brooklyn Bridge, or maybe the impromptu dance party that erupted while you were waiting for the bus.

Take a Step Backward!
It’s easy to get so wrapped up in being a cinematographer that you forget to take a look around you and give us a little more context about where you are.

paint-sm

If you’re pointing your camera at a delicious pizza you’re about to eat, it could be even more interesting if you take a couple steps backwards (but watch your step!) and show us you’re eating a pizza … at the Grand Canyon.

Get Creative.
We’re not gonna lie, taking a memorable video of each and every day is going to be a tough workout for your eyes and brain, but hang in there. We know you can do this!

Try out new angles and different techniques, or maybe throw in a one second time-lapse in there if you’re pretty handy with that stuff. Don’t forget to hand your camera to others from time to time so you can also make a cameo in your video!

Sticking with this project, you’ll naturally become more creative with your shots when you’re forced to come up with something new every single day.

Get a reminder.
There might be days you’re so busy you forget all about your project. Don’t let up! Put an alarm or a reminder on your phone to make sure you remember to snap a video of something each day!

STEP 2: GET UP AND GO OUTSIDE

paint-sm Seriously, you guys, keep shooting.

There are 86,400 seconds in a day. More than a few of those are gonna be totally worth getting on tape!

Everything is fair game.
From your awesome roadtrip, to the C- you got on your biology test, to that flat tire you had to change (in the snow!), everything is worth documenting.

It’s natural to want to remember all the good times but don’t be afraid to point your camera at some of the less-than-stellar moments. It’s all part of the story of your life and every moment is equally important.

Don’t Stop.
This is the most important tip.

You’re gonna get tired of shooting a second a day, and you might want to skip a day. Don’t give up.

Even if you think there’s nothing interesting happening, go outside and make something happen. There’s always something worth documenting, even if it’s just you walking your dog (especially if it’s a particularly awesome dog).

I also found it helpful to tell my friends about my project and they were crucial in keeping me motivated. They’d even ask “Hey, can I be your one second clip today?”

STEP 3: DOWNLOAD YOUR FOOTAGE

paint-sm As the days fly by and you fill up your memory cards with footage, you’re gonna have to start downloading your footage to your computer.

It’s going to be a little different from computer to computer, but it’s pretty simple. Make a main folder, and organize your clips in a way you can easily keep track of what’s where.

More importantly, stay organized. Seriously, guys, 365 different video clips are as unruly as a bag full of puppies (although not as cuddly and definitely not as cute).

You’re gonna have a much easier time if you regularly organize your clips into folders for months over the course of your project. It would also be a really good idea to make a backup of all your footage so you don’t lose all your work in case an elephant stomps on your computer.

Step 4: START EDITING

paint-sm Import your clips into iMovie (free) or Final Cut Pro if you’re a Mac fan. If you’re running windows, try Windows Movie Maker (free) or Adobe Premiere.

Most movie editors are laid out with a little area for all your clips and another area called a timeline. The timeline is where you’re gonna be placing your clips and organizing them.

Editing is a lot like solving a puzzle – you’re moving all your clips around into the right order by date. While you rearrange the clips where they belong, you can start ‘trimming’ them down to 1 second each.

Those fun kids over at Vimeo have a couple good lessons to help get you started on whatever editing program you’ve got!

  • Editing with Windows Live
  • Editing with iMovie
  • Trimming & Cutting with iMovie

STEP 5: THROW A PHAT BEAT ON IT

paint-smJust like photography, music is a universal language. Go through your music library and find a bumpin’ song that you can add to your video!

Was there a song that was your jam while you were shooting this project? If Polka is your thing, that’s cool too! Try out a couple different songs and see which one sets the mood you’re going for and really goes with the flow of your movie.

STEP 6: THE HOME STRETCH

Add some titles, effects, and finishing touches to your video.

Hit the export or share button and upload it to Youtube or Vimeo, so you can showcase your masterpiece to the world!

Wanna see more examples? Here are two more of our favorites!

Brittany Bravo’s 2012.

Cesar Kuriyama’s Year 30.

1 Second Everyday – Age 30 from Cesar Kuriyama on Vimeo.

Take it further

  • Watch Cesar Kuriyama’s TED talk all about the making of video (above). It’ll inspire you!
  • Get more advanced with your video editing, try a time-lapse.
  • Learn how to make a stop-motion video!
  • Check out our guide to Project 365, the inspiration behind the one second a day video

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Photojojo

 
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Fotogenes Deutschland – Zugspitze

02 May

Ein Beitrag von: Stefan Gerzoskovitz

Die Zugspitze mit ihren 2962m markiert den höchsten Punkt Deutschlands und liegt genau an der Grenze zu Österreich. Auch wenn sich im Sommer hunderte Menschen auf der Gipfelterrasse treffen und es vorkommen kann, dass man am Übergang zum Gipfelkreuz anstehen muss, bietet die Terrasse einen idealen Aussichtspunkt in die umliegende Bergwelt. Bei guter und klarer Sicht – vor allem bei Föhnlage – reicht der Blick bis nach München und in die Italienischen und Schweizer Alpen.

Während ich zu den normalen Betriebszeiten der Bergbahnen nicht mit dem für die Landschaftsfotografie so wichtigen flachen und weichen Licht rechnen kann, ermöglicht die österreichische Zugspitzbahn im Sommer und Herbst seit ein paar Jahren mit ihren Vollmond- und Sonnenaufgangsfahrten ideale Voraussetzungen für stimmungsvolle Bilder. Die Fahrzeiten der Bahn sind dabei entsprechend der Sonnenauf- bzw. -untergangszeit angepasst, so dass immer genügend Zeit zum Fotografieren bleibt.

Halten sich die Möglichkeiten für Weitwinkelaufnahmen eher in Grenzen, kann ich mit einem leichten bis mittleren Tele unzählige verschiedene Motive ausfindig machen. Dank der verdichtenden Bildwirkung eines Teles sind Gipfel, die bis zu 100 Kilometer auseinanderliegen, wie Scherenschnitte im Bild komprimierbar. Kommt dann noch das passende Licht hinzu, entstehen stimmungsvolle, nicht alltägliche Aufnahmen aus den Bergen.

© Stefan Gerzoskovitz

© Stefan Gerzoskovitz

© Stefan Gerzoskovitz

© Stefan Gerzoskovitz

© Stefan Gerzoskovitz

© Stefan Gerzoskovitz

Auch, wenn ich den Sonnenauf- bzw. -untergang mit vielen anderen teilen muss und ihn nicht – wie auf unbekannteren Bergen ohne Seilbahn – einsam genießen kann, ist es für mich immer wieder ein unbeschreibliches Erlebnis, nach dem ich meistens mit mehreren guten Aufnahmen nach Hause komme.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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1. Mai 2013

01 May

Ein Beitrag von: Manfred Schröder

Hoch oben © Manfred Schröder


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Serielles Arbeiten: „Verwaistes Herz“

01 May

Wenn man intensiv fotografiert, geht man oft zwei Schritte vor und einen wieder zurück. Ich will damit sagen, es geht langsam voran, jedenfalls bei mir. Und mir macht das auch nichts, ich kenne das ja schon ganz gut aus Momo: Besenstrich für Besenstrich und dann schaut man sich um und sieht, was für ein Berg an Negativen hinter einem liegt.

Vor ungefähr einem Jahr durchblätterte ich meine beiden Negativordner, angefüllt mit zwei Jahren von Freude, Tränen, Spaß, Willkür, Wehmut und Fernweh. Mit vielen Bildern verband ich natürlich entweder ein persönliches Ereignis, eine Reise, ein Spaziergang oder meine vielen Treffen mit zunächst fremden Menschen, die zu mir kamen und die ich fotografierte und so näher kennenlernen durfte.

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Die Frage war, was mache ich mit den vielen noch unentdeckten und nicht für sich selbst sprechenden Bildern und Schnipseln meines Lebens? Natürlich das, was man mit Schnipseln im Allgemeinen tut – nein, nicht wegwerfen. Ich setzte sie zusammen. Schnipsel für Schnipsel zu einer Geschichte und ich hatte Spaß daran. So entstanden neue Geschichten, für sich Stehende und Erzählende.

Eine meiner Lieblingsgeschichten ist die von Anne. Wir lernten uns 2011 kennen und sie brachte mir eine Geschichte mit. Die Geschichte des schwarzen Hochzeitskleides. In meinem Kopf überschlug es sich und auch meine Kamera überschlug sich bei all den vielen Fotos, die ich seitdem von ihr machte.

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Wir schreiben jetzt das Jahr 2013 und die Geschichte geht weiter. Immer wieder finden wir Zeit füreinander, sitzen dann beieinander oder durchwühlen den Wäscheberg, den sie mitbringt, nehmen einen Ring nach oben oder eine Schleife. Wir durchstöbern meine Wohnung nach Dingen, die uns jetzt in diesem Moment gefallen und zu der Stimmung, in der wir uns befinden, passen.

Und so entstand die Serie „Verwaistes Herz“ mit offenem Ende. Denn ich weiß nicht, wann und ob sie überhaupt einen Schlusssatz haben wird. Doch habe ich mich in diese Geschichte, ich muss es zugeben, einfach verliebt. Mit ist ja selbst schleierhaft, wie sich diese Geschichte entwickeln, welcher Schnipsel angefügt wird und welcher lieber im Geheimen bleibt.

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Aber ihr Gesicht, ihre Hände und vor allem ihr Mund sind für mich reine Poesie. Und so schaukeln die Bilder zwischen Traurigkeit und Wehmut. Zeigen Verlorenes und Vergangenes. Ein Herz, das nach Leben ruft und all die angeschwemmten Dinge des Lebens in sich trägt und versteckt vor der Welt.

Oft finde ich dann in meinen Negativordnern Bilder, die zur Geschichte passen und die schon längere Jahre darin ruhen und nie gezeigt wurden. Sie passen zum Gefühl der Portraits, spinnen die Worte weiter, lassen Freiraum für das nächste Bild.

Auffällig ist, dass ich mich oft für körnige Bilder entscheide. Vielleicht, weil sie mich an den Film Noir erinnern. Immer ein wenig entrückt, seltsam, schwermütig und das pefekte Medium zur Darstellung der Realitätsfremde.

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Ich frage mich alledings auch, ob ich nicht genau das demnächst durchbreche. Denn die sehr konspirativen Treffen sind auch gern mit einer Spur Aufbruchstimmung durchtränkt. Ich bin deswegen recht zuversichtlich, dass wir der Serie noch einige andere Aspekte des Lebens hinzufügen werden. Immerhin bricht draußen gerade der Frühling aus und es wird Zeit für einen Waldspaziergang.

So habe ich vorerst meinen fotografischen Weg gefunden. Aus Einzelbildern etwas Neues formen. Ich fühle mich dabei wie ein Regisseur und Autor zusammen und hoffe. einfach weiter zu spinnen wie bisher.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Sony World Photography Awards 2013

01 May

In der vergangenen Woche fand in London die Verleihung eines der renommiertesten Fotopreise statt – dem Sony World Photography Award.

Innerhalb weniger Jahre – der Preis wird seit 2007 jährlich von der World Photography Organisation verliehen – hat sich das Ereignis zu einer internationalen Plattform für herausragende Amateur- und Profi-Fotografie entwickelt. Es war mir daher eine besondere Freude, in diesem Jahr der Prämierung der besten Arbeiten in London beiwohnen zu dürfen.

Aus einem schlichtweg überwältigenden Pool richtig guter Beiträge habe ich einige repräsentative Beispiele herausgepickt. Nicht alle dieser Arbeiten, die ich nun im Folgenden vorstellen möchte, sind auch Gewinner in ihrer jeweiligen Kategorie gewesen. Sie sind es, wie ich finde, dennoch wert, hier unbedingt gezeigt zu werden.

 

Andrea Gjestvang – One day in history

One day in history © Andrea Gjestvang

One day in history © Andrea Gjestvang

Mit ihrer Portraitserie von jungen Menschen, die das Massaker von Utøya in Norwegen überlebten, gewann die norwegische Fotografin in der Kategorie Menschen den ersten Preis sowie den Hauptpreis, die Iris d’Or.

Ihre Bilder sind unaufgeregt, nah, einfühlsam und zeigen uns die Menschen, die dem Horror des zutiefst erschütternden Ereignisses trotzten und wie sie eine würdevolle Selbstverständlichkeit gefunden haben, mit den erlittenen Verletzungen und ihren offensichtlichen Spuren umzugehen.

Gjestvangs Arbeiten wurden bereits international veröffentlicht und sie wurde im letzten Jahr von PDN in die Liste der 30 interessantesten aufstrebenden Fotografen aufgenommen.

 

Christian Åslund – Jim Rickey Project

Jim Rickey Project © Christian Åslund

Jim Rickey Project © Christian Åslund

In der Kategorie Werbung konnte sich diese Arbeit des schwedischen Fotografen Christian Åslund durchsetzen. Inspiriert von der 2D-Grafik früher Computerspiele entstand die Auftragsarbeit im engen Straßennetz von Hongkong. Åslund fotografierte aus der Höhe nach unten, wobei die Straße seinen Modellen als Kulisse diente.

Erheiternd und erfirschend finde ich diese Arbeit deswegen, weil sie mit einer simplen Idee – nämlich einfach die Aufnahmeperspektive um 90° zu drehen – ganz beiläufig unsere normale Perspektive in Frage stellt.

Welche Verwirrung das schon bei der Aufnahme der Bilder stiftete, beschrieb der Fotograf so: „Einmal rief sogar jemand den Krankenwagen, weil er dachte, unser Modell wäre aus der Höhe gestürzt und verletzt.“

 

Gali Tibbon – Journey to the Jerusalem of Africa – Lalibela, Ethiopia

Journey to the Jerusalem of Africa © Gali Tibbon

Journey to the Jerusalem of Africa © Gali Tibbon

Ursprünglich arbeitete sie an einem Projekt über orthodoxe Christen in Jerusalem, so die israelische Fotografin, und wurde dabei auf die Pilger aus Äthiopien aufmerksam.

Die Erzählungen der Pilger von Lalibela machten sie neugierig. Der Pilgerort für orthodoxe Christen im Hochland von Äthiopien ist auch bekannt als das Jerusalem von Afrika. Seine Besonderheit sind die im 13. Jahrhundert aus dem Fels gehauenen monolithischen Steinkirchen.

Tibbon dokumentierte diesen faszinierenden Ort und die Rituale der Pilger zum orthodoxen Weihnachtsfest. Sie sei dabei insbesondere vom ungewohnt offenen Umgang mit Nacktheit und Körperlichkeit fasziniert gewesen, sagte die Fotografin.

 

Ilya Pitalev – Personality and society. Reality vs. illusions.

Personality and society. Reality vs. illusions. © Ilya Pitalev

Personality and society. Reality vs. illusions. © Ilya Pitalev

Als sich 2012 in Nordkorea der hundertste Geburtstag des Staatsgründers Kim Il Sung jährte, begleitete der russische Fotograf die staatlichen Feierlichkeiten mit seiner Kamera.

Mit seinen Fotos der propagandistischen Massenveranstaltung gewann Pitalev den ersten Preis in der Kategorie Zeitgeschehen. Sein nüchterner und zuweilen frecher Blick auf das Ereignis führt den Personenkult gekonnt ad absurdum.

Dass es ganz klar eine internationale Aufmerksamkeit für Nordkorea gibt, war schon allein daran zu erkennen, dass dies bei Weitem nicht die einzige eingereichte Arbeit war, die sich mit dem Land auseinandersetzt.

 

Daesung Lee – On the shore of a vanishing island

On the shore of a vanishing island © Daesung Lee

On the shore of a vanishing island © Daesung Lee

Eine sehr schöne Arbeit, die jedoch keinen Preis bekam, ist die Bildserie des südkoreanischen Fotografen über Ghoramara – einer Insel in Bengalen, der durch den Anstieg des Meeresspiegels buchstäblich der Untergang droht.

Zwei Drittel der Bevölkerung haben die Insel seit den 1960er Jahren bereits verlassen. Die Übriggebliebenen sind Bauern und Fischer, deren Heimat nach und nach erodiert, während ihre Zukunft unklar bleibt.

Lee hat einige dieser Menschen an den zerfransten Ufern der Insel portraitiert. Seine Bilder vermitteln die Ungewissheit, in der diese Menschen leben und ihre Machtlosigkeit gegenüber der Natur, zugleich aber auch ihre enorme Anpassungsfähigkeit.

 

Fabrice Fouillet – Corpus Christi

Corpus Christi © Fabrice Fouillet Corpus Christi © Fabrice Fouillet

Mit seinen Innenaufnahmen moderner Kirchenräume konnte sich der französische Fotograf in der Kategorie Architektur behaupten.

Die minimale Ästhetik der erst wenige Jahrzehnte alten Kirchenbauten war der Aspekt, der Fouillet bei dieser Arbeit am meisten beschäftigte.

Die immer gleiche Grammatik von Hochformat und Zentralperspektive auf den Altar unterstreicht dabei den sakralen Raumeindruck und vereint die Bildserie zu einer gelungenen typologischen Studie.

 

Klaus Thymann – i-D Iceland

i-D Iceland © Klaus Thymann

Bärtig, rau und sagenhaft gut gekleidet steht das Modell des dänischen Fotografen Klaus Thymann in der schroffen Landschaft Islands.

Im Auftrag für eine Modemarke fotografiert, definiert die Arbeit die Grenzen der Modefotografie neu und beweist: Es braucht nicht zwangsläufig faltenlose Hochglanzmodelle, um gute Kleidung auch gut in Szene zu setzen.

 

Ernest Goh – Cocks!

Cocks! © Ernest Goh Cocks! © Ernest Goh

Der Fotograf aus Singapur konnte mit seiner Fotoserie über Zierhühner in der Kategorie Natur & Tierwelt überraschenderweise nicht punkten.

Ich zeige die Arbeit hier dennoch, weil sie wunderbar humorvoll und nicht zuletzt auch technisch höchst professionell umgesetzt ist.

Ausleuchtung und Bildsprache unterstützen den Portraitcharakter der Bilder und veranlassen uns als Betrachter unwillkürlich, eine Persönlichkeit in dem uns entgegenblickenden Vogel zu erkennen.

 

Positiv überrascht war ich übrigens auch, die Arbeit „Dreaming of Dubai“ unseres Gastautors Johannes Heuckeroth in der engeren Auswahl der Kategorie Travel zu entdecken. Dafür herzlichen Glückwunsch von uns!

Wer mehr Gewinnerbilder sehen möchte, kann sich online in den Award Galleries umschauen.

Und wer es bis zum 12. Mai noch nach London schaffen sollte, dem sei unbedingt ein Besuch der Ausstellung im Somerset House ans Herz gelegt.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Last Day to Enter to Win the Ultimate Time-Lapse Photography Setup

01 May

JMG-Galleries.com Ultimate Time-Lapse Photography Giveaway - Over $  5000 in Prizes

Today is the last day to enter to win some amazing photo gear and software in my Ultimate Time-Lapse Photography Giveaway.

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Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

Last Day to Enter to Win the Ultimate Time-Lapse Photography Setup

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