RSS
 

Archive for the ‘Equipment’ Category

18. Oktober 2013

20 Oct

Ein Beitrag von: Ronny Engelmann

Sprung, Gabel, Sprung, Tür, Bücher, Composing, Mensch, Mann, Sprung


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on 18. Oktober 2013

Posted in Equipment

 

19. Oktober 2013

20 Oct

Ein Beitrag von: Sevenup-Foto

hôtel de la source


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on 19. Oktober 2013

Posted in Equipment

 

Island von oben

19 Oct

Ein Beitrag von: Andre Ermolaev

Die Geschichte meiner Luftaufnahmen von isländischen Flüssen begann 2010, als mein Freund Mike Reyfam mir vor unserer Reise nach Island schrieb: „Lass uns ein paar Tage früher anreisen und versuchen, Bilder aus dem Flugzeug heraus zu schießen – das wird sicher interessant.“

Und dann flogen wir wirklich, ich das erste Mal. Michaels Fotos waren interessant, meine eher nicht.

Aber das Thema hatte mich gefesselt und ich las nach unserer Reise mehr darüber. Ich stellte fest, dass die interessantesten Luftbilder von Flussläufen waren und dass es nur sehr wenige Fotografen mit herausragenden Bildern auf diesem Gebiet gab. Ich beschloss also, die schönsten Orte in Island zu finden, um etwas Besonderes zu fotografieren.

© Andre Ermolaev

© Andre Ermolaev

Im Zeitraum der drei Jahren 2011 bis 2013 tat ich dies. In dieser Zeit flog ich mehrere tausend Kilometer und fand atemberaubende Bilder. Ich denke, niemand sonst hat eine solche Bildersammlung isländischer Flüsse.

Durch das viele Fotografieren habe ich unbezahlbare technische und praktische Erfahrungen gemacht: Wie man am besten fotografiert, mit welcher Technik, wie man unter diesen Bedingungen am besten arbeitet.

Das Interessanteste für mich war die Erstellung von Panoramen aus bis zu zehn Fotos, die zusammen ein Bild in hoher Qualität ergeben, das man ohne Weiteres auf 2 x 5 m Größe drucken könnte.

© Andre Ermolaev

© Andre Ermolaev

Die größte Schwierigkeit besteht darin, die Zeit zu finden, den Alltag zu durchbrechen, um für kurze Zeit diese fantastische Welt von oben zu sehen. Natürlich plane ich auch einige Dinge vor jedem Shooting. Das Wesentliche ist, welche Regionen man überhaupt erkunden möchte, aber das Wichtigste ist das Wetter: Die beste Zeit für Flüge ist der frühe Morgen.

Am besten verlässt man Reykjavik abends, denn dieser Flughafen öffnet erst gegen 9 Uhr morgens, und fliegt zu einem kleineren Flughafen, der weiter entfernt ist. Von da aus kann man bereits um 4 Uhr morgens aufbrechen. 

Zu Hause verbringe ich dann viel Zeit am Computer, um die Bilder auszuwählen, zu bearbeiten, zu Panoramen zusammenzufügen und zu drucken.

© Andre Ermolaev

© Andre Ermolaev

Das Fotografieren an sich ist eigentlich ziemlich einfach: Man nimmt neben dem Piloten Platz und fliegt zu einem interessanten Ort. Dann öffnet man das Fenster und fotografiert. Es ist wichtig, dass der Pilot versteht, was genau man fotografieren möchte und möglichst exakt fliegen kann.

Dann drosselt er die Geschwindigkeit und kippt leicht. Nach den vielen Stunden gemeinsam im Flugzeug versteht der Pilot meine Gesten schnell, zum Sprechen ist es im Flugzeug zu laut.

Mein Plan für die Zukunft? Weiter über isländische Flüsse fliegen, denn mir scheint dieses Gebiet unendlich. Vielleicht auch in einem anderen Licht und zu einer anderen Jahreszeit. Die bisherigen Bilder entstanden meist im Juni und Juli. Im September würden sich komplett andere Bilder ergeben.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on Island von oben

Posted in Equipment

 

Augenschmaus: Herzhafte Muffins mit Basilikum

18 Oct

Ein Beitrag von: Aileen Wessely

Muffins sind eine tolle Erfindung, nicht nur, weil sie lecker schmecken, sondern auch, weil sie (meistens) sehr schnell gemacht sind und eine handliche Sache für Mitbring-Partys sind. Aber ganz ehrlich: Nach einem süßen Muffin ist mein Zuckerbedarf meistens für eine Woche gedeckt. Deshalb heute eine herzhafte Variante.

Wenn man diese Basilikum-Muffins im Ofen hat, riecht es schon ganz wunderbar. Schließt man die Augen und zieht nur den Duft ein, könnte man meinen, da brutzelt eine Pizza im Ofen. Und so ähnlich schmecken sie dann auch: Nach Süden, deftig komprimiert in einer Handvoll Gebäck.

© Aileen Wessely

Portionen: 12 Stück
Zeit: ca. 1 Stunde (inklusive Backen)

Zutaten

300 g Mehl
400 ml (Pflanzen-)Milch
100 ml Olivenöl
1 Tüte Backpulver
2 EL braunen Zucker
1 TL Salz
1 TL Pfeffer
20 g frische Basilikumblätter
18 schwarze Oliven
6 eingelegte, getrocknete Tomaten

Wer eine eigene große Basilikum-Pflanze hat, kann gern auch die bis zu vierfache Menge frisches Basilikum verwenden – einzeln gekauft ist das nur recht teuer. Die Muffins werden dann richtig grün und schmecken auch umso intensiver. Pfeffer und Salz am besten auch frisch gemahlen verwenden.

© Aileen Wessely© Aileen Wessely

Zubereitung

Den Backofen auf 200 °C vorheizen und das Muffinblech fetten oder die Formen mit 12 Muffinpapieren bestücken. Die Oliven und Tomaten in kleine Stücke schneiden. Die Basilikumblätter sehr fein hacken. Wenn Du dafür eine Küchenmaschine verwendest, kannst Du das zerkleinerte Basilikum gut mit der Milch aus dem Gefäß spülen.

Die trocknen und flüssigen Zutaten jeweils getrennt gut vermischen. Alles zusammengeben und zügig (nicht zu lange) vermengen. Die Oliven und Tomaten dazugeben und nur kurz unterheben. Den Teig gleichmäßig in der Form verteilen, die Muffins für 15 – 20 Minuten backen und danach etwas auskühlen lassen. Noch warm schmecken sie am besten.

© Aileen Wessely

Fotorezept

Zugegeben, diese Fotos sind sehr improvisiert, morgens in der Küche, als es eigentlich noch etwas zu dunkel war. Da kommen mir das lichtstarke 50mm f/1.4 und das gute Rauschverhalten der 5D II sehr entgegen. Die starken Schlagschatten vom einzigen Fenster im Raum habe ich mit einem Reflektor etwas abgemildert. Die aufeinandergelegten zwei Papiersorten ergeben einen Horizont, an dem sich Basilikum-Zypressen oder Muffin-Räder aufreihen lassen.

~

Du hast auch ein leckeres Rezept und die passenden Food-Fotos dazu, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen? Dann werde einfach selbst Teil von „Augenschmaus“!


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on Augenschmaus: Herzhafte Muffins mit Basilikum

Posted in Equipment

 

Stephen Leslie und sein Tagebuch

18 Oct

Ein Beitrag von: Stephen Leslie

Soweit ich es verstanden habe, ist eine der Hauptfunktionen des menschlichen Gehirns, die Menge an Informationen, die wir empfangen, zu filtern. Es ist unmöglich, alle Impulse, die auf uns an einem einzigen Tag einprasseln, zu verarbeiten und deshalb selektiert das Gehirn, was wichtig ist und verwirft den Rest. So ungefähr sehe ich die Fotografie.

Damit filtere ich vom alltäglichen Wirrwarr und Chaos das heraus, was für mich interessant ist. Ich versuche, aufgrund meines Instinktes das zu fotografieren, was nur für kurze Zeit zu sehen ist.

Busted at the bus stop © Stephen Leslie

Wenn das Foto funktioniert – wunderbar. Dann habe ich ein Bild, das ich in den kommenden Jahren studieren und mich daran erfreuen kann. Wenn es missraten ist, bleibt es einfach weiter Teil des üblichen Chaos.

Das ist auch der Grund, warum ich noch immer auf Film fotografiere und ich mag es, darauf zu warten, bis die Bilder entwickelt sind. Digital würde ich dieses nervöse Gefühl der Antizipation vermissen und das könnte dem gesamten Prozess die Magie rauben.

Multiplicity © Stephen Leslie

Vor ungefähr 14 Jahren begann ich, ein visuelles Tagebuch zu führen. Das bedeutete, jeden Tag ein Foto zu machen.

Weil das alles noch vor dem Internet war – oder zumindest vor Massen-Fotoseiten wie Flickr – druckte ich jedes Foto aus und klebte es in ein kleines schwarzes Buch, gespickt mit Aufnahmedatum und ein paar Notizen über das Foto: „Selbstportrait auf der Toilette“ oder „Tollwütige Katze attackiert Schulpicknick“.

Alle drei Monate fertigte ich ein neues Buch an und machte weiter. Für ganze zwei Jahre habe ich so mein Leben dokumentiert. Am Ende der Zeit war ich zwar fertig mit dem Projekt, jedoch ganz und gar der Fotografie verfallen – hauptsächlich der Straßenfotografie.

This can only end badly © Stephen Leslie

Obwohl ich mich aktuell nicht mehr diszipliniere, jeden Tag ein Foto zu machen, gehe ich niemals ohne Kamera aus dem Haus und sehe meine Fotos immer noch als Tagebuch. Sie zeichnen mein Leben auf; nichts davon ist gestellt oder geplant und ich fotografiere einfach, was mir begegnet.

Vielleicht ist das auch der Grund dafür, warum ich selten speziell unterwegs bin, um zu fotografieren. Die große Mehrheit meiner „Arbeit“ mache ich, während ich auf dem Weg zur Arbeit bin, einkaufen gehe, reise oder mit meinem Sohn zum Spielplatz gehe.

Almost... © Stephen Leslie

Ich hänge niemals herum oder warte ab, dass irgendwas passiert. Sondern ich halte fest, was ich sehe, während ich unterwegs bin.

Außerdem arbeite ich nicht wirklich an spezifischen Projekten, obwohl sich über die Jahre bestimmte Themen und Besonderheiten aufgetan haben: Große Oberlippenbärte, Dinos, Hunde, alte Menschen, alles Bizarre oder was offensichtlich fehl am Platze ist.

He's in for a long wait © Stephen Leslie

Ich strebe immer an, dass das Foto einen zentralen Bezugspunkt hat und, falls möglich, witzig ist. Auf Flickr gebe ich allen meinen Aufnahmen Titel und manche Leute denken, dass das vom Bild ablenkt, aber ich möchte das Foto aufwerten und eine zusätzliche Bedeutungsebene oder Humor einbauen.

Sobald wir ein Foto aufnehmen, arbeiten wir an der Realität und für mich ist das Hinzufügen eines Titels schlicht die Fortführung dieses Vorgangs.

~

Vor Kurzem habe ich angefangen, Portraits auf der Straße mit einer Mittelformatkamera aufzunehmen. Ich mag diese plötzliche Formalität verglichen mit üblicher Straßenfotografie. Es bringt einen dazu, mit den Menschen zu interagieren und fordert heraus, was immer eine gute Sache ist.

Street Portrait © Stephen Leslie

Obwohl ich das alles nun 14 Jahre lang mache, sehe ich mich immer noch als Einsteiger. Obwohl mein größter Wachstums-Schritt ist, es auch zu schätzen, ein Foto nicht zu machen. Dies ist ein weiterer Vorteil der Arbeit mit Film: Es ist teurer und so denkt man mehr über jedes einzelne Foto nach.

Dieser Artikel wurde von Martin Gommel aus dem Englischen übersetzt.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on Stephen Leslie und sein Tagebuch

Posted in Equipment

 

17. Oktober 2013

18 Oct

Ein Beitrag von: Silvio L.

Sunrise © Silvio L


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on 17. Oktober 2013

Posted in Equipment

 

Photojojo’s GIF Guide: Your Giffiest Questions, Answered

17 Oct

Our friend Margo (dancin’ on the right there) has a real gift for making gifs.

She can crank out a masterful gif, in a jiff.

Margo has made some jolly good gifs for the Photojojo Shop (and points beyond).

So, we grabbed our most giferiffic questions, and sat her down to gab gifs.

We’ve gathered her answers in The Ultimate Gif Guide. Read it to find how she makes gorgeous gifs, how you can too and just how to pronounce “gif” in the first place.

Read The Ultimate Gif Guide, Then Go Forth And Gif

Q: How do you plan out your gifs?

A: I start off by thinking about what I want to happen. How the gif should start and end, and what will happen in between? Do I need an extra set of hands or any other tools?

I keep a few items in my studio- glue dots, tape, fishing line, just in case I need to keep wiggly objects in place or make other objects levitate.

I try to keep it simple, but fun. Cuz gifs are fun. 🙂

Q: How’d’ya take photos that’ll work well as a gif?


beforeA: The key here is consistency. I’ve learned my lesson trying to put together a crazy hodge podge of images (that just doesn’t work).

Now when I’m making a gif, I try to make sure my lighting, focus, and camera placement will stay the same. If I accidentally move the camera, I’ll start over from the beginning. Sometimes it’s a pain, but it makes it easier in the long run.

If you’re going for a stop-action gif, tripods are your best friends. Seriously. Unless you have rock-steady hands, which I don’t.

Working in the studio makes it easy. I know my lights, background, and focus will be spot on. Working outdoors, and with models, gets trickier. I try to find a nice shady spot to shoot in, and ask my model to stay as still as possible… which is also harder than it seems.

In any case, try to minimize the variables! Keep the camera on my tripod if you can, and shoot wider than you normally would, so that you can crop in and have room to line things up during post-production.

Q: Got any pro tips for shooting a stop motion gif?

before

A: How you take your photos totally depends on how smooth you want the action to be.

If you want it to be real smooth, like video smooth, just move the objects a tiny bit at a time. This means more photos, and more editing, but smoother transitions between frames.

If you like the choppy look, you can make larger movements and take less photos.

Q: How do you turn your photos into a gif, on a compy?

before

A: This part can be as simple or complex as you want it to be, and also depends on how consistently you shot the images.

1. Open the images you want to use in Photoshop, and resize them to a smaller resolution. *Don’t crop or make major edits at this point.* Simply resize.

Since gifs end up being pretty small for the web, and my camera takes really large file size photos, I do this first. It just makes it easier on me and the computer. For the web, the resolution only needs to be 72dpi, so start there.

2. Copy each image onto a new document, pasting them in layers one at a time. With each new layer, lower the opacity so that you can see the image layer beneath it. Use “free transform” to move, resize, and line up the layers.

3. Once you have all the layers in place, crop and edit. By making adjustment layers to the entire document, you make sure to keep the consistency you started with (and don’t have to remember the exact adjustments from image to image).

Bonus Step. SAVE YOUR FILE every few changes. The WORST is when you’ve spent forever editing something, then your computer freezes. It’s made me want to cry.

4. Once it’s all edited, I use the “Create Frame Animation” feature of Photoshop CS6 (free trial here). It creates a frame from each layer. Then set the speed and save it for the web.

This site has a great step by step for making gifs, if you’ve never tried it before.

Q: How do you turn your photos into a gif, on a phone?

before

A: There are a few apps specifically for gifs.

Gifboom lets you upload from your camera roll, from the web, from a video or from another gif, which means you can make anything you want. You can also add music to it right in the app.

Cinemagram is really great for creating gifs in real time, especially ones where you also want to involve an optical illusion, like your body walking away with out your head.

You can also take still photos on your phone, then using iMovie make a stop action movie. Save that, upload it to Instagram and bam! Watch out world.

Q: What’s the best way to share your new gif?

before

A: Tumblr is a great way to share gifs, as long as they meet their specs (see below). Be like these guys and make an entire tumblr just for your amazing gifs!

You can make a real-time gif using Vine (just tap your finger quickly as you record).

Or if you want to add it to Instagram, just export your gif in photoshop as a movie. Then send the file to your phone.

Q: Posting to Tumblr can be a pain. What’s the secret?

beforeA: Tumblr is one of the best places for gifs but they have to be a certain size to upload and play correctly. They need to be under 1mb and no more than 500px wide.

Best way to achieve that – First, check your image size. Make sure the resolution is 72dpi, and the width is 500 px or less.

Another way to reduce file size is to reduce the number of colors the gif is using when you are “saving for web.” Instead of 256 colors, try 128 or even 64. Sometimes that makes the gif look strange, but sometimes it looks alright and that does the trick!

If it’s still too big, you may simply have too many frames. Try reducing the number of frames in your gif. Less frames means choppier transitions, but might be the only way to get that gif onto Tumblr.

Q: Once and for all, is it pronounced “gif” or “gif”?

before

A: Oh man. Such a debatable issue!

I believe the g is actually silent. So I just call them “ifs.”

Related posts:

  1. Ask Photojojo: Photojojo’s Photo Pros Answer All Your Questions! Have you ever wondered what Photojojo’s deepest dreams and desires…
Comments Off on Photojojo’s GIF Guide: Your Giffiest Questions, Answered

Posted in Equipment

 

Verloren gegangene Freiheit

17 Oct

Ein Beitrag von: Christy Lee Rogers

Durch Zufall fand ich vor etwa zehn Jahren heraus, dass Wasser ein großartiges Element ist, um Bilder weich zu machen und etwas zu kreieren, das mehr ist als das, was das bloße Auge normalerweise sehen kann.

Zu dieser Zeit war ich in Los Angeles, vermisste das Meer vor Hawaii und bei einem experimentellen Shooting mit einer Freundin fragte ich sie, ob sie nicht in den Pool springen würde. Es schien der perfekte Weg zu sein, um die Unordnung und Leidenschaft auszudrücken, die ich in meinen Bildern wollte, die ich in mir selbst hatte.

Ich folgte dabei einem sehr natürlichen Instinkt, da ich rund um die Gewässer von Hawaii aufwuchs und sie auch so sehr liebte. Als ich also die Bilder von besagtem Shooting sah, war es wie ein Funke, der in mir entzündet wurde. Danach wollte ich nur noch im Wasser fotografiere, nichts anderes interessierte mich mehr.

All That's Left to Hold on to © Christy Lee Rogers

Wie ein Kind, das Magie gesehen hatte, schmiedete ich danach tags und nachts Pläne, wie ich diese Gemälde kreieren könnte, die mir vorschwebten und die ich vorher mit einer Kamera und der realen Welt noch nicht umsetzen konnte.

Danach experimentierte ich für etwa sechs Jahre, bevor ich meine erste Serie „Siren“ vorstellte. Während dieser Zeit überzeugte ich einfach jeden, den ich kannte, für mich ins Wasser zu springen – inklusive meiner Mutter und meinem Vater.

Dies war eine berauschende Zeit der Forschung und Studien darüber, was funktioniert und was nicht. Wasser war ganz einfach das Element gewesen, das bis zu diesem Zeitpunkt in meiner Arbeit gefehlt hatte; die Entdeckung setzte alles frei.

Image of a Villain Hero © Christy Lee RogersLady Mercy © Christy Lee Rogers

Mich auf meine erste Veröffentlichung so lange vorbereiten zu können, war wahrscheinlich das Beste, was mir passieren konnte. Meine Arbeit zu zeigen war ja, als würde ich der Welt meine Seele offenbaren und zu der Zeit war ich noch gar nicht sicher, ob ich das wirklich will. Bis dahin hatten nur etwa eine Handvoll Menschen die Bilder gesehen.

Ich machte die Arbeiten, ließ sie drucken, legte sie dann zur Seite und widmete mich dem nächsten Projekt. Das hatte ein bisschen was von besessenem Schaffenszwang.

Aber heute genieße ich es sehr, dass meine Arbeiten für mich zu diesem großartigen Weg der Kommunikation geworden sind. Es ist, als könnte ich mit dem Publikum auf eine viel umfassendere Art und Weise ein Gespräch führen. Wenn mir Menschen schreiben und erzählen, wie sehr die Arbeiten sie berührt haben, dann treibt mich das so sehr an, weitere Bilder zu zeigen. Ohne diesen Austausch wüsste ich nicht, was passieren würde.

Fountain of Life © Christy Lee Rogers

Es gab ein paar sehr gute Freunde, die mich in dieser Zeit angetrieben haben, meine Arbeit fortzusetzen. Aber ich hatte keine wirklichen Mentoren und habe es auch abgelehnt, auf jede Art der Kritik zu meinen Arbeiten zu hören. Ich wollte jede Form der Beeinflussung dessen, was ich als „rein“ für mich betrachtete, vermeiden. Ich wollte mich nicht der Gesellschaft beugen oder den Dingen, die vorher schon gemacht wurden.

Ein Freund von mir, der Spezial-Effekte für die Filmindustrie gemacht hatte, riet mir, dass ich den Leuten deutlich sagen sollte, dass ich diese Bilder direkt in der Kamera und nicht erst in der Nachbearbeitung mache. Er dachte, dass dies wichtig sei und ich hatte vorher nie darüber nachgedacht.

The Heart is a Lonely Hunter © Christy Lee RogersReckless Unbound © Christy Lee Rogers

Aber im Allgemeinen habe ich sehr auf mich allein gestellt gearbeitet. Tatsächlich habe ich sogar viel gegen den Strich der Gesellschaft gearbeitet. Viele Leute haben mich versucht, davon zu überzeugen, dass es hart ist, sein Leben als Künstler zu bestreiten. Fragten mich, wie ich denn überleben wolle. Rieten mir, als Absicherung auch einen sicheren Job zu haben. Sagten, dass es nett wäre, zu träumen, aber die Realität und so weiter.

Das hat mich allerdings noch zielstrebiger und dickköpfiger gemacht, was meine Beschäftigung angeht. Das war doch genau das, was ich in meinen Arbeiten ausdrückte. Eine Art von Freiheit, von der ich fühlte, dass sie verloren gegangen war!

Riders of the Dawn © Christy Lee Rogers

Mein heutiger Prozess ist immer noch sehr grob und experimentell. Muss er auch sein. Wenn zu viele Erwartungen von einem Besitz ergreifen, ist es für mich wieder Zeit, loszulassen und zu den Grundlagen zurückzukehren.

Wasser ist so unvorhersehbar, dass man sehr schnell und gerissen dabei sein muss, etwas zu sehen, es zu formen und in ein funktionierendes Ergebnis zu verwandeln. Deshalb liebe ich es auch, mit realen Menschen zu arbeiten: Sie machen ganz natürliche Fehler, die ich liebe.

Es ist echt. Sie tun interessante Dinge, die zu neuen Ideen führen. Jedes Shooting beginnt mit einem Notizbuch voller Ideen, Inspirationen, Farbschemen, Worten, Gefühlen und Zeichnungen, die ich ständig sammle. Irgendwann währenddessen manifestiert sich ein großes Konzept und ich fange an, in diese Richtung zu gehen.

The Unending Journey © Christy Lee RogersThe Triumphants © Christy Lee Rogers

Momentan bereite ich ein großes Shooting in Las Vegas vor, bei dem einige der talentiertesten Schauspieler und Tänzer der Stadt mitwirken werden. Es ist ein besonderes Vergnügen, diese Chance zu bekommen.

Danach geht’s zur Fotofever Art Fair in Brüssel und ich werde im November in Paris und Lissabon für eine Kunstmesse und die Eröffnung meiner Einzelausstellung zur neuen Serie „Of Smoke and Gold“ sein.

Außerdem gestalte ich eine Frauen-Schmucklinie für Silver Luthier, eine Marke für Rocker-Schmuck und Gitarren-Accessoires. Meine Arbeiten werden die eher weichere Seite des Labels zeigen und gegen Ende des Jahres erscheinen.

Soul by the Sea © Christy Lee Rogers

Dann gibt es noch die musikalische Seite der Dinge: Eine EP ist in Arbeit. Wann immer ich freie Zeit habe, arbeite ich daran. Der Musiker und Produzent Ryan Murphy nimmt das Album auf und produziert es mit mir. Er ist auch mein Vocal Coach und Vater meines ersten Babies, das ich im März erwarte.

Nach all diesen konkreten Plänen für die direkte Zukunft träume ich noch davon, später an Spielfilmen zu arbeiten und Grafiken für Opern zu gestalten.

Dieser Artikel wurde von Aileen aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on Verloren gegangene Freiheit

Posted in Equipment

 

Blickfang: Buchhandlung in Laugharne

17 Oct

Bob Dylan hat sich angeblich seinen Künstlernamen nach ihm ausgesucht, Paul McCartney sagt, dass John Lennon nur wegen ihm angefangen habe, Songs zu schreiben. Trotzdem kennen nur wenige Menschen Dylan Thomas, den Waliser, Dichter und Trinker, der mit nur 36 Jahren verstarb.

„Anfangen, wo es anfängt.“

Auf seine Spuren haben sich die Schriftstellerin Elke Heidenreich und der Hamburger Fotograf Tom Krausz gemacht, die in einem sehr sehens- und lesenswerten Buch* nicht nur das Leben des Ausnahmeschreibers nachzeichnen, sondern auch Fotografien der Orte und natürlich Texte von Dylan Thomas zeigen.

Ausschnitte aus seinem Theaterstück „Under Milk Wood“, die Lebensstationen durch Städte in Wales bis zum Tod in New York City werden gezeigt und mit beeindruckenden Schwarzweißbildern von Landschaften, Architektur und immer wieder auch intimen, privaten Orten begleitet, wie dem nur notdürftig ausgebauten Bootsschuppen am Wasser, in dem Dylan Thomas über Jahre bis zu seinem Tod lebte.

Dylan Thomas Bookshop

„Die Stadt war noch nicht wach.“

Das Bild aus dem Foto-, Gedicht- und Biografieband „Dylan Thomas“, das ich vorstellen möchte, hat keinen expliziten Titel, es zeigt eine Buchhandlung in Laugharne, der Heimatstadt des Dichters. Ein verwittertes, altes Haus, drinnen Bücher in verschiedensten Formen und Farben, sowie Plakate in charmantem Chaos in Regalen liegend und am Fenster klebend.

Alles wirkt so, als wäre die kleine Buchhandlung, über der auch eine Wohnung zu liegen scheint, komplett aus der Zeit gefallen. Man kann sich vorstellen, dass hier noch immer alles ist, wie es vor 100 Jahren zur Zeit von Dylan Thomas’ Geburt war: Dass in der kleinen Stadt die Moderne noch nicht angekommen ist und das Haus einem trotzdem so gute Geschichten wie die hier verkauften Bücher erzählen könnte.

„Die Zeit vergeht. Horch. Die Zeit vergeht.“

„Do not go gentle into that good night, / rage, rage against the dying of the light“. Geh nicht gelassen in die Nacht, kämpfe, wüte gegen den Tod des Lichts, heißt es in einem seiner meistzitierten Gedichte. Es sind Gedichte, die immer auch mit Worten und mit Phonetik spielen, deren Rhytmus wie das Wasser fließt, was sie geradezu dazu prädestiniert, laut vorgelesen, ja sogar gesungen zu werden. Es ist Dylan Thomas am Ende mit der Hilfe seiner Worte gelungen, nicht einfach still zu gehen.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on Blickfang: Buchhandlung in Laugharne

Posted in Equipment

 

16. Oktober 2013

16 Oct

Ein Beitrag von: Blue.Sky Photography

© blue.sky Photography


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
Comments Off on 16. Oktober 2013

Posted in Equipment