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Archive for the ‘Equipment’ Category

Auf einmal war alles anders

21 Jan

Ein Beitrag von: Marius Vieth

Was war das denn bitteschön? Da fotografiert man 285 Tage lang die Straßen von Düsseldorf, packt voller Stolz seinen mühevoll entwickelten eigenen Street-Photography-Stil ein, fliegt hocherkältet 9000 Kilometer nach Süd-Korea, nur um voller Euphorie festzustellen: Der funktioniert hier gar nicht.

Ich habe den Großteil meines 365-Tage-Projektes in Düsseldorf verbracht. Es ist zwar eine Großstadt, aber trotz der üblichen Lamborghini-Burnouts und Champagnerduschen geht es hier sehr gemächlich zu.

Übersichtliche Szenerien, wenige Menschen und Lichter bilden die typischen Bühnen für meine Helden des Alltags. Daraus ist ein sehr sanfter, aufgeräumter und intensiver Stil entstanden.

© Marius Vieth

Vor Seoul war ich bereits in Städten wie New York, Bangkok und Shanghai, allerdings nie mit der Absicht, ernsthaft zu fotografieren. Als ich in den ersten Tagen die Straßen von Seoul fotografieren wollte, fiel es mir schwerer denn je zuvor. Alles war so unaufgeräumt, pulsierend und unruhig.

Ich war völlig in Trance. Das liegt bestimmt an meiner Erkältung, dachte ich mir. Lag es aber nicht, das war wirklich so. Ich versuchte anfangs, Seoul erst einmal auf mich wirken zu lassen. Ganz ohne Hintergedanken. Also ab in die nächste Seitengasse, einen Sochu trinken und etwas auf der Straße essen.

© Marius Vieth

Selbst um 5 Uhr morgens an einem Montag war in der 27-Millionen-Metropole noch so viel los, dass man kaum einer einzelnen Person eine große Bühne wie in Düsseldorf geben konnte. Also versuchte ich nach zahlreichen Versuchen, meinem Stil ein Update zu verpassen: Bühnen kleiner machen, all die störenden Elemente als Ganzes reduzieren und trotzdem einem Menschen unwissend sein Rampenlicht geben.

© Marius Vieth

Irgendwo schwirrte in meinem Kopf immer der Gedanke herum, im Sinne einer Reisedokumentation typische Szenen aus Seoul fotografieren zu müssen. Ich hab’s versucht mit den Sehenswürdigkeiten und Postkartenmotiven, aber es ging und wollte einfach nicht.

Dafür liebe ich diese unscheinbaren, intimen Momente in all der Großstadthektik einfach zu sehr. Im Laufe der Reise begriff ich, dass meine Fotos nicht Seoul sind, sondern ich in Seoul. Und das ist okay so.

© Marius Vieth

Auch, wenn ich die meiste Zeit nachts fotografiert habe, weil die Seele Seouls für mich erst nachts so richtig zum Vorschein kommt, wollte ich trotzdem versuchen, auch tagsüber etwas zu entwickeln. Bei meinem Rundgang durch das entzückende „Bugchon Hanok“-Dorf entdeckte ich eine tolle Bühne mit natürlichem Rampenlicht.

Während der nächsten 40 Minuten wartete ich nervös auf meinen persönlichen Star des Moments und musste permanent an diesen einen Satz denken, den man immer von Regisseuren hört: „Leute, wir verlieren Licht!“ Kurz bevor der Vorhang sich zuzog, erschien dann doch noch meine Traumbesetzung. Puh!

© Marius Vieth

Nachdem ich bereits Thailand und China gesehen hatte, war Korea nun mein drittes asiatisches Land. Eine komplett neue Erfahrung, die ich jedem nur empfehlen kann. Unglaublich leckeres gegrilltes Essen, abgedrehtes Karaoke, wunderschöne Parkanlagen, bezaubernde Natur und wirklich liebenswerte, höfliche Menschen haben diese Reise zu einer der schönsten meines Lebens gemacht.

Na gut, wenn ich schon Werbung für dieses tolle kleine Land hier mache, dann aber auch richtig – mit Postkartenmotiv. Aber pssst.

© Marius Vieth

Rennen, Blau, Weitwinkel, Dunkel, Nacht, Marius Vieth

Seoul war für mich eine riesige Herausforderung. Selten hatte ich das Gefühl gehabt, so viel geschafft zu haben und doch erst ganz am Anfang zu stehen. Ich habe gelernt, dass es kein Ziel gibt. Es gibt nur einen Weg, der mal steinig, mal traumhaft schön ist und in der Regel keine Wegbeschreibung hat. Obwohl das manchmal etwas beängstigend ist, weiß ich eines ganz sicher:

Diesen Weg will ich jeden Tag mit einem Lächeln bestreiten, wo auch immer er mich hinführen wird.


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Blickfang: The Seagull

21 Jan

Das Bild mit dem Titel „The Seagull“ stammt aus dem dritten Buch der fünfbändigen Retrospektive „Sarah Moon – 12345“*. In den Bänden werden die unterschiedlichen fotografischen Stationen der Fotografin gezeigt. Im fünften Buch schließt der Band mit dem Film „Mississipi One“ ab.

Schon einmal machte ich in einem Artikel auf die Künstlerin aufmerksam. Doch dieses Mal soll nur ein einziges Bild im Mittelpunkt stehen.

Zu sehen ist eine Möwe. Doch als ich die Seite mit dem Bild das erste Mal aufschlug, war ich entsetzt. Mir lief ein kalter Schauer über den Rücken. Was ich sah, war kein Vogel, sondern ein weißes, knochenartiges Wesen. Seltsam verzerrt und doch in mich starrend.

Da war nicht der Stolz und die Schönheit dieser Vogelart, sondern etwas ganz Anderes wurde für mich hier sichtbar. Ein Geistervogel, der bis dahin nur in meinem Kopf existierte. Wie kann es sein, dass dieser nun hier vor mir liegt und mich anschaut und seine Flügel wie zum Gruß bewegt?

The Seagull © Sarah Moon

Auch heute noch macht mir dieses Bild ein wenig Angst. Aber die Angst verwandelt sich eher in einen wohligen Schauer. Vielleicht ist es auch genau das, was ich meine, wenn ich sage oder schreibe, dass Bilder poetisch sein können. Sie sind wie Zerrbilder einer Geschichte, ein kurzes Aufblinken in einem Film. Kaum da, schon wieder weg.

Und jedes Fotobuch in meinem Schrank besitzt solche Bilder, die mehr sind als nur das Papier, auf das sie gedruckt sind.

 

Informationen zum Buch

Sarah Moon 12345 (Slipcase)
486 Seiten
in englischer Sprache
29,8 x 29,6 x 7,6 cm
ISBN: 978-0500287835

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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The Glif: A Stand and Tripod Mount For All Phones

21 Jan

Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

We found it! The photo gizmo with the highest usefulness to square-inch ratio. The Glif is a tiny little thing, with a trillion useful uses.

It’s a pocketable phone stand and tripod mount that’ll prop up absolutely any phone, cased or uncased, at any angle.

Prop your phone vertically or horizontally or mount it to a tripod.

Record shake-free videos. Combine it with a self-timer app for flawless selfies and big group photos. Or, just keep your phone at the perfect angle to watch a movie.

This handy gadget adjusts to hold your iPhone in an Otterbox case, your friend’s phone nekked, your mom’s Android … Glif’s usefulness knows no bounds.

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© laurel for Photojojo, 2014. |
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Sinneszauber

20 Jan

Ein Beitrag von: Anja Schönitz

Vor etwa zehn Jahren habe ich die Fotografie für mich entdeckt. Jedes Mal, wenn ich daran denke, setzt mein Herz für einen kurzen Augenblick aus. Die Sichtweise auf die Dinge, die Art, Momente bzw. Bilder in meinem Kopf für die Ewigkeit festzuhalten, hat sich während dieser Zeit sehr verändert.

Das macht mir manchmal Angst, manchmal erstaunt und erfreut es mich zugleich – zu sehen, wo ich für mich heute stehe. Was alles einmal mit Kindesaugen und -herz angefangen hat: Damals, auf dem Land bei meinen Großeltern. Idylle pur. Ein Dorf mit zehn Häusern, die Hand in Hand am Straßenrand standen. Umgeben von quietschgelben Butterblumenfeldern. Ich erinnere mich noch, als ob es gestern gewesen wäre.

© Anja Schönitz

Der warme Duft der Sommerluft in der Nase, der Ausblick auf endlose Weite und das Gefühl von Geborgenheit. Wie kann man bei solch einer Umgebung, solch einem Gefühl nicht der Fotografie verfallen?

Dem Willen, all das und vor allem sein Gefühl festzuhalten. So tobte ich stets im Garten und in der Umgebung umher. Zu Fuß oder mit dem Rad. Sammelte Blumen, legte mich in das gut duftende Gras und hielt ein paar dieser Momente fotografisch fest.

© Anja Schönitz

Alles begann damals mit der kleinen unscheinbaren Digitalkamera meiner Eltern, gepaart mit dem Austoben in diversen Fotobearbeitungsprogrammen.

Kleine Traumwelten waren es damals, die ich mir erschaffen habe. Erlebtes und Gefühltes in Bildern festgehalten. Und genau das ist es, was ich manchmal schmerzlich vermisse, weil es sich doch so sehr verändert hat.

Mit den Jahren habe ich mich der analogen Fotografie angenommen und die digitale komplett verworfen. Ich hatte zu der Zeit das Gefühl, dass die analoge Fotografie mehr und mehr meinen Bedürfnissen gerecht werden und meine Bilder im Kopf genau so auf Papier bringen konnte.

© Anja Schönitz© Anja Schönitz

Blickwinkel veränderten sich, andere Gesichter kamen ins Bild, andere Ausschnitte. Alles wuchs ein bisschen. Ich wurde erwachsener und meine Fotografie in vielen kleinen Schritten auch. Bis heute.

Wie ernst es doch für mich (erst) im vergangenen Jahr, 2013, geworden ist. Fremde Menschen ansprechen, Ideen vertiefen und noch perfekter umsetzen – das schien zuvor nicht möglich.

Doch ich habe ihn überwunden, meinen inneren Schweinehund und will auch in Zukunft das Ganze ausbauen. Menschen integrieren, die ich interessant finde, die meine Gedanken und Fantasien umsetzen können.

© Anja Schönitz

Das alles geschah, ohne dass ich groß drüber nachdachte. Der Wille war größer als die Schüchternheit, die Scham. Diese unbewusste Entwicklung, die sich einfach so ohne Vorwarnung über einen stülpt und die man erst in den seltenen, ruhigen Momenten begreift.

Wenn man, so wie jetzt, einmal Zeit dazu hat, zu reflektieren – dann stockt einem doch manchmal der Atem. Was man da erschaffen hat. Für sich und im besten Fall auch für andere – das ist enorm und ein Gefühl, das ich nicht mehr missen möchte.

Es gibt nichts Schöneres als in die Natur zu gehen, manchmal auch zu fliehen, mit einem lieben Menschen an der Seite, und die Möglichkeit zu haben, zusammen mit ihm etwas zu erschaffen, was einen aus der Hektik holt.

© Anja Schönitz© Anja Schönitz

Ein paar Erinnerungsstücke. Heute sind es Blicke, Körperhaltungen und Farben, die mich faszinieren. Immer auf der Suche nach neuen Requisiten, die ein bisschen was von den Traumwelten von damals mit einfließen lassen.

Das alles in Einklang zu bringen. Die Natürlichkeit zu bewahren und die Ruhe einzufangen.

Wir werden sehen, wo mich diese Leidenschaft noch hinbringt. Ich bin und bleibe gespannt und schätze mich mehr als glücklich, dass ich die Möglichkeit habe, dieses Hobby auszuüben. Sehr.


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20. Januar 2014

20 Jan

Ein Beitrag von: Mostly Tim

Parque De Las Luces © Mostly Tim


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19. Januar 2014

20 Jan

Ein Beitrag von: Felix Meyer

© Felix Meyer


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browserFruits Januar, Ausgabe 3

19 Jan

Der milde Winter lässt uns schon wieder an den Frühling denken und im Fotospecial tanzen junge Mädchen mit Blumen im Haar zu verträumten Farben. Vor dem Haus blühen tatsächlich einige Sträucher mitten im Januar. Aber beklagt Euch nicht über fehlenden Schnee, nutzt die Gelegenheit und entdeckt die Vorteile des warmen Winters, denn fotografisch gesehen verspricht doch alles schöne Möglichkeiten. Und kalt wird es sicher bald genug und auch Schnee wird es geben, wenn auch nicht unbedingt dieses Jahr.

 

Fotospecial: Blumen im Haar

Flickr

500px

 

Deutschsprachig

• „Es ist absurd, wie leicht sich Menschen manipulieren lassen“, sagt der Fotograf Abdel Aziz al Atibi, dessen Bild von einem zwischen den Gräbern seiner Eltern schlafenden Jungen gerade in den sozialen Medien die Runde macht – und dabei in anderen Kontext gesetzt wird.

• Ein einzigartiges After-Wedding-Shoot aus Irland von Paul liebt Paula.

• Die Vogue zeigt in einer Galerie die neuen Kampagnenfotos für das Frühjahr.

• Warum Berufsfotografen nicht kostenlos arbeiten können in 17 Sprachen.

 

International

• Von 1938 bis 1941 fotografierte Walker Evans mit einer versteckten Kamera Menschen in New York Citys U-Bahn.

• Eine Fotografin reist durch die Zeit und setzt sich selbst in ihre Kindheitsbilder.

• Wie würden die Modelle berühmter Gemälde aussehen? Die junge ungarische Fotografin Flora Borsi hat es herausgefunden.

• Martin Parr fotografierte gelangweilte Paare. Die Bilder lassen uns an Kästners „Sachliche Romanze“ denken.

• Liebe Fans der Star-Wars-Filme, hier haben wir Bilder hinter den Kulissen der Filme entdeckt.

• Zum Teil sehr lustige Bilder, weil der Fotograf genau zum richtigen Zeitpunkt den Auslöser gedrückt hat.

• Ein anonymer Fotograf, der sich auf Cowboys, Feuerwehrmänner, Ringer und Stripper spezialisiert hat. Seht selbst.

• Peter Zelewski portraitiert seit zwei Jahren fremde Menschen in den Straßen von Soho.

• Einige bisher unveröffentlicte Farbbilder von Robert Capa haben wir hier gefunden.

 

Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

Buchtipps

• Wir haben die Taschenbuchausgabe des Gesamtwerks von Willy Ronis* im Laden für 9,99 € entdeckt und zu dem Preis gibt’s das Buch auch auf Amazon. Der Dokumentarfotograf hat zusammen mit Cartier-Bresson, Doisneau und Brassaï unser romantisches Bild von Paris geprägt. Wer sich für das Leben im 20. Jahrundert interessiert, findet hier ganz wunderbare Augenblicke.

• Der Bildband „New York in Color“* zeigt eine der wohl beeindruckendsten Städte in Farbe. Aufgenommen wurden die Bilder von verschiedenen Fotografen wie Saul Leiter, Andre Kertesz, William Klein und Helen Levitt. In diesem Youtube-Video wird das Buch einmal durchgeblättert. Es kostet 31,95 €.

 

Wettbewerbe

• Mit Optiphot gibt es seit einigen Wochen eine neue Plattform für Fotowettbewerbe. Neben kostenpflichtigen Wettbewerben mit Preisgeld gibt es auch freie Wettbewerbe, in denen man sogenannte Credits sammelt. Damit kann man wiederum an kostenpflichtigen Wettbewerben teilnehmen. Die Gewinner werden von einer Jury bestimmt.

 

Videos

120 Sekunden Zeit? Schaut dieses Video an. Faszinierende Bilder des Magnum-Fotografen Chien-Chi Chang, die er im Zeitraum von 1992 bis 2011 in Chinatown machte.

 

Hier ein Blick über den fotografischen Tellerrand hinaus: Einfach ein Video, das Euch in den Hintern treten kann, wenn Ihr gerade einen Schubs brauchen könnt.

 

Ausstellungen

Frank Horvat: Fashion
Zeit: 15. Januar – 1. März 2014
Ort:??Galerie Hiltawsky, Tucholskystr. 41, Berlin
Link

Berlin Unterwegs
Zeit:??9. Februar – 30. März 2014
Ort: Kommunale Galerie, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin
Link

Roselyne Titaud: Visites
Zeit: 24. Januar – 23. März 2014
Ort: Museum für Photographie Braunschweig e.V.
Link

Henrik Spohler – The Third Day
Zeit: 17. Januar – 8. März 2014
Ort: Robert Morat Galerie, Kleine Reichenstraße 1, 20457 Hamburg
Link

Mehr aktuelle Ausstellungen

 

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


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Varieté: Eure wichtigsten Fotos 2013

19 Jan

Vor einer Woche haben wir zum Abschluss unserer verschiedenen Jahresrückblicke Euch befragt: Zeigt uns Euer wichigstes Foto 2013. Fast 200 Fotos und Geschichten habt Ihr eingereicht, die wir angeschaut und gelesen haben.

Das hat nicht nur an sich schon Spaß gemacht, sondern es war auch spannend, in der Masse der Einsendungen bestimmte Themen immer wieder zu finden, die Ihr auch in der finalen Auswahl unserer zwölf Favoritenbilder entdecken könnt: Familie, Freunde, Reisen.

Eure wichtigsten Bilder sind oft gar nicht die, die Ihr für die gelungendsten oder perfektesten haltet. Sondern sie sind Euch wichtig, weil sie mit Freunden und Familie entstanden sind oder auf sinnstiftenden, den Horizont erweiternden Reisen.

Von Euren warmen Worten schneiden wir uns gern eine Scheibe ab: Besinnt Euch auf das, was wirklich wichtig ist, umgebt Euch mit Menschen, die Ihr liebt, schaut Euch unsere wunderbare Welt an und haltet diese wertvollen Momente in Fotos fest.

 

© Robert Mehlan

Robert Mehlan schrieb:

Ich war wieder mal mit meiner Fotoausrüstung zum Oktoberfest-Shooting unterwegs. Karussell, Achterbahn, Zelte und die üblichen Motive. Eigentlich war ich mit der Ausbeute total unzufrieden, denn es waren mal wieder Bilder nach dem Motto „Mutti knipst…!“ Alles schon da gewesen, alles schon gesehen. Ein Freund von mir machte noch kurz vor Schluss eine paar Bilder, ich hatte eigentlich schon eingepackt.

Dann sah ich diese Szene kurz vor Ende des Oktoberfestabends. Aus der Hand mit meinem 70-200mm IS II. Absoluter Treffer. Und dieses Bild wird durchweg positiv aufgenommen. Ende kommenden Jahres wird es sogar zentraler Bestandteil einer Oktoberfestdekoration in einem der führenden Modehäuser in Salzburg. Habe dann gleich mit ein paar weiteren Kassenhäuschen eine tolle Serie machen können. Ist alles innerhalb von 15 Minuten entstanden.

 

© Marijan

Marijan schrieb:

Zur richigen Zeit am richtigen Ort: Diese Militärparade anlässlich des 25. Jubiläum der „Maldives National Defence Force“ entdeckte ich nur durch Zufall. Als ich die Soldaten marschieren sah, rannte ich ein paar Meter voraus und suchte eine geeignete Stelle, um sie in Szene zu setzen. Ich wählte eine untersichtige Perspektive und drückte ab.

Nach ein paar Sekunden war alles vorbei. Als ich auf das Display der Kamera schaute, wusste ich, dass da ein tolles Bild entstanden ist. Durch die offene Bildgestaltung und die kleine zierliche grüne Palme wirkt das Bild für mich perfekt. Zur richtigen Zeit eben am richtigen Ort!

 

© Normen Gadiel

Normen Gadiel schrieb:

Hallo ihr Lieben, also dies ist mein wichtigstes Foto zum einen, weil die Menschen auf dem Foto zu meinem Freundeskreis gehören und es deshalb persönlich eine hohe Bedeutung hat und zum anderen, weil es für mich nur so vor Lebensfreude strotzt. Der Moment hätte für mich kaum besser sein können und ich kann mich auch nach langer Zeit an diesem Foto sattsehen, was bei mir nicht sehr oft vorkommt. Deshalb ist dies mein Foto 2013.

 

© Martin Kaluza

Martin Kaluza schrieb:

Dieses Bild entstand bei einer Exkursion in den Nationalpark De Hoge Veluwe. Wir hatten viel Bewegung an der frischen Luft, tolles Wetter und ich hatte einen kreativen Flow und Austausch mit den anderen Fotografen. Zudem hatte ich ausgiebig die Gelegenheit, meine frisch umgebaute Infrarot-Kamera zu testen. Es war ein rundum perfekter Tag mit sehr gelungenen Infrarot-Fotografien. Der „Astronaut“ hinten rechts ist übrigens ein anderer Teilnehmer dieser Exkursion.

 

© David Uzochukwu

David Uzochukwu schrieb:

Mein wichtigstes Bild letztes Jahr war dieses hier. Es hat mir gezeigt, dass die Bilder, die mir am besten gefallen werden, ungeplant entstehen – dann, wenn ich einfach aus einem Gefühl heraus zur Kamera greife und nicht einmal darüber nachdenke, was ich eigentlich mache.

 

© Robert Brodatzki

Robert Brodatzki schrieb:

Nachdem ich euren Artikel gelesen habe, war mir sofort klar, welches mein persönlich wichtigstes Foto im letzten Jahr war. Es entstand im November im Rahmen eines Gruppenprojekts mit meinem Pfadfindertrupp.

Das Foto ist angelehnt an das bekannten Motiv „Raising the Flag on Iwo Jima“, welches 1945 von den Amerikanern für Kriegspropaganda benutzt wurde. Unsere Nachbildung dreht die ursprüngliche Botschaft des Originals um. Wir wollen nämlich ausdrücken, dass wir GEGEN Krieg sind und Pfadfinder sich FÜR den Frieden einsetzen.

Dieses Bild erinnert mich an eine sehr intensive Woche und den starken Teamgeist, der sich in dieser Woche in unserer Gruppe gebildet hat. Ohne diese Truppe wäre dieses Foto nie entstanden.

 

© Jonas Hafner

Jonas Hafner schrieb:

Für das letzte Jahr hatte ich mir vorgenommen, ein paar neue Dinge auszuprobieren. Ich hatte immer ein bisschen Angst vor Ganzkörperportraits und so habe ich mich Monat für Monat ein bisschen näher an dieses Thema rangetastet.

Auf einem sommerlichen Meet-Up in Österreich, wo ich zusammen mit vielen wundervollen Menschen eine Woche lang in den Bergen fotografierte, entstand schließlich dieses Bild. Ich verbinde mit diesem Foto eine wirklich schöne Zeit und sehe darin zugleich die Fortschritte, die ich dieses Jahr gemacht habe.

Für mich zeigt dieses Bild, dass der Mensch zwar die Natur verändert, aber auch seinen Platz in ihr hat. Titel: Aufbäumen

 

© Resa Rot

Resa Rot schrieb:

Dieses Bild entstand an einem warmen Oktobernachmittag in einem kleinen, verlassenen Waldstück. Ich beschäftige mich seit letztem Jahr mehr und mehr mit Aktaufnahmen und suchte nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten, den Körper zu inszenieren, ohne den Menschen bloßzustellen und eben „nur“ auszuziehen. In diesem Bild fand ich eine für mich gelungene Umsetzung, die mich motivierte, auf diesem Weg zu bleiben. Daher ist es meine persönlich wichtigste Fotografie des Jahres 2013.

 

© Stefan Stammbach

Stefan Stammbach schrieb:

Ich weß nicht, ob es mein wichtigstes Bild ist, aber es ist im Moment mein liebstes. Ich war im Sommer für fünf Wochen in Island unterwegs und dieses Bild war eines der ersten Bilder, welches ich nach der Ankunft mit der Fähre schoss.

Ich war bei einem Freund von einem Freund, welcher mir auf meiner Karte alles markiert hatte, was ich besuchen soll. Er meinte dann, ich solle noch rasch ans Ende der Halbinsel fahren, da habe es eine Vogelwarte. Da entstand dann das Bild. Das war erst der Anfang meiner Reise und ich war vom ersten Tag schon komplett weggeblasen von dem Land.

 

© Petra Holländer

Petra Holländer schrieb:

Ich weiß nicht, ob ich EIN wichtigstes Foto habe, aber dieses hier bedeutet mir auf jeden Fall viel. Es entstand spontan auf einer Fototour mit Freunden und ich mag es besonders gern, weil es einerseits so gelungen ist, wie ich es im Sinn hatte und anderseits weil das Bild mehr für mich verkörpert, als zu sehen ist.

Es ist die Art von Fotos, die ich öfter machen möchte. Ich will öfter hinaus in die Natur, ich möchte die Verbindung von Mensch und Natur abbilden, spontan eine gute Idee haben, etwas erschaffen und einfach nur leben, die Natur atmen.

 

© Steffen Fischer

Steffen Fischer schrieb:

Dies ist mein wichtigstes Foto im Jahr 2013. Das Bild entstand ziemlich spontan in unserem Hausflur mit natürlichem Licht, das durch die Fensterscheibe kam. Mir bedeutet dieses Bild sehr viel, weil es zeitlos schön ist und in unserer perfekten Welt durch seine Unschärfe zu etwas Besonderem wird. Die auf diesem Bild abgebildete Person ist im übrigen die Frau, der ich im Jahr 2013 mein Eheversprechen gab.

 

© Jürgen Adorf

Jürgen Adorf schrieb:

Warum dieses Bild für mich wichtig ist, erklärt sich schon durch den Titel „Vater“ und steht auch im Bildtext beschrieben. Wirklich überraschend war allerdings die überwältigende Resonanz auf dieses Werk und erst dieses Feedback hat es zu meinem „wichtigsten“ Foto des vergangenen Jahres gemacht.

Es hat mich diese Amsel ein Jahr lang begleitet, nachdem mein Vater verstarb. Sein größter Wunsch war gewesen, einmal ohne jedes Fluggerät fliegen zu können, und ein einziges Mal, in einer vom Glück begünstigten Nacht, hat er im Schlaf genau diesen Traum geträumt, und zwar so unmittelbar, dass er das sehnlichste Gefühl fortan aus eigenem Erleben kannte. Was für eine Gnade! In meinen Träumen begegne ich ihm gelegentlich. Aber nur ganz, ganz selten in seiner menschlichen Gestalt.

 

Nach diesem Rückblick mit Euren wichtigsten Fotos des letzten Jahres freuen wir uns umso mehr auf ein fotografisch produktives 2014.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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18. Januar 2014

18 Jan

Ein Beitrag von: Carmen W.

© Carmen W.


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17. Januar 2014

18 Jan

Ein Beitrag von: Chris

Streifen, Stripes, Street, Strasse, contrast, Kontrast, Schwarzweiss, black and white,


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