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Archive for the ‘Equipment’ Category

Für eine Handvoll Dollar

18 Sep

Ein Beitrag von: Maximilian Rempe

Die Desierto de Tabernas liegt im Süden Spaniens, 40 km nördlich von Almeria. Almeria ist bekannt für seine Gewächshäuser, die ganz Europa zu jeder Jahreszeit mit Obst und Gemüse versorgen. Möglich macht das die ungewöhnliche Wetterlage in dem Gebiet. Es regnet selten und die Sonne scheint hier so oft wie an keinem anderen Ort in Europa.

Das ist auch einer der Gründe, weshalb die Desierto de Tabernas für etwas völlig Anderes bekannt ist, auch wenn sie den meisten kein Begriff sein dürfte.

Durch einen Gebirgszug abgeschnitten von der feuchten Mittelmeerluft, erstreckt sich eine karge, felsige und staubige Ebene. Zerklüftet durch Hügel, Täler und nur bewachsen von Sträuchern und farblosen Gräsern, ähnelt die nur 280 km² kleine Landschaft den großen Wüsten Nordamerikas.

Desierto de Tabernas © Maximilian Klein

Genau deswegen entdeckten viele europäische Filmemacher in den 60er Jahren die Desierto de Tabernas als ideale Möglichkeit, echte Westernfilme in echter Kulisse zu drehen; auch mit kleinem Budget. Allen voran war es Sergio Leone, der den aufkommenden Italo-Western-Hype förderte und seine berühmtesten Werke in der Gegend rund um die Provinzstadt Tabernas produzieren ließ.

Für meine Bachelorarbeit, mit der ich mein Fotodesign-Studium in München abgeschlossen habe, war ich auf der Suche nach einem ungewöhnlichen Thema, einem ungewöhnlichen Ort. Dabei hatten es mir besonders die Wüstengegenden angetan. Die Farbwelten und Lichtstimmungen faszinierten mich schon lange und meine Abschlussarbeit erschien mir der richtige Anlass, endlich in einer Wüste zu arbeiten.

Doch in welcher und zu welchem Thema? Sicherlich gibt es viele Wüstengegenden in der Welt, doch eine reine Arbeit über Landschaften erschien mir zu wenig. Nein, es sollte schon mehr sein. Also machte ich mich auf die Suche, durchforschte das Internet und googlete nach Wüsten, Wüsten, Wüsten.

Desierto de Tabernas © Maximilian Klein

In meinen Arbeiten tauchen immer wieder marode oder unvollendete, vom Menschen verlassene Strukturen auf: Skidörfer, die nach der Schneeschmelze wie Geisterstädte zurückbleiben, wartend auf den nächsten Winter und die tausenden Skifahrer, die ihnen wieder Leben einhauchen.

Oder die Formel-1-Rennstrecke in Singapur, die einmal im Jahr eine ganze Stadt verändert und Autobahnen, Straßenzüge und ganze Viertel lahmlegt. Meine Abschlussarbeit sollte wieder in eine ähnliche Richtung gehen: Zurückgelassene Strukturen, verfallene Gebäude. Durch Zufall erfuhr ich in einem Gespräch mit einem Bekannten von der Gegend in Südspanien.

Eine Wüste! Er erzählte davon, wie er vor mittlerweile über 20 Jahren mit ein paar Freunden und einem alten Ford Escord die 2.400 km bis nach Tabernas gefahren war, um dort wandern zu gehen. Mitten in der Wüste, in einem kleinen Tal, entdeckten sie ein metallisch glänzendes, merkwürdiges Objekt. Es sah aus wie ein UFO.

Desierto de Tabernas © Maximilian Klein

Neugierig erkundeten sie ihren Fund. Es erwies sich als notdürftig aus Pappe, Holz und glänzender Folie zusammengenagelte Konstruktion. Eine Filmkulisse. Für irgendeinen Science-Fiction-Film. Doch von der Filmcrew war weit und breit nichts zu sehen und der schlechte Zustand des „UFOs“ ließ vermuten, dass sie auch schon eine Weile nicht mehr dort gewesen waren.

Die Geschichte faszinierte mich. Alte und verlassene Filmsets, mitten in einer staubigen, kargen und menschenleeren Umgebung. Ich recherchierte mehr über diese Gegend: Seit den 60er Jahren entwickelte sich die Desierto de Tabernas von einer unscheinbaren, trockenen und ungenutzten Wüste zu einem quirligen Filmset.

Insbesondere die Westernfilme fanden hier ideale Bedingungen. Sergio Leone prägte zu Beginn der 60er Jahre ein völlig neues Genre: Den Italo-Western. Leone war begeistert von den amerikanischen Filmen, die bislang den Filmmarkt beherrschten und war davon überzeugt, dass auch europäische Westernproduktionen erfolgreich sein konnten.

Desierto de Tabernas © Maximilian Klein

Desierto de Tabernas © Maximilian Klein

Mit „Per und Pugno di Dollar“ („Für eine Handvoll Dollar“) wagte er dann 1964 einen ersten Schritt. Das Budget war allerdings knapp und so reichte es nicht für die zur Zeit großen Schauspieler wie etwa Henry Fonda oder James Coburn. Stattdessen konnte der damals noch unbekannte TV-Schauspieler Clint Eastwood verpflichtet werden.

Und auch die Filmsets mussten aus finanziellen Gründen in Europa bleiben. „Für eine Handvoll Dollar“ wurde daher größtenteils in der Tabernas-Wüste gedreht, die den typischen Western-Landschaften Nordamerikas ähnelt und wurde trotz zweifelnder Kritiker, die den Film entweder gar nicht beachteten oder aber in der Luft zerissen, zu einem sensationellen Erfolg.

Clint Eastwood wurde über Nacht zu einem internationalen Filmstar und „Für eine Handvoll Dollar“ prägte eine ganz Generation von Filmen. Mit ihrem finanziellen Erfolg und den relativ günstigen Produktionskosten löste die „Dollar“-Trilogie eine wahre Flutwelle an Italo-Western aus.

Desierto de Tabernas © Maximilian Klein

Ende der 60er Jahre brodelte die Wüste. Überall wurde gedreht. Wilde Schießereien, rasante Pferdestunts und Cowboys auf der Suche nach Schätzen, Banditen und Rache. Für alle Filme wurden neben den tollen Landschaften auch Kulissen benötigt, die noch nicht vorhanden waren. Anders als es in Amerika teilweise der Fall war, gab es in der Wüste natürlich keinerlei Dörfer oder Gebäude, die ins Bild eines Westernfilms passen wollten.

Also mussten diese für die Filmproduktionen extra errichtet werden. In der Desierto de Tabernas wurden ganze Westerndörfer aus dem Boden gestampft. Bereits während der Dreharbeiten waren die Filmsets wackelig und fragil, sie sollten möglichst kostengünstig sein und sowieso nur für die Zeit der Filmproduktion halten.

Es entstanden Saloons, Banken, Forts und Dörfer aus notdürftig zusammengenagelten Holzgerüsten, Strohmatten, Putz und etwas Farbe. Zeitweise gab es so bis zu 14 Filmdörfer und Dutzende einzelne kleine Kulissen. Nach dem Ende der Dreharbeiten interessierte sich niemand mehr für die Gebilde. Für eine normale Nutzung als Haus, Lagerhalle oder Stall waren sie nicht brauchbar und ohnehin gab es in der beinahe menschenleeren Gegend niemanden, der sie hätte nutzen wollen.

Desierto de Tabernas © Maximilian Klein

Und da es noch zu früh für Naturschutz war (die Gegend wurde erst 1989 als Naturschutzgebiet ausgewiesen), verblieb alles so in der Wüste, wie es die Filmcrews zurückgelassen hatten. Viele Regisseure nutzten die schon vorhandenen Möglichkeiten, die vorherige Produktionen hinterlassen hatten, mit teilweise nur minimalen Veränderungen (neuer Anstrich, neue Requisiten) für ihre eigenen Produktionen.

So kommt es, dass in ein- und derselben Kulisse viele verschiedene Filme gedreht wurden. Kulissen, die aber längere Zeit nur sich selbst überlassen waren, fielen schnell den Witterungsbedingungen in der Wüste zum Opfer. Ein permanent kräftiger Wind und teilweise ergiebige Regenfälle im Winter setzten den Konstruktionen so zu, dass sie schon nach wenigen Jahren völlig zerstört waren.

Viele erkennt man heute so gut wie nicht mehr. Die vielen Filme sorgten dafür, dass neben Regisseuren und den großen Filmstars auch scharenweise kleine Schausteller, Stuntmen und Statisten mit der Hoffnung auf eine Rolle in die Wüste kamen.

Desierto de Tabernas © Maximilian Klein

Während der Hochphase der Filmindustrie in der Desierto de Tabernas kamen viele von ihnen in kleinen Komparsenrollen unter oder jobbten in den verschiedenen Bereichen der Filmproduktionen. Doch der Hype, der mit Sergio Leones „Spiel mir das Lied vom Tod“ seinen Höhepunkt fand, endete wieder.

Nach knapp zwei Jahrzehnten kehrte in der Wüste wieder Ruhe ein und mit den Filmcrews verschwanden auch Geld und Arbeitsplätze. Zurück blieben viele der Statisten und Komparsen, die versuchen, den Westernmythos bis heute weiter zu leben. Als Touristenbespaßer arbeiten sie in den drei verbliebenen, zu Themenparks umgebauten, Filmstädten „Texas Hollywood“, „Western Leone“ und „Oasys“.

Sie veranstalten Stuntshows, fahren die Gäste in Kutschen durch die staubige Wüste oder lassen sich mit kleinen Kindern fotografieren. Man merkt schnell, dass die goldenen Zeiten des Wilden Westens in Tabernas vorüber sind. Denn die Stuntshows wirken oberflächlich, improvisiert und selbst die Kulissen, die noch genutzt werden, verfallen langsam.

Desierto de Tabernas © Maximilian Klein

Desierto de Tabernas © Maximilian Klein

Was bleibt, ist eine melancholische Stimmung, die über der gesamten Desierto de Tabernas liegt. Eine Stimmung, die wahrscheinlich nur noch die eingefleischten Fans von Clint Eastwood und Sergio Leone ausblenden können, wenn sie in Nostalgie schwelgend durch die Wüste wandern. Ennio Morricones berühmte Melodie immer im Kopf.

Fotografie

Im April 2013 war ich für drei Wochen in der Desierto de Tabernas. Ich erkundete soviel wie möglich und sprach mit Touristen und Cowboys, Arbeitern und Durchreisenden. Vielen gefiel mein Projekt, eine Fotoserie über die Wüste zu machen. Dementsprechend waren auch so gut wie alle einverstanden, als ich fragte, ob ich sie fotografieren dürfe.

Verwundert waren sie dann aber über meine Kamera: analog. Mit einer Hasselblad 503 cm für die Portraits sowie einer Linhof Technorama 617s III für die Panorama-Aufnahmen von Landschaften und Filmkulissen. Zwei Mittelformatkameras, mit denen ich in 20 Tagen über 100 Rollfilme belichtet habe.

Warum analog? Seit rund einem Jahr begeistere ich mich immer mehr für die analoge Fotografie, ich hatte genug davon, meine Panoramen am Computer montieren zu müssen. Und begeistert davon, wie sorgsam und überlegt ich arbeite, wenn ich das Ergebnis nicht sofort am Monitor überprüfen kann. Die höheren Kosten und den größeren Aufwand nehme ich gern in Kauf, wenn ich mir das Stitchen und Aussortieren von Tausenden Fotos sparen kann.

Desierto de Tabernas © Maximilian Klein

Die Linhof Technorama 617s III, die ich im Equipment meiner Hochschule entdeckte, ist eine große Kamera aus massivem Metall mit einem festen, nicht wechselbaren Objektiv. Sie belichtet den Rollfilm in einem Bildformat von 3:1 mit erstaunlich wenig Verzeichnung und einer schönen Vignettierung. Zusammen mit dem feinen Korn und den Farben des Kodak Ektar 100 eine wunderbare Kombination.

Im Vergleich zur Hasselblad (6×6) ist das Negativ drei Mal so groß, die Qualität daher enorm und fast nur mit Großformatfotografie vergleichbar. Statt 12 gehen aber auch nur noch 4 Bilder auf jeden Film, so dass man ständig mit Filmwechseln beschäftigt ist. In der staubigen Gegend rund um die Westerndörfer und Filmkulissen keine leichte Angelegenheit.

Nach der Entwicklung der Filme und dem Scannen der Negative folgte die Gestaltung eines Buchs mit über 60 Fotografien, ergänzt durch kurze Texte. Das Buch ist 120 Seiten stark und in Zusammenarbeit mit einer kleinen Buchbinderei aus München entstanden.

Mit dem Buch und dem gesamten Projekt konnte ich mein Fotodesign-Studium im Juli erfolgreich beenden.


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17. September 2013

18 Sep

Ein Beitrag von: Petra Holländer

my own little place © Petra Holländer


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How Good Are Your Photoshop Skills?

18 Sep

Photographers who want to improve their landscape photography, to pick up some new wedding photography techniques, or to learn how to shoot children are spoilt for choice. Search on Google for a “photography workshop” and you’ll get more than 67 million results. Whatever kind of photography you want to practice, from snapping models to capturing pets and creating portraits you can always find someone willing to teach it.

Search, though, for a “Photoshop workshop” on Google and you’ll get fewer than 19 million results. That might still make for a pretty big choice but it’s less than a third of the educational content aimed at teaching photography skills even though the size of the demand should be the same. Regardless of what you want to shoot, just about every kind of image and every photography specialty will require a good understanding of image editing and post-production.

One reason that Photoshop classes are so much rarer than photography classes may be that while the need may be the same, the apparent demand for the classes is lower. Learning to take pictures is fun; learning to improve the white balance or remove red-eye not so much. Sitting at a keyboard and choosing tones from a piece of software is certainly a lot less romantic than directing models or even swishing chemicals under the red light of a darkroom.

But the skills are just as essential. Even if they don’t want to change their pictures too much once they’ve taken them, even the best photographers and the most experienced professionals have to spend some time adjusting their images before they submit them. And if they don’t, it’s only because they outsource the work to assistants who can charge a premium for their digital skills.

Learn How to Mix Your Colors

Fortunately, learning those skills has got easier. MCP Actions is one of a number of companies that help people get to grips with Adobe’s over-complicated editing suite. The company started in 2006 providing Photoshop training and selling prepared actions to simplify the editing process, initially for online businesses that needed to upload images. Jodi Friedman, the company’s founder, soon found that photographers also wanted to learn how to edit their photos so she added the image-makers themselves to her mix of customers too.

“Now all my customers are photographers – either hobbyists or professionals.”

The classes are held online through GoToMeeting.com and take place either as one-to-one tutorials or in groups of between five to fifteen students. Altogether, Jodi believes that “a few thousand” people have taken part in her online classes, and “hundreds of thousands” have watched her video tutorials. The customers, she says, range from new hobbyists to experienced photographers and from teens to grandmothers. Although the subjects covered in the class are broad and include lessons on using curves and newborn photography, as well as workshops on elements, the most popular topic by far is color fixing. Those classes are also among the lowest priced workshops at $ 99.95 for a two-hour live session.

About 85 percent of Jodi’s students are women, though, a surprising dominance that may suggest that men are missing out. It’s possible that Jodi’s marketing is focused on women and it could be that men are more comfortable with a big Photoshop manual and self-learning. But it’s also possible that too many photographers are still seeing photography as starting and ending with the camera.

Wedding Photographers Are Really Wedding Photo Adjusters

In fact, according to at least one survey, professional wedding photographers should more accurately describe themselves as professional wedding image editors. More than 28 percent of their time is spent “editing photos” and completing “other computer tasks,” work that takes up the largest part of their day. Just 12 percent of their workday is actually spent taking pictures. Those proportions may be different in other specialties but they’re unlikely to vary by much.

Photographers who fail to get to grips with the software side of picture-taking are ignoring the work that they’re likely to be doing the most.

There are alternatives to taking online courses though. Even Jodi Friedman admits that there’s nothing wrong with learning from books. (Although she stresses that some of her customers can pick up in an hour or two what it would take them months to learn from a book or a college course.) Outsourcing is also an option. If you’re not in a position to hire an assistant, you can find plenty of freelancers — often photography enthusiasts with digital skills — willing to do the basic editing for you. ProImageEditors.com, for example, charges wedding photographers from 13 cents to 19 cents an image for adjusting exposure, white balance, highlight recovery and fill light. They say they’ll even crop and straighten if needed.

But however tedious basic image editing might feel, not all photographers are willing to outsource such an important part of the image-making workflow, especially to companies outside their own studio. Wedding photographers, in particular, tend to want to keep control of the process themselves, ensuring that the product meets the standards they want to keep and leaving room for some creativity even during image adjustment.

For today’s photographers — both professional and enthusiasts — time in front of the camera is even more important than time behind the lens. It might even take up a greater part of the day than old-fashioned darkroom development and while it’s not likely to be the most interesting part of being a photographer, it is important and it is worth knowing well.

And once you know it, not only will you be able to edit faster, cut back on the time in front of the monitor and give yourself more time at the tripod, you could also find that you enjoy it — and that you want to charge classes of students a hundred bucks each for a couple of hours of tuition.


Photopreneur – Make Money Selling Your Photos

 
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Even the Best Photography Enthusiasts Have Their Limits

17 Sep

It doesn’t matter how much talent a photography enthusiast might have, what equipment they own or how comprehensive their technical skills, there are a number of jobs that they’re just never going to land. When it comes to the biggest, the most lucrative and the most demanding photography gigs, paying clients will always turn to a professional.

They want to be able to deliver a brief to someone who understands it. They expect the photographer to arrive on time. And, most importantly, they want to know that they’re going to get back the images they need.

And they also want to work with someone they know. That’s more likely to be a professional who has the motivation and the time to build those connections. You might have a great eye and know exactly how to focus and play with light but paid jobs still go to the people who know something equally important: the people who hand out the commissions.

But that doesn’t mean you can’t pick up paid work that’s nearly as satisfying — even if it doesn’t pay quite as much. Here are five professional jobs that enthusiasts can’t land and the alternatives that they can.

1.     Executive Portraits

When it comes to photographing the head of a corporation, giant firms won’t look at anyone less than an experienced professional. They’ll want a photographer who can give instruction to someone more used to giving orders than taking them and who’ll make the best use of the small amount of time available. Each time the board has to ask an executive on a multi-million dollar salary to stand and pose for twenty minutes, it costs the company thousands of dollars on top of the fee paid to the photographer. They won’t want to pay that fee twice, so they’ll always go for professional they can trust who can shoot fast and get the right images first time.

Enthusiast Job: Family and Pet Portraits

A non-professional might not be asked to create a portrait of Jeff Bezos, but he or she can certainly create other kinds of portraits. Build a portfolio of family photographs or offer pictures of pets and you might not get to spend time with the leaders of the corporate world but you will get to shoot  and tell stories through faces — and you’ll get paid for it.

2.     Fashion Shoots

Fashion shoots are complex. They might involve a designer and an art director, models and exotic locations. Hotels have to be booked, sites scouted, clothes delivered and make-up applied. The images that come out of a fashion shoot are the product of a team and every member of that team will be a professional, from the guy who drives the van to the person who arranges the flowers. Fashion companies will fly photographers to their shoots and pay them four-figure daily fees rather than run the risk of not getting the pictures they need.

Enthusiast Job: Street Fashion Photography

You have to be a professional before a fashion house will put its clothes in front of you, but anyone can photograph the fashion that’s already in front of them.  Scott Schuman was a fashion professional before he took time out to look after his daughter and started a blog showing his own photographs of street fashion. The success of thesartorialist.com has turned him from fashion enthusiast to photography professional.

3. Photojournalism

Enthusiasts can certainly sell their images to the press, a process that has become easier in the age of Twitter and Instagram for people who happened to be in eventful places at the right time. But newspapers are unlikely to send a photographer who hasn’t undergone professional training to a dangerous spot. For news editors, it’s important not just that the pictures come back but that the photographer does too. Before they commission a story, they’ll check the photographer’s experience as well as his or her pictures.

Enthusiast Job: Crowdsourced Documentary Photography

You might struggle to persuade an editor to give you a commission but you can persuade friends, family and other enthusiasts to pay for your idea. Emphas.is is a crowdfunding site specializing in documentary photography. You’ll have to market your idea to bring in the funds, but it’s much easier than marketing to a skeptical photo editor.

4. Architecture Photography

It’s not that businesses don’t believe you can shoot their buildings or their interiors; it’s that they know that lots of professionals with full portfolios and rich portfolios can do it at least as well. They know some of those photographers and they trust them. So why should they turn to an amateur they don’t know?

Enthusiast Job: Crowdsourced Documentary Photography

The answer is if you have a style or approach that only you can produce. Businesses will still turn to professionals for the sort of standard shots needed by hotels and resorts but they might turn to an artist for a special look. And creating those artistic architectural images will be an enjoyable end in itself even if you have to work hard to persuade gallery owners to show them or art fair buyers to pay for them.

5. Industrial Shoots

Mines, factories and other industrial sites are all professional places, staffed by professionals and shot by professionals too. Their owners might need images to document the work that takes place in them but they’re going to need a very good reason to turn to someone who isn’t a professional to take those images.

Enthusiast job: none

There are some jobs for which enthusiasts have no equivalent. While you’re out photographing landscapes or cashing in your emphas.is funds, professional will be at industrial sites, shooting workers and trying to make giant bits of machinery look good.

They might be getting paid, but you’ll probably be having more fun — and that’s always the best reward for any enthusiast. 


Photopreneur – Make Money Selling Your Photos

 
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West Coast – Teil 2

17 Sep

Wie versprochen, möchte ich Euch den zweiten Teil meiner USA-Reise im Mai natürlich nicht vorenthalten. Wir hatten die Küste erst einmal hinter uns gelassen und waren in der Columbia River Gorge angekommen.

Für mich war die Gorge mit ihren zahlreichen Wasserfällen das Highlight dieser Reise. Die dichten Wälder, tiefen Schluchten und tosenden Wasserfälle dort sind unbeschreiblich schön.

Nach dem fotografischen Erfolgserlegnis am Wahclella-Wasserfall am Tag zuvor war ich nun viel entspannter und auch nicht übermäßig enttäuscht, dass ich am Womans-Forum-Aussichtspunkt trotz drei Versuchen nicht einmal einen glühenden Himmel vorfand. Das mit den Sonnenauf- und -untergängen wollte einfach nicht klappen und so begnügte ich mich mit einem Foto, das ich zur blauen Stunde aufnahm.

Columbia River Blues © Michael Breitung

Wie die Wolken am Morgen schon vermuten ließen, wurde es ein leicht regnerischer Tag. Perfekte Bedingungen, um weitere Wasserfälle zu erkunden. Die Auswahl fiel nicht leicht. Um möglichst viele Wasserfälle zu fotografieren, entschied ich mich für die leicht zugänglichen.

Zuerst fuhren wir zu einem der höchsten Wasserfälle der USA. Fast 200 Meter fällt das Wasser der Multnomah Falls in die Tiefe. Sie sind die wohl touristischsten Wasserfälle der Gorge und auch die mit am meisten fotografierten. Ich suchte also nach einer etwas anderen Ansicht und fand sie schon wenige Meter vom Auto entfernt am Parkplatz.

Muldnomah © Michael Breitung

Den historischen Columbia River Highway weiter Richtung Westen wartete gleich danach der Latourell-Wasserfall. Fast eine halbe Sunde stand ich dort knietief im Wasser und machte Fotos. Ich war überrascht, dass die Flüsse in der Gorge alle recht warm waren. Kein eisiges Schmelzwasser wie ich es erwartet hatte.

Zu lange wollte ich mich aber nicht aufhalten, denn das Highlight des Tages sollte erst noch kommen. Etwas höher und tiefer in der Gorge versteckt, liegen die Fairy Falls. Und dieser Wasserfall ist wirklich märchenhaft. Er gehört nicht zu den höchsten und auch nicht zu den stärksten Wasserfällen. Aber durch seine Fächerform stellt er ein besonders schönes Motiv dar.

Latourell, Fairy Falls © Michael Breitung

Nach den letzten zwei Tagen war der Küstennebel der ersten Tage nun endgültig vergessen. Auch, wenn die Erfahrung mir mittlerweile sagte, dass ich in den folgenden Tagen an der Küste keine spektakuläre Dämmerung präsentiert bekommen würde, freute ich mich auf Bandon und später Kalifornien.

Zunächst lagen aber fast sechs Stunden Fahrt vor uns. In Anbetracht der großen Entfernungen, die man in den USA zurücklegt, vermisst man des öfteren die deutschen Autobahnen. Wenn man aber eine so schöne und abwechslungsreiche Strecke wie den Highway 1 entlang fährt, ist das zu verschmerzen.

In Bandon hatten wir dann direkt an den Klippen ein Motel gemietet und nur fünf Minuten Weg hinunter zum Strand. Ich habe schon viele Strände gesehen und fotografiert, aber am Bandon Beach kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es ist schwer, einen Superlativ zu finden, der diesem Strand gerecht wird. Paradies für Landschaftsfotografen trifft es, denke ich, ganz gut.

The Photographer © Michael Breitung

Nicht umsonst musste ich mir den Strand am Abend mit über 20 anderen Fotografen teilen. Eine ganze Reisegruppe sammelte sich vor den schönsten Felsen, alle mit Stativ und Gummistiefeln. Ich fand kaum eine Ansicht, bei der nicht mindestens ein Fotograf im Bild stand.

Am nächsten Morgen stand ich sehr zeitig auf, um den Strand für eine Weile ganz für mich allein zu haben. Es war traumhaft. Erst um fünf Uhr kamen nach und nach wieder die anderen Fotografen. Und es wurde uns ein ganz ansehnlicher Sonnenaufgang präsentiert.

Bandon Dawn © Michael Breitung

Ich hätte hier noch Tage verbringen können. Aber wir hatten einen sehr straffen Zeitplan. Zwei Wochen waren eigentlich zu kurz für diese Reise. Aber was will man machen, der nächste Strand wartete schon in Kalifornien auf uns.

Trinidad ist einen Gemeinde im Humboldt County im Norden Kaliforniens und der optimale Ausgangspunkt zum Erkunden weiterer zerklüfteter Küsten und der mächtigen Redwoods. Die Fahrt durch die Redwoods ist beeindruckend. Von einen Moment auf den anderen sind da Bäume, die teilweise über 100 Meter hoch sind. Es fiel mir nicht leicht, mich da aufs Fahren zu konzentrieren.

Abends besuchten wir den Trinidad State Beach. Den hatten wir dann fast für uns allein und konnten einen schönen Sonnenuntergang genießen. Ich war es gar nicht mehr gewöhnt, einen Sonnenuntergang mit Sonne zu fotografieren und so vergaß ich meine Hand-Technick, um Lens Flares zu vermeiden. Aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten, nachträglich Abhilfe zu schaffen.

Trinidad © Michael Breitung

Der nächste Tag stand dann ganz im Zeichen der Redwoods. Unter diesen Giganten fühlt man sich wahrlich winzig. Zunächst erkundeten wir den Lady Bird Johnson Grove in der Nähe von Orick und danach ging es weiter in die Del Norte Redwoods. Auch hier könnte man Tage verbringen, es gibt so viel zu entdecken.

Wen es mal nach Kalifornien verschlägt, dem kann ich das Buch von Gary Crabbe* empfehlen. Von den Redwoods im Norden bis runter nach Santa Cruz zeigt Gary hier die besten Motive und liefert alle Infos, die man sich als Fotograf wünscht.

Redwoods Panorama © Michael Breitung

Walking amongst Giants © Michael Breitung

Auch den Luffenholtz Beach beschreibt Gary in seinem Buch und so durfte der auf unserer Reise auch nicht fehlen. Er liegt nur wenige Kilometer südlich von Trinidad. Leider ließ der Küstennebel wieder kein magisches Licht zu. Trotzdem war die blaue Stunde an diesem Ort etwas Besonderes.

Man kann aus der Not auch eine Tugend machen: Wenn das spektakuläre Licht ausbleibt, hat man viel mehr Zeit, sich auf die Auswahl des richtigen Standpunktes und die perfekte Komposition zu konzentrieren. Bei sich schnell änderndem Licht geht es mir hingegen oft so, dass ich möglichst viele unterschiedliche Ansichten einfangen möchte und den Standpunkt unter Umständen oft wechseln muss.

Luffenholtz Blues © Michael Breitung

Die letzte längere Fahrt führte uns dann bis runter nach San Francisco. Hier war ich sehr dankbar über unseren doch recht neuen Mietwagen und das Automatikgetriebe, das in den USA Standard ist. Die Straßen von San Francisco haben es wirklich in sich und unser Mietwagen musste einiges mitmachen.

Morgens fuhr ich rüber nach Marin County, um ein Foto der Golden Gate Bridge zu machen. Das Ergebnis seht Ihr im Titelbild. Abends gings dann für ein Sonnenuntergangsfoto zum Pier 7.

Dazwischen erkundeten wir unter anderem China Town und auch das eine oder andere Geschäft. Die Painted Ladies durften auch nicht fehlen und dann gab es an der Fisherman’s Wharf auch noch eine Robbenkolonie zu bewundern. Es ist einfach eine tolle Stadt, in der es nie langweilig wird. Strände gibt es natürlich auch noch.

Pier 7 © Michael Breitung

Wir verbrachten die letzten drei Tage unserer Reise in San Francisco bei bestem Wetter. Nur am letzten Morgen, als ich von den Twin Peaks fotografierte, zog für eine Weile dichter Nebel über die Stadt. Als die Sonne dann durchbrach, war das endlich einer der magischen Momente, auf die ich bei meinen anderen neun Sonnenaufgangstouren vergeblich gewartet hatte.

Cloud City © Michael Breitung

Zurückblickend war es eine tolle Reise. Aus fotografischer Sicht nicht immer ganz einfach, aber ich mag Herausforderungen und bin mit meiner Auswahl an Fotos doch ganz zufrieden. Zudem sind die Landschaften der USA einfach einzigartig und es ist toll, diese live zu erleben.

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Meet Piccolo: Our Prints Charming

17 Sep


We all said it… “I like digital photography, because then I just print out the photos I want.” And then we all did the same thing… Stopped printing photos entirely!

We miss ‘em.

That’s why we were so excited when we heard about Piccolo, an automatic photo printing service.

Once a month they print out your best shots from Insagram and Facebook, then drop them right off into your mailbox.

Just like that, prints are back!

Prints for crafting. Prints for decorating. Prints for mailing to grandma.

You can even subscribe a friend (or frenemy) to receive an analogue update on your life every 30 days. They’ll love (hate) that!

Sign-up is simple. Then just keep doing what you’re doing – taking great shots and sharing them on the web! Piccolo will do the rest.

Piccolo — Prints! On your doorstep, on the regs.

But wait! There’s more… use the coupon code photojojo3 for $ 3 off you first month. Thanks for the hook up, Piccolo!

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Photojojo

 
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Blickfang: Sibylle Bergemann – ein Polaroid

17 Sep

Seit Sibylle Bergemanns Polaroids an den damals noch wunderschönen alten Wänden des C/O in Berlin-Mitte hingen, war ich angetan von der stillen Farbigkeit verblasster Erinnerungen. Ein Bild, vor dem ich lange stand, war dieses. Es trägt keinen Titel, keine Bildunterschrift, rein gar nichts.

Es hängt seitdem an meiner Wand, natürlich nicht das Original, wie wäre das denkbar. Aber eine Kopie prangt über meinen Schreibtisch, zieht immer wieder meinen Blick an. Viele, die mich besuchten, zeigten auf das Bild, wollten wissen, wer es ist.

Es ist ein leises Bild. Das Gesicht der Frau ist ebenmäßig, zart und ein leichtes, fast nicht sichtbares Lächeln umspielt die Klarheit ihrer Augen. Hingezogen fühle ich mich auch zu dem Rot ihrer Wangen, als hätte jemand noch schnell mit einem Pinsel ein paar Pigmente darüber verteilt.

Das Bild macht mich still, wühlt nichts auf, stellt keine Fragen. Es schaut mich an und ich schaue zurück.

Polaroid © Sibylle Bergemann

Das Bild stammt aus dem Katalog „Die Polaroids – The Polaroids“*, der anlässlich der Ausstellung Sibylle Bergemanns im C/O erschienen ist. Die Polaroids darin zeigen, was Sibylle Bergemann sah, ihre Welt aufgezeichnet auf ein Medium, vom dem man behauptet, es verblasst, sobald es das Licht der Welt erblickt.

Kinder, verkleidet, das Meer und zwei verlassene Stühle, Treppenaufgänge, ein Hof aus gelben Sand und Ziegen, die in die Kamera blicken, Licht, das sich durch Glas windet – in jedem Bild die Stille, das Anhalten von Zeit, die Ewigkeit.

Ich bin mir sicher, in diesem Buch findet sich für jeden ein Lieblingsbild, das aufgeschlagen auf dem Nachttisch ruht und einen am Morgen begrüßt, wenn man die Augen öffnet.

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16. September 2013

16 Sep

Ein Beitrag von: Sven Scholz

Stuttgarter Volksfest © Sven Scholz


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Getting Aerial: Mark di Suvero at Crissy Field

16 Sep

I’ve been tinkering with aerial photography and videography since NAB in April. Unfortunately where I live the wind can make the experience risky. Still this past weekend I decided to brave the America’s cup crowds at Crissy Field and get an alternate view of the Mark di Suvero sculpture exhibit. I look forward to getting a little more air time the next time the winds die down.

 

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

Getting Aerial: Mark di Suvero at Crissy Field

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Realität trifft Mysterium

16 Sep

Ein Beitrag von: Lesley Ann Ercolano

1982 wurde ich in Aberdeen, Schottland, geboren, wuchs aber in der Nähe eines kleinen Dörfchens im italienischen Sardinien auf. Im Alter von fünf Jahren zog ich mit meiner Familie dorthin. Die väterliche Seite der Familie lebte in Neapel und die mütterliche Seite in Aberdeen.

Da wir nicht viele Verwandte in Sardinien hatten, fuhren meine Eltern, meine zwei Brüder und ich oft mit dem Wohnmobil zwischen Schottland und Italien hin und her. Die kulturellen Unterschiede waren faszinierend und obwohl wir immer „Familie“ besuchten, gab es etwas, was ich nicht verstand.

Die Straßen rochen andes, der alltägliche Rhythmus war unbekannt. Das Stadtleben – eine große Entdeckung. Und dann kam die Fotografie dazu.

© Lesley Ann Ercolano

Da ich noch nicht alt genug war, um mich an die Jahre vor Sardinien zu erinnern, fand ich alte Familienfotos schon immer anziehend. Ich stellte mir vor, was vor und nach dem Klick passierte. Jetzt bin ich 30 – ach halt, in ein paar Tagen 31 – Jahre alt, aber diese Familienbilder beeindrucken mich immer doch.

Und weil sich um mich herum so viel verändert, versuche ich, in diesen Bildern die Antwort darauf zu finden, wie all das um mich herum enstanden ist.

Es sind diese Gefühle, die mich die Fotografie so sehr lieben lassen. Es ist die Fähigkeit der Fotografie, mich erfahren zu lassen, was war, Geschichten zu erzählen und durch kurze Momente Gefühle, Menschen, Plätze und das Vorüberziehen der Zeit zu entdecken.

© Lesley Ann Ercolano

Ich habe ein sehr konfuses Konzept von Zeit und während ich älter werde, scheint die Zeit noch schneller zu vergehen. Ich finde es oft schwer, mich an bestimmte Momente zu erinnern und die Fotografie ist zu meinem Kalender, meinem Tagebuch geworden.

Dass ich die Zeit nur schwer festhalten kann, hängt auch damit zusammen, dass ich eine Tagträumerin bin, vielleicht sogar zu sehr. Ich glaube, dass andauerndes Tagträumen ein Art Pendant zu meiner Fotografie ist.

Realität trifft Mysterium, Wahrheit trifft Ambiguität. Die Fotografie leistet mir Gesellschaft, wenn ich allein bin und das kann mich Menschen näher bringen, die ich fotografiere. Denn: So bin ich involviert in Momente, die ich ohne Kamera nicht erlebt hätte.

© Lesley Ann Ercolano

Ich denke, dass es wichtig ist, unterschiedliche Dinge zu fotografieren, das hält die Sinne frisch. Unter den Dingen, die ich mag, sind Portraits, Landschaften, Straße und meine große Liebe: Die Tiere. Offensichtlich weiß ich recht gut, was ich nicht gern fotografiere, aber ich halte meine Augen offen für das, was mir die Welt präsentiert.

Und ich mag es nicht, an Regeln gebunden zu sein. Oft schaue ich meine Arbeit an und denke, dass ich vielleicht nicht konsistent genug bin und was das noch schlimmer macht (insbesondere in der wahnwitzigen Social-Media-Welt) ist, mit Regeln bombardiert zu werden. Jedes Genre hat da seine eigenen.

Ich habe entschieden, dass es keinen Grund gibt, auf irgendjemand zu hören, außer auf mich selbst. Ich weiß, dass ich von meinen eigenen Fehlern gelernt habe und immer noch lerne. Wenn Du engagiert bist, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Du verstehst, was Du von Deiner Arbeit erwartest. Die Audienz, das Publikum, kommt meiner Meinung nach erst an zweiter Stelle.

© Lesley Ann Ercolano

Meine Bilder folgen meiner Stimmung und die ist nicht jeden Tag gleich. Das ist auf so vielen Ebenen therapeutisch und ganz oft mache ich gar keine Bilder, obwohl ich mit der Kamera unterwegs bin. Jedoch verbringe ich so den Tag damit, Menschen zu beobachten.

Menschen sind faszinierende Wesen und es geht kein Tag vorbei, an dem ich nicht etwas Neues über unsere Natur lerne, sei dies etwas Positives oder Negatives.

Obowhl ich mich nicht als Straßenfotografin bezeichnen kann, liebe ich diese Gattung der Fotografie sehr. Es ist die Straßenfotografie, die mir beigebracht hat, die Welt um mich herum zu beobachten und zu studieren und dafür bin ich sehr dankbar. Ohne die Straßenfotografie hätte ich mir niemals die Zeit dafür genommen, die kleinen Gesten, die uns zu Menschen machen, zu schätzen.

~
Meine kleine Reise mit Euch hier auf kwerfeldein kommt nun zu einem Ende und ich möchte mit einen paar Worten über dieses Bild abschließen:

© Lesley Ann Ercolano

Warum möchte ich damit abschließen? Nun, es fasst zusammen, was ich an der Fotografie so liebe. Aus meiner persönlichen Sicht und der eines Betrachters.

Das Bild wurde in Aberdeen aufgenommen und zeigt meine Großmutter mit ihrer Katze „Buddy“. Und nein, das ist kein gestelltes Foto. Nachdem mein Großvater und mein Onkel (dem meine Großmutter sehr nahe stand) verstorben waren, machte sie sich zunehmend Sorgen über alles Mögliche.

Sucht sie nach ihrer Katze?

Ich hatte sie über’s Wochenende besucht und der Nachbar reinigte sein Dach von Moos. Sucht sie jetzt nach ihrer Katze? Nein, tut sie nicht, denn sie schaut nervös dabei zu, was der Nachbar gerade macht.

Dieses Bild bedeutet nicht nur mir pesönlich etwas, da es meine Großmutter und ihre Jahre der Sorge nach den Verlusten dokumentiert, sondern es erzählt auch Euch, die ihr dieses Bild seht, eine Geschichte. Ja, sie sucht ihre Katze.

Realität trifft Mysterium, Wahrheit trifft Ambiguität. Ist das nicht die Magie der Fotografie? Nun, für mich ist es das.

Dieser Artikel wurde für Euch von Martin Gommel aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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