RSS
 

Archive for the ‘Equipment’ Category

Augenschmaus: Granola Bars

06 Jul

Ein Beitrag von: Claudia Gödke

Selbstgemachte Granola Bars sind der perfekte Snack zum Mitnehmen! Sie sind schnell gemacht, man kann die Zutaten nach eigenem Geschmack zusammenstellen und sie somit fruchtig oder eher kernig mit vielen Nüssen backen. Die Granola Bars machen sich, hübsch eingepackt, auch gut als Geschenk.

© Claudia Gödke

Portionen: je nach Größe etwa 12 – 18 Riegel
Zubereitungszeit: 15 Minuten + 40 Minuten Backdauer

Zutaten

150 g feine Haferflocken
30 g Hafermehl (einfach 30 g Haferflocken mit dem Pürierstab zerkleinern)
100 – 170 g Zucker, am besten Rohrohrzucker (je nach Geschmack)
1/2 TL Salz
200 – 400 g getrocknete Früchte, gehackte Nüsse und Kerne *
80 g Butter
80 g Honig oder Ahornsirup
1 EL Wasser
eventuell 1 TL abgeriebene ZItronenschale oder 1/2 TL Zimt

* Ich habe verwendet:
200 g getrocknete Aprikosen
125 g getrocknete Sauerkirschen
50 g Sonnenblumenkerne
3 EL gehackte Pistazien
3 EL Sesam

Bei den Zutaten für die Riegel hat man eine riesige Auswahl. Alle Nüsse, Kerne und getrockneten Früchte sind geeignet. Zum Beispiel auch ein sommerlicher Müsliriegel mit Kokoschips und getrockneten Mango- und Ananasstücken.

© Claudia Gödke

Zubereitung

Den Ofen auf 180 °C vorheizen. Eine eckige Backform mit Backpapier auslegen. Damit die Müsliriegel schön hoch werden, habe ich eine Form der Größe 20×20 cm benutzt. Nimmt man eine längliche Auflaufform, dann werden sie nicht ganz so dick.

Die getrockneten Früchte in kleine Stücke schneiden. Mit den trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und gut durchrühren. Butter, Wasser und Honig in einem Topf so lange erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist und zu den trockenen Zutaten geben. Alles gut mischen, bis sich die Flüssigkeit gleichmäßig verteilt hat und die Masse schön krümelig ist.

In die Form geben und mit einem Löffel oder den Händen sehr fest andrücken. Damit nicht alles an den Händen oder dem Löffel klebt, einfach ein Stück Frischhaltefolie auf die Masse legen. In den Ofen schieben (mittlere Schiene) und für 30 bis 40 Minuten backen, bis der Rand goldbraun ist. Die Mitte der Masse fühlt sich dann noch weich an, wird aber während des Abkühlens fest.

Aus dem Ofen holen und in der Form komplett abkühlen lassen, sonst fällt alles auseinander und man hat nur Müsli. Am besten deckt man die Form ab und stellt sie über Nacht in den Kühlschrank oder an einen kühlen Ort.

Wenn die Müslimasse fest geworden ist, kann man sie aus der Form nehmen und mit einem großen, scharfen Messer in Portionen schneiden. Einzeln verpackt oder in einer luftdichten Dose halten sich die Riegel für ein bis zwei Wochen frisch.

© Claudia Gödke

Fotorezept

Auf einem meiner liebsten Untergründe fotografiert: Einer alte Brotbackform, die mit weißer Emaille beschichtet ist. Die Riegel selbst liegen auf Pergamynpapier, in das ich sie nach dem Fotografieren eingewickelt habe. Die Fotos entstanden zu Hause am Fenster mit kleinem Reflektor von links und auf dem Balkon.

~

Du hast auch ein leckeres Rezept und die passenden Food-Fotos dazu, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen? Dann werde einfach selbst Teil von „Augenschmaus“!


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on Augenschmaus: Granola Bars

Posted in Equipment

 

5. Juli 2013

05 Jul

Ein Beitrag von: Bernhard Grabner

Watching © Bernhard Grabner


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on 5. Juli 2013

Posted in Equipment

 

Face to GIF — The Fastest Way to Make a GIF on Your Laptop!

05 Jul

We’re avid Tumblr GIF-ers. We’ve done it all. Time-lapse GIFs, film scanner GIFs, wiggle GIFs.

So you can trust us when we say Face to GIF is the quickest way to make a GIF of your face.

It all happens in your browser. All you do is hit the “make a GIF” button, and it’ll record you via your computer’s webcam. Almost instantly, it’ll deliver a GIF of your face sitting behind the screen.

Now that you have the power of instant GIF-ing, you can shoot reaction GIFs (for forum and commenting fun), show Tumblr your pop n’ lock moves, and maybe even sit your favorite cat in front of the camera.

Life’s too short to not be making GIFs of your face… or pets, so have a blast.

Make a GIF of Your Face [via The Verge]

Related posts:

  1. Make Some Guy Draw Your Face   This Photojojo made possible by…   If you send…
  2. What Might You Look Like if You Were Black? or White? or Old? The Face Transformer Shows All Ever wonder what life might be like if you were…
  3. Be a Socialist Hero! Your Photographed Face as Mao’s Special Helper ~Our advertisers come back over andover and over again. Find…


Photojojo

 
Comments Off on Face to GIF — The Fastest Way to Make a GIF on Your Laptop!

Posted in Equipment

 

Fantastische Bildbände zur Straßenfotografie, Teil 3

05 Jul

Liebe Leser und Mitverfolger der Serie, meine Leidenschaft für Bildbände hat in den letzten Wochen und Monaten kein bisschen abgenommen. Ich würde soger eher sagen, dass ich mitten im Fotoband-Fieber bin. Es gibt derzeit (bis aufs Fotografieren) wenig, was mir so viel Spaß macht wie mich durch Bildbände inspirieren zu lassen.

Anders gesagt: Wenn ich die Bilder anfasse und mich in die Fotografen hineinversetze, bekomme ich regelrecht Hummeln im Arsch und will sofort wieder raus. Und damit Ihr auch teilhabt an meiner Freude, präsentiere ich heute den dritten Teil der Serie, die mit Sicherheit noch viele weitere haben wird.

Joel Meyerowitz, 55*
128 Seiten | 14,8 x 13,6 x 1,2 cm | (derzeit) ab 19,87 €

Joel Meyerowitz, 55 © Joel Meyerowitz

Als Martin Wolf im April letzten Jahres das Leica-Portrait über Joel Meyerowitz bloggte, wurde ich an diesen Fotografen erinnert, den ich bis dato noch nicht näher studiert hatte. So kaufte ich mir das erstbeste Buch und wollte nicht gleich superviel Geld investieren. Zu Beginn jedoch ein paar Worte zum Herrn der Wahl:

Geboren 1938 in New York City, arbeitete Joel Meyerowitz zunächst als Art Director, gab aber seinen Job auf, um ab 1962 intensiv zu fotografieren. Ausstellungen folgten, er fotografierte auch in Europa. In den Siebzigern interessierte er sich zunehmend weg von der Straße hin zur Architektur und zum Offenen hin. Für die frühe Farbfotografie ist Meyerowitz für die damalige Zeit ein wichtiger Advokat.

Meyerowitz fotografierte unsichtbare Beziehungen sich völlig fremder, auf der Straße begegnender Menschen. Die Ausnahme sind Einzelpersonen, denn diese nahm er meist in Korrelation mit anderen auf und versuchte, die Fotografie von der „Ästhetik des entscheidenden Momentes“ zu lösen. Er öffnete sich dem Komplexen, Unfertigen und Nicht-Gelösten in seinen Straßenfotos – aber auch der Klar- und Offenheit in seinen Architektur- und Naturaufnahmen.

Warum heißt der Band „55“? Nun, 55 ist eine Serie, mit der der Verlag Phaidon historisch bedeutende Fotografen vorstellt und einen chronologischen Ablauf über ihre jeweils 55 wichtigsten Werke zeigt. Preislich niedrig und vom Druck her eher klein gehalten, ist dies der große Fotoband des kleinen Mannes und schmalen Geldbeutels.

Joel Meyerowitz, 55 © Joel Meyerowitz

Mich überraschte beim Betrachten des Buches die Diversität der Arbeiten, so dass ich des Öfteren ins Stocken geriet und mich fragte, ob diese Fotos wirklich ein und derselbe Fotograf gemacht hatte. Dies liegt sicherlich an der Vielseitigkeit Meyerowitz’ – bemühte er sich doch um die Fotografie mit unterschiedlichsten Werkzeugen. Von 35 Millimetern auf der Straße bishin zum Großformat in der Landschaft.

Auf mich wirken die Aufnahmen des „ganz Großen“ wohl bedacht und präzise durchkomponiert. Natürlich öffnete er sich auf der Straße dem Zufall, den Aufnahmen geht aber keineswegs die Aufmerksamkeit und Empathie ab, die vonnöten ist, um Menschen im urbanen, willkürlich zusammengewürfelten Kollektiv zu fotografieren.

Jedes der 55 Bilder wird von Meyerowitz ausführlich erklärt. Dabei handelt es sich nicht um technische Details, sondern die Gedanken und Ideen, die ihm damals durch den Kopf gingen. Beim Lesen wurde mir schnell klar, wie reflektiert dieser Mann eigentlich ist.

Viele Straßenaufnahmen entbehren kein bisschen der Situationskomik, die ein jeder nur zu gut aus dem nicht gestellten Alltag in der Stadt kennt. Gerade bei diesen Fotos ertappe ich mich immer dabei, nicht vordergründige, aber bildentscheidende Details zu finden. „Aha-Momente“, die für mich die Fotografie so spannend machen.

Meyerowitz’ Landschaftsfotografie bewegt sich fern vom Kitsch, er braucht keine Übertreibungen, aber eine beeindruckende Weite in seinen Bilden ist nicht von der Hand zu weisen, die nicht nur zum Staunen, sondern auch zum Nachdenken anregt. 55 ist für all diejenigen, die Meyerowitz kennenlernen wollen, meiner Meinung nach ein sehr guter Einstieg.

 

Martin Parr, 100 photos de Martin Parr pour la liberté de la presse*
144 Seiten | 25,8 x 19,8 x 1,4 cm | 9,99 € 

Martin Parr, 100 photos de Martin Parr pour la liberté de la presse © Martin Parr

Derzeit beschäftige ich mich in meiner Freizeit mit keinem anderen Fotografen so sehr wie mit Martin Parr. Ich habe mich noch nie so intensiv mit dem Wirken und den Werken eines Fotografen so lange und tiefgründig auseinandergesetzt. Und dabei bin ich gefühlt erst am Anfang, diesem Mann auf die Schliche zu kommen.

Der erste Bildband, den ich von Martin Parr in den Händen hielt, war diese Ausgabe der französischen Sektion der Reporter ohne Grenzen. Als ich sie mir vor längerer Zeit unwissend nach Hause bestellte, geschah dies mehr aus Neugier, denn aus Überzeugung. Die Fotos, die ich von diesem Mann bis dato gesehen hatte, hatten mich irritiert und so mein Interesse geweckt.

Jedoch lag der Band erst einmal ein paar Wochen zu Hause herum – und als er in die Hände von Besuchern kam, meinten diese, das das aber keine schönen Fotos seien. Und sie behielten Recht. Martin Parr will keine „schönen“ Fotos machen. Diese Bemühung liegt ihm fern.

Parr, geboren in Großbritannien und Sohn eines eifrigen Vogelbeobachters, kam über den Großvater im Alter von 14 Jahren mit der Fotografie in Berührung und wusste sofort, dass er Fotograf werden wollte. Seine ersten Fotos waren noch monochrom, doch als die Farbfotografie von den Staaten auch nach Europa herüberschwappte und er sie für sich entdeckt hatte, gab es kein Zurück mehr – und seine Fotos wurden zunehmend kritischer.

Martin Parr fotografierte Menschen und gab sich nicht mit dem Status Quo zufrieden, „tolle Fotos von exotischen Dingen“ zu machen. Ihm war die Fotografie viel zu rückwärtsgewandt, beschönigend und – wie er oft sagt – nostalgisch. 1994 beworb er sich bei Magnum und wurde genommen.

Jedoch verlief der Prozess nicht reibungslos. Viele Fotografen waren gegen ihn, unter anderem Mitbegründer Henri Cartier-Bresson. Letztendlich wurde er nach sechs Jahren mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit aufgenommen und das öffnete ihm Tür und Tor in die Welt, die er bis heute aus gesellschaftskritischer Perspektive beobachtet.

Martin Parr, 100 photos de Martin Parr pour la liberté de la presse © Martin Parr

Und eines seiner Hauptthemen neben Food, Mittelstand und den Reichen der Welt ist der Tourismus. „Großbritanniens einflussreichster Fotograf“ (Wirtschaftswoche) fotografiert auf diesem Gebiet vor allem, um die Diskrepanz zwischen dem, was der Tourist von seinem Ort erwartet und dem, was er dann vorfindet, herauszuarbeiten. Es ist einer der größten Industriekomplexe, die es auf der Erde gibt und Parr legt den Finger tief in diese Wunde.

Und der Fokus des hier vorgestellten Bildbandes liegt genau dort: Der Tourismus – oder besser gesagt: Touristen. Die Fotos sind unangenehm, denn sie präsentieren ungeschönt die Schattenseite dieser modernen Form der Pilgerschaft. Verstärkt wird der Effekt durch die so unverwechselbare Technik, die er benutzt. Martin Parr blitzt Menschen meistens an. Jedoch nicht in der unbarmherzig direkten Form wie etwa ein Bruce Gilden, einer der meistgehassten Straßenfotografen, es tut.

Martin Parr blitzt viel dezenter und durch die Verwendung von Farbe rückt diese sehr in den Vordergrund und verstärkt den Eindruck des Aufgeblasenen, Überdrüssigen und Übertriebenen. Parr sieht sich – und der Rahmen des Bandes unterstreicht das – als Dokumentarfotograf. Er dokumentiert – oder mit seinen eigenen Worten: sammelt – was da ist. Und zeigt Extreme. Das kann er gut und das ist es, was die Fotos von Martin Parr unverwechselbar machen.

Der Bildband zeigt mit 100 Fotos einen sehr guten Überblick über das, was Parr über die Jahre dokumentiert hat. Doch sind auch Fotos dabei, die bis dato nicht veröffentlicht wurden, der Zahl nach ganze 20. Anstatt diese wie Meyerowitz zu erklären, sind die Fotos nur mit Jahresangabe und Aufnahmeort versehen.

Übrigens: Auf Flickr gibt es eine Gruppe, die Martin Parr WE ? U heißt und ihm gewidmet ist.

 

Harald Kirschner, Patina*
111 Seiten | 24,4 x 17,4 x 1,4 cm | 14,95 € 

Harald Kirschner, Patina © Harald Kirschner

Das Titelbild mit dem alten Pontiac Silverstreak und den alten Fassaden hatte mich gepackt und zum Kauf des Bandes überredet. Ich konnte nicht anders, denn ich war neugierig geworden, wie denn Halle in einer Zeit, in der ich meine Kinderjahre in der Nähe von Baden-Baden erlebte, so ausgesehen hatte.

Also bestellte ich den Band und ein paar Tage später übergab mir der Postbote den im April dieses Jahres beim Mitteldeutschen Verlag erschienenen Band. Dieser bewirbt ihn so: „Halle in der Endzeit der DDR – keine Diva in Grau, sondern eine Diva in Farbe …“

Der Fotograf selbst ist aus derselben Generation wie mein Vater, 1944 in der Tschechischen Republik geboren. Die Sechziger und Siebziger nutzt er zur Fotografenausbilung in Mecklenburg-Vorpommern und anschließendem Studium in Leipzig. Später beginnt er, als freischaffender Fotograf zu arbeiten.

Das Buch war ursprünglich im Auftrag des Brockhaus-Verlages im Rahmen mehrerer Bände über Städte geplant, wobei nach der Wende der Auftrag platzte. Neu aufgenommen vom Mitteldeutschen Verlag wurden sie publiziert mit der Absicht, Kennern und Nicht-Kennern eine Retrospektive auf das vergangene Halle zu geben.

Kirschner fotografierte zu diesem Zeitpunkt erstmals in Farbe und zeigt einen nostalgischen Blick auf Architektur und Stadtlandschaft. In diesem Sinne sind seine Fotos alles andere als typische Straßenfotografie, wobei diese mit ihren weitläufigen Armen auch das nüchterne Genre Kirschners umfasst.

Der zeigt das eigentlich Zentrale in der Straßenfotografie – den Menschen – nicht isoliert, sondern nimmt ihn stets eingerahmt mit in die urbane Architektur. Da die Fotos jedoch nicht knallig bunt und frech aus der Menge fotografiert werden, wirkt der Mensch allein, verlassen und vergessen. Beinahe ignoriert.

Harald Kirschner, Patina © Harald Kirschner

Da Kirschner meist aus der Distanz großflächiche Ansichten der Stadtlandschaft zeigt und dabei sehr geradlinig abbildet, verstärkt sich der Eindruck des Abstandnehmens und vielleicht auch des Abschiedes. Denn die Stadt steht kurz vor dem Umbruch und ist vielleicht schon ein wenig gebrochen. Darin schön anzusehen. Eine Diva eben.

Es ist gut, dass Harald Kirschner diese Fotos nicht schwarzweiß aufgenommen hat, denn die schwache Farbigkeit verleiht den Bildern den zusätzlichen Eindruck der Verlorenheit, des Endes. Die Fotos bellen nicht. Sie laden ein, sich in sie zu versenken. In alte Gemäuer, abbröckelnden Putz, nicht renoviert.

Patina ist überall, in jedem Bild, es ist der Mantel, der alles und beinahe auch die Menschen bedeckt. Neubau sowie prominente Sehenswürdigkeiten ignoriert Kirschner gekonnt. Als jemand, der Halle nur vom Hörensagen kennt, vermisse ich diese jedoch nicht ansatzweise.

Ich genieße es sehr, mit dem Durchblättern eine kleine Reise durch die Stadt zu machen. Ich stehe noch einmal dort, wo Kirschner fotografiert hat und denke nach, wie und warum er diese Aufnahmen so nicht beschönigend gemacht hat. Halle schläft und ich schaue es dabei gern an.

Einmal jedoch wacht Halle kurz auf, nämlich auf Seite 63. Hier zeigt der Fotograf ein Bild, das schon fast einer optischen Täuschung gleicht. Doch dieses Bild sollen nur diejenigen sehen, die den Band auch kaufen.

 

Mark Cohen, Grim Street*
144 Seiten | 30,7 x 24,1 x 1,8 cm | (derzeit) ab 12,03 €

Mark Cohen, Grim Street © Mark Cohen

Kurz vor Weihnachten 2012 hatte ich zugegriffen. Aus welchem Grund auch immer war ich Mark Cohen zugetan und mochte seine Bilder sofort. Dabei war ich mir der Kritikwürdigkeit selbiger natürlich bewusst.

Doch beginnen wir wie immer ganz von vorn, beim Fotografen selbst: Mark Cohen lebt und fotografierte die längste Zeit seines Lebens in Wilkes-Barre, einer Kleinstadt in den Bergen Pennsylvanias. Dort wurde er auch 1943 geboren und begann im Alter von 15 Jahren zu fotografieren.

Erste Vorbilder waren Cartier-Bresson, Robert Frank und Garry Winogrand. Cohens Stil entwickelte sich jedoch bewusst außerhalb des gängigen Rahmens fotografischer Herangehensweisen. Dieser wird als vulgär und kontrovers angesehen und er bricht darin mit allen gängigen Regeln der Portraitfotografie. Das ist es auch, was seine Bilder so spannend macht und ihm internationale Anerkennung verschafft hat.

Der Bildband selbst beginnt mit einem ausführlichen Interview, das zwischen Cohen und Anne Wilkes Tucker stattfindet. Aus dem Interview erschließt sich auch, warum und wie Cohen seinen Stil fand und was er damit erreichen möchte.

Dann folgen die Bilder zu „Grim Street“. Chronologisch sortiert und enstanden von 1967 bis 1990 ist ihnen nur die Jahreszahl und eine knappe Beschreibung des Bildmotives angehängt. Die Fotos sind groß genug, um direkt zu sprechen. Und das tun sie.

„Wenn Du die Straße riechen kannst, dann ist es ein gutes Straßenfoto“, sagte einmal Bruce Gilden. Und das trifft auf jedes einzelne Foto Cohens zu. Das hängt damit zusammen, dass es Cohen überhaupt nicht darum ging, perfekt auskomponierte Aufnahmen aus der Distanz zu machen. Nein, Cohen hatte einen Riecher für die besonderen Momente. Er sah ein Detail und eine Nanosekunde später entstand das Foto.

„Wenn Deine Bilder nicht gut genug sind, warst Du nicht nah genug dran“, stammt, um noch einen großen Fotografen zu zitieren, von Robert Capa. Und ich möchte behaupten: Im Blick auf das Gesamtwerk „Grim Street“ war Cohen näher dran als der größte Teil aller Straßenfotografen. Nah dran zu sein war elementarstes Konzept, wenngleich seine Kritiker behaupten, er wäre schon zu nah dran gewesen.

Mark Cohen, Grim Street © Mark Cohen

Fotografiert hat er mit einem Weitwinkelobjektiv, das eine große Schärfentiefe zuließ und für etwa die Hälfte der gezeigten Fotos benutze er einen Blitz. Da Cohen gern in der Dämmerung fotografierte, hebt das grelle Licht die fotografierten Personen wunderbar hervor und lässt den urbanen Hintergrund Hintergrund sein.

Technik interessierte Cohen freilich nicht, er fotografierte sehr spontan. Vorfokussiert, abgedrückt aus der Hüfte und ohne durch den Sucher zu schauen. Cohen bezeichnet seine Art zu fotografieren als „invasiv“ und er gehörte zu den ersten Straßenfotografen, die dermaßen nah mit zusätzlichem Licht an Menschen herangingen.

Dabei war es ihm gleich, ob die Komposition schön oder gerade war. Abgeschnittene Arme, Köpfe und Füße gehören für ihn dazu, als ob es das Normalste auf der Welt wäre. Nur dem verwöhnten Auge fällt dies zunächst negativ auf, jedoch gewöhnt man sich sehr rasch daran – wenn man sich auf Cohens Bilder einlassen kann.

Er fotografiert so eng an den Personen, dass ich als Betrachter eine Weile brauche, um überhaupt so nah an Menschen heranzuwollen, da Cohen mich – ohne zu fragen – mitreißt. Die Fotos sind innerhalb der Komfortzone der Menschen enstanden und damit außerhalb meiner. Wenn ich mich jedoch dafür öffne, spüre ich das Leben. Es entsteht eine Art Intimität zu den fotografierten Menschen, die mir immer wieder neu ist.

Mark Cohen macht keine einfachen Bilder. Das wollte er nie und betont dies in Interviews immer wieder. Doch seine schweren, explosiven Fotos haben Charme. Einen Charme, den nicht jeder mag und den nicht jeder mögen muss.

 

Nun habt Ihr wieder ein wenig Lesefutter für die nächsten Wochen und ich hoffe, dass Euch das eine oder andere Buch angemacht hat. Ich finde sie alle toll. Falls Ihr noch nicht genug habt und die anderen beiden Teile noch nicht kennt: Teil 1 und Teil 2. So. Und ich linse derweil schon auf die nächsten Bände, die ich vorstellen werde.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr bezahlt jedoch keinen Cent mehr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on Fantastische Bildbände zur Straßenfotografie, Teil 3

Posted in Equipment

 

4. Juli 2013

04 Jul

Ein Beitrag von: Benjamin Schubert

up in the air © Benjamin Schubert


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on 4. Juli 2013

Posted in Equipment

 

Die Essenz der Verzauberung

04 Jul

Ein Beitrag von: Cem Edisboylu

Als sie wieder vom Schwimmen zurückkam, glitzerte das Salzwasser auf ihrer hellen Haut in der späten Sonne. Die weißen Zähne strahlten in ihrem hübschen Gesicht, als sie mit ihren Schwestern herumalberte und die tiefschwarzen Locken umrahmten die funkelnden hellgrünen Augen. Ich war berauscht von dem Anblick, mein Herz klopfte wild, der Atem stockte mir und ich konnte meinen Blick einfach nicht abwenden.

Was sich wie der Auszug aus einem schlechten Groschenroman liest, ist ein reales Bild, eine Erinnerung aus meiner Jugend. Es entwickelte sich daraus eine kurze und intensive „Amour fou“, die natürlich schlecht ausgehen musste.

In meiner anschließenden Trauer über den Verlust sagte ein englischer Urlaubsfreund zum Trost einen denkwürdigen Satz zu mir, der mich bis zum heutigen Tag beschäftigt: „It’s not the girl, it is just the need in you.“

© Cem Edisboylu © Cem Edisboylu

Grau ist alle Theorie

Meine heutige Überzeugung hierzu ist folgender Kompromiss: Es ist also durchaus die Frau, die besondere Attribute besitzt wie Schönheit, Anmut, Liebenswürdigkeit, Verführungskunst und diese unbewusst oder bewusst einsetzt und ausstrahlt. Auf der anderen Seite braucht es aber auch einen speziellen Empfänger, der für diese individuelle Form der ausgestrahlten Reize zugänglich ist, ihnen Wert beimisst, empfindlich reagiert.

Da ich davon ausgehe, dass zumindest Teilbereiche dieses persönlichen Empfangsrasters durch die eigene Geschichte geformt werden, stellt sich mir die Frage, ob meine Sicht auf eine faszinierende Frau überhaupt zeitgemäß und verständlich ist.

Andererseits erreiche ich mit Fotografien, die mir persönlich besonders gut gefallen und die möglicherweise eine etwas antiquierte Darstellungsweise von Weiblichkeit und Anmut verfolgen auch einen breiten Konsens, so dass ich zu hoffen wage, dass hier eine zeitlose, universelle Gültigkeit vorliegen könnte.

© Cem Edisboylu © Cem Edisboylu

Eine Leidenschaft entsteht

Als ich vor wenigen Jahren anfing, mich ernsthaft mit der Fotografie zu beschäftigen, hat sich mein Lieblingsmotiv schnell herauskristallisiert. Von der weiblichen Schönheit und Anmut war ich schon immer fasziniert und in den Bann gezogen. Ausstrahlung, Güte, das Lächeln oder die Tränen einer tollen Frau, die in sich selbst ruht: Das hält die menschliche Welt für mich im Innern zusammen.

Selbst abweisende Arroganz und Langeweile können einer schönen Frau stehen und sie umso begehrenswerter machen, sofern sie sich dieses schlechte Betragen im Vorfeld redlich verdient hat. Und nicht zuletzt ist das Thema Sexualität und Verführung natürlich ein riesiger spannender Themenbereich für sich.

© Cem Edisboylu © Cem Edisboylu

Wenn ich mir ein Modell ausgesucht habe, fange ich meine Anfrage oft mit den Worten „Du gefällst mir“ an. Das meine ich dann auch so und das ist für mich eine Grundvoraussetzung, um eine gute Arbeit zu generieren.

Ich weiß dann, dass ich mich stundenlang mit dem Modell beschäftigen kann, was ich durch Vorbereitung, Shooting und Nachbereitung ja auch muss, ohne mich zu langweilen. Aber was noch viel wichtiger ist: Diese spontane Sympathie macht mich beim Shooting empfangsbereit für den magischen Moment, falls er sich denn blicken lässt. Dann, wenn mir überwältigt der Atem stockt und ich tunlichst nicht vergessen sollte, den Auslöser zu drücken.

© Cem Edisboylu

Diesen perfekten Moment erleben, einfangen, konservieren und teilen zu können, ist wunderbar und gelingt mir leider nur sehr selten. Aber wenn ich ihn gebannt habe, dann ist das pures Glück to go. Es ist die Suche nach der Essenz, vielleicht ähnlich sonderbar wie Jean-Baptiste Grenouille bei der Zusammenstellung des perfekten Parfums, nur dass die Fotografie hier meist weniger brutal vorgeht als die Parfümerie.

Der Moment, in dem der Tierfotograf nach monatelanger Suche im sibirischen Wald unvermittelt auf den seltenen Tiger stößt, dieser glücklicherweise irritiert ist und der Fotograf, der sich momentan emotional im freien Fall befindet, eine Sekunde Zeit hat, sein Foto zu machen, bevor das Tier für immer im Unterholz verschwindet.

© Cem Edisboylu

Eine wunderschöne, menschliche Erfahrung ist es für mich, wenn das Modell sich öffnet und man einen Blick auf die Seele hinter der Fassade werfen darf, ganz egal, ob das im Gespräch passiert oder ich es beim Fotografieren merke. „True colors“ würde wohl Cyndi Lauper dazu sagen.

Das ist dann eine große Ehre, die mich für jede eingesetzte Minute des Shootings entschädigt, selbst wenn ich nicht das für mich perfekte Foto mit nach Hause gebracht habe. Das ist die Arbeit mit dem Menschen und ein direktes ehrliches Feedback, das ich in meinem Job als Programmierer vermisse. Ich genieße andererseits aber auch die Freiheit sehr, mir meine Modelle für diese Zusammenarbeit aussuchen zu können und bin froh darüber, hier nicht finanziell abhängig zu sein.

© Cem Edisboylu

Und noch etwas zur Umsetzung?

Schwarzweiß zu arbeiten hilft mir, den Blick auf das Wesentliche zu konzentrieren, eine nur durch Farben provozierte Emotionalität zu unterdrücken. Natürlich kann es sein, dass ein gutes Foto durch die Farben noch stärker wird, aber das entscheide ich erst in der Nachbearbeitung der Raw-Datei.

Ein frontales Portrait mit direktem Augenkontakt ist wohl die reinste Art, das Wesen des fotografierten Menschen zu vermitteln. Manchmal entwickeln aber auch Begleitbilder einer Serie erfreulicherweise eine hohe Eigendynamik und können für sich selbst stehen.

© Cem Edisboylu

Es macht mir Spaß, mir eigene Fotoszenarien auszudenken, sofern sie auf einer guten Inspiration basieren. Aber es ist sehr schwer, etwas Neues zu finden, die meisten Themen sind schon sehr abgenutzt. Selbst die Fashion-Fotografie kann einen geeigneten Rahmen für meine Suche abgeben. Was mich aber generell mehr interessiert als die schicken neuen Markenstiefel, ist die Interpretation der Szene durch das Modell. In der Glaubwürdigkeit liegt hier für mich der Schlüssel zur Schönheit.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on Die Essenz der Verzauberung

Posted in Equipment

 

3. Juli 2013

04 Jul

Ein Beitrag von: Julia Wengenroth

Sailor's knot © Julia Wengenroth


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on 3. Juli 2013

Posted in Equipment

 

Auf den Hund gekommen – ein etwas anderes Hundeportrait

03 Jul

Ein Beitrag von: Martina Woll

Man kennt ja die gruseligen 0815-Hundeportraits des alteingesessenen örtlichen Fotostudios. Das arme Tier sitzt unruhig mit Korb, Schleifchen und Spielzeug ausgestattet vor einem neutralen Hintergrund und weiß nicht, wie ihm geschieht.

Der Vorhof zur Hölle? Spätestens nach der Bearbeitung des Bildes in Sepia und dem Zaubern einer ovalen weißen Vignettierung steht fest: Ja, willkommen in der visuellen Hölle!

Also Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und das ist auch gut so. Wäre ja langweilig, wenn alle das Gleiche schön finden würden. Es gibt sicher auch schöne Hundeportraits, die im Studio entstehen und mit einer schönen Bildbearbeitung versehen sind. Aber mein Geschmack ist es leider nicht. Ich bin kein Studiofotograf und mag lieber ungestellte, lebendige, echte Fotos. Egal ob beim Menschen oder beim Tier.

© Martina Woll

Jetzt habe ich noch nicht so viele Haustiere fotografiert – wenn ich recht überlege, eigentlich noch gar keine, zumindest nicht ernsthaft. Denn als ich Haustiere hatte (und ich hatte viele: Hasen, Katzen, Meerschweinchen, Vögel, Ziesel, Rennmäuse, Fische, ja sogar einen Hund), habe ich noch nicht fotografiert und seit ich ernsthaft fotografiere, habe ich keine Haustiere mehr. Wie das Leben manchmal so spielt.

Seit einiger Zeit nun überlege und überdenke ich ein Fotoprojekt, welches ich bald starten möchte. Es hat – trommelwirbel – mit Hunden zu tun. Wer hätte das gedacht.

Kürzlich unterhielt ich mich mit einer Fotografenkollegin und irgendwie kamen wir über Katzenfotos auf den Hund. Und weil ich ja unbedingt meine Fähigkeiten als Hundefotograf testen wollte, hatten wir uns dann ganz spontan für nachmittags verabredet. Sie ist nämlich das Frauchen von Butch, einem achtjährigen Boxer-Staffort-Terrier-Mix.

Sie hatte mir noch ein Bild von Butch gemailt, worauf er recht klein und schnuckelig aussah. Ich war entsprechend „geschockt“ als ich ihn dann in Natura sah: Kein Riese, aber doch nicht so klein wie erwartet. Aber ‘ne echt coole Socke, dieser Butch!

© Martina Woll

Ich mag also wie bereits erwähnt lebendige Fotos. Für mich gehört in diesem Fall Verwacklung, Unschärfe und schönes Korn bzw. Rauschen durchaus dazu.

Meine DSLR mit den lichtstarken Objektiven habe ich also zu Hause gelassen und stattdessen eine kleine Systemkamera mit einem eher lichtschwachen, leichten Zoom mitgenommen. Bei ISO 1600 und Blende 3,5 bis 5,6 für diese Art von Fotos geradezu perfekt.

© Martina Woll

© Martina Woll

Wir gingen also ganz entspannt und ohne den Druck, unbedingt ein preisgekröntes Foto schießen zu müssen, mit Butch eine Runde im Wald spazieren. Stellenweise war es dort fast schon zu dunkel für die Kamera, weshalb die Bilder bei schnelleren Bewegungen des Hundes dann verwackelten.

Aber das war ja mehr oder weniger gewollt, bis zu einem bestimmten Grad zumindest. Gänzlich verwackelt sollte das Bild dann doch nicht sein, sondern nur der Körper des Hundes oder Teile davon wie Schwanz oder Kopf oder eben umgekehrt, also Körper scharf, Umgebung verwackelt, um die Bewegung beziehungsweise Lebendigkeit des Tieres sichtbar zu machen. Es musste halt in sich stimmig sein und zum Gesamtbild passen.

© Martina Woll

© Martina Woll

Nun wollte ich aber nicht nur leicht verwackelte oder unscharfe Bilder machen, sondern auch durch einen ungewöhnlichen Bildschnitt etwas Spannung mit einbringen. Bei mir gibt es deshalb auch mal nur einen halben Hund zu sehen oder nur mal den Kopf, das Hinterteil oder eine Pfote.

Mir ist hier wichtig zu erwähnen, dass ich den Bildschnitt bereits beim Fotografieren wähle und das Foto nicht nachträglich am Bildschirm zurechtschneide. Ich möchte, dass meine Bilder beim Fotografieren entstehen und nicht in der Nachbearbeitung. Diese bezieht sich am PC daher lediglich auf die Farbgebung und den Kontrast des Bildes.

© Martina Woll

© Martina Woll

Aber zurück zu unserm Kurztrip in den Wald.

Ich hatte Butchs Frauchen gebeten, sich einfach mit ihm zu beschäftigen und mich gar nicht zu beachten. Leckerlis geben, Stöckchen holen, an der Leine gehen, frei laufen, sich austoben, was man eben beim Gassigehen so macht. Wir waren vielleicht eine halbe Stunde unterwegs und die Zeit war völlig ausreichend, um ein paar schöne Fotos zu schießen. Für mich sagen solche Bilder viel mehr aus als gestellte Hundeportraits im Studio.

© Martina Woll

Ein paar gestellte Bilder musste ich dann aber doch machen und bat Butchs Frauchen hierfür mit ins Bild. Und selbst hier möchte ich vom Standard abweichen und ein etwas anderes Portrait zeigen.

Wer meine Arbeiten kennt, der weiß, dass ich das Motiv gern auch mal nur klein zeige, sei es nun eine Person, ein Flugzeug oder ein Tier. Ich liebe es, solche „Such das Motiv“-Bilder zu kreieren, die auch die Umgebung mit einbeziehen und viel Raum für Gedanken lassen.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on Auf den Hund gekommen – ein etwas anderes Hundeportrait

Posted in Equipment

 

2. Juli 2013

02 Jul

Ein Beitrag von: neekon59

Bis zum Gipfel © neekon59


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on 2. Juli 2013

Posted in Equipment

 

How to Make the Best Camera Case Ever — a Dog Camera Cozy!

02 Jul

Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

The perfect DSLR camera case can be hard to come by.

And more often than not, it doesn’t even resemble any of your fave animals. What gives?

That’s where the DIY Dog Camera Cozy swoops in to save the day. It’s a soft camera cozy for your DSLR, and our pal Sarah Goldschadt is the clever crafter behind it.

Here’s the story from Sarah:

“In 2009 I bought my first DSLR …I had recently learned how to crochet with the help of my friend Alicia Kachmar.

I ended up using the basic shape of slippers to create a lens cover and then kept crocheting around my camera to see what would happen.

When I finished, adding on buttons and ears seemed like a no-brainer. Since then, I’ve upgraded to a better camera and bought a new lens, so it’s always the perfect excuse to crochet a new cover.”

Inspired? Get your craft on, and make your best friend look like man’s best friend.

Make a Crochet Dog Camera Cozy

On Crocheting for Your Camera

The following are basic steps used to create your own camera cozy. Below each step, we included the crocheting techniques that will help you for that part of the DIY.

If you already know how to crochet, perfect! Follow along with the basic steps below or get more precise with the more detailed pattern that Sarah has available as a download.

If you’re new to crocheting, get started with some quickie video lessons at the Lion Brand Learning Center.

Since there are many camera and lens combinations, you’ll find it easier to test your work on your camera and lens to ensure the best fit.

The completed sample cozy that fits a Cannon 7D with 35 mm lens is available for sale, too!

Ingredients:

  • Worsted weight yarn color of your choice
  • Crochet hook to correspond with your yarn size
  • Yarn needle
  • Scissors
  • 4 buttons (two for the eyes, one for the nose, one to attach the case at the bottom)
  • Sewing thread
  • Sewing needle

STEP 1: Make a Circle for the Nose

beforeSingle crochet a circle and increase until it matches the width of your lens cap.

For those just getting started, here are some helpful tutorials: Chain, Slip Stitch, Single Crochet, Crochet a Circle

STEP 2: Crochet a Snout

before Single crochet around and around until it’s the length of your lens.

Helpful tutorial: Single Crochet

STEP 3: Do a Little Turn

beforeTurn your work and use half of the stitches to single crochet back and forth. It should be long enough to go over the top of your camera and down to the bottom of your viewer.

You might want to lay it over your camera and eyeball how much more you need to crochet. The end result will fit over your lens, wrap over the top of your camera, around the back, and button on the bottom of the “snout.”

Helpful tutorials: Turning Chain, Turning your Work

STEP 4: Complete the Body

beforeDecrease each round on both sides until 4 stitches remain. Chain 4 then join the chain to the 4th stitch in the last row with a slip stitch to form a loop for a button. Turn and crochet over the chain to reinforce it. Fasten off all ends and trim the excess yarn.

Helpful tutorials: Decreasing, Chain, Fastening Off

STEP 5: Make the Ears

beforeTo create a dog ear, chain 7, chain one and single crochet back and forth (with 7 stitches total in each row) until you’ve reached a desired length.

Decrease each row on both sides until 2 stitches remain. Single crochet around the entire shape and fasten off. Trim excess yarn. Repeat to make another ear.

STEP 6: Add Buttons for the Nose, Ears, Eyes

Attach the case to your camera and use your judgement to find the best places for the eyes, nose, ears, and button on the bottom of the case.

Take the case off and with extra yarn and a yarn needle, attach the ears with a whipstitch, then sew on the buttons and other features with sewing thread and sewing needle.

Helpful tutorial: Seaming

before before

Taking It Further

The cozy can easily be modified to be a cat or bee or anything else you can dream of. Use embroidery thread to add whiskers or try making eyelashes.

Related posts:

  1. Make Your Own Camera Case Recently in the forum… Share your photos: Curves, Sky, Flowers,…
  2. Turn a Book Into a Top-Secret Camera Case Extra photos for bloggers: 1, 2~Have a cool photo product…
  3. Construct a Colossally Cute Camera Case   This Photojojo made possible by… ~Advertise with theWorld’s Greatest…


Photojojo

 
Comments Off on How to Make the Best Camera Case Ever — a Dog Camera Cozy!

Posted in Equipment