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Archive for the ‘Equipment’ Category

Die ersten Babybilder

04 Dec

Ein Beitrag von: Alicia Post

Ich hatte noch nie ein Neugeborenes fotografiert und wollte es so gern. Als eine gute Freundin dann schwanger wurde, konnte ich kaum abwarten, bis das Baby zur Welt kam. Und dann war der Kleine da und so süß und unglaublich stark. Es war sein sechster Tag auf der Erde und er konnte bereits sein Köpfchen selbstständig heben.

Es sind nicht die Bilder geworden, die ich ursprünglich machen wollte, aber ich finde sie dennoch ziemlich genial. Eigentlich wollte ich genau das tun, was gute Neugeborenenfotografen machen, mit diesen Decken und Mützchen. Aber das Baby hatte andere Pläne und wollte nicht von Mamas Seite. Also musste ich umdenken und so wird der Kleine auf jedem Bild im Arm gehalten und berührt.

© Alicia Post

Ich möchte auf jeden Fall weiter Babys fotografieren. Spätestens im Januar habe ich das nächste Shooting und freue mich schon sehr. Ich werde dann anders vorgehen und nicht so viel denken. Ich möchte nicht jedes Detail planen, sondern mich vom Baby inspirieren lassen. Mir ist sehr wichtig, dass es sich wohlfühlt.

Dabei möchte ich ein so natürliches Shooting wie möglich machen. Diesen niedlichen Stirnbändern bei Mädchen werde ich jedoch nicht widerstehen können.

© Alicia Post© Alicia Post

An der Babyfotografie liebe ich die Art und Weise, wie die Eltern mit ihren Kleinen interagieren. Da ist so ein Glanz und ganz viel Liebe. Zudem mag ich die Reinheit von Neugeborenen. Sie geben nichts vor, sind einfach real und wahr immer im Moment, genau so wie sie fühlen.

Sehr schön war es auch, den Eltern ihre Fotos zu übergeben. Sie weinten und freuten sich wirklich sehr. Das war ein toller Moment.

© Alicia Post

Dieser Artikel wurde von Katja Kemnitz aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.


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3. Dezember 2013

04 Dec

Ein Beitrag von: Gabriele Kappes

© Gabriele Kappes


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The Old Guard – Bristlecone Pine Forest, California

03 Dec

The Old Guard  – Bristlecone Pine Forest, California

This is a still from a motion control time-lapse sequence taken during the Fall of this year. While ancient Bristlecone Pine trees are old they look young compared to the stars up above. I was particularly fond of the juxtaposition of the two subjects and I’m eager to see how my lengthy time-lapse sequence comes out.

If the stars should appear but one night every thousand years how man would marvel and stare.

– Ralph Waldo Emerson

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

The Old Guard – Bristlecone Pine Forest, California

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3. Türchen: MOO

03 Dec

3. Türchen

Solltet Ihr irgendwann einmal eine Visitenkarte von einem unserer Redakteure bekommen, so wurde sie sehr wahrscheinlich bei MOO gedruckt. Umso mehr freuen wir uns, dass wir das junge Unternehmen aus London dieses Jahr für unseren Kalender gewinnen konnten.

MOO bietet nicht nur hochwertige Visitenkarten, sondern auch Sticker und Etiketten, Gruß- und Minikarten. Das Besondere bei MOO ist, dass man alles individuell und sehr einfach mit Hilfe des MOO-Designers selbst gestalten kann. Und fehlt einem die Zeit, selbst kreativ zu werden, dann gibt es viele schöne vorgefertigte Designs.

MOO

Will man für seine Visitenkarten eines seiner Fotos auf der Vorderseite und kann sich aber einfach nicht entscheiden welches, nimmt man einfach fünf verschiedene, ganz ohne Aufpreis. Man könnte bei einer Bestellung von 50 Visitenkarten sogar 50 verschiedene Motive wählen – der Preis bleibt derselbe.

Vergleicht man die Preise diverser Visitenkartenhersteller, unterbietet MOO sicherlich nicht alle anderen, aber die Qualität und der Service sind herausragend, wodurch sich jeder Cent mehr lohnt.

Moo

Der glückliche Gewinner unseres heutigen Türchens darf all das ganz ausgiebig testen, denn MOO hat einen Gutschein im Wert von 100 € bereitgestellt. Dafür bekommt Ihr nicht nur Visitenkarten, sondern könnt Euch einmal quer durch die ganze Produktpalette testen.

Um den Gutschein zu gewinnen, schreibe einen Kommentar unter bürgerlichem Namen und gültiger E-Mail-Adresse bis heute um 24 Uhr. Danach verlosen wir ihn per Zufallsgenerator unter allen Kommentatoren. Die genauen Gewinnspielregeln findest Du hier. Viel Glück!


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Geisterstädte in Rumäniens Ruhrpott

03 Dec

Ein Beitrag von: George Popescu

Die Schuldenbremse bringt das Ende des Bergbaus und die Bukarester Mittelschicht feiert ihren Sieg über die Barbarei. Wie lebt es sich heute im verarmten Schiltal und wie könnte eine nachhaltige Alternative zum Bergbau in der betroffenen Region aussehen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine geplante multimediale Webdokumentation, die zur Zeit Unterstützer auf der Crowdfunding-Plattform Krautreporter sucht. Es soll eine detailreiche und ambitionierte Dokumentation aus Bild-, Video-, Ton- und Text-Material entstehen, die mit interaktiven Elementen wie Karten unterstützt wird – auf Rumänisch und Deutsch.

Die Autoren, Osteuropa-Korrespondent Silviu Mihai und Fotojournalist George „Poqe“ Popescu, unterhalten sich im Folgenden über den Hintergrund und die Schwierigkeiten ihres Projektes „Rumäniens Ruhrpott“, das Ihr mitfinanzieren könnt.

© George Popescu

George: Silviu, Du wolltest schon immer zu den Bergarbeitern, woher kommt denn dieses Interesse?

Silviu: Das Projekt hat tatsächlich eine interessante Vorgeschichte. Zum ersten Mal war ich im Jahr 2010 bei den rumänischen Steinkohlebergarbeitern im Schiltal. Damals war der Plan, die letzten Minen zu schließen, noch nicht öffentlich. Doch die Wirtschaftskrise hatte in Rumänien mit voller Wucht zugeschlagen und es war klar, dass die damalige wirtschaftsliberale Regierung die Gelegenheit ausnutzt, um ihre neoliberale Agenda durchzusetzen.

Und im Schiltal wussten fast alle, dass sie die ersten Betroffenen sein werden, denn der staatliche Bergbau galt schon längst als „unheilbarer Patient“. Auch der Druck vom Internationalen Währungsfonds und von der EU-Kommission war groß. Und die Bukarester Eliten haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie die Bergarbeiter hassen.

© George Popescu

George: Haben Dich diese starken Gegensätze fasziniert?

Silviu: Ja, klar. Als ich dort vor Ort war, habe ich verstanden, dass es sich nicht nur um eine der üblichen Geschichten von Deindustrialisierung und Strukturwandel handelt, wie man sie überall in Europa – etwa im Ruhrgebiet schon vor 20 bis 30 Jahren – erlebt hat.

Nein, hier geht es um eine zentrale Machtelite, die eine ganze Region komplett aufgibt, teilweise aus wirtschaftlichen, vor allem aber aus politischen Gründen. Das Schiltal mit seinen Armen, seinen Slums, seinen Waldbeerensammlern passt nicht ins schöne Narrativ vom schnellen Fortschritt in Richtung Europa, das bei der Bukarester Mittelschicht so beliebt ist.

© George Popescu

George: Auch menschlich, nicht nur politisch, ist das Schiltal eine ganz andere Welt. Wenn man aus Bukarest kommt und an die hiesigen Verhältnissen gewöhnt – oder besser: von ihnen verwöhnt – ist, dann fühlt man sich im Schiltal wie vom Mond gelandet. Die Geografie und die sagenhafte rumänische Infrastruktur tragen zusätzlich zum Isolationsgefühl bei:

Egal, ob im Zug oder im Auto, muss man erst durch diese lange, wilde Schlucht in den Karpaten, durch viele Tunnel, bevor man sich endlich in diesem verarmten Reich der Steinkohle befindet. Und einmal dort angekommen, sehen diese industrielle Landschaft, aber auch die Städte ein bisschen wie in „Mad Max“ aus. Man erkennt auf den ersten Blick, dass die letzten Investitionen irgendwann in den 80er Jahren noch vor der Wende getätigt worden sind.

© George Popescu

Silviu: Stimmt, leider sehen auch die Hotels genau so aus. Man liegt auf diesen unbequemen, tollpatschig designten Betten und fragt sich, wie viele kleine, staubige KP-Funktionäre aus der tiefsten Provinz hier geschlafen haben müssen. Aber siehst Du, das ist eben wieder die Sicht aus Bukarest – oder aus Berlin.

George: Klar, aber auch die Menschen im Schiltal sind sich mittlerweile bewusst, dass ihre Region kaum Zukunft hat, dass sie den Kampf endgültig verloren haben. Fotografisch kann man das auf ihren Gesichtern lesen. Diese Sicht aus Bukarest und damit auch massive Schuldgefühle haben sie verinnerlicht.

Nach dem Motto: „Wir haben es versäumt, uns rasch zu modernisieren und zu europäisieren, wie es andere Teile Rumäniens getan haben. Wir sind immer noch die Rückständigen.“ Deshalb wäre es wichtig, uns für dieses Projekt genug Zeit zu nehmen, damit wir diese Einstellung konkret, im Alltag der Menschen beobachten können.

© George Popescu

Silviu: Eben deswegen wollen wir ja nächstes Mal wirklich länger bleiben. Das Problem ist, dass keine Redaktion in Deutschland einen drei- oder vierwöchigen Aufenthalt in der rumänischen Provinz finanziert, auch wenn die Kosten natürlich niedriger wären als die für einen ähnlichen Aufenthalt in einer deutschen Stadt.

George: Aber auch in Rumänien finanziert niemand so etwas. Das Schiltal interessiert niemanden in den Mainstream-Medien. Für die ist es ein längst geschlossenes Kapitel. Die Bergarbeiter und die ganzen anderen Menschen dort, die alle direkt oder indirekt vom Bergbau lebten, gelten als Verlierer der Transition.

© George Popescu

Silviu: Und die Verlierer der Transition sind uncool, weil sie von dem aberwitzigen Arbeitslosengeld nicht einmal ihre Heizungsrechnung bezahlen können. Weil sie sich nicht erlauben, in der Mall shoppen zu gehen oder sich bei H&M Klamotten „wie im Westen“ zu kaufen. Und weil sie im Bus nach Beelitz fahren, um dort den Spargel zu ernten, anstatt kurz mit German Wings nach Berlin zu fliegen, um dort Party zu machen.

George: Um einen längeren Aufenthalt zu finanzieren, brauchen wir also etwas anderes als die traditionellen Medien. Hinzu kommt, dass man in den traditionellen Medien so gut wie nie die Chance hat, mehr als fünf oder sechs Bilder auf drei oder vier Magazinseiten zu zeigen.

© George Popescu

Silviu: Genau. Wir haben uns für Krautreporter.de entschieden, weil wir davon ausgehen, dass das Projekt in Deutschland auf Interesse stoßen wird. Und die ersten Zeichen sind sehr gut, wir bekommen viele E-Mails. Letztlich gibt es nicht nur viele Ähnlichkeiten mit dem Ruhrpott, sondern es geht um die Ursachen der sogenannten Armutsmigration. Wir wollen uns das genauer anschauen: Wie fühlt es sich 1000 Meter unter Tage an? Wie wohnen die letzten Kumpel? Wie leben die Kinder?

George: Das sind alles wichtige Aspekte, die zumindest fotografisch einen längeren Atem brauchen. Wir müssen diese Menschen im Alltag begleiten. Und Du hast schon gesehen, wie kompliziert es war in der Mine, in Petrila.

Silviu: Ja, allein das Genehmigungsverfahren hat zwei Monate gedauert. Aus unerklärlichen Gründen stuft der rumänische Staat die Minen immer noch als „Objektive strategischer Bedeutung“ ein, obwohl er sie ja schließen will.

© George Popescu

George: Es war aber auch an sich eine einzigartige und abgefahrene Situation. Es ist sehr warm, sehr feucht dort unten und stockdunkel. Blitze oder Lichter darf man wegen der Explosionsgefahr nicht verwenden. Die Methankonzentration in der Luft ist sehr hoch. Man muss mit den Helmlampen klarkommen – nächstes Mal müssen wir viel mehr davon mitnehmen.

Silviu: Auf jeden Fall. Aber zunächst müssen wir hoffen, dass wir die Finanzierung zusammenbekommen.

Wenn Ihr jetzt neugierig geworden seid, empfehlen wir Euch sehr den Klick rüber zur Crowdfunding-Kampagne für „Rumäniens Ruhrpott“ auf Krautreporter. Noch bis Anfang Januar sammeln George und Silviu dort Spenden, die auch mit interessanten Prämien wie einem Brocken Steinkohle oder der Original-Arbeitskleidung der Kumpel aus dem Schiltal (natürlich in Eurer Größe) belohnt werden.


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2. Dezember 2013

02 Dec

Ein Beitrag von: Markus Goller

Untitled © Markus Goller


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Cyber Monday All Day Flash Sales

02 Dec

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2. Türchen: Photonews

02 Dec

2. Türchen

1989 kam die erste Ausgabe der Photonews – Zeitung für Fotografie auf den Markt. Bereits damals mit ihrem bestechend zeitlosen Design und ungewöhnlich großem Format, das sich bis heute kaum verändert hat.

Ein Grund, warum sich die Zeitung trotz großer Konkurrenz im Printbereich gehalten hat, ist die Leidenschaft der Herausgeber, die man lesen kann und dass sie sich nie den technik- und werbelastigen Magazinen angepasst hat.

Sie zeigt Portfolios, Interviews, Buchrezensionen, Ausstellungsbesprechungen, Essays und vieles mehr. Auf den letzten Seiten finden sich auch ein schwarzes Brett sowie ein Ausstellungskalender und Hinweise zu aktuellen Stipendien und Wettbewerben.

Photonews

Auch immer einen Blick wert ist das Photonews Blogbuch, auf dem vorrangig Fotobücher rezensiert werden.

Erhältlich ist die Zeitung in Fach- und Bahnhofsbuchhandlungen, in Museen und Galerien und in ausgewählten Kiosken für nur 3 € sowie direkt im Jahres-Abonnement, von denen wir heute zwei verlosen dürfen. Die Abos von Photonews enden nach einem Jahr natürlich automatisch und ihr geratet in keine Abofalle.

Wer kein Glück bei unserem Gewinnspiel hat, kann sich das Abo, das 10 Ausgaben im Jahr umfasst, für 30 € bestellen.

Um eines der beiden Jahres-Abos zu gewinnen, schreibe einen Kommentar unter bürgerlichem Namen und gültiger E-Mail-Adresse bis heute um 24 Uhr. Danach verlosen wir sie per Zufallsgenerator unter allen Kommentatoren. Die genauen Gewinnspielregeln findest Du hier. Viel Glück!


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Was für mich wichtig ist

02 Dec

Ein Beitrag von: Mike Peters

Die Fotografie hat mein Leben gerettet, als ich noch ein Teenager war. Sie gab mir etwas, in das ich eintauchen konnte und eine Rechtfertigung dafür, draußen in der Welt zu sein. Herumzugucken, zu glotzen und schließlich Menschen zu treffen. Über mich selbst etwas zu lernen.

Die Fotografie gab mir außerdem eine Stimme in einer Zeit, in der ich keine Stimme hatte. Sie war ein Mittel, um zu zeigen, wie ich die Welt sah. Und mit meinen Gefühlen verbunden zu sein, die ich dann in den Aufnahmen ausdrückte.

Ich fühlte mich allein, einsam und hatte kein Selbstvertrauen. Das Fotografieren war für mich dann sowohl Flucht als auch Rettung.

woman reading 1978 © Mike Peters

In der Hochschul-Bibliothek brütete ich über Fotomagazinen und las alles Mögliche von Kameras, über Objektive bis hin zu allen möglichen Techniken. Über die Fotografien selbst wurde nur wenig geschrieben und über die Beweggründe der Fotografen auch nicht. Es ging nur um Grundlagen und Kleinkram.

Dann fand ich die Arbeiten von Robert Frank, W. Eugene Smit, Henri Cartier-Bresson, Walker Evans, Robert Cape, Brassaï, McCullin, Andre Kertesz, Diane Arbus, Richard Avedon, Dorothea Lange und vielen anderen, die zu meiner Inspiration wurden.

Ich wusste nicht, was ihre Arbeit so gut machte, aber ich wusste, dass das, was ich beim Anblick der Bilder fühlte, mehr war als nur visuelle Freude. Es war tiefer und komplexer.

Wenn ich daran zurückdenke, waren alle Bilder, die für mich in den frühen Jahren wichtig waren, schwarzweiß. Jahrelang habe ich persönliche Projekte mit 35mm-Schwarzweißfilm durchgeführt, aber wenn ich mir diese nun ansehe, fühlen sich die meisten trivial an. Denn alle meine Arbeiten, die ernstzunehmen sind, sind in Farbe entstanden.

2 women NYC 1988 © Mike Peters

Ich bin mir nicht wirklich sicher, was ich daraus schließen soll, aber mir ist klar, dass ich vielleicht zu verkrampft versuchte, „wichtige“ Fotos zu machen, anstatt mehr Zeit in meine eigenen Interessen zu investieren und meinem Herz zu folgen.

Was ich damals noch nicht wusste: Ich musste mehr erleben, um zu herauszufinden, was für mich wichtig ist. Um eine eigene Meinung über die Welt zu haben und eine große Leidenschaft zu spüren, bevor ich jemals ein Foto mit Inhalt machen könnte.

Ich war zu sehr in die Fotografie verliebt, um ein guter Fotograf zu sein. Ich musste lernen, das Leben selbst mehr zu lieben.

Im College hatte ich gelernt, wie man eine 4×5-Großformatkamera benutzt. Mir gefiel die Schlichtheit des Prozesses und der schöne Anblick des Einstellbildes. Zusätzlich wurde mir klar, dass es eine besondere Herausforderung war, Menschen damit zu fotografieren. Denn ich war gezwungen, sehr genau zu planen, wen und was ich im Bild haben wollte.

4 kids Kearny 1984 © Mike Peters

Zuerst musste ich meine Furcht überwinden, Menschen zu fragen, ob ich ein Bild von ihnen machen dürfe. Weil es eine zeitlang dauerte, bis ich soweit war, konnten die Leute sich entspannen (ich auch) und schließlich setzten sie sich der Kamera aus.

Ich habe viele Jahre damit verbracht, die Straßen meiner Heimatstadt mit der Großformatkamera auf der Schulter abzulaufen. Ich traf Leute und fragte sie, ob ich sie fotografieren dürfe. Jedes mal war es fürchterlich für mich, Leute so anzusprechen, obwohl die Kamera selbst genügend Anlass zum Gespräch gab.

Die Signifikanz dieser frühen Aufnahmen ragt weit in mein Leben hinein und dennoch brauchte ich viele Jahre, um die Lehren zu verstehen, die sie mir vermitteln sollten.

Bis 2001 machte ich Portraits von Menschen mit der Großformatkamera. Doch dann interessierte ich mich mehr für eine spontanere Art und Weise, zu fotografieren. Außerdem fand ich die überzeugende Einfachheit des quadratischen Formates zunehmend spannend.

September 11, 2011, NYC © Mike Peters

2002 wechselte ich dann zu 6×6-Filmkameras und begann, ungestellte Bilder von Menschen auf der Straße zu machen.

Das Quadrat hat mich kompositorisch befreit. Ich bin sehr vertraut mit seinen Begrenzungen und mag die Herausforderung, das Bild passend zu komponieren. Weil ich mich nicht mehr entscheiden muss, ob ich quer- oder hochformatig fotografiere, kann ich mich einfach auf das konzentrieren, was vor mir ist und wohin ich mich stellen muss.

So zu fotografieren ist für mich sehr intuitiv und das Quadrat sehr bequem. Es unterscheidet auch meine persönliche Arbeit von der, die ich für Kunden mache: Die ist stets rechteckig. Wenn ich heute das Quadrat sehe, muss beim Fotografieren das Bild nur mir gefallen.

Durch diesen Übergang von 4×5 zum Quadrat begann ich, meine frühen Fotografien neu zu studieren. Bald konnte ich verstehen, warum und was diese Aufnahmen in mir zum Schwingen brachten.

Pursuit of Happiness Coney Island NYC © Mike Peters

Ich machte ganz bewusste Entscheidungen betreffend der Menschen, die ich fotografierte und begann, zu sehen, dass jede Person etwas ganz Besonderes hatte, das mich ansprach. Sei dies ein Gesichtsausdruck oder ihre Körpersprache.

Von da an konnte ich meine Bilder weiter studieren und dieselben Verbindungen herstellen. Endlich hatte ich meine Stimme gefunden!

Pursuit of Happiness Coney Island NYC © Mike Peters

In diesem Jahr, 2013, habe ich damit angefangen, digital im Quadrat zu fotografieren, um meine Zeit produktiver zu nutzen. Ich bin mittlerweile soweit, dass das Equipment, das ich benutze viel unwichtiger ist als das Bild selbst. Technik und Gadgets sind nur insofern wichtig, als dass sie das Bild liefern, ansonsten sind sie nebensächlich.

Wenn ich mich jetzt in der Welt bewege, kann ich mich selbst in den Gesichtern der anderen erkennen, sie von der Masse unterscheiden und schnell einen Kontakt herstellen. Wenn auch nur für den Bruchteil einer Sekunde.

Meine Bilder repräsentieren meine Suche nach universellen Wahrheiten des Lebens – im Gesicht der anderen. Meine Fotografien sind der Versuch, zu zeigen, dass ich hier war und sie bestätigen, dass die Fotografierten auch da waren. Alles, was ich anbieten kann, ist meine Perspektive.

Ich möchte einen Beweis hinterlassen, dass wir existiert haben. An diesem Ort, zu dieser Zeit. Meine einzige Hoffnung ist, dass meine Aufnahmen in den Herzen und Gedanken anderer etwas bewegen.

July 4th Parade, Ridgefilend Park, NJ © Mike Peters

Im Jahrzehnt nach den Anschlägen in New York City am 11. September 2001, die ich von ein paar Meilen entfernt sah, versuchte ich, meine Gefühle über das, was ich gesehen hatte, zu sortieren. Ich schaute in die Gesichter der Menschen um mich herum und fotografierte, was ich in dieser Zeit des Übergangs und Aufruhrs sah und fühlte. Diese Arbeit trägt den Namen „The Dream“.

Ich habe mich immer gefragt, was aus dem amerikanischen Traum geworden ist – dass man mit harter Arbeit alles erreichen kann. Ist das überhaupt realistisch und verfolgenswert? Ist der amerikanische Traum heute immer noch stimmig oder müssen wir unsere Erwartungen ändern?

Was ich weiß, ist, dass das Leben für viele Menschen, die ich täglich treffe sehr viel härter geworden ist. Und dennoch ist da die Hoffnung, dass die Dinge sich ändern werden. Auch ein Verständnis dafür, dass egal, wie hart es wird, wir uns glücklich schätzen dürfen, hier zu leben.

Seit 2011 arbeite ich an einem weiteren Projekt über eine Gegend in Manhattan, die der „Meatpacking District“ genannt wird. Früher was es dort dreckig, es stank und sah nachts und an Wochenenden total desolat aus. Der optimale Ort für eine wachsende Straßenprostitution und Bars zum Abstürzen.

Meatpacking District, NYC © Mike Peters

Heute ist der Ort viel moderner geworden. High-End-Geschäfte, Restaurants und Clubs haben Schotter und Ruß durch Glanz und Glitzer ersetzt. Menschen aus aller Welt strömen in die Gegend, um eine gute Zeit zu haben.

Für dieses Projekt fotografiere ich nachts mit einem Blitz. Ich halte Menschen an, die ich interessant finde und frage, ob ich ein Bild machen darf. Ich ihren Gesichtern erkenne ich denselben verzweifelten Drang, Spaß zu haben, wie ich ihn als junger Mann hatte.

Meatpacking District, NYC © Mike Peters

In den (geplanten) Unterhaltungen kann ich meistens Momente der Spontanität und Individualität entdecken. In diesen Sekunden, in denen ich wieder in Kontakt mit meinem Subjekt bin, wenn ich den Menschen meine Aufmerksamkeit für ihr Dasein gebe, teilen sie ihre kostbare Zeit mit mir und öffnen sich für den Prozess, von mir und Euch, den Betrachtern, gesehen zu werden.

Wie immer bin ich dankbar für die Menschen, die ich fotografiere, denn sie sind es, die mir eine Art Bestimmung geben, wenn ich einen kleinen Teil ihrer Geschichte erzähle. Und langsam aber sicher meine eigene herausfinde.

Meatpacking District, NYC © Mike Peters

Die Fotografie hört nicht auf, mein Leben zu retten, hält mich jeden Tag in Kontakt mit Menschen, draußen in der Welt und ernährt mich. Ich bin dankbar für all die Gaben, die die Fotografie mir und meiner Familie gebracht hat. Ich bin in der Tat ein glücklicher Mensch.

Dieser Artikel wurde von Martin Gommel aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.


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browserFruits Dezember, Ausgabe 1

02 Dec

Seid Ihr schon aufgeregt? Um die Mittagszeit startet heute unser Adventskalender und Ihr dürft das erste Türchen öffnen. Wir hoffen, Ihr habt dabei auch in diesem Jahr wieder viel Spaß. Und noch einmal sei angemerkt: Wir veröffentlichen trotz der Verlosungen im Kalender jeden Tag einen Artikel, ganz so wie Ihr es von uns gewohnt seid.

 

Fotospecial: Sommersprossen

Flickr

500px

 

Deutschsprachig

• AFP und Getty Images müssen einem Fotografen 1,2 Millionen Dollar zahlen. Eine Rekordsumme für die Verletzung des Urheberrechts.

• Großartige Polaroid-Collagen von Prominenten macht Maurizio Galimberti schon 30 Jahre lang.

• Saul Leiter verstarb am 26. November im Alter von 90 Jahren. Das Monopol Magazin berichtet über den Pionier der künstlerischen Farbfotografie.

• „Selfie“ ist zum englischen Wort des Jahres gekürt worden. Wir finden das Wort… ja… ach… lassen wir das.

• Post-Mortem-Fotografie gibt es auch heute noch. Keine Angst, hinter diesem Link verbergen sich keine schlimmen Bilder, aber eine Erklärung. Warum ein Bild helfen kann, sich den Verlust zu vergegenwärtigen und mit ihm umzugehen.

 

International

• Beeindruckende Makeup-Arbeiten verwandeln diese Modelle in Kunstwerke.

• Alexey und Julia erklären auf 500px an Hand vieler Beispielbilder wie eines ihrer Portraits entstand.

• Die besten fünf Fotobücher 2013 sind laut Washington Post diese hier.

• Was wäre, wenn bekannte Bilder in Wahrheit Selbstportraits sind? Wie sie dann aussehen würden, seht Ihr hier.

• My Modern Met zeigt Schwarzweiß-Fotos des ungarischen Fotografen Paul Almásy, der mehrere Dekaden lang das Leben in Paris festhielt.

• Sheryl Derrick hat auf einer Pinterest-Pinnwand von sogenannten „Hidden mother Victorian photos“ gesammelt. Die antiken Bilder zeigen, wie früher Baby- und Kinderbilder gemacht wurden: Die Mutter hält ihre Sprösslinge fest, ist aber selbst z.B. unter einer Decke versteckt.

• Bilder auf Tassen und T-Shirts sind Euch zu langweilig? Dann druckt sie doch auf Marshmallows.

• Steal My Photograph! ist eine Aktion von Fotograf Lukas Renland, die dazu aufruft, seine Bilder von der Wand zu „klauen“.

• Portraits von nassen Hunden.

 

Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

buchtipps

• „Die Kunst der Unterwasserfotografie*: Wunderwelten des Meeres perfekt aufs Foto gebracht“ von Tobias Friedrich ist ein Ratgeber für alle, die sich beim Fotografieren gern nass machen. Tipps und Tricks, angefangen bei der notwendigen Technik über die Bildgestaltung bis hin zur finalen Bildbearbeitung finden sich im Buch. Erschienen ist es beim dpunkt.Verlag und kostet 34,90 €.

• „Tanz durchs Leben“* zeigt beeindruckende Aufnahmen von Tänzern mitten im alltäglichen Leben. Bei vielen Bildern kommt man aus dem Staunen nicht heraus, vor allem mit dem Wissen, dass es sich dabei nicht um Tricks in Photoshop handelt. Das Buch erscheint Anfang Dezember und wird dann 19,99 € kosten.

 

Wettbewerbe

• „Glanzlichter der Naturfotofotografie 2014“ sucht noch bis zum 15. Januar die schönsten Bilder in den Katgegorien Landschaften, Pflanzen, Kunst in der Natur, Vögel, Säugetiere, andere Tierarten außer Vögel und Säugetiere, lustige Tieraufnahmen und Landschaftsbilder von Schluchten.

 

Videos

Hans Friedrich hat Berlin mit einer Drohne von oben gefilmt. Herausgekommen ist dieser kleine Film, der unser Berlin-Herz höher schlagen lässt.

 

Ausstellungen

Chema Madoz
Zeit: 19. September – 11. Dezember 2013
Eröffnung: 18. September 2013 – 19:00
Ort: Photo Edition Berlin – Galerie und Verlag für Fotografie, Ystaderstr. 14a
Link

Scheitern – So many ways to fail
Zeit: 22. November 2013 – 18. Januar 2014
Ort: Galerie Wagner + Partner, Strausberger Platz 8, 10243 Berlin
Link

Europäischer Architekturfotografie-Preis 2013
Zeit: 28. November 2013 – 31. Januar 2014
Ort: vhs-photogalerie, Rotebühlplatz 28, 70173 Stuttgart
Link

Nils Jorgensen – Hidden Frames
Zeit: 26. November 2013 – 4. Januar 2014
Ort: EIGENSINNIG – Schauraum für Mode und Fotografie, Sankt-Ulrichs-Platz 4, 1070 Wien
Link

JAMES WELLING – Autograph
Zeit: 30. November 2013 – 16. Februar 2014
Ort: Fotomuseum Winterthur, Grüzenstrasse 44 + 45
Link

Mehr aktuelle Ausstellungen

 

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