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Archive for the ‘Equipment’ Category

9. Juni 2013

09 Jun

Ein Beitrag von: Stefanie Wenzel

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kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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browserFruits Juni #2

09 Jun

Habt Ihr schon unsere neue Serie Augenschmaus entdeckt? Jeden Freitag zeigen wir Euch hier leckeres Essen zusammen mit dem Rezept zum Nachkochen und einem kleinen Einblick, wie die Bilder entstanden sind. Wenn Ihr auch die Foodfotografie für Euch entdeckt habt und noch dazu gut kochen könnt, dann freuen wir uns über einen Beitrag von Euch. Wie das geht, erfahrt Ihr hier.

 

Fotospecial: Portraits und wilde Tiere

Flickr

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Deutschsprachig

• Sebastian Magnani hat seine Underdogs-Serie, die wir auch schon vorgestellt haben, fortgesetzt. Seht selbst.

• Ab und zu erreichen uns E-Mails mit der Frage, ob wir nicht dies und das vorstellen könnten. Klar, wenn wir es gut finden und Potenzial erkennen, wie bei Enecco, einer neuen Plattform für Sportfotografen.

• Sehr gute neue Portraits von Kajetan Kandler haben wir drüben bei Blickfang entdeckt.

• Die Chicago Sun-Times hat alle ihre bisher festangestellten Fotografen entlassen.

• Anlässlich seiner Ausstellung in Bochum inteviewt der Deutschlandfunk den niederländischen Fotografen Anton Corbijn. Das Interview gibt es zum Nachlesen oder zum Nachhören.

 

International

• Die 17-jährige Jessica Trinh portraitiert ihren Hund auf ganz unterschiedliche Weisen.

• Ein unglaubliches Foto aus Mexiko. „Little boxes on the hillside, little boxes made of ticky-tacky, little boxes, little boxes, little boxes…“

• Das ist Kunst auf Tellern: Großartige Food-Bilder.

• Nochmal Foodfotos: Zusammen mit Portraits von Großmüttern in ihren Küchen rund um die Welt hat der italienische Fotograf Gabriele Galimberti eine wunderbare Serie mit dem Titel „Delicatessen With Love“ geschaffen.

• Bilder der Hochwasserkatastrophe in Europa.

• Zukunftsmusik: The Wired verkündet mit breiter Brust das Ende der DSLRs. Und Digital Trends stellt sich der Frage, ob es bald „Professionelle Instagrammer“ geben wird.

• Auch die Queen hat mal ein Fotoshooting. Ein kleiner Blick hinter die Kulissen.

• Drei Tipps, wie man in Portraits den Charakter und die Energie der Personen reflektieren kann.

• Ein Foto aus Australien findet sich in Istanbul als Streetart wieder.

 

Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

tipps

• Herausgeber Martin Gommel ist angetan von diesem italienischen Bildband* mit Fotos des Schweizer Fotografen René Burri, der unter anderem wichtige Persönlichkeiten seiner Zeit wie Che Guevara, Picasso und andere gekonnt fotografierte.

• „Randgänge der Photographie“* von Bernd Stiegler ist ein etwas anderes Buch zur Fotogeschichte, in dessen Mittelpunkt nicht die allseits bekannten Klassiker stehen, aber gleichwohl wichtige Fragen.

 

Videos

Photoshop-Künstler Erik Johansson (unser Interview) shopt live und amüsiert damit überraschte und irritierte Wartende an einer Bushaltestelle.

 

Wozu die ganzen seltsamen Modi der Kamera sind? Hier erfahrt Ihr die ganze (lustige) Wahrheit.

 

Foodbilder: Diese Hot Dogs sehen so unglaublich lecker aus. Welcher wäre Euer Favourit?

 

Ausstellungen

Fünf Jahre Photo Edition Berlin – Gruppenausstellung
Zeit: 01. Juni – 29. Juni 2013
Ort: photo edition berlin, Ystaderstr. 14a, 10437 Berlin
Link

Yuichi Hibi – Salt of the Earth
Zeit: 30. Mai – Ende Juli 2013
Ort: Only Photography, Niebuhrstr. 78, 10629 Berlin
Link

Zum 50sten Geburtstag von Markus Schirmer, fotografiert von Christian Jungwirth
Zeit: 11. Juni – 6. Juli 2013
Ort: Atelier Jungwirth, Opernring 12, Graz
Link

antonius, jörg rubbert – “new york city limits”
Zeit: 8. Juni – 7. Juli 2013
Ort: aff Galerie, Berlin
Link

R(h)einFormate – „Große Gefühle“
Zeit: 30. Juni – 28. Juli 2013
Ort: Galerie Kunsthaus Rheinlicht, Remagen
Link

René Burri – Doppelleben
Zeit: 05. Juni – 13. Oktober 2013
Ort: Museum für Gestaltung Zürich
Link

Andy Spyra – Exodus
Zeit: 6. Juni – 16. August 2013
Ort: FREELENS Galerie, Steinhöft 5, 20459 Hamburg
Link

CAMERA WORK rocks
Zeit: 8. Juni – 17. August 2013
Ort: CAMERA WORK, Berlin
Link

Franz Wanner – Gift – Gegengift. Krankheitsbilder einer Stadt.
Zeit: 14. Juni – 18. August 2013
Ort: Museum für Photographie, Torhäuser, Helmstedter Straße 1, Braunschweig
Link

Mehr aktuelle Ausstellungen

 

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, bekommen wir eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Ergebnisse der Leseraktion: Bearbeitungsexperimente

08 Jun

Vor zwei Wochen hatten wir Euch zwei Fotos zur Verfügung gestellt, an denen Ihr Euch kreativ austoben durftet und solltet. Eure Bildbearbeitungskünste waren gefragt! Heute zeigen wir Euch, was dabei herausgekommen ist.

Wir waren wieder einmal erstaunt, wie viele tolle Einsendungen dabei waren und auf welche Ideen Ihr gekommen seid. Es bestand ja doch die Gefahr, dass viele bei einem Bild in die selbe Richtung gehen, aber Ihr habt uns das Gegenteil bewiesen. Außerdem war es sehr spannend zu lesen, wie jeder einzelne an die Bearbeitung herangegangen ist. Da kann man auch gleich noch etwas voneinander lernen!

Wir konnten natürlich nur die Beiträge berücksichtigen, die ausschließlich nachgewiesen freigegebenes Fremdmaterial verwendet haben, aber bei den meisten hat das ja gut geklappt.

Zum Vergleich hier noch einmal die beiden Ausgangsbilder:

© Aileen Wessely © Normen Gadiel

 

Nun aber endlich zu Euren Kunstwerken!

 

© Torsten Geiger

Torsten schrieb:

Wow, eine tolle Idee! Auch wenn ich durchaus ein Anfänger bin, wollte ich mir das nicht entgehen lassen. Ich hoffe, dass die Idee hinter dem Bild heraus kommt. Ich wollte aus dem freien Feld eine kleine Zukunftsvision machen. Da immer mehr freie Landschaft der Betonwüste zum Opfer fällt, könnte dies ja auch dem Feld geschehen.

Quellen: Schwebebahn, Straßenzug

 

Alienforschung © Christoph Trabert

Christoph schrieb:

Wenn man von mir verlangt, dass ich ein Bild stärker bearbeite als sonst, dann nehme ich das wörtlich.

Das Landschaftsbild erinnerte mich sofort an ein total altes Foto, dass ich 2005 oder ’06 in Köln auf einem Festival gemacht habe.
Man sieht darauf Strommasten im Sonnenuntergang und weit entfernt ein Flugzeug, so schlecht erkennbar und an beiden Flügelenden leuchtend, dass man es für ein Ufo halten könnte.
Ich stehe auf Science Fiction, also wurde es heute eine Entführung mit Forschungszweck.

Zur Bearbeitung:

Erstmal habe ich die beiden Ausgangsbilder durch Lightroom gejagt.
Kontraste raus, bei der Landschaft die Belichtung runter, damit war ich auch schon durch.
Dann Photoshop auf, mit Gradationskurven eine nächtliche Stimmung erzeugt, das Bild etwas beschnitten (die hellen Wolken oben haben mich genervt), den Typen schonmal freigestellt und eingefügt.
Dann habe ich erstmal ein neues Dokument erstellt um das Ufo zu malen.
Ein paar graue Flächen mit Verläufen und kleinen Effekten durch Ebenenstile, mehr ist das auch nicht.
Zurück in’s Hauptbild, Ufo einfügen, Lichtstrahl drunter, Lichter an’s Ufo malen…
Das arme Entführungsopfer einen Schatten werfen lassen, via dodge & burn ‘ne homogene Lichtstimmung auf ihm erzeugen und natürlich den Lichtkegel am Boden nicht vergessen.
Dann noch Nebel malen, den Hintergrund etwas entschärfen, alles entsättigen und eine 5%ige Farbebene über alles legen.
Ähm, was habe ich noch vergessen? Achja, heutzutage geht ja nichts mehr ohne Lensflares. Hab’ dabei sehr schnell aufgegeben, weil die 2GB Arbeitsspeicher in meinem Rechner mir nicht erlaubt haben das etwas schöner zu machen – egal.
Zum Schluss habe ich eine Kornebene über alles gelegt, so fügen sich einzelne Elemente viel besser zusammen und wirken nicht so eingesetzt.
Joa… zwischen den einzelnen Schritten immer wieder mal an Details gefeilt wie dem Licht am Ufo, der Unschärfe des Beamopfers etc.

 

Revenge © Manuela unterbuchner

Manuela schrieb:

Das ist die perfekte Aktion für das miese Wetter gerade!
Als ich das Ausgangsfoto sah, wusste ich sofort, was ich damit machen wollte. Der dramatische Himmel und die Symmetrie sollten für eine düstere Stimmung sorgen, in deren Mittelpunkt eine Person steht, getrieben von Rache und Wut.
Alle Bearbeitungen erfolgten in Photoshop, die Schwarzweißkonvertierung der Einfachheit halber mit dem Silver Efex Plugin. Den Großteil der Stimmung machen eine alte Backpapiertextur im Modus Differenz sowie eine Verlaufsumsetzung mit den Farben orange und blau im Modus Weiches Licht aus. Die Weichzeichner (Iris und radial) sorgen für Dramatik und lenken den Fokus aus das Mädchen. Stockfotos sind von der lieben faestock (Frau) und Selunia (Vögel).

 

© Katja Buehler

Katja schrieb:

so sieht das aus, wenn ich tanzen geh…

 

© franziska

Franziska schrieb:

Die Entscheidung für ein Bild fiel mir auch recht leicht und ich wusste auch sofort was ich machen wollte. Ich war letztens zum Sonnenuntergang im Rapsfeld und habe eins dieser Bilder genommen und den Schwimmbadmann dort eingefügt und farblich angepasst. Ein, zwei zusätzliche Farbverläufe darüber gelegt und fertig ist das Bild. Ich für meinen Teil bin zu frieden damit.

 

© Mr. Kendrix

Mr. Kendrix schrieb:

Als ich das Bild „Mann im Trockendeck“ sah, hatte ich sofort ein Titel parat: „Per Anhalter durch die Galaxis … wartet, ich hab mein Handtuch vergessen!“
Für die Umsetzung nahm ich zuerst Korrekturen in Camera Raw vor und trimmte alles auf HDRI-Look, um Bild etwas Dramatik zu verleihen. Weiter ging es im Photoshop. Paar Pinselstriche für`s Lichtkegel und eine Einstellebene für Tonwertkorrektur und Dynamik, kam Bonbonfarbendes und “etwas” nach Photoshop stinkendes dabei raus.

 

Berlin © Michel Picard

Michel schrieb:

Meine Herangehensweise bei all meiner Kunst ist sehr intuitiv und spielerisch und genauso ist das Bild auch entstanden.
Ich mache oft Collagen aus meinen eigenen Bildern, mal manuell (dazu fehlten mir jetzt aber Zeit und Drucker) oder, wie in diesem Fall, digital.
Ich habe das Original mit zwei meiner eigenen analog entstandenen Fotografien unterlegt, mit den Ebenen und Kontrasten jongliert und dabei festgestellt, dass es mich an das wackelige Leben in Berlin erinnert. Benutzt hab ich übrigens meinen guten, alten cs2.

 

Diese Auswahl der Redaktion ist wie immer rein subjektiv. Einfach, welche Bilder uns persönlich am besten gefallen haben. Ihr könnt Euch gern noch einmal alle Beiträge anschauen und uns Eure Favoriten verraten.


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Augenschmaus: Birnen-Tarte

07 Jun

Backen ist aufwändig und Fotos davon machen umso mehr. Aber ich lerne dabei eine Menge, auch über die Fotografie und über die Langsamkeit. Denn das Anrichten der Zutaten und das gleichzeitige Verwerten jener verlangt Konzentration.

Unsere Küche ist Treffpunkt für unsere Freunde. In den letzten Jahren habe ich das sehr zu schätzen gelernt. Und weil ich lieber backe als koche, probiere ich vieles aus. Eines meiner Lieblingsfrüchte sind Birnen. Und das Einfachste, was man mit Birnen machen kann, ist eine Tarte.

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Portionen: eine Tarteform mit einem Durchmesser von 28cm, reicht für eine Familie und Freunde
Zubereitungszeit: 60 Minuten (oder 75, wenn man sich nebenbei mit dem Freund unterhält)

Zutaten

Für den Mürbeteig:
250 g Dinkelmehl
eine Handvoll gemahlene Mandeln
100 g Rohrzucker
125 g Pflanzenmargarine (Alsan)
ein bisschen Wasser
eine Prise Salz

Für die Füllung:
2 – 3 Birnen
1 Orange
1 Zitrone
ein kleines Stück Ingwer
2 Kardamomkapseln
4 EL Rohrzucker
500 g Sojajoghurt Vanille
40 g Vanillepuddingpulver
1 Pk. Vanillezucker

Für das Topping:
100 g Schokolade
eine Handvoll Nüsse
3 – 4 EL Rohrzucker

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Zubereitung

Für den Mürbeteig mischt Ihr das Mehl, den Zucker, die Mandeln, eine Prise Salz und die Margarine kräftig mit dem Knethaken durch, bis alles schön krümmelig ist. Ich schütte danach immer noch ein wenig Wasser dazu und vermenge den Teig noch einmal. Danach stürze ich den Teig auf Frischhaltefolie, wickle ihn darin ein und lasse ihn für eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen.

Wahrenddessen kümmert Euch um die Birnen: Schälen, entkernen und in Längsstreifen schneiden. In eine Mischung aus Orangensaft, Zitronensaft, zerstückeltem Ingwer, Kardamom und Rohrzucker legen. Wenn die Birnen noch zu fest sind, dann stellt die Mischung mit den Birnen für 5 Minuten auf den Herd und lasst es aufkochen. Danach noch etwas darin liegen lassen.

Für die Fülling rührt Ihr den Vanillejoghurt mit dem Vanillepuddingpulver und dem Vanillezucker zu einer cremigen Masse. Ich habe im Kühlschrank dann noch Marzipan von der letzten Backorgie gefunden und mit hineingerieben. Muss aber nicht.

Den Teig könnt Ihr nun aus dem Kühlschrank holen und in die Tarteform drücken. Die Form natürlich vorher mit Margarine einfetten. Den Teig an den Seiten andrücken und mit einer Gabel einstechen.

Nun verteilt die Füllung auf dem Boden. Legt die Birnenstückchen darauf, wie es Euch beliebt. Bestreut am Ende alles noch mit einer Handvoll Vanillezucker und ab in den vorgeheizten Backofen damit. Bei 160°C 35 Minuten backen.

Noch schnell das Topping: Rohrzucker und Nüsse in einer Pfanne karamellisieren und auf der ausgekühlten Tarte verteilen. Schokolade im Wasserbad erhitzen und anschließend mit einer Gabel über der Tarte verteilen. Fertig!

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Fotorezept: Zum Glück war schönes Wetter und ich brauchte keinerlei Fremdlicht außer der Sonne von oben links. Auf meinem alten Gartentisch auf der Loggia sah alles sowieso von allein schon so schön aus, dass ich kaum noch etwas daran machen musste. Schönes Geschirr vom Lieblingstöpfer, ein paar Blumen vom letzten Blumenstrauß, ein bisschen arrangieren und fertig.

~

Du hast auch ein leckeres Rezept und die passenden Food-Fotos dazu, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen? Dann werde einfach selbst Teil von „Augenschmaus“!


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Jagdszenen in der Stadt

07 Jun

Ich gehe generell gern nah ran in meiner Fotografie. Ich will das Motiv beinahe riechen können, das Gefühl bekommen, mit ihm zu interagieren. In der Straßenfotografie trifft dies auf besondere Weise zu und es wirkt sich in kaum einem Bereich so stark auf meine Arbeitsweise aus.

Mit einem Teleobjektiv ist das Erlebnis Straßenfotografie nicht dasselbe, es macht unflexibel und verführt Dich dazu, an einer bestimmten Stelle herumzulungern, abzuwarten und dann nur auf den Knopf zu drücken. Du wirst dann mehr Voyeur als Fotograf. Für mich müssen es immer 50 oder 85 mm sein.

Meine ersten Versuche in dem Genre waren naturgemäß grottenschlecht: Personengruppen in der Fußgängerzone aus der Hüfte geknipst, kein tieferer Sinn erkennbar, bei jedem einzelnen Auslösegeräusch schoss mir die Angst vor der Enttarnung durch den Kopf. Die Sorge, dass jemand bemerkt, dass ich heimlich Leute fotografiere und mich in aller Öffentlichkeit lautstark zur Rede stellt. „Unerhört, junger Mann!“

Aber gleichzeitig entdeckte ich schon ganz am Anfang auch den unheimlichen Reiz darin, einfach vor die Tür zu gehen und nie zu wissen, wer mir an diesem Tag vor die Linse laufen würde.

Hamburg6 © Sebastian-Baumer

Meine Straßenfotos sind in erster Linie Portraits. Sicher bilde ich auch Leute in Situationen ab – hastige Radfahrer, Straßenmusiker bei der Arbeit, Kellner beim Rauchen in der Mittagspause, Touristen am Currywurststand und städtische Arbeiter in ihrem Job – und ich verstehe auch sehr gut die Faszination, die darin liegt, die Geschäftigkeit in der urbanen Umgebung festzuhalten, aber mir geht es wohl eher um die Menschen an sich.

Es war eine sehr frühe konzeptionelle Entscheidung, die Personen als körperliche Erscheinungen in den Fokus zu rücken. Wer sieht irgendwie interessant aus? Wessen Gesicht erzählt eine Geschichte?

Ich habe irgendwann bemerkt, dass ich (ganz unbewusst) viel öfter ältere Menschen als junge fotografiere. Es liegt wohl daran, dass sie viel unterschiedlicher wirken. Sie haben sich selbst schon gefunden und müssen ihre Invidualität nicht dadurch demonstrieren, dass sie alle dieselbe Kleidung und die gleichen Frisuren wie ihre Altersgenossen tragen.

Berlin © Sebastian Baumer

Izwischen habe ich gelernt, dass man erstens kein gutes Straßenfoto macht, wenn man Angst vor seinem Motiv hat und dass man zweitens ein sehr guter Beobachter mit schnellen Reflexen werden muss. Die Straßenfotografie hilft mir wie kein anderes Genre dabei, meine generellen Fähigkeiten als Fotograf zu schulen.

Ich muss mir in wenigen Sekunden bewusst Leute aus der Menge auswählen, die ich gerade sehe, mich richtig positionieren, beobachten, wo die Zielperson hinläuft, die mich interessiert, eine funktionierende Perspektive wählen, das Bild so schnell wie möglich mit den zur Verfügung stehenden Mitteln komponieren, im richtigen Moment die Kamera unauffällig in die richtige Richtung halten und in einem Zeitraum von weniger als einem Wimpernschlag fokussieren und abdrücken.

Es sind Jagdszenen.

Ich habe fast immer nur exakt einen Versuch, das einzufangen, was ich einfangen will und genau darin liegt für mich der große Reiz der Straßenfotografie. Hohe Konzentration und Präzision sind dafür erforderlich:

Du bewegst Dich, Dein Motiv bewegt sich, der Hintergrund verändert sich und Du willst auch noch möglichst subtil dabei vorgehen. In keinem Bereich produziere ich prozentual so viel Ausschuss, aber kein Bereich trainiert mich als Fotograf so gut.

Hamburg © Sebastian Baumer

Die Angst vor der Enttarnung und der dann vermeintlich folgenden Wut der Abgebildeten hat sich derweilen als völlig unbegründet erwiesen. Inzwischen ist sie sogar eher von der Angst verdrängt worden, das Motiv nicht zu erwischen oder das Bild zu versauen, weil die Person plötzlich merkt, dass Du sie fotografierst, denn dann ist der Zauber des Genres kaputt.

In aller Regel nehmen die Menschen zwar wahr, dass da jemand mit einer Kamera am Werk ist, aber sie kommen nur ganz selten auf die Idee, dass Du wirklich sie fotografierst. Dabei ist es fast egal, wie nah Du rangehst, sie glauben immer, Du fotografierst etwas, das hinter ihnen ist.

Amsterdam9 © Sebastian Baumer

Als ich vor etwa vier Monaten das erste Mal von einem meiner Motive angesprochen wurde, dachte ich: „Jetzt ist es endlich mal so weit und es gibt Ärger.“ Es war ein großer, stiernackiger Typ und er sagte zu mir: „Sorry, dass ich Dir gerade ins Bild gelaufen bin. Mit was für einer Kamera fotografierst Du denn da?“

Ich lächelte ihn an und beantwortete seine Frage. Wir kamen ins Gespräch und ich erzählte am Ende sogar, dass ich in Wahrheit versucht hatte, ihn abzulichten. Leider ging das Bild schief und ein nachgestelltes Straßenportrait ist für mich kein Straßenpotrait mehr, obwohl er tatsächlich anbot, dass ich ihn auch so fotografieren dürfe.

Er fand das ganze Konzept gut und nahm eine meiner Visitenkarten mit.


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The Best Tips & Tools for Freelance Photographers

06 Jun

[Today’s guide comes from awesome photographer and Photojojo pal, Helena Price!]

Being a photographer is regarded as one of the coolest jobs on the planet.

That said, there’s a lot that goes into running a successful photography biz. Making good photos is just the beginning.

This year, I made the jump from my office job to becoming a full-time freelance photo-taker, and I’ve been lucky enough to do some really fun photo work for brands that I love (including Photojojo!).

These jobs don’t just fall into your lap. There’s an endless amount of helpful tools and resources out there for freelance photographers – you’ve just gotta go out there and find them.

After spending hours digging through the interwebs, asking freelance friends and compiling everything I’ve learned, I’ve put together this great beginners’ list of things to read/use/do if you’re making the jump into freelance photography.

Great Tips & Tools for Freelance Photogs

p.s. WE ARE HIRING AN EVANGELIST/BIZ DEV HERO. Creative deal-maker types, APPLY HERE.

Building Your Portfolio

beforeVirb: Virb is by far the easiest way to build a beeeeautiful portfolio website for your photography. They have tons of sleek, pre-designed website themes to choose from (my favorites are York, Grace and Copenhagen)—just add your photos, and voila! Your portfolio is ready.

Squarespace: Like Virb, Squarespace has everything you need to build a fresh new fully-customizable website with your name on it. Check out the themes on both and see what’s your favorite!

Tumblr: Want to set up a photoblog in just minutes? Tumblr’s got you covered. These days, Tumblr has plenty of themes that have the look and feel of a photography website, like this one by Pixel Union. Best yet, Tumblr is full of tons of photography blogs to get inspired by! For starters, check out their photographers directory.

Soaking in Knowledge

beforeA Photo Editor: Founded by Rob Haggart, the former Director of Photography for Men’s Journal and Outside Magazine, this blog is chock-full of inspiration, interviews, and practical advice that you can apply to your budding career.

Freelance Switch: A blog by freelancers, for freelancers. A couple of good articles to start with include 30 Inherently Useful Tools for Freelancers and 25+ Resources for Starting a Freelance Photography Business

Creative Boom: Creative Boom is a UK-based blog for freelance creatives. In their “Tips” section, blog founder Katy shares her top tips for creative freelancers, startups, graduates, artists and small businesses. Topics range from “How to win your first freelance gig” to “How to get tough with problem clients.” Go soak in her knowledge!

Keeping Your Books / Gettin’ Paid

beforeOneReceipt: This handy tool lets you store and organize all of your receipts, both paper and digital, so you can track and manage all of your freelance expenses.

Harvest: Harvest helps you you track all of the time you put into your freelance work, which is super important when it’s time to invoice folks for payment. Time is money!

Google Drive: Never send a Word document again! Google Docs lets you build docs, spreadsheets and more right in your Internet browser. You can send them as attachments or simply store them in the cloud as long as you need them.

Freshbooks: Freshbooks is another great tool for time tracking, billing, and keeping track of everything related to your photo biz. You can take a free trial for 30 days to test it out for yourself!

Preview: This app is great for reading PDFs—but did you know that it’s the BEST for signing documents too? All you have to do is write your signature on a piece of paper, Preview will let you scan it in using your webcam, and voila! You’ll be signing and sending documents in no time.

Other Helpful Things

beforePreview: This app is great for reading PDFs—but did you know that it’s the BEST for signing documents too? All you have to do is write your signature on a piece of paper, Preview will let you scan it in using your webcam, and voila! You’ll be signing and sending documents in no time.

Freelancers Union: The Freelancers Union is the best option for health insurance for freelancers. In addition, they have a Freelancers Yellow Pages where you can list your services, as well as a supportive community you can learn from.

Munawar Ahmed’s Blog: For those really getting into the nitty gritty of setting up your business, taxes, insurance and more, Munawar has tons of advice and knowledge to share. One click on his blog and you’ll realize this guy KNOWS his taxes!

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Photojojo

 
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6. Juni 2013

06 Jun

Ein Beitrag von: Daniel Ernst

Into-The-Wild-©-Daniel-Ernst


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Primitive Coast IV

06 Jun

Primitive Coast IV

A visit to the Monterey coastline just south of San Francisco, California never fails to inspire. Recently I decided to use this location to test some camera bodies (Hasselblad H5D, Nikon D800 and Canon 5D Mark III) and squeezed in a little extra time to try out a new Singh-Ray Mor-Slo 10-stop filter.  While I didn’t have time to stack filters and experiment further I was very happy with the outcome.

Gear aside it was incredibly rejuvenating to be back on the Monterey coast. I’ll have to make another trip back here soon ideally with addition stops down to Carmel and Big Sur. If you’ve yet to visit this area be sure to put it on your list. There is something special about this area.

Photo Details:
Canon 5D Mark III, 70-200mm f/2.8L IS II USM, f/13, ISO 100, 2 min with 10-stop Singh-Ray Mo-Slo filter

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

Primitive Coast IV

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JMG-Galleries – Landscape, Nature & Travel Photography

 
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Serienvorstellung: „Kunstgeschichte“

06 Jun

Ein Beitrag von: Paul Meussling

Vor einiger Zeit ist Marit auf meine Serie „Kunstgeschichte“ aufmerksam geworden. Sie bat mich, für kwerfeldein etwas darüber zu erzählen.

Für die Serie fotografiere ich meine Kommilitonen aus dem Fachbereich Kunstgeschichte. Die Studienrichtung ist dabei erst einmal nebensächlich. Viel mehr befasse ich mich fotografisch mit den Übereinstimmungen und Unterschieden von Interessengruppen. Es geht um Erwartungshaltungen und um Enttäuschung.

Allzu oft hört man in Gesprächen von Verallgemeinerungen, die von einem bestimmten Typus ausgehen: Zielstrebige Medizinstudenten, autistische Mathematiker und Maschinenbauer, die nur Flanell-Karo-Hemden tragen. Gerade in diesem Zusammenhang ist der Studiengang Kunstgeschichte interessant, da mir hier auf Anhieb keine gängigen Klischees einfielen.

Je mehr ich mich mit Fotografie beschäftige, desto größer wird das Verlangen, nicht nur ästhetische Anforderungen zu erfüllen, sondern auch inhaltlich an Relevanz zu gewinnen. Der einfachste Weg, tiefer an ein Thema heranzugehen, ist sicherlich ein serieller. Serielles Arbeiten hat den Vorteil, mehr Sätze zur Verfügung zu haben, um sich auszudrücken. Nicht immer ist es möglich, in einem Bild auszusagen, was mich in vielen Fragen bewegt.

Auch im Vorfeld zur Serie „Kunstgeschichte“ habe ich mir viele Fragen gestellt, die überhaupt erst zum Entstehen der Serie geführt haben. Im Grunde sind es die Fragen nach Identität und Wirkung auf andere, die mich fast täglich beschäftigen.

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Geschlechterklischees gehören da genauso dazu, wie die Frage nach heteronormativen und stabilen Lebensumständen. In diesem Sinne ist die Arbeit als sehr sozialwissenschaftlich zu betrachten. Gibt es einen Typ Studenten? Gibt es einen Typ Kunstgeschichte? Kann man verallgemeinern? Ist es möglich, von Äußerlichkeiten auf die Persönlichkeit zu schließen? Wenn ja, inwieweit beeinflusst die Persönlichkeit die Studienwahl? Kann man vom Umfeld auf die Person schließen?

Als ich überlegt habe, wie ich die Frage nach sozialwissenschaftlichen Kriterien ins Visuelle übertragen kann, kam mir die Idee des Vergleichens. Möglichst viele Portraits mit ähnlichen Kriterien aufgenommen – dazu gehört bei mir, dass ich alle Studenten bei sich in der eigenen Wohnung oder WG sitzend frontal und quasi aus dem Alltag gerissen fotografierte – würden eine optische Schnittmenge bzw. eine Statistik aus Bildern ergeben.

Also ein Bilderhaufen, in dem sich vergleichen lässt, in dem Vorahnungen bestätigt, aber auch widerlegt werden. So viel zum Plan. In den nächsten Wochen fragte ich diverse Kommilitonen an und machte Termine aus. Teilweise verbrachte ich den ganzen Vormittag bei ihnen, zum Teil machte ich aber auch nur das Foto und ging dann schon wieder.

Zur Technik will ich nicht allzu viele Worte verlieren, da kennen sich einige Leser sicherlich besser aus. Bisher sind die Fotos alle mit einer Mamiya RB 67 und dem wunderbaren Kodak Portra 400 entstanden. Außerdem habe ich mich für ein 65mm-Objektiv entschieden, da ich ja auch etwas vom Umfeld zeigen wollte.

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Im Prinzip steckt die Serie noch in den Kinderschuhen. Bisher sind nur acht Leute portraitiert. Zwar können die Portraits auch gut für sich allein stehen, dennoch plane ich bereits weitere Fotos und überlege, wie ich die Serie fortführen kann. So könnte ich mir auch vorstellen, das Projekt auf andere Studiengänge auszuweiten.

Besonders spannend am Projekt waren bisher die Bekanntschaften, die ich gemacht habe. Bei den Portraitierten handelt es sich sowohl um Freunde, mit denen ich sowieso viel Zeit verbringe, aber auch um Leute, die ich nur vom Sehen kannte und einfach angesprochen habe. Somit war es auch für mich interessant zu sehen, wie meine Kommilitonen leben.

Christoph beispielsweise lebte bis vor Kurzem in einer Wohngemeinschaft, in der niemand sein eigenes Zimmer hatte. Sie hatten die Räume nach unterschiedlichen Themen eingerichtet. So gab es zum Beispiel einen Multimediaraum mit Beamer und Anlage, aber auch einen komplett weiß gestalteten Meditationsraum.

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Marie wohnt mit ihren 19 Jahren schon in einer 2,5-Zimmerwohnung mit ihrem Freund zusammen. Und Johanna ist über Umwege in einem Zimmer bei einem entfernten Bekannten in einer unsanierten Altbauvilla untergekommen. Große Ähnlichkeiten lassen sich hier also nicht finden. Im Prinzip war mir klar, dass sich eine Gruppe von Menschen nicht über einen Kamm scheren lässt, nur, weil sie das gleiche studieren. Dennoch fand ich die Bestätigung interessant.

Ein Klischee habe ich dann doch finden können und zum Teil wurde es auch bestätigt. Viele Kunstgeschichtsstudentinnen und Studenten wissen noch nicht so genau, was ihr eigentliches Studienziel ist. Kunstgeschichte bietet sich hier als Studienwahl an, da das Studium wirklich sehr umfassend ist und lehrt, wie man sich objektiv und analytisch mit dem Schaffen anderer auseinandersetzt.

Interessant wäre hier auch ein Vergleich mit der Betriebswirtschaftslehre, da die Voraussetzungen wohl relativ ähnlich sind, das Ziel jedoch ein völlig anderes ist. Es geht nicht um Orientierung, sondern um den größtmöglichen Nutzen für den weiteren Berufswerdegang.

Ich bin sehr gespannt, wie es nun weiter geht, das neue Semester beginnt in wenigen Tagen. Ich hoffe, dass das Projekt noch einige Zeit weiterläuft und ich noch möglichst viele Studenten vor die Linse bekomme, da ich glaube, dass die Menge für den Hintergrund der Serie ein maßgebliches Kriterium ist.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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5. Juni 2013

05 Jun

Ein Beitrag von: Hanna G. Diedrichs genannt Thormann

© Hanna G. Diedrichs genannt Thormann


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