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Archive for the ‘Equipment’ Category

15. September 2013

16 Sep

Ein Beitrag von: Geronimo Schmidt

Drei Zinnen © Geronimo Schmidt


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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browserFruits September #3

15 Sep

Der Herbst steht vor der Tür. Der Wind pfiff vielerorts schon durch die Straßen und die ersten welken Blätter finden sich dort auch. Und mit unserem Fotospecial gehen wir noch einmal in uns, träumen von den schönen Sommertagen und beschwören all die angesammelten Erinnerungen in uns herauf.

 

Fotospecial: Schlaf

Flickr

500px

 

Deutschsprachig

• Entlang der Seidenstraße von Berlin nach Astrachan war Lena Reinhard unterwegs. Hat fotografiert und einen feinen Reisebericht verfasst.

• Politikerinnen-Portraits: Der Fotograf Joachim Baldauf fotografierte und gab ihnen Raum für Weiblichkeit.

• Das C/O Berlin öffnet bald wieder seine Tore und zeigt die Abschlussarbeiten der Ostkreuzschule mit einem Blick in das neue Künstlerviertel Charlottenburg.

• Alle reden über das Stinkefinger-Bild von Peer Steinbrück. So entstand das Foto.

 

International

• Auf Street Photographers fanden wir das grandiose Portfolio des Brasilianers Fábio Costa.

• Ist Fotografie die neue Universalsprache? Wired im Gespräch mit Buchautor Marvin Heiferman.

• Wusstet Ihr, dass Vivian Maier 8mm-Filme aufgenommen hat? Nein? Und Ihr wollt auch gleich was sehen? Dann hier entlang.

• Die großartigen Fotos von Frank Larson (1896-1964) waren 45 Jahre lang unentdeckt. Schaut sie Euch an und staunt.

• Wer glaubt ernsthaft, man hätte früher Fotos nicht bearbeitet? Hier eines Besseren belehrt werden.

• Lustige Vergleiche zwischen berühmten zeitgenössischen Personen und ihren vermeindlichen historischen Doppelgängern.

• Nichts für Portraitfotografen: Wie sich mit Hilfe eines Photoshop-Scripts Menschen ganz einfach aus Bildern entfernen lassen.

• Lust auf qualifizierte Kritik an den eigenen Fotos? Ergreift die Gelegenheit: Jörg M. Colberg, Alice Rose George und Ann-Christin Bertrand laden ein zur (kostenlosen!) Conscientious Portfolio Competition.

• Wo einst Menschen wohnten, machen sich’s jetzt Tiere gemütlich. Kai Fagerström fotografierte die neuen Bewohner eines verlassenen Hauses im Wald.

 

Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

buchtipps

• Seconds2Real empfehlen den Bildband „Berlin 140°“* des Straßenfotografen Frank Silberbach. Zur Erinnerung: Roberts Interview mit Frank, 2012.

• Frank Kunert kennt Ihr noch, oder? Seinen neuen Bildband „Wunderland“* mit 24 neuen kleinen Welten möchten wir Euch sehr ans Herz legen. Auch Frank Kunert hatten wir Euch schon vorgestellt.

 

Wettbewerbe

• CreativeLIVE sucht anlässlich seiner Photo Week Euer bestes Bild in den Kategorien Hochzeit, Portrait, Commercial und Licht. Teilnehmen könnt Ihr jedoch nur über Facebook. Einsendeschluss ist der 18. September.

 

Videos

Trent Parke dürfte Euch ja mittlerweile bekannt sein. Es folgt ein etwas antiquiertes Video über ihn und seine Frau, die zusammen ein Traumleben führen.

 

Ausstellungen

„CALIFORNIA“ – MARCUS FELIX HOFSCHULZ
Zeit: 24. August – 27. September 2013
Ort: Galerie STP, Lange Straße 21, Greifswald
Link

Kay von Aspern – Randnotizen
Zeit: 14. August – 5. Oktober 2013
Ort: Leica Galerie Wien, Walfischgasse 1, Wien
Link

Claudio Hils – Abseits
Zeit: 16. August – 6. Oktober 2013
Ort: Zeppelin Museum Friedrichshafen, Seestraße 22, Friedrichshafen
Link

Margriet Smulders – Blumen
Zeit: 13. September – 10. Oktober 2013
Ort: Galerie Joranow, München
Link

Mut zur Schönheit – Jasmund – Arno Schidlowski
Zeit: 14. September – 26. Oktober 2013
Ort: Galerie Jo van de Loo, Theresienstraße 48, München
Link

Eugenio Recuenco – Märchenwelt
Zeit: 31. August – 16. November 2013
Ort: CWC Gallery, Augusttraße 11-13, Berlin
Link

14 Fotografen der Agentur Ostkreuz Ostkreuz: Westwärts. Neue Sicht auf Charlottenburg
Zeit: 20.Septmber – 24. November 2013 , Eröffnung: 19.09.2013 – 19:00
Ort: C/O Berlin Hardenbergstr. 22-24, Berlin
Link

Mehr aktuelle Ausstellungen

 

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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14. September 2013

14 Sep

Ein Beitrag von: Feldman_1

Staatsbibliothek Stuttgart © Feldman_1


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Eine farbgewaltige Liaison

14 Sep

Dies ist die Geschichte einer Liaison zwischen Malerei und Fotografie, zwischen analog und digital, die in häufig auftretender Konkurrenz zueinander existieren. Fast wäre es nicht dazu gekommen, aus Zeitmangel und Kapazitätsauslastung. Aber glücklicherweise waren die Umstände gnädig und ich kann die nun folgende Geschichte erzählen.

Zunächst sind da Schall & Schnabel, hinter denen sich die Fotografen Pierre Horn und Eileen Huhn verbergen, die mit Modefotografie ihr Geld verdienen. Und Diana Wehmeier, Kunststudentin und Malerin aus Dresden.

Beide arbeiten unabhängig voneinander an einem ähnlichen Thema. Pierre und Eileen arbeiten in ihren Werken gern mit analogen und digitalen Prozessen, bringen eine malerische Komponente in ihre Bilder und überblenden Bereiche in ihren Bildern.

Diana möchte mit Hilfe von Störungen und Lichtern in ihren Portraits die digitalen Ebenen, die Technisierung, die uns umgibt und unmittelbar in unsere Beziehung eingreift, malerisch mit Ölfarbe, Lack, Acryl und Spray darstellen.

2012 lacquer & oil on canvas 120 x 70 cm © Diana WehmeierINTERFERENZ 2013 oil on canvas 120 x 70 cm © Diana Wehmeier

Ölgemälde von Diana Wehmeier

Die erste zaghafte Annährung beider erfolgte, als Diana Wehmeier Pierre Horn während eines literarischen Abends in Dresden ansprach, nachdem sie erfuhr, dass er Fotograf sei. Sie steckte ihm die Visitenkarte zu und erzählte ihm vom Plural-Projekt, einer Ausstellung, die dieser Tage angelaufen ist, in der verschiedene Kunstrichtungen und Wissenschaften miteinander arbeiteten.

Pierre besuchte daraufhin einige Wochen später Diana in ihrem Atelier, um ein Künstlerportrait für sie und ihren Katalog anzufertigen. Nach sechs Stunden entstand das Portrait, das seiner Meinung nach eine Annäherung zwischen ihrer Malerei und der Fotografie, wie Schall & Schnabel sie sich erarbeitet hatten, darstellte.

Während unseres Shootings entsponn sich dann bereits die Idee, andere Menschen zu bemalen und daraus ein längerfristiges Projekt zu machen. Das Plural-Projekt als Plattform drängte sich förmlich auf.

Und so vereinen sich Malerei und Fotografie, spielen miteinander so sehr, dass sie ineinander verschmelzen und die Wahrnehmung verändern, gleichzeitig die Vorurteile der sich konkurrierenden Medien verschwinden lassen.

© Schall & Schnabel© Schall & Schnabel

Skinwalker, Ergebnisse der Zusammenheit von Diana Wehmeier und den Fotografen Eileen Huhn und Pierre Horn

Es ist, als würden die sonsthin statischen Sujets von Diana aus dem Bild heraustreten, agieren, lebendig. Ein Shooting mit einer Tänzerin oder einem Tänzer dauert etwa eineinhalb Stunden oder länger. Diana bemalt während des Fotografierens weiter den Menschen und die Leinwand dahinter und Eileen und ich bringen verschiedene Materialien zum Einsatz, um verschiedene Störfaktoren zu erhalten. Geplant ist es, eigentlich noch stärker eine Räumlichkeit mit in die Bilder hineinzuarbeiten.

Dass diese Zusammenarbeit beide Seiten zutiefst beeinflusst hat und sowohl die fotografische Arbeit von Schall & Schnabel, als auch die künstlerische Arbeit Diana Wehmeiers verändern wird, steht außer Frage. Das zeigt wieder einmal, dass intermediales Arbeiten verbindet und sich die Gräben zwischen Malerei und Fotografie, analog und digital langsam schließen.

~

Und wer sich nun selbst von den Arbeiten überzeugen möchte, ist eingeladen, am 28. September 2013 im Atelierhof Kreuzberg, Schleiermacherstr. 31-37, 10961 Berlin, ab 18 Uhr vorbeizuschauen und beim Entstehen der Bilder im Rahmen des Plural-Projekts Zeuge zu sein.

Artikelbild: Making of mit Diana Wehmeier und Tänzerin © Schall & Schnabel


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13. September 2013

14 Sep

Ein Beitrag von: Tobias Scheck

© Tobias Scheck


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Augenschmaus: Tofusalat

13 Sep

Ein Beitrag von: Marcel Pommer

Preisfrage: Was nimmt der Veganköstler, wenn er Milch, Käse oder irgendetwas Tierisches ersetzen will? Tofu natürlich. Oh, mein Gott. Als gäb’s etwas Langweiligeres und Faderes als Sojaprodukte! (Dass das oft, aber eben nicht immer richtig ist, zeige ich demnächst am Beispiel von Tempeh, der göttlichsten Form der Sojabohne.)

Tofu hat aber zwei wundervolle Eigenschaften: Es gibt ihn in allen möglichen Konsistenzen und er saugt jeden Geschmack, in dem er gebadet wird, gierig auf. Ähnlich wie Huhn und anders als Kuhmilch-Mozzarella, der nach gar nichts schmeckt und auch nicht zu Geschmack zu bewegen ist.

Dem geneigten Nichtveganer sei hier noch einmal dringend empfohlen, Büffelmozzarella bitte nicht als „zu teuer“ zu deklarieren. 99 Cent für nichts ist definitiv teurer als 3 € für etwas, das, zugegebenermaßen, ziemlich lecker ist.

Hier geht’s aber nicht um Büffel, sondern um Rauch. Räuchertofu nämlich. Der schmeckt alles andere als fad und mit dem richtigen Schnitt geradezu fein.

© Marcel Pommer© Marcel Pommer

Portionen: reicht als Vorspeise für vier Personen
Zeit: 10-15 Minuten (je nachdem wie schnell man den Tofu schneidet)

Zutaten

Einige Rispentomaten *
1/2 Block Räuchertofu **
1 Bund Rucola
1 Schalotte, sonst vielleicht eine kleine rote Zwiebel
frischen Thymian
1 TL Estragon
5 EL Olivenöl, ihr wisst schon
4 EL dunkler Balsamico oder ein anderer leckerer Essig Eurer Wahl
1 EL Agavendicksaft
Salz

* Ich habe noch nicht herausgefunden, wie man leckere Tomaten beim Einkauf erkennt. Fest und wenig wässrig ist nicht immer gleich aromatisch. Es bleibt ein Glücksspiel.

** Edeka und Rewe führen brauchbare Qualität, der bröselige Tofu von Alnatura ist eine Katastrophe. In Berlin empfehle ich rundweg den Tofu von Soy Rebels, der ist mit Worten kaum zu beschreiben!

© Marcel Pommer

Zubereitung

Auf dem gewaschenen und vollständig abgetropften Rucola verteilen wir, ganz traditionell, abwechselnd Tomaten und Tofu. Und hier ist das Wichtige: Den Tofu bitte hauchdünn schneiden. Das gelingt nur mit einem sehr schmalen, idealerweise geriffelten Messer und langsamen Bewegungen.

Ein Käsemesser – so eines mit Aussparungen – ist dafür perfekt geeignet. Das Messer muss beim Schneiden durch die Scheibe durchscheinen und die Scheibe muss wabbelig sein. Das ist auch gleich eine gute Meditationsübung.

Über diese Schichtung wird die kleingewürfelte Schalotte oder Zwiebel verteilt, dann eine gute Portion frischen Thymians (ich mag auch getrocknete Minze sehr gern dazu) und einige Prisen Salz.

Die Vinaigrette wird angerührt aus ungefähr gleichen Teilen Olivenöl und Balsamico (hier möge ein jeder seine Balance finden), einem Zehntel Agavendicksaft und einem Teelöffel Estragon. Ich habe nichts gegen Kristallzucker, aber worin soll der sich hier auflösen? Die Süße braucht es aber unbedingt, damit setzt man dem Essig und den Zwiebeln etwas entgegen.

Mein persönlicher Favorit ist Schokoladenessig, da kann man dann auch die Hälfte des Agavensaftes weglassen. Gut, die Vinaigrette darübergegossen und – ups – schon fertig. Naja, noch fotografieren – ich will aber essen! Gut, dass der Salat noch ein Paar Minuten zum Einwirken braucht.

© Marcel Pommer

Fotorezept

Geschirr vom Flohmarkt, eine Tischdecke, die ebenfalls Appetit macht. Die einzelnen Zutaten geordnet arrangiert und bei natürlichem Licht und bedecktem Himmel fotografiert. Zum Schluss noch die Abfälle – ganz schön wenig; gut, oder? – nett angeordnet und fertig.

~

Du hast auch ein leckeres Rezept und die passenden Food-Fotos dazu, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen? Dann werde einfach selbst Teil von „Augenschmaus“!


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Bitte nachmachen!

13 Sep

Ein Beitrag von: Katrin Dinkel

Nach nunmehr zwei Jahren Auszeit gebe ich der Kitafotografie eine zweite Chance. Ich gehe mit neuen Augen an die Sache heran und möchte ein paar konkrete Ansätze zeigen, wie es möglich ist, die alte Kruste der alljährlich wiederkehrenden, stereotypischen Kinderfotografie aufzubrechen.

Zum Gelingen einer neuen Bildsprache im Wölkchenparadies, das keines ist, gehören nach wie vor zwei Seiten. Die der Eltern und die der Fotografen. Beide Seiten müssen Gefallen daran finden, aber an erster Stelle steht doch die fotografische Herangehensweise, auf die man vertrauen kann, wenn man weiß, dass es anders möglich ist.

Die Eltern sind und bleiben immer in der Komfortzone, sich nicht gezwungen zu fühlen, die Bilder überhaupt kaufen zu müssen. Das macht die Sache im Grunde ganz leicht, muss man doch nur das eigene Risiko kalkulieren, das man als Fotograf eingeht, gesetzt den Fall, dass nicht viele Bilder verkauft werden.

Dieses Risiko ist jedoch noch viel größer, wenn man bei den austauschbaren Bildern bleibt, die man als Eltern jedes verdammte Jahr nur ungern oder gar nicht kauft.

© Katrin Dinkel© Katrin Dinkel

Es trauen sich jedoch offensichtlich nur die wenigsten Fotografen, aus der beliebigen Fließbandarbeit ein hochwertigeres Produkt zu machen. Besteht hier schlichtweg kein Interesse, weil Veränderung oftmals sehr unbequem sein kann? Denn am Risiko kann es doch kaum liegen…

Es gibt genug Fotografen, denen ich zutrauen würde, dass sie es anders machen wollen und können. Also ran an den Speck, nehmt Euch das hier zu Herzen, macht es nach und mischt die Plastikblumentierchenkofferwolkenhimmelstudiofotografie auf! Es lohnt sich, die Resonanz auf meine neuen Fotos gibt mir Recht. Es ist eine gute Zeit für Veränderung.

Die meisten meiner alten Ansätze sind nach wie vor die Basis meiner Arbeit, allem voran steht da meine große Liebe zu Kindern. Ich möchte behaupten, das ist das Wichtigste. Ihr müsst Lust auf diese kleinen Menschen haben, die schon so viel Charakter in sich tragen.

Man braucht das Verständnis für Scheu und Neugierde und die Geduld, auf jedes Kind individuell eingehen zu können, wenn es die Situation verlangt. Kinder wollen erfahren und brauchen Respekt für ihren Raum, in dem sie sich entwickeln.

© Katrin Dinkel© Katrin Dinkel

Knöpfe drücken und auf das Display schauen, steht immer ganz hoch im Kurs beim Spaß. Die Ausgewogenheit, Kinder gewähren zu lassen und ihnen Grenzen zu setzen, ist meine halbe Miete, um an ihre Persönlichkeiten ranzukommen, die ich auf den Bildern haben möchte. Bei mir dürfen Kinder Knöpfe drücken und sie dürfen auch schüchtern ganz und gar und überhaupt nicht lächeln wollen.

Mit manchen Kindern gehe ich gemeinsam vor die Kamera, nehme sie an die Hand, wenn sie sich nicht trauen, weil sie nicht wissen, was da überhaupt passiert und rücke das Fotografieren für einen Moment in den Hintergrund, indem ich selbst mit Neugier auf sie zugehe, Fragen stelle und sie damit ein wenig ablenke.

Der Blick für die Gefühle der Kids lässt sich schärfen, indem man einfach mal versucht, sich daran zu erinnern, wie man sich als Kind oftmals selbst gefühlt hat. Verängstigt und schüchtern einem völlig fremden Menschen gegenüber stehend, der Fotos machen möchte und dann auch noch verlangt, dass man sich auf eine ganz bestimmte Art hinzusetzen hat und lächeln soll, was einem beides als äußerst unbequem erscheint – wie schrecklich.

© Katrin Dinkel© Katrin Dinkel

Ein fremder Mensch, der Grimassen zieht, viel lacht und die Zunge heraus streckt, wirkt auf verschüchterte Kinder sehr viel positiver. Einige Kinder brauchen lange, bis sie genug Vertrauen aufgebaut haben, um sich den Ruck zu geben, aus ganz freien Stücken ins Rampenlicht zu treten.

Denn genau das ist es häufig: Ein Präsentierteller, auf dem sie sich nicht wohlfühlen. Das kennen wir doch nur zu gut von uns selbst! Und dann stehen da auch noch die ganzen Freunde und Nichtfreunde drum heum und beobachten die Szenerie höchst erwartungsvoll.

Warum sollten diese Kinder ihre Zeit nicht bekommen? Nur, weil wir Erwachsenen es verlernt haben, uns Zeit für die eigene Entwicklung zu geben? Ich habe mir zwei Jahre Ruhepause gegönnt, um am Ende mit Freude in die Kitafotografie zurückzukehren. Somit dürfen Kinder auch ihre Zeit bekommen, wenn sie sie brauchen. Es sind ja genug andere Racker da, die nur darauf warten, fotografiert zu werden.

© Katrin Dinkel© Katrin Dinkel

Die Zeit ist aber auch ein wichtiger Punkt, der durchaus erschwerend für diese Arbeit hinzukommt. Zeitdruck ist die unpersönliche Basis, die das solide Fundament der kinderunfreundlichen Fotografie darstellt. Zeit ist Geld und je mehr Kinder in kürzester Zeit durchgeschleust werden, desto günstiger kann man seine Dienste anbieten und bleibt wettbewerbsfähig. Wirklich?

Natürlich möchte auch ich alle Kinder fotografieren und da sind ja auch noch die Geschwister- und Gruppenfotos. Die einzelnen Abteilungen können gut und gern eine Stärke von über 40 Kindern haben und sowohl altersbedingt, als auch aus Platzmangel sind die Essenszeiten innerhalb einer Gruppe durchaus unterschiedlich.

Dann möchte ich das Gruppenfoto machen und muss feststellen, dass ein Teil der Kinder bereits beim Essen sitzt. Und es gibt Einrichtungen, in denen es 20 bis 30 Geschwisterpaare gibt – puhhhh. Darauf muss man sich einlassen und trotzdem nicht unter Druck geraten oder in Hektik ausbrechen.

© Katrin Dinkel© Katrin Dinkel

Es brauch wirklich etwas mehr Zeit, damit es unter keinen Umständen doch in eine Fließbandarbeit ausartet. Im Klartext heißt das, dass ich persönlich einen Vormittag pro Gruppe kalkuliere und optional noch einen zusätzlichen Vormittag, um fehlende Aufnahmen nachholen zu können. Seien es fehlende Kinder-, Gruppen- oder Geschwisterbilder.

Soweit spiegelt das meine ursprüngliche Arbeitsweise wider, allerdings spare ich durch meinen neuen Ansatz auch viel Nacharbeit, weil ich die Bilder nicht mehr mühselig sortieren muss, da ich alle Portraits nacheinander aufgenommen habe.

Meistens bin ich bereits während des restlichen Tages mit dem Sortieren und der Bearbeitung der jeweiligen Gruppe fertig. Das lässt auch die Preise erschwinglich bleiben, ohne dass ich auf einen Nettostundensatz von 2 – 4 € falle, was den Sinn einer Selbstständigkeit wieder zunichte machen würde. Man kann sich selbst ausrechnen, wie teuer man eine Mappe anbieten muss.

© Katrin Dinkel© Katrin Dinkel

Anspruchsvolle Fotografie muss nämlich nicht zwangsweise auch mit anspruchsvollen Preisen einhergehen. Man sagt mir zwar oft, dass ich meine Bilder unter Wert verkaufe, aber über Wert und Wertigkeit bestimme immer noch ich selbst. Und nicht zuletzt auch die Eltern, denen ich lieber tolle Bilder ihrer Kinder möglich machen möchte, als meinen sonst üblichen Stundensatz in Rechnung zu stellen.

Auch, wenn es Fotografen gibt, die für schlechte Bilder gerne mal 18 € pro Abzug verlangen, werde ich mich weigern, meine Preise ins Unermessliche zu steigern, dennoch sollte auch klar sein, dass ich eine komplette Mappe nicht für 12 € anbiete, was in Berlin leider durchaus üblich ist. Dann gebe ich lieber die Möglichkeit, einen einzelnen Abzug zu kaufen, denn nicht jeder kann sich eine ganze Mappe leisten.

© Katrin Dinkel© Katrin Dinkel

Soviel zu Zeit, Geduld und Verständnis, die Liebe zu Kindern und der richtige Umgang mit ihnen, ganz viel Freude und Spaß und die wirtschaftliche Sicht auf den Verdienst. Man brauch natürlich auch noch die passende Leidenschaft zur Fotografie, aber mit alldem lässt sich schon eine ganze Menge anstellen.

Aber ich will auch ehrlich sein: Es ist nicht gerade wenig, was man von vornherein mitbringen muss und wer mit Kindern nicht geduldig umgehen mag oder kann und für den das alles eher anstrengend ist, als dass es Spaß macht, der sollte sich lieber überlegen, welche Betätigungsfelder für ihn besser geeignet wären.

Abschließend möchte ich noch ganz kurz auf die Technikfrage eingehen und ein paar Ideen einbringen, wie man Kinder spielerisch vor der Linse beschäftigen kann.

© Katrin Dinkel© Katrin Dinkel

Ich arbeite mit nur einem Blitzkopf und einer Softbox (Elinchrom Ranger Quadra und Rotalux Deep Octa 70cm). Meine Kamera packe ich auf ein Stativ und hänge noch die Kabellage meines Funkauslösers dran. Ein passender Hintergrund findet sich immer, man muss eben nehmen, was gegeben ist und daraus das Beste machen. Hierbei achte ich vor allem auf die Strukturen der Wände und etwas Platz, denn es springen ja doch eine Menge kleine Wildfänge umher.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass Kinder zwar sehr neugierig sind, aber instinktiv eher vorsichtig mit der Technik umgehen. Ich zeige ihnen immer gern, was ich da mache und erzähle auch, wofür ich das ganze Zeug brauche. Kaum ist die Neugier gestillt, geht’s auch schon los.

© Katrin Dinkel© Katrin Dinkel

Anfangs mache ich mit jedem Kind ein paar Test-Aufnahmen, um zu zeigen, wie hell das große, seltsame Ding mit dem weißen Tuch wird, wenn ich ein Foto mache. Dabei kommen oftmals schon die besten Bilder zustande. Ich sage den Kindern, dass sie das sogar selber machen dürfen und gebe jedem den Auslöser in die Hand.

Es ist so aufregend, wenn man auf das kleine Knöpfchen drückt und dabei der Blitz die erstaunten Augen zum Leuchten bringt. Da ist ja sogar eine Antenne dran und es funktioniert immer noch, wenn man den Drücker in der Tasche versteckt. Die Kinder haben etwas zu entdecken und sie dürfen tatsächlich selber Bilder machen.

Die Begeisterung steigert ihren Ausdruck und ich hole mir ganz nebenbei noch genug eigene Bilder, indem ich selbst die Kamera auslöse. Welche Verwunderung, wenn ein Kind gar nichts gemacht hat und es trotzdem blitzt.

Nachdem ich mir den Auslöser zurückgeholt habe, mache ich noch ein paar „echte“ Aufnahmen. Die Kappe hat doch noch gar nicht richtig gesessen, kurz mal absetzen, dann wieder aufsetzen. Das Halstuch gerade rücken, das Kleidchen zurechtzupfen. Die Haare verwuscheln und wieder in Ordnung bringen und die Spange noch einmal neu festklipsen und – schwupps – sind die Bilder im Kasten.

Ein kleiner Zauber für ein paar Minuten.

© Katrin Dinkel© Katrin Dinkel

Die meisten Kinder können es kaum erwarten, selbst dieses kleine Spiel zu spielen. Die Schüchternen schauen noch eine Weile zu und irgendwann wollen dann auch sie mal an die Reihe kommen. Die wenigen Ausnahmen, die es immer mal wieder gibt, hole ich mir dann einfach doch noch im freien Spiel.

Ich habe ein Schema entwickelt, das sich an Spaß und Respekt orientiert, die Kinder voll in das Geschehen mit einbindet und ihnen genug Raum lässt, selbst entscheiden zu können, wann und wie die Bilder entstehen.

Lassen wir künstliche Hintergründe und gequältes Lächeln, für wen auch immer, bitte öfter mal beiseite. Es gibt unzählige Eltern und noch sehr viel mehr Kinder, die es Euch danken werden!

Und wie sehr ich Euch danken werde, wenn meine Worte und Bilder zu kinderfreundlichen und schöneren Kitafotos beitragen. Ich kann das nicht allein, liebe Kollegen und Eltern. Die Kinder brauchen unser aller Umdenken dafür.

Kinder wollen verzaubert werden und nicht als Statist in einem statisch gestellten Foto eine Rolle spielen, die sie nicht verstehen.


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Introducing The Keyprop Phone StandAnd Its iPhone 5c/5s Compatible Friends

13 Sep

Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

Meet the Keyprop, a tiny gizmo that helps your phone stand up for itself, so you’re free to jump into the shot or record a video with absolutely no camera wobble.

The Keyprop is the same size and shape as a key – it fits on your keychain so it’s always there when you need it!

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12. September 2013

12 Sep

Ein Beitrag von: Anh Tu Nguyen

Burden © Anh Tu Nguyen


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Quantum Blink

12 Sep

Ein Beitrag von: Isabel M. Martinez

Der Quantenmechanik zufolge erleben wir vierzig bewusste Momente pro Sekunde und unser Gehirn verbindet diese Abfolge von Jetzt-Momenten, um die Illusion eines kontinuierlichen Zeitflusses zu schaffen. Also, wie würde die Welt um uns herum aussehen, wenn diese Unterbrechungen sichtbar wären?

Die folgenden Arbeiten untersuchen diesen Schluckauf, dieses Blinzeln, den allgegenwärtigen Haarriss im Gefüge der Dinge.

In meinen Arbeiten versuche ich, etwas zu artikulieren, das zwischen dem Einfrieren der Zeit (das die Fotografie so oft charakterisiert) und ihrem unbarmherzigen Vergehen liegt. Ich deute auf Zeitlichkeiten, die fließend, spekulativ und irgendwie lose sind.

Ich suche nach der Grenze zwischen dem Endlichen (der Wahrscheinlichkeit) und dem Unendlichen (der Möglichkeit). Wenn die Zeit eine Abfolge von Momenten ist, dann möchte ich sehen, was zwischen ihnen liegt. Ich bin hinter den Lücken zwischen den bewussten Momenten her.

Quantum Blink © Isabel M. Martinez

Quantum Blink © Isabel M. Martinez

Die Fotos in der Serie „Quantum Blink“ bestehen aus zwei Aufnahmen, die in zwei aufeinanderfolgenden Momenten gemacht wurden. Das Streifenmuster wird durch eine Maske erzeugt, die in der Kamera selbst platziert ist. Das erlaubt mir, zwei Bilder zu mischen und sie gleichzeitig davon abzuhalten, komplett miteinander zu verschmelzen.

Jedem Bild der Serie wohnt ein kurzer Moment eines Ablaufs inne, fast wie eine Animation, ein bisschen kinohaft. Aber obwohl sie eine Ahnung von Bewegung und Veränderung liefern, ist ihr Anfang und Ende jeweils unklar und nicht genau auszumachen.

Quantum Blink © Isabel M. Martinez

Wenn man sie tatsächlich in den Händen hält, scheinen diese Fotos sich zu verändern, je nachdem, aus welcher Entfernung und welchem Winkel man sie ansieht. Manchmal macht sich eine Dreidimensionalität bemerkbar, während es ein anderes Mal so aussieht, als wären sogar drei Bilder am Spiel beteiligt.

 

Der Text wurde von der Redaktion für Euch aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.


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