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Archive for the ‘Equipment’ Category

New York City in den 80ern

30 Mar

Zwischen 1982 und ’86 fotografierte Frank Horvat auf den Straßen von New York. Seine Aufnahmen machen es dem Betrachter leicht, sich in diese Zeit (zurück) zu versetzen, denn es sind ganz alltägliche Aufnahmen, die den Flair der Stadt auf unscheinbare, unaufdringliche Weise präsentieren. Mit einer Prise Humor und dem Blick, Menschen in ihrer Geschäftigkeit einzufangen, dokumentierte der 1928 in Italien Geborene die Weltstadt.

Horvat nannte die Serie später „New York Up And Down“ und deutete damit die vielen Gegensätze dieser Stadt an. Up- und Downtown, der eisige Winter und der heiße Sommer. Erlebte Euphorie und Melancholie, die vielleicht auch mit folgendem Tatbestand zusammenhingen.

In seinen uns vorliegenden Tagebuch-Aufzeichnungen notierte er am 8. Februar 1983:

Frank Horvat fotografierte stets mit einer 85mm Festbrennweite, benutze nie Unschärfe im Vordergrund und suchte eine ganz bestimmte, vom Wetter abhängige Atmosphäre. Das sollten seine technischen Grenzen sein, die er sich selbst in New York City abgesteckt hatte. Außerdem – und das zeichnet sich in seinen Aufnahmen deutlich ab – war er sehr von Henri-Cartier Bresson inspiriert, obwohl er für das NYC-Projekt auf Farbfilm fotografierte.

New York City © Frank Horvat

New York City © Frank Horvat

New York City © Frank Horvat

New York City © Frank Horvat

New York City © Frank Horvat

New York City © Frank Horvat

New York City © Frank Horvat

New York City © Frank Horvat

New York City © Frank Horvat

New York City © Frank Horvat

New York City © Frank Horvat

New York City © Frank Horvat

New York City © Frank Horvat

New York City © Frank Horvat

New York City © Frank Horvat

New York City © Frank Horvat

New York City © Frank Horvat

New York City © Frank Horvat

New York City © Frank Horvat

New York City © Frank Horvat

Doch Horvat war nicht frei von Zweifeln. Am 16. Januar 1986, kurz vor Beendigung seines Projektes, schrieb er:

Heute Morgen um 7 war vor der Penn Station unter der „Brücke des Seufzens“ (wie ich sie nenne, weil sie mich an diese Brücke in Venedig erinnert) ein großes Aufkommen von Wasserdampf, wahrscheinlich von einer Röhre eines Gebäudes. Ich machte ein paar Fotos und ging dann runter in die Stationshalle, um die Nikon neu zu beladen (weil die Temperatur oben -10°C war). Als ich zurückkam, sah ich die aufgehende Sonne durch den Wasserdampf erglühen, als ob sie gerade ein gigantisches Feuer entzündet hätte. Habe ich das Bild gut komponiert, war die Belichtung korrekt?

Das war sie, wie wir hier sehen:

New York City © Frank Horvat

Ich persönlich bin sehr stolz darauf, dass wir von Frank Horvat die Erlaubnis bekommen haben, seine Bilder vorzustellen. Sie werden mich noch lange begleiten, da ich selbst von New York City sehr fasziniert bin und mich jetzt schon freue, bald wieder am Big Apple zu fotografieren.

Alle Fotos der Serie „New York City Up And Down“ können auf seiner Webseite angesehen werden.


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29. März 2014

30 Mar

Ein Beitrag von: anwiphoto

© anwiphoto


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Blickfang: Rev. Thomas Barker and May

28 Mar

Wie im Artikel „Unsere liebsten Bildbände“ bereits geschrieben, ist einer meiner Schätze ein großer, schwerer Klotz namens „Lewis Carroll, Photographer“* von Roger Taylor und Edward Wakeling, der auf den Fotografen Charles Lutwidge Dodgson eingeht, der nebenher noch Mathematiker, Diakon und einer der berühmtesten Kinderbuchautoren der Welt war.

Er war ein Naturwissenschaftler und Oxford Man, aber auch ein spielerisch denkender Geist und Bewunderer von Schönheit in vielen Formen. Er löste hochkomplexe mathematische Rätsel und scheiterte gleichzeitig daran, einen Index mit durchgehender Nummerierung seiner eigenen Fotografien anzulegen. Ein widerstreitender Geist.

Wer das Hobby Fotografie in den 1850er Jahren aufnahm, demonstrierte einerseits sein naturwissenschaftliches Können mittels dem Umgang mit den Apparaten, Linsen und Chemikalien und gab andererseits seinen künstlerischen Tendenzen Ausdruck – auch die Mischung, die Lewis Carroll ausmachte.

Dazu das Spielerische und Verdrehte: Beim Blick durch den Sucher steht das Bild auf dem Kopf und ist spiegelverkehrt. Beim Abziehen der Negative wird aus Schwarz Weiß und aus Weiß Schwarz. Auf scheinbar leerem Papier erscheint wie durch Zauberhand ein Bild. Nicht ist so, wie es scheint.

Als Lewis Carroll 1856 begann, sich der Fotografie zu verschreiben, entschied er sich für das damals neue Kollodium-Nassplatten-Verfahren, das just die Vorzüge der – damals in Konkurrenz zueinander stehenden Verfahren – Daguerrotypie und Kalotypie miteinander verbunden hatte.

Er suchte höchstmögliche Präzision und Qualität und fand sie auch, nach einiger Zeit der Übung, um die schwierigen und genau einzuhaltenden Abläufe zu verinnerlichen. Da er ein Mann der Ordnung und Selbstdisziplin war, spornten ihn die anfänglichen Fehler an, im Gegensatz zu vielen anderen jungen Männern, die die Fotografie – damals schwer en vogue – schnell wieder aufgaben.

Rev. Thomas Barker and May © Charles Lutwidge Dodgson, „Lewis Carroll Photographer. The Princeton University Library Albums“ von Roger Taylor, Edward Wakeling

Nachdem er die ersten sieben Jahre lang unter freiem Himmel (zum Teil mit Laken als Hintergründen) und bei Freunden oder Auftraggebern zuhause fotografiert hatte, stand ihm ab 1863 ein kleines Studio zur Verfügung. Aber anstatt dass dieser Raum ihn beflügelte, schränkte ihn die neu gewonnene Freiheit wohl kreativ ein. Die meisten dort entstandenen Aufnahmen sind nicht erwähnenswert.

Aus diesen sonst glanzlosen Ergebnissen sticht aber eines der Portraits von Rev. Thomas Barker und seiner Tochter May hervor. Anstatt sie steif aufgesetzt vor einer eintönig weißen Wand zu präsentieren, sitzt der Vater an die Wand unter einem Fenster gelehnt auf einem Stuhl, während seine Tochter hinter ihm auf dem Polster steht, eine Hand an der Wand und die andere auf der Schulter des Vaters abgelegt.

Roger Taylor führt die Spannung und den gegenseitigen Bezug der beiden Protagonisten auf das Vater-Tochter-Verhältnis zurück. Der Vater trage das Gewicht der Tochter wörtlich und metaphorisch auf dem Rücken, sie steht schützend hinter ihm, um die von ihm zu tragende Verantwortung wissend.

Ich muss gestehen, dass mir ganz andere Gedanken beim Anblick der blicklosen Interaktion der beiden durch den Kopf gehen. Mir scheint eher etwas Teuflisches aus ihrem Blick zu sprechen und wie sie stark hinter ihm steht, während er an der Wand zusammensackt – entzieht sie ihm seine Lebenskraft?

Auch diese – zugegeben von modernen B-Movies inspirierte – Interpretation kann man auf ein Vater-Tochter-Verhältnis übertragen, denn Erziehen kostet Kraft. Natürlich stand dieser Aspekt bei der Entstehung der Aufnahme nicht im Vordergrund.

Viel mehr war jeder Tag im Leben eines Kindes tatsächlich ein Geschenk Gottes, in einer Zeit, in der ständig Kinder vorzeitig an verschiedenen Krankheiten starben.

 

Informationen zum Buch

„Lewis Carroll, Photographer“* The Princeton University Library Albums
Autoren: Roger Taylor, Edward Wakeling
Verlag: Princeton University Press, 2002
Einband: Hardcover, gebunden
Seiten: 304
Größe: 28,1 x 25,9 x 3,4 cm
Sprache: Englisch
Preis: neu ca. 44 €, gebraucht ab z. Zt. 12 €

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas kauft, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


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Nepal gelebt

28 Mar

Ein Beitrag von: Jonas Jung

Nepal, warum Nepal? So weit weg? Diese Fragen hörte ich vor mittlerweile mehr als eineinhalb Jahren häufiger. (Wenn das Land nicht gerade mit der Stadt Neapel verwechselt wurde.)

Nepals Klischee ist der schneebedeckte Himalaya, auf dessen Dach, dem Mount Everest, sich Reinhold Messner mit Tausenden Sherpas tummelt und den Yeti jagt. Man weiß, dass es nicht so ist, aber besser weiß man es nicht.

Die Thronenden © Jonas Jung

Ich wollte einen großen Kontrast zu Deutschland. Eine Kultur und zwei Religionen, so weit wie nur möglich entfernt von dem, was ich kannte. Bewusst vermied ich es weitestgehend, mir ein Bild von diesem Land zu machen, in dem ich ein Jahr verbringen würde.

Dies hatte eventuell ein wenig mit Selbstschutz zu tun, denn eine nicht vorhandene Vorstellung kann nicht enttäuscht werden. Im Nachhinein war es eine gute Entscheidung. So entstand in mir ein persönliches, eigenes Bild mit nur wenigen Klischees.

Die Betende © Jonas Jung

Das Ritual © Jonas Jung

Ich lebe nun schon einige Monate in Nepal, es ist Alltag entstanden, den ich gern lebe. Es liegen Tausende schöner Landschafts- und Sehenswürdigkeitsfotos auf meiner Festplatte. Nepal ist wunderbar.

In dieser Oberflächlichkeit hätte ich weiterleben können. Doch hätte ich das gewollt, wäre ich nicht nach Nepal gegangen. Es war also Zeit für ein neues Abenteuer: Das „hässliche“ Nepal wollte kennengelernt werden. Es ging nach Birgunj, einer Grenzstadt zu Indien. Sie wurde als eine Stadt beschreiben, in der man nicht bleiben möchte – perfekt.

Die Sortierte © Jonas JungDer Verkäufer © Jonas Jung

Ich kam nachts dort an und bekam nur mit Schwierigkeiten ein Zimmer, aus dem ich noch vor den ersten Sonnenstrahlen floh. Die Straßen waren voller Müll, in dem Kühe und Hunde nach etwas Essbarem stöberten. Gleichzeitig bauten Straßenhändler ihre Stände auf und es mischte sich der süsslich-würzige Geruch von Milchtee in den Gestank von Müll und Ausscheidungen. Das Ganze in einem wunderbaren Morgendunst.

Ich begann, einige Straßenszenen abzulichten, ohne viel darüber nachzudenken. Es war das erste Mal, dass Menschen bewusst zu meinem Motiv wurden. Nach und nach wurden die Straßen gereinigt und es verzog sich der Dunst. Damit kamen aber auch Lärm, Sonne und Hitze – außerdem fiel ich auf.

Die Interagierenden © Jonas Jung

Ich beschloss, die Kamera aus zu machen und nach einem Ersatz für meinen verloren gegangenen Objektivdeckel zu suchen. Ein Schild, auf dem eine DSLR abgebildet war, schien mir erfolgversprechend. Stattdessen landete ich bei ein paar jungen Nepalis, die ihr Geld mit Hochzeitsvideos verdienten.

Wir tauschten Musik, uns über unsere Kameras aus und tranken Milchtee. Wir verbrachten den ganzen Vormittag gemeinsam. Danach fuhr ich – zwar ohne Objektivdeckel, aber mit neuen Freunden – zurück in meinen Alltag. Ein Alltag, der jetzt um eine Idee reicher war. Die Idee, das Leben in Nepal festzuhalten.

Der Gelangweilte © Jonas Jung

Das Gelesene © Jonas Jung

Meine Erfahrungen in Sachen Menschen fotografieren beschränkte sich auf Portraits für Wahlplakate und einige Familienfotos. Insofern begab ich mich in eine für mich ganz neue Materie der Fotografie. Ich sichtete meine Bilder auf der Suche nach Ideen und einem Konzept, um meine Idee umzusetzen.

Ich fand schließlich ein Foto von einem Süßigkeitenladen, das ich sehr frontal aufgenommen hatte. Ich konvertierte es in schwarzweiß und probierte damit herum. Mir gefiel das Konzept, dennoch startete ich nicht sofort, sondern ließ die Ideen noch ein bisschen reifen.

Die Szene © Jonas Jung

Der Träumer © Jonas Jung

Eines Nachmittags in Kathmandu ging ich mit meiner Kamera durch eine Straße, durch die ich schon etliche Male gelaufen war. Ich fing spontan an, meine Idee umzusetzen. Das Licht war nicht gerade gut, doch ich fing an, damit zu spielen und es zu nutzen. Am nächsten Morgen begutachtete und bearbeitete ich die ersten Fotos, war schon relativ zufrieden mit meinen Ergebnissen und nahm mir vor, dieses Projekt fortzusetzen.

Es entstanden viele Aufnahmen in Kathmandu und Umgebung und in der Nachbarstadt meines Wohnortes. Nur an Orten, die ich sehr gut kannte. Ich wurde mit den Aufnahmen immer routinierter und es machte mir immer mehr Spaß, durch die Gassen zu ziehen und nach Motiven zu suchen. Meine Intention, Nepal zu zeigen wie ich es wahrnehme, gelang mir immer besser und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Die Genießenden © Jonas JungDie Bewacher © Jonas Jung

Patan Durbar Square,
aus Tempeln ein Meer,
von Menschen noch mehr.
Händler rufen laut,
schmatzend Paan gekaut,
irgendwo wird gebaut.
Ich bleibe stehen
um mich umzusehen.
Sein eigenes Wort ist nicht zu verstehen.
Hier wird nicht geeilt,
Tikkas werden verteilt,
um alles wird gefeilt.
Patan Durbar Square,
alles ein wenig quer,
doch einiges was ich hier erlehr.

Die Beobachter © Jonas Jung

Viele meiner Fotos entstanden in den letzten zehn Tagen meines Aufenthalts. Diese Tage verbrachte ich in Kathmandu und hatte schon einen Abschied hinter mir: Den Abschied aus dem Dorf, in dem ich das letzte Jahr verbracht hatte.

Mir fiel dieser Abschied schwerer als der aus Deutschland, weil es keinen Ausblick auf ein zeitnahes Wiedersehen gab. Viele meiner dortigen Freunde sind ausgewandert in Länder wie Dänemark, Dubai, Tansania, Australien. Ich bin froh, noch mit ihnen in Kontakt zu stehen.

Der Schiebende © Jonas Jung

Meine letzten Tage also. Ich wollte mich verabschieden und runterkommen, dies funktionierte wunderbar durch meine Fotospaziergänge durch die Straßen. Natürlich freute ich mich auf Deutschland, doch die Gedanken daran waren sehr surreal. Real wurde es gar nicht komisch, sondern wie immer. Nepal ist nun ebenfalls ein Zuhause und wird es auch bleiben.

Seit meiner Rückkunft habe ich meine Kamera weniger in die Hand genommen. In meinem Kopf schwirren einige Ideen herum, auch die Fortsetzung dieser Serie sozusagen als Kontrast. Aber ich habe gelernt, Ideen Zeit zu lassen.

Derzeit beschäftige ich mich mit Film, was meine berufliche Zukunftsperspektive angeht, wird die Fotografie auch da immer mit dabei sein. Die Fotografie an sich steht deswegen aber nicht still, das Gegenteil ist der Fall.


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27. März 2014

28 Mar

Ein Beitrag von: Frederik

Snowboard, Abflug, Winter, Schnee, Sport


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So klein

27 Mar

Shayan Artuz ist 18 Jahre alt, wuchs in Yorba Linda in Kalifornien auf und besucht aktuell ein College in New York City. Er studiert Bildende Kunst und Englisch und möchte sich in naher Zukunft mehr mit Fotojournalismus beschäftigen. Seine momentanen Arbeiten sind konzeptuelle Aufnahmen von Menschen in der Natur.

Ich fühle mich stark zu Landschaftsaufnahmen und Portraits hingezogen. Meine Lieblingsfotos sind die Bilder, die die Weite der Natur demonstrieren und wie unglaublich winzig wir im Vergleich zu dieser atemberaubenden Größe wirken.

© Shayan Artuz

© Shayan Artuz

© Shayan Artuz

© Shayan Artuz

© Shayan Artuz

© Shayan Artuz

Und in der Tat fühlt man sich beim Anblick seiner Fotos auf einmal sehr klein. Oft stehen die Menschen mit dem Rücken zum Fotografen und durch diese Anonymität der Person kann man sich noch einfacher mit ihnen identifizieren. Sie erinnern etwas an Caspar David Friedrich und Shayan schreibt mir auch, dass ihn vor allem die Malerei, aber auch Skulpturen und die Musik inspirieren.

Mehr Fotos von Shayan findet Ihr auf Flickr oder Facebook.


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It’s Thanks Back Thursday!

27 Mar

Sure, your photography is good. But, did you know it can also do good?

Use your photos to put smiles on the faces of your best chums and total strangers.

Simply enter a photo and message of gratitude into our Thanks Machine and we’ll pop out a sendable thanks-o-gram.

Send it out to that pal you’re thankful for and we’ll donate $ 1 to Kids’ Photography Education through Donors Choose. Whabam! You just helped out a total stranger.

Put your photos to good use, express your thanks and educate kiddos.

Send a Photo Thanks-O-Gram


© laurel for Photojojo, 2014. |
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Photojojo

 
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Die Visionen des Reuben Wu

27 Mar

Als ich vor ein paar Tagen beinahe über die Lanschafts-Aufnahmen von Reuben Wu hinweg gesurft wäre, musste ich meiner Entdeckung erst einmal auf unserer Facebook-Seite Luft machen. Selten war mir ein solch surreal-dramatisches Sujet im diesem Genre untergekommen.

Der Fotograf selbst beschreibt sein Schaffen wie folgt:

Ich fotografiere sehr viel auf Reisen, denn ich liebe neue Entdeckungen. Für mich ist die Aufnahme eines Bildes ganz der Artikulation meiner Wahrnehmung gewidmet: Dem Ausdruck einer inneren Vision.

© Reuben Wu

© Reuben Wu

© Reuben Wu

© Reuben Wu

© Reuben Wu

© Reuben Wu

© Reuben Wu

© Reuben Wu

© Reuben Wu

© Reuben Wu

Und die Visionen, die der Entdecker mit dem feinen Namen hat, sind weder belanglos noch distanziert. Seiner Aussage nach „ist die Fotografie nur ein Mittel zum Zweck. Das Bild ist nur eine Facette dessen, wonach ich suche“.

Reuben Wu, ich werde Deine Bilder so schnell nicht vergessen.


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Popkultur im Quadrat

27 Mar

Ein Beitrag von: Peter Breuer

Ein Musiker kommt auf die Bühne, greift in die E-Gitarre und im selben Moment brüllt aus den Marshall-Verstärkern der Ton. Die Fotografie war lange Zeit deutlich betulicher.

Zuerst war sie ein Expertenmedium, dann ein teures Oberschichtvergnügen und selbst, als sie sich in der Kodak-Ära der preiswerten Großlabore demokratisch nannte, vergingen noch zwischen dem Druck auf den Auslöser und dem Betrachten der Bilder einige Labortage, die das fotografierte Erlebnis vom seiner Dokumentation aus Papier trennten.

Erst das Polaroid brachte den Rock’n’Roll in die Fotografie.

Hotdog © Peter Breuer

Das SX70-Polaroid war schnell genug für Andy Warhols Portraits von Bianca Jagger und sein Quadrat perfekt für Walker Evans typographische Fundstücke. Monumental wurde es, wenn Jan Hnizdo Polaroidmaterial in seine riesige Fachkamera spannte.

Die Geschwindigkeit und seine stetig leicht falschen Farben waren Popkultur und verhießen in den 1970er Jahren einen Fortschritt, der es möglich machen würde, bald jedes Bild in hoher Qualität blitzschnell in den Händen halten zu können.

Lange vor Apple und Facebook zählte Polaroid zu den heißesten Aktien der Wall Street: Die „nifty fifty“ waren Zukunftswerte, bei denen das Kurs-Gewinn-Verhältnis uninteressanter war als die explodierende Popularität. Polaroid gehörte dazu, aber auch Eastman Kodak – und beide waren später dem Tempo der Digitalisierung der Fotografie nicht gewachsen.

Mit einer SX70-Kamera zu fotografieren, war analoger als analog. Das Hell-Dunkel-Drehrad veränderte Belichtungszeiten, ohne genaue Zahlenwerte anzuzeigen. Gewählt wurden keine komplizierten Brüche, sondern gefühlte Unterschiede zwischen „bisschen“ und „sehr“. Die perfekte Temperatur für Polaroids lag deutlich über 20 Grad Celsius, das Licht war idealerweise exakt im Rücken und der Himmel satt blau. Kein Wunder, dass David Hockney mit Vorliebe die Kacheln und Lichtbrechungen kalifornischer Pools fotografierte.

Fisch © Peter Breuer

Meine erste eigene Polaroidkamera stammte vom Trödelmarkt. Eine SX70-Alpha Spiegelreflex aus weißem Kunststoff mit brauner Belederung. Zehn Mark kostete die wertvolle Klappkamera – gerade mal die Hälfte eines einzelnen 10er Filmpacks. Meine ersten Versuche waren indes relativ mühsam. Dieses Warten, bis endlich unter der Folie etwas passierte und diese völlig unkalkulierbaren Farben.

Weil ich aus Kostengründen auf abgelaufene Filme setzte, die ich für den halben Preis kaufen konnte, musste ich penibel sauber arbeiten. Immer wieder mal platzte der Chemiebeutel am unteren Ende des Bildes und verschmierte die empfindlichen Walzen im Inneren der Kamera. Damit nicht das nächste Bild durch ein noch ungleichmäßigeres Auspressen beschädigt wurde, waren in der Fototasche ständig Q-Tips und eine Flasche Alkohol zum Säubern.

Kaffeefilter © Peter Breuer

Um den fast zwangsläufigen Farbstich zu kontrollieren, begann ich, mit Kunstlicht und Farbfiltern von Lee zu arbeiten. Mit seltsamen Aufbauten auf dem Bügelbrett, ausgeschnittenen Lichtformern aus Fotokarton und Baumarktklemmen. Was mich 1989 besonders faszinierte, war Foodfotografie – das schien einerseits am wenigsten zum SX70-Polaroid zu passen, ließ sich aber andererseits hinterher oft noch verzehren.

Glücklicherweise hatte ich über Umwege irgendwann eine Verbindung zu Polaroid in Offenbach und konnte dort mein abgelaufenes Material in Kartons kaufen. Das machte das Fotografieren immer noch nicht billig, aber wenigstens halbwegs bezahlbar.

Wurst © Peter Breuer

Im Laufe der Zeit entstanden viele Hundert Fotos von Lebensmitteln und eine Serie von Fast-Food-Motiven für das ZEIT-Magazin, die meine damalige Wohnung in einen fetttriefenden Ort verwandelte: Schließlich hatte ich mein „Studio“ immer noch auf einem Bügelbrett aufgebaut und selbst die Fotos, die nach einer echten Location in einem Eckimbiss aussahen, waren in Wirklichkeit nur angeschraubte Neonröhren auf einer Holzplatte, die ich mit Tapete aus einem Abbruchhaus bekleistert hatte.

Diese Improvisationen passten einfach perfekt zur Unfertigkeit des Polaroid-Materials. Und je länger ich mich damit beschäftigte, desto angenehmer blieben die SX70-Bilder hinter den arschglatten Bildwelten zurück, die mit dem damals neuen Photoshop entstanden. Die Einzigartigkeit der Bilder macht ihren zusätzlichen Reiz aus – es sind eben keine Abzüge, sondern Unikate.

Das Polaroid als Gesamtkunstwerk aus dickerem Rahmen, Klarsichtfolie und der belichteten farbigen Schicht dahinter ist ein Objekt und entzieht sich sperrig seiner Verdopplung. Es besteht nicht aus Daten, man kann es anfassen und der Akt des Weitergebens ist tatsächlich ein Geschenk, bei dem der Beschenkte etwas besitzt, was der Verschenkende dann nicht mehr hat.

Korken © Peter Breuer

Es ist kein Zufall, dass das Fotonetzwerk Instagram in dem Moment blitzschnell populär wurde, als die Handykameras den Perfektionsgrad von eigenständigen Digitalkameras erreichten. Das von Polaroid entlehnte Logo, die per Filter einrechenbaren Bildfehler, Unschärfen und Fehlfarben entsprechen dem zutiefst menschlichen Wunsch nach Originalität und kuscheligem Rückbesinnen auf eine von Hand gemachte Ästhetik.

Gepaart mit der Schulhofromantik des sich gegenseitig Bilderzeigens ist Instagram ein warmer Ort in der Flut der Bilder. Natürlich ist Instagram selbst eine große Welle in diesem Ozean, aber eine Hinterhofmanufaktur war Polaroid schließlich auch nicht.

Zitrone © Peter Breuer

Wie sehr Polaroid ein popkulturelles Phänomen des Westens ist, zeigte sich Anfang der 90er Jahre, als Einbrecher in ein Schweriner Fotogeschäft einstiegen: Munter fotografierten sie sich mit Sofortbildkameras gegenseitig und ließen ihre Bilder – enttäuscht, weil sie nicht wirklich sofort ein Bild zeigten – am Tatort liegen. Als die Polizei später eintraf, hatten sich die Bilder entwickelt und die Täter wurden ermittelt.


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26. März 2014

27 Mar

Ein Beitrag von: Florian Ilsinger

Mystery Tour © Florian Ilsinger


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