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Archive for the ‘Equipment’ Category

5. November 2013

05 Nov

Ein Beitrag von: Marcel Pommer

Luna by Marcel Pommer


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Removing Noise from Non-Dark Framed Long Exposures

05 Nov

One of the big disadvantages of taking long exposures with DSLR cameras is the introduction of noise especially when higher ISO settings are used. Camera manufacturers have addressed this by using Dark-Frame Subtraction, but taking advantage of Dark-Frame Subtraction (DFS) isn’t always possible.  If you’re shooting a sequence of images either for a night time-lapse or startrail photo DFS will introduce unwanted gaps or breaks. If you’re shooting extremely long exposures then your camera battery might not last long enough to complete your exposure, the dark-frame exposure and record the exposure to your memory card.   In regard to my pursuit of low-light or night photography for extreme long-exposures, star trails and time-lapses I’ve resorted to shooting without Dark-Frame Subtraction / Long Exposure Noise Reduction and addressing the noise in post-production.

The Technique

Here’s the technique I employ to manage the digital noise and hot pixels in my extreme long exposure photographs:

  1. Import & Edit in Lightroom

    After each shoot my photos are imported into Adobe Lightroom where I post-process my image to my personal taste adjusting exposure, black/white levels, vibrance, clarity, curves, etc.  Note: if you’re curious about the file formats I work with read DNG, RAW and JPEG: What I Use & Why 

  2. Lightroom Noise Reduction

    Toward the end of my post-processing I remove chromatic and luminance noise in Lightroom “Develop > Detail” module. To remove chromatic (color) noise it’s not uncommon that I crank the “Color” adjustment all the way to 100 leaving only dust or grain like noise that is white. (see images below)

  3. Open Image in Photoshop

    In Lightroom I right click on my image and “Edit In > Photoshop”. This opens my file with all my Lightroom edits applied in Photoshop.

  4. Duplicate the “Background” Layer

    When my photo is opened in Photoshop a single layer appears titled “Background”. I duplicate this layer which by default is named “Background copy”.

  5. Dust & Scratches

    To the “Background copy” layer (the top layer) I apply “Filters > Noise > Dust & Scratches”. A dialogue box will open allowing you to specify how drastically or minimally you want to apply the filter. This filter will remove noise by blurring the photo. Ideally you want to keep the Radius as low as possible and the Threshold as high as possible. Once doing this your image will look quite blurry and seemingly useless.

  6. Employing the Blending Mode “Darken”

    To the “Background copy” layer, that has had the “Dust & Scratches” filter applied, I change the blending mode to “Darken”. Magically this will allow the sharper lighter elements of the layer below to show through while keeping the noise free darker elements of the top layer. Once done the last signs of digital noise are removed.

Here’s How It Looks

To show an extreme example below are 1 to 1 crops of The Ancients a 91 minute single exposure taken on my Canon 5D Mark II.

1:1 crop in Lightroom straight out of the camera

Note the seemingly horrific amount of chromatic noise appearing as splotchy colors.

1:1 Crop in Lightroom after color noise reduction

With the Color slider at 100% all that is left are millions of white specks

 

1:1 crop with noise  

Even with chromatic noise removed it would seem there are too many white specks to make this a useable image

1:1 crop without noise

Applying Dust & Scratches and Blending it with the original image magically removes the white specks.

1:1 crop with comparing final vs noise

The same image showing the before and after to highlight the stark difference

1:1 crop from RAW import to Final

 

What does the end result look like on a web sized image?

  Web version with noise

Web version without noise

For web display the improvement may be marginal, but for prints this technique will make a notable improvement. My lone disclaimer is that your mileage may vary with this technique depending how much noise your camera produces, how long your exposures are and what ISO setting you use.

For more on long exposures check out my ebook Photographing the 4th Dimension – Time

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

Removing Noise from Non-Dark Framed Long Exposures

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Was ist guter Fotojournalismus?

05 Nov

Ein Beitrag von: Andreas Herzau

Wer heutzutage mit offenen Augen die Straßenfotografie-Szene und den Fotojournalismus betrachtet, wird über den Namen Andreas Herzau nicht nur einmal stolpern. Überall tauchen seine Bildbände* auf*, man sieht seine Werke in diversen Fachzeitschriften oder trifft ihn auf einem Workshop. Und falls man einfach nur googelt, findet man einen aussagekräftigen Eintrag in der Wikipedia.

Ich habe Andreas Herzau zum Interview eingeladen und ihn zu seinem wichtigsten Thema, dem Fotojournalismus, Fragen gestellt, die seiner Kritik an selbigem auf den Grund gehen.

Andreas, Du bist heute sowohl als Straßenfotograf wie auch als Fotojournalist international tätig. Wie hat das alles angefangen?

Ich will es mal so sagen: Es gab keinen Plan, auch wenn es heute ein wenig so aussieht. Ich hatte nach der Schule eine Typografen-Ausbildung zum Schriftsetzer in Tübingen gemacht und habe in diesem Beruf unter anderem auch Kataloge hergestellt, die sich mit Fotografie beschäftigten.

Später dann, während meines Zivildienstes, hatte ich mich auf ein Volontariat bei der Zeitschrift „Konkret“ in Hamburg beworben, da ich nochmals etwas Neues und Weitergehendes machen wollte. Glücklicherweise wurde ich damals genommen und habe dann ab Mitte der 80er Jahre als Redakteur und Journalist gearbeitet.

Bis Anfang der 90er Jahre – damals war der Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt schon einmal im Umbruch. Dann lockte mich die reine Bildsprache mehr als der reine Text. Letztlich habe ich damals mit dem Wechsel zur Fotografie meiner gestalterischen sowie meiner journalistischen Kompetenz eine neue Heimat gegeben.

Das Witzige ist, dass ich zwar als Fotojournalist bekannt geworden bin, meine Anfänge aber in der Straßenfotografie lagen. Ich wanderte damals schon durch Hamburg und versuchte, mir vom Alltag ein Bild zu machen. Diese Bilder bot ich dann Zeitungen wie der Taz oder der Zeit an, die diese dann sogar druckten.

New York © Andreas Herzau

Was zog Dich zur Straßenfotografie? Hattest Du Vorbilder?

Naja, das Leben auf der Straße erschien mir aufregend genug und ich hatte dort genug Spielraum, mich auszuprobieren. Und im Unterschied zu heute machte ich nur Einzelbilder. Das hatte den Vorteil, dass ich den Erfolgsdruck mindern konnte, da ich nur die einzelnen und eben gelungenen Bilder der Öffentlichkeit preis gab.

Ich hatte gegen Ende der 80er Jahre zusammen mit meiner Frau, der Soziologin Dr. Renate Ruhne, eine Serie über Flüchtlinge, die aus Ostberlin in die damalige BRD kamen, fotografiert und hatte eine Ahnung bekommen, wie schwierig es ist, eine Serie zu erarbeiten und durchzukomponieren. Allerdings weiß ich heute auch, welche ungeahnten Möglichkeiten eine Serie bietet. Welche Gestaltungs- und inhaltlichen Möglichkeiten sich für mich dadurch ergeben.

Erst heute, nach fast 20 Jahren, bin ich an einem Punkt, an dem ich mich wieder von der Serie im narrativen Sinn lösen kann und möchte. Meine Vision heute wäre eine Serie, bestehend nur aus Einzelbildern. Also eine Serie, bei der es eine Meta-Ebene gibt, die diese einzelnen Bilder wieder zu einer Serie verschmelzen lässt.

Vorbilder? Ich weiß nicht, ich glaube ich hatte nie wirklich welche. Ganz am Anfang hatte mich die Formsprache der Fotografie am Bauhaus sehr angeregt, später waren es eher Themen, dann einzelne Autoren, die mich anregten.

Moskau © Andreas Herzau

Von der Straßenfotografie zum Fotojournalismus ist es quasi nur ein Katzensprung. Gab es ein Schlüsselerlebnis, das Dich in diese Richtung „geschoben“ hat oder war es eher ein längerer Prozess?

Weder noch. Ich wollte schlicht Fotojournalist werden und das wird man nicht unbedingt mit Einzelbildern. Zudem gab es Themen, die mich damals (wie heute) berührten und die ich Dank des Privilegs, Journalist zu sein, erforschen wollte.

Fotojournalist. Das klingt erst einmal groß und weit weg. Wie dürfen wir uns Deinen heutigen Arbeitsalltag (ungefähr) vorstellen?

Grundsätzlich teilt sich meine fotografische Arbeit in drei Bereiche auf: Ein Drittel besteht aus fotojournalistischen Aufträgen für Magazine und teilweise auch Tageszeitungen, ein weiteres Drittel sind PR-Aufträge und das letzte Drittel schließlich freie Projekte, die dann häufig als Bücher publizierte werden.

Manche Projekte entstehen auch aufgrund von Stipendien wie denen der VG BildKunst oder durch Einladungen beispielsweise vom Goethe-Institut. Wichtiger Bestandteil meiner Arbeit ist inzwischen auch die Lehre an diversen Hochschulen und meine Beratungstätigkeit für Unternehmen, die einen neuen visuellen Auftritt suchen und denen ich helfe, sich visuell neu zu positionieren.

In diesen verschiedenen Feldern unterscheidet sich die Art der Fotografie wenig, da ich mittlerweile das Glück habe, dass ich überwiegend aufgrund meiner Fotografie – oder wie man so schön sagt: der Bildsprache – gebucht werde. Dadurch werden mir in der Regel recht nette Aufgaben gestellt, allerdings hat es auch den Nachteil, dass diese Art Bilder nicht so oft in den klassischen journalistischen oder auch PR-Verwertungskontext passen. Sprich: Ich habe wenige Aufträge, aber wenn ich welche bekomme, dann größere.

Wenn man das nun konkreter fasst, heißt das für die letzten Monate: Eine Dokumentation über die Lage im Ost-Kongo, ein Essay über die Skulpuren-Ausstellung „Emscher Kunst“, eine Portraitarbeit zum Thema „Strukturelle Armut in Deutschland“, daneben noch kleinere Portraits und Minireportagen.

Gleichzeitig kümmere ich mich um eine kleine neue Publikation meiner iPolaroid-Fotografie, die, so hoffe ich, im kommenden Frühjahr erscheinen wird. Zwischendurch habe ich dann immer mal wieder an meinem Projekt „The Swiss“, einem subjektiven Portrait der Schweiz, weitergearbeitet.

The Swiss © Andreas Herzau

Du bist bekannt dafür, dem Zustand des Fotojournalismus gegenüber kritisch zu sein. Was besorgt oder stört Dich?

Ich kann nicht sagen, dass ich besorgt bin, aber es gibt ein paar Dinge, die in der allgemeinen Larmoyanz über die Lage des Journalismus und ihrer Macher und Macherinnen immer untergehen: Die meisten (foto-)journalistischen Arbeiten, die wir im angewandten journalistischen Bereich sehen, sind wenig überraschend, wenig intelligent und oftmals redundant oder vorhersehbar.

Das liegt vor allem daran, wie Themen in den Redaktionen geplant und gedacht werden. Oft geht es darum, eine schon am grünen Tisch vorgefertigte These zu bestätigen. Das meint, das Thema in Worte zu fassen, die begleitet werden von Bildern, die das, was die Worte erzählen, bebildern und bestätigen. Die eigentliche Aufgabe, die dem Journalismus zufällt – nämlich, etwas unabhängig vom Ergebnis zu ergründen, zu erforschen, das aufzuschreiben und/oder zu fotografieren und auch noch einzuordnen – wird vernachlässigt.

Fotojournalistische Strecken in Magazinen, die es ja durchaus hin und wieder gibt, haben aber im Kern nur die Funktion im „manufactumschen“ Sinn: „Es gibt sie noch, die guten alten Dinge.“ In der Regel wird von Zeitschriften damit signalisiert, dass man noch „echten“ Journalismus kann. Das Thema ist fast egal, es muss in die Heftmischung des jeweiligen Produktes passen und darf nicht zu sehr auf die Kacke hauen oder Leser verschrecken. Fotojournalismus ist heute – so wie wir diesen im angewandten journalistischen Kontext erleben – meist Attitüde und/oder Entertainment.

Das liegt jetzt aber nicht nur an den bösen, bösen Verlagen, sondern unter anderem auch an den Herstellern dieses Fotojournalismus, also den Fotojournalisten. Im allgemeinen Singsang über die guten alten und die heute schlechten Zeiten geht oft unter, dass man auf bestimmte Fragen und Anforderungen oft keine zeitgemäßen fotografischen Antworten hat.

Nazis © Andreas Herzau

Das liegt vor allem daran, dass sich die Fragen unserer heutigen Welt und die Art, wie diese sich mit ihren Problemen darstellt, nicht mehr mit einfachen Schwarzweiß-Antworten erklären lassen. Viele Themen und Probleme brauchen heute in der Erklärung Sowohl-als-auch- und keine Entweder-oder-Antworten. Das ist für ein so zweidimensionales Medium wie die Fotografie keine einfache Sache.

Hinzu kommt, dass auch Fotojournalisten die klassische Reportage oft als Attitüde nutzen, um den Mythos des (meist männlichen) taffen und kein Risiko scheuenden Fotojournalisten am Leben zu erhalten. Urs Stahle, ehemaliger Direktor des Museum Winterthur, formulierte dies mal sehr schön:

Die Reportage-Fotografie leidet insgesamt an stilistischer und gedanklicher Erschöpfung. Die Fotografen wissen zu gut, was ein gutes Reportagebild ist, es gibt eine Art von Akademismus der Reportagefotografie. Das ist ihre hausgemachte Krise, welche die Krise der Umstände ergänzt.

Dass darüber eine Diskussion gleichwohl notwendig und virulent ist, zeigt ein Artikel, der unter der Überschrift „15 Thesen zum Journalismus im 21. Jahrhundert“ auf dem Blog des Schweizer „Tagesanzeiger“ veröffentlicht wurde.

Dort schreibt Constantin Seibt, dass soziale Tatsachen – Fakten – lediglich ein Rohstoff sind und „ihre Richtigkeit ist insofern wichtig wie die Reinheit und Vollständigkeit von Zutaten beim Backen wichtig ist. Aber der Kuchen ist das noch nicht. Die Fakten müssen erst zu einer echten Geschichte werden: zu einer, die auch ohne jede Neuigkeit interessant wäre.“

Hier wird ein wesentlicher Aspekt der Diskussion über den Bildjournalismus aufgegriffen, denn das, was hier für den Textjournalismus gemeint ist, gilt auch für die journalistische Fotografie: Es gibt heute nur wenige gesellschaftlich relevante Themen, die noch nicht fotografiert wurden. Die klassische Frage: „Wie fotografiere ich eine Geschichte?“ hat sich gewandelt zur Frage: „Wie fotografiere ich heute eventuell schon Bekanntes?“

Denn der Überraschungsmoment, die Enthüllung, die einst Reportagefotografie so begehrt und interessant gemacht hatte, ist nicht mehr so einfach gegeben. Das allgemeine (Bilder-)Wissen ist heute derartig umfassend, dass das bloße „Herzeigen“ von Geschehnissen, Orten und Menschen nur selten als Erkenntnisgewinn wahrgenommen wird. Auch dann, wenn die Bilder handwerklich hervorragend sind.

Zwar brauchen wir die Fotografie, weil sie dem Journalismus das schnell erkennbare Versprechen des Wirklichen gibt, aber wir haben gelernt, zu differenzieren, schnelle Sequenzen zu lesen und Abstraktes zu dechiffrieren. Es gibt fast nichts, was so schnell lesbar ist wie ein Bild, wodurch ihm im Kontext des schnell konsumierbaren Internets eine besondere Bedeutung zukommt: Als schnell konsumierbarer Code, der einem Beitrag als Schlüsselanreiz Aufmerksamkeit verleiht und binnen Bruchteilen von Sekunden eine thematische Zuordnung ermöglicht.

Hier hat die Simplifizierung der Welt durch Schlüsselbilder ihren Nutzen. Sie haben die Funktion eines Wegeleitsystems im Dschungel der Informationen übernommen. Aber die Wirklichkeit erklären können sie uns nicht.

Prostitution © Andreas Herzau

Das erinnert mich an ein Wort von Brassaï, der sagte, dass für ihn die Fotografie ein Vorschlag ist, aber keine Erklärung. Um beim Thema zu bleiben: Was ist für Dich gelingender Fotojournalismus? Gibt es Namen, die Du hier nennen würdest?

Vorschlag – ja das verstehe ich. Ich für mich würde sagen, meine Fotografie ist ein Versuch; ein Versuch der Erforschung von gesellschaftlichen Realitäten und auch von Prozessen und vielleicht letztlich auch der Versuch einer Erklärung. Tja, was ist gelungener Fotojournalismus? Wir haben in meinem Freundeskreis mal gesagt, dass alles, was gesellschaftliche Relevanz hat, was den kulturhistorischen Kontext berücksichtigt, was überraschend fotografiert ist und in jedem Fall nicht in einem deutschen Magazin veröffentlicht würde – das könnte guter Fotojournalismus sein.

Aber mal Spaß beiseite: Ich habe dieses Rezept auch nicht. Aber ich wundere mich, wie wenig darüber diskutiert wird und wie wenig auch ausprobiert wird. Ich denke, dass einer der Grundfehler ist, dass heute Fotojournalismus immer noch als eine Kategorie von Fotografierenden begriffen wird. Fotojournalismus ist nicht gleich Reportage. Fotojournalismus kann Still-, Landschafts-, Sport- oder Portraitfotografie sein.

Da wir eigentlich schon alles gesehen haben, geht es ja viel mehr um die Interpretation dessen, was wir sehen. Wenn man so will, ist die journalistische Fotografie dort angekommen, wo sie schon immer war, nur dass wir etwas anderes glauben wollten: Nämlich (k)ein Dokument, sondern inszenierte Wirklichkeit. Wir können heute mit unserem visuellen Grundwissen die Menschen mit viel komplexeren Bildern konfrontieren und doch gewiss sein, dass diese verstanden werden.

In der visuellen Kommunikation wird ein Bild, neben Typografie und Text immer noch am schnellsten erfasst und gelesen. Wir sollten den Betrachtern ruhig etwas mehr zumuten, so wie es die Maler vor hundert Jahren auch taten, als sie sich scheinbar plötzlich dem Abstrakten zuwandten.

Aber das ist auch sehr formal. Es geht mir auch um den Gedanken, der hinter den Bildern oder deren Zusammenstellung steckt. Ich will es mal als eine Frage formulieren: Wie fotografiert man heute Armut? Das ist ein wirklich komplexes Thema – zumal in Deutschland. Es beginnt mit der Frage: Was ist Armut hierzulande? Ab wann ist jemand arm? Und woran sehe ich das? Sprich: Wie fotografiere ich das? Schlafsackverteilungen, Suppenküchen, Bettler und so weiter – all das kennen wir zur Genüge.

Aber was ist mit den Menschen, die zwei oder manchmal drei Jobs haben, um über die Runden zu kommen? Oder um eine andere Frage zu stellen, die mich auch sehr beschäftigt: Wie fotografiert man heute Krieg? Wie Krieg aussieht, wissen wir. Aber wie vermittle ich, was da passiert?

Wenn ich so nachdenke, ist ein wesentliches Merkmal journalistischer Fotografie für mich auch, dass ich als Betrachter nicht im Ansatz das Gefühl habe, dass da jemand an sein Publikum gedacht hat, als er oder sie das fotografiert hat.

Istanbul © Andreas Herzau

Woran liegt es Deiner Meinung nach, dass der Fotojournalismus heute so ist, wie er ist? Ganz praktisch: Was kann ich als Einzelner tun, damit ich nicht in dieselben Fallen tappe?

Das Wichtigste für einen Fotografen ist und bleibt natürlich das Fotografieren, aber entscheidend ist heute nicht mehr allein das Tun an sich oder ein (Macht-)Wissen über Technik, sondern die Reflexion über das, was man fotografiert und vor allem ist es wichtig, den Kontext, in dem man sich kultur- und fotohistorisch bewegt, zu berücksichtigen.

Fotografieren an sich ist banal und einfach. Die Technik spielt kaum mehr eine Rolle, ein gutes Bild im landläufigen Sinn erledigt die Kamera und diese muss heute nicht mehr teuer sein. Wir haben in den letzten Jahren eine Art Demokratisierung der Fotografie erlebt. Jeder und jede kann sich auf diese Weise äußern, allein bei Facebook werden täglich etwa 300 Millionen Fotos hochgeladen.

Die Frage ist also: Was kann und was muss ich tun, um überhaupt noch als intelligenter fotografischer Autor agieren zu können bzw. wahrgenommen zu werden? Vielleicht kann man es mit dem Klavierspielen vergleichen: Es gibt gute Pianisten wie Sand am Meer, alle spielen auf wunderbare Weise – und wesentlich besser als ich oder viele andere es jemals könnten – aber es gibt ein paar wenige, die da herausstechen und diese haben wohl etwas gefunden oder verstanden, was ihr Spiel anders, besser und vielleicht intelligenter macht.

Die Ursache dafür sehe ich im wesentlichen darin, dass jemand etwas vollständig durchdrungen hat, also bis in den letzten Winkel verstanden hat und dass es ein Anliegen gibt, das diese Person – ob Pianist oder Fotograf – antreibt. Voraussetzung dafür ist natürlich die hohe handwerkliche Fähigkeit.

Es geht heute darum, dass Bilder nicht mehr etwas zeigen müssen, sondern einen Gedanken zum Ausdruck bringen sollten. Das ist eine hohe Anforderung, aber darin sehe die einzige Möglichkeit, sich noch abzugrenzen. Kurz gesagt: Nachdenken hilft – auch beim Fotografieren.

Um noch kurz auf die erste Frage einzugehen: Woran es liegen mag, dass der Fotojournalismus heute so ist, wie er ist. Einmal denke ich, dass die meisten Fotojournalisten nach wie vor denken, dass, was nun bald 100 Jahre funktionierte, einfach so weiter funktioniert. Das andere ist natürlich, dass wir als Fotojournalisten uns auf einem Markt bewegen, wir müssen damit Geld verdienen.

New York © Andreas Herzau

Und die intellektuellen Ansprüche des Marktes sind so niedrig wie noch nie. Denn Journalismus ist neben all den ehernen Ansprüchen auch eine Dienstleistung, die sich auf einem Markt behaupten muss. Der Reflex aufgrund der schlechten Marktsituation ging eben nicht in Richtung Qualität und Haltung, sondern eher in Richtung schneller, weiter, bunter und billiger.

Überraschenderweise müssen wir Fotojournalisten ja auch Miete bezahlen, unsere Kinder ernähren und so weiter, daher machen wir natürlich auch das, was der Markt von uns verlangt. Der materielle Anreiz, der ja ein wichtiger Grund dafür ist, einen Beruf auszuüben, ist da, aber nicht für qualitativ hochwertigen und intelligenten Fotojournalismus.

All die Fotofestivals und Fotopreisausschreiben versuchen zwar, uns darüber hinwegzutrösten, aber wer heute gute Arbeit im Feld des Fotojournalismus machen will, steht außerhalb des Marktes. Wenn es gut läuft, dann goutiert der Markt eine herausragende fotografische Arbeit, es gibt dann auch etwas Geld dafür, was meist nicht im Verhältnis zum Aufwand der Arbeit steht und der Sinn der Veröffentlichung in den meisten Magazinen ist die schon von mir beschriebene Attitüde, dass man so etwas noch macht.

Letztlich geht es in der Welt der Zeitungen und Zeitschriften aber um Unterhaltung und nicht um Aufklärung und Verstehen, was eigentlich ein wesentliches Fundament des Fotojournalismus ist.

In der Regel steht in vielen Chefredaktionen nur noch die Frage im Vordergrund: Was will der Leser oder die Leserin lesen und kaufen? Mein Eindruck ist, dass bei den Antworten auf diese Frage die Leserschaft etwas unterschätzt wird und das hat schon so mancher Zeitschrift das Genick gebrochen.

Ruanda © Andreas Herzau

Welchen fotojournalistischen Bildungsweg würdest Du heute jungen, ambitionierten Menschen vorschlagen?

Als erstes sollte man sich sehr, also sehrsehr sicher sein, dass man das wirklich will. Diese Berufswahl sollte schon so etwas wie eine Berufung sein, denn 100 % Einsatz werden nicht reichen, sondern es sind eher 150 %, die reichen könnten. Wenn man das für sich klar beantworten kann, dann ist es fast egal, welchen Ausbildungsweg man nimmt.

Ich würde aber durchaus ein Studium empfehlen, vielleicht mit einem zeitweiligen Aufenthalt im Ausland. Das bietet einem in relativ kurzer Zeit die Möglichkeit, ein Fundament an Theorie und Praxis aufzubauen. Entscheidend ist aber, was man selbst daraus macht. Es ist einfach eine hohe Eigenmotivation von Nöten, um seinen Weg zu finden, diesen dann zu gehen und das über Jahrzehnte weiterzuführen und auch weiterzuentwickeln.

Für mich war die Auseinandersetzung mit meinen fotografischen Weggefährten immer auch eine wichtige Fortbildungsmöglichkeit. Allein die Auseinandersetzungen bei der SIGNUM-Gruppe waren extrem lehrreich, was meine Fotografie betrifft. Ohne diese Gruppenauseinandersetzungen wäre ich heute nicht der Fotograf, der ich bin.

„Einfach machen“ ist in jedem Fall der erste Schritt und man sollte nicht daran denken, dass man Fotojournalist werden will, sondern man sollte daran denken, was man mit seinen Bildern erzählen will. Der Rest kommt fast von allein, da gibt es eine gewisse Zwangsläufigkeit der Wege, die man beschreiten will und muss.

Und: Viele Erfahrungen muss man selbst machen, die kann man nicht erzählt bekommen oder theoretisch erlernen.

Andreas, ich danke Dir für dieses Interview mit lehrreichen Ausführungen!

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas kauft, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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4. November 2013

05 Nov

Ein Beitrag von: Alexander Pini

Stripes © Alexander Pini


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Blickfang: France, June 6, 1944

05 Nov

Robert Capa. Kennt Ihr diesen Namen? Falls nein: Er wäre letzte Woche 100 Jahre alt geworden. Capa war der Kriegsfotograf seiner Zeit, Mitgründer der Fotoagentur Magnum Photos und ein unverbesserlicher Frauenheld. Heute stelle ich ein Foto von ihm vor, das mich schon lange beschäftigt.

Dabei handelt es ich um ein Bild, das der gebürtige Ungar Robert „Bob“ Capa am 6. Juni 1944  fotografierte, als die ersten amerikanischen Streitkräfte an der Küste der Normandie eintrafen, um Frankreich zu befreien.

France, June 6, 1944 © Robert Capa

Ich sehe amerikanische Soldaten, wie sie vollgepackt zur Küste rennen. Das Wasser schäumt auf und mein Blick fällt zuerst auf den letzten Soldaten, dem das Wasser noch bis zu den Oberschenkeln reicht. Des öfteren habe ich mich gefragt, ob dem Mann eine Hand fehlt, aber dafür wäre der Arm zu lang.

Ich frage mich, was wohl in den Soldaten vor sich geht. Sie werden aufgeregt sein, Herzklopfen haben und vielleicht hoffen, nicht schon in den ersten Sekunden zu sterben. Das Adrenalin pumpt sich in Bahnen durchs Blut und mit dem Sprung ins Wasser ist erst einmal alles davon durchdrungen.

Es ist 6.30 Uhr (GMT+2) morgens. Das Wasser ist kalt und so auch der nahende Tod. Hat man vielleicht vorher noch gescherzt oder voreinander geprahlt, hört hier der Spaß auf. Auf der anderen Seite sind deutsche Soldaten. Es ist der Feind, dem Einhalt zu gebieten ist.

~

Den Fotografen sieht man bekanntlich nicht. Aber sein Standpunkt verrät, dass er sich nicht auf den Schiffen verkriecht, sondern sich mitten ins Geschehen begibt. Und sich somit auch der Gefahr aussetzt, selbst im Getümmel als Soldat erkannt und von den Schützen per Kopfschuss getötet zu werden.

Doch das ist kein Zufall. Während sein Kollege George Rodger an Land an einem ruhigen Strand fotografierte, entschied Capa, mit zwei Contax-Kameras bestückt bei der allerersten Welle der Amerikaner in „Omaha“ dabei zu sein, die zu den blutigsten gehörte. 2000 amerikanische Soldaten sollten dort fallen.

Von den 106 Aufnahmen der blutigen Schlacht blieben jedoch nur 8 übrig1. Capa war im Auftrag des LIFE Magazines vor Ort, dessen Dunkelkammer-Assistent so aufgeregt war, dass er den Trocknungsprozess durch die Anhebung der Hitze beschleunigen wollte und somit fast alle Aufnahmen zerstörte. Capa erfuhr eine Woche später davon, jedoch drohte er dem Magazin überraschenderweise die Kündigung an, sollten sie den Assistenten feuern.

Eine dieser Aufnahmen ist das oben gezeigte Foto. Als Life die Aufnahmen veröffentlichte, wurde die Qualität der Bilder damit erklärt, dass Capa durch die Hitze der Schlacht wohl nicht richtig fokussieren konnte. Was Capa wiederum so stinksauer machte, dass er seine Autobiografie provokant „Slightly Out Of Focus“* nannte.

~

Robert Capa, geboren am 22. Oktober 1913 in Budapest, starb am 25. Mai 1954 in Thai-Binh, als er auf eine Mine trat. Er gilt bis heute als einer der bedeutendsten Fotografen und hinterließ ein Erbe von 70.000 Negativen.

Informationen zum Bildband

„Robert Capa: The Definitive Collection“*. 572 Seiten, 937 Abbildungen, Englisch. Erschienen am 1. November 2004, Phaidon Press. Preis: 39,95 €. Größe: 4,3 x 24,8 x 24,8 cm.

1 Meine Quellen unterscheiden sich in der Aussage. Russel Miller spricht in der Magnum-Biografie von 8 geretteten und 106 gemachten Aufnahmen, Capa-Biograf Whelan spricht im angepriesenen Band von 11 gerretteten und 72 gemachten Aufnahmen.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


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Ganz nah dran

04 Nov

Die Serie „Ganz nah dran“ von Peter Schulte verstand ich beim ersten Ansehen nicht, empfand sie als gruselig und nicht greifbar. Diese surrealen Schwarzweiß-Bilder hatten aber etwas Magisches – etwas, das mich dazu brachte, sie wieder und wieder anzusehen.

Diese seltsamen Augen wurden nun erkennbar als Masken. Im Hintergrund entdeckte ich auf einigen Bildern ein Sofa, einen Bilderrahmen – da ein Ofen. Und war dort ein Kindermund? Ich begann, die Bilder zu verstehen, aber das Magische blieb.

© Peter Schulte

© Peter Schulte

© Peter Schulte

© Peter Schulte

© Peter Schulte

Peter Schulte fotografierte seine Tochter beim Spiel mit Masken von Mamelok Papercraft. Sie posierte mit ihnen vergnügt vor der Kamera.

„Ganz nah dran“ beim Eintauchen in eine Kinderwelt, die nur noch in meiner Erinnerung existiert, aber beim Betrachten der Bilder Tausende von Gefühlen auslöst. Spontane Momentaufnahmen, „ganz nah dran“, geben diesen Bildern ihre Authentizität, die mir als Fotograf am Herzen liegt.

„Ganz nah dran“ an den durch die Masken nach oben verschobenen Proportionen, die den Eindruck hinterlassen, einen Fremden vor sich zu haben. Für mich als Vater fast schon ein wenig bedrohlich, ja sogar unheimlich. „Ganz nah dran“ hat mich selbst überrascht und darüber freue ich mich.

Die Bilder entstanden mit dem iPhone und einer App. Genau diese Technik erlaubte es dem Fotografen, „ganz nah dran“ zu sein. Er ist sich sicher, dass die Aufnahmen mit der Spiegelreflex-Kamera so nicht möglich gewesen wären, da seine Tochter ihn dann anders wahrgenommen und reagiert hätte. So entstand diese Serie viel mehr aus dem Spiel heraus und das Mädchen blieb völlig in seiner eigenen Welt.


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Meet the Instax 90:the Littlest Instant Cam Yet

04 Nov

Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

Twoday is extra special! We’ve got two amazing treats in the Photojojo Shop – a camera shipped in all the way from Japan and the funnest photo choose your own adventure game ever!

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Photojojo

 
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3. November 2013

03 Nov

Ein Beitrag von: Christoph

© Christoph


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browserFruits November #1

03 Nov

Und schon ist November, es wird furchtbar früh dunkel und zum Fotografieren bleibt oft nur ein kleines Zeitfenster am Tag. Lasst Euch die Stimmung davon nicht vermiesen und greift in den dunklen Stunden doch mal wieder zu einem guten Buch, vielleicht sogar einem Fotobuch. Inspirieren könnt Ihr Euch sicher in unserem Format Rezension.

 

Fotospecial: Von oben

Flickr

500px

 

Deutschsprachig

• Im Shop von MONOQI gibt’s eine wunschöne Lochkamera aus Birkenholz zum Selbstbauen. Auch die anderen Holzdesignstücke von Jonas Lang sind einen Blick wert.

• Die ZEIT zeigt einige der Arbeiten des Schweizer Polizisten Arnold Odermatt, der Fotos von Verkehrsunfällen macht. (Natürlich, nachdem eventuell Verletzte versorgt wurden.)

• Carina von TRAVEL RUN PLAY hat 11 Tipps für Island zusammengestellt. Neben Reise-Geheimtipps gibt es auch für den fotografischen Blick einiges zu entdecken. Also: Reinschauen, wenn Ihr bald auf die Insel wollt.

• „Youborn“ sind satirische Inszenierungen zum Trend, Geburten zu filmen, was der Fotografen Frank Lassak selbst als merkwürdig empfindet.

• Maria Feck dokumentiert das Leben von Flüchtlingen aus Libyen in Hamburg.

 

International

• Wie verändert sich der weibliche Körper während der Schwangerschaft? Die Fotografin Sophie Starzenski hat die Veränderung ihres eigenen Körpers in der Serie „40 weeks and a mirror“ fantastisch minimalistisch dokumentiert.

• Der niederländische Fotograf Paul Schneggenburger hat wunderschöne und ein bisschen geisterhafte Langzeitbelichtungen von schlafenden Paaren und Familien gemacht. Ja, es gibt ähnliche Probjekte, aber die Ergebnisse lohnen einen Blick!

• Lenscratch hat ein Interview mit Beth Moon zu ihrem gerade erschienen neuen Buch „Between Earth And Sky“. Wer surreale, naturverbundene Fotografien mag, sollte diese verträumten Bilder auf keinen Fall verpassen.

• Manchmal muss man einfach Glück haben: Lauren White hat auf einem Flohmarkt 23 bisher unbekannte Fotos der Rockband The Rolling Stones gefunden. Aufgenommen wurden sie vermutlich 1965.

• Die Fotografin Irina Popova gerat zufällig an ein kleines Mädchen, das mit ihrer Mutter bei drogenabhängigen Punks aufwächst und dokumentierte diese Situation über einige Zeit. Nun gibt es eine Crowdfunding-Kampagne, um ein Buch zu finanzieren. Das Video anzusehen, lohnt sich, auch wenn Du nicht mitfinanzieren möchtest.

• Der Fotograf Jimmy Nelson reiste um die ganze Welt und fotografierte aussterbende Völker. Auf der umfangreichen Webseite zum Projekt „Before They Pass Away“ gibt es Informationen zu den Expeditionen, zu den besuchten Völkern, viele, viele Fotos, einen (anfangs etwas albernen) Kurzfilm und ein Buch über all das zu kaufen.

• Lust auf Lightpainting? Dann schau Dir mal den „Pixelstick“ an! Ein neu entwickeltes Lightpainting-Tool, mit dem man sogar komplexe Animationen in die Luft malen kann. Auch hierzu läuft gerade eine Kickstarter-Kampagne.

• Eine Reihe toller Aufnahmen gibt es auf VSCO. Die Macher der App VSCO Cam zeigen dort jede Woche eine Auswahl ihrer Lieblingsbilder.

• Schon etwas älter, aber sehr lustig ist die Seite Photoshoptroll, auf der die Bearbeitungswünsche verschiedener Leute veralbert werden.

 

Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

buchtipp

• Martina Woll hat aus ihrer Serie „The walking series“ ein Buch gemacht, das nun über Blurb erhältlich ist. Wir haben ihr iPhone-Projekt bereits bei uns vorgestellt.

• Martin Parrs frühe und einzigartige Schwarzweiß-Arbeiten werden auf TIME vorgestellt. Das Buch dazu* ist keine Frage ein Muss und gerade noch relativ günstig über Amazon zu beziehen.

 

Wettbewerbe

• iStock und Getty Images suchen Fotos zum Thema Herbststimmung. Bis zum 24. November 2013 habt Ihr Zeit, Eure Bilder einzureichen und eine Kamera zu gewinnen.

 

Videos

Vater und Sohn, Richard und Eberhard Püscher, dokumentierten die Zeit von 1946 bis in die 1990er Jahre der Stadt Alfeld in Niedersachsen. „Eine Stadt auf Fotopapier“ ist ein Projekt, das diese Bilder nun in einem Buch veröffentlichen möchte und das man unterstützen kann. (via Visuelle Gedanken)

 

Ausstellungen

Corinna Rosteck – „Bardo“
Zeit: 8. November – 8. Dezember 2013
Ort: Edition Camos, Aldringenstr. 1a, 80639 München
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Björn Abelin – Apocalypse
Zeit: 26. Oktober – 14. Dezember 2013
Ort: Swedish Photography, Karl-Marx-Allee 62, 10243 Berlin
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Robin Hammond – Zimbabwe – your wounds will be named silence
Zeit: 10. November – 22. Dezember 2013
Ort: Forum für Fotografie, Schönhauser Straße 8, 50968 Köln
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ZEIT RÄUME – Fine Art Photography von Uwe Langmann
Zeit: 3. November 2013 – 5. Januar 2014
Ort: EINEARTGALERIE, Seebadallee 50, 15834 Rangsdorf
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Juliane Eirich – Itoshima
Zeit: 8. November 2013 – 25. Januar 2014
Ort: Galerie f 5,6, Ludwigstr. 7, 80539 München
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Kristian Schuller
Zeit: 26. November 2013 – 1. März 2014
Ort: Atelier Jungwirth, Opernring 12, A-8010 Graz
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Under Pressure – Politik in der zeitgenössischen Fotografie
Zeit: 1. November 2013 – 2. März 2014
Ort: Museum der Moderne, Mönchsberg 32, Salzburg
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Mehr aktuelle Ausstellungen

 

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Mach mit! Leseraktion: Melancholischer Herbst

03 Nov

Die bunten, goldenen Herbsttage neigen sich schon wieder dem Ende entgegen. Jetzt zeigt die Jahreszeit sich von ihrer tristen Seite. Mit Regen, Matsch, Kälte, Grau in Grau. Wir finden: Auch daraus kann man großartige Fotos machen.

Um den Herbst von seiner weniger geliebten, aber ebenso interessanten Seite zu zeigen, möchten wir mit Euch gemeinsam Fotos sammeln. Davon, wie der Herbst jetzt aussieht: Grau und melancholisch, vielleicht nasser als uns allen lieb ist, aber ebenso Teil des Laufes der Natur.

Zeigt uns also den Herbst von seiner nachdenklichen Seite. Vielleicht minimalistisch, vielleicht in der Großstadt, vielleicht auf den matschigen Wiesen oder im kahler werdenden Wald. Sucht Euch ungewöhnliche Blickwinkel, neue Herangehensweisen, ausgefallene Konzepte.

Ablauf und Regeln

  • Macht ein Foto zum Thema „Melancholischer Herbst“. Bitte erstellt ein neues Bild für die Aktion und verwendet nicht eines aus Eurem Archiv.
  • Schreibt bis zum Samstag, den 23. November, einen Kommentar mit Link zu Eurem Foto unter diesen Aufruf.
  • Schreibt dazu in wenigen Sätzen etwas zu Eurem Bild. Zum Beispiel: Wie seid Ihr vorgegangen? Hattet Ihr ein Konzept? Was habt Ihr nachbearbeitet? Bilder ohne Beschreibung werden nicht berücktsichtigt.
  • Mit dem Kommentar stimmst Du einer möglichen Veröffentlichung auf kwerfeldein.de zu.
  • Am 30. November präsentieren wir unsere Auswahl Eurer Ergebnisse, hier auf kwerfeldein.

Wir wünschen Euch viel Spaß dabei, den melancholischen Herbst festzuhalten und sind sehr gespannt auf Eure Arbeiten!


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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