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Archive for the ‘Equipment’ Category

13. Juni 2013

13 Jun

Ein Beitrag von: Felix Pacholleck

Peppermints-©--Felix-Pacholleck


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Kreativ-Neurose

13 Jun

Ich bin kein weißes Blatt Papier, so wie jenes, das gerade vor mir liegt und auf dem sich ganz zaghaft Worte bilden. Es gibt aber manchmal Momente, in denen wünschte ich mir das. Innerlich komplett weiß zu sein und dann einen Stift zu nehmen und anzufangen.

Meine Welt aber ist gefüllt. An den Moment, als alles noch weiß in mir war, erinnere ich mich nicht. Und das ist auch gut so. Ich bin angefüllt mit Gedanken, die nicht immer ordentlich nebeneinander liegen. Mit meinen Händen versuche ich oft das, was nicht in Worte zu fassen ist, festzuhalten – mit meiner Kamera.

Und weil ich eine Kamera habe und weil man oft nach Orten sucht, an denen es Gleichgesinnte gibt, kenne ich jetzt einen Haufen Fotografen. Anfangs ist das noch toll. Da hilft man sich gegenseitig oder steht zusammen in der Dunkelkammer. Bringt sich unterschiedliche Sachen bei, lernt vom anderen. Wenn man dann fast alles kann und seine Richtung gefunden hat, verdichtet sich plötzlich alles.

Ich lasse mich gern inspirieren, nicht ausschließlich von Fotografen, aber eben auch. Manchmal sammle ich zu einem Thema verschiedene Bilder, weil ich an einer bestimmten Serie arbeite. Man nennt das bei den Kreativen auch gern „Moodboard“. Ist was ganz Normales. Ja.

Aber letztens packte mich die Kreativ-Neurose bzw. -Depression. Ich konnte plötzlich nicht mehr fotografieren. Alles, was mir vorschwebte, alles, was ich dachte zu beginnen, braute sich zu einem übel stinkenden Brei zusammen.

Da saß ich nun mit meiner Neurose und sagte ihr erst einmal nett guten Tag, fragte höflich, was das denn jetzt solle, ob wir nur einen Tee zusammen trinken oder sie gedenke, länger zu bleiben.

Sie blieb zwei Wochen. Es waren für mich die schlimmsten. Alles, was ich sah, wurde bewertet, ob Arbeiten im Netz oder Arbeiten von Freunden. Das alles im meinem Kopf gab es schon, war schon verbildlicht.

Woher kam diese Neurose nur? Hatte ich zu viele Bilder gesehen? Warum dachte ich in allem, was ich anpackte, nur eine Kopie von einer Sache zu sehen? Und ja, ich hatte auch Angst vor Plagiatsvorwürfen, denn diese findet man zu Hauf im Netz und das fängt schon bei ganz kleinen Dingen an. Da liegt die Haarsträhne zufällig genauso wie bei einem anderen Bild oder es wurde eine ähnliche Technik benutzt oder ganz ähnliche Materialien.

Die Einzigartigkeit kannst Du Dir gleich mal aus Deinem Köpfchen kratzen, dachte ich mir. Das war der erste Paukenschlag, den ich der Neurose um die Ohren pfefferte. Der zweite folgte auf dem Fuße, denn es muss nicht immer sofort ein unglaublich tolles Werk aus meinen Händen fließen für das mir ein Kunstsammler vor die Füße fällt. Ich kann auch einfach machen, stehe nicht unter Erfolgsdruck und wenn auf einem Film mal nix ist, dann ist da halt nix.

Ich legte also alles erst einmal schön zur Seite, denn so konnte das ja nicht weitergehen. Ich fing an, zu schreiben und zu zeichnen. Das lockerte das Nervenkostüm schon einmal erheblich. Ich fing auch an, leckere Kekse und Kuchen zu backen, meine Wand erhielt in dieser Zeit einen neuen, taubengraublauen Anstrich und ein paar Pflänzchen machten sich auch ganz gut auf der Loggia.

Nach zwei Wochen war dann der Spuk vorbei. Ich füllte die Kowa mit einem Rollfilm, spannte ihn und freute mich über das säuselnde Geräusch. Ich legte auch ein paar Materialien zurecht, mit denen ich arbeiten wollte und freute mich über den Menschen, der da neben mir stand und Lust hatte, ein bisschen mehr in meine Welt einzudringen.

Was auf dem Film ist, verrate ich Euch natürlich nicht. Meine Bilder verschwinden jetzt immer in einem schwarzen Kasten mit Datum, der verschlossen wird. Damit Plagiatsvorwürfe erst gar nicht entstehen können.

Scherz.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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12. Juni 2013

13 Jun

Ein Beitrag von: Joern Stubbe

Mach mir mal den Ballotelli © Joern Stubbe


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Warum wir manche Kommentare löschen

12 Jun

Liebe Leser, wir haben uns Gedanken zur Kommentarkultur hier im Magazin gemacht und sind zu dem Schluss gekommen, dass hier ab heute neue Regeln gelten werden. Falls es also mal passieren sollte, dass ein Kommentar von Euch nicht erscheinet, dürft Ihr hier gern nachlesen, weshalb.

Wir schalten 99% aller Kommentare frei – und das ist keine wissenschaftliche Aussage. Die meisten Wortmeldungen hier sind konstruktiv und freundlich und wir möchten das gern beibehalten. Jedoch wurden bisher Kommentare nur dann nicht freigeschaltet, wenn eine eindeutige Beleidigung durch Verwendung eines Schimpfwortes vorlag. Dies wird sich ab heute ändern.

In fast allen Fällen löschen wir ab sofort Kommentare wegen des angeschlagenen Tones und nicht wegen des Inhalts. Beleidigend schreiben geht – wie jeder weiß – auch ohne Schimpfwörter. Wir haben schlicht und einfach keine Lust auf Polemik, Trollerei und unnötige Provokationen.

Im Falle eines Gastartikels wird dieser vom Autor selbst, dem kuratierenden Redakteur und vom Lektorat überdacht und mehrfach gelesen sowie korrigiert. Wir machen uns also genügend Gedanken zur Qualität der Artikel, sodass wir davon überzeugt sind, dass sich niemand, der hier publiziert, seine Fotos seien „für die Tonne“ oder andere abwertende Beschimpfungen lesen muss.

Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung von Kommentaren. Wir bieten die Möglichkeit, hier konstruktiv mit uns über fotografische Themen zu sprechen, jedoch behalten wir uns jederzeit vor, Kommentare zurückzuhalten, zu löschen oder auch im Nachhinein herauszunehmen.

Wir wollen mitnichten Kritiken an Artikeln vermeiden – im Gegenteil. Wir freuen uns über anregende und kontroverse Diskussionen, jedoch ist kwerfeldein so etwas wie unser Wohnzimmer und wir laden Euch zum Quatschen ein. Wenn Ihr Euch im Ton vergreift und einen anderen Gast oder uns dumm anmacht, fliegt Ihr raus. Wenn nicht, haben wir ‘ne Menge Spaß zusammen. Eigentlich einfach, oder?

kwerfeldein ist ein kostenloses Angebot für alle Leser. Somit gibt es keine Besitzansprüche geltend zu machen und erst recht nicht das Einfordern oder Ablehnen bestimmter Artikel. Auch, wenn es vielleicht nicht in jedermanns Augen so aussieht: In diesem Magazin steckt eine Menge Herzblut und vor allem Arbeit. Wem’s hier nicht gefällt, der kann gern woanders hinklicken. Aber ständig rumpöbeln ist nicht drin.

Es kann passieren, dass wir einen Kommentar nicht freischalten, den wir beim zweiten Durchlesen vielleicht doch durchgewunken hätten. Auch unsere Moderation besteht nur aus Menschen und Ihr könnt es gern nochmals versuchen – probiert’s doch einfach respektvoll und konstruktiv, dann klappt das schon.

Wer mehrere Male unter einem Artikel Kommentare in Überlänge publizieren will, wird irgendwann gebremst. Denn der Nebeneffekt dieser Verausgabung ist, dass sich andere Leser dadurch entmutigt fühlen, ihre Gedanken preiszugeben, da sie sich vielleicht mit weniger Worten oder nur halb so philosophisch durchdachten Gedankenkostruktionen ausdrücken.

Wer sich also oft dabei ertappt, längere Kommentare zu schreiben, kann gern ein Blog eröffnen und sich dort kreativ austoben. Trackbacks kommen immer bei uns an und werden in der Regel auch freigeschaltet.

Das Zusammenleben und -lesen auf kwerfeldein soll Spaß machen und wir wollen einander (auch mit Kritik) in aller erster Linie weiterbringen. Das ist unser höchstes Ziel und das werden wir wahren. Wer nicht mitspielen will oder – bildlich gesprochen – in unser Wohnzimmer pisst, muss leider draußen bleiben.

P.S. Über unsere Regeln diskutieren wir nicht.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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11. Juni 2013

12 Jun

Ein Beitrag von: Florian Leist

© Florian Leist


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The Smartphone Film Scanner:35mm film -> Digitized in a Snap

11 Jun

Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

If you love 35mm, all your best memories are captured on film! And they’re just kinda stuck there. Until now…

Thanks to The Smartphone Film Scanner. It lets you use your everyday cell phone to scan your old 35mm negatives and bring them into the digital world for sharing on Instagram, Facebook whatever.

Its snug mount adjusts to fit any smartphone, even with a case on. Just slip your film in through the bottom, turn on the backlight and snap a pic on your phone.

Lomography’s free app (for Android and iPhone) turns your negative to a positive. You can also adjust the color and set the exposure before you capture the image on your phone.

Now that you’ve got your film photo on your digital phone you can upload straight to the Internets in no seconds flat! Blammo!

Check Out the Smartphone Film Scanner
$ 59 at the Photojojo Store

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Photojojo

 
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An den Ufern einer schwindenden Insel

11 Jun

Ein Beitrag von: Daesung Lee

Die Insel Ghoramara liegt in der Deltaregion des indischen Bundesstaates Westbengalen. Aufgrund des Klimawandels und dem damit einhergehenden dramatischen Anstieg des Meeresspiegels werden die Ufer der Insel seit den 1960er Jahren stetig ausgewaschen.

Seit den 1980ern ist mehr als die Hälfte des Inselterritoriums der Erosion zum Opfer gefallen. Mit dem Ergebnis, dass inzwischen zwei Drittel der ursprünglichen Bevölkerung die Insel verlassen haben.

Ghoramara © Daesung Lee

Viele Menschen, die noch immer hier leben, sind Bauern oder Fischer, deren Leben von den natürlichen Ressourcen der Insel abhängig ist.

Laut eines Staatsbeamten, den ich vor Ort getroffen habe, könnte die indische Regierung die Insel in 20 bis 25 Jahren aufgeben und hat bereits Pläne angedeutet, die Bewohner auf eine andere Insel namens Sagar zu evakuieren.

Doch sieht dieser Evakuierungsplan keinerlei finanzielle Unterstützung für diejenigen vor, die ihr Leben vollständig verlagern müssen.

Ghoramara © Daesung Lee

Als ich Ghoramara besuchte, konnte ich bereits im Ansatz erkennen, wie sich dort durch die steigenden Fluten allmählich ein Erbe auflöst.

Durch die Erosion entblößte Wurzeln versinnbildlichen das fehlende Fundament im Leben der Menschen. Das Meer verschlingt ihre Vergangenheit, während ihre Zukunft ungewiss bleibt.

Ghoramara © Daesung Lee

Das kontinuierlich zurückweichende Ufer und die schwindende Vegetation hinterlassen eine Küste aus Sedimenten von ironischer Schönheit inmitten der kargen Ufer. Man könnte auch von einer tragischen, menschengemachten Schönheit sprechen.

Für meine Fotoarbeit „On the shore of a vanishing island“ (der englische Originaltitel der Serie, Anm. d. Red.) habe ich Inselbewohner am Ufer platziert, sie der Schönheit des schwindenden Eilands gegenüber gestellt und Portraits von ihnen gemacht, um eine unrealistische Anmutung zu erzielen.

Ghoramara © Daesung Lee

Aber dennoch handelt es sich ja dort, wo sie leben, um eine für sie sehr reale Situation. Der Tag wird kommen, an dem die Menschen ihre Heimat verlassen müssen. Eines Tages wird die Insel, auf der sie geboren wurden nur noch in ihrer Erinnerung existieren.

In meinen Projekten setze ich mich kontinuierlich mit dem Einfluss der Globalisierung auseinander. Begonnen, fotodokumentarisch zu arbeiten habe ich 2007 als ich die Bergbaustadt Campa in der Nähe der Halong-Bucht – einem Weltnaturerbe der UNESCO – in Vietnam besuchte.

Die Kohlegewinnung hat die Stadt und die Umwelt in diesem Bereich vollständig zerstört. Mir wurde klar, dass diese Art der Gewinnung natürlicher Rohstoffe Teil der Weltwirtschaft ist, vorangetrieben von der Globalisierung und unserem Verbrauch.

Ghoramara © Daesung Lee

Also begann ich, das Thema der Rohstoffgewinnung in den Ländern Asiens zu vertiefen und mir Gedanken über die Folgen der Globalisierung zu machen. „On the shore of a vanishing island“ ist dabei als Teilserie im Rahmen meines gesamten Projektes angelegt.

Die Bewohner Ghoramaras sind auf einen traditionellen Lebensstil angewiesen, auf Fischfang und Landwirtschaft in einem nachhaltigen ökologischen System, das nichts mit Globalisierung zu tun hat.

Ghoramara © Daesung Lee

Ghoramara © Daesung Lee

Doch ihre Existenz ist durch die Auswirkungen derselben auf ihren Lebensraum im Begriff, zerstört zu werden und dafür sind teilweise wir verantwortlich.

Ich habe vor, dieses Projekt an anderen Orten weiterzuführen, wie in der Mongolei, im Amazonas oder in Grönland, wo traditionelle Lebensräume von Menschen durch Desertifikation, Abholzung und Rohstoffgewinnung bedroht sind.

Ghoramara © Daesung Lee

Ich finanziere alle meine Projekte selbst und arbeite dafür in mehreren Teilzeitjobs. Es ist nicht einfach, auf diese Weise mein Langzeitprojekt fortzuführen. Doch ich halte daran fest, damit ich meine Ideen zeigen und so mittels meiner Fähigkeiten als Dokumentarfotograf zur Gesellschaft beitragen kann.

Daesung hat diesen Artikel auf Englisch verfasst, unser Redakteur Robert hat ihn für Euch auf Deutsch übersetzt.


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Berlin Fotofestival 2013 – The BROWSE

10 Jun

Vom 13. Juni bis zum 13. August gibt es in Berlin Kreuzberg fotografisch einiges zu entdecken. Das internationale Fotofestival The BROWSE wird am Donnerstag eröffnet und zeigt in der STATION Berlin auf 5.000 m² Fläche über 70 Ausstellungen.

Inhaltliche Schwerpunkte sind die dokumentarische Fotografie, die Zukunft des Fotojournalismus und die Mobile Photography in Zeiten von Internet, Handy und Sozialen Netzwerken.

Besonders hervorzuheben ist dabei die Ausstellung „Time in Turkey“, die Fotoreportagen aus der Türkei von 25 preisgekrönten Fotografen wie Christopher Morris, Anthony Suau und Ed Kashi zeigt. Die türkische Zeitung Zaman hatte bereits 2010 international anerkannte Fotografen dazu aufgerufen, ihren Blick auf die heutige Türkei in Bildern teilen. Entstanden ist dabei diese Wanderausstellung, die nun erstmals auch in Deutschland zu sehen sein wird.

© Paolo Pellegrin
Aus der Ausstellung „Time in Turkey“, © Paolo Pellegrin

Das Projekt „OPEN THE SHUTTERS“ umfasst gleich drei große Ausstellungen und zeigt den Wahnsinn von Grenzkonflikten auf. Mit der Serie „Wall on Wall“ nimmt der deutsche Fotojournalist Kai Wiedenhöfer an dieser Ausstellung teil. 36 seiner Mauer-Panoramabilder aus acht Regionen der Welt werden auf der Rückseite der East Side Gallery ab dem 7. Juli auf einer Länge von 364 m plakatiert sein.

„Picturing Derry“ zeigt Bilder aus den späten 60er Jahren aus Nordirland. Mit der Serie „Broken Lights“ dokumentiert Emmanuel Ortiz das ehemalige Jugoslawien und die Balkankriege.

© Kai Wiedenhöfer
Aus der Ausstellung „Wall on Wall“, © Kai Wiedenhöfer

„From War to White House to Fashion“ heißt die Ausstellung von Christopher Morris und der Name verrät auch bereits, um was es geht: Morris fotografierte von 1970 bis 1990 als Kriegsfotograf auf dem Balkan, im Irak, in Afghanistan und in Tschetschenien.

Danach lichtete er als White House Photographer George Bush Junior und Barack Obama ab und heute arbeitet er als Modefotograf für die großen Modehäuser der Welt. Ein Werdegang, der neugierig macht. Christopher Morris wird auch persönlich in Berlin sein, wo er den drei-tägigen Workshop „Learning to see“ hält.

© Christopher Morris
Aus der Ausstellung „From War to White House to Fashion“, © Christopher Morris

Aktuelle Bilder zeigt die Ausstellung „Wüste Demokratie“ von Robert King. Er dokumentiert die Kriegsverbrechen in Syrien und unterbricht seine Arbeit als Kriegsfotograf während des Fotofestivals. Ebenfalls von King ist die Ausstellung „KKKRIPS“ über den Ku Klux Klan.

Nathan Bedford Forrest © Robert King
Aus der Ausstellung „KKKRIPS“, © Robert King

Auch der große fotojournalistische Wettbewerb „World Press Photo“ zeigt seine Gewinnerbilder 2012 im Rahmen des Festivals im Willy-Brandt-Haus, nur zehn Minuten vom Festivalgelände entfernt. Zu sehen wird es hier auch das wegen seiner Nachbearbeitung umstrittene Foto „Gaza Burial“ des schwedischen Fotografen Paul Hansen geben.

Alle weiteren Informationen sowie eine Übersicht der gesamten Ausstellungen und Workshops findet Ihr auf der offiziellen Webseite des Festivals.


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10. Juni 2013

10 Jun

Ein Beitrag von: Erkan Camlilar

1 © Camiliar


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Bildvorstellung: Sunshine

10 Jun

Ich wohne nicht gerade in der fotogensten Ecke Deutschlands. Doch jedes Jahr im Juli ändert sich das. Wenn in Franken die Sonnenblumenfelder zu blühen beginnen, beginnt für mich jedes Jahr aufs Neue eine ein- bis zweiwöchige Jagd nach dem perfekten Sonnenblumenfoto.

Perfektion liegt hier natürlich im Auge des Betrachters. Für mich heißt das: Ein weites Feld voller blühender Sonnenblumen, dahinter ein dramatischer Sonnenuntergang und Windstille, damit ich die Blumen scharf einfangen kann. Die letzten drei Jahre habe ich gemerkt, dass es gar nicht so einfach ist, alle Elemente für so ein Foto am gleichen Abend vorzufinden.

Der erste Schritt ist für mich immer, ein Feld mit interessanter Lage und unverbautem Horizont zu suchen. Wenn die Blumen dann richtig blühen, habe ich etwa eine Woche Zeit, in der ich jeden Abend zu diesem Feld fahre. Solange, bis mir ein spektakulärer Sonnenuntergang vergönnt ist.

Vor drei Jahren klappte das beim vierten Versuch, vor zwei Jahren nach sechs Tagen. Letztes Jahr jedoch blieb der Erfolg zunächst aus. Zwei Mal glühte der Himmel, doch starker Wind machte jeden Versuch zunichte, die Blumen scharf abzubilden. An den anderen Tagen vermisste ich das magische Licht.

Für Ende Juli hatten wir dann unsere Reise nach Nordirland geplant und es schien, als würde ich in diesem Jahr kein besonderes Sonnenblumenfoto präsentieren können. Die Vorfreude auf die bevorstehende Reise ließ mich das aber verschmerzen.

An einem Samstag sollte unser Flug nach Dublin gehen. Ich erspare Euch die Details, aber wegen einer Verspätung in Nürnberg war es uns unmöglich, den Anschluss in Frankfurt zu erreichen. Wir mussten auf den nächsten Tag umbuchen. Ich war wirklich sauer, denn am Abend wollte ich eigentlich schon am Giant’s Causeway stehen.

Aber Glück im Unglück: Stattdessen fuhr ich wieder zu meinem Sonnenblumenfeld und endlich kooperierte auch das Wetter. Ich hatte beste Fotobedingungen. Die Schwierigkeit lag nur noch darin, einen geeigneten Ausschnit zu finden. Wer schon einmal ein Sonnenblumenfeld fotografiert hat, weiß, dass es dabei nicht einfach ist, ein aufgeräumtes Foto zu komponieren. Auf den ersten Blick ist das ein riesen Durcheinander an Blumen unterschiedlicher Größe.

Aber ich hatte genug Zeit mitgebracht und nach 15 Minuten auch meine Einstellung gefunden. Ich wartete, bis die Sonne den Himmel zum Glühen brachte und musste dann das Bildmaterial nur noch ernten.

© Michael Breitung

Bezüglich des genauen Vorgehens möchte ich auf meinen Artikel In die Sonne Fotografieren verweisen. Die Technick war hier sehr ähnlich. Nur das Fokus Stacking mit den vielen Blumen war eine besondere Herausvorderung. Wie in meinem Start2Finish-Tutorial führte ich dieses manuell durch.

Sunshine © Michael Breitung

Blicke ich nun zurück, stellt sich die Frage, ob ich froh bin, dass sich der Flug nach Dublin verzögert hat. Trotz des erfreulichen Ergebnisses muss ich ganz klar mit nein antworten. Wer möchte schon auf einen Urlaubstag in Irland verzichten? Trotzdem ist Sunshine mein wichtigstes Foto aus dem letzten Jahr, weil es mir gezeigt hat, wie schnell sich das Blatt in der Fotografie auch mal zum Positiven wenden kann.


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