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Archive for the ‘Equipment’ Category

CARDURA FOR SALE – No Prescription DrugStore

07 Apr

ellen-degeneres-selfie


Ellen DeGeneres was probably overplaying Bradley Cooper’s photography skills when she called that image the “best photo ever.” But the #Oscar post that broke the record for the largest number of retweets on Twitter might also have broken another record: for the world’s most valuable image.

With over 3 million retweets, the picture, with its galaxy of megastars, was a giant advertisement for Samsung. The company’s name didn’t appear in the tweet but according to online advertising firm Kontera, the picture led to the brand receiving about 900 online mentions a minute. Samsung is believed to have paid around $ 20 million for five minutes’ of advertising time during the Oscar ceremony and ten sponsored celebrity selfies shot backstage. Certainly, the white Samsung Note that DeGeneres was seen holding throughout the ceremony picked up plenty of air time. (And the iPhone on which she posted her own tweets backstage somewhat less.)

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6. April 2014

07 Apr

Ein Beitrag von: Roger Albani

© Roger Albani


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Jesse Marlow: Melbourne in Farbe

06 Apr

Es stimmt tatsächlich: Jesse Marlow gehört zu meinen Vorbildern. Als ich seine hochkontrastigen Bilder zum ersten Mal in „Street Photography Now“* auf Seite 114/115 sah, prägten sie sich sofort ein. Marlow hat eines erreicht: Seine Fotos gingen in der täglichen Bilderflut nicht unter, die mich täglich überschwemmt. Im Gegenteil. Sie stachen heraus wie ein rotes Segelboot.

Der in Melbourne Geborene gerät ins Schwärmen, als ich ihn frage, warum er fotografiert. „Ich habe es schon immer getan. Im Alter von acht Jahren fing ich als kleiner Junge an, Graffiti zu fotografieren. Das war Mitte der Achziger.“ Von da an begann seine Leidenschaft für die Straßenfotografie zu wachsen. Der Grund dafür ist folgender:

Ich liebe die Unsicherheit der Straßenfotografie, insbesondere den Umstand, dass ich morgens das Haus verlasse und abends vielleicht mit einem Bild nach Hause komme, das mich für immer begeistern wird.

Und so auch mich.

Eine Frau hat ihre Beine hochgestreckt. Melbourne, Straßenfotografie von Jesse Marlow.

Eine Frau beugt sich und zwei Beine schauen unter Straße hervor. Melbourne, Straßenfotografie von Jesse Marlow.

Ein Mensch hält ein gelbes Teil nach oben und steht auf der Straße vor einer gelben Wand. Melbourne, Straßenfotografie von Jesse Marlow.

Ein Mann ist durch 6 Kacheln zu sehen. Melbourne, Straßenfotografie von Jesse Marlow.

Eine Frau hat einen leuchtend orangenen Hut auf. Melbourne, Straßenfotografie von Jesse Marlow.

Drei Männer sitzen in einem Affenkostüm auf einer Parkbank. Melbourne, Straßenfotografie von Jesse Marlow.

Eine Frau mit Kopftuch läuft direkt vor ein Fenster, das einen strahlenförmige Aufzug zeigt.Melbourne, Straßenfotografie von Jesse Marlow.

Ein Mann läuft gebückt auf die Kamera zu. Im Hintergrund steht ein Bus mit vielen Gesichtern drauf. Melbourne, Straßenfotografie von Jesse Marlow.

Zwei Männer tragen große Teile. Melbourne, Straßenfotografie von Jesse Marlow.

Eine weiße Katze springt eine Mauer hinunter. Melbourne, Straßenfotografie von Jesse Marlow.

Wir sehen ein Flugzeug vor einer Landkarte in einem Reisbüro, dessen Scheibe eingeschlagen wurde. Melbourne, Straßenfotografie von Jesse Marlow.

Viele Männer tragen eine Scheibe und halten ihre Hände komisch nach oben. Melbourne, Straßenfotografie von Jesse Marlow.

Ein Schwan steht an einem See vor einem Schild, das selbst auch ein Schwan ist. Melbourne, Straßenfotografie von Jesse Marlow.

Ein Mann ist scheinbar gefallen. Melbourne, Straßenfotografie von Jesse Marlow.

Auf mein neugieriges Nachhaken, wie er denn fotografiere, schreibt Marlow, er hätte sich die ersten zehn Jahre immer wieder Zeitfenster freigeschaufelt, in denen er mit der Kamera unterwegs war. Doch das schien ihm mit der Zeit zu restriktiv, weil er sich unter Druck gesetzt fühlte, etwas Besonderes zu finden.

Heutzutage fotografiert er täglich auf Reisen, da er als Werbefotograf ständig unterwegs ist. Die Bilder der hier präsentierten Serie fasst er unter dem ebenfalls merk-würdigen Titel „Dont Just Tell Them, Show Them“ zusammen. Der Name entstammt von einem Schriftzug, der auf diesem Bild zu sehen ist. Sie ist seit März 2014 als Buch erhältlich und auf 1000 Stück limitiert.

Jesse ist desweiteren Teil des Straßenfotografie-Kollektives iN-PUBLiC und auch auf Facebook zu finden.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


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browserFruits April, Ausgabe 1

06 Apr

Habt Ihr schon an unserer aktuellen Leseraktion „Wesentliches“ teilgenommen und Eure Taschen für uns ausgeleert? Nur noch bis morgen habt Ihr dafür Zeit und es ist natürlich auch eine prima Gelegenheit, etwas Ordnung in das Handtaschenchaos zu bringen. Generell steht Frühjahrsputz momentan überall auf dem Plan. Unsere Schreibtische sind aufgeräumt und sortiert und auch viele neue Ideen formen sich, weil wir Altes ausrangieren und Platz schaffen. Also bleibt gespannt.

 

Fotospecial: Hinter dem Vorhang

Flickr

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Deutschsprachig

• Im Polaroidfieber ist er, der Normen Gadiel und auf der Suche nach zwei spezifischen Polaroid-Kameras. Und seine Bilder, die können was.

• Die Süddeutsche bekundet, was (eigentlich) schon lange klar ist: Smartphones machen Kompaktkameras Konkurrenz. Soso. Der Artikel hat jedoch für Einsteiger ein paar gute Tipps parat und ist deshalb lesenswert.

• „Wie fotografiert man das Grauen? Wann ist ein Bild vom Grauen gut? Und warum?“ Andreas Herzau schreibt darüber, warum er 1995 nach Ruanda gefahren ist.

• Für fotohistorisch Interessierte berichtet das Handelsblatt ausführlich über die Ausstellung „Subjektive Fotografie 2“ in Berlin.

• Michael Gelfert erklärt, was es mit dem Begriff „Bildrechte“ eigentlich auf sich hat und warum es keine gibt.

• Die Fotocummunity hat ein paar Tipps für gute Fotolocations in Berlin.

 

International

• So würden unsere Städte aussehen, wenn statt Werbung überall klassiche Malerei hängen würde.

• An was denkt Ihr, wenn Ihr an den Iran denkt? Sicherlich nicht an das, was diese Bilder zeigen.

• Man kann von Top-Listen halten, was man will, wir verweisen trotzdem darauf: Die Liste der 10 einflussreichsten aktiven Straßenfotografen auf Street Hunters wurde aktualisiert.

• Mit einer Linhof-Kamera im Rucksack erkundete der französische Fotograf Stéphane Lelarge Berlin und dokumentierte Menschen, die sich ihren ganz eigenen Platz zum Wohnen gesucht haben oder suchen mussten. Zum Beispiel in Zelten und Wohnwagen.

• Die russische Fotografin Katerina Plotnikova nutzt für ihre konzeptuellen Portraits echte Tiere: Von Schlangen bis zu Bären. Die Bilder sind ohne Frage bezaubernd, der Umgang mit den Tieren macht uns jedoch Bauchschmerzen.

• Nachrichtenbilder vom Erdbeben in Chile.

 

Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

Buchtipps

• Bei Powerhouse Books, die sich auf Kunst spezialisiert haben, ist ein Fotoband von Alexandra Crockett erschienen, der den Namen „Metal Cats“ trägt. Gezeigt werden Heavy-Metal-Musiker, u. a. von Isis und Napalm Death, die zusammen mit ihren Katzen für die Kamera posieren. Die wundervoll skurrile Kombination aus Lederjacken, Tattoos, Nieten und süßen Katzen wird ab Mai für nur 10 € erhältlich sein.

• Das Magazin „Die Nacht“ ist mit der 15. Ausgabe erschienen und für 7 € erhältlich. Einen guten Einblick in die enthaltenen Werke bekommt man ebenfalls auf der Homepage.

 

Zitat der Woche

We don’t see things as they are, we see them as we are.

Anais Nin –

Mehr Zitate

 

Videos

Kann sich jemand von Euch an Adobe Photoshop 1.0. erinnern? Dann könnt Ihr bei diesem Video in Erinnerungen schwelgen oder einfach dankbar sein, dass es immer weiter entwickelt wird.

 

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Eine tiefere Aufmerksamkeit

05 Apr

Manche Fotos treffen mich unmittelbar und erzeugen innerhalb von Sekundenbruchteilen ein intensives Gefühl. Und dann gibt es Fotos, die auch direkt wirken, mich jedoch mehr beanspruchen. Ich meine damit Bilder des kanadischen Fotografen, der unter dem Namen new legs auf Flickr sein Unwesen treibt.

Für seine Aufnahmen muss – und will – ich mir Zeit nehmen. Zeit, sie wirken zu lassen, Assoziationen zu entwickeln und mich in sie hineinzuvertiefen.

Da finde es ich es doch direkt interessant, dass der Künstler selbst sagt, „die Fotografie macht mich viel aufmerksamer und offener für den Reichtum, der stets um mich herum ist“.

Ob er nun auf einer tropischen Insel, einer majestätischen Gebirgskette oder in einer Großstadt sei, das Praktizieren der Fotografie bedeute für ihn das Einüben, für seine Umgebung eine tiefere Aufmerksamkeit zu entwickeln.

© New Legs

© New Legs

© New Legs

© New Legs

© New Legs

© New Legs

© New Legs

© New Legs

© New Legs

© New Legs

© New Legs

© New Legs

Diese Form der Aufmerksamkeit führt bei new legs dazu, dass seinen Worten nach „dieses Ding, das wir Leben nennen, zur echten Kunst wird“.


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5. April 2014

05 Apr

Ein Beitrag von: Michael Roggemann

© Michael Roggemann


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Leseraktion: Wesentliches

05 Apr

Vor Kurzem haben wir zurückgeblickt auf die letzten Jahre kwerfeldein und die Leseraktionen, die wir hier schon so gemacht haben. Hängen geblieben sind wir dann an der, die wir vor knapp drei Jahren „Wesentliches“ getauft hatten. Angelehnt an die Serie „Persona“ von Jason Travis haben wir unsere eigenen Taschen ausgeleert und Euch gebeten, es uns gleich zu tun.

Da das jetzt schon so lange her ist, fanden wir es spannend, unsere Taschen erneut auszuleeren und mit den Bildern von damals zu vergleichen. Einige haben immer noch die gleichen Taschen, aber drei Jahre haben so ihre Spuren hinterlassen. Man hat einen neuen Taschenkalender, ein neues Handy und trägt auch andere Lektüre mit sich herum.

Und die Redaktion hat in den letzten Jahren Zuwachs bekommen, der nun selbst das erste Mal zeigt, was er so in der Tasche jeden Tag mit sich herumträgt. Da dachten wir uns: Hey, nicht nur die Redaktion hat sich seit 2011 verändert, sondern auch – juhuu! – viele, viele neue Leser beehren täglich unser Magazin und bringen sich gern mit ein. Also, zeigt her Eure Taschen!

© Katja Kemnitz
Katja Kemnitz: Redakteurin, Fotografin.

© Robert Herrmann
Robert Herrmann: Fotograf, Bildgestalter.

© Aileen Wessely
Aileen Wessely: Programmiererin, Redakteurin, Fotografin.

Die Regeln

  • Arrangiert den Inhalt Eurer Tasche auf einem flachen Untergrund und fotografiert das Ganze senkrecht von oben.
  • Euer Foto muss mindestens 960 Pixel breit sein.
  • Nur minimal bearbeiten. Kontraste anziehen, ein wenig nachschärfen, vielleicht gerade ziehen.
  • Bitte postet einen Link zum Foto in das Kommentarfeld und schreibt kurz etwas über Euch dazu: Name und Tätigkeit.
  • Solltet Ihr ein Blog betreiben, könnt Ihr natürlich alternativ auch einen eigenen Blogartikel daraus machen und einen Trackback setzen.
  • Einsendeschluss ist nächsten Montag, 7. April um 23:59.
  • Mit Eurer Einsendung als Kommentar erklärt Ihr Euch damit einverstanden, dass wir ggf. Euer Bild mit Euren Angaben auf kwerfeldein veröffentlichen.

Die meisten von Euch wissen schon, was danach passiert: Die Redaktion klickt sich durch alle eingesendeten Bilder und in einer Woche präsentieren wir Euch hier eine Auswahl der Arbeiten, die wir am interessantesten, lustigsten oder schönsten fanden. Dabei sind wir vollkommen subjektiv und lassen uns von unserem Bauchgefühl leiten. Bei dieser Aktion gibt’s nämlich kein Richtig und kein Falsch.

tascheninhalt © Marit Beer
Marit Beer: Kunsttussi.

Lauras Tasche © Laura Zalenga
Laura Zalenga: Fotografin, Architekturstudentin, Träumerin.

© Martin Gommel
Martin Gommel: Herausgeber, Straßenfotograf.

Wie Ihr seht, haben auch wir das Thema schon sehr verschieden umgesetzt. Nicht jeder arrangiert gleich oder gleichermaßen akkurat und auf so manchmem Bild finden sich Gegenstände, die gar nicht in die gezeigten Taschen passen. Aber was man täglich oder zumindest sehr oft mit sich herumträgt, was einem persönlich wichtig ist, wenn man unterwegs ist, das darf seinen Weg aufs Bild finden.

Wir freuen uns auf Eure Interpretationen und verraten schon einmal so viel: Diese Leseraktion ist zum Aufwärmen da. Wir haben schon weitere für dieses Jahr geplant, die wir nach und nach aus dem Sack lassen werden.


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4. April 2014

05 Apr

Ein Beitrag von: Marius Vieth

Eine Frau steht vor einer Wand, die aus Streifen besteht.


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Blickfang: Saint-Etienne 2005

05 Apr

Öffnet man „Anders Petersen Monographie“*, ist man sofort gefangen. Schon das erste Bild lässt mich inne halten. Dabei dachte ich, dass mich als abgebrühte Bilderbetrachterin nichts mehr so schnell packen kann.

Das Papier fühlt sich rau an, die Bilder sind schwarzgrau schattiert. Es ist auch eines der ersten Bilder aus dem Buch, das ich hier vorstellen möchte. Ich habe beschlossen, mir Zeit zu nehmen, das Buch immer wieder mal wegzulegen und die Bilder wirken zu lassen. Vielleicht wird es Wochen oder Monate dauern, bis ich am Ende dieses Werks angelangt bin.

Das Bild mit dem Titel „Saint-Etienne 2005“ zeigt eine Frau mit halblangen Haaren. Ihr Blick fixiert etwas auf dem Boden. Betrachtet sie vielleicht den Lichtschein, der ihr über Gesicht und Hals fließt? Ihr Haar ist strähnig. Vielleicht war sie gerade duschen, vielleicht ist es ein lauer Sommertag. Vielleicht ist es die Abendsonne, die da zum Fenster reinschaut.

Aber vielleicht bin ich auch auf der falschen Fährte. Vielleicht ist ihr Haar auch strähnig, weil es ungewaschen ist, vielleicht hatte sie einen beschissenen Tag, vielleicht ist alles ganz anders.

Ihre Lippen sind geschminkt und ich wühle in meinem Kopf nach möglichen Erinnerungen, nach Verknüpfungen. Woher mag sie kommen und wann und warum traf sie auf den Fotografen?

Mag sie ihn oder findet sie ihn aufdringlich? Lässt sie sich portraitieren und hofft, dass es damit getan ist und er verschwindet?

Alles scheint im Blick. Sie bleibt für mich fremd und doch versuche ich, zu ergründen wer sie ist. Ich möchte, dass sie aufblickt, aber sie tut es nicht.

Saint Etienne 2005

Anders Petersen ist ein schwedischer Fotograf. Bekannt wurde er mit seinen Bildern aus dem Café Lehmitz, einer Kneipe direkt an der Reeperbahn. Er hat sich der Milieufotografie verschrieben.

Er portraitiert Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben und rückt sie damit in den Fokus der normalen Welt. Sein Blick öffnet uns Türen in Altenheime und Psychiatrien. Aber er zeigt uns auch die Menschen, an denen wir im günstigsten Fall unbemerkt vorübergehen oder die uns im ungünstigsten Fall genervt zur Seite blicken lassen.

Informationen zum Buch:

Monographie*, Anders Petersen
Verlag: Schirmer/Mosel
Sprache: Deutsch
Größe: 30 x 22,8 x 4,2 cm
Preis: 49,80 €

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Vom Aufwühlen der eigenen Seele

04 Apr

Ein Beitrag von: Chris Hieronimus

Anfang des Jahres habe ich, naiverweise, ein 365-Tage-Projekt begonnen. Naiv, weil es den Vorsatz beinhaltet, kein Foto zu verwenden, das mir nichts bedeutet. Eine Freundin sagte, sie sei gespannt darauf, mich in diesem Jahr in guten und schlechten Zeiten zu sehen. Ein Kommentar, dessen Wahrheitsgehalt sich mir erst einige Wochen später offenbarte.

Mir war lange nicht klar, wo ich mit meiner Fotografie hin will. Auch jetzt blicke ich noch eher durch dichten Nebel, als dass ich ein klares Ziel vor Augen hätte. Aber wie es mit Nebeln so ist, entdecke ich bei jedem Schritt, jedem Bild ein neues Stückchen Weg. Ich gehe tatsächlich durch Höhen und Tiefen, durchlaufe Foto für Foto einen inneren Prozess, bei dem Versuch, Gefühle, Gedanken und Worte in Bilder zu verwandeln.

© Chris Hieronimus

Ich war nie jemand, der gewissenhaft Tagebuch führt. Auch jetzt sind die Bilder des Projekts nicht dokumentarisch und schildern meinen Alltag. Aber sie spiegeln doch wider, wie ich mich und andere, die Welt um mich herum, sehe und fühle. Mit jedem Bild kehre ich ein wenig mein Innerstes nach außen. Wühle meine Seele auf, ordne Dinge neu und schließe Dinge ab.

Dieser Prozess hat mich gewissermaßen überrascht, mir gezeigt, wie eng mein kreatives Schaffen mit mir als Person verbunden ist. Es fließt aus mir heraus, hilft mir, für Verborgenes einen Ausdruck zu finden. Daraus entstehen viele, aber nicht ausschließlich, Selbstportraits. Für viele Ideen, die ich umsetzen möchte, halte ich mich selbst als Motiv für ungeeignet, um die Aussage zu transportieren. Also suche ich mir Menschen, die sich vor meine Kamera stellen möchten.

© Chris Hieronimus

Hauptberuflich studiere ich Soziale Arbeit und arbeite in einer Wohngruppe für Kinder. Bei der Arbeit haben oft Symbole eine große Bedeutung. Manchmal hilft es Kindern, die Angst haben, ihre Ängste aufzuschreiben und den Zettel fest in einer Kiste zu verschließen, um anschließend ruhig schlafen zu können. Oder sie malen in ein Album, um Gefühle auszudrücken, die schwer in Worte zu fassen sind. – Ich fotografiere.

Diesen sehr persönlichen Aspekt der Fotografie, zusammen mit dem Druck, jeden Tag ein Foto zu präsentieren, hatte ich anfangs unterschätzt. Es kostet Überwindung, die Tiefen öffentlich zu machen. Fotos zu zeigen, mit denen ich nicht zufrieden bin. Um einen Rahmen zu finden, in dem ich Persönliches ausdrücken kann, ohne mich öffentlich zu durchleuchten, habe ich einen neuen Ansatz für mich entdeckt: Geschichten erzählen.

© Chris Hieronimus© Chris Hieronimus

Hinter vielen meiner Bilder steckt eine persönliche Geschichte, eine tiefe Emotion. Manches Mal zu persönlich, als dass ich sie preisgeben möchte. Also suche ich Worte, Texte oder Zitate, die umschreiben, was ich meine und den Betrachter selbst seine Geschichte dazu erzählen lassen. Vielleicht können meine Bilder so anderen beim Aufwühlen und Neuordnen, beim Erzählen ihrer Geschichte hilfreich sein.

Da stehe ich also, im Nebel, und schaue, wohin mich das alles führt. Das ist keineswegs schlecht. Ich habe einen Hang zu Geheimnisvollem. Dinge, die mich staunend, wundernd oder verstört lassen und mir Raum geben, weiter zu denken, zu fragen und zu zweifeln. Ich hätte beim Kauf meiner ersten Kamera nicht erwartet, wie sehr diese Entscheidung mein Leben verändern würde.

© Chris Hieronimus

Aber so ist das mit Geschichten, oft entstehen sie erst während des Erzählens. Ich stehe morgens auf, nehme meinen Hund an die Leine, hänge die Kamera um und verlasse das Haus. Fahre ein Stück raus aus der Stadt, lasse den Hund von der Leine und gehe spazieren. Ich sehe Landschaften, Menschen, Orte, halte sie in einem Bild fest.

Ich erinnere mich an Begebenheiten, lächle, werde nachdenklich, drücke auf den Auslöser, halte den Ort fest, der die Erinnerung wach rief. Irgendwann später werde ich wieder dorthin gehen, allein oder mit anderen, um unter verwirrten Blicken von Spaziergängern seltsam anmutende Dinge vor meiner Kamera zu tun. Und warum das alles?

© Chris Hieronimus

Schwer zu sagen. Es lichtet den Nebel. Mit jedem fertigen Bild habe ich einen Gedanken sortiert, etwas ausprobiert und abgehakt oder Klarheit über einen Gemütszustand gewonnen, der vorher schwer zu fassen war. Ich bin gespannt, wo ich am Ende dieser 365 Tage stehe. Ich würde ja vermuten, dass ich dann auf ein ordentlich sortiertes Regal schauen kann, gefüllt mit allem, was in mir so vorgeht.

Aber nein, dazu kenne ich mich so gut. Zumindest hoffe ich auf eine neue Perspektive, ein wenig Sinn und vielleicht Umrisse eines Ziels am Horizont. Ich scheue mich allerdings auch nicht vor Utopien, sonst würde mein Leben gravierend anders ausehen.

Zum Schluss noch eine Textzeile für alle, die, wie ich, mit Fotografie auf der Suche sind: „What is life without a purpose? What is purpose without love?“ – La Dispute


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
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