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Archive for the ‘Equipment’ Category

27. September 2013

27 Sep

Ein Beitrag von: Felix Pacholleck

Felix Pacholleck


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Augenschmaus: Schokoladen-Tarte mit Brezeln

27 Sep

Ein Beitrag von: Nadine Burck

Erdnussbutter, Karamell, Frischkäse, Schokolade und Salzbrezeln – als locker-leicht kann man diese Tarte wohl kaum bezeichnen, aber sie ist einfach unfassbar lecker. Wer sich vor der Kombination von süß und salzig scheut, sollte sich einfach mal trauen und eine Salzbrezel ins Nutellaglas tauchen. Lecker! Genau wie diese Tarte.

Portionen: für eine 29 x 20 cm große Tarteform (am besten mit Hebeboden)
Zeit: ca. 45 Minuten + 4 Stunden Kühlzeit

Zutaten

350 g dunkle Lieblingslingsschokolade
60 g + ca. 28 kleine Salzbrezeln
125 g ungezuckerte Cornflakes
3 Blatt weiße Gelatine
200 g Doppelrahmfrischkäse
80 g Zucker
3 EL Karamellcreme
150 g Erdnussbutter
200 g Schlagsahne

© Nadine Burck

Zubereitung

Den Boden der Tarteform mit Wasser befeuchten und mit Frischhaltefolie auslegen. Die Hälfte der Schokolade (175 g) in Stücke brechen und über dem heißen Wasserbad schmelzen. 60 g Salzbrezeln und die Cornflakes im Mixer zerbröseln und mit der flüssigen Schokolade mischen. In der Form zu einem Boden andrücken – den Rand nicht vergessen! – und dann eine Stunde kalt stellen.

Zehn Minuten vor Ende der Stunde die Sahne steif schlagen und die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Den Frischkäse, den Zucker, die Karamellcreme und die Erdnussbutter mit dem Handrührgerät glatt rühren. Die Gelatine (wie einen Lappen) auswringen, bei schwacher Hitze in einem Topf auflösen und dann mit einem Esslöffel der Erdnussbutter-Creme verrühren. Die Gelatinemischung in die übrige Creme rühren und zum Schluss die Sahne unterheben.

Den Schokoboden nun von der Folie befreien und auf eine Tortenplatte oder einen Kuchenteller setzen. Ich hab die Frischhaltefolie einfach rundherum abgeschnitten und den Boden vorsichtig zurück in die Form gelegt. Jetzt die Creme darauf verteilen und die Tarte wieder für zwei Stunden kühl stellen.

Für die Glasur die restliche Schokolade hacken und wieder über dem heißen Wasserbad schmelzen, vorsichtig auf der Erdnusscreme verteilen und evtl. mit einer Gabel ein paar Wirbel herstellen, um kleine Unregelmäßigkeiten wie gewollt aussehen zu lassen. Die 28 Salzbrezeln regelmäßig darauf verteilen und noch mal mindestens eine Stunde kalt stellen. Die Tarte sollte ungefähr eine halbe Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank genommen werden.

© Nadine Burck

Fotorezept

Die Fotos habe ich mit der Canon 450D und dem 50mm f/1.8 fotografiert (Einstellung f/1.8 und 1/640 s). Als Untergrund habe ich eine alte, etwas verwitterte und daher rustikal anmutende Holzkiste benutzt und als Hintergrund ein einfaches, weißes Brett. Die Fotos sind bei Tageslicht direkt unter dem Dachflächenfenster aufgenommen worden – als Reflektor diente eine Styroporplatte.

~

Du hast auch ein leckeres Rezept und die passenden Food-Fotos dazu, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen? Dann werde einfach selbst Teil von „Augenschmaus“!


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Grand Teton Peak in the Clouds

27 Sep

Grand Teton Peak in the Clouds

It’s time again to explore… after a week of wandering I’ll be back to post again.

Keep close to Nature’s heart… and break clear away, once in awhile, and climb a mountain or spend a week in the woods. Wash your spirit clean.

– John Muir

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

Grand Teton Peak in the Clouds

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Das viktorianische Portrait

27 Sep

Die viktorianische Fotografie hat ihren Namen von Königin Viktoria. Das Königshaus war begeistert von der neuen Technik und förderte sie stark. Dadurch wurde die Fotografie jedoch auch sehr von den Werten und Prinzipien dieser Epoche Englands geprägt.

Die königliche Familie verkörperte Stabilität und Fortschritt, Sitte und Tugend. Der Mittelschicht im England des 19. Jahrhunderts ging es langsam besser und sie eiferten diesen Werten gern nach.

Die Menschen auf viktorianischen Portraits sehen ernst in die Kamera, sind diszipliniert und auf gute Etikette bedacht. Sie sitzen stets aufrecht, die Kleidung ist hochgeschlossen. Fast ein bisschen unheimlich, aber auf jeden Fall unnahbar wirken die Menschen auf den Fotos.

So einfach ist es natürlich nicht und zum Beweis seht Ihr diese wunderbare Bildreihe hier. Ich finde sie großartig, weil sie zeigt, wie stark die gängigen Fotografien aus der Zeit auch unser Bild der Menschen von damals geformt haben. Dass die Leute nicht viel anders waren als wir, ist natürlich klar, aber so richtig schön zeigt es erst dieses Pärchen, das sichtlich Spaß bei den Aufnahmen hatte.

Wahrscheinlich wurden im Familienalbum nur die oberen beiden Aufnahmen gezeigt, aber umso schöner ist es, dass auch die anderen beiden erhalten geblieben sind.

Die Gründe für die vielen ernsten Bilder sind unter anderem die noch recht langen Belichtungszeiten. Es ist unglaublich schwierig, länger still in die Kamera zu lächeln und der kleinste Wackler führte schnell zu Unschärfen im Bild. Zudem waren Fotografien damals noch sehr teuer. Da war es sehr ärgerlich, wenn das Portrait durch eine unbedachte Bewegung unscharf wurde.

Und gerade, weil Bilder so teuer waren, ließ man sich aus unserer heutigen Sicht sehr skurril wirkende Konzepte für sie einfallen. Die Bilder sollten etwas Besonderes werden. Und so gibt es neben den typisch ernsten Portraits auch diese seltsam humorvollen Fotos.

Familienportrait. Unbekannter Fotograf.

old-funny-and-weird-photos11

Aber es gab neben den typisch strengen und selteneren humorvollen Fotos noch eine ganz andere Art von Bildern. Fotos, die auf uns heute sehr unheimlich wirken: Die Post-Mortem-Fotografien. Man fotografierte Verstorbene nach ihrem Tod, oft auch in einem gemeinsamen Familienportrait.

Da die Kindersterblichkeit damals noch sehr hoch war, zeigen diese Aufnahmen meist Babys und Kinder. Oft waren dies die einzigen Fotos für die Familien, die ihnen von ihren Liebsten blieben. Unter diesem Gesichtspunkt versteht man diese etwas gruseligen Bilder auch etwas besser.

Im viktorianischen Zeitalter war man begeistert von Fotografien. Oft hat man heute nur die strengen Portraits im Kopf, aber die Freude an der Fotografie ließ die Menschen damals experimentieren und sie erschufen verschiedenste Aufnahmen. Viktorianische Fotografie ist nicht nur steif und streng, sie ist vor allem eins: Vielfältig.

~

Quellen:
• Baatz, Willfried: Geschichte der Fotografie. Ein Schnellkurs. Überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe. Köln 2008.
• Lomography.de
• the-gaiety-girl.blogspot.de


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26. September 2013

26 Sep

Ein Beitrag von: Jörg Marx

Hochstand © Joerg Marx


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Im Gespräch mit Miriam Schmalen

26 Sep

Ein Beitrag von: Miriam Schmalen

Hallo Miriam, stell Dich doch erst einmal vor: Wer bist Du und was machst Du?

Ich heiße Miriam, studiere zur Zeit Kommunikationsdesign in Aachen und arbeite als freiberufliche Fotografin und Grafikerin. Vor meinem Studium habe ich sechs Jahre lang als Grafikerin beim Egmont-Verlag in Köln gearbeitet.

Das war für den Einstieg das Beste, was ich machen konnte, denn ich habe dort das gelernt, was im Berufsleben und in der Branche heutzutage auch ein wichtiger Aspekt ist: Motivation, Disziplin und Belastbarkeit.

Es war oft nicht leicht, um 5 Uhr morgens aufzustehen und erst um 19 Uhr wieder nach Hause zu kommen, gerade wenn alle Freunde parallel das Studentenleben genießen. Ich weiß mein Studium nun umso mehr zu schätzen.

Ich glaube, viele wissen gar nicht, was das für eine tolle Möglichkeit ist und wie entspannt die Zeit verläuft. Der Job hat mich sehr selbstständig gemacht, ich kriege immer wieder von Kunden die Resonanz, wie zuverlässig und gewissenhaft ich arbeite.

Du hast also einerseits die heftigen Anforderungen des Markts und andererseits die schönen Seiten des kreativen Berufs mitbekommen?

Ja, es ist auch fachlich und inhaltlich vorbereitend gewesen, dass ich im Verlagswesen war. Das, leider recht monotone, Setzen der Bücher hat mein Auge für Typografie und Layout geschult.

Außerdem habe ich mir mit den sechs Jahren Arbeit das sehr unkomplizierte und elternunabhängige BAföG erarbeitet. Mir war es wichtig, keinem auf der Tasche zu liegen und autark studieren zu können, den Studienverlauf ohne Druck und schlechtes Gewissen selbst planen zu können.

Im Studium denke ich mir manchmal: Leute, Ihr seid mit Eurem Haushalt und dem Studium schon überfordert, dabei kann man noch sehr gut mindestens 15 Stunden nebenbei arbeiten. Sich selbst etwas zu erarbeiten finde ich sehr wertvoll, vielleicht bin ich da aber auch zu idealistisch.

Ich war ohnehin schon immer sehr aktiv, meine Motivation und meine Neugier geben mir großen Antrieb und Handlungsbereitschaft. Ich brenne für meine Arbeit, oft macht sie einfach Spaß und wenn einmal nicht, dann sehe ich das ganz trocken und realistisch als lebenserhaltende Pflicht.

© Miriam Schmalen

Wie nimmst Du Dein Studium wahr, wenn Du aus der Praxis kommst, eine „Macherin“ bist?

Ich sauge den Input auf wie ein Schwamm (jedoch mit Filterfunktion), stehe im regen Austausch mit Kommilitonen und rocke nebenbei noch private Projekte und Aufträge. Im Beruf musste ich mir meinen Input immer selbst suchen, dadurch habe ich mir jedoch ein großes und vielseitiges Netzwerk Kreativer aufgebaut. Ich genieße das Studium mit all seinen Möglichkeiten wie etwa dem finanzierten Auslandssemester.

Die Reflexion und Resonanz anderer ist gerade im Kreativen sehr wichtig. Der eigene Blick ist oft sehr subjektiv und teilweise sogar festgefahren. Objektive und vielseitige Kritik ist wichtig, Testpersonen sozusagen.

Wie bist Du dann eigentlich zur Fotografie gekommen?

Mein Vater hat noch analog fotografiert und selbst entwickelt. Wir hatten nach unseren Reisen immer gemütliche Dia-Abende, noch so richtig mit einem alten Projektor, die mich begeistert haben. Fotografie – das Medium fand ich schon früher immer sehr beindruckend und war ganz gebannt.

Obwohl ich jetzt fast ausschließlich digital arbeite, inklusive aufwändiger Retusche und Manipulation durch Photoshop, bin ich trotzdem ein sehr analoger Mensch. Ich schätze die ursprüngliche Art und Weise des Fotografierens, liebe die Haptik eines Fotos auf Barytpapier und bin Freund des Handwerklichen.

Die Fähigkeiten in Retusche und Lichtsetzung habe ich Dank meinem lieben Freund Mat erlernt, ein von mir hoch geschätzter Fotograf und Filmemacher. Mein Ziel vor zwei Jahren war es, ein Bild zu schaffen, das in einem Hochglanz-Magazin erscheinen könnte. Das Handwerk als Fundament zu erlernen, auf dem man dann flexibel aufbauen kann.

© Miriam Schmalen

Du lernst die Technik, um dann hinterher die Regeln aber auch wieder zu brechen?

Ja, auf jeden Fall. Ich plane zwar immer ein konkretes Grundkonzept, bringe aber die Offenheit und Flexibilität mit, Veränderungen zuzulassen. Im Team ist viel Potential für gegenseitige kreative Befruchtung, Weiterentwicklung und neue Wege. Ideen entwickeln sich dann oft noch einmal in eine andere Richtung. Ich arbeite gern konzeptuell, diese Fähigkeit ist gerade bei Kundenaufträgen sehr wichtig, ich mag aber auch den Einfluss des Zufalls.

Anfangs habe ich mich immer gefragt, ob ich mich mit den Modellen gut verstehen würde, es war also eine Frage von Oberflächlichkeit. Aber ich habe dann nur positive Erfahrungen gemacht und mit einigen immer noch regelmäßigen Kontakt. Da ist einfach ein netter Austausch und eine kreative gemeinsame Arbeit entstanden.

© Miriam Schmalen

Das ist spannend, wenn kreative Köpfe aufeinander treffen, die eine Wellenlänge haben.

In letzter Zeit bin ich aber auch wieder viel mehr „back to the basics“ gegangen. Ich arbeite nicht mehr im großen Studio mit Profi-Team, sondern wieder bei mir zu Hause. Meist ist es wie eine nette Verabredung mit dem Modell, man schnackt gemeinsam bei einem Käffchen und dann geht’s los.

Ich habe drei Jahre am Theater Aachen ausgeholfen, dort das Bühnenbild und die Requisite unterstützt, das kommt mir bei den Shootings zugute. Ich schminke auch wieder häufiger selbst und kann so meine Ideen sehr zielgerichtet selbst verwirklichen – Malerei am lebenden Objekt.

Ich habe eine hohe Wertschätzung und Respekt einem professionellen Team gegenüber, aber mir persönlich gibt es für meine Entwicklung und Entfaltung mehr, aktuell auf diese sehr reduzierte Art zu arbeiten. Ich möchte wieder mehr ausbrechen und freier arbeiten, abseits des Mainstreams.

© Miriam Schmalen© Miriam Schmalen

In den Bildern, die ich von Dir im Kopf habe, verbindest Du die Fotografie oft mit grafischen Elementen. Die erste Arbeit, die ich von Dir gesehen habe, war die Serie „Papercraft“.

Ja, das waren Fotos mit Papercraft-Mode. Diese Serie wurde in einem griechischen Designmag und auf „Design made in Germany“ veröffentlicht, was zeigt, dass der Designaspekt doch sehr präsent war und gut ankam. Im Moment gibt es eine große Papercraft-Bewegung, alle machen etwas mit Papier. Damals ging es mir darum, eine sehr puristische, grafische Wirkung zu schaffen und interessante Licht-Schatten-Spiele zu kreieren.

Verliert etwas für Dich den Reiz, wenn Du das Gefühl hast, das machen jetzt alle? Brauchst Du dann etwas ganz Neues?

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die so individuell sein müssen, dass sie sich über Wiederholungen oder Überschneidungen grün und blau ärgern. Ich brauche keine Vorreiterstellung, möchte jedoch auch nicht Bilder servieren, die schon hundert Mal zu sehen waren. Man nimmt über den Tag viel auf, teilweise unterbewusst, wird ständig inspiriert. Man kann das Rad nicht neu erfinden, aber es in der eigenen Handschrift weiterentwickeln.

© Miriam Schmalen

Das betrifft nicht nur Deine Konzepte, sondern auch die Wahl Deiner Modelle.

Irgendwann war „schön“ einfach nur noch langweilig und unecht. Ich orientiere mich immer mehr an interessanten Persönlichkeiten, arbeite deren Merkmale heraus oder überziehe sie sogar. Das Bild als Ergebnis hängt auch sehr vom Modell ab. Ich würde gern noch sehr viel abgedrehter arbeiten, aber teilweise sind die Modelle gehemmt, sich anders zu geben als sie es gewohnt sind, weil sie in diesem Musterschema des angeblichen Ideals arbeiten (müssen).

Anders Dae Joon, meine Muse. Sie hat manchmal einen fast wahnsinnigen Blick, ein erschrockenes Gesicht und bringt die exotischsten Posen und Verrenkungen hervor. Eine Mischung aus Porzellan-Puppe und Alien, denke ich oft. Toll, genau das ist es, was mich bannt und die Basis für ein gutes Bild bietet. Aber dazu kann man nicht viele Modelle motivieren, dieser Fähigkeit oder mentalen Freiheit berauben sich einige.

© Miriam Schmalen© Miriam Schmalen

Wie stehst Du zum Einfluss, den Deine Bilder auf Betrachter haben, indem sie ein bestimmtes Schönheitsideal bedienen?

Ich wurde schon oft gefragt, ob die Modelle nicht zu dünn seien und ob ich mich nicht für das Bild verantwortlich fühle, das ich damit aussende. Ich habe darüber nachgedacht, auch weil ich weiß, dass zu meinem Publikum (gerade auf Facebook) junge Mädchen gehören, die sich durch Bilder vordiktieren lassen, was sie als schön empfinden.

Letztendlich denke ich, dass man schon eine gewisse Verantwortung hat; gerade, wenn man sich auf bestimmten Plattformen bewegt. Aber meine Bilder sind teilweise so überzogen, dass sie unnatürlich sind und sehr surreal wirken. Sie haben nicht den direkten Bezug zur Realität wie etwa Fashionbilder aus Modekatalogen oder von Werbetafeln.

~

Wie arbeitest Du in der freien, künstlerischen Fotografie?

Bei meinen künstlerischen Arbeiten gehe ich eher so vor, dass ich von Bestehendem ausgehe, etwa teilweise sehr Subtiles entdecke und dessen Wirkung verstärke. Es sind die sensibleren Momente des Lebens.

Meine freien, künstlerischen Fotografien sind ganz anders als die Editorial-Sachen – meist sehr tief und emotional. Mit diesen Arbeiten kann ich mich sehr identifizieren, das bin ich.

© Miriam Schmalen

Du bist auch in Galerien vertreten. Wie sind Deine Erfahrungen damit?

Gemischt. Mit meiner ersten Galerie war ich nicht so glücklich. Als junge Künstlerin hätte ich mir mehr Unterstützung gewünscht. Statt einer fachlich fundierten Beratung und einer wertschätzenden Begleitung fühlte ich mich geformt und in gewünschte Verkaufs-Schemata gedrängt.

Es wurde mir förmlich vordiktiert, wie ich mein Werk zu kommunizieren habe, was (angeblich) mein Konzept war und welche Serien ich zukünftig produzieren soll.

© Miriam Schmalen

Was wäre Deine Vorstellung vom Galeriebetrieb und der Zusammenarbeit mit den Künstlern?

Letztendlich bringt der Künstler das Wertgut mit und der Galerist oder die Galeristin soll es nicht nur verkaufen, sondern auch vermitteln. Eine hohe Sozialkompetenz und sehr feine Antennen sind da von Nöten.

In letzter Zeit habe ich viele beeindruckende Ausstellungen besucht – außerhalb der stereotypen, weißen Wände. Das Ampelhaus in Oranienbaum bei Dessau, die Ostrale in Dresden und die c-mine in Lüttich – grandios! Allein die Räume, in denen die Kunst präsentiert wurde, lebten, waren ein Organismus, harmonierend mit der Kunst. Ich mag Ausstellungen, die anders sind, persönlich, mit Ecken und Kanten. Solche, in die man eintauchen kann.

Ich denke jedoch auch, wenn man von der Kunst leben will, muss man realistisch sein: Kunstgalerien, deren Künstler vom Verkauf leben können, verkaufen an Sammler. Diese Kunstwerke hängen bei den Sammlern selten zuhause, sondern wandern in einen Schrank und werden als Wertanlage gelagert. Das ist relativ unromantisch.

Ich tendiere gerade eher zum Zusammenarbeiten mit Produzentengalerien. Dort fühle ich mich gut aufgehoben, geschätzt und unterstützt – ehrlich, bodenständig, zwischenmenschlich.

Mein persönliches Kunsterlebnis ist ein Atelierbesuch.

Wie siehst Du die Richtung, in der Du Dich bewegst, wo willst Du hin?

Erst einmal bin ich überglücklich, die Gewissheit zu haben, dass ich im richtigen Berufsfeld bin, mit Herz und Seele Designerin. Da war ich mir nicht immer so sicher, schwankte zwischen dem sozialen und dem gestalterischen Bereich.

Ich bin ein sehr an Ästhetik orientierter Mensch, aber auch sehr verbindlich und menschennah. In meinen aktuellen Jobs sind jedoch beide Aspekte vertreten. Ich liebe und lebe meinen Job und blicke zuversichtlich in die Zukunft.

© Miriam Schmalen

Aktuell hast Du ein Stipendium am Bauhaus in Dessau erlangt. Was genau machst Du da?

Dabei geht es um die Meisterhäuser in Dessau, für die international 30 Studenten aus den Bereichen Design, Kunst und Architektur gecastet wurden. Unsere Aufgabe ist es, das Meisterhaus von Kandinsky neu zu interpretieren. Die Meisterhäuser werden gerade rein museal genutzt. Wir sollen dem Meisterhaus in Form eines Ausstellungskonzept und -designs neues Leben einhauchen.

Wie ist der Zeitrahmen dafür?

Da bin ich mir selbst noch nicht so sicher, denn die Schule fängt bald wieder an. Ich unterrichte an drei weiterführenden Schulen Fotografie, das Studium geht ebenso weiter und meine Kunden möchte ich auch nicht verlieren. Schwer abzuwägen, da das Projekt an sich und „Bauhaus Dessau“ natürlich eine verlockende Sache ist.

Es wird auf jeden Fall eine unwiederbringliche Erfahrung. Wir werden gemeinsam wohnen, arbeiten, gar leben – verschiedene Kulturen, Fachbereiche und Charaktere.

Mein erstes Stipenium der Bundersregierung war ähnlich aufgebaut. Dort trafen jedoch nur sieben Akteure der Kreativwirtschaft zusammen, dafür lief das Projekt über ein halbes Jahr. Diese Zeit war auch sehr wertvoll, nicht nur reich an Erfahrungen und netzwerkerweiternd, ich habe auch intensive Freundschaften geknüpft. Ich bin also freudig gespannt auf Dessau.

Danke für Deine Zeit, Miriam. Ich wünsche Dir viel Spaß in Dessau und bin sehr gespannt auf Deine nächsten Arbeiten!


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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25. September 2013

26 Sep

Ein Beitrag von: Susanne Jeschke

Strandhäuschen © Susanne Jeschke


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Blickfang: The Two Virginias

26 Sep

Das heutige Bild trägt den Titel „The Two Virginias #4, 1991“ und stammt aus dem Bildband „Immediate Family“* von Sally Mann. Ihre Bilder sind unlängst bekannt und zieren die Wände diverser Museen wie dem Metropolitan Museum of Modern Art oder dem Whitney Museum of American Art in New York.

Ich habe mich hier für ein Bild entschieden, das wohl weniger bekannt ist. Oft machte mir dieses Bild Angst. Ich hinterfragte diese Angst. Die schlohweißen Haare der Frau, deren Gesicht völlig verborgen ist, ihre spitz zulaufenden Finger sind wohl Hinweis auf diese Angst. Denn in diversen Märchen und Gruselfilme meiner jugendlichen Vergangenheit waren es immer die Alten mit diesen Attributen, die für das Angsteinflößende (Hexen, Geister) in der Welt standen.

The Two Virginias © Sally Mann

Natürlich ist das plakativ, pauschal und ziemlich idiotisch. Aber ist man erst einmal „gepolt“, ist es schwer, hinter diverse Verhaltensmuser zu schauen.

Aber auch andere Gefühle vermischen sich bei der Betrachtung, denn ich denke auch an die Hände meines Großvaters. Lang waren sie, ich nannte sie später immer Künstlerhände. Auch seine Fingerspitzen liefen krallenartig spitz zusammen und wenn er mich ärgern wollte, dann drückte er seine Finger immer in meinen Arm, so dass ich aufjauchzte mit: „Och Opa, Du weißt, dass das weh tut“, und er schmunzelte.

Nachdem ich also mein anfängliches Gefühl begriff, öffnete sich das Bild für mich und ich kann Wärme, Verbundenheit und den Lebenszyklus darin entdecken. Es ist spannend, sich immer und immer wieder einmal mit einem einzigen Bild auseinander zu setzen und hilft mir oft auch dabei, mich selbst zu begreifen.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


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They’re Finally Here!The Sony Smart Lenses – QX10 & QX100

25 Sep

Meet the Sony Smart Lenses, pro-quality lenses that are also full-fledged cameras!

These first-of-their-kind lens cameras use your smartphone as a viewfinder, settings panel and shutter release.

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Get all the advantages of a DSLR – shallow depth of field, optical zoom, a 20 megapixel sensor that’s 4x the size of your iPhone’s! And, retain the ease of shooting and sharing on your phone.

*We are getting a limited supply and shipping them out first come, first serve.*

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p.s. Want to see the QX10 in action? We will be demonstrating this innovative wonder on a live video stream *TODAY* (Wed. 9/25) at 9am PST (that’s noon to you, East Coasters). Head to our Ustream page to have all your burning questions answered!

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Photojojo

 
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When Photoshop’s Content-Aware Fill Made My Mouth Drop Open

25 Sep

When Adobe began demonstrating Content-Aware Fill in Photoshop CS5 it generated 2 reactions on average. The first fear about the removal of watermarks identifying the work of photographers and the second was an enthusiastic roar about the creative possibilities. Adobe of course was aiming for the later response.  Since the release of Content-Aware Fill I’ve often used it to fill in gaps when my canvas is rotated to straighten an image, remove objects creeping into the edge of my image, etc. With each subsequent version of Photoshop released Content-Aware Fill has seemingly been able to handle more and more complex scenes.

During a recent edit using Photoshop CC I went back to work on some images with contrails reflected in water where the rocky bottom was still visible. At the time the photo was taken I thought it was ultimately unusable, as I wasn’t about to release an image with reflected contrails. For fun I decided to put Photoshop to the test to see how well it could fill in a complex pattern such as this. I was blown away that it took care of the contrails in a single shot.

Unedited – Zoom View

Content-Aware Fill Employed – Zoom View

If you look closely in the zoomed version of the image, the rocks have an organic pattern while the contrail is completely removed. While I expected that the upper right section of the contrail would be handled easily due to its transition to a nearly pure colored gradient, the random rocky pattern on the left  I figured would be too complex to be addressed cleanly. I was pleasantly surprised when I zoomed in at 100% and 200% to see that all the rocks had continuous edges and didn’t have any obvious signs of being edited. It was at this point my mouth dropped open in amazement.

Unedited  – Full Image 

Content-Aware Fill Employed – Full Image

Sunrise at Two Medicine Lake with Sinopah Mountain reflected in the calm water – Glacier National Park

Adobe’s Original Content-Aware Fill Demo

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

When Photoshop’s Content-Aware Fill Made My Mouth Drop Open

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  • nice content aware is mostly his and miss. often miss for me … by Tor Ivan Boine

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