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Archive for the ‘Equipment’ Category

25. Februar 2014

25 Feb

Ein Beitrag von: Roger

Hong Kong from the Peak © Roger


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Liebeserklärung an eine Tochter

25 Feb

Ein Beitrag von: Martina Fenske

Ich liebe meine Tochter. Und ich liebe die Fotografie. Folglich wurde die Kombination aus beidem zu einer Leidenschaft mit regelrechtem Suchtpotenzial. Seit zwei Jahren arbeite ich, angeregt durch Martina Mettners Buch „Mutterblicke“*, an einem Projekt mit meiner Tochter. Ein Projekt, das mich schon manches gelehrt hat.

Seit jeher begeistern mich Portraitfotos, vor allem ältere, recht nahe Schwarzweiß-Aufnahmen. Mit Vorliebe studiere ich die Ausdrücke eines Gesichtes und das Licht, das die Züge betont. Es ist in gewisser Weise auch meine Art zu fotografieren geworden. Wo immer ich mich auf der Suche nach Motiven befinde, ziehen mich Gesichter magisch an. Somit liegt es auf der Hand, dass ich vor allem meine Tochter portraitiere.

Emotionen © Martina Fenske

Irgendwie ist es fast schon seltsam, aber ich ertappe mich oft dabei, dass es Ganzkörperaufnahmen eher selten in die engere Auswahl schaffen. Immer wieder sind es ähnliche Ausschnitte, die meine Aufmerksamkeit fesseln.

Dabei gebe ich bewusst weniger internes Familienleben preis, wie Sally Mann es beispielsweise zeigt. Meine Fotos sind selten Momente aus dem Alltag, sondern meist eher geplante Aufnahmen.

Gern arbeite ich mit Zöpfen, die an vergangene Zeiten erinnern, da dies zu beabsichtigten Assoziationen führt. Die Wahl der Location kann sehr unterschiedlich ausfallen.

© Martina Fenske

Bei sehr kaltem und unschönem Wetter gibt es gelegentliche Shootings im Studio, wobei ich dies nur als letzte Option wähle, da es die Bewegungsfreiheit meiner Tochter und meine spontane Kreativität einengt.

Mittlerweile arbeite ich am liebsten mit einer Lichtqualität, wie ich sie bei bedecktem Himmel hinter großen Fensterscheiben oder am Waldrand bzw. im Wald habe. Mir gefallen klare Konturen und schöne Schattenverläufe, was bei zu diffusem Licht so nicht möglich wäre.

Ich habe keine Hemmungen, mit ISO 1600 oder mehr zu arbeiten, gibt es doch den Fotos die altertümliche Anmutung, die sie haben sollen.

© Martina Fenske© Martina Fenske

Wie schon erwähnt, habe ich eine echte Schwäche für Schwarzweiß-Fotos, weshalb die meisten Aufnahmen auch so gehalten sind, da hierbei der Blick auf das Wesentliche fällt – die Art, wie das Licht das Gesicht umspielt.

Vor Ort greife ich nur gelegentlich ein, lasse meine Tochter spielen und einfach Kind sein. Manchmal drängt sie mich regelrecht zu neuen Versuchen und erstaunt mich mit einer perfekten Umsetzung. Ein andermal kippt die Motivation plötzlich in bodenlose Unlust mit allen dazugehörenden Emotionen, die eine mittlerweile 5-Jährige nur zu bieten hat. Auch das gehört dazu.

Motivation

Noch hat das Projekt keinen Namen. Doch mit jedem Blick durch den Sucher entdecke ich Neues an meiner Tochter, blicke ich tiefer in meine eigene Seele und komme der Wahrheit über mich und meine fotografische Motivation ein Stück näher.

Anfangs war ich hauptsächlich davon angetrieben, schöne Portraits fürs Familienalbum anzufertigen. Natürlich immer fröhlich lächelnd. ?Nicht, dass dies zu schlechten Ergebnissen geführt hätte, aber es war zu wenig von meiner Tochter und auch von mir – schließlich sind unsere Gene ziemlich ähnlich – darin zu sehen.

© Martina Fenske© Martina Fenske

Also fing ich an, sie nachdenklich, traurig, frech, trotzig zu fotografieren. Und nicht immer gleich das Handtuch zu werfen, wenn unerwünschte, echte Emotionen sichtbar werden.

Mittlerweile löst nicht mehr jedes Bild die großmütterlichen Begeisterungsstürme aus wie zu Beginn, aber so ist es eben mit der Wahrheit: Sie gefällt nicht jedem. Ich bin der Wahrheit über mich selbst dadurch näher gekommen. Erkenne immer mehr, dass ein Teil von mir eher tiefgründig, sensibel, introvertiert, ja fast schon melancholisch ist.

© Martina Fenske

Meine Tochter zeigt mir viel von mir selbst, ob es mir gefällt oder nicht. In den Fotos kann ich dem eine Gestalt geben, was ich zu sehen beginne und kann lernen, auch Vorteile in Charakterzügen zu sehen, die in unserer westlichen Gesellschaft nicht gerade en vogue sind.

Durch das Fotografieren – oder doch durch meine Tochter? – bin ich weiter gekommen. Davon profitiere ich als Persönlichkeit und als Fotografin bei meinen Auftragsarbeiten. Mich selbst zu kennen ist unerlässlich, will ich den Fotos einen unverwechselbaren Anstrich verleihen.

© Martina Fenske

Ich denke, ich bin auf einem guten Weg, mich mit meinem Hang zur Melancholie, meiner Introversion – die mir bei größeren Aufträgen oft im Weg steht – auszusöhnen und diesen Wesenszügen sanften Ausdruck zu geben. Wohin das Projekt sonst noch führen wird? Ich bin gespannt. Denn manchmal überkommt mich die Sehnsucht, andere an meinen Fotos, Empfindungen und Ansichten teilhaben zu lassen.

Ansichten, die alles andere als objektiv sind – die Blicke einer Mutter eben.

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Blickfang: Laura Makabresku

25 Feb

Die Fotos der polnischen Fotografin Laura Makabresku habe ich durch Aileens Interview mit ihr von 2011 entdeckt. Diese düsteren Märchenbilder haben mich seit dem nicht losgelassen und als Laura ihr erstes Fotobuch veröffentlichte, musste ich nicht lange überlegen.

Zum Glück, denn innerhalb weniger Tage war das auf 300 Exemplare limitierte Büchlein ausverkauft. Mein heutiger Blickfang stammt aus besagtem Buch und ich hoffe, Ihr könnt ihn genießen, auch wenn das Buch selbst leider nur schwer in Euren Besitz zu bringen sein wird.

Zu sehen ist auf dem von mir ausgewählten Bild eine junge Frau, die nackt auf einem Bett liegt. Neben ihr steht ein Rehkitz, das scheinbar auf sie hinab sieht. Das schwarzweiße Foto wirkt trotz Nacktheit sehr unschuldig und zerbrechlich.

© Laura Makabresku

Ob das Mädchen trauig ist? Schläft sie oder ist sie gar tot? Das Foto lässt viel Raum für Fantasie. Interessant an dem Bild ist, dass es ja eigentlich das ausgestopfte Rehkitz ist, das im Bild tot und leblos wirken müsste, es jedoch den aktiven Part einnimmt. Es wirkt, als würde es das Mädchen wecken wollen.

Das Bild im Buch hat keinen Titel, wodurch ich mehr erfahren könnte. Aber ich bin neugierig und habe im Internet nach dem Foto gesucht. Auf ihrem Blog schreibt Laura zu ihrem Bild selbst:

She doesn’t sleep. darkness pulls her body slowly into itself. her spirit wake beside her: looking as darkness give her lesson about death.

Wir hoffen, Laura bringt schon bald ihr nächstes Buch heraus. Bis dahin gibt es mehr von ihr auf Flickr oder Facebook zu sehen.


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24. Februar 2014

24 Feb

Ein Beitrag von: Marcel Pommer

© Marcel Pommer


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Pano Selfie Is The New Selfie

24 Feb

Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

You’ve pretty much mastered the selfie … impeccable arm extension, flawless duck face, precision head tilt.

All that perfection can get boring.

It’s time to make the switch to Pano Selfies.

Give your selfies some edge with distorted perspective, glitchy stitching and guaranteed laughs from all who see ‘em.

It’s easy!

1. Put your camera into Panoramic mode or fire up any auto-stitching pano app.

2. Point your camera at your face and start the pano. It can be tricky since you have to use the back-facing camera, but practice makes perfect (or a bit easier).

3. Move you camera from one side of your face to the other. Use your whole arm, don’t just tilt the phone. Add wiggles, bumps, move the camera closer/farther from your face or change your expression as the phone passes by, for max silliness.

4. Share! Throw your masterpiece onto the web with #panoselfie.

5. Check Out Others’ Pano Selfies and Have a Chuckle


© laurel for Photojojo, 2014. |
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Photojojo

 
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Kaiserslautern Royal

24 Feb

Ein Beitrag von: Jan Bechberger

Nicht den Niedergang ostdeutscher Städte und Kommunen will ich zeigen. Auch nicht den Blick etwa auf das abgegraste Thema der ehemaligen Schwerindustrie im Ruhrgebiet richten oder auf die vielerorts eher unglücklichen, aber ebenfalls bereits viel gezeigten Missstände im urbanen Raum von Großstädten.

Viel mehr geht es mir um den aktuellen Zustand westdeutscher Mittel- und kleiner Großstädte. Inwieweit hat sich das Stadtbild ehemals recht prosperierender Kommunen mittlerweile gewandelt? Ist die vielerorts exorbitant hohe Verschuldung der Städte auch im urbanen Umfeld erkennbar?

Ist der Ort meiner Kindheit und Jugend noch ein Ort, an dem ich auch heute noch leben wollen würde? Mit solchen Fragen im Kopf machte ich mich auf den Weg und durchstreifte zentrale Innenstadtbereiche und diverse Wohngebiete meiner Geburtsstadt Kaiserslautern immer und immer wieder.

Kaiserslautern Royal © Jan BechbergerKaiserslautern Royal © Jan Bechberger

Und so konnte ich im Frühjahr 2013 Stück für Stück das Bildmaterial für meine Serie „Kaiserslautern Royal“ zusammentragen. Das Projekt war zugleich die Abschlussarbeit meines Studiums an der Neuen Schule für Fotografie in Berlin, das ich im vergangenen Herbst beendete.

In meinem Projekt ist es mir wichtig, Bilder zu präsentieren, die bespielhaft sein sollen und die auch an anderen Orten entstanden sein könnten. So spare ich bewusst typische Wiederkennungsmerkmale aus, im Fall von Kaiserslautern etwa das Rathaus oder unser bekanntes Fußballstadion.

Kaiserslautern Royal © Jan Bechberger

Darüber hinaus nutze ich einen dokumentarischen Stil und arbeite mit vermeintlich gewöhnlichen Ansichten aus dem urbanen Raum der knapp 100.000 Einwohner zählenden pfälzischen Kommune.

Die einzelnen Bilder der Reihe habe ich mit Bedacht und viel Geduld komponiert, sie sind menschenleer und zeigen subtile Zeichen des Verfalls. Auch das Licht und die Witterung sind mir stets wichtig.

Kaiserslautern Royal © Jan Bechberger

So musste ich zahlreiche Orte wiederholt aufsuchen und versuchte dabei stets, so etwas wie das unter Fotografen bekannte „Becher-Licht“ zu nutzen, also nur bei bedecktem Himmel zu fotografieren. Ich wollte keine strengen Schatten oder übertriebenen Kontraste, eher suchte ich eine Art neutrales Licht.

Konkret rangiert Kaiserslautern derzeit auf Platz drei der am höchsten verschuldeten Städte in ganz Deutschland, hinter Oberhausen und Pirmasens.

Kaiserslautern Royal © Jan BechbergerKaiserslautern Royal © Jan Bechberger

Ohne näher auf die vielschichtigen Gründe und Ursachen eingehen zu wollen, so ist der schlechte Zustand Kaiserslauterns deutlich und ohne lange danach suchen zu müssen sichtbar: Leerstehende Läden, Büros und auch Wohnungen, Ramschläden und Ein-Euro-Kaufhäuser.

Auch in zentralen Wohngebieten sieht es eher traurig aus und wer genau hinschaut, der kann ihn sehen, den schleichenden Verfall und den verblassten Glanz längst vergangener fetter Jahre.

Kaiserslautern Royal © Jan BechbergerKaiserslautern Royal © Jan Bechberger

Hinzu kommt aktuell der Bau einer komplett überdimensionierten Einkaufs-Mall mitten in der Stadt. Anders als der zukünftige Betreiber der Mall sind sich Experten einig, dass ein solches Einkaufszentrum weiteren Leerstand von Geschäfts- und Gewerbeflächen nach sich ziehen und somit zu einer weiteren Verödung der Innenstadt beitragen wird.

So möchte ich mit meiner Fotoserie neben den inhaltlichen Aspekten auch eine Atmosphäre transportieren. Wer sich darauf einlässt, der kann vielleicht die Tristesse der Orte spüren.

Kaiserslautern Royal © Jan Bechberger

Und wie schon gesagt: „Kaiserslautern Royal“ soll ein Beispiel sein und ist als Auftakt zu weiteren Serien über Städte ähnlicher Charakteristik und Größe gedacht. Nach Oberhausen, zum Beispiel, wollte ich immer schon einmal fahren und in Pirmasens, so habe ich mir sagen lassen, soll es eine interessante und sehr fotogene Fußgängerzone geben.


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23. Februar 2014

24 Feb

Ein Beitrag von: blaueaster

© blaueaster (flickr)


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browserFruits Februar, Ausgabe 4

23 Feb

Die ersten Frühlingsboten sind zu sehen, überall recken die Frühblüher ihre Köpfchen aus der Erde und auf den Wiesen sieht man Schneeglöckchen und Krokusse dicht beieinander stehen. Auch die Vögel zwitschen am Morgen scheinbar viel vergnügter und so mancher Baum beginnt bereits, zu blühen. Auch wir freuen uns über die immer heller werdenden Tage. Bald kann man nach Feierabend noch Bilder mit natürlichem Licht machen! Wir warten schon sehnsüchtig darauf. Macht Euch der Frühling auch so glücklich?

 

Fotospecial: Laterne, Laterne…

Flickr

500px

 

Deutschsprachig

• Die Arbeiten der Gewinner von Close Up! – dem Wettbewerb für junge Fotografie hat Emerge. Seht Euch die Gewinnerbilder von der 64. Berlinale an.

• Der World Press Photo Award 2013 wurde vergeben. Die Fotos findet Ihr hier.

• Dieses Foto aus Olympia geht um die Welt und zeigt doch nur eine arme Zuschauerin. Wir hoffen, sie hatte den Blitz aus.

• Hier werden einige WordPress-Themes vorgestellt, die gut für Fotografen sind. Auf Seite 1 die kostengünstigen, auf Seite 2 kostenlose.

 

International

• Der New Yorker Braden Summers inszeniert gleichgeschlechtliche Paare aus aller Welt in wundervoll romantischen Bildern.

• Ein Blick hinter die Kulissen Olympias. Wie Fotografen olympische Bilder in Sotschi schießen.

• Wie stellt man bei Selbstportraits scharf? Andrea Peipe beschreibt ihre Vorgehensweise.

• Brooke Shaden hat schöne Texturen zum Download bereitgestellt. Dazu gibt es noch ein Video, in dem sie von den kleinen Dingen schwärmt.

• Die Nationalflaggen erstellt aus den traditionellen Gerichten der jeweiligen Länder. Schön kreativ und lecker.

• 33 lustige Bilder, die genau zur richtigen Zeit aufgenommen wurden.

• Und noch einmal zum World Press Photo Award: 8 % der eingereichten Bilder wurden auf Grund von Manipulationen disqualifiziert.

• Der Foto-Künstler Liu Bolin verschwindet. Im wahrsten Sinne des Wortes.

• „Nein, es geht auch anders“, dachte sich der Mond und legte sich auf die Erde.

• Schöne Fotos vom Siamesischen Kampffisch des thailändischen Fotografen Visarute Angkatavanich.

 

Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

Buchtipps

• Zur Ausstellung der Pinakothek der Moderne in München gibt es das Buch „Jeff Wall. Arbeiten aus Münchner Sammlungen“*. Es zeigt 20 herausragende Werke des Künstlers aus öffentlichen und privaten Münchner Sammlungen. Erschienen bei Schirmer/Mosel ist es für 39,80 € erhältlich.

• „White Album: Die Farben des Schnees“* ist ein Bildband des Fotografen Bernd Uhde. Bilder von oben ins unendliche Weiß, dazwischen Gegenstände, die auf den ersten Blick sehr abstrakt wirken. Einen kleinen Einblick ins Buch erhaltet Ihr auf der Seite des Verlags Seltmann+Söhne.

 

Wettbewerbe

• Cewe Fotobuch veranstaltet immer wieder kleine Wettbewerbe mit verschiedenen Themen.

 

Zitat der Woche

Wenn man früher unfähig war, wurde man Fotograf; heute wird man Abgeordneter.

Guy de Maupassant –

Mehr Zitate

 

Videos

Ein inspirierendes Video darüber, dass alle Kreativen am Anfang straucheln.

 

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Zorn

23 Feb

Zorn – ein Gefühl, das schwer zu beschreiben ist. Ein starkes Gefühl, das in der Bibel als eine der sieben Todsünden sehr negativ bewertet wird, gleichzeitig aber auch für positive Veränderungen sorgen kann. Zorn zu fotografieren, ist ein schwieriges Unterfangen, an das sich der Fotograf Axl Klein gewagt hat.

Wie tritt Zorn in den Gesichtern von Menschen in Erscheinung? Wie wirkt Zorn, wenn man ihn aus allernächster Nähe, einer geradezu intimen Distanz, betrachtet? Diesen Fragen wollte er mit seinem Projekt nachgehen und hat dafür 55 Prominente fotografiert. Prominente, weil man diese Menschen kennt und ihre meist freundlichen Gesichtszüge aus Film und Fernsehen gut mit den entstandenen Bildern vergleichen kann.

Zorn © Axl Klein

Und auf einmal wirken Komikerin Anke Engelke und Musiker Samy Deluxe so fremd. Jeder der 55 Portraitierten setzt Zorn dabei auf seine ganz eigene Weise um. Einige fletschen die Zähne, anderen ist auch Empörung und Trauer ins Gesicht geschrieben. Jedes Bild wirkt jedoch echt und keine Mimik aufgesetzt.

Das Projekt entstand unter der Schirmherrschaft von Amnesty International, an die auch der Erlös des Bildbandes geht. Sehen könnt Ihr die beeindruckenden Portraits auch im Rahmen der Wanderausstellung. Sie werden dort im Format 1,6 x 1,2 m dort präsentiert und sind allein durch die Größe sicher sehr beeindruckend.

Zorn © Axl Klein

Neben jedem Foto steht im Buch ein Zitat einer Persönlichkeit. Von Martin Luther über Friedrich Nietzsche bis hin zu Gandhi wird auch in den Zitaten jede Facette dieser Emotion beleuchtet.

Nach dem Betrachten des Bildbandes ging es mir nicht gut. Die Bilder und Worte beschäftigen. Die Portraits sind perfekt fotografiert. Mit perfekten Bildern kann ich meist wenig anfangen, aber hier erreichen sie ihr Ziel. Nichts lenkt ab und man ist den Blicken hilflos ausgeliefert. Zusammen mit den Zitaten findet man sich auf einmal in Gedanken ganz bei sich und seinen eigenen Emotionen wieder. Deshalb möchte ich es empfehlen.

Mehr über das Projekt, das Buch und die Ausstellungen erfahrt Ihr auf der dazugehörigen Webseite. Ein schönes Interview mit dem Fotografen Axl Klein habe ich auf Amnesty International gefunden.

Informationen zum Buch
„Zorn: 55 Prominente“*
Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
Verlag: Gollenstein
Sprache: Deutsch
Maße: 37,6 x 26,4 cm

 

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22. Februar 2014

23 Feb

Ein Beitrag von: Charlotte Grimm

© Charlotte Grimm


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