RSS
 

Archive for the ‘Equipment’ Category

Augenschmaus: Menü um gegarte Auberginen

09 Aug

Ein Beitrag von: Julie de Mey

Manche Zutaten muss man erst ins Herz schließen, damit ein herrliches kleines Tischmahl entstehen kann. Es lässt sich ohne viel Aufwand zubereiten. Schön angerichtet, kann man damit ein wenig Eindruck schinden oder einfach nur ein Abendessen lang mediterrane Ferien im Alltag zelebrieren. Die Aromen lassen sich vielfältig weiterentwickeln, so entsteht für jeden seine persönliche Zutatenliebe.

© Julie de Mey

Es gibt Zutaten und Gemüsesorten, die ich jahrelang bewusst oder unbewusst ausklammerte. Bei manchen reichte bereits eine bestimmte Zubereitung, um mich vom Fleck weg davon zu überzeugen, sie zukünftig nicht mehr links liegen zu lassen. So erging es mir unter anderem mit Rosenkohl, der mit einem Schuss Milch oder direkt ganz in Milch gekocht nicht mehr so kohligbitter schmeckt.

Mit frischer, gegarter Rote Bete aus dem Ofen, die ganz anders und viel besser als die vorgekochte, vakuumierte Knolle schmeckt, mit großen Mengen Koriandergrün in einem köstlichen Chimichurri oder sauerwürzigem Sumachpulver in einem fein geschnittenem Tomatensalat.

An andere tastete ich mich Schritt für Schritt heran, vermischte sie als erste Annäherung mit Lieblingszutaten wie Naturjoghurt, Tomaten, Sesampaste, Safran oder Brotteig. Erst sparsam, dann mutiger. Und dann gab es bei nahezu allen Versuchen diesen einen Moment, in dem es stimmte. Es schmeckte. Sogar köstlich! Seitdem geht es nicht mehr ohne, die Vorratsgläser und Gemüsefächer sind gefüllt.

© Julie de Mey

Mohn? Als knackiger Blaumohn in Salaten plötzlich sehr geschätzt, die Dampfmohnliebe im süßen Plunder bleibt allerdings immer noch aus. Paprikapulver? Als einfallslose Gulaschwürze abgestempelt, bis ich geräuchertes Pulver in die Finger bekam.

Auch die unverkennbare Farbe half bei der Überzeugung, der Geschmack schmiegt sich rauchig um Pfannenkartoffelscheiben, sorgt für die nötige Aufregung in Buttermilchmarinaden für Geflügel oder verändert Farbintensität und Ölgeschmack im Dressing – besonders gut in Kombination mit frisch gepresster Orange.

Meine neueste Liebe: Aubergine. Viel zu oft ölig triefend, knatschig oder in zu weichem Tempurateig gesehen und eher skeptisch probiert. Es folgten erste Annäherungen in Baba-Ganoush-Form. Nun habe ich eine für mich wunderbar stimmige Kombination gefunden, die oben genannten Zutaten helfen ergänzend. Das Ergebnis: Ein kleines, unkompliziertes Tischmahl für zwei Personen aus meinen alten und neuen Zutatenlieben.

© Julie de Mey

Gegarte Auberginenscheiben mit Tomaten

Portionen: 2
Zubereitungszeit: 30 Minuten

2 Auberginen
10 – 14 Tomatenscheiben
2 TL Sumachpulver
1/2 TL Harissapulver (am besten vom Gewürzhändler Eures Vertrauens oder selbst gemischt)
4 – 5 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Ein Backblech mit Backpapier belegen, die Auberginen in etwa 1,5 cm dicke Scheiben schneiden und auf dem Blech nebeneinander platzieren. Falls sie zu sehr „schwitzen“, mit einem Haushaltstuch trocken tupfen. Die Tomatenscheiben halbieren und auf die Auberginen verteilen. Harissa und Sumach mischen und über die Scheiben streuen, danach mit 2 – 3 EL Olivenöl beträufeln und bei 180 °C Ober- und Unterhitze 10 Minuten garen. Erneut mit 2 EL Öl beträufeln und weitere 5 – 10 Minuten fertig garen. Mit Salz und Pfeffer würzen, noch warm mit Joghurt-Dip und Mohnfladen servieren.
 

Joghurt-Sesam-Dip

Portionen: 2
Zubereitungszeit: 10 Minuten

200 g Naturjoghurt (wahlweise auch Ziegen- oder Schafsjoghurt)
1 EL Tahina (Sesampaste)
1 EL gehackte Petersilie oder Koriander
1 TL geräuchertes Paprikapulver
Salz und Peffer

Die Zutaten vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ein paar Spritzer Limette oder geröstete Sesamsamen können nach Belieben ergänzt werden. Falls der Dip nicht sofort serviert wird, sollte er kühl aufbewahrt werden.
 

Mohn-Fladen

Portionen: 10 – 12 kleinere Fladen
Zubereitungszeit: 25 Minuten zzgl. Kühlzeit

120 g Mehl
1/4 TL Backpulver
1 gehäufter EL Blaumohnsamen
1 ordentliche Prise Salz
45 ml Wasser
20 ml Olivenöl

Die trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen, Öl und Wasser hinzufügen und mit einem Löffel kurz verrühren, damit sich alles gut verteilt. Mit bemehlten Händen nicht zu lange kneten, bis ein weicher, aber nicht klebriger Teig entstanden ist. In Folie oder einer Gefriertüte mindestens 30 Minuten (geht auch gut über Nacht) kühlen.

Den Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen, zwei Backbleche bereithalten. Den Teig etwa 5 mm dick ausrollen, dann Kreise mit einem runden Ausstecher oder einem kleinen Glas abstechen. Die Kreise jeweils so dünn wie möglich auf einer bemehlten Oberfläche ausrollen und auf den Blechen verteilen. Die Fladen etwa 5 Minuten lang backen und gut im Auge behalten – sie sollen gar sein, aber nicht stark bräunen.

© Julie de Mey

Fotorezept

Das Essen steht bei meinen Fotos im Mittelpunkt. Geschirr und Untergrund schaffen eine bestimmte Atmosphäre, sind aber so zurückgenommen, dass sie dem Gericht den nötigen Raum lassen. So, wie es zu sehen ist, kommt es aus Topf oder Ofen und so würde ich es auch unfotografiert anrichten. Nach dem Fotografieren wird eigentlich immer direkt verköstigt (daher muss es bei warmem Essen recht flott gehen). Gestellte Zubereitungsfotos fallen mir eher schwer, da ich mich gedanklich beispielsweise dem Teig kneten widme, die Hände voll und klebrig sind. Manchmal zeichnet der Zufall aber trotzdem ein schönes Bild, so wie die beiden Fotos mit dunklem Untergrund auf meiner Küchenarbeitsplatte.

Meine Devise: Ungekünstelt und echt, keine Schleifchen oder zu viel Firlefanz. Es gibt herrliche Foodfotos, aufwändig gestylt, hier und da ein Krümelchen, hingestreute Zutaten, drappierte Accessoires. Das kann wirklich toll aussehen, muss es aber nicht. Vielen fällt es schwer, leere Flächen auszuhalten. Mich reizt es. Ich probiere gern aus, spiele mit Farben und Strukturen.

Oft fotografiere ich aus der Vogelperspektive, die Speisen stehen dann auf dem Boden (so auch das Gericht auf weiß) oder einem niedrigen Tapeziertisch. Als Untergründe verwende ich Bettlaken, Tischtücher, Stoffreste oder Sperrmüllbretter. Manchmal klemme ich ein weißes Brett als Reflektor ein, das hat mir auch bei dem Hochkantfoto die Schatten weicher gemacht.

Die Anordnungen von Tellern überlege ich mir manchmal vorher, meistens entsteht die Idee aber erst final beim Kochen oder Backen. Die Anordnung von Tellern, Schüssel und Besteck probierte ich bei diesem Gericht mit leeren Tellern auf dem weißen Tuch aus, während die Auberginen die letzten Backminuten verbrachten. Bewölktes Tageslicht ist mein liebstes Licht. Die Verwaltung und Bearbeitung der Fotos nehme ich mit Lightroom vor.

~

Du hast auch ein leckeres Rezept und die passenden Food-Fotos dazu, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen? Dann werde einfach selbst Teil von „Augenschmaus“!


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on Augenschmaus: Menü um gegarte Auberginen

Posted in Equipment

 

Von Juxtapositionen und ƒ/11

09 Aug

Ein Beitrag von: Kin Wing, Wong

Ich bin Amateur-Straßenfotograf, aufgewachsen in Hong Kong und lebe gerade in Stockholm. 2002 fing ich an, zu fotografieren, nachdem ich mir meine erste Kamera gekauft hatte. Der Grund für den Kauf war meine Frau, die sich oft darüber beschwerte, dass ich ab und an ihre Filmkamera benutzte, um Sachen in besonders komischen Kompositionen zu fotografieren. Ich nehme an, dass sie ihre Beschwerde jetzt bereut, da ich nun ein sehr teures Hobby angefangen habe.

Ich fing nämlich mit der Landschaftsfotografie an und trug oft einige Kilogramm Equipment umher. Zwei Kamera-Bodies, ein schweres Stativ, verschiedene Zoom- und Festbrennweiten, ein paar Filter und und und. Und das, um verscheidene Länder zu bereisen wie Island, Grönland, Japan, Frankreich, die Schweiz und viele mehr.

© KinWing, Wong

Ich war wie besessen von Ausrüstung und Bokeh. Fast alle Objektive hatten Blende 2.8 oder größer. Diese Vernarrtheit dauerte viele Jahre an, bis ich Henri Cartier-Bressons Valencia, Spain 1933 sah. Ich war sehr stark beeindruckt von der surrealen Wirkung und der Botschaft bzw. Geschichte dahinter. Und obwohl das Foto 1933 aufgenommen wurde, kann es mir immer noch so viele große Gefühle geben. Wunderbar!

Gleichzeitig verstand ich, dass ein großartiges Foto nicht nur eine Freude für die Augen ist, sondern ebenfalls eine Geschichte erzählt. Ich verliebte mich sofort in die Straßenfotografie und begann, von da an mit einer kleinen Kompaktkamera in der Stadt zu fotografieren.

Wie die meisten Straßenfotografen fotografierte ich primär in schwarzweiß, weil ich zum Einen das Nostalgische, zum Anderen die Vereinfachung der Komplexität der Straße mochte. Und weiter hat das Arbeiten mit schwarzweiß einen großen Vorteil: Die Anpassung der Helligkeit mit dem Herausfiltern der Farben.

© KinWing, Wong

Bezüglich des Foto-Stils folge ich einem grundsätzlichen Straßenfotografie-Prinzip: In der Straßenfotografie geht es um 99% missratene Fotos. Deswegen laufe ich sehr viel und mache zahlreiche Aufnahmen. Das bringt mir die meisten Möglichkeiten.

Fotografie ist für mich nicht das Gleiche wie Kunst. Ich muss keine große Idee haben, wenn ich auf die Straße gehe, weil die witzigen und zufälligen Szenen, die man sich vorstellt, sowieso nicht direkt vor mir passieren. Außerdem könnten zu viele vorgefertigte Ideen die eigene Kreativität behindern. Was man braucht, ist, draußen zu sein, zu beobachten und abzudrücken. Achja, wer so fotografiert, der braucht auf jeden Fall ein paar gute Schuhe.

© KinWing, Wong

Zu Beginn schaute ich meist auf Licht, Schatten und interessante Reflexionen, da beides relativ schnell einen surrealen Charakter erzeugt. Diesen Stil verfolgte ich so lange, bis ich dem Ganzen irgendwann überdrüssig wurde und mich fragte:

Was kann ich in Stockholm im Winter machen, wenn es fast ein halbes Jahr lang kein Sonnenlicht gibt, wenn ich nur Licht und Schatten fotografiere? Kenne ich die Straßenfotografie überhaupt, wenn ich immer einen Spiegel oder eine Scheibe für Reflexionen brauche? Welche Botschaft übermitteln meine Fotos denn?

Deshalb begann ich, langsam meine Art des Beobachtens vom Suchen nach Schatten und Reflexionen hin zur Suche nach Juxtapositionen und Verbindungen hin zu verändern. Ich versuchte, das Außergewöhnliche im Gewöhnlichen zu finden und „out of the box“ zu denken. Kürzlich habe ich die Farbfotografie für mich entdeckt, nachdem ich ein Interview mit Alex Webb gelesen hatte.

© KinWing, Wong

Dieser beschreibt darin seine Erfahrungen in dieser komplexen Welt und ich verstand, dass Vereinfachung und das Vermeiden des Komplexen mit schwarzweiß eigentlich vergeblich ist. Im Gegenteil kann die Nutzung von Farbe zur Abbildung der Realität der Welt sehr bedeutsam sein.

Von der technischen Seite her fotografiere ich am liebsten mit einer Kompaktkamera und besitze derzeit eine Leica X1* und eine Sony Rx1*. Beide Kameras wurden in vielen Rezensionen ob ihres langsamen Fokussiertempos und fehlendem Sucher degradiert; jedoch sind beide Probleme für mich nicht existent, da ich immer auf 0,5 oder 1 m mit f/8 oder f/11 vorfokussiere und mich so nur um den Ausschnitt und den Moment kümmern muss.

© KinWing, Wong

© KinWing, Wong

Ich persönlich glaube, dass präzises Fokussieren nicht wichtiger ist als der Inhalt des Bildes. Desweiteren mag ich lieber das Display zum Komponieren als einen Sucher, um Aufruhr unter den Leuten zu minimieren. Menschen sind oft kamerascheu. Sobald jemand einen Sucher vor ihre Augen hält, haben sie schon längst ihr Gesicht zur Seite gedreht. Und es gibt Straßenfotografen, die genau diesen Moment gern festhalten, ich jedoch nicht.

Mein Nachbearbeitungs-Ablauf ist recht einfach gehalten, da ich nur mit JPGs arbeite, verändere ich im Nachhinein nur Kontrast und Helligkeit oder konvertiere nach schwarzweiß.

Dieser Artikel wurde von Martin Gommel aus dem Englischen übersetzt.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on Von Juxtapositionen und ƒ/11

Posted in Equipment

 

Use Computer Errors to Make Your Photos Amazing.

09 Aug

Photos: Maria_Naverno, JuanCarlos87, Stasyaposhkute, Brianvw1, Juliefab.

Datamoshing sounds kinda like that fun thing you used to do when Slipknot came on the radio in 2002.

While pushing some punks around is totally fun, pushing pixels is fun and less likely to get you elbowed in the face.

So how do you push the pixels around in your photos? Glitché. It’s an app that lets you warp your photos using computer errors and bugs.

You get to pick from eight different types of glitches, each of which you can manipulate to your liking. Swirl, tap, and paint different effects like slit-scanning, 3D renderings (!!!), psychedelic color inversions, and datamoshing.

Within a few minutes of your first glitches, you’ll see why some call Glitché “the Instagram for digital psychedelia.”

In other glitch news, Year of the Glitch is selling glitch art blankets (Thnx, Doc!).

Glitché — Turn Phone Photos into Glitch Art [Thnx, Darby!]

p.s. We’re hiring for an amazing opening at Photojojo. Apply and learn more to be our Editorial & Community Lead.

Related posts:

  1. 10 Tips to Make Your Phone Photos Amazing;
    Plus, Our New Phoneography Blog! Phoneography is the best. No matter where you go, you’ve…
  2. 120 of 2008′s Most Amazing News Photos Getting a pal with a new camera to subscribe to…
  3. Turn your Computer and Webcam into a Photo booth with Cameroid and Phozi Sure your camera’s got 17 megapixels, a 10x zoom, and…


Photojojo

 
Comments Off on Use Computer Errors to Make Your Photos Amazing.

Posted in Equipment

 

Das Herz und die Schwere

09 Aug

In Heather Evans Smith’ Bildern könnte ich mich verlieren. Sie schafft das, was ich so liebe: Mit einem Foto eine Geschichte zu erzählen. Eine sehr gute wohlgemerkt, bei der man auf das Ende gleichermaßen gespannt ist, wie man es fürchtet.

Um Geschichten geht es vor allem in ihrer Serie „The Heart and The Heavy“ (Das Herz und die Schwere). Sie schreibt dazu:

Das Leben ist voll von Geschichten – einige sehr persönlich und spezifisch, andere universell. Meine Geschichte ist schön und kompliziert und bittersüß und hart. So wie das Leben ist, so sind die Fotografien.

the heart and the heavy © Heather Evans Smith

Auf dem ersten Bild der Serie sieht man Heather selbst auf einem Feld stehend. Auf ihrem Rücken ist ein kleines Haus festgebunden, Rauch steigt aus dem winzigen Schornstein. Heathers Gesicht ist zur Seite gedreht, ihre Haare scheinen noch in der Bewegung. Alles um sie herum ist unscharf. Der Fokus liegt mittig auf dem Häuschen.

Diese erste Geschichte ist sehr persönlich. Nachdem Heather ihre Tochter bekam, empfand sie neben der großen Freude auch die Schwere der Verantwortung für ein anderes Leben. Um dies bildlich umzusetzen, band sie sich das Häuschen um. Es wirkt schwer auf ihrem Rücken und ist umständlich zu tragen, wirkt aber gleichzeitig so auch liebevoll behütet.

the junk of the heart © Heather Evans Smith

Auch die weiteren Bilder der Serie sind von Heathers Leben inspiriert. Zu einigen Bildern finde ich leicht Zugang und glaube zu wissen, was sie bedeuten, kann sie sogar auf mein Leben übertragen. Andere scheinen direkt einem Märchen entsprungen zu sein und ich finde keinen Bezug zum Leben. Fazinierend sind sie jedoch alle auf ihre Weise.

Da ist zum Beispiel dieses Mädchen, das unter ihrem Kleid Zahnräder und anstelle ihres Herzens ein Schloss trägt. Mit der einen Hand zieht sie das Kleid zur Seite, die andere hält den Schlüssel. Schließt sie ihr Herz auf oder zu? Und warum liegt sie am Boden, mit schmutzigen Fingern?

rooted © Heather Evans Smith

Bei diesem Bild überschlagen sich meine Gedanken. Ich möchte zu gern wissen, was vorgefallen ist und wie die Geschichte wohl ausgehen mag. Aber Heather verrät nicht viel und lässt ihre Bilder sprechen. Und die haben einiges zu erzählen.

Wer Lust hat, ihnen zu lauschen, dem empfehle ich auf jeden Fall einen Blick auf Heathers Homepage oder Ihr folgt ihr direkt auf Facebook, um keines ihrer Fotos zu verpassen.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on Das Herz und die Schwere

Posted in Equipment

 

8. August 2013

09 Aug

Ein Beitrag von: Jürgen Modis

mosel2 © Jürgen Modis


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on 8. August 2013

Posted in Equipment

 

Panorama

08 Aug


Not really. Taken with an iPhone 4

. : LIGHT and SHADOW : .

 
Comments Off on Panorama

Posted in Equipment

 

Blickfang: Sunday 07/03/2010 – 03:22

08 Aug

Sunday 07/03/2010 - 03:22 © Maciej Dakowicz

Dieses Bild stammt aus dem Bildband „Cardiff after dark“* von Maciej Dakowicz. Dieser machte sich nach Dämmerung auf und fotografierte Menschen beim Party machen – und zwar in der gutbevölkerten Hauptstadt von Wales. Im Rahmen vieler Aufnahmen, die übrigens auf Flickr als ganzes Set zu betrachten sind, fand ich dieses Bild, das laut Bildunterschrift nachts um 3:22 Uhr aufgenommen wurde.

Ich sehe einen Mann, der sich gerade so etwas wie Pommes bestellt hatte und – vielleicht, weil er wie viele andere Protagonisten im Band – etwas alkoholisiert war, die Hälfte davon auf den Boden verschüttet hatte. Den Rest der Speise versuchte er mit seiner Plastikgabel zu retten. Den EXIFs des Bildes entnehme ich, dass das Foto mit einer 5D Mark II aufgenommen wurde.

Das Foto sagt mir deshalb so zu, weil das Bild es mir leicht macht, mich in die Person hineinzuversetzen. Ich kann mir gut vorstellen, nach einer durchzechten Nacht mit verzehrendem Bährenhunger an einem Kiosk aufzuschlagen und mein letztes Geld für eine Portion Pommes auszugeben. Endlich habe ich diese in der Hand, spüre schon die Hitze des Essens, jedoch bin ich noch so betrunken, dass im Moment des Hitzeschmerzes der Pappteller außer Kontrolle gerät und ich die Hälfte davon verschütte.

Ich schaue mir kurz den Boden an, der – durch meine getrübten Augen – eigentlich ganz anständig aussieht und denke „Ach, scheiß drauf“ und kratze den Rest der Pommes zusammen. Doch weil ich mich bücken muss, fällt auch der letzte Rest herunter und der Abend ist somit vollständig gelaufen. Den letzten Satz habe ich hinzugedichtet, doch ein Bild, dass es mir leicht macht, eine eigene Interpretation zu finden, ist für mich ein gutes Bild.

~

Die Fotografie an sich betrachte ich als sehr gelungen. Denn das Bild ist in zwei Teile geteilt – links sehe ich den gebeugten Mann und rechts erkenne ich, dass noch viele Menschen in Partystimmung auf der Straße sind. Weil der Kiosk beleuchtet ist, wandern meine Augen unweigerlich dorthin und der gebeugte Mann wird so zum Eyecatcher.

Das Foto wurde – meines Erachtens nach – nicht sonderlich nachbearbeitet und sieht relativ nach „out of cam“ aus. Nichts wird übertrieben oder verstärkt, denn der Moment an sich wirkt. Und das reicht. Ich mag es, wenn ich einem Bild abnehmen kann, dass die Situation so war, wie ich es sehe.

Cardiff after dark. Ein Bild, das den Titel des Fotobandes sehr gut symbolisiert.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, bekommen wir eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on Blickfang: Sunday 07/03/2010 – 03:22

Posted in Equipment

 

7. August 2013

07 Aug

Ein Beitrag von: Martin Waury

IMG_2786.jpg © Martin Waury


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on 7. August 2013

Posted in Equipment

 

Nirgendwo

07 Aug

Leon Kirchlechner hat sich auf die Suche nach dem Nirgendwo gemacht. Nirgendwo, das ist die Abwesenheit eines Ortes, zumindest in dem Sinne, dass er als solcher nicht erkennbar, vielleicht wiedererkennbar ist. Als Betrachter gegenständlicher Fotografie erwarte ich, Motive oder Szenen im Rahmen eines Ortes präsentiert zu bekommen und genau das wird mir verweigert.

Doch was passiert, wenn nicht nur Motive und Szenen ausbleiben, sondern auch der Rahmen dafür, der wenigstens erwartete Ort, den es sich abzubilden lohnen könnte? Beim Wort „Ort“ denke ich an Straßen, Häuser, Architektur. Oder Natur, üppiges Grün, Vegetation, vielleicht interessante Fels- oder Wasserlandschaften. Was bleibt noch übrig, wenn man all seine Erwartungen an Orte abzieht?

Nowhere © Leon Kirchlechner

Der Rest ist die Welt in Form feinen Pulvers, aufgelöst in ihre kleinsten Bestandteile, zerbröselt, einfach hingeworfen. In dieser Einöde sucht mein Betrachterblick immer noch voller Erwartungen nach den gewöhnlichen Eigenschaften eines Motivs: Linien, klare Farben. Begrenzungen, Muster, Regelmäßigkeiten. Größen- und Formunterschiede, die dem Ganzen Struktur geben und dem Auge Anhaltspunkte zum Erkennen und Verordnen.

Erst nach und nach lässt sich dieser suchende Blick auf die veränderten Gegebenheiten ein. So wird die Aufmerksamkeit auf natürliche, zufällige Farben und ihre Abstufungen gelenkt, auf feine Muster oder auch wieder die Abwesenheit jeglicher Regelmäßigkeit. Langsam gewöhne ich mich beim Betrachten an die Abwesenheit von Personen und Gegenständen, die vorhandene Räume füllen oder in ihnen Positionen einnehmen und so Spannung durch Abstände oder Verhältnisse erzeugen.

Nowhere © Leon Kirchlechner

Immer noch suchend wandert das Auge über Details: Stöckchen, Steine, Bereiche des Bodens mit von der Umgebung abweichender Farbe. Welche Schlüsse lassen diese abgebildeten Spuren von einmal Passiertem zu? Was ist an diesen Orten, die sich bisher als Nicht-Orte präsentiert haben, geschehen? Werden sie zu Orten, in dem Moment, in dem Spuren auf ihre Vergangenheit schließen lassen?

Und: Was hat den Fotografen Leon Kirchlechner bewogen, gerade diesen Nicht-Ort auszuwählen und zum Motiv zu machen? Denn mir scheint, auch am anderen Ende der Skala, auch mit dem Vorsatz, ein Nirgendwo zu zeigen, braucht es Auswahlkriterien. Oft finden sich zentrierte Kompositionen, ich vermute einen Anhaltspunkt, doch was genau ist zentriert, auf was soll meine Aufmerksamkeit gelenkt werden? Löcher, Durchgänge, gähnendes Nichts.

Nowhere © Leon Kirchlechner

Auf den ersten Seiten mischen sich verschiedene Sandfarben, es liegen ein paar Steine herum. Einmal: Ein Stein in der Mitte, ringsherum schwarze Erde. Überreste eines Brandes? Die Frage bleibt im weiten Raum hängen, es fehlen genauere Indizien. Hier und da Spuren von Zivilisation, doch eine universelle Abwesenheit von fast allem füllt den reichlich vorhandenen Raum aus.

Von Menschen gestaltete und geformte Strukturen aus Beton kämpfen mit ebenso Flächen füllendem Zufall, erzeugt von ewigen Naturgewalten, überwältigt von Wind und Wasser, um die Vorherrschaft im Bild. Sind es Überreste, nun sinnentleerte Teile eines ehemals Ganzen oder handelt es sich um den nie vollendeten Anfang von etwas, das überhaupt nie zu einem Ganzen wurde?

Nowhere © Leon Kirchlechner

Unterschiedliche Grade der Verschmelzung von natürlichem und von Menschen geformtem Material präsentieren sich, halten sich gegenseitig im Zaum. Bei genauem Hinsehen wird klar, dass sich auch in jene geradlinigen, glatten Betonwände Muster des Verfalls und des Zufalls gemischt haben. Das Material lässt sich nicht vollständig beherrschen, strebt gegen menschliches Einwirken zurück in seinen Ursprungszustand.

Gleichmäßig verteilt oder zu Gruppen zusammengedräng,t finden sich Ansammlungen von Kleinstteilen inzwischen undefinierbaren Ursprungs und unbekannten Zwecks. Stofffetzen, Beton und Stein tragen die Narben der Verwitterung, Abtragung – der Vergänglichkeit.

Nowhere © Leon Kirchlechner

Irgendwann vermengt sich alles, was wir den naturgegebenen Ressourcen abgerungen und umgeformt haben, wieder miteinander. Es ist ein unaufhaltsamer Kreislauf, der immer wieder an seinen unförmigen, ungestalteten, unstrukturierten Ursprung zurückführt – wie massiv die Betonwände auch sein möge, die wir zwischenzeitlich errichten.

Ganze Räume aus Beton werden präsentiert, die zwar martialisch wirken, deren Zweck aber nicht ersichtlich ist. Auch sie sind verschlissen, doch von welchen Kräften? Es ist keine Einfallsrichtung für äußere Einwirkung erkennbar.

Nowhere © Leon Kirchlechner

Die Serie steigert sich bis hin zu Bildern, auf denen tatsächlich fast nichts mehr zu sehen ist: Sie sind gänzlich abstrakt oder fast komplett schwarz. Man muss die Augen zusammenkneifen, um noch etwas zu erkennen.

Und dazwischen, hier und da: Eine Wolke, die unwirklich mitten im Bild, im abgeschlossenen Raum schwebt, fast durchsichtig, dennoch eindeutig da, anwesend, Raum beanspruchend. Zwischen all dem Zufall und Beton hat sie einen überraschend und verwirrend wesenhaftes Auftreten. Ein Stellvertreter für das abwesende Leben.

Nowhere © Leon Kirchlechner

In all die ruhige Abwesenheit jeglichen Motivs bricht der Lärm und die Aggressivität eines zerrissenen Vorblattes: Der Riss ist beim Ansehen nahezu hörbar, ebenso wie die Bilder ist er Überrest und Spur von etwas, was vorher dort passiert ist. Aus Nirgendwo wird „jetzt hier“. Nowhere – now here.

Nowhere
Leon Kirchlechner

Hardcover, Leineneinband
Offset-Druck, Fadenheftung
30 x 22 cm, 64 Seiten
Auflage: 800, nummeriert
ISBN 978-3-00-041744-3
29,80 €

Erschienen bei und vertrieben durch dienacht Publishing und Der Greif.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on Nirgendwo

Posted in Equipment

 

Sinopah Mountain Reflected in Two Medicine Lake at Sunrise II

07 Aug
Sinopah Mountain Reflected in Two Medicine Lake at Sunrise II

Sunrise at Two Medicine Lake with Sinopah Mountain reflected in the calm water – Glacier National Park

Glacier National Park has always been a special place for me. I’ve been guilty of driving far out of my way to visit, in some instances with 19 hour stretches of driving. The park’s amazing views and glacially carved valleys are mesmerizing. One of my favorite locations in the park is Two Medicine Lake with its crystal clear water, majestic peaks and amazing morning light. This is one of a few locations I visit that the longer I stand taking in the scene the more rejuvenated and healed I feel. All from taking in the view which makes me think of the following quote:

“Nature spontaneously keeps us well. Do not resist her!”

Henry David Thoreau

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

Sinopah Mountain Reflected in Two Medicine Lake at Sunrise II

The post Sinopah Mountain Reflected in Two Medicine Lake at Sunrise II appeared first on JMG-Galleries – Landscape, Nature & Travel Photography.

       

Related Stories

  • Sinopah Mountain Reflected in Two Medicine Lake at Sunrise II – Enclosure
  • Morning Mist – Glacier National Park
  • Morning Mist – Glacier National Park – Enclosure
Feed Ads by FeedBlitz
powered by ad choices

 


JMG-Galleries

 
Comments Off on Sinopah Mountain Reflected in Two Medicine Lake at Sunrise II

Posted in Equipment