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Archive for the ‘Equipment’ Category

3. März 2014

04 Mar

Ein Beitrag von: Renee Quost

Sky © Renee Quost


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
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Two Gizmos For Making Double Exposures

03 Mar
Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

They say a picture is worth a thousand words. So, we did some math…

Turns out, a double exposure is worth two thousand words!

When you meld one image onto another, all of those extra words tend to run along the lines of, “Wow! Cool! Looks neat! I love it. How did you…?”

Sure, there are apps to fake double exposures and you can spend hours in photoshop or a darkroom (remember those?) creating ‘em.

But, we’re here to share two ways to make double exposures as you shoot, using reflective little Color Lens and Flash Filters and the magical Instax 90 Instant Camera.

Learn To make Double Exposures Two Ways*

*total value = 4,000 words

(…)
Read the rest of Two Gizmos For Making Double Exposures (373 words)


© laurel for Photojojo, 2014. |
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Two Gizmos For Making Double Exposures

03 Mar
Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

They say a picture is worth a thousand words. So, we did some math…

Turns out, a double exposure is worth two thousand words!

When you meld one image onto another, all of those extra words tend to run along the lines of, “Wow! Cool! Looks neat! I love it. How did you…?”

Sure, there are apps to fake double exposures and you can spend hours in photoshop or a darkroom (remember those?) creating ‘em.

But, we’re here to share two ways to make double exposures as you shoot, using reflective little Color Lens and Flash Filters and the magical Instax 90 Instant Camera.

Learn To make Double Exposures Two Ways*

*total value = 4,000 words

(…)
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2. März 2014

03 Mar

Ein Beitrag von: Jennifer Wettig

© Jennifer Wettig


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
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browserFruits März, Ausgabe 1

02 Mar

Unsere browserFruits sind zugegeben sehr bunt: Bilder, Zitate, Buchtipps und Wettbewerbe. Und selbst in den Links folgen Fashion- und Landschaftsthemen aktuellen Kriegsfotos. Manchmal ist es nicht leicht für uns, das alles so auf einen Haufen zu schmeißen und viele der Links verdienen eigentlich einen eigenen Artikel. Wir hoffen dennoch, Ihr nehmt für Euch genau das mit, was Euch interessiert. Und wenn Ihr noch weitere gute Links habt, scheut Euch nicht und ergänzt sie in den Kommentaren.

 

Fotospecial: Surfer

Flickr

500px

 

Deutschsprachig

• Auf Lens Light Love werden Nahlinsen als kostengünstige Alternative zu Makro-Objektiven vorgestellt.

• Schadet Meerwasser dem Stativ? Diese Frage beantwortet folgender Artikel.

• Gerhard Paul konstatiert: Krieg ist fotografisch nicht darstellbar – und begründet seine These sehr fundiert. Denn „Bilder sind in einer kapitalistisch organisierten Gesellschaft immer auch Waren“.

• Die Süddeutsche bespricht das Frauenbild in der Fotografie und zeigt auf, wie Getty Images mit Lean In neue Wege geht.

• „Ich habe kein bisschen Höhenangst.“ Der Spiegel berichtet über einen der sehr gefährlich lebenden Fotografen, die ohne Sicherung auf hohe Gebäude klettern, um besondere Perspektiven für ihre Fotos zu ergattern.

 

International

• Erschreckende Fotos der weltweit größen Elektroschrott-Müllhalde, dokumentiert von Kevin McElvaney.

• Laura Williams berichtet über ihr surreales Selbstportrait, das mittlerweile sehr bekannt ist.

• 1984 fanden die Olympischen Spiele in Sarajevo statt. Wie es dort jetzt aussieht, könnt Ihr hier erfahren.

• Die Top 10 Klischees der Fashionfotografie.

• Während eines Fotoshootings mit einem Schauspieler passiert etwas völlig Unerwartetes: Seht selbst

• Wir haben ein wunderbares Video im Telegraph gefunden: Joel Meyerowitz spricht im Interview über Tony Ray-Jones, seine Eigenenheiten und warum er ihn so schätzt.

• Wer auf unkonventionelle Landschaftsfotografie steht, sollte Petros Koublis Serie „In Landscapes“ gesehen haben.

• Diese tollen Fashionfotos stammen tatsächlich aus dem Jahr 1963 und entstanden ganz ohne Photoshop.

• Bedrückende Nachrichtenbilder aus der Ukraine.

 

Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

Buchtipps

• „Show Your Work!“* ist ein kleines Büchlein, das 10 Wege aufzeigt, Kreativität zu teilen und bekannter zu werden. Einen guten Einblick in das kreative Heft bekommt Ihr hier. Es ist nur auf Englisch für etwa 8 $ erhältlich.

• In der Fotoserie „Menschen des 20. Jahrhunderts“ versuchte August Sander, einen Querschnitt ausgehend von der Gesellschaft der Weimarer Republik zu geben. Die Sonderausgabe „Antlitz der Zeit“* zeigt 60 Portraits aus dieser beeindruckenden Serie und ist mit einem Preis von nur 6,95 € sehr günstig zu haben.

 

Wettbewerbe

• FEX sucht Positionen und Projekte experimenteller Fotografie und Bilder aus dem Untergrund. Bis zum 25. März 2014 können Fotoserien, Fotobücher und digitale Netzwerkprojekte eingereicht werden. Zu gewinnen gibt es eine Ausstellung sowie einen Gutschein für ein Fotofachlabor.

 

Zitat der Woche

Earth without art is just “eh”.

unbekannt –

Mehr Zitate

 

Videos

Nick Aitken, ein Fashionfotograf aus San Francisco, wird in der aktuellen Framed Show vorgestellt.

 

Joel Meyerowitz spricht darüber, wie er und Tony Ray-Jones sich die Straßenparade zu Nutze machten, um dort ihren fotografischen Stil zu verbessern.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
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25. Februar 2014

02 Mar

Ein Beitrag von: Roger

Hong Kong from the Peak © Roger


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Im Gespräch mit Paul Hiller

01 Mar

Ein Beitrag von: Paul Hiller

Fotografie hat für immer auch damit zu tun, eigene Themen zu finden, seine Leidenschaft für bestimmte Dinge zu vermitteln. Ich war daher sehr erstaunt über die Arbeiten des Fotografen Paul Hiller, der sich sehr auf eine ganz konkrete Richtung spezialisiert hat und habe ihn dazu befragt.

Paul, wie würdest Du Deine Arbeit jemandem beschreiben, der nicht die Möglichkeit hat, sie anzusehen?

Eigentlich sind alle meine Arbeiten Fotoberichte aus unterschiedlichen Ländern, immer ein bisschen durch Fernweh geprägt. Ich zeige oft alltägliche Szenen. Durch eine minimalistische Bildsprache und eine besondere Farb- und Lichtatmosphäre versuche ich, meine persönlichen Erfahrungen dieser Orte mit dem Betrachter zu teilen.

Im Moment fotografiere ich seit drei bis vier Jahren sehr intensiv fast nur noch Landschaften in Vergnügungsparks auf der ganzen Welt. Diese Orte haben für mich eine besondere Anziehungskraft.

Untitled © Paul Hiller

Ein Ort, der aus dem Nichts konstruiert wird, nur um dort Spaß zu haben. Ein Ort, der gebaut wurde, um (wenn er gut funktioniert) für die Ewigkeit bestehen soll. Obwohl diese Orte Vergnügen vermitteln sollen, strahlen sie für mich gleichzeitig eine Traurigkeit aus. Auch ist nicht immer schönes Wetter oder ein gut besuchtes Wochenende. Genau diese Tage neben der Saison interessieren mich am meisten.

Außerdem sehe ich in allen Parks, die ich fotografiere, obwohl diese noch in Betrieb sind und von mir auch nur zu ganz normalen Öffnungszeiten besucht werden, eine gewisse Morbidität. Alles ist dem Verfall ausgesetzt. Die Attraktionen und Buden an diesen Orten kommen in die Jahre und verblassen mehr und mehr.

Vielleicht kannst Du uns kurz einen Hintergrund zu Dir geben: Wie hat das bei Dir angefangen mit der Fotografie und wie bist Du dorthin gekommen, wo Du heute bist?

Angefangen hat alles in der Schule. Dort hatten wir ein gut ausgestattetes Schwarzweiß-Labor. Weil ich irgendwann als einziger Schüler den Schlüssel für diesen Raum hatte, konnte ich mich in jeder Pause und Freistunde dahin zurückziehen. Nach der Schule wollte ich dann Fotodesigner oder sowas werden und habe deshalb erst einmal angefangen, in einem Fotolabor zu arbeiten.

Meine ersten Bewerbungen an den Fotohochschulen waren erfolglos. Durch Zufall bin ich dann zur Akademie der Bildenden Künste München gekommen, wo ich ab 2007 Freie Kunst / Neue Medien studiert habe. Meine Diplomausstellung im Februar hatte den Titel „loop“ und war eine Foto- und Videoinstallation.

© Paul Hiller

Damit der Betrachter die Atmosphäre dieser Parks noch intensiver erleben kann, zeige ich meine Bilder schon immer in Leuchtkästen. Bei der Arbeit „loop“ bin ich nun einen Schritt weitergegangen und habe eine Installation mit sich drehenden Leuchtkasten-Würfeln gebaut, die auf jeder Seite ein Bild zeigten. Es war nicht mehr möglich, sich für eine längere Zeit nur auf ein Bild zu konzentrieren, weil die Bilder in Bewegung waren.

Das Ganze hatte zur Folge, dass man sich entweder den Bildern ähnlich der Bewegung eines Karussells mit der Drehung der Würfel bewegte oder man konnte an einer Stelle abwarten, bis sämtliche Bilder an einem vorbeigefahren kamen. Verstärkt durch zwei Videoprojektion hatte die ganze Installation auf den Besucher eine kontemplative Wirkung.

Deine Arbeiten sind sehr speziell. Wie kam es denn zu dieser Beschäftigung mit Freizeitparks?

Angefangen hat alles 2007 mit meinen Fotos vom Santa Cruz „Beach Walk“. In den Aufnahmen von damals tauchten eher am Rande die ersten typische Requisiten von Freizeitparks auf. Ab diesem Moment an habe ich mich dann auf die Suche nach solchen Motiven in den USA, China, Japan, Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien gemacht.

Viele meiner letzten Bilder kommen aus Japan, weil das im Moment das Land ist, welches mich am meisten in den Bann gezogen hat.

Untitled © Paul Hiller

Welches Genre ist das eigentlich für Dich? Man sieht manchmal Menschen auf den Bildern, oft nur Architektur, Riesenräder und Karusselle.

Für mich ist Landschaftsfotografie das Genre. Ursprünglich bin ich ja auch über die Stadtlandschaft zu diesen Parks gekommen. Im Moment interessieren mich Konsuminszenierungen in Vergnügungsparks am meisten. Auf meinen Reisen sind aber natürlich auch immer noch Fotos von Stadtlandschaften präsent – diese zeige ich aber gerade nicht so.

Dazu kommt dann noch Deine spezielle Farbgebung der Bilder. Vielleicht magst Du uns darüber und generell über die Technik hinter den Bildern etwas erzählen?

Meine Arbeiten entstehen mit einer alten Hasselblad auf Film. Ich benutze immer denselben Film (Portra 400) und belichte meistens 1/3 Blende über. Dann habe ich noch einen guten Scanner zum Digitalisieren. Früher, als ich noch im Fotolabor arbeitete, habe ich aber sogar ganz analog Farbabzüge in der Dunkelkammer gemacht. An dieser Ästhetik orientiere ich mich immer noch bei meinen Scans und der Bildbearbeitung.

Untitled © Paul Hiller

Sämtliche Techniken habe ich bei meiner Ausbildung und späteren Arbeit im Fotolabor gelernt. Dort bin ich vielen Fotografen und Künstlern begegnet, die mich beeinflusst und teilweise sogar unterstützt haben. Letztendlich hat es sich aber ergeben, dass ich auf altbewährte Verfahren wie das Fotografieren auf Film zurückgreife.

Ein 400er Negativfilm hat für mich die perfekten Eigenschaften, um meine Bilder aufzunehmen: Es gibt einen hohen Belichtungsspielraum, die Farben und Kontraste sind weich, die Auflösung ist gut genug für schöne Abzüge bis 100 x 100 cm. Hinzu kommt der ganz eigene Farbcharakter von Negativfilm. Außerdem habe ich mich für das praktische quadratische Format einer Hasselblad Mittelformat-Kamera entschieden.

Fotografierst Du sonst eigentlich noch andere Sachen und sortierst die Dinge entsprechend aus oder sind es nur diese Bilder? Wie wichtig ist generell für Dich die Fokussierung auf einen roten Faden im eigenen Portfolio?

Auf meinen Reisen entstehen eigentlich nur noch Stadtlandschafts- und Vergnüngsparkbilder und davon zeige ich auch nur einen Teil. Für mich ist es sehr wichtig, den Betrachter nicht mit meinen Bildern zu überfluten, sondern nur eine konzentrierte Auswahl zu präsentieren.
Die Auswahl ist eine ganz bewusste Entscheidung von mir selbst, die ja schon während des Fotografierens beginnt.

Untitled © Paul Hiller

Wenn man eine Reise mit nur einer Tasche voll Mittelformatfilmen beginnt, muss man diese schon gut einteilen und kann nicht jede Gelegenheit für einen Schnappschuss nutzen.

Außerdem habe ich ja eine klare Aufgabe, die ich mit meinen Bildern erfüllen möchte und dafür reicht dann meistens eine Handvoll fertiger Bilder. Ich glaube, dass zu viele Bilder, gerade wenn man sich so intensiv mit nur einem Thema beschäftigt, schnell auch langweilen können und das möchte ich natürlich vermeiden.

Neben meinen freien Arbeiten habe ich aber auch sonst jeden Tag mit Fotografie zu tun – ich arbeite noch als Fotograf und Bildbearbeiter für verschiedene Firmen.

Untitled © Paul Hiller

Vielleicht noch etwas allgemeiner: Was bedeutet Dir Fotografie?

Fotografie ist für mich ein handwerklicher Beruf und eine Kunstform. Als Kunstform ist es für mich – wie schon so oft gehört – das einfachste und schwierigste Medium zugleich.

Jeder kann Fotos machen und es gibt so viele Fotos auf der Welt wie noch nie. Ein Foto oder eine Serie zu produzieren, die einen selbst und andere Betrachter berührt, ist die Herausforderung.

Danke für den Einblick in Deine Arbeit.


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1. März 2014

01 Mar

Ein Beitrag von: Chris Hieronimus

© Chris Hieronimus


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26. Februar 2014

01 Mar

Ein Beitrag von: Philipp Netzer

© Philipp Netzer


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Ein Plädoyer für das fotografische Flanieren

01 Mar

Ein Beitrag von: Eric Pawlitzky

Nichts provoziert das Auge mehr als eine fremde Landschaft, ein fremder Mensch, das Unbekannte. Und nichts ist langweiliger als Sehenswürdigkeiten zu fotografieren. Also fährt man am besten dort hin, wo die Begegnung mit Sehenswürdigkeiten eher nicht droht, z.B. nach Osteuropa.

Das Risiko, Bekanntem zu begegnen, kann man weiter reduzieren, indem man einen geografischen Zufallsgenerator zwischenschaltet. Das habe ich im Sommer 2012 getan, indem ich mit Frau und jüngstem Kind (zwei hervorragende Entschleunigungsfaktoren) den Versuch unternahm, einmal mit der Eisenbahn entlang der EU-Ostgrenze von Tallinn nach Constanta zu reisen.

Man kommt so etwa nach Paldiski, Tartu, Muszyna, Galati oder St. Gheorghe. Das sind Orte, an denen ich nie zuvor gewesen bin. Und das sind Orte, die von den Reiseführern bestenfalls einen Dreizeiler an Aufmerksamkeit erhalten. Man kommt also an und ist wunderbar planlos.

© Eric Pawlitzky

Fotografisch ist das eine Herausforderung. Klar, man könnte auf einer solchen Reise ohne Ende Bahnhöfe, Lokomotiven, Leute im Zug fotografieren, wenn man sechs Wochen an jedem dritten Tag Eisenbahn fährt oder immer das Rathaus oder den Blick aus dem Fenster nach dem Aufwachen am Morgen.

Mein Ziel aber war es, mein Sehen zu schulen, die Flüchtigkeit der Aufenthalte so gut wie möglich zu nutzen. Also in vergleichsweise kurzer Zeit Dinge zu finden, die ein Bild wert sind, Menschen, deren Sprache man nicht kennt, zu einem Portrait zu überreden (mit Gesten und freundlichen Blicken), etwas Typisches finden, den Klischees trotzen oder genau denen auch mal freien Lauf lassen.

Das habe ich zuvor in Berlin geübt. An einem verregneten Sommertag hatte ich die Idee, von Flughafen zu Flughafen zu laufen, von Schönefeld nach Tegel. Das sind etwa 30 km, die man in gut sechs Stunden schaffen kann. Also mit dem Lineal einen Strich über den Stadtplan gezogen und los.

Und siehe da, ich kam durch Straßen, deren Existenz mir völlig unbekannt war. Fast schon sprang mich die Langeweile an. Dann hatte ich meine Geschichte. Ein geradezu spöttisch wirkendes Plakat – in der gesamten Stadt verteilt. Das habe ich dann fotografiert mit dem umgebenden städtischen Raum, immer wieder.

© Eric Pawlitzky

Dann fiel mir auf, wie viele Gemüsehändler es auf den Fußwegen gibt, wie interessant die Spuren der fünfziger Jahre sind.

© Eric Pawlitzky

Das war die Fingerübung für die Reise durch immerhin sieben Länder. Ich wollte etwas über Osteuropa erzählen, das über einen klassischen Reisebericht hinausgeht. Ich suchte nach Bildern, nicht nach Motiven.

Das war der Versuch, die Umgebung anzusehen, als wäre sie eine Sammlung interessanter Grafiken. Die musste man eigentlich nur entdecken und ablichten. Ich wollte nicht zuerst erzählen, ich wollte zuerst die Bilder. Und siehe da – mit den Bildern kamen auch die Geschichten.

© Eric Pawlitzky

3.000 km und 3.000 Auslösungen später eine Ausstellung. Die Eindrücke waren noch frisch, für eine wirkliche Quintessenz fast zu früh. Ich habe 200 Bilder gezeigt – verpackt in zwanzig Schachteln, die die Besucher öffnen konnten, in denen man stöbern durfte.

Die Idee: Die Betrachter ein wenig verwirren und keine Sortierung nach Ländern oder Chronologie, sondern aus den Bildern Geschichten und Zusammenhänge filtern, die mit den Orten oft nur noch indirekt zu tun haben. Mit Themen, denen man unterwegs begegnet ist und die sich im Laufe der Reise oder erst danach als Erzählstrang verdichten.

© Eric Pawlitzky

Jede Schachtel eine Geschichte, „Black Box“ im doppelten Sinne. Und die Einladung zu den Geschichten jeweils ein großformatiger Print an der Wand der Galerie. 20 Einladungen, die Schachteln aufzumachen und die Geschichten anzusehen.

Das hat funktioniert: Die Leute waren neugierig und es gab zu einigen Schachteln, z.B. zu denen mit den Themen „Waiting Europe“ oder „Gott“ regelrechte Warteschlangen.

© Eric Pawlitzky

Warum dieses Plädoyer für das fotografische Flanieren? Bei einer klassischen Bildreportage reduzieren sich die Bilder oft auf Illustrationen des Erwartbaren. Der Fotograf hat die Geschichte im Kopf und sucht nach einer visuellen Umsetzung. Aber warum nicht auch einmal umgekehrt vorgehen und den Bildern den Vorrang geben?

Die Ausstellung „Tallinn – Constanta – 3.000 km Europa“ ist vom 28. Februar bis zum 5. April 2014 in der Galerie im Stadtspeicher des Jenaer Kunstvereins zu
sehen.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
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