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Archive for the ‘Equipment’ Category

Menschenbild(n)er

09 Nov

Ein Beitrag von: Martin Waldbauer

Schon immer interessierten mich Menschen – aber nicht der Mensch alleinstehend mit seinem Gesicht oder Alter, sondern mit seinen Geschichten, seiner Vergangenheit und seiner Sicht auf Dinge. Durch die Gastwirtschaft meiner Eltern bin ich seit meiner Kindheit immer mit verschiedenen Menschen unterschiedlichen Alters in Berührung gekommen und durch diese Konfrontation bin ich unbewusst in die Thematik Fotografie gerutscht.

Angefangen habe ich damit, dass ich mir im Zuge einer USA-Reise im Jahre 2010 meine erste Digitalkamera kaufte, um wenigstens „anständige“ Bilder von dieser Reise mitzubringen. Seit Anfang des Jahres 2011 habe ich meinen Fokus auf den Menschen gelegt.

Den Menschen so zu portraitieren wie er ist, wie ich ihn sehe – nicht unbedingt so abzulichten, wie er sich selbst gern sieht oder würde. Durch das große Glück, interessante Personen in meiner Familie und im Freundes- und Bekanntenkreis zu haben, waren jene auch meine ersten Modelle und sind es bis heute auch geblieben.

9880 © Martin Waldbauer

Der Anfang meines Schaffens war mühsam und ich lernte durch viel Recherchieren und Ausprobieren im Laufe einiger Monate den Umgang mit Kamera, Licht und Menschen. Meinen Stil habe ich im Laufe der Zeit irgendwie gefunden.

Der Großteil meiner Fotografien ist in Schwarzweiß gehalten, diese Art der Lichtbilder ist für mich durch seine Reduktion auf das Wesentliche das Interessanteste, weil nichts durch Farben ablenkt – der Mensch oder die Umgebung stehen völlig für sich allein und der Betrachter kann sich somit auf das Wichtigste konzentrieren und beschränken.

teen spirit © Martin Waldbauer

Thematisch gesehen bewegte ich mich anfangs in der Portraitfotografie. Ich baute mir mein altes Kinderzimmer im Haus meiner Eltern in ein „Fotostudio“ um. Darin befand sich nichts außer einem Tisch, einer Softbox und einer kleinen Wand, die ich mit schwarzer Farbe bemalte.

Davor stellte ich in der ersten Zeit verschiedene Menschen und so wurden aus diesen Bildern meine ersten Arbeiten. Mal reduziert auf das Gesicht, ein anderes Mal eine Ganzkörperaufnahme. Diese Arbeiten bewegten sich in den Bereichen Akt, Teilakt, Kopfportrait und im surrealen Bildbereich.

8968 © Martin Waldbauer

Im Laufe der Zeit wurden mir diese Serien zu eingängig und ich wollte mich ein wenig in eine andere Richtung verändern. Durch meine Verbundenheit zur Natur machte ich irgendwann Outdooraufnahmen bei Regen, Schnee und vor allem Nebel.

Schon immer war ich ein visueller Mensch und stetig auf der Suche nach etwas Besonderem. Ich konzentriere mich seitdem immer mehr auf meine Umgebung und taste mich mit meinen Augen vor, um etwas Neues und Interessantes zu finden.

Alte, verlassene Häuser, Schlösser oder karge Feldlandschaften waren in dieser Zeit mein liebstes Ziel. Durch die Tatsache, dass ich viele ausdrucksstarke und vor allem willige Menschen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis habe, gingen diese „Shootings“ immer relativ spontan von der Hand.

dont fear the future © Martin Waldbauer

Ich hatte meist eine Grundidee und vor Ort kamen dann nach und nach andere Einflüsse oder Eingebungen hinzu – so entstanden damals die sogenannten „Feld- bzw. Stimmungsbilder“.

Beruflich arbeite ich in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung und durch diesen Kontakt kam irgendwann der Gedanke, jene Menschen zu portraitieren. Durch diese ungeschminkten und puristischen Aufnahmen bin ich mittlerweile in die Richtung Reportage- und Dokumentationsfotografie gekommen.

Bei diesen Aufnahmen lernte ich für mich am meisten in der Fotografie dazu. Diesen Menschen das Gefühl zu geben, anerkannt zu sein, einen Wert zu besitzen. Fotografiert zu werden und dabei etwas zurückzubekommen, was für immer in Erinnerung bleibt und gefestigt ist in einem einzigen Moment des Bildes – das ist für mich die Vollendung der Fotografie.

54 years later © Martin Waldbauer

Meine liebsten Aufnahmen sind mir die meiner Großeltern, denn sie zeigen für mich jene Verbundenheit und Liebe, die sich ein jeder Mensch bis in hohe Alter wünscht. Durch meine rastlose Art und Weise, an Dinge heranzugehen und den Menschen vor der Kamera zu studieren und zu respektieren, kann ich durch meine Bilder versuchen, noch tiefer in die Seele des Menschen zu blicken.

Am wichtigsten ist mir immer die abgebildete Person, so wie sie in diesem einen Moment belichtet wurde – technische Aspekte treten hier für mich in den Hintergrund. Natürlich spielt die Technik eine bedeutende Rolle, aber ein gutes Bild ist für mich immer eines, das mich festhält, dass den Betrachter anhält, worüber man sich Gedanken macht und länger hinsieht.

4285 © Martin Waldbauer

Ich fotografiere mit einer Canon 5 D Mark II und diversen Festbrennweiten. Ich arbeite mit Photoshop CS4 und verschiedenen Schwarzweiß-Programmen wie NIK Silver Efix Pro oder DxO Film Pack.

Seit einiger Zeit macht mir aber die digitale Fotografie keinen Spaß mehr – schon immer haben mich die Arbeiten bekannter Fotografen von früher fasziniert, als noch analog mit Film fotografiert wurde. Aus diesem Grund fotografiere ich seit Kurzem ausschließlich analog mit Kodak Tri-X und Ilford HP5+.

Das Gefühl, ein Bild aufzunehmen, was niemals so perfekt sein wird wie ein digital aufgenommenes und die Tatsache, es erst nach der Entwicklung in den Händen zu halten, macht für mich hier den besonderen Reiz aus.
Man ist lange nicht so hektisch und fotografiert mit viel mehr Ruhe. An der Analogfotografie fasziniert mich am meisten die Bildqualität und der Entwicklungsvorgang an sich.

bad romance © Martin Waldbauer

Wohin meine Reise mit der Fotografie geht, weiß ich nicht, ich lasse mich einfach treiben. Wenn ich Lust verspüre, zu fotografieren, fotografiere ich – ich sehe mich als Amateur. Amateur zu sein bedeutet für mich, die Freiheit zu haben, Dinge zu fotografieren, die mich interessieren oder faszinieren. Nicht der Pflicht nachzugehen, Bilder machen zu müssen.

Am wichtigsten bei einem Bild sind für mich die Augen und die Hände – Augen als Spiegel der Seele und Hände als ein Instrument dessen, was bereits erlebt und erfasst wurde.

Ich hoffe, ich kann noch vielen faszinierende Menschen in meinem Leben begegnen und diese abbilden. Aber nicht nur ein Abbild erstellen, sondern diesen einen Moment suchen und finden. Den Moment, der mich antreibt und mich begeistert.

Entscheidend ist für mich die Tatsache, dass es mir Freude bereitet und dass ich das Gefühl habe, das Richtige zu tun. Mich mit „etwas“ auseinanderzusetzen und dadurch vielleicht ein klein wenig mehr als nur ein reines Abbild zu erhalten.


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Augenschmaus: Knusperbrot

09 Nov

Ein Beitrag von: Eva

Draußen wird es wieder deutlich früher dunkel. Ein Grund mehr für mich, abends auch mal etwas länger auf dem Sofa herumzulungern und zu knabbern. Knabberzeugs liebe ich einfach, vor allem, nachdem ich inzwischen eine deutlich gesündere Alternative zu meinen geliebten Chips entdeckt habe: Knusperbrot nach einem Rezept aus den 50er Jahren.

Als Kind war eines meiner liebsten Büchlein ein kleines schwarzes Heft, in dem meine Mutter in den 50er Jahren alle möglichen Rezepte notiert hatte. Damals war es vor allem ein Rezept für Sahnebonbons, das mich begeisterte. Inzwischen hat mir meine Mutter ihre Rezeptesammlung vermacht.

Seitdem bin ich auf kulinarischer Schatzsuche und staune immer wieder, was für leckere und teils auch grandios einfache Rezepte sich darin verbergen, wie zum Beispiel dieses Knusperbrot, das einfach zu backen ist und sich prima als Snack auch für unterwegs eignet.

© Eva | Food vegetarisch© Eva | Food vegetarisch

Portion: 2 Backbleche
Zeit: ca. 1 Stunde, davon aktiv zu tun ca. 20 Minuten

Zutaten

500 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 El Kümmel
2 TL Salz
250 ml Wasser
100 g Butter

Zubereitung

Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit den Knethaken des Rührgeräts zu einem bröseligen Teig verarbeiten. Dabei zunächst mit kleiner Schaltstufe beginnen bis das Mehl nicht mehr herausstäuben kann. Dann die Brösel auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, um daraus mit den Händen einen glatten Teig zu kneten.

Vor dem Ausrollen den Teig in Butterbrotpapier wickeln und 20 bis 30 Minuten kalt stellen. Den Teig ca. 2 mm dick ausrollen und ungefähr in 2 x 6 cm große Rechtecke schneiden. Mit einem Teelöffelstiel Vertiefungen in die Rechtecke drücken. Die Knusperbrote im vorgeheizten Backofen für ca. 10-15 Minuten bei 200 – 210 °C auf mittlerer Schiene backen.

© Eva | Food vegetarisch© Eva | Food vegetarisch

Fotorezept

Da ich den Bildern, passend zur Rezeptherkunft, ein nostalgisches Flair verleihen wollte, habe ich als Untergrund eine alte Sperrholzplatte verwendet, die ich schon seit Jahren für Bastelarbeiten nutze und diese alte Keksdose, die mir eine Freundin geliehen hatte.

Fotografiert habe ich mit einer Canon 5D Mark II und einem Canon EF 24-70mm f/2.8L USM Objektiv bei diffusem Tageslicht von der rechten Seite und einem Aufheller aus Styropor auf der linken Seite. Um möglichst viel von der Knusperbrotstruktur zu zeigen, habe ich mich außerdem für Blende 11 entschieden. Dank eines Stativs störte mich die damit einhergehende längere Belichtungszeit nicht.

Üblicherweise suche ich mir dann in Lightroom noch ein passendes Kameraprofil (z. B. Camera Standard) heraus, aktiviere die automatischen Profilkorrekturen, erhöhe die Klarheit ein wenig und passe gegebenenfalls die Belichtung an. Dieses Mal habe ich die Klarheit allerdings stärker erhöht, die Dynamik etwas rausgenommen, einen mittleren Kontrast bei der Gradationskurve eingestellt und eine recht kräftige Vignettierung nach Freistellen mit geringem Mittelpunkt hinzugefügt. Entsprechend musste ich dann noch die übrigen Belichtungseinstellungen hierauf anpassen.

Gerne verleihe ich meinen Bildern zum Abschluss noch einen kleinen Farbfrischekick, indem ich in Photoshop die Ebene dupliziere, darauf den Gaußschen Weichzeichner bei einem Radius von 50 Pixeln anwende und diese Ebene mit der ursprünglichen unter Verwendung des Ebenenmodus Ineinanderkopieren miteinander verrechne. Zum Schluss regle ich dann, ganz nach persönlichem Geschmack, die Deckkraft der oberen Ebene auf einen Wert um die 20% herunter.

~

Du hast auch ein leckeres Rezept und die passenden Food-Fotos dazu, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen? Dann werde einfach selbst Teil von „Augenschmaus“!


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8. November 2013

09 Nov

Ein Beitrag von: Rolland Flinta

Frau, Hände, Haare, Nacken, Rücken, Lichteinfall, Schmerz, Alleinsein


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Kollision entscheidender Augenblicke

08 Nov

Ein Beitrag von: Chris Dorley-Brown

„The Corners“ – Ein fotografisches Archiv-Projekt in East London. 2009 – heute

Über die letzten 30 Jahre, in denen ich das östliche Ende Londons fotografierte, war eine konstante Herausforderung, den mir bekannten Teil der Stadt aus einer neuen Perspektive zu sehen. Nahezu meine gesamte Arbeit bezieht sich auf menschenlose Stadtlandschaften. Meine Serie re_shoots zeigt Sozialwohnungen, Shops, verlassene Krankenhäuser und Hilfs-Initiativen.

Mein älterer Bruder, der auch Fotograf ist, schaute sich vor ein paar Jahren meine Bilder an und stellte die Frage, warum es in meinen Bildern keine Menschen gibt. Das führte mich dazu, über ein allumfassendes Bild nachzudenken: Formal und architektonisch in der Struktur, aber mit Elementen, die eine Geschichte andeuten. Ein Genre-Mix.

Laburnam Street (2011) © Chris Dorley-Brown

2009 fing ich an, eine Serie von Bildern in den Straßen zu fotografieren, in denen meine Vorfahren mütter- und väterlicherseits über die letzten 200 Jahre gelebt hatten. Die Fotos wahren eigentlich dazu gedacht, mir bei der Familienforschung zu helfen. Der kulturelle und ökonomische Hintergrund wurde teilweise durch Volkszählungs-Dokumente aus dem Internet deutlich.

Meine Familie stammt aus Irland, Suffolk und Frankreich. Suizidale Hafenarbeiter, hugenottische Weber, hart arbeitende Witwen und verstoßene Söhne haben seither mein Unterbewusstsein eingenommen und mir geholfen, meine DNA zu verstehen. Meine Vorfahren können mich leider nicht mehr beraten – und würden auch nicht darüber reden wollen, wenn sie noch da wären.

Tyssen Road (2010) © Chris Dorley-Brown

Die Dokumente aus dem Netz verraten, wie die Immigranten langsam ihren Lebensraum innerhalb des östlichen Endes veränderten und wie ihr Wohlstand im Zusammenhang mit ökonomischen und sozialen Entwicklungen zu- oder abnahm. Als ich nun 150 Jahre später an den Straßenecken stand, verschob sich meine Neugier von den (manchmal noch stehenden) Gebäuden hin zu den laufenden, Rad oder Auto fahrenden Leuten.

Namenlose, anonyme Figuren, bewegliche Teile der endlosen Choregrafie der sozialen Beweglichkeit. Um diese Zeit sah ich auch die Fernsehserie „The Wire“. Jede Szene war wie ein ein kleines Gemälde, wunderschön komponiert und aufgebaut, sehr sinnbildlich.

Tyre dump (2009) © Chris Dorley-Brown

Und irgendwie löste das eine Verbindung zu meiner Arbeit aus, denn die meiste Action in der Serie findet an Straßenecken statt – und das war eine großartige Metapher: Der Knotenpunkt und Ort der Kollision unbekannter Größen.

Außerdem schaute ich mir wieder ein Gemälde des amerikanischen Hyperrealisten Richard Estes aus dem Jahr 1974 mit dem Titel Sumpreme Hardware an. Ich hatte es in einem Buch Jahre zuvor bei einem Freund gesehen und war von der Qualität des Lichtes und den Details dieser profanen Straßenszene wie weggeblasen. Das Bild wurde für mich zu einer Art Prüfstein während des Fotografierens der Straßenecken.

Walford Road (2010) © Chris Dorley-Brown

Ich wollte unbedingt wissen, ob das klamm-kalte Licht von Londons Straßen mit unspektakulärer Architektur und alltäglichen Szenen wirken würde. Die Bilder sind auf den ersten Blick konventionelle, urbane Schnappschüsse, die jedoch ein komplexes und detailliertes Portrait des modernen Stadtlebens darstellen.

Jedes Bild ist konstruiert und zusammengesetzt aus bis zu 60 unterschiedlichen digitalen Fotografien: Dem Hintergrund, einer komponierten Architektur-Studie und mit Menschen gefüllt von einer Matrix unterschiedlicher „entscheidender Augenblicke“. Die Fotos fangen die Aktivitäten einer Zeit von mehreren Stunden ein. Das Ergebnis ist beinahe filmisch.

Tudor Grove (2010) © Chris Dorley-Brown

Das Compositing (diese Art, zu arbeiten) half mir, mit Ideen innerhalb des Bildes zu spielen; doch was viel wichtiger ist: Es befähigte mich, jedem Individuum Zeit und Raum zu geben, um hineinzukommen und somit jede Person bedeutender, ja, signifikanter erscheinen zu lassen.

Paul Graham sagte einmal irgendwo in einem Interview, dass die Menschen in seinen Bildern „Ziffern“ wären. Mir gefiel die Idee, dass Menschen in Straßenaufnahmen auf eine Art Schauspieler sind, die ihre Rolle als Teile der menschlichen Art spielen und ihre spezifische Identität dabei unwichtig ist.

Für mich war es zufriedenstellend, die Disziplinen der Architektur- und mileubezogenen Fotografie zu kombinieren, dabei jedoch innerhalb der dokumentarischen Tradition zu bleiben.

Dieser Artikel wurde von Martin Gommel aus dem Englischen übersetzt.


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07 Nov
Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

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7. November 2013

07 Nov

Ein Beitrag von: Michael Wolf

Toadstool © Michael Wolf


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Fashion-Perspektive

07 Nov

Ein Beitrag von: Silke Schlotz

Ich habe schon immer gezeichnet, aber irgendwann sahen die Ideen in meinem Kopf so realistisch aus, dass es einfacher war, sie zu fotografieren. Die Form des Menschen hat mich dabei schon immer begeistert. Ich habe Menschen gezeichnet und studiere im Moment Modedesign, um Kleidung am Mensch zu drapieren. Und dementsprechend wollte ich mich auch in der Fotografie dem Mensch widmen.

Durch mein Studium hat sich meine Fotografie in die Richtung der Modefotografie entwickelt. Ich liebe die Wandelbarkeit der Industrie. Ich kann mir kein kreativeres Feld zum Arbeiten vorstellen: Während für kommerzielle Fotografie gern „normale“ Gesichter gesucht werden, sind in der Modefotografie besonders interessante Gesichter mit Eigenarten beliebt.

© Silke Schlotz

Die besten Modelle mit denen ich bisher gearbeitet habe, hat man nach Haaren und Make-Up kaum wieder erkannt. Auch am Set war eine deutliche Veränderung spürbar. Als Modefotografin fordere ich gern außergewöhnliches Posing heraus. Je seltsamer es sich anfühlt, umso besser sieht es oft aus. Geübte Modelle legen meistens gleich los, sie fangen einfach an, sich vor der Kamera zu bewegen, die Momente zwischen den Shots sehen oft unglaublich aus. Vom reinen Zuschauen kann man sich kaum vorstellen, dass hier brauchbare Fotos geschossen werden.

Aber das sind genau die Ergebnisse, die ich erzielen möchte. Neue, einfallsreiche Motive, die den Betrachter einen Moment innehalten lassen. Oft ist viel schauspielerisches Können gefragt. Als Fotograf macht mich nichts glücklicher, als wenn ich einem Model einfach nur zurufen muss „lachen“, „traurig“, „böse“ und das Modell setzt die Befehle problemlos um.

© Silke Schlotz

Passende Musik hilft beim Shoot, meistens aber mache ich selbst mit vollem Einsatz mit, probiere also, Posen und Mimiken vorzumachen. Für einen Portrait-Shoot wollte ich ein Modell von aggresiven bis zu traurigen Emotionen führen. Ich habe Marilyn Manson abgespielt, das hat ihr tatsächlich geholfen, bei den Tränen mussten wir allerdings schummeln.

Spaß am Set ist damit so gut wie immer garantiert. In einem Team von kreativen Menschen zu sein, ist für mich eine der schönsten Umgebungen. Ich liebe es, zuzuschauen wie Haare und Make-Up den gewünschten Look formen. Mit dem Stylisten bespreche ich die Outfits noch einmal, merke mir die Farben der Kleidung und Accessoires und überlege, was am besten in welche Ecke der Location passt.

© Silke Schlotz© Silke Schlotz

Das Zusammenspiel verschiedener Talente, wenn jeder sein Bestes für das Gesamtwerk beisteuert, ist für mich eines der Highlights eines Shoots. In der Modefotografie reicht eine gute Technik beim Fotografieren nicht aus. Ein perfekt ausgeleuchtetes Modell ohne Stimmung kann mich nicht begeistern. Die Details im Look, die von jedem Einzelnen beigesteuert wurden, bestimmen für mich, ob das Foto am Ende gut wird.

Die Zusammenarbeit mit anderen ist für Fotografen in der Industrie meiner Meinung nach sehr ausgewogen. Eventuell gibt es Besprechungstermine vor dem Shoot, an denen man sich mit Leuten vom Team trifft, danach aber und abgesehen vom Shootingtag sitzt man lange Zeit für sich vor Photoshop.

© Silke Schlotz

Mit der Nachbearbeitung verbringt man nicht selten mehr Zeit als mit der Kamera. Die Retusche muss in der Modefotografie nicht ganz so ausführlich sein wie bei Beauty-Motiven, dennoch sind neben normaler Hautretusche die Anpassung von Kontrasten, Farbwerten und das Zuschneiden unheimlich wichtig. Ich ertappe mich zu oft dabei, 30 Minuten lang Regler hin und her zu schieben, die einem Foto entweder eine kältere oder wärmere Note geben und mich nicht entscheiden zu können.

Ein geschlossenes Konzept vor dem Shoot hilft in solche Situationen. Ich kann mir schon vorher notieren, ob ich in Richtung „dunkel“, „hell“, „warm“ oder „kalt“ und so weiter gehen will. Ein gutes Konzept ist das A und O bei Modefotografien. Obwohl ich auch Nahaufnahmen von meinem Modellen mache, geht es bei einer Modestrecke im Gegensatz zu Portraitfotos weniger um das Modell als um ein Thema.

Dieses Thema wird entweder von meinem Auftraggeber bestimmt oder, wenn ich einen Shoot selbst plane, steht es mir absolut frei. Ich kann ein Konzept ganz nach meinen Wünschen gestalten, solange ich jemanden finde, der die Idee unterstützt und gern mit mir daran arbeiten würde. Die Vorarbeit wie auch die Nachbearbeitung und das Endresultat sind also ganz mir überlassen. Das bedeutet mehr Arbeit, gibt aber auch mehr Kontrolle.

© Silke Schlotz

Solche Projekte laufen oft unter dem Namen „TFP“, also „time for prints“. Mein Team und ich arbeiten kostenlos, um unsere Portfolios zu erweitern. TFP ist ein Ausdruck, der international verwendet wird. Ich liebe es, dass man in der Modefotografiebranche global arbeiten kann. Da ich persönlich gerne reise, verbinde ich dass auch oft mit Shoots.

Der Arbeitsablauf und die Zusammenarbeit im Team funktionieren in jedem Land so gut wie gleich. Dank spezieller Internetseiten konnte ich schon oft problemlos mit Modellen, Stylisten und Make-Up-Künstlern in Kontakt treten und Shoots planen, bevor ich überhaupt im Land angekommen war.

Das Einzige, auf was man als Deutscher vielleicht achten sollte, ist, dass man im Englischen das Wort „Shoot“ verwendet und niemals (wie hier oft üblich) „Shooting“. „Shooting“ ist eingedeutscht, im Englischen passt es nicht – außer, man bringt eine Pistole mit ans Set. Solche peinlichen Momente will man sich lieber ersparen.

Für mich ist das einer Gründe, weshalb ich statt zu zeichnen nun fotografiere und mich so in die Branche verliebt habe. Ich kann meine Arbeit überall ausführen und lerne dabei die interessantesten Menschen kennen, dabei hört die kreative Weiterentwicklung nie auf.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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6. November 2013

06 Nov

Ein Beitrag von: Herr Bohn

Abbau © Herr Bohn


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Das Geheimnis der Komposition

06 Nov

Ein Beitrag von: Julian Schulze

Habe ich meinen letzten Artikel mit einem Zitat beendet, so möchte ich dieses Mal gern mit einem von Andreas Feininger beginnen:

Komposition ist ein Mittel, nicht ein Ende, und die vollkommenste Komposition rechtfertigt nicht ein belangloses Bild. Komposition ist ein Werkzeug, um den Eindruck des Bildes zu steigern.

Vorausgesetzt, dass Bildinhalt und fototechnische Behandlung gleichwertig sind, macht ein gut komponiertes Foto einen stärkeren Eindruck als eines mit schwacher Komposition. Das ist das ganze Geheimnis.

Das Geheimnis der Linie © Julian Schulze

Wenn man sich über längere Zeit intensiv mit der Fotografie beschäftigt, gibt es keinen Weg vorbei an der Bildkomposition. So kreuzte auch ich vor vielen Monaten diesen Weg und machte Halt, um mich in einer Studie mit dem Thema auseinanderzusetzen und das Geheimnis für mich persönlich zu ergründen. Das Projekt nannte ich „A Little Composition“ (Eine kleine Komposition) und ich möchte es heute hier vorstellen.

In ganzen Büchern, Blogs und Foren wird darüber geschrieben, wie sie denn nun zu sein habe, die Komposition. „Golden Rules of Composition“, „Guidelines for Composition“, „10 Top Photography Composition Rules“ sind Schlagworte von Blogs, unter denen ich anfangs versuchte, mir einen Überblick zu verschaffen.

Das Geheimnis der Linie © JulianSchulze

Das Geheimnis der Linie © Julian Schulze

Sicherlich können Konzepte wie der Goldene Schnitt für den Anfang nützlich sein, ich selbst konnte allerdings relativ wenig für mich aus diesen Beiträgen ziehen. Viel mehr habe ich mir Anregungen von Bildern anderer Fotografen geholt, deren Arbeiten und damit auch Kompositionen ich beneide. Nicht selten stand die Bildgestaltung bei diesen Fotografien im krassen Gegensatz zu vorgenannten Regeln, oftmals gingen sie aber auch Hand in Hand.

In meiner Serie geht es um die schlichte Anordnung von Objekten im städtischen Umfeld. Als bevorzugtes Format favorisiere ich mehr denn je das Quadrat. Das Quadrat bietet einen komprimierten, aufgeräumten Raum und wirkt ruhig.

Das Geheimnis der Linie © Julian Schulze

Perfekt für minimalistische, nüchterne Aufnahmen. Allen Bildern gemein ist, dass in ihnen eine Wand als Hintergrundfläche dient. Sie zeigt oft Texturen, die von Elementen unterbrochen wird und den Betrachter dazu einladen sollen, sich länger mit dem Bild zu beschäftigen.

Die farbliche Variation von Wandelementen diente als ein erstes Gestaltungsmittel. Wenn es der Blickwinkel erlaubte, habe ich auch Boden- oder Dachstrukturen berücksichtigt. Die Wände sind eine Art Teller, den ich mit weiteren Objekten garniere.

Das Geheimnis der Linie © Julian Schulze

Eine Bank hier, ein Fenster dort, natürlich nicht ganz wahllos, aber eben auch nicht immer nach festen Regeln, sondern meinem Bauchgefühl entsprechend. Hob sich ein Motiv klar von umliegenden Strukturen ab, hatte ich auch kein Problem damit, es zentral zu positionieren, so dass dem Betrachter brachial vor Augen geführt wird, was gefälligst das Hauptmotiv zu sein habe. In anderen Fällen gab es mehrere Motive, die (eher) gleichberechtigt an der Komposition mitwirkten.

Spannung zeigt sich für mich vor allem in den letztgenannten Bildern: Da können Elemente ganz entgegen von Regeln in Bildecken oder nichtsymmetrisch angeordnet sein und sich im Zusammenspiel mit den übrigen Motiven doch wieder harmonisch anfühlen. Eben dies zeigte mir, dass die „Regeln“ der Fotografie ihre Grenzen haben.

Das Geheimnis der Linie © Julian Schulze

Ganz allgemein eignet sich der städtische Raum hervorragend dafür, mit Kompositionen zu spielen. Der Mensch scheint oftmals weniger an Komplexität, sondern mehr an Ordnung und Einfachheit interessiert zu sein. Dementsprechend findet man häufig minimalistische Anordnungen, an denen es sich auszutoben gilt.

Als bevorzugte „Jagdreviere“ habe ich Industrie- und Gewerbegebiete für mich entdeckt. Speziell für diese Serie ist es aber auch oft eine zufällige Entdeckung mitten in der Stadt gewesen. Auf Spaziergängen finden sich immer auf’s Neue solche Gelegenheiten, selbst, wenn man schon hunderte Male eine Straße besucht hat.

Das Geheimnis der Linie © Julian Schulze

Was ich im Allgemeinen an einer Komposition so liebe, ist die Harmonie, die sie transportieren kann. Mittlerweile arbeite ich viel mit Bauchgefühl. Wenn ich eine harmonische Bildkomposition gefunden habe, geht das sprichwörtlich mit einem guten Bauchgefühl einher. Aber es braucht eine ganze Weile, ehe man dem Bauch zu einem guten Gefühl verhilft.

Das Geheimnis der Linie © Julian Schulze

Hierbei erweist sich ein alter Bekannter als nützlich – der Live-View-Modus. Ich wüsste mittlerweile gar nicht mehr, was ich ohne Live View anstellen würde (was sicherlich auch negativ angemerkt werden darf). Das quadratische Format voreinstellen, Gitternetzlinien hinzufügen, schon hat man eine Arbeitsgrundlage.

Einfach mal eine ganze Serie von Bildern machen, mit unterschiedlichen Anordnungen der Objekte. Diese dann am Bildschirm betrachten und sich fragen, warum diese oder jene Komposition ein besseres Gefühl hervorruft. In der Postproduktion gilt es dann, die einzelnen Elemente mit Kontrastreglern, Helligkeitsbearbeitung und Schwarzpegel hervorzuheben.

Das Geheimnis der Linie © Julian Schulze

Insgesamt bin ich mit der Serie zufrieden. Die Auseinandersetzung mit der Bildkomposition hat mir viel für die nachfolgenden Projekte gebracht. Oftmals werden durch Kommentare auf meinen Seiten die Kompositionen hervorgehoben. Eine Gleichberechtigung von Bildinhalt und fototechnischer Behandlung finde ich vor allem im Bereich der Architektur nicht einfach.

In zukünftigen Projekten werde ich versuchen, den Schwerpunkt „Bildinhalt“ vor allem wieder im abstrakten und surrealen Bereich mit der Fototechnik mehr in Einklang zu bringen. Vielleicht komme ich dann dem „ganzen Geheimnis“ ja noch ein Stück näher.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Photo Term Series #21: Dark-Frame Subtraction

05 Nov

 

Digital SLRs offer a function called Dark-Frame Subtraction usually called “Long Exposure Noise Reduction” or “High ISO Noise Reduction” in your camera’s settings menu. Dark-Frame Subtraction exposes a camera’s digital sensor less any external light for a matching duration of a photo taken to detect digital noise and electroluminescence. When the Dark-Frame Subtraction feature is active hot pixels, amp glow and other aberrations are subtracted from your photo. This feature works very well in most instances, but does tie up your camera limiting your ability to take a photo in quick succession. For example if you make a 2 minute exposure with this feature on, immediately after your exposure is completed another 2 minute exposure will be made to generate a dark-frame. A net total of 4 minutes will pass before you can review your photo or take another.

Dark-Frame Subtraction is a great thing to take advantage of if you have the time, patience and battery life.

For more on long exposures check out my ebook Photographing the 4th Dimension – Time

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

Photo Term Series #21: Dark-Frame Subtraction

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