RSS
 

Archive for the ‘Equipment’ Category

Selbstportraits scharfstellen

31 May

Jeder, der sich schon einmal an Selbstportraits versucht hat, ist hierbei sicher über dieses Problem gestolpert: Wie stelle ich scharf? Ich möchte Euch dazu einige Varianten vorstellen, die Ihr gern in den Kommentaren vervollständigen könnt.

Was für Selbstportraits unverzichtbar ist, ist ein Stativ. Zudem braucht Ihr einen Selbstauslöser oder die Möglichkeit, eine Auslöseverzögerung von mindestens 10 Sekunden an der Kamera einzustellen.

Um so weiter die Blende geschlossen ist, um so größer ist der Schärfebereich und um so leichter ist es natürlich auch, Euch selbst in diesen Schärfebereich zu stellen. Bei Blende 1.4 oder 1.8 ist es nahezu unmöglich, auf die eigenen Augen scharfzustellen. Ich selbst nutze immer mindestens 2.8 oder mehr, je nachdem, wie viel Licht zur Verfügung steht. Denn mit höherer Blendenzahl fällt natürlich auch weniger Licht in die Kamera und die Bilder werden dunkler.

Steht die Kamera nun zum Beispiel mit Blende 4.5 auf dem Stativ, kann es auch schon losgehen.

 

Variante 1

Ihr markiert Euch den Bereich, auf dem Ihr stehen wollt mit einem Kreidestrich oder einem Stöckchen auf dem Boden und stellt genau an diese Stelle eine Leiter oder ein weiteres Stativ. Am besten auf jeden Fall etwas, das Eurer Größe nahe kommt.

Nun fokussiert Ihr auf dieses Platzhalter-Objekt und stellt Euer Objektiv auf manuellen Fokus. Das ist wichtig, da sich sonst Eure Kamera einen neuen Schärfepunkt sucht, wenn Ihr die Leiter wieder aus dem Bild gestellt und Euch an ihrer Stelle positioniert habt. Ja, an diesem Punkt freut man sich über den Kreidestrich, den ich leider immer noch hin und wieder vergesse …

Nun steht Ihr also mit Selbstauslöser auf dem Strich und könnt auslösen. Im Optimalfall ist das Bild direkt scharf, was jedoch nicht der Regel entspricht. Etwas Geduld gehört auch dazu. Am besten macht Ihr direkt auf dem Strich stehend mehrere Bilder und bewegt Euch dabei ein paar Millimeter vor und zurück.

 

Variante 2

Meine Kamera hat ein schwenkbares Display und einen Liveview-Modus. Beim Kauf war mir das relativ egal, aber mittlerweile möchte ich beides für meine Selbstportraits nicht mehr missen. Denn steht meine Kamera auf dem Stativ, kann ich das Display so zu mir drehen, dass ich mich bei der Aufnahme selbst sehen kann.

So kann ich mich oder meine Augen genau positionieren, sehe den Bildausschnitt, ob ich mir gerade den Kopf wegschneide oder ob eine Haarsträhne nicht richtig sitzt. Das Objektiv ist bei dieser Variante auf Autofokus eingestellt.

Diese Variante mag ich sehr bei nahen Portraits. Bei weiter entfernten Ganzkörperaufnahmen hat meine Kamera im Liveview-Modus leider hin und wieder Probleme, überhaupt einen Schärfepunkt zu finden.

 

Variante 3

Diese Möglichkeit fand ich hier. Ich konnte sie aufgrund eines fehlenden Studios nicht testen, aber sie klingt plausibel und die vielen postiven Kommentare geben dem Autor recht.

Das Objektiv ist dabei wieder auf Autofokus gestellt. Man selbst positioniert sich im Dunkeln vor der Kamera. Die Kamera benötigt zum Scharfstellen Licht, das man ihr mit Hilfe einer kleinen Taschenlampe gibt, die man genau auf Höhe der eigenen Augen hält. Hat die Kamera den Fokuspunkt gefunden, nimmt man die Taschenlampe aus dem Bild und löst aus. Die gleichzeitig auslösenden Blitze erhellen das Bild und man bekommt ein Foto, das den Schärfepunkt genau auf den Augen hat.

 

Probiert es am besten selbst aus, berichtet von Euren Tests und verlinkt auch Euer eines oder anderes Ergebnis. Und wenn noch Fragen sind, fragt.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on Selbstportraits scharfstellen

Posted in Equipment

 

Augenschmaus: Kirsch-Haselnuss-Muffins

31 May

Ein Beitrag von: Mihl

Diese Muffins sind schnell zubereitet und gelingen immer. Durch die Zugabe von Polenta werden sie außen knusprig und innen saftig. Sie sind nicht zu süß und eignen sich deshalb nicht nur als Nachtisch, sondern man kann sie auch als Snack oder zum Frühstück essen.

Portion: 12 Muffins
Zeit: 5-10 Minuten + Backzeit

Zutaten

210 ml Sojamilch
1 EL Apfelessig
80 ml Raps- oder Sonnenblumenöl
150 g Zucker
210 g Vollkornmehl
60 g Polenta
1 EL Backpulver
1 Prise Salz
70 g Haselnüsse
100 g Sauerkirschen aus dem Glas (entsteint und abgetropft)

© Mihl

Zubereitung

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Eine Muffinform mit 12 Vertiefungen einfetten oder mit Papierförmchen auslegen.

Sojamilch und Essig in eine Schüssel geben, Öl und Zucker dazugeben und alles mit einem Schneebesen verschlagen. Mehl, Polenta, Backpulver und Salz dazugeben und alles zusammen gut verrühren. Dann die Nüsse und Kirschen unterheben. Den Teig in die Form geben und ca. 16 – 18 Minuten backen.

Fotorezept

Gemacht wurde das Foto bei Tageslicht mit meiner alten, von meinem Vater geerbten Konika Minolta Dynax 5D und einem 100mm Makroobjektiv. ISO 100, Brennweite f/2.8, 1/125 Sekunde Belichtungszeit.

~

Du hast auch ein leckeres Rezept und die passenden Food-Fotos dazu, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen? Dann werde einfach selbst Teil von „Augenschmaus“!


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on Augenschmaus: Kirsch-Haselnuss-Muffins

Posted in Equipment

 

The Kick: Control LightingWirelessly w/ your Phone!

31 May

Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

The right light can go a long way. A wirelessly controlled, fully customizable light will take you even farther!

Meet The Kick: it’s like a full blown lighting studio, but tiny enough to tote anywhere.

The Kick is an LED light panel that you control through an app on your phone. Change the color, shade and brightness with just a few taps. It can even mimic the light from any photo or video already on your camera roll.

You can use it off camera or slide it onto the back of your phone. It has a tripod mount for hands-free lighting.

The precise controls let you use it as a subtle fill light, a white balancing light, or start a disco tech in your living room. This little guy does it all!

See Examples of The Kick at Work
$ 179 at the Photojojo Store

 Tweet it!      Share

Related posts:

  1. The Phlash: Camera Phone Super Flash Every photographer knows that the key to the art is…
  2. Attachable Lenses for Your Camera-Phone, Fisheye & Macro/Wide Angle Phone Lenses Extra photos for bloggers: 1, 2, 3 Camera-phones. They’re a…
  3. Phoneography Guide: How to Shoot a Wedding on Your Phone! Extra photos for bloggers: 1, 2, 3 The Big Day….


Photojojo

 
Comments Off on The Kick: Control LightingWirelessly w/ your Phone!

Posted in Equipment

 

30. Mai 2013

30 May

Ein Beitrag von: Charlotte Grimm

Crimson © Charlotte Grimm


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on 30. Mai 2013

Posted in Equipment

 

Fantastische Bildbände zur Straßenfotografie, Teil 2

30 May

Ein Beitrag von: Roman Tripler

Ich war überrascht, als Martin mich bat, ein paar Zeilen zu Büchern meiner kleinen Sammlung zu schreiben. Das mache ich, denn ich rede leidenschaftlich gern über Fotografie und ebenso über Bücher.?? Fotobücher waren und sind für mich ein wesentlicher Bestandteil meiner persönlichen Entwicklung. Ich recherchiere und lerne an ihnen, weil editierte und sequenzierte Arbeiten von bedeutenden Personen der fotografischen Geschichte mir stumme Lehrmeister sind.

Einen Vorteil sehe ich darin (in unserer kurzweiligen Zeit, in der es für Fotografen zunehmend schwerer wird, bei bedeutenden Verlagen ein Buch zu bekommen), dass Bücher Resultate langer Reflexionen sowie intensiver Arbeit sind und dass diese eigenständige Qualität auf Papier zu sehen ist.

So muss ich (eigentlich) nicht auf die Suche gehen, ob das, was ich mir anschaue, wirklich etwas leistet, so kann ich einer Entdeckungsreise freien Lauf lassen. Soll nicht bedeuten, dass ich unkritisch jedem Buch gegenüber stehe, jedoch hilft ein wenig Leichtfertigkeit, viele unterschiedliche Charakteristika der Fotografie zu erforschen.

Es gibt immer und überall Einzelbilder, die beim ersten Anblick wahrlich fesseln, die so bindend sind, als ob neben ihnen nichts existieren könne. Ich denke da zum Beispiel an Kevin Carters Bild eines sterbenden Mädchens im Sudan, das als Mahl in spe geduldig von einem Geier bewacht wird.

Solch eine inhaltliche Stärke, solch eine Präsenz haben bei Weitem nicht alle Bilder, auch nicht in den besten Büchern. Jedoch entwickeln viele Bilder in Büchern eine weit tiefergehende Qualität als es auf den ersten Blick den Anschein hat.

Diese Bilder geben meist Zeugnis von der Beobachtungsgabe und der Sensibilität der jeweiligen Fotografen und zeigen mir im Umkehrschluss, auf was ich in der Gesamtheit eines Projektes zu achten habe.

~

Miroslav Tichý, Miroslav Tichý*

Miroslav Tichý

Seit meiner späteren Jugend habe ich einen guten Freund namens Jürgen, ein passionierter, geschichtsfester Sammler von Kunst und Literatur, der stets den Blick auf Sonderbares gerichtet hat. Seine Spielwiese ist nicht die Fotografie, aber unser Austausch war und ist immer noch sehr rege, hitzig diskutieren und streiten wir, meist ist es inspirativ.

Er erzählte mir vor etwa zehn Jahren von einem Fotografen, der eigentlich Maler sein wolle. Er lebe wohl in einem kleinen tschechischen Dorf, sähe aus wie das Paradebeispiel des Vagabunden aus gruseligen Kindergeschichten und habe sich aus Brillengläsern, Klorollen, Kronkorken, Klebeband und allerlei anderem Müll funktionierende Kameras zusammengebaut.

Damit sei er durch sein Dorf gezogen, habe Frauen in allen erdenklichen Posen abgelichtet, sei oft mit der Polizei aneinander geraten und habe sogar eingesessen. Seine Fotografien würde er auf selbstgebaute Papp-Rahmen kleben und sowohl die Rahmen als auch die Bilder bemalen.

Man habe ihn erst kürzlich entdeckt und dabei ein Meisterwerk gefunden. Er hieß irgendwas mit „Tisch“, soviel hatte ich mir gemerkt. Ich fand das damals spannend und forschte nach, fand den richtigen Namen, Miroslav Tichý, viel mehr jedoch nicht, denn viele Informationen gab es damals nicht.

Erst Jahre später stolperte ich wieder über Tichý, als Worldstar erschien. Eine umfassende Situationsbeschreibung seiner Person und seines Schaffens, die er so offenbar nicht wirklich wollte. Einen interessanten Bericht und mehr Hintergrundinfos findet Ihr hier.

Nun konnte man auch viele Bilder im Internet finden. Ab der ersten Fotografie, die ich von ihm sah, war ich begeistert. Wie Martin Walser es süffisant in „Ein fliehendes Pferd“ in Worte fasste, so treffend fotografierte Tichý „seine“ Frauen: Ein Blick von der Seite, ein kurzes Aufschauen, die Gunst unbeobachtet, unbemerkt zu voyeurieren.

Stets lang genug schauen zu dürfen, um sich alles ausreichend einzuprägen. Kennt das jemand? Männer wohl eher als ihre Frauen, mag ich wetten. Sehnsüchte, Romantik und Erotik in grauem Alltag zu entdecken, um dann den eigenen, verschüchterten Blick mit aufs Papier zu transportieren, das finde ich schlicht gesagt genial: Tichý.

Miroslav Tichý

Das Buch Miroslav Tichý* habe ich für einen Spottpreis erst 2012 aus der Ausverkaufslage der Art Cologne bekommen. Heute zahlt man etwa 60 – 70 €, Tendenz vermutlich steigend, was ich für ein gutes Buch der Firma Steidl immer noch nicht zu viel finde. Ich möchte gar nicht so sehr auf die Beschaffenheit eingehen, nicht das Layout erörtern.

How to make a book with Steidl ist der passende Film, um Steidls Passion zu erkennen und zu spüren, dass in jedem Buch auch dessen Geist zu finden ist.

Der Herausgeber zeigt auf über 320 Seiten neben etlichen Seiten informativem Text, den man nicht unreflektiert „fressen“ sollte, nicht nur viele von Miroslav Tichýs Fotografien, sondern auch Zeichnungen und einige Bilder von ihm selbst.

Alles in gewohnt brillianter Abbildungsqualität. Zudem riecht das Buch wie ein Buch riechen muss: Nach Papier und Druck – und fühlt sich toll an. Eigenschaften, die mir persönlich viel geben. Vergebt mir meine Zurückhaltung in den Details: Ich möchte nicht verraten, ob der Gärtner der Mörder ist, sondern die Neugier auf die Geschichte wecken – diese Reise solltet Ihr selbst antreten und Tichý ist diese Reise wert.

Dieses Buch hat mich gelehrt, meine persönliche Sicht, mein persönliches Empfinden mit in meine Fotografie einfließen zu lassen, denn an persönlicher Note fehlt es ach so vielen Bildern. Tichýs Bilder sind alles andere als perfekte Fotografien, jedoch stets erkennbar seine und allein mit dem Gedanken, dass er die frühe Trennung von seiner Jugendliebe womöglich nie richtig verkraftet haben mag, les- und verstehbar.

~

Friedrich Seidenstücker, Von Nilpferden und anderen Menschen*

Friedrich Seidenstücker, Von Nilpferden und anderen Menschen

Nicht weniger eindrucksvoll empfinde ich die Arbeiten von Friedrich Seidenstücker. Da verweisen doch alle auf den unglaublichen Humor des Magnum-Fotografen Elliott Erwitt, doch gab es da diesen Berliner Kautz, der bereits in den 1920er Jahren einen Spaß an den Tag legte, der bis heute nichts an Wirkung und Spritzigkeit verloren hat.

Schon am Titel des Buches – „Von Nilpferden und anderen Menschen“ – wird schnell klar, dass Seidenstücker frischen Wind in die damalige fotografische Szene brachte. Eine kleine Anekdote möchte ich gern erzählen, die zeigt, wie zeitlos Seidenstückers Bilder eigentlich sind:

Ich war mit meinem damals 9-Jährigen auf der Vernissage von Renate Grubers „Thank you, Darling“, die „Schätzchen“ aus der lange verkannten Sammlung ihres verstorbenen Mannes zeigte und zum Verkauf anbot.

Zwei offenbar gut betuchte, ältere Herrschaften sinnierten über ein Bild und mein Sohn, frech wie er ist, sagte: „Das ist was Besonderes – Berliner Zoo, Seidenstücker – nur anschauen, nicht anfassen!“ Deren Kinnladen sanken rasch und hörbar herunter.

Friedrich Seidenstücker, Von Nilpferden und anderen Menschen

Dass die Arbeiten Seidenstückers etwas Besonderes sind, wird schon im Vorwort des Buches deutlich betont. Ich fühle mich geneigt, Textpassagen eins zu eins zu übernehmen, da die Formulierungen der begleitenden Texte des Buches so schön präzise sind. Die Arbeiten Seidenstückers werden als „kollektives Gedächtnis“ bezeichnet, da er als Sonderling der damaligen Berichterstattung polarisierte, den Menschen eine offene Sicht der Dinge gewährte, ohne den nötigen Ernst zu verlieren.

Nicht zuletzt beeindruckt und inspiriert er mich dadurch, dass er sowohl den Drang verspürte, den Menschen einen nüchternen Eindruck über die Geschehnisse der Zeit zu vermitteln – seinen Trümmerfotografien oder den Streifzügen durch Berlin muss man Klarheit und Sachlichkeit bestätigen – als auch die spaßverliebten Bilder aus dem Berliner Zoo zu zeigen, deren Freude am Fotografieren als Virus auf einen selbst überzuspringen versucht.

Sogar die Aktfotografie Seidenstückers birgt eine gesunde Naivität, die mehr die freudige Prozedur des Schaffens beschreibt und deren Ergebnisse spontaner und erfrischender wirken als so viel Schund, den ich heutzutage ertragen muss.

Ich bewundere die Vielfältigkeit Seidenstückers, die sich grundlegend am Leben eines „normalen“ Menschen orientiert und die sich positiv abhebt von den Privilegien, die zeitgenössische (Presse-)Fotografen haben, die eine gute Basis oft schon rein des Jobs wegen in den Schoß gelegt bekommen.

Dies soll kein Angriff sein, ich möchte die Qualität ihrer Arbeiten daduch nicht schmälern wollen. Wen aber interessieren die Ereignisse der Nachbarschaft, wenn in Boston eine, nein, sogar mehrere Bomben hochgehen? Es ist eine ewige Diskussion, bei der Seidenstücker beweist, dass man nicht in die große weite Welt hinausziehen muss, um interessante Dinge zu entdecken.

Friedrich Seidenstücker, Von Nilpferden und anderen Menschen

Appollinaire hätte nie über Bennerscheid geschrieben, wenn es ihn nicht für ein Jahr in die Provinz nahe Bad Honnef gezogen hätte. ??Was mir bei Seidenstücker ebenfalls immer wieder besonders auffällt und nicht minder charakteristisch erscheint, ist seine präzise Bildgestaltung.

Als Art Director kam ich nicht umher, mich intensiv mit Gestaltungslehre, sprich Raumaufteilung und Gestaltungsrastern, zu beschäftigen. Ich bin mir nicht sicher, ob der Herr Seidenstücker ähnlich theoretisch unterwegs war, aber seine Bilder passen durch die Bank weg in die einst gelernten Formeln.

Ich bewundere dessen Genialität, die mir stets beweist, dass neben inhaltlichen Qualitäten auch ein intuitives Gespür für Formales und Ästhetik plausibel und vor allem nötig für gute Bilder ist.

Jetzt habe ich mich wieder verleiten lassen, eher die Neugier auf die Person zu lenken, denn das Buch zu beschreiben. Aber ich fühle mich gut dabei, denn das ist es, was mich stets treibt. Zum Einen das Interesse an den Geschehnissen meiner Umgebung – egal wo ich mich befinde oder wo ich hingeführt werde – zum Anderen das Interesse an der reichhaltigen Qualität des Gedankenguts einzelner Menschen.

Eigentlich ist es egal, ob sie oder er fotografiert oder schreibt oder malt, wichtig für mich ist stets der Umgang mit sich selbst, der Welt wie sie empfunden wird und das, was daraus gezeigt werden kann. Früher habe ich gemalt und gezeichnet, später habe ich es auf dem Computer erzeugt, heute sehe ich es als „ehrlicher“ an, zu fotografieren.

~

Elliott Erwitt, Dog Dogs*

Elliott Erwitt, Dog Dogs

Die Legende der Straße, Garry Winogrand, antwortete auf die Frage, ob er sich selbst einen Streetfotografen nenne, dass ihn diese Bezeichnungen völlig unberührt ließen. Man könne ihn bedenkenlos Tierfotograf nennen, denn schließlich fotografiere er auch Tiere. So wandere ich vom Tierfotografen Winogrand über den Tierfotografen Seidenstücker zum Tierfotografen Elliott Erwitt, den ich zuvor kurz erwähnt habe.

Elliott Erwitt zählt zu den einflussreichsten Fotografen der Geschichte. Als Mitglied und ehemaliger Präsident der wohl prestigereichsten Fotografen-Agentur Magnum hat er etliche einzigartige Zeugnisse von historischen Ereignissen und unvergessene Portraits von Stars gemacht.

Und wenn er auch noch so viele amerikanische Präsidenten abgelichtet hat, mag ich genau darauf nicht näher eingehen, denn mein Augenmerk liegt auf einer anderen Idee, einem anderen Werk, das er über mehr als fünf Jahrzehnte verfolgt hat: Hunde. Trotz der animalischen Hauptdarsteller ist es in meinen Augen ganz klar Street-Fotografie.

Street-Fotografie empfinde ich eben als vielgründige Chronik des alltäglichen Lebens. Erwitt fotografierte ja nicht anders als andere Fotografen Menschen in Alltag aufnehmen. Gut, er sprach von kleinen Tricks wie zum Beispiel einer Pfeife, die er nutzte, um die eine oder andere Reaktion zu provozieren, aber das stelle ich mir bei Menschen auch eher amüsant und nicht zielführend vor.

Der Hund ist ein seit etlichen Jahrtausenden in den meisten Kulturen unserer Erde geschätztes und vollwertiges Mitglied des menschlichen Alltags und es gibt reichlich Bildbände, in denen Hunde gezeigt werden, jedoch kenne ich nur den hier, der so sinnbildlich, menschlich und vor allem so umfangreich ist.

Das Buch nennt sich Dog Dogs* und ist im Verlag Phaidon erschienen. Es ist eigentlich „nur“ ein schlichtes Taschenbuch, die Aufmachung unspektakulär, die Fotografien stets randlos gedruckt und obendrein günstig zu ergattern.

Textlich ist nicht mehr zu finden als zwei kurze, doch interessante Statements und der Hinweis darauf, dass die Bilder elektronisch völlig unbearbeitet und unmanipuliert sind. Ich mag solch kleine Vermerke.

Erwitts ursprüngliche Idee für dieses Buch war, 1000 Hunde und eine Katze zu zeigen. Nun, es sind etwas weniger Hunde, dafür ein wenig mehr Katzen geworden, was aber letztendlich nicht relevant ist und den Spaß am Buch auch nicht mindert.

Wie Seidenstücker ist Erwitt ein Meister der formalen Bildgestaltung. Seine Bilder leben nicht nur durch inhaltliche Präsenzen, sondern auch durch die gekonnte Anordnung der Bildelemente, die schon dadurch einfache Situationen zu stets eigenen Szenen machen. Darüber hinaus genial empfinde ich die geschickte Verknüpfung mit inhaltlichen Details.

Erwitt ist ein intelligenter, humorvoller Mensch, dessen Witz in diesem Buch durch Kombination von menschlichen Emotionen und tierischem Verhalten Fotografien von unglaublicher Qualität hervorbringt.

Elliott Erwitt, Dog Dogs

Emotionen sind das, was ihm wichtig an der Darstellung der Hunde ist, sagt er. Er selbst hatte einen Hund, Teddy, eine fusselige, streunende Töle, aber überaus liebenswert und unglaublich faszinierend. Teddy legte eine menschlich anmutende Eigenständigkeit an den Tag, die Erwitt sehr faszinierte.

So besuchte Teddy auf eigene Faust regelmäßig die einiges entfernt wohnende Mutter Erwitts, durchquerte dabei zielsicher etliche Wohngebiete, überquerte Straßen und fand immer wieder mühelos zurück.

Sehr treffend und symptomatisch für das Buch finde ich seine Worte „Die Essenz dessen, was geschieht – das ist es, was von Bedeutung ist.“ Er schafft es auf diese Weise, auf über 500 Seiten den treuesten Begleiter des Menschen so zu potraitieren, zu dokumentiere, dass jegliche in Worte fassbare Form der Beziehung zum Hund in Bildern dargestellt ist.

Die Bilder, selbst inklusive der Abbildungen von Hunde-Statuen (ich habe das beim jungfräulichen Stöbern erst gar nicht richtig erkannt), geben einen weitreichenden Einblick in eine Welt, die einerseits sehr vertrauet, andererseits stets offen für neue Entdeckungen und ein Quell der Freude ist.

Elliott Erwitt, Dog Dogs

Einen weiteren, durchaus positiven Effekt hatte dieses Buch auf mich aber auch noch: Man fragt sich ja oft, wie manche Fotografen es schaffen, nur gute Bilder zu machen und man selbst bekommt nichts hin, was es nur annähernd so nah ans Feuer schafft.

Erstens ist es so, dass unsere „Götter“ uns nur eine Auswahl ihrer Arbeit zeigen und zweitens bin ich dankbar für dieses Buch, bei dem man aufgrund der hohen Anzahl der Bilder merken kann, dass auch ein Elliott Erwitt die gleiche Luft atmet wie wir.

Wie schon beschrieben, gewinnen manche Bilder erst an Qualität, wenn andere es ummanteln. Dies empfinde ich hier so. Bei dem einen oder anderen Bild aus dem Buch habe ich nämlich erleichtert aufgeatmet und festgestellt, dass ich meine eigenen Bilder nicht immer mit dem allgemeingültigen „Sensationsfaktormeter“ messen darf und das eine oder andere Bild unbemerkt ins Buch hätte mogeln können.

In dem Buch stecken eine Menge wahrlich sensationeller Aufnahmen, bei denen ich ungemein glücklich wäre, nur eines gleicher Güte zu schaffen, jedoch muss man sich vor Augen halten, dass dort auch über 50 Jahre Arbeit drin stecken. Die Gesamtsumme der Aufnahmen wird wahrscheinlich nie bekannt werden.

Demnach schenkt mir dieses Buch neben der Inspiration immer reichlich Mut, wenn ich mal eine Schaffenskrise habe und zeigt mir, dass Ausdauer ein nicht zu unterschätzender Faktor für gute Arbeit ist. Dieses Buch ist in meinen Augen ein Buffet an Inspiration, an dem man sich nicht sattessen kann.

~

Fred Herzog, Photographs*

Fred Herzog, Photographs

Bei den bislang genannten Büchern sieht man fast ausschließlich schwarzweiße Fotografien. Es mag viele Ansichten geben, warum schwarzweiß für Street-Fotografie eine besondere Bedeutung hat: Die Zeit bot es anfangs nicht wirklich anders, Künstler haben sich so lange von der Werbung, der kurzlebigen Berichterstattung oder der privaten Knipserei distanzieren wollen und bis heute ist die Magie der Schwarzweißfotografie nicht von der Hand zu weisen.

Das besondere Empfinden grafischer Komponenten und die Konzentration auf inhaltliche Aspekte sind dabei nur zwei Punkte, die bei vorhandener Farbe an Wirkung verlieren können. Ich persönlich mag den Mangel dieser Information, ein (Gestaltungs-)Element, das ich in meiner Fotografie derzeit nicht integriere.

Nun ist die Welt für die meisten Menschen jedoch nicht farblos und auch in der Street-Fotografie gibt es eine ganze Reihe Fotografen, deren Arbeiten gerade von der Farbe leben und deren Arbeiten mich nicht minder beeindrucken.

Ein Pionier der farbigen Street-Fotografie ist der in Bad Friedrichshall geborene kanadische Fotograf Fred Herzog. Anfang der 50er Jahre wanderte er nach Kanada aus und begann, bei Spaziergängen Vancouver zu fotografieren. Heimlich, still und leise machte er dort Aufnahmen, die das Leben der Stadt dokumentierten.

Er legte Wert darauf, nicht entdeckt zu werden, die Situationen durch seine Anwesenheit nicht zu verändern, so wie Roland Barthes in „Die helle Kammer“* beschreibt, dass es nicht möglich sei, ein unbeeinflusstes Bild einer Person zu machen, sobald diese realisiert, dass eine Kamera auf sie gerichtet ist und dadurch gleich ihr Verhalten ändert.

Fred Herzog, Photographs

So wie er fotografierte, so wirken auch die Aufnahmen Herzogs: Nüchtern, beiläufig fotografiert, den Blick auf scheinbar Nebensächliches, Banales gerichtet.

Herzog fotografierte in einer Zeit, in der die klassische Street-Fotografie ihren Höhepunkt gerade hinter sich hatte. Ästhetisches Empfinden und urbaner Wandel haben ihm, wie wenigen anderen, die sich an Farbe herantrauten, die Möglichkeit geboten, das Genre innovativ zu erweitern.

Erst Jahre später, gen der 70er, gab es eine kollektivere Bewegung und dann auch die Anerkennung der Farbfotografen mit Vertretern wie Sternfeld, Shore oder Meyerowitz.

Das Buch Photographs* von Fred Herzog ist im Rahmen einer Ausstellung Ende 2010, Anfang 2011 bei c/o Berlin entstanden und im Verlag Hatje Cantz erschienen.

Es zeigt die Arbeit Herzogs, seine neue Heimat durchdringend und am Puls zu entdecken. Zu Beginn steigt das Buch mit fünf Schwarzweiß-Aufnahmen ein und ich war, als ich es bekam, erst einmal schwer irritiert. Herzog war also kein militanter Gegner der Schwarzweißfotografie. Im Gegenteil: Er achtete sie sogar sehr, zeigte sich beeindruckt und inspiriert.

Nach einem Vorwort des Herausgebers und einem Essay, das mir phasenweise einen Hauch zu suggestiv geschrieben ist, taucht man aber direkt ein in die Straßen Vancouvers. Herzogs langjährige Dokumentation reicht dabei über viele Dinge der üblichen Street-Fotografie hinaus. Mir kommt jedes Betrachten des Buches vor, als liefe vor meinem geistigen Auge ein Film ab, als könne ich seine Streifzüge mitverfolgen.

Fred Herzog, Photographs

Ein Blick über die Dächer, ein Blick in ein Fenster, eine Seitenstraße, eine Kreuzung, der Friseur, Zeitungsjunge und so weiter. Man sieht einige Stellen der Stadt öfter, teils aus veränderten Blickwinkeln und man beginnt sofort zu suchen. Das Faszinierende daran ist die Fassbarkeit der Bildinhalte. Ich kann anhand seiner Bilder glauben, einen realen Eindruck seiner Zeit und seines Raumes gewonnen zu haben.

Ich tue mich aber schwer, das Buch und dessen Bilder detailierter zu beschreiben, weil eben diese Bilder eine unglaubliche visuelle Wirkung, eine Verschmelzung unserer jetzigen Wahrnehmung und der damaligen Zeit haben, die schwer in Worte zu fassen ist.

Ich bin kein Autor, ich bin nur ein Fotograf, der seine Gedanken mitteilt. An mir prallen viele vergleichbare Aufnahmen ab wie Wasser an modernen Fasern, weil mir dort, wie Herzog es schafft, die Authentizität der Szenerien, die mitschwingende Skurrilität oder die Grätsche, vermeintlich belanglose Details zu integrieren, einfach fehlen.

Schon auf dem Cover sah ich einen am Kinn blutenden Mann, eine Zigarette in einer verbundenen Hand haltend und seinen von Hämatomen gezeichneten anderen Arm nach etwas, vielleicht nach dem Bus, winken. Ein älteres Mütterchen, dahinter zwei zwielichtige Gestalten, die Szene aufgeräumt, wohl früh am morgen. Es erinnert mich an den Pfützenspringer von Henri Cartier-Bresson, dessen Ende der Geschichte ich auch gern gehört hätte.

~

Jedes der vier Bücher macht auf seine eigene Art neugierig, jedes der Bücher hat seinen Fotografen, der verantwortlich für diese Bilder ist. Interessant sind nicht immer nur die lautesten Bilder, interessant sind eben auch die Menschen hinter der Kamera, ihre Geschichte und deren Geschichten.

Ich kaufe mir nicht viele Bücher, weil sie es nicht wert sind, lange Zeit missachtet zu werden, weil man zu große Mengen von ihnen im Schrank stehen hat und den Milben trotzen lässt. Fotobücher haben sich zwar zu einem Sammelobjekt entwickelt, bieten jedoch meist viel, viel mehr als einen schönen Rücken oder einen monetären Wert. Viel Spaß beim Entdecken.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on Fantastische Bildbände zur Straßenfotografie, Teil 2

Posted in Equipment

 

29. Mai 2013

29 May

Ein Beitrag von: Khalid Aziz

Marco, 41 © Khalid Aziz


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on 29. Mai 2013

Posted in Equipment

 

Fotogenes Deutschland – Die Stauden

29 May

Ein Beitrag von: Stefan Hefele

Als Landschaftsfotograf darf ich die schönsten Orte unseres Planeten besuchen. Seit einigen Jahren fotografiere ich aber auch die Heimat gleich vor meiner Nase. Wenig spektakulär liegen die im Volksmund Stauden genannte Gegend in Bayern, im südlichen Teil des Naturparks Augsburg Westliche Wälder.

Die Hochebene präsentiert sich mit bewaldeten Hügeln, dazwischen Feldern, Wiesen und verstreuten idyllischen Dörfern. Bäche winden sich durch die sanft-hügelige Landschaft und formen hier und da versteckte Weiher. In den Stauden liegt die Schönheit in der Einfachheit der Dinge.

Mit dem starken Einfluss der unterschiedlichen Jahreszeiten unserer Breitengrade verändert sich der Anblick dieser Landschaft ständig. Im Frühling verwandeln sich Laub- und Mischwälder in grüne Oasen und Felder und Wiesen beginnen zu erwachen. Nur wenige Zeit später hält schon der Sommer Einzug und alles blüht und gedeiht in prachtvoller Fülle. Im Wind wehende Gerstenfelder verwandeln sich von grünen zu goldenen Teppichen und werden schließlich geerntet.

Die Farben werden wärmer, das Licht sanfter und morgens ziehen Nebelschwaden über die Landschaft. Es ist die Zeit, in der die Natur sich auf einen rauen Winter vorbereitet. Noch bricht die tiefer stehende Sonne durch das wunderbar gefärbte Dach der Wälder, doch schon bald sind auch die letzten Blätter gefallen und der Winter hüllt das Land in prachtvolles Weiß.

Ich fühle ich mich in den kühleren und dunkleren Jahreszeiten am wohlsten. Der Herbst bietet eine atemberaubende Farbpalette und strahlt feierliche Ruhe aus. Das Licht wird interessanter, die Landschaft noch wärmer. Ist schon im Sommer früh morgens an einem Weiher keine Menschenseele zu finden, fühlt man sich dort im Winter bei -15°C wie auf einem einsamen Planeten. Ein Szenario, das ich absolut liebe.

Auch der Frühling hat fotografisch eine Menge zu bieten und am Sommer mag ich vor allem den Spätsommer. Dann, wenn im August die Landwirte ihre Ernte einfahren und über staubige Pisten zu ihrem Gold gelangen. Nicht selten bieten dann aufziehende Wärmegewitter äußerst dramatische Lichtstimmungen.

Wer gern selbst einmal die Landschaft in den Stauden besuchen möchte – sei es um zu wandern, zu radeln oder einen urigen Biergarten unter einem schattigen Kastanienbaum aufzusuchen – der kann das Kloster Oberschönenfeld als Ausgangspunkt und Informationsquelle nutzen. Für Freunde der gepflegten Musik sei noch zu erwähnen, dass das Musikgenie Mozart seine Wurzeln in den Stauden hat.

Spaetsommergedicht- © Stefan Hefele

Illuminated - © Stefan Hefele

Heimatidylle am westlichen Staudenrand - © Stefan Hefele

Nebelpfad - © Stefan Hefele

Goldener Oktober - © Stefan Hefele

Winterlicht - © Stefan Hefele

Alljährlich erscheint von mir ein Kalender mit dem Titel „Meine Heimat“, der in 13 Bildern meine Liebe zur Landschaft widerspiegelt. Wer allerdings nicht so lange warten möchte, kann sofort weitere Fotografien auf meiner Webseite ansehen.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on Fotogenes Deutschland – Die Stauden

Posted in Equipment

 

Fury, Asilomar State Beach – Diving Into Digital Medium Format

29 May
Fury - PAsilomar State Beach, California

Fury – Asilomar State Beach, California

This weekend I went out with some new gear to test, namely the Hasselblad H5D medium format DSLR and Hasselblad 300mm f/4.5 lens via BorrowLenses.com. The location of choice was Asilomar State Beach. The H5D has roughly twice the resolution as my Canon 5D Mark II with a whopping 40 megapixels per image.  I had been curious to find out if Hasselblad’s reputation was hype or not. To cut to the chase I’ll tell you that the reputation is justified.  Focusing just on resolution for the sake of this post I’ll tell you that working with a 40 megapixel image is breathtaking especially when Hasselblad optics reveal so much sharp detail.

Fury - Asilomar State Beach, California

Fury – Asilomar State Beach, California

Above is the original image I took (7304 x 4578 pixels) before cropping it down to a ~2:1 ration (7304 x 3539 pixels). This particular composition I knew ahead of time I’d crop down into a panoramic format as much of the extreme background and foreground were uninteresting and unnecessary to include.

Fury - Asilomar State Beach, California - Detail

Fury – Asilomar State Beach, California – Detail

Above is a tighter crop into the image to highlight the sharpness Hasselblad lenses provide.  This particular image was cropped down to 2604 x 1953 pixels and below is a 1 to 1 crop of the original image.

Fury – Asilomar State Beach, California - Hasselblad H5D 1-to-1 crop

Fury – Asilomar State Beach, California – Hasselblad H5D 1-to-1 crop

In case you were curious this was the setup for the previous test shots. Expect a few more photos and thoughts on my experience with Hasselblad in the near future.

Hasselblad H5D and 300mm f/4.5 Auto Focus HC Lens

Hasselblad H5D and 300mm f/4.5 Auto Focus HC Lens

Photo Details:
ISO 100, f/13, 1/350 sec, 300mm on a H5D-40

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

Fury, Asilomar State Beach – Diving Into Digital Medium Format

The post Fury, Asilomar State Beach – Diving Into Digital Medium Format appeared first on JMG-Galleries – Landscape, Nature & Travel Photography.


JMG-Galleries – Landscape, Nature & Travel Photography

 
Comments Off on Fury, Asilomar State Beach – Diving Into Digital Medium Format

Posted in Equipment

 

Das ultimative Foto

29 May

Wer sich noch in den Anfängen des Fotografierens befindet und voller Elan bei der Sache ist, freut sich natürlich über positives Feedback. Über Kritik kann man sich auch freuen, aber nur mit zusammengekniffenen Arschbacken und viel Idealismus. Doch es kann passieren, dass Mann oder Frau zum Spielball der Kritiker wird. Dem möchte ich heute etwas entgegensetzen.

Leser, die hier auf kwerfeldein aufmerksam mitlesen, werden es schon längst bemerkt haben: Es gibt eigentlich fast keinen einzigen Artikel, bei dem nicht irgendein Leser über irgendein Foto – oder gar den ganzen Stil der Bilder – Unmut äußert.

Hier ein paar Auszüge:

ich weiss nicht – die bilder sind alle sehr dekorativ. aber für mich haben solche montagen auch immer etwas kitschiges.

Mir fehlen raffinierte Schnitte, oder mal eine schöne Formen Zusammenstellung/Muster. Wie gesagt bei den großen Blättern ist schon ein Anfang zu sehen.

Dennoch kann ich den Bilder nicht viel abgewinnen. Die technische Umsetzung gefällt mir nicht, die inhaltliche schon eher (aber mir fehlt das gewisse “Etwas”).

Ich kann mich anderen Kommentaren anschließen: diesen Stil mag man oder auch nicht. Immerhin deckt die Fotografie ein weites Spektrum ab. Die Strukturen bzw. die Darstellung wirkt mir zu gerade, zu linear und leblos.

Leider kann ich weder mit den hier gezeigten Fotos noch mit der angewandten Technik was anfangen. (…) Des Weiteren bin ich immer wieder darüber erstaunt, welche Fotos als toll, stark, grandios, Kunst usw… bezeichnet werden, lediglich aufgrund der eingesetzten Technik.

Das gefühlt 1000ste Holi-Foto von Hinten in den vergangenen Wochen und dann auch noch das Schulterblickhandyklischee…

Mir fehlt dazu – für Doppelbelichtungen – einfach die Phantasie! Ich schaue es mir aber gerne an…

Hat halt, in meinen Augen, leider nichts mit Fotografie zu tun.

Das ist mal wieder nicht meine Welt. Ich brauche immer etwas Greifbares…

Fotografische Selbstbefriedigung mit super gut gemachten Fotos finde ich mehr als überflüssig.

(…) Zudem haben die Bilder weder eine Handschrift – sie sind beinahe beliebig, noch einen einheitlichen Stil.

Von den Bildern her hätte man sicherlich mehr daraus machen können. Aber ob man das muss, ist eine andere Sache.

Beim Lesen der – bewusst aus dem Kontext gerissenen – Kritiken scheinen diese austauschbar und irgendwie… nichtssagend. Die meisten nichtspezifischen könnte ich, wenn ich wollte, unter jeden Artikel setzen, ohne dass dies auffallen würde. Das hängt natürlich damit zusammen, dass Kritiken immer persönlichen Eindrücken unterliegen.

Und damit sind wir schon beim nächsten Punkt: Kritiken wirken oft stärker als reines Lob. Wer einmal aufmerksam Kommentarstränge in solchen Blogs verfolgt, in denen Kommentare mit dem Daumen nach oben gevotet werden können, wird sehen, dass meist diejenigen ganz oben sind, die irgendetwas bemängeln. Dabei haben die Kommentatoren häufig nicht ganz unrecht.

Jedoch ist dieser Vorgang auch auf Blogs – wie diesem Magazin – zu erkennen. Spätestens nach dem achten oder neunten „Super!“-Kommentar findet irgendein Fuchs etwas, was ihm oder ihr nicht passt. Dieser Kommentar wiederum bekommt dann viel Zuspuch und sei es nur mit einem billigen „+1“ oder „Du sprichst mir aus der Seeeeeele!“.

Dabei wirken Kritiken oft nur besonders reflektiert, schlau oder größer als andere, weil sie einfach dagegen und somit die Punks unter den Kirchenchorknaben auf der Fußgängerzone der Blogkommentare sind. Jedoch: Nur, weil ein Kommentar kritisch ist, ist er nicht automatisch mehr wert als ein nicht-kritisierender. Auch, wenn das auf den ersten Blick so wirkt.

Des Weiteren sei zu bedenken, dass eine Kritik nicht automatisch „im Recht“ ist, nur weil sie eine Kritik ist. Sie ist im Gegenzug auch nicht automatisch falsch. Sie ist, genauso wie ein Lob, Ausdruck persönlicher Eindrücke. Nicht mehr und auch nicht weniger.

~

In jungen (Foto-)Jahren kann es passieren, dass gerade Kritiken besonders weh tun, gerade weil die Identifikation mit den eigenen Werken enorm hoch ist und niemand sich anhören will, dass die Fotos „eigentlich für die Tonne“ sind. Verständlich.

Und so kann eine weitere Folge sein, dass man nur noch Fotos machen will, an denen es nichts mehr zu bemäkeln gibt. Fotos, die durch und durch so perfekt sind, dass es dabei allen die Sprache verschlägt und auch der kleinlichste Troll nichts anderes als „WAHNSINN“ herausposaunen muss oder es zumindest nichts mehr zu kritisieren gibt.

Jedoch gibt es diese Bilder nicht. Es wird immer jemanden geben, der irgendetwas an unseren Fotos beliebig, kitschig oder trivial findet. Immer. Das ultimative Foto gibt es nicht.

Jedoch möchte ich Kritiker an sich gar nicht per se ins schlechte Licht stellen. Oft liegen sie mit ihren Worten genau richtig. Nur, was ist die Folge davon?

Ein Beispiel: Ich zeige ein paar Blumenfotos. Stellt sie Euch einfach vor. Kritiker A sagt, sie wären ihm zu bunt und das Bokeh könnte auch cremiger sein. Bei längerem Nachdenken darüber merke ich: Hm, stimmt. Kritiker B sagt, dass die Bildkompositionen in sich nicht einheitlich sind. Ich schaue mir die Fotos an und, ja, stimmt auch. Kritiker C findet, dass bei drei der sieben Fotos nicht die gleiche Ästhetik zu spüren sei. Ich überprüfe das und, och, mjoa, mag auch korrekt sein.

Nur: Bin ich verpflichtet, nur weil alle „recht“ haben, ihnen dieses einzuräumen? Muss ich jetzt meinen Stil der Kritik anpassen? Ich sage: Bullshit.

Denn die Gefahr an der Kritik liegt darin, dass sie überbewertet wird. Denn eins ist sicher: Dann, wenn ich mir alle Kritik zu Herzen genommen und die Blumenfotos noch einmal gemacht habe, finden sich wieder irgendwelche Leute ein, denen „das gewisse Etwas“ fehlt. Ah! War es vielleicht das, was sie bei der ersten Version sahen?

Wirsteverrückt.

Und deshalb möchte ich heute all diejenigen ermutigen, die sich manchmal vor lauter Kritik erschlagen fühlen und manchmal gar nicht mehr wissen, auf wen oder was sie hören sollen. Hört auf Euer Herz und folgt ihm. Scheißegal, was die Leute rumkritteln. Denn das ultimative Foto gibt’s nicht.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on Das ultimative Foto

Posted in Equipment

 

Three Tricks for Faking Depth of Field in Your Photos

29 May

Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

There was a time when you’d want to stare at a photo for hours but couldn’t quite put your finger on why.

Then you taught yourself a little bit about photography and realized it was a photo’s dreamy depth of field that reeled you in — razor sharp details with a background that slowly fades to a wonderfully creamy blur.

To get really fantastic depth of field, photographers invest in pricey lenses. The good news is there are ways to create the illusion of depth of field without forking over the moola.

We’ll show you three totally accessible tools that’ll help you get a similar effect and will be fun to experiment with, too!

How to Fake Depth of Field

p.s. WE ARE HIRING A WEB DEVELOPER. If you love photography and San Francisco and codes, APPLY HERE.

p.p.s. WE ARE ALSO HIRING AN EVANGELIST/BIZ DEV HERO. Creative deal-maker types, APPLY HERE.

Why It’s Cool

When you look at a picture, your brain does all kinds of neat things to figure out what’s going on, and it just about does it all in a single instant.

Well, we just happen to speak brain! It turns out there are a bunch of cool tricks that can really please your viewer’s eye without them knowing you didn’t use a fancy lens.

We are going to show you three simple creative cheats to control the viewer’s perception of depth of field in your photos. That means you’ll be able to create the illusion that parts of your photo are out of focus while your main subject is crisp and clear.

The Ingredients List!

  • A camera
  • A glass window
  • Or a translucent glass window (or steamed up glass)
  • Or a foggy day

The Fog Method

beforeFog can be a bummer when you’re wishing for sunny weather, but here’s one way to embrace it: use its diffusing super powers to your advantage when you’re out shooting.

When it’s foggy out, objects near you appear clear and things further away are, well, foggy.? That’s the simple principle you’re working with.

Wide open spaces such as lakes or the coast work really well for playing with this concept as mist tends to be heavier over water.

Experimentation is the key, so do try setting your point of focus and exposure at a few different places in the picture to see what effects you get.

TIP: If you find a subject you really like, it can be worth waiting or coming back as the density of fog or mist can change over the course of a few minutes.

Diffuse Details with Glass

beforeGlass is a super accessible tool to get your subject to pop. All you need to do is sit your person just behind the glass.

There are two ways glass works to make your subject stand out.

The first is that anything reflected in the glass is by default slightly diffused. Juxtaposed, your person, who we’ll assume is in focus, looks extra sharp. Simple!

The second is your setting. If the interior that sits behind the glass is dark (which it normally is since it sits farther away from the sunlight that streams in), then your subject will pop for that simple reason.

You’ll create a perceived depth of field by having your subject well-lit and in focus against a dark backdrop and out-of-focus reflections.

TIP: Car windows work really well. The trick with a car is to setup the shot and then to try covering any widows which are letting light fall onto anything but the subject. You’ll be amazed at the effect of simply hanging a jacket to cover the light of an opposite-facing car window.

Translucent Glass for Mega Blur

beforeThe third method is placing your subject behind translucent glass. You might be able to find translucent glass in a store front, a shower door, or create your own by fogging up clear glass with steam.

The way this method works is a little more obvious — translucent glass obscures details as they get further away from it.

?You’ll notice that the hands are in focus, but the body which is only slightly further back starts to get dramatically blurry.

?In this picture, we placed a bedside table lamp in the shower (to the right of the models feet, pointing upwards) to add drama and illuminate her shape. The light from behind the model was from an open window.

Taking It Further

  • Turn a foggy picture upside down to give it an extra ethereal look (like we did above!).
  • Using the third method, Anastasia Mastrakouli made this beautiful alphabet out of photos of nude silhouettes.
  • Another method of getting faking depth of field is the Brenizer Method! Check out our guide.

Related posts:

  1. Get Greater Depth of Field with the Brenizer Method Extra photos for bloggers: 1, 2, 3~Have a cool photo…
  2. Get Sharp Photos with These Easy Tricks Extra photos for bloggers: 1, 2, 3 Getting a once-in-a-lifetime…
  3. 3 Tricks to Turn a Spring Clamp Into Your Best Photo Accessory ~Have a cool photo product or site? Reach 270,000 photo…


Photojojo

 
Comments Off on Three Tricks for Faking Depth of Field in Your Photos

Posted in Equipment