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Archive for the ‘Equipment’ Category

Analoge Fotografie aus Leidenschaft

05 Sep

Ein Beitrag von: Daniel Schöps

Von fast allen geliebt, von vielen gehypt, aber nur von wenigen angewendet.

– Analoge Fotografie – Ari und ich mittendrin.

Was soll das Ganze hier? Im Prinzip möchte ich Euch meine Sammlung analoger Kameras vorstellen. Und das anhand von Fotos, die ich mit diesen Kameras von Ari gemacht habe. Als wir uns damals kennenlernten, stand sie bereits hauptberuflich, vor allem aber mit Leidenschaft, als Modell vor der Kamera.

Jedes unserer gemeinsam entstandenen Werke wird von mir immer mit dem benutzten Kameramodell in der Beschreibung veröffentlicht. Denn jeder Apparat hat seine eigenen kleinen Besonderheiten und diesen Charakter findet man auch in den Fotos wieder. Ich möchte auf diese Weise meine alten Schätzchen in den Vordergrund holen und vielleicht sogar etwas Interesse an der Technik schüren.

Zeiss Ikon Ikonta © Daniel SchöpsZeiss Ikon Ikonta  © Daniel Schöps

Kamera: Zeiss Ikon Ikonta

Denn das ist es, was mir an der analogen Fotografie so gut gefällt: Der Umgang mit diesen wundervollen alten Fotoapparaten und beim Bild die Reduktion auf das Wesentliche. Deswegen nutze ich auch am liebsten Schwarzweiß-Filme wie den Kodak Tri-X oder den Ilford HP5 Plus. Und je älter die Kamera ist, umso mehr Spaß macht mir das Fotografieren mit ihr.

Eines meiner absoluten Lieblingstücke ist die Zeiss Ikon Ikonta M (Mittelformat 6×6) aus den 30er Jahren, die auch rege von mir genutzt wird. Im Kleinbild-Bereich tendiere ich stark in Richtung Osten. Meine 4 Prakticas sind mehr sehr ans Herz gewachsen und es geht nichts über das Kalaschnikow-artige Auslösegeräusch einer Zenit ET. Als perfekte Reise- und Streetkamera hat sich aber die Yashica FX3 Super herausgestellt. Klein und kompakt, aber mit überragender Verarbeitung und toller Abbildungsleistung.

Praktica Super TL1000 © Daniel SchöpsYashica FX3 © Daniel Schöps

links: Praktica Super TL1000; rechts: Yashica FX3

Allerdings war aller Anfang schwer. Das Wort Leidenschaft beinhaltet ja ganz klar das Wort „Leiden“. Meine Leidenschaft zur analogen Fotografie begann im jugendlichen Alter, als ich eine Zeiss Ikon Contessa und eine Praktica SuperTL1000 als Familienerbstücke geschenkt bekommen hatte und nicht wusste, wie sie funktionieren.

So wanderten sie erst einmal in die Vitrine und sahen gut aus. Zum Glück blieben sie dort nicht lange und nach vielem Rumprobieren kamen dann auch tatsächlich Fotos dabei raus. Die waren weder gut noch künstlerisch wertvoll. Und aufgrund der defekten Belichtungsmesser auch entweder zu dunkel oder zu hell. Wie gesagt, mehr Leiden als Leidenschaft.

Praktica MTL5B
Kamera: Praktica MTL5B

Auch wenn mich die Lehrer in der Schule immer als lernresistent charakterisiert haben: Im Laufe der Jahre hatte ich mich weiter in die Thematik eingearbeitet und nach und nach den Umgang mit der analogen Technik erlernt.

Eine regelrechte Eigendynamik hat das Ganze aber erst nach dem ersten Shooting mit Ari bekommen. Nachdem ich die Dias abgeholt und gescannt hatte, gab es kein Zurück mehr. Das war es, wonach ich immer gesucht hatte. Blinker links und Überholspur!

Seitdem sind wir beide vor und hinter der Kamera ein perfektes Team. Viel Spaß mit den Fotos – alle analog und alle mit viel Leidenschaft. Nur jetzt ganz ohne Leiden!

Das Titelbild entstand mit einer Zeiss Ikon Contessa.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Primitive Coast V + Thoughts On The Singh-Ray 10-Stop Mor-Slo Filter

05 Sep

Primitive Coast V - landscape photography by Jim M. Goldstein

One of my favorite techniques to tame the chaotic beauty of the ocean into a smooth surreal scene is to take long exposures. Earlier in the year I decided to buy and test the Singh-Ray 10 Stop Mor-Slo filter. One of the big features I liked about this filter over the Lee Big Stopper filter is that it was actually available and Singh-Ray makes an amazingly high quality product that produces minimal color cast.  I was using a 100mm square version of the filter that has a foam framing around the edge to minimize light leaks. If you venture out to get this filter the one thing I’ll warn you about is to pay attention to how you place the filter in your filter holder. The 100mm and 150mm square filters foam framing has been cut so that it slides in a certain way. If you force the filter in the wrong way you’ll tear and rip off the foam framing. Easy to do if you’re rushing, fatigued and just plain not paying attention. If you’re using a screw mount version of the filter this is a non-issue. Overall a great filter and worthy of the premium price.

As for my image “Primitive Coast V”, pictured above, I took this image just after the sun set and as the blue hour was approaching. The long exposure, lengthened by the 10-Stop Mor-Slo filter, helped more of the rich red color register on my camera sensor giving a naturally intense coloration to the scene. I normally keep shooting photos until the last bit of light is present to capture such color, but now waiting and using the Mor-Slo filter opens doors to even more interesting color photos especially on the tail end of the day when you’d think no more light is present.

Photo Details

Canon 5D Mark III, 70-200mm f/2.8L IS II USM,  f/13,  ISO 100, 4 min with Singh-Ray 10-Stop Mor-Slo filter

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

Primitive Coast V + Thoughts On The Singh-Ray 10-Stop Mor-Slo Filter

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Blickfang: Dalí Atomicus

05 Sep

Das Bild aus dem Band „Photographie des 20. Jahrhunderts“*, das ich heute vorstellen will, ist eines meiner Lieblingsbilder in der Geschichte der Fotografie. Der amerikanische Fotograf Philippe Halsman zeigt den Künstler Salvador Dalí auf einem Bild, das eines seiner eigenen Gemälde sein könnte.

Über Dalís generelles Verhältnis zur Fotografie könnte man selbst ein komplettes Buch schreiben. Belassen wir es an dieser Stelle bei: Er hat mit vielen Fotografen zusammengearbeitet, die sehr viele wunderbare, überraschende, humorvolle Bilder mit ihm in der Protagonistenrolle anfertigten.

Meine Favoritenbilder stammen dabei allesamt von Philippe Halsman, worunter es mir wiederum das Foto mit dem Titel „Dalí Atomicus“ (der Titel bezieht sich auf den Titel eines Gemäldes des Künstlers, das im Hintergrund des Fotos zu sehen ist) von 1948 besonders angetan hat, da es den Künstler meiner Aufassung nach am treffendsten portraitiert.

Das Foto entstand in New York und es ist überliefert, dass es 28 Versuche brauchte, um es in dieser Form aufzunehmen. Es ist keine Bildbearbeitung, man kann bei einer der leicht unterschiedlichen Versionen, die kursieren, die Schnüre sehen, die die verschiedenen Gegenstände tragen.

atomic_dali-650x494-2

Wir sehen zunächst: Extreme Dynamik, eine perfekt choreografierte Einfrierung simultaner Bewegungen völlig unterschiedlicher Elemente. Es sind aber nicht irgendwelche Bewegungen, die hier passieren, es findet ein absurd übertriebener Surrealismus statt, der irre komisch wirkt:

Der Künstler scheint in einer seiner eigenen Zeichnungen gefangen, hängt darin vor der buchstäblich leeren Leinwand, dessen Rahmen nicht bespannt ist, in der Luft; von der anderen Seite springen mitten aus dem Nichts drei schwarze Katzen ins Bild und zu allem Überfluss hängt da auch noch ein Stuhl in der Luft, unter dem sich ein Wasserschwall ins Bild ergießt.

Schaut man genauer hin, erkennt man noch viel mehr Details: Die Staffelei selbst schwebt ebenfalls. Das Gemälde „Leda Atomica“ ist zu sehen, das Gesicht der Figur verdeckt. Wie kann der Wasserstrahl einen solchen Bogen schlagen, was hält Dalí in den Händen und wie funktionieren hier eigentlich die Schatten, die an der Decke und auf dem Boden auftauchen?

Das Foto „Dalí Atomicus“ ist, wie auch die beiden Künstler, die es entstehen ließen, seiner Zeit sehr weit voraus. Es ist ein kompletter David-Lynch-Film, auf einen Moment reduziert, es nimmt die ganze Kategorie surrealer Fotomanipulationen, die seit einigen Jahren sehr populär sind, vorweg, obwohl es keine Bildbearbeitung ist.

„Dalí Atomicus“ verkörpert die Essenz einer Richtung des Surrealismus, die bis heute sehr stark in alle Kunst- und Kulturbereiche wirkt. Es ist ein einflussreiches, ein grandioses, unterhaltsames und nicht zuletzt auch urkomisches Bild – ein echter Klassiker der Fotografie.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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4. September 2013

04 Sep

Ein Beitrag von: Christian Richter

Meer, Langzeitbelichtung, Wolken, Freiheit, Fotografie, Mensch, Zeit, Du, Alleine


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Unsichtbar

04 Sep

Ein Beitrag von: Martin Gommel

Vor ein paar Wochen kam mein Bürokollege Denis Holzmüller zu mir und fragte mich, ob mir der Name Rex Hohlbein etwas sage. Er habe einen Radiobericht über den Fotografen gehört, der Obdachlose fotografiere und unterstütze. Ich war sofort begeistern von Rex’ Philosophie und seinen fotografischen Arbeiten. So kam eines zum anderen und nach regem E-Mail-Austausch fand ein Interview statt, das im Folgenden zu lesen ist.

Hey Rex. Warum fotografierst Du Obdachlose?

Menschen, die ein Zuhause haben, sehen die ohne Zuhause nicht, sondern nur das negative Stereotyp und diese Blindheit hält uns davon ab, in Kontakt mit unserer Empathie zu sein. Sie erlaubt uns, eine andere Person zu entmenschlichen, um ihr Leiden nicht zu spüren. Ohne die Verbindung zum Gefühl wird es einfach, an denen, die leiden, vorbeizugehen.

Ich hoffe, dass meine Fotos ungeachtet der Umstände die Schönheit jeder Person zeigen. Ich möchte mit der einfangenen Schönheit die negativen Meinungen über Obdachlose abbauen und eine menschliche Verbindung herstellen.

Frankie © Rex Hohlbein

Interessant. Hast Du von Leuten Rückmeldungen bekommen, die ihre Meinung über Obdachlose überdacht haben?

Es ist ein langsamer Prozess, Perspektiven zu verändern, die in der Kultur und tief in unserer Person eingebettet ist. Aber ja, ich höre jeden Tag wunderbare Geschichten der Veränderung von Menschen, die sich zuvor niemals Obdachlosen genähert hätten, wie sie Obdachlose sehen und mit ihnen interagieren.

Jede Person muss für sich selbst beantworten, wie oder wo sie dem Problem der Obdachlosigkeit ins Gesicht sehen will. Als Minimum sollten wir jeder Person Würde und Respekt zeigen und sie wissen lassen, dass wir sie sehen und mit ihnen empfinden.

Um diesen Prozess der Kenntnisnahme leichter zu machen, bitten wir auf Facebook: „Sag einfach hallo“, einen Augenkontakt herzustellen oder einfach zu lächeln und zu sagen „ich sehe dich“.

Wenn jeder von uns eine Verbindung herstellt, wird der Prozess des Heilens sowohl der Person auf der Straße, als auch des Vorrübergehenden, in Gang gesetzt.

Matt © Rex Hohlbein

Wie gehst Du auf Menschen ohne Obdach zu?

Ich möchte den Menschen mit der Idee begegnen, einen neuen Freund zu treffen, die Kamera bleibt in der Tasche. Ich möchte nur ein Bild machen, wenn sie das wollen. Ich glaube, dass es bei allen Portraits wichtig ist, dass die Person, die fotografiert wird, Teil des Prozesses sein möchte, das kann man in den Fotos spüren.

Ich frage nur, ob ich sie fotografieren darf, wenn genügend Verbindung hergestellt wurde und es sich natürlich anfühlt. Weiter ist es für mich in diesem Projekt wichtig, dass die Person direkt in die Kamera sieht, denn so muss jemand, der das Foto ansieht, ebenfalls in die Augen der Person sehen, die obdachlos ist.

Wenn du jemandem in die Augen siehst, wird das ein Austausch zwischen zwei Menschen, ganz anders, als jemanden anzusehen, der nicht zurückschaut – und das ist mehr wie das Studieren oder Beobachten einer Person.

Rod © Rex HohlbeinWing © Rex Hohlbein

Das hört sich nach harter Arbeit an. Was hat Dich inspiriert, diesen Weg zu gehen?

Für mich ist es keine harte Arbeit. Es fühlt sich gut an, so viele interessante und schöne Menschen zu treffen. Und es hört sich an wie ein Klischee, aber diese Arbeit hat mein Leben verändert. Ich arbeite seit 26 Jahren als Architekt und muss sagen, dass das viel härtere Arbeit ist.

Ich starte jetzt eine nicht-kommerzielle Organisation, um mit den Menschen auf der Straße weiterzuarbeiten, ihr Name wird „Facing Homelessness“ sein. Wir sind eine kleine Gruppe und haben jetzt gerade den Entwurf der Regierung zur Bestätigung vorgelegt. Wenn das alles offiziell wird, werde ich meine Zeit in der Architektur auf 25% reduzieren und den Rest meiner Zeit „Facing Homemelessness“ widmen.

Ganz am Anfang kam die Inspiration direkt von den Leuten auf der Straße. Die Echtheit und Offenheit der Menschen, die ich traf, bewegte mich. Damals traf ich einen Künstler namens Chiaka. Er schlief außerhalb meines Büros in einem Wagen. Es war immer noch dunkel und so sagte ich ihm, dass er nach dem Aufwachen gern auf einen Kaffee hereinkommen und falls nötig das Bad benutzen könne.

Als er dann hereinkam, fragte er mich, ob ich eine Geschichte, die er gerade für ein Kinderbuch schrieb, hören wolle. Natürlich. Als er las, fing ich zu weinen an, so schön war es. Ich sagte zu ihm: „Ich möchte Dir helfen, Deine Geschichte zu veröffentlichen, Deine Botschaft der Liebe ist wirklich etwas wert.“ Danach fragte ich ihn, ob er die Hütte draußen benutzen wolle, um seine Kunst-Sachen aufzubewahren und dort zu schlafen, wenn das Wetter schlecht ist.

Ronnie © Rex Hohlbein

Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Er blieb dort ungefähr vier Monate. Jeden Morgen kam er mit den Bildern, die er am Vortag gemacht hatte, herein. Ich fotografierte sie ab und stellte seine Werke auf eine Facebook-Seite, die ich für ihn erstellt hatte.

Eines Morgens las ich auf der Chiaka-Seite, dass eine Frau geschrieben hatte, Chiaka sei ihr Vater. Dann schrieb ihre Schwester: „Ja, das ist unser Papa!“ Auf einmal waren Chiakas Schwestern auf der Seite und sagten alle hallo.

Als Chiaka hereinkam und ich ihm die Sachen vorlas, fing er an, unkontrolliert zu weinen. Er hatte seine Töchter zehn Jahre zuvor verlassen, verschwand einfach, an einer psychischen Krankheit leidend.

Er sah mich an und sagte: „Ich muss heimgehen.“ Ich sprach am Telefon mit einer seiner Schwestern und sie kaufte eine Fahrkarte für ihn. Er verbrachte die Nacht an unserem Haus, um 4 Uhr morgens fuhr ich ihn an den Flughafen und sagte „Goodbye“ zu einem Fremden, der ein sehr guter Freund geworden war. Diese Freundschaft hatte einen großen Einfluss auf mich.

Am nächsten Tag entschied ich, dass ich eine weitere Seite für Leute auf der Straße starten würde: Homeless In Seattle.

Dinkus © Rex HohlbeinMark © Rex Hohlbein

Sehr bewegend. Ich denke, dass Du sehr viele herzzerreißende Geschichten mitbekommst. Wie gehst Du mit all dem um?

Ja, da sind schon sehr viele Emotionen involviert. Manchmal war das auch recht schwer, aber es ist immer echt und bedeutend. Die Bedeutsamkeit ist Teil der Schönheit und macht es sehr lohnenswert. Meistens muss ich mich selbst daran erinnern, dass dieses Projekt niemanden verändern oder „richtig“ machen soll. Ich komme nicht mit Lösungen.

Ich schaue nur nach Schönheit, um zu helfen, wie wir das größere Problem der Obdachlosen sehen. Dadurch, dass ich keine Veränderung erwarte, bin ich teilweise emotional geschützt. Die meisten ziehen sich zurück, wenn sie merken, dass jemand ein anderes Motiv, eine Agenda hat.

Wenn Du raus gehst, mit dem einzigen Interesse, Freund zu werden, dann verändert das die Beziehung vom Helfen oder „Fixen“ hin zu einer Erfahrung, bei der beide Individuen etwas davon haben.

Das glaube ich sofort. Wie reagieren die meisten Menschen auf eine Kamera?

Das war eine der Überraschungen für mich. Denn fast jede Person, mit der ich Zeit verbrachte, wollte, dass ich sie fotografiere. Ich denke, dass dies damit zusammenhängt, dass sie sich in unserer Gesellschaft unsichtbar fühlen. Wenn jemand ein Foto von ihnen macht, ist das der Beweis dafür, dass sie da sind und gesehen werden.

Ich habe eine große Wand im Büro, auf der ich von jeder Person ein kleines Foto habe. Viele kommen mit ihren Freunden herein, um ihnen das Portrait zu zeigen und oft sagen die Freunde dann zu mir: „Kannst Du mich fotografieren? Ich wäre gern an der Wand.“

Denkus © Rex Hohlbein

Was waren oder sind die größten Schwierigkeiten in diesem Prozess?

Bisher gab es recht wenig Schwierigkeiten. Wenn, dann waren sie unwesentlich und hatten mehr damit zu tun, wie das Projekt mein Leben verändert hat.

Verständlich. Welche Pläne hast Du für die Zukunft?

Momentan ist „Facing Homelessness“ im Entstehungsprozess, womit wir ein größeres Publikum erreichen können. Ich habe außerdem eine Tochter, die gerade ihr Studium in Architektur abgeschlossen hat und wir hoffen, in ein paar Jahren eine neue Architektur-Firma zu gründen.

Meine Zukunft ist also unsicher. Ich weiß, dass die Erfahrung mit Obdachlosen mich auf eine wundersame Weise verändert hat und immer ein Teil von mir sein wird, gleichgültig, was ich in der Zukunft tun werde.

Ich danke Dir, Rex, und wünsche Dir viel Erfolg!


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3. September 2013

04 Sep

Ein Beitrag von: Chris Zielecki

© Chris Zielecki


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Recommended Reading: Move Forward With Social Media

03 Sep
Move Forward With Social Media

Move Forward With Social Media

Curious how to leverage social media to gain exposure of your photographic work while saving a little time? In the latest issue of Digital Photo Pro magazine I cover this and more in my latest article, “Move Forward with Social Media”. As a bonus I include a web site comparison to help you weight the pros and cons of taking part in each site. Check out the article:  Move Forward With Social Media – Introduce and publicize your photography to others without falling into a time-wasting black hole

 

Also if you’ve missed my other Digital Photo Pro articles you can find them here:

  • Search Engine Optimization 
  • Social Media & ­­­­­Copyright
  • Social-Media Marketing Essentials
  • Creative Commons
  • PLUS Coalition Standardized Licensing Codes
  • How I Evaluate Terms of Service for Social Media Web Sites – Google+ (my blog)
  • Evaluating Terms of Service Documents: Resources (my blog)

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Als die Kunst nach Abertillery kam

03 Sep

Ein Beitrag von: Kicktplate Project

Dies ist die Geschichte von Dafydd und Zosia, die sich trauten, einer Idee Raum zu geben und einem kleinen und verschlafenen Ort in Wales etwas Kostbares schenkten.

Im August hatte ich das erste Mal Kontakt mit Dafydd und Zosia. Sie fragten mich, ob ich Lust hätte, vier Bilder meiner Serie „Metamorphose“ in einer kleinen Galerie in Wales zu zeigen.

Nach und nach erfuhr ich immer mehr über die Hintergründe dieser Anfrage und fand allein die Idee und die Energie, die beide in ihr Projekt steckten so wärmend, das ich sie um ein Interview bat, um sie Euch heute hier vorstellen zu können.

aussicht © Kickplate Projekt
eine Stadt mit guter Aussicht

Wer oder was ist das Kickplate-Projekt? Erzählt ein wenig über die Hintergründe.

Wir sind Dafydd und Zosia, autodidaktische Fotografen, die das Kickplate-Projekt im Juli dieses Jahres als Kunstkollektiv gegründet haben.

Wir haben uns vor vier Jahren in Neapel, in Italien getroffen und sind seitdem mindestens ein Dutzend Mal umgezogen. Nachdem wir zwei Jahre in Polen und Italien lebten und rumgereist sind, sind wir nach Abertillery, Dafydds Heimatstadt in den Valleys, einer Region im Süden von Wales, zurückgekehrt.

Aus persönlichen und ökonomischen Gründen waren wir zu dieser Zeit auch ziemlich aufgeschmissen. Das Leben in einer post-industriellen Stadt, die außer schönen Aussichten nicht viel zu bieten hat, kann ziemlich langweilig und überwältigend sein. Wir vermissten die Dinge, die wir so genossen hatten, als wir in den großen Städten gelebt hatten: Zu Ausstellungen gehen und mit anderen Menschen interagieren.

Wir hatten schon immer davon geträumt, eine Kurzzeit-Galerie zu haben, aber wir hatten nie in Erwägung gezogen, sie hier umzusetzen. Und als wir dann eines Tages Ende Juni durch die Stadt gingen, sahen wir es – einen kürzlich aufgegebenen Friseursalon.

So begann das Kickplate-Projekt als Kurzzeit-Galerie in einem ehemaligen Friseursalon in Wales – sie hat ihren Namen von den Metallplatten, die immer noch an ihrem Platz sind und an die Vergangenheit unserer Galerie erinnern.

kickplate

Kickplate: Stoßblech – Substantiv. Eine am unteren Ende von Türen angebrachte Metallplatte gegen Stöße und Kratzer.

Oder: Metallplatten, die an den Wänden von Friseursalons angebracht sind, um zu verhindern, dass ungeduldige Kunden die Wände mit ihren Schuhen zerstören, während sie ihren Haarschnitt bekommen.

Sie dienen auch dazu, Fotos an der Wand unserer Kurzzeit-Galerie aufzureihen.

Unser Ziel ist es, qualitativ hochwertige internationale Fotografie an einen Ort zu bringen, der keine ständige Galerie besitzt. Zu zeigen, dass Kunst nicht einer sozialen Gruppe vorbehalten ist und neue Künstler zu fördern.

Erzählt uns doch auch noch ein wenig mehr über Euch selbst. Wer seid Ihr?

Wir wurden beide an entgegen gesetzten Enden des Jahres 1984 geboren, aber etwa auf dem gleichen Breitengrad.

Dafydd kommt aus Wales und hat als Grafikdesign-Praktikant, Verwalter einer Putzfirma, eines Finanzunternehmens und des Gesundheitsdienstes, sowie als Englischlehrer, Korrekturleser, Hostel-Rezeptionist sowie autodidaktischer, experimenteller Fotograf gearbeitet. Nun ist er nur noch ein experimenteller Fotograf und Kamera-Bauer und hofft, dabei auch zu bleiben. Er hat in Polen und Italien gelebt, ist aber kürzlich in sein Heimatland zurückgekehrt.

Dafydd hat vor ein paar Jahren begonnen, analoge Fotos zu machen und seitdem einige Kameras umgebaut. Etwa hat er eine Holga in eine doppelseitige Kamera mit einer Lochkamera auf der Rückseite verwandelt, zwei Großformat-Fachkameras gebaut und arbeitet an seiner dritten. Er genießt es, neue Techniken auszuprobieren und hat am (vielleicht ersten) Polaroid-Filmtausch mit einem österreichischen Fotografen teilgenommen.

Außerdem hat er an „Pray for Japan by the 101“ teilgenommen, einem Projekt, das Geld für die Tsunami-Opfer in Japan sammelt. Eines seiner visuellen Gedichte war Teil eines Buches von Hanan Kazma. Im Jahr 2012 hat Dafydd sein erstes Buch, „peculiar truths“, veröffentlicht.

z and d © Kickplate Projekt
Dafydd und Zosia

Zosia Krasnowolska kommt aus Polen, ist studierte Kulturwissenschaftlerin, Übersetzerin, Filzerin und lebenslang Kamerasüchtige. Sie arbeitet fast ausschließlich mit abgelaufenem Film oder solchem aus dem Supermarkt und benutzt meistens ihre Lieblingskamera, eine Praktica mtl50.

Zosia dokumentiert leere Räume, das Vergehen der Zeit und den Ausdruck der Persönlichkeit von Menschen in eingeschränkten räumlichen Grenzen. Das Format, das sie dabei bevorzugt, sind „natürliche Diptycha“, also ein Bild, das aus zwei aufeinanderfolgenden Bildern desselben Filmstreifens besteht – manchmal geplant, manchmal zufällig.

Zosia ist besonders interessiert an Feminismus und Frauenrechten. Im letzten Jahr nahm sie an „The Interpersonally Happy“ teil, einem Projekt, das ins Leben gerufen wurde, um das Bewusstsein für häusliche Gewalt zu schärfen

gallery outside © Kickplate Projekt
Blick von der Church Street in die Galerie

Die einzige Galerie in einer Stadt. Wie genau sieht das Konzept des Kickplate-Projekts aus?

Für uns ist das Kickplate-Projekt ein Weg, um gegen die Kleinstadt-Langeweile zu kämpfen, die Zielgruppe von Kunst in Frage zu stellen und dieses Publikum zu erweitern. Kunst direkt in die Leben und Gemeinden der Menschen zu bringen, denen in der Vergangenheit gesagt wurde, dass Kunst nichts für sie ist.

Wir glauben stark an die Wichtigkeit des alltäglichen Kontaktes mit Kunst und glauben, dass es das Leben der Menschen bereichert, ihre Sensibilität schärft und ihnen dabei hilft, unterschiedliche Aspekte der Existenz zu erfahren. Besonders in einer post-industriellen Stadt, der sonst eine ständige Galerie fehlt.

Kunst ist im Vereinigten Königreich sehr elitär geworden. Im Bezug darauf, wer ein Künstler werden kann ebenso wie darauf, für wessen Augen Kunst gemacht ist. Wir denken, das ist falsch und führt nirgendwohin – außer in die Auktionshäuser!

Von Kunstgalerien sollte nicht erwartet werden, Geld zu machen, um öffentlich gefördert zu werden, das widerspricht der ganzen Idee von öffentlicher Förderung. Das ist ein sehr ernstes Problem in einer Zeit, die geprägt ist von einer Sparpolitik, die darauf ausgerichtet ist, die Uhr ein paar hundert Jahre zurückzudrehen.

Was habt Ihr bereits erreicht und was ist in Zukunft geplant?

Bis jetzt haben wir zwei internationale Fotoausstellungen organisiert.

„Visitors“ präsentierte acht Künstler aus Litauen, dem Libanon, Frankreich, Österreich, Ungarn, Polen und Wales, die eine breite Palette von Stilen und Techniken der Fine-Art-Fotografie zeigten.

„behind her ‚I’s“, das wir am 3. August eröffneten, zeigt Bilder von Frauen, aufgenommen von fünf Fotografinnen aus Georgien, dem Libanon, Deutschland und Kaliningrad. Es ist darauf ausgerichtet, der Art, wie Frauen normalerweise in den Medien und Künsten portraitiert werden, etwas entgegenzusetzen.

Wir planen, in diesem Raum mindestens drei weitere Ausstellungen zwischen September und Dezember abzuhalten und versuchen im Moment, dafür eine Finanzierung zu erstellen – bisher haben wir alle Kosten selbst getragen.

visitors panorama © Kickplate Projekt
Panorama der Ausstellung „Visitors“

behind her Is © Kickplate Projekt
Panorama der Ausstellung „behind her ‚I’s“

Wegen des nomadischen Charakters unseres Lebensstils und der relativ zeitgenössischen Natur der Galerie würden wir das Kickplate-Projekt gern auch an andere Orte bringen, wobei Neapel und Warschau die nahegelegendsten Stationen sind – aber wir sind gespannt, Deine Vorschläge zu hören! Wir hoffen, dass das, was wir bisher getan haben, eine nachhaltige Auswirkung auf die lokale Gemeinde sowie die kulturelle Politik hat und dass es ähnliche Initiativen in der Zukunft ermutigen wird.

Wie und wo sucht Ihr nach Künstlern für Eure Galerie?

Wir haben versucht, Leute über Online-Plattformen zu finden, wir haben auch Online-Galerien und Fotoprojekte durchsucht, die wir interessant finden. Wir arbeiten auch mit Mundpropaganda, den Empfehlungen von Künstlern, die wir kennen. Wir mögen es besonders, Künstler zu finden und auszustellen, die anders vielleicht nicht die Chance gehabt hätten, ausgestellt zu werden, weil sie ihre Fotos vielleicht in einer sehr ungewöhnlichen Art herstellen.

Wir versuchen, Künstlern die Möglichkeit zu geben, die Hürde zu umschiffen, dass man „ausgestellt haben muss, um ausgestellt zu werden“, eine wirklich bizarre Schwelle, die die meisten Kunstanstalten aufrecht erhalten.

Besucher © Kickplate Projekt
Neugierde und reges Interesse zeigten die Besucher der Ausstellung.

Wir glauben daran, dass man, um bedeutsame und qualitativ hochwertige Kunst zu machen, nichts Künstlerisches studiert haben muss. Eine Idee, die sich, trotz der Existenz zahlreicher berühmter Gegenbeispiele, immer noch hartnäckig in der Kunstwelt hält.

Aus dem selben Grund sind wir auch keine großen Freunde davon, die Künstler Statements schreiben zu lassen. Wir glauben, dass gute Kunst für sich selbst sprechen kann – außer, ein Kommentar ist Teil des Projektes. Das heißt, wir hören gern zu, aber wir zwingen nicht jeden dazu, einen Kommentar zu seiner ihrer Arbeit abzugeben, wenn er es nicht möchte – das ist doch immer noch die Aufgabe von Kunstkritikern!

Ebenfalls aus diesem Grund denken wir auch nicht, dass Fotos immer in Form von Serien kreiert werden müssen – wir sind vollkommen glücklich damit, Einzelbilder zu betrachten. Wir würden gern Künstler aus Ländern finden, die künstlerisch übersehen werden oder im Westen unterrepräsentiert sind.

Zum Abschluss erzählt uns noch ein wenig über die Resonanz Eurer Besucher. Wie fielen ihre Reaktionen im Speziellen aus?

Die Reaktionen waren überwältigend positiv. Abgesehen von guten Rezensionen haben wir Geschichten über fotografische Erfahrungen, Lieblingskameras und Familienfotos gehört – und wir wurden umarmt! Viele Menschen waren überrascht und sagten, dass es Zeit war, eine Fine-Art-Ausstellung in Abertillery zu sehen.

Die zentrale Lage unserer Galerie macht es der breiten Öffentlichkeit zugänglich und während einige Leute am Anfang scheu waren, wurde ihre Neugier doch bald offensichtlich. Wir haben keine Rezeption, daher war es offensichtlich, dass die Ausstellung kostenlos zu sehen ist und es fühlte sich einfach wie ein weiterer Laden auf der Straße an. Viele Besucher kamen mehr als einmal wieder, um sich ihre Lieblingsfotos anzusehen. Wir waren froh, zu sehen, wie die Menschen auf die sehr unterschiedliche Auswahl der Fotos reagierten, was interessant für beide Seiten war.

opening 7 © Kickplate Projekt

Ich danke Zosia und Dafydd für ihre Zeit und Geduld. Ich hoffe, dass ihr Projekt eine Zukunft hat und andere ermutigt, Ähnliches zu realisieren oder solche Projekte zu unterstützen.

Wer das Kickplate-Projekt unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen bei der Kickstarter-Kampagne des Projektes vorbeizuhuschen.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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2. September 2013

03 Sep

Ein Beitrag von: Andreas Krone

Invitation © Andreas Krone


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Blickfang: Hitlers Badewanne

03 Sep

Lee Millers wohl eigenartigstes Foto ist das Bild in Hitlers Badewanne. Zusammen mit dem Live-Reporter David Sherman und einigen Soldaten erlebte sie das Kriegsende 1945 in Hitlers Wohnung in München.

Das Nutzen von Hitlers Badewanne ist wohl neben dem rein praktischen Akt vor allem ein symbolischer. Lee Miller selbst kommentierte das Foto später in einem Radiointerview: „Ich nahm ein anderes seltsames Bad, als ich den Schmutz des Konzentrationslagers Dachau in Hitlers eigener Münchner Badewanne abwusch.“

David Sherman machte ein Foto von diesem Bad. Lee Miller sitzt in der Wanne, sieht über den Wannenrand und wäscht sich mit einem Lappen über die Schulter. Die schweren Stiefel stehen vor der Badewanne, die helle Badematte ist schmutzig. Auf dem nebenstehenden Tischchen steht eine nackte Frauenbüste. Das Portrait Hitlers am Badewannenrand ist vermutlich ein Arrangement der beiden Fotografen.

© Lee Miller

Da die eingezogenen Männer ersetzt werden mussten, waren Frauen als Journalistinnen oder Kriegsberichterstatterinnen im Zweiten Weltkrieg keine Seltenheit mehr. Lee Miller wurde vom Verlag Condé Nast bezahlt. Ihre Bilder und Texte wurden sowohl im britischen als auch amerikanischen Frauenmagazin Vogue publiziert. Der Bildband „Lee Miller’s War“*, aus dem dieses Foto stammt, gibt Einblick in ihre Arbeiten 1944 – 1945 mit vielen Begleittexten, Briefen und eigenen Aufzeichnungen.

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