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Archive for the ‘Equipment’ Category

12. Türchen: Fujifilm

12 Dec

Zwölftes Türchen

Aus dem Hause Fujifilm kommt nicht nur eine sehr schicke Kamera, sondern auch eine, die viel Spaß macht: Die Sofortbildkamera Instax Mini 90 Neo Classic. Uns begeistert sie vor allem, weil sie sehr viele Möglichkeiten bietet und viel mehr ist als das vermeintliche Spielzeug.

Die beiden Funktionen Langzeitbelichtung und Doppelbelichtung allen voran: Aufnahmen von zehn Sekunden sind möglich mit dem Bulb-Modus. Dank des vorhandenen Stativgewindes ist die Gefahr, dabei zu verwackeln auch gebannt, indem man also ein Stativ dranschraubt und so lässt die Kamera viel Raum für Experimente.

Instax Mini 90 Neo ClassicInstax Mini 90 Neo Classic

Für einfache Aufnahmen gibt es auch die gängigen Modi wie Landschaft, Makro, Kinder (für sich schnell bewegende Objekte) und Party. Die Helligkeit kann individuell geregelt werden. Und wenn es doch einmal zu dunkel ist, hat sie einen eingebauten Blitz.

Die Sofortbilder haben mit den Außenabmessungen von 54 x 86 mm und einem Bildfeld von 46 x 62 mm etwas kleinere Maße als die typischen Polaroids. Dafür sind sie um einiges günstiger. Einen Zweierpack der Instax Minifilme mit je zehn Bildern gibt es für knapp 13 Euro. So kostet ein Sofortbild nur 65 Cent.

Instax Mini 90 Neo Classic. Beispielfoto.Instax Mini 90 Neo Classic. Beispielfoto.

Die Haptik überzeugt, denn es handelt sich nicht um einfache Ausdrucke, sondern um richtige Sofortbilder. Auch die Optik der Bilder hat einen analogen Charme, der nicht aufgesetzt wirkt. Die Instax Mini 90 Neo Classic hat einen Verkaufspreis von 149 €.

Um die Kamera zu gewinnen, schreibe einen Kommentar unter bürgerlichem Namen und gültiger E-Mail-Adresse bis heute um 24 Uhr. Danach verlosen wir sie per Zufallsgenerator unter allen Kommentatoren. Die genauen Gewinnspielregeln findest Du hier. Viel Glück!


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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12. Dezember 2013

12 Dec

Ein Beitrag von: Daniel Book

The Chimp © Daniel Book


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Gläserne Schönheit

12 Dec

Was ist modern? Was ist alt? Wie entsteht Fotografie, die zeitlos wird? Zu den Arbeiten des französischen Fotografen Eric Antoine lassen sich Fragen nach dem Wesen der Fotografie, der Malerei und der Kunst überhaupt stellen. Es sind Bilder, an denen man nicht einfach vorbeigehen kann, ohne von ihnen berührt zu werden.

In der Vergangenheit hat der 39-jährige Franzose schon mit verschiedensten Formaten und Prozessen gearbeitet: „Ich habe viel mit Entwicklungs- und Druckverfahren sowie alternativen und alten Prozessen experimentiert. Ich habe viele verschiedene Formate benutzt und hatte immer eine Vorliebe für meine einfache Nikon FM2 und meine Hasselblad 500c/m.“

Untitled © Eric Antoine

Die Entscheidung für die Kollodium-Nassplatten-Fotografie als künstlerisches Verfahren in seiner aktuellen Serie „Ensemble seul“ hat dabei verschiedene Gründe:

Das Kollodium-Nassplatten-Verfahren ermöglicht mir sehr präzise und vollkommende Fotos. Ich mag die Dinge, die meine Fotos werden: Ich mag das Glas (ich mache sie prinzipiell auf Glas), ich mag es, auf niemanden angewiesen zu sein und alle Schritte meiner Fotografie selbst ausführen zu können, ich mag ihre Bildmaße, die Präsenz des Silbers und seine Brillianz, ich mag diese Verbindung zwischen Malerei und Fotografie, die sonst nirgendwo so eng ist.

Die Existenz in diesem Zwischenraum zwischen Fotografie und Malerei erkennt man in seinen Bildern und seinen Motiven. Es sind klassische, zeitlose Bilder, die Eric mit dieser Technik macht. Er benutzt sie nicht, um Motive aufzuwerten, sondern weil er davon überzeugt ist, dass die Bilder das Verfahren für ihren ureigenen Charakter brauchen.

Untitled © Eric Antoine

Dieser Charakter ist für Eric, der in einem Haus mitten in der Natur lebt, auch ein bisschen ein Statement, ein Widerstand gegen die digitale Welt, in der wir mit Smartphoneknipsbildern überschwemmt werden:

Ich fotografie das Einfache mit einem komplexen Prozess. Ich mache sehr wenige Bilder in einer Zeit, in der wir mit Bildern geradezu bulimisch umgehen – mich amüsieren diese Kontraste und davon gibt es sehr viele.

Diese Vorgehensweise ist allerdings nicht regressiv für Eric, ganz im Gegenteil sieht er sich selbst trotz der alten Technik als zeitgenössischen Fotografen:

Die Falle, in die man bei dieser antiken Technik tappen kann, besteht darin, in eine – meist unbeholfene – Reproduktion abzudriften, so dass man mit dem natürlichen Aufeinanderprallen unterschiedlicher Welten arbeitet, das dadurch entsteht, dass man ein modernes Objekt mit einer antiken Technik bearbeitet wird

Auch die Rückkehr zu einer langsamen Form der Fotografie als Gegenentwurf zur schnellen Digitalfotografie muss man modern nennen, bezieht sie sich doch direkt auf Ereignisse der Gegenwart. Er legt auf diesen Punkt wert – als Retro-Fotograf und Verwender der Technik um ihrer selbst Willen möchte er sich auf keinen Fall eingeordnet wissen. Er benutzt durchaus auch digitale Technik, sobald sie ihm als das richtige Medium für eine Serie erscheint.

Untitled © Eric Antoine

Betrachtet man Eric Antoines Bilder der Serie „Ensemble seul“, so versteht man nach und nach, aus welcher Richtung er kommt. Es ist keine Sehnsucht nach der Vergangenheit, die seine Arbeit antreibt, es handelt sich viel mehr um die klassische Sehnsucht des Künstlers nach dem Unvergänglichen, nach der Ewigkeit. Eric Antoines Bilder sind auf eine sehr erschreckend-berührende Weise zeitlos.

Der Charakter seiner Fotografien hat auch damit zu tun, sehr sorgfältig zu arbeiten, seine Werkzeuge gut zu kennen und ehrlich zu sein. Die disziplinierte Arbeitsethik, die dahinter steht, wirkt dabei in der heutigen Zeit perfektionistisch:

Ich bin für ein extremenes und methodisches Lernen der Technik, die maximale Kontrolle von letzterem (man wird nie alles kontrollieren können) und ihrer konsistenten Anwendung. Ich bin Anhänger einer ehrlichen Fotografie, einfach und nicht aufsehenerregend.

Untitled © Eric Antoine

Vielleicht ist es gerade das Einfache, nicht Aufsehenerregende, kombiniert mit einer präzisen Umsetzung, die Eric Antoines Bilder so außergewöhnlich erscheinen lässt. Zu seinen fotografischen Themen erzählt er mir, dass er einfach die Welt zeigen will und wahrscheinlich ist es das, was echte Kunst oft ausmacht:

Die Poesie liegt bei dieser Herangehensweise nicht darin, dass man politische, moderne, surreale oder außergewöhnliche Themen findet, sondern darin, dass man präzise und mit einem guten Auge für das Detail gewöhnliche Dinge arrangiert. „Die Themen sind die Zerbrechlichkeit des Lebens, die Abwesenheit, die Reue und schlussendlich die Flüchtigkeit der Zeit“, sagt er.

Wenn auf einem der Bilder von Eric Antoine, die er nach allen Regeln des Verfahrens sorgsam hergestellt hat, ein klassischer Akt auf einem Sofa gezeigt wird, der an Malerei erinnert, dann ist das auf eine Weise schmerzhaft schön, die nicht nur daran erinnert, dass Bilder ihre Zeit brauchen, sondern auch die Schönheit des Lebens an sich abbildet.

Es ist modern und uralt gleichzeitig – eben zeitlos.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Tide

12 Dec

Ein Beitrag von: Antony Sojka

Die Idee für meine Arbeit war, anhand von Bildern eine Geschichte über Menschen zu erzählen, die abseits der Norm leben. Dabei war es mir wichtig, einen für so eine Geschichte geeigneten Ort in Deutschland zu finden.

Bei meiner Recherche stieß ich auf die Halligen. Ich merkte sehr schnell, dass es zwar viele Fotos von diesem Ort gibt, sich in den letzten Jahrzehnten jedoch niemand mit den Bewohnern fotografisch auseinandergesetzt hatte.

Eine wunderbare Arbeit über diesen Ort stammt von Albert Renger-Patzsch. Die Veröffentlichung liegt allerdings schon sehr lange zurück (Die Halligen, Albertus-Verlag, Berlin, 1927). Also dachte ich, es wäre an der Zeit, das Thema einmal neu aufzugreifen.

Tide © Antony Sojka

Tide © Antony Sojka

Meine ersten Reisen zu den Halligen waren nicht sehr erfolgreich. Häufig musste ich mir von den Bewohnern anhören, sie hätten keine Lust, sich fotografieren zu lassen. Weniger des Fotografierens wegen, sondern viel mehr, weil sie in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen, zumeist mit Filmteams, gemacht hätten.

Trotzdem blieb ich dran, bin sehr oft zurückgekehrt und habe immer das Gespräch gesucht. Irgendwann merkte ich, dass das Fotografieren für mich zweitrangig geworden war.

Viel mehr mochte ich es, den Geschichten der Menschen dort zuzuhören, zu sehen wie sie leben, wie ihr Alltag strukturiert ist. Die Fotografien entstanden dann fast nebenbei.

Tide © Antony Sojka

Tide © Antony Sojka

Auch die Landschaft war sehr wichtig für meine Arbeit. Da man aber nicht besonders viel Spielraum für die Komposition hat, wenn das Land flach ist, kam ich auf die Idee, ebenso flache Bilder zu machen.

Ich stellte die Kamera senkrecht zum Boden und fotografierte Strukturen. Vor allem solche Stellen, an denen sich Wasser und Erde trafen. Es ist faszinierend, was man alles entdeckt, wenn man mal etwas genauer auf den Boden schaut, auf dem man sonst bloß läuft.

Tide © Antony Sojka

Tide © Antony Sojka

Das Schwierigste war, fand ich, während der Arbeit nicht dem Kitsch zu verfallen. Ich habe es bewusst vermieden, die dort lebende Tierwelt zu fotografieren, weil ich sie für die Geschichte nicht interessant fand.

Irgendwann ging ich aber einen Kompromiss ein, das Thema der Tierwelt kurz aufzugreifen, als ich vor einem Haus auf einen umherkreisenden Schwarm von Brutgänsen traf.

Tide © Antony Sojka

Des Öfteren wurde ich schon gefragt, wie es mir gelungen sei, so nah an den Schwarm heranzukommen. Ich habe mich sehr vorsichtig angenähert und hatte bei jedem Schritt die Kamera für den Fall der Fälle fertig positioniert. Nach über drei Stunden langsamen Annäherns habe ich drei Bilder schießen können, bevor alles vorbei war.

Die Arbeit habe ich mit der Mittelformat-Kamera Hasselblad 501 C/M auf Kodak Portra Farbnegativfilm fotografiert. Auch, wenn die Bilder die Abschlussarbeit meines Fotostudiums sind, ist das Projekt für mich persönlich noch nicht abgeschlossen. Ich habe mich entschlossen, im nächsten Jahr weiter daran zu arbeiten.

Tide © Antony Sojka

Tide © Antony Sojka

Es gibt so viele tolle Menschen dort, die meine Freunde wurden und die ich unbedingt noch fotografieren möchte. Zudem will ich gern die Entwicklung der Halligen weiterverfolgen.


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11. Dezember 2013

12 Dec

Ein Beitrag von: Rolland Andras Flinta

Rolland Andras Finta


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11. Türchen: Robert Herrmann

11 Dec

11. Türchen

Wie auch im letzten Jahr haben wir uns in der Redaktion von kwerfeldein selbst umgehört, ob nicht jemand etwas Persönliches in eines unserer Kalendertürchen legen möchte. Immerhin machen wir selbst auch Fotos und daraus wiederum Bücher, Abzüge und andere schöne Dinge.

Im letzten Jahr hat Euch unsere Redakteurin Marit das Heft „monotony“ von Robert vorgestellt, das er ihr in einer schummerigen Lokalität über den Tisch schob. Und richtig, drei Exemplare dieses Heftes von Redakteur Robert Herrmann liegen unter anderem nun in diesem Türchen für Euch bereit.

monotony © Robert Herrmann

monotony

Seiten: 24
Abbildungen: 17 Schwarzweißfotografien
Sprache: Englisch
Druck: Digitaldruck
Softcover
Auflage: 50 Stück
Jedes Exemplar ist nummeriert und handsigniert

Aber das ist nicht alles!

Hinzu gesellen sich noch fünf Exemplare seines weiteren Büchleins „Der Atem der Straße“, erschienen anlässlich der gleichnamigen Ausstellung in der Fotogalerie Friedrichshain im Jahr 2011.


Ebenfalls auf 50 Stück limitiert, kann eines davon nun Euch gehören. Bestückt mit Gedichten und wunderbaren Straßenaufnahmen aus Tibet, Vietnam, Deutschland, China, Italien, Dänemark und dem Baltikum, die, als sie unser Herausgeber Martin Gommel wiederum das erste Mal sah, mit einem „Ohhhh“ und „Ahhhh“ quittiert wurden.

Der Fokus liegt hier auf den Bewohnern der uns fremden und bekannten Städte. 48 Abbildungen beleuchten die Stille und Hektik verschiedener Metropolen und lassen uns für einen Moment daran teilhaben, als wären wir selbst auf Reisen.

Um eines der acht Hefte zu gewinnen, schreibe einen Kommentar mit Deinem Wunschgewinn unter bürgerlichem Namen und gültiger E-Mail-Adresse bis heute um 24 Uhr. Danach verlosen wir sie per Zufallsgenerator unter allen Kommentatoren. Die genauen Gewinnspielregeln findest Du hier. Viel Glück!


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10. Türchen: Photodil

11 Dec

10. Türchen

Manchmal sitzt man ewig vor einem Bild und weiß einfach nicht, wie man es bearbeiten soll. Es reichen oft ganz kleine Ideen, die dem Bild dann das gewisse Etwas geben. Unsere Redakteurin Laura Zalenga ist eine Meisterin der Bildbearbeitung und kennt die kleinen, aber auch die ganz großen Tricks.

Zusammen mit zwei Freunden betreibt sie die Seite Photodil, auf der sie online Bildbearbeitung anbietet. Schickt man ihr ein Foto, bekommt man es bearbeitet zurück. Natürlich kann man auch noch auswählen, was gemacht werden soll. Und wenn man das nicht genau weiß, dann klickt man einfach auf „Schön machen“ und lässt sich überraschen.

Photodil

Der Clou dabei ist, dass man nur bezahlt, wenn man wirklich zufrieden mit dem Ergebnis ist. Aber wir sind sicher, wenn Euch die Vorher-Nachher-Bilder auf Photodil gefallen, werdet Ihr mit der Bearbeitung glücklich sein.

Das Angebot reicht von einfacher Farbkorrektur und Nachschärfen über Hautretusche und Vintagestil bis hin zum Freistellen von Objekten. Im Vorhinein könnt Ihr auch noch festlegen, ob die Bearbeitung natürlich leicht oder perfektionistisch künstlerisch werden soll. Nach nur ein bis zwei Tagen erhaltet Ihr dann eine E-Mail mit dem Vorschaubild.

© Laura Zalenga

© Laura Zalenga

In diesem Kalendertürchen liegen ganze fünf Gutscheine für je eine Bildbearbeitung Eurer Wahl!

Um einen der fünf Gutscheine zu gewinnen, schreibe einen Kommentar unter bürgerlichem Namen und gültiger E-Mail-Adresse bis heute um 24 Uhr. Danach verlosen wir sie per Zufallsgenerator unter allen Kommentatoren. Die genauen Gewinnspielregeln findest Du hier. Viel Glück!


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10. Dezember 2013

11 Dec

Ein Beitrag von: Herr Olsen

Vogel, Wald, Abflug, Herbst


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Im Gespräch mit Resa Rot

10 Dec

Ein Beitrag von: Resa Rot

Hallo Resa. Danke, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst. Erzähl doch erst einmal ein bisschen was über Dich: Wer bist Du, was machst Du?

Der Klassiker, der so schwer zu beantworten ist, da etwas von sich zu erzählen ganze Bücher füllen könnte, fänge man es ernsthaft an. Nun aber in kurz, mit den Eckdaten: Resa Rot, 34 Jahre alt, aus Leipzig, Fotografin, Mensch, Frau.

Die Fotografie war eigentlich nie ein großes Thema für mich, denn ich habe immer Musik gemacht (Violine und Gesang) und das war mir das Wichtigste. Erst im Frühjahr 2011 begann ich mit der Menschenfotografie.

© Resa Rot© Resa Rot

Wie kam’s dazu? Gab’s ein besonderes Erlebnis oder wie bist Du zur Fotografie gekommen?

Die Fotografie hat mich nur am Rand begleitet. Ich hatte eine analoge Spiegelreflexkamera und habe damit ab und zu fotografiert, aber ohne Thema und ohne eine Motivation, die über das bloße Dokumentieren meines aktuellen Lebens hinausgegangen wäre. Warum sich das dann so massiv geändert hat, liegt wohl an mir selbst und einem Entschluss, den ich 2011 fasste.

Ich war in den Jahren zuvor immer mehr zur Einzelgängerin mutiert, soziale Kontakte fielen mir schwer und ich mied sie, wo ich nur konnte. Die Fotografie war da eine Art Selbsttherapie, die ich mir verordnete und so ist es noch heute. Sich mit Menschen verabreden, die man in den meisten Fällen vorher noch nie gesehen hat und mit ihnen etwas zu kreieren, war und ist eine große Herausforderung.

Anfangs hatte ich vor jedem Termin Bauchschmerzen und das wortwörtlich. Und ich fragte mich mehr als einmal, ob das wirklich sein muss. Ob es nicht andere Wege gibt, wieder zu lernen, menschliche Kontakte auszuhalten. Aber dann hat mich die Leidenschaft für die Fotografie gepackt und nicht mehr losgelassen.

© Resa Rot

Wie bist Du auf die Idee gekommen, gerade mit der Fotografie und gerade mit Shootingverabredungen in dieser Form Deine Selbsttherapie anzugehen?

Ich hatte wie gesagt eine ganze Zeit lang immer Musik gemacht und zuletzt mein ganzes Herzblut in ein Singer-Songwriter-Projekt gesteckt. Bis zu dem Tag, an dem mein musikalischer Partner mir mitteilte, dass er in Kopenhagen leben und studieren würde. Ich fiel in ein ziemliches Loch. Es fehlte mir, meine Gefühle kreativ zu verarbeiten.

Dann las ich von einem Portraitworkshop, der demnächst beginnen würde – und auch bezahlbar wäre. Ich bin dann quasi einfach ins kalte Wasser gesprungen, dachte, dass man sich das ja mal anschauen könne, ganz ohne Verpflichtungen. Dieser Workshop lief über acht Wochen mit je einem Treffen pro Woche und wir waren angehalten, zu jedem Termin neue Bilder mitzubringen.

Da es sich um Portraits handelte, fragte ich erst Freunde, dann schrieb ich mein erstes Modell an. (Wie es der Zufall wollte, ein Nujolie-Modell und seit Kurzem bin ich im Fotografenteam von Nujolie.)

Was mir sehr entgegenkommt, sind die festgelegten Termine: Ich gehe meist zu den Modellen nach Hause und kann dadurch also auch jederzeit wieder gehen. Das war für mich besonders anfangs sehr wichtig, da es mir manchmal schnell zu viel wurde. Schritt für Schritt habe ich menschliche Kontakte wieder „üben“ können.

© Resa Rot© Resa Rot

Welche Themen beschäftigen Dich in Deinen Fotos jetzt besonders? Du machst ja nicht nur 0815 Portraits.

Mich interessiert die ganze Bandbreite menschlicher Gefühle. Ihre Abgründe, ihre Verwirrung, ihr Glück, ihre Sehnsüchte. Und natürlich nutze ich die Menschen, die ich fotografiere auch als Projektionsfläche. Ich verarbeite in meinen fotografierten Geschichten Erlebnisse und Erfahrungen, Dinge, die mich berühren oder verstören. Zu einem gewissen Teil sind die Fotos also auch Selbstportraits, auch wenn das so sicher merkwürdig klingt.

Wie gehst Du an einen neuen Menschen, mit dem Du Dich zum Fotosmachen verabredest, heran? Wie wird aus einem Fremden eine Projektionsfläche Deiner eigenen, sicher sehr persönlichen, Gefühle?

Meist treffe ich mich mit den Menschen in ihrem Zuhause. Das schafft eine persönliche Atmosphäre, eine Sicherheit. Wir trinken Kaffee und unterhalten uns, ich bekomme Stück für Stück ein Gefühl für mein Gegenüber und für die Dinge, die ihn oder sie beschäftigen und spüre auch, was möglich ist und was nicht.

Ja, ich denke, vieles läuft bei mir instinktiv ab. Auch das Bildermachen selbst bleibt dann ein Dialog, ein stetiges Abgleichen. Ich öffne mich in dem Maße, in dem sich auch mein Gegenüber öffnet und umgekehrt. Im besten Fall nähern wir uns gemeinsam unseren inneren Dämonen und machen sie sichtbar.

© Resa Rot© Resa Rot

Hast Du bestimmte Vorlieben beim Fotografieren entwickelt?

Ich fotografiere zur zeit ausschließlich digital und für meine persönlichen Projekte fast nur in schwarzweiß. In der Nachbearbeitung spiele ich meist ein wenig mit den Kontrasten, mache Schwarzes schwärzer und so weiter, aber das ist im Grunde auch schon alles.

Deine Schwarzweiß-Bearbeitung ist mir auch schon besonders aufgefallen. Warum schwarzweiß?

Eine schwierige Frage. Ich denke, die Welt mit ihrer Flut an Sinneseindrücken überfordert mich so manches Mal. Vielleicht liebe ich deshalb das Reduzierte der Schwarzweiß-Fotografie, die es mir erlaubt, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren – das Sichtbarmachen von Gefühlen.

Das Schwarzweiße in meinen Fotografien nutze ich tatsächlich, um den Fokus auf die person und ihre Emotionen zu lenken. Wie gesagt ist diese Welt voll von Sinneseindrücken, besonders für jemanden, der in einer größeren Stadt lebt. Und manchmal belastet mich diese schier endlose Vielfalt der Farben, Formen und Geräusche, die für mich viel zu oft im Chaos mündet.

Das ist übrigens auch etwas, was ich an den Bauhaus-Künstlern liebe: Das Puristische. Die geometrischen Formen in der Malerei eines Moholy-Nagy zu beispiel. (Auch, wenn er natürlich – außer in seiner Fotografie – Farben nutzt und das meisterhaft!)

© Resa Rot

© Resa Rot

Hast Du fotografische oder künstlerische Vorbilder?

Ich habe viel über Deine Frage nachgedacht. Saul Leiter zum Beispiel benutzt in seinen Fotografien oft Fenster oder Spiegel. Auch ich tue das und mag die Symbolwirkung. Fenster können auch als eine Öffnung zu weiteren Räumen gesehen werden, nicht nur nach außen, zu Straßen und der Natur, sondern auch zum Inneren des Menschen.

Spiegel wiederum werfen ein Bild zurück. Manchmal eines, das wir nicht sehen wollen, das uns weh tut, manchmal eines davon, wie wir gern wären, eine Illusion, in der wir sein können, was wir wollen.

Wenn ich in einen Spiegel oder ein Fenster hineinfotografiere, werde zwangsläufig auch ich zu sehen sein, manchmal gewollt und buchstäblich, was ich aber zu vermeiden versuche, denn es soll der Mensch, den ich portraitiere im Mittelpunkt stehen, aber immer für mich selbst sichtbar.

© Resa Rot© Resa Rot

Wie möchtest Du Deinen Stil weiterentwickeln? Gibt es etwas, was Du machen möchtest, Dich bisher aber nicht getraut hast oder was noch nicht gelingt?

Ich arbeite bis jetzt ausschließlich mit natürlichem Licht, würde aber in der Zukunft gern mehr mit Kunstlicht experimentieren – gerade in der dunklen Jahreszeit ist man doch sonst sehr eingeschränkt. Zudem würde ich gern öfter mit Menschen arbeiten, die nicht den gängigen Schönheitsidealen entsprechen. Das ist jedoch gar nicht so einfach, da viele wenig Mut haben, sich fotografieren zu lassen, wenn sie ein paar Kilo zuviel haben oder keine 20 mehr sind.

© Resa Rot

© Resa Rot

Hast Du konkrete Pläne für die nahe bzw. große Träume für die ferne Zukunft?

Ich habe in diesem Jahr einige sehr interessante Aufträge machen dürfen. Es waren Anfragen von Menschen dabei, die besondere persönliche Schicksale oder Probleme verarbeiten wollten und mit denen ich ein Konzept erarbeiten durfte, das dies fotografisch behandelte und aufarbeitete.

Das hatte ich so nie geplant. Umso mehr hat es mich berührt und mir gezeigt, das Fotografie sogar ein Mittel sein kann, um in einem gewissen kleinen Rahmen therapeutisch zu wirken. Wenn ich mir also etwas wünschen dürfte für die Zukunft, dann wäre es, noch weitere solcher Projekte zu realisieren.

Vielen Dank für diesen Einblick in Deine Arbeit, Resa!


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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