Ein Beitrag von: Sebastian Schlueter

kwerfeldein – Fotografie Magazin
Das Bild „Aparición“ (Erscheinung) stammt aus dem Bildband „Flor“* (Blume) der mexikanischen Fotografin Flor Garduño. Darin sind die Arbeiten eines Jahrzehnts enthalten, in dem sie sich nach ihrer Schwangerschaft mit den Themen Nacktheit und Stillleben auseinandergesetzt hat.
Ihre Bilder sind von einer starken Poesie durchzogen und so ist jedes einzelne wie ein Gedicht zu lesen. Formen verleihen den Bildern eine stumme Melodie, der Kontrast verspricht die ewige Dualität der Geschlechter.
Pflanzen und Pflanzenteile symbolisieren Fruchtbarkeit und erinnern in ihrer Form und Darstellung entweder an eine Vulva (eine aufgeschnittene Birne) oder Brüste (Granatäpfel). Gegenstände wie ein menschengroßes Schwert symbolisieren Macht oder Übernahme durch einen anderen. Ein Vogelkäfig zeigt die Gefangenschaft, die das menschliche Dasein oft mit sich bringt.
Ihre Bilder strotzen nur so vor Symbolik, so dass man sich ihnen länger widmen muss als nur ein Augenaufschlag lang. Jedes Bild ist Geheimnis und Offenbarung zugleich.

Mein Lieblingsbild ist „Aparicón“, weil es für mich, trotz seiner Klarheit, Fragen aufwirft. Der mit einem schwarzen Tuch verborgene Kopf, die schwarz gefärbten Hände und der weiße, aufgefächerte Rock lassen mich instinktiv die Bedeutung erahnen.
So erinnert mich der Rock an eine weiße Blüte, die aber nicht die Scham verdeckt, sondern den Blick darauf fokussiert und somit die Fruchtbarkeit symolisiert. Doch bleiben die schwarzen Hände und der verdeckte Kopf für mich ein Geheimnis.
Ihre Arbeiten inspirieren mich immer wieder. Ich mag die Einfachheit, die Stille, das Nicht-Aufgeregte, die es darin zu entdecken gibt. Ihre Bilder benötigen keine aufregenden Effekte, um Aufmerksamkeit zu erhalten. In ihrer Schlichtheit zeigen sie die Schönheit unserer Existenz und verbildichen gleichzeitig die immer wiederkehrenden Fragen unseres Seins.
Ich kann diesen Bildband von Flor Garduño also uneingeschränkt empfehlen. Er gehört zu den Schätzen in meinem Bücherregal.
* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.
kwerfeldein – Fotografie Magazin


The Bisti Badlands of New Mexico is one of the most intimidating yet beautiful landscapes I’ve visited. This open arid expanse quickly puts you in your place or rather makes you realize how out of place you are walking around. Extreme weather can dominate the area (heat, sand storms and extreme winds), but it is this harsh combination that has made many of the geological features there including the Egg Factory. The last time I was there I got an in person tour of these harsh conditions with winds up to 55mph making it nearly impossible to get a photo. Even amidst a windstorm it’s amazing to see an “alien” landscape in your own backyard.
Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved
The Egg Factory – Bisti Bandlands, New Mexico
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Ein Beitrag von: Thomas Bocian
Das Projekt wird im Herbst weiter fortgesetzt, denn dann sind die Bäume wieder so schön kahl. Warum müssen die Bäume kahl sein? Das erfahrt Ihr weiter unten.
Diese Arbeit ist in einem Seminar an der Fachhochschule Dortmund im Bereich Fotografie entstanden. ?Der Überbegriff des Seminars lautete „Weltanschauungen und Gefühlswelten aus der Romantik“ und wurde von Prof. Cindy Gates betreut.

Allgegenwärtig in dem Kurs war für mich die Auseinandersetzung mit dem „Deutschen Wald“, der als Metapher und Sehnsuchtslandschaft seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts in Gedichten, Märchen und Sagen der Romantik beschrieben wird.
Schon früh schuf ich mir in meinen Projekten ?immer meine eigene Sicht auf die „Realität“. Während meines Fotografie-Praktikums am Anfang meiner Laufbahn habe ich mich stark mit dem Zusammenrechnen von Bildern beschäftigt. Dieser technisch hoch anspruchsvolle Teil der Bildbearbeitung hat mich von Anfang an fasziniert.
So kam es, dass ich den Wald nicht auf die normale Art abbilden wollte.

Ich wollte mich intensiv mit dem Wald auseinandersetzen.? Dabei erforschte ich ihn tagelang, oft mehrere Stunden lang und wanderte durch verschiedene Wälder. Ich versuchte, den Mythos des „Deutschen Waldes“ zu ergründen.
Franz Kafka schrieb einst:
In den Wäldern sind Dinge, über die nachzudenken man jahrelang im Moos liegen könnte.
Dieser Satz ließ mich bewusster nach oben blicken. Ich verbrachte eine lange Zeit auf dem Boden liegend und in die Baumkronen starrend. Der Wind bewegte die vielen einzelnen Äste, die wiederum die Blätter schüttelten. Die Idee war geboren.
Der Blick nach oben, der Blick zum Himmel, zum Göttlichen, das eine Hauptthese in der Romantik-Epoche war. Bei genauerer Betrachtung fiel mir auf, dass ?jeder Baum einzigartig war. Keiner gleicht dem anderen. Sie ähnelten sich, das war es aber auch.1

Ich begann das Projekt im Sommer und wollte einen kompletten Waldabschnitt von unten darstellen.
Die Problematik war, da ich den bewussten Sichtwinkel bzw. Bildwinkel erweitern wollte, dass ich unendlich weit weg gehen müsste, ?um alle Bäume auf das Bild zu bekommen, um perspektivisch korrekt zu arbeiten. ?Das optisch Störende war immer der Baumstamm, er nahm zuviel Raum ein. ?Schließlich habe ich ihn also aus den Bildern herausgerechnet.
Durch die Wegnahme des Stammes wird der Baum seiner Bindung zur Erde beraubt, ?er verliert seinen Lebensstamm.
Dieses Bild zeigt auch deutlich, dass die Perspektive nicht korrekt erschaffen worden ist, da jedes einzelne Blatt eine andere Perspektive einnimmt, wenn ich mich nur einen kleinen Schritt mit der Kamera vom ursprünglichen Standpunkt wegbewege.
Der Zufall half, denn einzelne Bäume am Waldrand waren schon ausgeblüht, ungrün. ?Dieser Zustand half bei der Verrechnung zu den fertigen Baumportraits. ?Je weniger Perspektiven berücksichtigt werden müssen, umso angenehmer der Workflow.

Die finalen Aufnahmen entstanden dann Anfang November 2011 bei bedecktem Himmel, dem Becher-Wetter, um Spitzlichter und Schatten zu vermeiden ?und um größtmögliche Detailtreue zu erreichen. ?Ein Baumportrait besteht aus bis zu zehn Einzelbildern.
Was ich mit der Serie erreichen möchte? ?Das ist eine schwierige Frage. Ich fotografiere ausschließlich für mich, bis ein Projekt fertiggestellt ist. ?Danach erfreue ich mich daran, Bilder ausstellen zu dürfen. Anderen meine sehr subjektive Sicht zu zeigen.
Ich versuche, durch meine Technik – die Erweiterung des Sehfeldes bzw. Blickwinkels – dem Betrachter zu zeigen, was er abseits des Alltäglichen erkennen und erfahren kann.

Ich habe nicht „die“ Botschaft in meinen Bildern. Jeder kann sie so interpretieren, wie er sie sieht. Darauf lege ich sehr viel Wert.???
1 (Vlg. Konzept / Kernthese der Romantik):? „Die Sehnsucht des einzelnen Individuums richtet sich zumeist auf eine kollektive Identität durch das Leben in einer kulturellen Gemeinschaft, ?in der sein persönlicher Beitrag wirken und ein Gemeinschaftsgefühl wachsen kann. Die Bäume sind fester Bestandteil des Waldes, des Kollektivs, ?sind jedoch einzelne Individuen, die sich stark von ihren Artgenossen in Größe, Form und Alter unterscheiden.“
kwerfeldein – Fotografie Magazin
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Wenn ich an Red Bull denke, dann denke ich gleichzeitig an Action und Sport. Eine kluge und funktionierende Werbestrategie hat sich die Firma da ausgedacht. Und weil die Fotowettbewerbsbilder des Red Bull Illume es wirklich in sich haben, zeigen wir sie Euch hier. Lehnt Euch zurück und genießt beeindruckende Actionsportfotografie.
Ende August wurden die Sieger des Wettbewerbs bekanntgegeben. Als Gesammtsieger konnte sich der deutsche Fotograf Lorenz Holder mit seinem Bild von einem Snowboarder auf einer riesigen Satellitenschüssel durchsetzen.

Ich fand diesen einzigartigen Ort im Sommer und wollte dort unbedingt einen Snowboarder fotografieren. Ich erzählte Xaver Hoffmann von dem Ort und auch er war fasziniert. Meine Idee, das Ganze unter schwerem Schneefall zu fotografieren, war nicht leicht, denn in der letzten Saison schneite es nur einmal an dieser Stelle. So gab es nur diese eine einmalige Chance, das Bild zu bekommen.
Ich habe zwei große Elinchrom-Blitze im Hintergrund benutzt, um die Schneeflocken zu beleuchten und so eine „weiße Wand“ zu erzeugen, durch die ich Xavers Silhouette erfassen konnte, als er sprang. Um genug Licht auf die Schüssel zu bekommen, entschied ich mich für eine Belichtungszeit von 4 Sekunden, um auch noch etwas Licht vom Mond einzufangen.
In der Katgeorie „Illumination“ konnte sich der Kanadier Scott Serfas ebenfalls mit einem Snowboardfoto behaupten. Das Licht ist in der Tat großartig.

Dieses Foto wurde auf der zweiten Reise zum Making-Of des Snowboard-Films „Art of FLIGHT“ geschossen. Wir waren bereits seit einem Monat in Alaska und ich wusste, dass der Trip bald enden würde. Ich wollte unbedingt noch ein Foto aus dem Helikopter heraus machen, direkt über Travis Rice, aber das war sehr schwierig, denn ein anderer Helikopter war bereits mit einer Cineflex-Kamera in der Luft.
Als Travis sich mental darauf vorbereitete, seine Route zu fahren, stieg ich auf etwa 30 Meter über ihn und wartete. Der andere Hubschrauber flog seine Runde um uns herum, so dass sie auch ihre Bilder bekommen konnten, ohne mit uns zu kollidieren. Die Sonne ging schnell unter. Als Travis seine zweite Runde den Berg hinunter fuhr, gelang mir diese Aufnahme.
Der deutsche Fotograf Lorenz Holder gewann mit seinem einzigartigen Schwarzweißbild ebenfalls in der Kategorie „Experimental“.

In den letzten paar Jahren habe ich etwa 90% meiner Action-Aufnahmen mit einem Stativ geschossen. Ich mache das, weil ich viele Bilder von Hand einfach vermassel. Nach einem Shooting habe ich so am Ende immer das gleiche Bild mit nur geringfügigen Änderungen.
Ich merkte, dass ich verschiedene Bilder in Photoshop so auch einfach drehen und wieder zusammensetzen kann, um eine ganz andere, neue Welt, die im realen Leben nicht existiert, zu erstellen. Alle Bilder haben eine perfekte Symmetrie, das mag ich sehr.
In diesem Foto spiegelte ich Teile des Gebäudes, um ein wirklich, wirklich großes Gebäude zu erhalten. Jordan vorn ist das einzige Element, das nicht symmetrisch ist.
Ebenfalls experimentell, aber in der Kategorie „New Creativitiy“ ausgezeichnet, ist das Bild des Tschechen Daniel Vojtech. Ein Actionfoto aus dem Studio.

Für dieses neue Projekt wählte ich den Mountainbike 4 Cross-Athleten Tomas Slavik aus. Er schafft völlig neue und unmöglichen Tricks auf dem MTB und wenn etwas heute unmöglich scheint, wird es in ein paar Jahren die Norm sein.
Das Shooting fand in einem Studio statt, weil wir die Lichter hier sehr leicht kontrollieren konnten und ich ein Backstage-Gefühl erzeugen wollte. Zudem war es sehr einfach, das Fahrrad an der Decke aufzuhängen. Wir hatten ein spezielles Seil für Tomas und zwei kleinere für das Fahrrad.
Dieses Foto der Australierin Krystle Wright ist eines der Finalisten in der Kategorie „Wings“ und auch, wenn es nicht zu den Top 10 gehört, ist es eines meiner Lieblingsbilder aus dem Wettbewerb.

Als die Base-Jumper den Castleton Tower hochstiegen, starteten wir den Motor und schwirrten um den Turm herum. Ich konnte keinen klaren Funkkontakt mit den Jumpern bekommen und es war ein wenig chaotisch, als wir zu kommunizieren versuchten. Am Ende sprangen die Athleten, als sie bereit waren und es war pures Glück für mich, in Position zu sein, als Michael Tomchek seinen 120-Meter-Sprung nahm.
Wenn Ihr jetzt neugierig geworden seid, dann schaut Euch doch auch die anderen Gewinnerbilder und Finalisten auf der offiziellen Webseite Red Bull Illume an. Welches Bild ist Euer Favorit?
kwerfeldein – Fotografie Magazin
Ich bin der Meinung, dass man von guten Fotos nie genug bekommen kann. Und deshalb stelle ich Euch heute ein Bild vor, das an anderer Stelle schon einmal gezeigt wurde. Denn es schließt den ersten Teil der Reihe Fantastische Bildbände zur Straßenfotografie ab, nämlich mit dem Bildband „Saul Leiter“ aus der Photofile-Reihe.
Jedoch ist die Abbildung dieses Blickfanges nicht dem kleinen Bändchen entnommen, sondern dem zweisprachigen Band „Saul Leiter: Retrospektive – Haus der Photographie / Deichtorhallen Hamburg“*. Dieser ist mächtige 300 Seiten dick und mit den Maßen 23 x 28 x 2,8 cm auch kein Band, den man so leicht aus den Augen verliert.
Doch nun zu unserem Bild, das mittlerweile als Ikone der Fotografie gepriesen wird und ein Markenzeichen Saul Leiters ist. Hierzu möchte ich Brigitte Woischnik zitieren, die in einem Artikel auf Seite 236 Leiters Art, zu fotografieren so beschreibt:
Doch Saul Leiter ist nicht nur ein nimmermüder Flaneur, er ist auch ein stiller, geduldiger Beobachter. Die Ambivalenz zwischen dem direkten Sehen und dem Verborgenen zeigt sich in seinem gesamten Werk. Er fotografiert nicht nur die Tür und das Fenster eines Cafés oder Ladens, sondern bevorzugt durch dieselben hindurch. Das verborgene, nicht wirklich „sichtbare Innere“, das ist es, was er ergründen, was er sichtbar machen möchte.
Und als Paradebeispiel dient die Aufnahme „Snow“ aus dem Jahre 1960, zu finden auf Seite 42 des Bandes.

Leiter fotografierte durch eine von Tauwasser beschlagene und stellenweise abgewischte Scheibe, die den Hintergrund unscharf abstrahiert. Hinter – oder vor – der Scheibe steht ein Mann im Schnee und schaut sich irgendetwas an. Er hat eine Mütze auf und trägt grüne (Arbeits-)Kleidung. Im Hintergrund ziert die Aufnahme ein gelber Laster, der dem Bild einen feinen, dezenten Farbkontrast verleiht. Ein zweiter Mensch ist angeschnitten, mit dem der Protagonist jedoch nicht kommuniziert.
Dieses Bild habe ich in den letzten Monaten immer und immer wieder studiert. Und jedes Mal ertappte ich mich dabei, zu denken, dass dieser Herr auf sein Smartphone sieht oder gar ein Postbote ist, der mit seinem PDA die Lieferung überprüft. „Ach nein, stimmt ja gar nicht“, erinnere ich mich. „Herr Gommel, wir schreiben das Jahr 1960 und nicht 2013.“
So hat die Aufnahme etwas Magisches, Ungewohntes. Und obwohl ich eine große Liebe zu den Aufnahmen Martin Parrs hege, der direkt und offensichtlich fotografiert, schätze ich diese abstrakte, nicht direkte und nicht offensichtliche Bildsprache von Saul Leiter mindestens genauso. Sie spricht eine tiefere emotionale Ebene an, fasziniert und begeistert.
Lustigerweise habe ich (sehr wahrscheinlich) einen Fehler im Buch gefunden. Denn auf Seite 239 schreibt Woischnik zur fotografischen Variante, die am selben Ort aufgenommen wurde, folgenden Satz:
Auf die rechte Seite der Scheibe, die Regenstreifen unterbrechend, haben flinke Finger eine Nachricht geschrieben, …
Jedoch können wir, wenn wir uns „Snow“ genauer ansehen, erkennen, dass an der Scheibe braune Überbleibsel eines „L“ sind. Was darauf schließen lässt, dass es sich nicht um eine handgeschriebene Botschaft handelt, sondern viel mehr um eine aufgeklebte Schrift, die bis auf das L abgezogen wurde und deren klebrige Überreste die Feuchtigkeit nicht angenommen haben.
Den Bildband möchte ich dennoch sehr empfehlen. Denn er zeigt das umfassende Werk Leiters und bildet neben den Fotos seine besonderen Zeichnungen ab, die nicht minder signifikant sind, da Saul Leiter sich als Maler verstand.
* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.
kwerfeldein – Fotografie Magazin

The past week has been an interesting roller coaster ride with photographers and other creatives sounding the alarm about Facebook’s pending Data Policy and Statement of Rights and Responsibilities changes. On one hand good for photographers for taking note and on the other hand too bad photographers don’t realize their pact with the “devil” is already signed regardless of this particular revision to Facebook’s governing documents. Let me be blunt. If you’ve been using Facebook to this point everything you fear has already been realized… too little, too late.
First, let’s cover one thing, you should care about my opinion because I’m intimately familiar with Facebook advertising. Second, I’ve been writing for a long time about the pitfalls of social media on my blog and in magazines, terms of use changes and social media best practices. Third, I’m a photographer and I care a great deal about protecting my photographic work and passing on that information to fellow photographers of an equal mindset. The one caveat you need to take into account before reading on is that I am not a lawyer and what I’m sharing with you is just one man’s opinion, so take it for what you will.
If you’d like to follow along I’ll be referencing the following documents quite heavily, the redlined revisions that Facebook is now reviewing feedback on.
• Statement of Rights and Responsibilities (SRR)
• Data Use Policy
Point #1
You’ve already signed away the rights to have your posted images on Facebook used even if you decide to jump on a high horse and leave Facebook. Yes, you’ve already committed the content you’ve posted on Facebook to the terms you hate because you sought the attention of your peers in the hope they’d share it. The following is a portion of the SRR that are unchanged and have been in place for a long time:
2. Sharing Your Content and Information
You own all of the content and information you post on Facebook, and you can control how it is shared through your privacy and application settings. In addition:1. For content that is covered by intellectual property rights, like photos and videos (IP content), you specifically give us the following permission, subject to your privacy and application settings: you grant us a non-exclusive, transferable, sub-licensable, royalty-free, worldwide license to use any IP content that you post on or in connection with Facebook (IP License). This IP License ends when you delete your IP content or your account unless your content has been shared with others, and they have not deleted it.
So if you leave and delete your account, any image that has been uploaded and shared will stay on Facebook until every single person that shared it deletes their share. And… will be subject to how Facebook decides to use the content.
Point #2
You already volunteer data to Facebook about your activities and interests through Facebook social plugins, namely the “Like” button found on most 3rd party web sites. (See What are Social Buttons) Even more interesting is that you’re sending data about your activity to Facebook even if you don’t have a Facebook account or are logged out of Facebook. Don’t believe me? “Read Facebook’s FAQ entry What information does Facebook get when I visit a site with the Like button or another social plugin? For many unfamiliar I’m sure this will be an eye opener.
“If you’re logged out or don’t have a Facebook account and visit a website with the Like button or another social plugin, your browser sends us a more limited set of information.”
To top that off as of a year ago it was estimated nearly 1/2 of all web pages (49.3%) were Facebook integrated as compared to Twitter (41.7%), Google+ (21.5%) and LinkedIn (3.9%) (worst case numbers via Pingdom)
Photographers everywhere including professional, semi-pro and amateur have recently been airing concerns and alerting peers because of this highly offending update:
You can use your privacy settings to limit how your name, and profile picture may be associated with commercial, sponsored, or related content (such as a brand you like) served or enhanced by us. You give us permission to use your name,
andprofile picture, content, and information in connection with commercial, sponsored, or related that content (such as a brand you like) served or enhanced by us, subject to the limits you place. This means, for example, that you permit a business or other entity to pay us to display your name and/or profile picture with your content or information, without any compensation to you. If you have selected a specific audience for your content or information, we will respect your choice when we use it.
This does at first glance sound bad, but it represents activity that Facebook was already performing with Facebook Sponsored Ads and Sponsored Stories. Due to a class action lawsuit, Angel Fraley vs. Facebook Inc. CV 11-01726 RS (PDF) in Northern California District Court concerning privacy and permission issues in Sponsored Ads & Stories, a settlement was reached requiring Facebook to include this very text word for word. See page 6 section 2.1(a) under Settlement Terms.
If you keep reading though in section 2.1(b) Facebook is also required to provide their users the ability to manage which of their content can be used in Sponsored Stories.
User Visibility and Control Over Sponsored Stories. Facebook will create an easily accessible mechanism that enables users to view, on a going-forward basis, the subset of their interactions and other content on Facebook that have been displayed in Sponsored Stories (if any). Facebook will further engineer settings to enable users, upon viewing the interactions and other content that are being displayed in Sponsored Stories, to control which of these interactions and other content are eligible to appear in additional Sponsored Stories. Without limiting the foregoing, but for the sake of clarity, these settings will include the ability to enable users to prevent individual interactions and other content (or categories of interactions and other content) from appearing in additional Sponsored Stories.
As a long standing ASMP member I highly respect their opinions on the matter (see Beware Facebook’s New Terms of Service), but the alarm is really too late. They should have read the tea leaves (that were pretty well spelled out) in the class action lawsuit settlement noted above. The email alert I received from ASMP highlights how even the savviest of photographers and associations missed the boat long ago.
The new Facebook Terms of Use have been modified to allow the company to sell virtually anything that is uploaded to the service, including all your photos, your identity and your data. Facebook has also explicitly removed the privacy protection from the commercialization rights.
This means that any photos uploaded to Facebook may be sold, distributed or otherwise commercialized with no compensation to the photographer.
Facebook has and will continue to commercialize content uploaded to the service. The latest changes to the SRR reflect past Facebook activity and just spell it out in greater detail. Facebook is free in a monetary sense as you don’t pay a subscription, but you do pay daily with the currency of your privacy and content.
On the other hand Facebook does provide a valuable and good service to its members allowing an incredibly streamlined platform to interact with friends, fans and customers. While many Facebook users likely are unaware of the tradeoffs they’ve made, they benefit from the service overall. Still for many how the sausage is made isn’t pretty and it is scary. Case in point Facebook’s own definitions of how everyday Facebook activity is used to make the service work overall (via Facebook Data Use Policy):
We receive data about you whenever you use or are running
interact withFacebook, such as when you look at another person’s timeline, send or receive a message, search for a friend or a Page, click on, view or otherwise interact with things, use a Facebook mobile app, or purchase Facebook Credits, or make other purchases through Facebook
And if that interests you there are 4 more paragraphs following that one in the Data Use Policy detailing other types of behavior and data that are tracked. On the upside most user data is kept anonymous so even if reading this scares you know all is not lost… if you trust Facebook.
ASMP has one important point that has to be repeated, “One of the things ASMP and its allies are most concerned about is that these usage terms and attitudes towards users’ content are becoming the norm.” On this front I agree. Of all of Facebook’s transgressions it is this repeated effort to erode individuals expectation of online privacy. Without fail Facebook regularly makes changes that reach very far and then they pull back a little. This amounts to taking 5 steps forward and then 2 steps back, netting 3 steps forward. Privacy and content that qualifies as a photographer’s intellectual property (IP) is certainly a different subject right?
Photographers have a knack for sounding the alarm when it comes to the unauthorized use of their intellectual property and rightly so. Adding to the concern is when usage terms are vague and the manner in which IP is used is completely new. In this regard photographers need to weigh the pros and cons of the service and its terms. Since writing about Facebook I’ve yet to see Facebook steal or misuse images in a traditional sense and I doubt they will. As most stock photographers know the value of stock continues to plummet so Facebook is likely to continue making billions with advertising versus creating a new stock agency with pilfered images. Facebook is and will always continue to be about the data and the ads. If anything Facebook is a privacy boogieman not a photography boogieman.
If you’re concerned about how your content (updates, photos, video, etc.) are being used and you’re just now alarmed you have missed the boat. That ship sailed long ago, but on the upside if you haven’t seen wide spread abuse of your content yet then you’re unlikely too. It’s not to say it couldn’t happen, but so far I’ve yet to see it. Flickr by comparison actually had egregious abuse of IP. Two things to remember as you worry about your IP on Facebook:
1. How are you using Facebook to your advantage to further your business and has it been profitable?
2. Where was your alarm when Facebook laid claim to distribute your content unconditionally?
I’m really not trying to be facetious. My point is that Facebook does provide value by allowing photographers to expand their audience, introduce their work to others and convert sales from that audience. If Facebook’s terms are truly offensive then it is the right thing to stop using Facebook. For years I’ve taken an incredibly cautious approach with Facebook uploading and sharing 60 low resolution photos over the course of 7 years. All my other updates have been links back to my blog and web site(s). It’s not the best way and certainly not the most profitable way to use Facebook, but it’s the one I feel most comfortable with. There lies the kernel of it all, balance your use of Facebook to your comfort (or discomfort) level. It is certainly possible to make far more with Facebook through creative means even if it means sacrificing traditional revenue streams and IP best practices. On the other hand if your traditional means of creating revenue are working for you then it’s a no brainer to stop using Facebook with photographer unfriendly terms.
Oh and about those Facebook changes to the Statement of Rights and Responsibilities, feedback ended last week and any changes that Facebook makes will be announced this week barring the FTC gets involved. I wouldn’t hold your breath that many changes will be forthcoming if the FTC decides not to intervene.
Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved
News Flash Fellow Photographers You’ve Already Sold Your Soul To Facebook
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