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Archive for the ‘Equipment’ Category

Embracing Sturgeon’s Law as a Photographer

13 Aug

Theodore Sturgeon, a science fiction writer, had it right when he stated:

“Using the same standards that categorize 90% of science fiction as trash, crud, or crap, it can be argued that 90% of film, literature, consumer goods, etc. are crap.”

One could say Sturgeon’s Law, based on the quote above, was equally observant as it was prophetic seeing that the statement is applicable at most any time or about any artform. Sturgeon’s Law is good to keep in mind as you think about photographic projects and photo edit your work. While it may seem a bit harsh at first read, the more you take it to heart the pickier you’ll become about what work you share.

Sturgeon's Law: 90 Percent of Everything is Crap

No critic can be harsher about your work than you. The tougher and pickier you become the better the odds the work you show will be your best. Personally I think 98% of what I have in my library is “crap”. I find I sit and stew on my work more than ever. Given the flood of photographs that make it onto the web these days I consider it a social grace as much as a personal goal of mine to show only my best.

Sure it may sound a bit pompous, but to actually be super selective takes discipline and challenges you to strive to produce the best. Take the Sturgeon’s Law challenge. Are you up to it?

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

Embracing Sturgeon’s Law as a Photographer

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Dimensions of urban aesthetics

13 Aug

Ein Beitrag von: Abdullah Genc

„I have never felt salvation in nature. I love cities above all.“ So oder so ähnlich sprach einst Michelangelo. Und mir aus der Seele. Ich frage mich, wie es wohl heute um seine Ansichten stünde, wenn er die Möglichkeit hätte, den Victoria Peak in Hong Kong zu besteigen und ein Panorama unter seinen Füßen zu haben, das durch die Kraft seiner Einzigartigkeit eine Aura der Erhabenheit aus jedem noch so kleinen Winkel ausstrahlt.

Hong Kongs urbane Ästhetik trägt nicht zu Unrecht ihren Titel als vertikalste Stadt der Welt. Vielleicht hielte Michelangelo einfach nur still, schweigend, staunend und genießend. Denn manchmal ist es die Stille, die es vermag, Gedanken und Gefühlen Ausdruck zu verleihen, wenn Worte nicht mehr ausreichen. So wie beim Anblick dieser visuellen Pracht. Und nicht selten ergeht es mir in ähnlicher Weise.

Sehr oft frage ich mich, woher diese persönliche Faszination nach jenen künstlichen Welten wohl kommen mag, welchen Ursprung sie in mir hat. Eine Faszination, die mich verleitet, zu behaupten, wenn nicht gar festzustellen: Ja, ich bin ein Träumer. Denn oft ertappe ich mich dabei, wie ich wegdrifte und mir eine nicht unähnliche Welt nach eigenen Zutaten vorstelle, in die ich gedanklich flüchte: Stadt.

Hong Kong © Abdullah Genc

Formvollendete Bauten, die in ihrer Gesamtheit eine noch schönere optische Symbiose ergeben. Tag. Dämmerung. Nacht. Stille. Wasser. Vorbeiziehende Wolken. Atmosphäre. Licht und Schatten. Leuchtende Farben und Lichter der Nacht, die ihr Nötiges tun, um dem Ganzen Seele zu verleihen. Und meine Person mittendrin.

Es ist fast so, als wünschte ich, die Mittel wie Dom Cobb in Nolans Inception zu besitzen, der sich mit Hilfe künstlich erzeugter Träume seine eigene faszinierende Stadtwelt kreiert. Nicht zuletzt deswegen zählt jener Film zu meinen absoluten Lieblingswerken, die mich immer wieder inspirieren.

Inspiration gehört zu meinen wichtigsten Antriebsquellen. Denn vor nicht allzu langer Zeit entdeckte ich die Fotografie für mich, die mittlerweile zu einem sehr wichtigen Teil meiner Persönlichkeit geworden ist.

Einem nicht mehr wegzudenkenden Teil, da ich mit ihr ein Werkzeug gefunden habe, jene Faszination, Emotionen, Gedanken und was auch immer in mir drin ist, nach außen zu kanalisieren.

Hong Kong © Abdullah Genc

Hong Kong © Abdullah Genc

Und mich meiner Umgebung in einer Weise mitzuteilen, von der ich denke, dass sie zuweilen direkter und unmissverständlicher ist als meine eigene wörtliche Sprache. Meine Fotografie konzentriert sich, wie insofern unschwer herauszulesen ist, auf das Thema Stadt. Sei es die Darstellung von ästhetisch anmutenden Stadtszenerien sowohl bei Nacht als auch bei Tag.

Seien es Portraits von Menschen in nächtlichen Stadtkulissen inspiriert durch etliche Filme, die in mir als Filmnerd und in meinen Gedanken rumschwirren. Oder auch das authentische Leben auf den Straßen der Städte: Urbanität ist ein Thema, das mich sicher noch lange beschäftigen wird.

Mit dem großen Wunsch, auch einmal über den Tellerrand meiner heimatlichen Umgebung in Kiel und Istanbul zu blicken und auf der Suche nach neuer Inspiration, begab ich mich 2012 auf eine Reise nach Hong Kong und Dubai. Und ich war letztlich nicht enttäuscht, die Entscheidung für diese Städte aus dem Bauch heraus getroffen zu haben.

Kiel © Abdullah Genc

Denn was ich vorfand, war nicht nur atemberaubend wie mein Tag auf dem Victoria Peak; es ist auch furchteinflößend, vor einem Gebäude wie dem Burj Khalifa zu stehen. Sprich: Jede Menge unmittelbarer Momente städtischer Inspiration. Und die Kamera als Werkzeug und Ventil, jene Emotionen in Bildern auszudrücken.

Mein Equipment beschränkte sich dabei auf das Nötigste: Die zuverlässige Canon 5D Mk II, die 24-70mm f/2.8 und 70-200mm f/2.8 der gleichen Marke, ein Stativ und zwei Graufilter für Langzeitbelichtungen am Tag. Womit wir auch bei meiner bevorzugten Methode wären, das Werkzeug anzuwenden.

Denn die Langzeitbelichtung ist für mich ein probates Mittel, den Moment der seelischen Zeitdehnung auf die Bilder zu übertragen, die entstehen, nachdem ich etwas für mich entdeckt habe und für einen Moment innehalte.

Durch jene Momente auf meiner Reise entstanden die Bilder, die ich neben bisherigen aus Kiel und Istanbul zu einem Album mit dem Titel „Dimensions of urban aesthetics around the world“ zusammengefügt habe.

Die Werke liegen hier in verschiedenen Formaten vor und sind sowohl bei Tag als auch bei Nacht aufgenommen, da es mir hier wichtig war, meine Fotografie der Szenerie anzupassen und nicht umgekehrt.

Dubai © Abdullah Genc

Dubai © Abdullah Genc

Denn für mich macht es keinen Sinn, eine Umgebung, die prädestiniert für ein Panorama ist, in ein Bild mit Normalformat zu quetschen.

Nun, was bleibt festzuhalten? Woher kommt jene Faszination für das Urbane? Ich weiß es nicht und kann es nicht sagen. Nur soviel, dass sie da ist. Denn auch durch persönliche Erlebnisse weiß ich mittlerweile, dass es nicht leicht ist, den Ursprung von Emotionen und Gefühlen zu ergründen. Sie sind entweder da. Oder auch nicht.

Aber dass man sie ausdrücken kann, weiß ich nicht zuletzt auch dank der Fotografie. Und ich bin mehr als glücklich, die Kamera als ein Ventil hierfür gebrauchen zu können. Klingt alles nach naiver Stadtromantik, Stadtmelancholie, was auch immer. Ist aber so.

Auch wenn das Thema der Urbanität sicher genug Raum dafür bietet, die Stadt als solche zu kritisieren, empfinde ich dies jedoch nicht als meine Aufgabe. Vorerst nicht.

Dubai © Abdullah Genc

„Dimensions of urban aesthetics“ ist meine fotografische Abhandlung über die Schönheit von Urbanität. Nicht mehr und nicht weniger. Aber zum Glück bietet die Fotografie und das Betrachten von Bildern auch reichlich Raum für subjektive Erfahrungen, die mit den Intentionen des Fotografen nicht immer deckungsgleich sein müssen.

Jeder entdeckt etwas Anderes und manchmal auch Persönliches. Und auch das ist das faszinierende Wesen der Fotografie.


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12. August 2013

13 Aug

Ein Beitrag von: Markus Kühne

Urban-Window-©-Markus-Ku?hne


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Blickfang – Mostro im Garten des Palazzo Orsini

13 Aug

Als ich „Das Gesamtwerk. Photographien 1930 – 1972“* von Herbert List im Buchladen für nur 9,95 € entdeckte, musste ich nicht lange überlegen. Manchmal sind Bildbände einfach unverschämt günstig. Und zu Hause konnte ich das Buch gar nicht mehr weglegen. Die Schwarzweiß-Bilder, besonders die frühen surrealen Fotografien, hatten es mir angetan.

Vorstellen möchte ich Euch aus diesem Band das Bild „Mostro im Garten des Palazzo Orsini“ von 1952. Zu sehen ist ein Schafhirte mit etwa zwei Dutzend Schafen. Der Schafhirte – der Titel lässt mich vermuten, er heißt Mostro – steht im Maul einer großen, steinernen Statue, wodurch die Szenerie sehr surreal, ja geradezu grotesk wirkt. Aber sie ist real.

Mostro im Garten des Palazzo Orsini © Herbert List

Nahe der italienischen Gemeinde Bomarzo in Italien liegt der von Vicino Orsini angelegte Garten mit seinen skurillen Skulpturen. Warum der Schafhirte sich dort 1952 aufhielt, ob er für den Fotografen posierte oder zufällig dort stand, bleibt offen. Herbert List erfasste die ungewöhnliche Szenerie und drückte im richtigen Moment auf den Auslöser.

Wenn man im Internet nach diesem Garten sucht, sieht man mehrere Bilder anderer Fotografen von dieser Skulptur. Auf vielen stehen Menschen im Maul, weil genau das befremdlich wirkt. Die Schafe machen für mich aber Herbert Lists Foto zu etwas Besonderem. Sie wirken so absurd, dass das gesamte Foto schon etwas Komisches bekommt.

Das Bild könnte auch Teil eines Märchens sein. Aber diese Gedanken führen sehr weit und bevor ich Euch verrate, warum die Schafe in meiner Fantasie eigentlich verzauberte Jünglinge sind, seht Euch das Bild lieber selbst an und spinnt Euch Eure eigenen Geschichten.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


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Nein, nein, nein – ja!

12 Aug

Ein Beitrag von: Paul Russell

Ich habe vor 30 Jahren angefangen, immer wieder zu fotografieren und mit der Zeit viele Genres von Landschaft über Stillleben bis hin zu Straßenfotografie bearbeitet. Geboren wurde ich in London und lebe nun im Süden Englands.

Lange war ich Fan von traditionellen Straßenfotografen wie Doisneau und Cartier-Bresson und ein paar sehr bekannten Farbfotografen wie beispielsweise Martin Parr.

Bevor das Internet viel genutzt wurde, war es schwer für mich, über Straßenfotografen in lokalen Büchereien und Bibliotheken mehr herauszufinden. Erst nach der Jahrtausendwende lernte ich andere einflussreiche Fotografen wie Winogrand, Frank und Eggleston über Internetforen kennen.

Etwa zeitgleich bekam ich meine erste digitale Kamera und begann, mich zunehmend auf ungestellte Menschen-Fotografie zu konzentrieren. Weg davon, jeden Monat einige Schwarzweiß-Filmrollen aufzunehmen, fotografierte ich mit dieser unglaublichen Kompaktkamera in wenigen Monaten Tausende und Abertausende Bilder.

Halfdog | Weymouth © Paul Russell

Nachdem ich alle schlechten Fotos durchgesehen und über digitale Kanäle Feedback eingeholt hatte, wurde klar, dass die Fotos, die am besten wirkten, die mit Menschen waren. Ich postete meine Fotos von dpreview bis Urban75 in jedes Forum, das ich finden konnte, um Feedback zu bekommen.

Letzteres war oft widersprüchlich („zu nah dran“ bis „zu weit weg“), aber im Großen und Ganzen hilfreich. Auf eine Art gab mir das Internet Feedback und neue Anregungen und digitale Kameras gaben mir das Werkzeug, um Komposition und Technik ganz einfach zu üben. Und die Kompaktkamera wurde bald drauf eingetauscht gegen eine erschwingliche DSLR, die Nikon D70.

Heute sind meine Lieblingsfotografen unter anderem Trent Parke, Mark Powell, Koudelka, Weegee, Ray-Jones und Winogrand, sowie meine In-Public-Kollegen.

Wonach ich suche

Ich bin daran interessiert, Geschichten zu erzählen – entweder selbsterklärende Bilder oder mit einer Sequenz von Fotos. Die Geschichten können einfach visuell sein, wie das „fighting ladies“-Foto oder sie sprechen zuweilen über die Gesellschaft, in der wir leben.

Beispielsweise könnte eine Interpretation des CCTV-Fotos sein, dass Menschen ohne Probleme Überwachungskameras akzeptieren, selbst, wenn die Kameras auf eine lustige Familienaktivität gerichtet sind, selbige Menschen aber sehr misstrauisch reagieren, sobald ein Fremder eine Kamera auf sie richtet. (Siehe Titelbild, d. Red.)

Grundsätzlich möchte ich examinieren, wie menschliches Verhalten durch unsere Umgebung beeinflusst wird. Zum einen von der psysischen, nicht-lebendigen und der biologischen Umgebung (andere Menschen und Tiere).

Ich habe Tierverhalten und Evolution an der Universität studiert und ich betrachte meine Fotografie als eine Art bildliche Naturgeschichte und Ökologie des Menschen.

Kites | Weymouth © Paul Russell

Wir lieben traditionelle Naturdokumentationen über andere Spezies und Vogelbeobachter warten oft Stunden, bis ein kleiner, unscheinbar brauner Vogel sein Nest verlässt, aber wir halten selten inne, um unser eigenes tägliches Verhalten mit derartiger Akribie zu untersuchen. Die Gewohnheit kann uns vergessen lassen, dass wir Menschen ebenfalls eine sehr interessante Spezies sind!

Deshalb schaue ich oft nach einer Interaktion von Menschen mit ihrer Umgebung – anderen Menschen oder der physischen Umgebung.

Und ich denke, dass es möglich ist, etwas von Menschen zu übermitteln, ohne nah dran zu sein. Faktisch zeigt mir ein Großteil der Arbeit von beispielsweise Bruce Gilden, wie jemand aussieht, der von einer Kamera überrascht wird.

Das ist keine großartige Einsicht ins Menschliche, wenn es immer und immer wieder gemacht wird. Deswegen tendiere ich dazu, aus mittlerer Distanz interessante Aufnahmen von Menschen zu machen, ohne meine Kamera direkt ins Gesicht der Leute zu halten.

Technik

Zum Thema Technik hatte ich noch nie viel zu sagen. Ich mache sehr wenige Aufnahmen im Vergleich zu vielen Straßenfotografen. Wenn ich einen Tag lang durch London wandere, dann drücke ich ca. 60 Mal den Auslöser. Das ist das Maximum – und wenn ich in einer weniger belebten Gegend fotografiere, mache ich ein oder zwei Fotos pro Tag.

Ich fotografiere schnell und zwanglos. Wenn ich herumlaufe, kann ich sofort „ernsthafte“ Fotografen erkennen – diese schauen mit ihrer fest umklammerten Kamera superernsthaft drein und manchmal wickeln sie ihren Kameragurt um ihre Handknöchel, als ob es für sie superwichtig wäre.

Ich versuche so nicht-ernsthaft und unprofessionell wie möglich auszusehen. Ich bummle normalerweise mit der umgehängten Kamera langsam in der Gegend herum und wenn ich etwas Interessantes sehe, mache ich schnell das Bild und laufe weiter.

Zippy Yellow | Bournemouth © Paul Russell

Und da ich eher weniger Close-Up-Sachen mache, bei denen Leute sich im Vergleich zur Kamera sehr schnell bewegen, ist die Wahrscheinlichkeit, Fehler zu machen relativ gering.

Meistens weiß ich, ob ich ein gutes Foto mache oder nicht. Ich bin das Gegenteil von Winogrands Satz, er würde „ein Foto machen, um zu sehen, wie etwas fotografiert aussieht.“ Ich habe in der Vergangenheit so viele Fotos gemacht, dass ich einfach weiß, wie etwas fotografiert aussieht.

Und das ist Fotografie für mich: Die Welt anzusehen, einen vorgestellten Rahmen drum herum zu setzen und zu denken „nein“, „nein“, „nein“, bis ich irgendwann ein „ja“ sehe. In anderen Worten: Wenn ich ich draußen bin und fotografiere, dann schaue ich einfach auf Tausende und Abertausende potentielle Fotos und nehme 99,99% nicht auf.

Nichtgestellte Fotografie hat die Grundlage des selektiven visuellen Editierens und ich muss kein einziges dieser „nein“-Fotos aufnehmen. Weniger Fotos zu machen reduziert auch die Wahrscheinlichkeit, in Konflikt mit Leuten zu kommen.

Manchmal mache ich ein Foto, das ich ganz okay finde und das öffnet Türen für viele weitere Bilder, die ich ein paar Minuten vorher nicht machen konnte. Wenn das am frühen Morgen passiert, entwickelt sich der Tag zu einer erfolgreichen Session.

Wenn sich mein Tag jedoch ohne Erfolge zu Ende neigt, schleichen sich Selbstzweifel ein und ich beginne mich zu fragen, ob es ein verschwendeter Tag war. In solchen Situationen versuche ich mich aufzuraffen, indem ich mir versichere, dass ein Foto jederzeit entstehen kann und nicht davon abhängt, was zuvor passiert ist.

Fighting Ladies | Bristol © Paul Russell

Wie Football-Manager Brian Clough sagte: „Es dauert nur eine Sekunde, um ein Tor zu schießen.“

Für mich gibt es zwei Stufen in dieser Art Fotografie. Du kannst ein paar gute alleinstehende Fotos haben, so wie meine beiden kämpfenden Frauen. (Siehe oben, d. Red.) Ich sehe das wie einen guten Popsong, der eigenständig funktioniert und populär ist – jedoch würdest Du ihn nicht jeden Tag Deines Lebens hören wollen.

Die zweite Stufe kann ein narratives Element sein, wenn eine Vielzahl Bilder arrangiert wird, um eine tiefere Bedeutung zu erreichen. Hier entsteht dann die Möglichkeit, Kreativität insofern anzuwenden, indem eine Fotoselektion gemacht wird, um eine visuell und thematisch kohärente Erzählung zu erzeugen.

Das Maß aller Dinge ist für mich Robert Franks The Americans*. Und das ist auch der Grund, warum ich manchmal eher zurückhaltend bin, was das Zeigen mancher Fotos im Netz betrifft. Denn diese Fotos sind für sich gesehen nicht besonders großartig, aber ein Teil einer Erzählung, die nur als Ganzes Sinn macht – idealerweise in Buchform.

Seaside

Meine seaside-Fotos scheinen recht gut bei den meisten Leuten anzukommen und haben schon zu einigen Solo-Ausstellungen im Vereinigten Königreich geführt – wahrscheinlich deshalb, weil der Besuch am Meer eine sehr übliche, angenehme, kollektive Erfahrung ist.

Die Küste ist ein beliebtes Thema zum Fotografieren, jedoch habe ich im Gegenteil zu vielen anderen Fotografen versucht, die stillen, eleganten, ungewohnten Aspekte des Strandes zu zeigen.

Legs | Weymouth © Paul Russell

Ausrüstung

Eine Weile habe ich mit der Nikon D70, dem Kit-Zoom und ein paar Festbrennweiten wie dem 28mm (42mm equivalent in Vollformat) fotografiert. Dann kam die D90, die ein wenig groß für mich war – zu schwer und auffällig.

Momentan benutze ich die günstige Nikon D3200 mit einer 20mm Voigtländer-Linse, weil dies die kleinstmögliche DSLR-Kombination ist. Seit Kurzem habe ich auch die Fujifilm X10 in Gebrauch, weil ihr Sucher gut ist. Da ich ungern mit dem Display komponiere, ist das besonders wichtig für mich.

Brighton

Dieses Jahr arbeite ich an einem Projekt über einen Ort, den ich sehr gut kenne: Brighton. Nicht zu verwechseln mit New Brighton von Martin Parrs „Last Resort“ – beide sind an unterschiedlichen Enden das Landes gelegen.

Die Küste an sich wurde mit Fotos und Filmen wie Brighton Rock und Quadrophenia schon ausgiebig portraitiert und deshalb konzentriere ich mich auf die Stadt dahinter.

Ich beginne und beende das Projekt dieses Jahr 2013, um eine deutliche Sektion von Zeit und Ort herauszuarbeiten: Den zweifellos schäbigen, heruntergekommenen Glanz, den ich mit dem Ort verbinde.

Ich fotografiere exklusiv in England. Auch bin ich nicht daran interessiert, ein paar Wochen an spektakulären fremden Orten zu verbringen, um dort oberflächliche Fotos zu machen, wenngleich große Teile Englands viel zu wenig erforscht sind. Die einzige für mich denkbare Ausnahme wäre, dies gegen Bezahlung zu tun.

Boys climbing church | Brighton © Paul Russell

Zusätzlich zum Brighton-Projekt fotografiere ich kontinuierlich alle möglichen Sachen, um alleinstehende Fotos zu bekommen, die gut in bereits existierende Projekte passen und dabei hoffe ich, dass sich wieder neue Themen entwickeln werden.

Dieser Artikel wurde von Martin Gommel aus dem Englischen übersetzt.


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browserFruits August #2

12 Aug

Liebe Leser, seid Ihr bereits im Urlaub gewesen oder steht er erst kurz bevor? Die meisten von Euch werden ja sicher die Kamera mitnehmen. Und wenn Ihr dann wiederkommt und Eure Bilder Eure Erwartungen erfüllt oder sogar übertroffen haben, dann wollt Ihr sie vielleicht auch zeigen. Wie wäre es bei uns, zum Beispiel in Form eines Reiseberichts? Wie genau Ihr einen Gastartikel bei uns schreiben könnt, erfahrt Ihr hier.

 

Fotospecial: Fahrräder

Flickr

500px

 

Deutschsprachig

• Unterwasseraufnahmen, blind geschossen mit einer einfachen, analogen Unterwasserkamera: Dafür aber unglaublich gut und verträumt.

• Bildwerk zeigt ONE THIRD – Ein Projekt über Nahrungsmittelverschwendung von Klaus Pichler.

• Amazon möchte Kunst einem breiten Publikum zugänglich machen und startet bald die Plattform Amazon Art. Darunter werden auch einige Fotografien sein. Was das für den Kunstmarkt heißt, bleibt abzuwarten.

• Das Projekt „The Black Series“ haben wir zu seinen Anfängen bereits vorgestellt. Mittlerweile umfasst es auch Portraits von Männern und Kindern. Ein Bildband ist auch geplant, Ihr könnt via Startnext helfen und Euch schon ein Exemplar vorbestellen.

• Ein Interview mit dem Aktfotografen Tim Bruening haben wir auf Akt Now! entdeckt.

• Auf Geo-Online gibt es einen Wissenstest zum Thema Fotografie. Wie gut kennt Ihr Euch aus?

• Die ARD hat nach der Ausstrahlung einer Sendung über Elliott Erwitt einige seiner Zitate veröffentlicht.

• Ein Interview mit unserer Redakteurin Laura Zalenga gibt es bei Flare. Hier steht sie gerade im Finale des Photo Battle.

• Robert Häusser starb am 5. August 2013 im Alter von 88 Jahren.

 

International

• Maciek Nabrdalik fotografierte während der 2. Miss Trans Beauty mit einer 1965 Polaroid und die Fotos sind sagenhaft.

• These, Antithese, Synthese. Ende 2012 besuchte Gus Petro die USA, fand zwei sehr gegensätzliche, ikonische Orte, die ihn faszinierten – den Grand Canyon und New York City -, erstellte zwei Bildserien und erschuf aus ihnen eine dritte: merge.

• Marcin Stawiarz kennt Ihr? Nein? Solltet Ihr. Denn seine Schwarzweiß-Aufnahmen von Tokyo sind unglaublich gut.

• Das größte jemals gemachte Foto wurde übrigens auch in Tokyo aufgenommen. Ihr ahnt es: Es ist ein Panorama und es ist so groß, dass es ausgedruckt eine Fäche von 5000 Quadratmetern einnehmen würde.

• Und da wir gerade bei Superlativen sind: Zwei Exemplare des dicksten je hergestellten Fuffzigers sind jetzt ausleihbar – das Zeiss 50mm f/0.7.

• Nicht neu, aber wichtig: Bruce Gilden dokumentierte Menschen, die ihr Haus in Folge der Finanzkrise verloren hatten.

• The Guardian fragte Celebrities, ob sie ein Selbstportrait mit dem Smartphone machen würden. Die Ergebnisse sind kein fotografisches Wunderwerk, ob ihrer Darsteller trotzdem einzigartig.

• Natalie Krick fotografierte ihre Mutter und sich und zeigt ihre Ambivalenz zur Sexualiät und deren Tabuisierung.

• 500px zeigt ein Tutorial mit beeindruckenden Bildern, um den Nachthimmel zu fotografieren. Ob Eure Fotos danach genauso toll werden, können wir nicht versprechen, aber hilfreich ist es sicher.

• Graveyard Girls ist ein etwas gruseliges, aber tolles Märchenbild. Wie es entstand, erfahrt Ihr hier.

• Auch gruslig, aber anders: Kacper Kowalskis Arbeit „Rising above China“. Ein schwindelerregendes Beispiel für die absurde Schönheit menschengemachter Landschaften.

 

Wettbewerbe

• Mensch und Natur im Fokus ist das Wettbewerbsthema beim Licher Fotopreis. Bis zum 20. September kann man hier seine Prints und Abzüge zum Thema einsenden.

 

Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

buchtipp

• Wie sehen Jugendliche in Europa zu Beginn des 21. Jahrhunderts aus, wie stellen sie sich dar? Edgar Zippel geht der Frage in seinem Bildband I’m not afraid of anything. Porträts junger Europäer.* auf den Grund.

• Michel Vanden Eeckhoudt zeigt Tier und Mensch in schwarzweiß. Beiden geht es nicht gut, dem Tier vor allem durch die Gefangenschaft. Die Bilder sind emotional, aber nicht mahnend oder Mitleid erregend. Bittersweet* heißt der dazugehörige Bildband. Einen Blick hinein könnt Ihr hier werfen.

 

Videos

Hier zeigt unser Redakteur Michael, wie man in Lightroom ganz einfach den Mond versetzten kann.

 

Ausstellungen

Aufbrüche – Bilder aus Deutschland
Zeit: 13. Juli – 06. Oktober 2013
Ort: Suermondt-Ludwig-Museum Aachen
Link

Jörg Sasse – Arbeiten am Bild
Zeit: 30. August – 09. November 2013
Ort: DZ Bank Kunstsammlung, Art Foyer, Platz der Republik, Frankfurt/Main
Link

Götz Schleser – Politische Porträts
Zeit: 22. August – 10. Oktober 2013
Ort: FREELENS Galerie, Steinhöft 5, 20459 Hamburg
Link

Horst Hahn – Heimat und Anderswo
Zeit: ab 16. August
Ort: Galerie Freiraum, Gottesweg 116, Köln
Link

Entdeckungen der Schattensucher – Schwarz-Weiß Arbeitsgemeinschaft Süd
Zeit: 31. August – 13. Oktober 2013
Ort: Städtische Galerie Villa Streccius. Landau
Link

Carl Schuch und die zeitgenössische Stillleben-Fotografie
Zeit: 21. Juli – 08. September 2013
Ort: Stadtmuseum Siegburg
Link

Mehr aktuelle Ausstellungen

 

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kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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11. August 2013

12 Aug

Ein Beitrag von: Resa Rot

© Resa Rot


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10. August 2013

11 Aug

Ein Beitrag von: Claudia Wycisk

© Claudia Wycisk


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Einblicke in das Leben der Feldhasen

10 Aug

Ein Beitrag von: Christoph Ruisz

Die einen sehen ihn als süßes Haus- und Kuscheltier, die anderen empfinden ihn als Schädling und Plage. Für uns Naturfotografen stellt er ein wunderschönes und willkommenes Motiv dar.

Feldhase © Christoph Ruisz

Der Feldhase ist ein scheuer Bewohner unserer Feld-, Wald- und Wiesenlandschaften. Oft wird er angesichts seiner ausgezeichneten Tarnung gar nicht erst wahrgenommen und übersehen. Das liegt auch daran, dass sich Feldhasen bei nähernder Gefahr in eine Kauerstellung begeben (in der Jägersprache nennt man diese Stellung „Sasse“) und sie dadurch noch schwieriger auszumachen sind.

Auch die rückläufigen Bestände in unseren Breitengraden tragen dazu bei, dass es immer wieder eine neue Herausforderung darstellt, Meister Lampe in einem ansprechenden Moment vor die Linse zu bekommen.

Insbesondere auch deshalb habe ich mich in den vergangenen Monaten auf diese interessanten Säuger konzentriert und dabei Einblicke in ihr tägliches Leben erhaschen dürfen.

Feldhase © Christoph Ruisz

Die wohl interessanteste Zeit für das Fotografieren und Beobachten von Feldhasen stellt das Frühjahr dar. Durch die kalten Wintermonate ist die Vegetation in dieser Zeit noch nicht so weit vorangeschritten wie beispielsweise in den Sommermonaten.

Dadurch ist es wesentlich einfacher, die Tiere zu entdecken und ohne störende Elemente wie Grashalme oder Ähnliches in den Sucher zu bekommen.

Feldhase © Christoph RuiszFeldhase © Christoph Ruisz

Allem voran ist dies aber der Beginn der Paarungszeit, was sich besonders auf die männlichen Tiere auswirkt. Mit ein bisschen Glück lassen sich die wilden Paarungskämpfe aus unmittelbarer Nähe verfolgen. Dabei handelt es sich um Boxkämpfe, bei denen der Gewinner die Gunst des Weibchens erwirbt.

Selten kristallisiert sich der Sieger nach nur einer einzigen Auseinandersetzung heraus. Die „Boxer“ richten sich dabei auf ihre Hinterpfoten auf und versuchen, sich gegenseitig mit den Vorderpfoten auf die Köpfe zu schlagen. Abgesehen davon kämpfen manchmal auch mehrere Hasen zugleich gegeneinander und verbünden sich zudem.

Aus großer Entfernung konnte ich genau solch eine Gruppenbildungen beobachten, bei der sich drei Säuger verbündeten und die restlichen Kontrahenten in die Flucht schlugen.

Feldhase © Christoph Ruisz

In der Paarungszeit steigt der Hormonspiegel bei den Männchen auf ein absolutes Maximum an und lässt die sonst schreckhaften Zeitgenossen auch abseits der Rivalitäten ihre Scheu ablegen.

Sie entwickeln in diesem Zeitraum eine regelrechte Neugierde, wie man sie sonst im restlichen Jahr nicht erlebt. Diese wirkt sich sehr positiv auf das Fotografieren aus, weil man die Feldhasen mit etwas Geduld und Glück dadurch aus nächster Nähe ablichten kann.

Feldhase © Christoph Ruisz

Oft ist es bei meinen Beobachtungen vorgekommen, dass die Hasen sogar unter die Naheinstellungsgrenze des Objektives kamen und mir direkt in die Augen blickten.

Die meisten meiner Eindrücke entstanden, als ich auf dem Bauch liegend mit meiner Kamera durch Wiesen und Felder robbte, um auf gleicher Augenhöhe mit den Tieren zu sein. So empfanden sie mich nicht als Bedrohung und ließen sich in ihren Handlungen kaum stören.

Feldhase © Christoph RuiszFeldhase © Christoph Ruisz

Besonders intensiv empfand ich auch jene Begegnung, bei der ein Feldhasen-Pärchen in der Abendsonne den Tag ausklingen ließ. Dabei robbte ich bis auf 20 Meter an die beiden heran und wartete mehrere Minuten, als plötzlich einer der beiden Hasen aufsprang und in meine Richtung hoppelte.

Unmittelbar danach setzte sich auch der zweite Mümmelmann in Bewegung und steuerte ebenfalls meine Richtung an. Dermaßen beeindruckt von dieser Entwicklung entschloss ich mich, auf das Fotografieren zu verzichten, um das Geschehen einfach zu genießen.

Für ein paar Sekunden hielten die beiden in ungefähr fünf Metern Entfernung vor mir inne, um danach einen regelrechten Tanz aufzuführen. Dabei umkreisten sie mich mehrmals und verfolgten sich gegenseitig.

Es sah aus wie ein Spiel, vermutlich handelte es sich aber um einen Paarungstanz zwischen Männchen und Weibchen. Solche Verfolgungen leiten oft die Kopulation ein. An diesem Abend kam es jedoch zu keiner Rammelei.

Feldhase © Christoph Ruisz

Genau das sind die Momente, die die Wildlife-Fotografie so besonders und wunderschön machen. Bei solchen Begegnungen vergisst man fast, dass es sich dabei um wilde Tiere in freier Wildbahn handelt.

Für die Zukunft erhoffe ich mir im Speziellen, dass die Bestände in Europa wieder eine positive Entwicklung erfahren und der Feldhase von der Roten Liste der gefährdeten Arten verschwindet.


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9. August 2013

10 Aug

Ein Beitrag von: Georgie Pauwels

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