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Archive for the ‘Equipment’ Category

Die Erde ist eine Vase

10 Apr

Konstantin Voronov, 29 Jahre alt, lebt in seiner Heimatstadt Moskau, wo er am Institut für zeitgenössische Kunst unterrichtet hat. Neben seinen Stillleben, die ich Euch heute vorstellen möchte, fotografiert er auch Portraits von Menschen und Tieren sowie Landschaften mit und ohne Sternenhimmel.

Seine Natures Mortes interpretieren das Genre außergewöhnlich modern und minimalistisch. Er arbeitet mit Naturmaterial und simpel geformten Vasen. Am liebsten mag ich die surrealen Kompositionen, in denen das Rund der Welt auf ein Kugelobjekt reduziert wird, auf dem Gefäße waghalsig balancieren oder Feuer als Geber und Nehmer des Lebens auftritt.

Konstantin arbeitet aber auch mal mit klassischen Vanitasmotiven und überbordenden Kompositionen. Oder er baut schlichtweg dekorative Arrangements mit dynamisch ausgeleuchteten Ästen und anderen charismatischen Gegenständen als Protagonisten. Oder er interpretiert einfach mal eines der berühmtesten Albumcover der Musikgeschichte neu.

Hier ist also jemand am Werk, der sich einerseits eine spannende eigene Handschrift in einem schon sehr alten Genre erarbeitet hat und andererseits immer wieder aus seiner eigenen Formsprache ausbricht und mit erfrischend neuen Ideen den Staub aufwirbelt.

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov

© Konstantin Voronov© Konstantin Voronov

Wenn Euch diese Arbeiten des Russen gefallen, seien Euch seine Webseite sowie seine Portfolios bei deviantART, 500px und Flickr ans Herz gelegt, in denen er seine Arbeiten mit Schwerpunkt auf unterschiedlichen Genres zeigt.


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9. April 2014

09 Apr

Ein Beitrag von: Marius Vieth

Lost in Thought © Marius Vieth


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Lumia in Lappland

09 Apr

Vor ein paar Wochen war ich mit einer Menge netter Menschen in Lappland unterwegs und habe die Kamera des Nokia Lumia 1020 getestet. Aber Entwarnung: Es geht weniger um die technische Seite als um den reinen Anwendernutzen und –spaß für Fotografen.

Die Spiegelreflexkamera gegen eine Handykamera einzutauschen, kostet erst einmal ganz schön viel Überwindung und fühlt sich in etwa so an als würde man von einer Federkernmatratze auf eine Isomatte umsteigen. Aber immerhin ist das Lumia 1020 sozusagen eine aufblasbare Isomatte!

Bokeh © Laura Zalenga

Tatsächlich war ich positiv überrascht. Die Kamera bietet neben dem gängigen Automatikmodus nämlich auch die Möglichkeit, Einstellungen für ISO, Weißabgleich, Belichtungskorrektur und Verschlusszeit selbst zu bestimmen. Besonders hat mir gefallen, dass man auch manuell fokussieren kann. Dadurch bekommt man recht schöne Makrobilder und kann zum Beispiel auch mal ein Foto machen, bei dem es nur ums Bokeh geht.

Gleich aufgefallen ist mir aber auch, wie lange es dauert, die Kamera-App zu öffnen. Es hat sich auch beim Aufnehmen der Bilder gezeigt, dass man oft einen Schnappschuss verpasst hat, weil die Kamera verzögert auslöst und etwas Zeit braucht, um für das nächste Bild bereit zu sein.

Mix © Laura Zalenga

Die große Auflösung von 41 MP ist tatsächlich toll, weil man sich im Nachhinein einen weit ins Bild eingezoomten Ausschnitt aussuchen kann und immer noch ein scharfes, großes Bild erhält. Außerdem ist der Bildschirm wirklich zum Verlieben. Er besticht durch großartige Schärfe, brillante Farben und tollen Kontrastreichtum.

Apps wie Smart Camera, Cinemagraph und Tiny Planets bieten eine Menge Raum für Spielereien mit den Fotos. Natülich gibt es all diese Apps in ähnlicher Ausführung auch für andere Handys und Betriebssysteme.

Himmel © Laura Zalenga

Sehr ärgerlich war allerdings die völlige Inkompatibilität mit meinem MacBook und auch meinem iPhone. Ich hatte keine Chance, Bilder auf das jeweils andere Gerät zu bekommen, als sie mir selbst per E-Mail zu schicken.

Immerhin habe ich mittlerweile den Windows Phone Connector im AppStore zum kostenlosen Download gefunden, so kann ich meine Bilder nun doch mit meinem Laptop synchronisieren.

Hunde © Laura Zalenga

In ruhigen Minuten habe ich natürlich trotz der tollen Kamera des Handys meine DSLR vermisst. Aber diesen Vergleich will ich gar nicht wirklich anstellen. Denn Tatsache ist für mich, dass das Anwedungsgebiet einfach ein anderes ist.

Ich werde nicht auf die Idee kommen, ein Shooting mit dem Lumia zu machen. Genausowenig nehme ich meine Kamera zu einem Einkaufsbummel mit in die Stadt. Die passt eben immer noch nicht in die Frauenhandtasche.

Morgenlicht © Laura Zalenga

Alle Bilder hier im Artikel sind komplett unbearbeitet und dafür gefallen mir die Farben und der Kontrast wirklich ganz gut. Das Lumia ist für mich der Ersatz für die kleine Digitalkamera, die man mitnimmt, wenn die große keinen Platz hat oder die Fotos Erinnungsschnappschüsse sein dürfen. Und das in einem Handy!

Was mich der Ausflug nach Lappland allerdings einmal mehr gelehrt hat, als ich mit meiner Kamera um den Hals und dem Handy in der Hand vor dieser atemberaubenden Landschaft stand: Es gibt Bilder, die kann keine Kamera der Welt wirklich wiedergeben. Manchmal ist es am schönsten, die Welt nicht durch eine Linse zu sehen, sondern einfach ganz pur zu genießen.


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8. April 2014

09 Apr

Ein Beitrag von: Petra Holländer

individual © Petra Holländer


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Südtirol

08 Apr

Lukas Furlan ist 23 Jahre jung, kommt aus Südtirol und studiert zur Zeit in Wien Medieninformatik. Zur Fotografie ist er eher zufällig gekommen, sie hat sich jedoch schnell zu einer großen Leidenschaft entwickelt.

Seine Heimat Südtirol ist dabei das Zentrum seiner Fotos und sieht man sich seine Bilder an, möchte man zu gern zu ihm ziehen oder zumindest mit ihm in die Berge wandern, um diese großartigen Orte einmal mit eigenen Augen zu sehen.

Auch Nachtaufnahmen begeistern Lukas sehr. Oft bezieht er Menschen mit in seine Bilder ein, die so verletzlich klein in diesen gewaltigen Naturaufnahmen wirken. Lasst Euch begeistern und entdeckt das wunderschöne Südtirol.

© Lukas Furlan

© Lukas Furlan

© Lukas Furlan

© Lukas Furlan

© Lukas Furlan

© Lukas Furlan

© Lukas Furlan

© Lukas Furlan

© Lukas Furlan

© Lukas Furlan

© Lukas Furlan

© Lukas Furlan

© Lukas Furlan

© Lukas Furlan

© Lukas Furlan

Haben Euch die Bilder genau so fasziniert wie uns? Dann folgt Lukas doch auf Facebook oder Behance.


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Vom Davonfliegen und Zweifeln

08 Apr

Ich war noch nie vom Typ Künstler, der viel skizziert hat und wenn ich überhaupt mal etwas skizziere, dann eigentlich nur, weil meine Vorstellungskraft nicht ausreicht, es mir gedanklich auszumalen. Und wenn Skizze, dann ist das bitte auch die direkt Vorstufe zu einem Endprodukt.

Ich experimentiere nicht so viel, nehme nur selten einfach mal so die Kamera in die Hand. Was andere tun, indem sie skizzieren und experimentieren, läuft bei mir im Kopf ab. Ideen kommen, wollen Aufmerksamkeit in Form von Ausarbeitung und Konzeptfindung. Ich überlege mir genau, wie alles aussehen und funktionieren soll, bevor ich einen Finger dafür krumm mache.

© Aileen Wessely; Modell: Luna Leung© Aileen Wessely; Modell: Luna Leung

Dementsprechend habe ich das letzte Jahr, in dem es irgendwie immer zu wenig Zeit zum Fotografieren gab, nicht mit vielen kleinen Versuchen gefüllt, die mich auf dem Weg der Stilfindung voranbringen könnten, sondern mit Nachdenken. Was möchte ich fotografieren, was sollen meine Bilder transportieren und vor allem welche formalen Rahmenbedingungen verwende ich?

Die Antworten auf diese Fragen: Ich möchte weiterhin Portraits in oder mit Natur machen, aber ihr Konzept soll weniger austauschbar sein als bisher, also nicht nur wechselnde Gesichter in wechselnden Gebüschen, festgehalten in den altbewährten Bildschnitten. Aber weiterhin Offenblende und mittlere Festbrennweiten.

© Aileen Wessely; Modell: Luna Leung

Die Stimmung gern düster, seltsam, surreal, aber bitte nicht offensichtlich in den bekannten Schubladen wie etwa Gothic, verletzliches Mädchen in Wald und Wind oder „Conceptual“ mit irgendwelchen schwebenden Gegenständen, wahlweise der Protagonistin. Eher fantastisch, mit der Andeutung einer eigenen Welt. Skizzen von Träumen der letzten Nacht, die nur noch halb fassbar sind.

Diese Wirkung möchte ich mit Effekten unterstreichen, die sich gern an allen verfügbaren Möglichkeiten bedienen: Linseneffekte, Spiegelungen, Entwicklungsfehler, analoge oder digitale Mehrfachbelichtungen, Collagen, gezeichnete Elemente, Animation. Mein Kopf sprudelt ohnehin über, wenn ich diese Büchse nur einmal öffne.

© Aileen Wessely; Modell: Luna Leung

Ich merkte, es ist gar nicht so leicht, Rahmenbedingungen für meine Bilder festzulegen, wenn der Prozess der Stilfindung im Wesentlichen darin besteht, alle anderen Fotos auf der Welt in die Kategorien „Finde ich blöd“, „Finde ich toll, macht aber schon jemand anders“ und „Falsches Genre“ einzuordnen.

Am Ende inspirieren mich ja zum größten Teil doch die Bilder aus der zweiten Kategorie. Es gilt also, diese in ihre Bestandteile zu zerlegen und die Stückchen von verschiedenen Urhebern zu meinen eigenen Präferenzen neu zusammenzusetzen. Ohne aber in das Fettnäpfchen zu treten, dass schon jemand in etwa diese Kombination bedient.

© Aileen Wessely; Modell: Luna Leung

Anfang März hatte ich dann die nötige Motivation, viele Pläne, ein vielversprechendes Modell sowie Katja als Assistentin beisammen. Ich sammelte Stöcker im Wald, baute daraus Papierflügel sowie einen etwas seltsamen Schild. Letzteres für meine Bilder, erstere eigentlich nur für Katjas Bilder, weil mir Flügel schon zu oft gebraucht wurden. Jeder kennt Fotos mit Flügeln.

Vor Ort musste ich aber feststellen, was ich nicht gut kann, egal wie viele Gedanken ich mir mache: Meine Pläne auch konsequent umsetzen, selbst wenn sie vielleicht die Modelle auch mal an ihre Grenzen bringen. Ich lege sogar Ideen vorauseilend ad acta, selbst wenn zum Beispiel noch niemand über die Kälte gejammert hat.

© Aileen Wessely; Modell: Luna Leung

So gibt es lediglich einen Hauch von Seltsamkeit, die üblichen Gesichtsausdrücke und drei von vier Kameras sind die ganze Zeit über im Rucksack geblieben. Kein Kurzfilm, keine Polaroids, kein digitales Material für experimentelle Collagen. Kaum Mehrwert zu den bekannten verträumten Portraits in der Natur.

Das ärgert mich und vergällt mir die fertigen Bilder, obwohl sie – mit abgehakter Checkliste betrachtet – schon ein ganzes Stück weiter an meinem definierten Ziel liegen als die älteren Serien. Es fällt mir schwer zu akzeptieren, dass sie ein legitimer Schritt auf einem Weg sind, den ich nicht mit einem großen Sprung gehen kann, weil er zu weit ist.

© Aileen Wessely; Modell: Luna Leung

Ich überlege mir also, wie ich die nächste Etappe zurücklegen kann und nehme mir ein paar Dinge vor: Das nächste Modell mit dem Ziel suchen, zu experimentieren, Material für Versuche zu sammeln und keine gefälligen Bilder versprechen. Die Effekte, die erst hinterher dazu kommen können, gezielt mitdenken, ihnen beim Komponieren Raum geben.

Zum Fotografieren eine genaue Liste machen: Mit welcher Kamera und ggf. welchem Film möchte ich arbeiten? Welche Accessoires und welche Kleidung werden dabei eingesetzt? Welchen Ablauf gebe ich dem Modell für die Szene vor und welchen Anteil fremder Ideen erwarte ich? Welche Effekte kommen hinterher dazu? An eine vollkommen freie Session denken, um Material für offene Experimente zu sammeln.

© Aileen Wessely; Modell: Luna Leung

Planen ist ja meine Stärke, wie gesagt. Solche Listen erstellen kann ich im Schlaf. Aber die Umsetzung wird jetzt wieder spannend. Vielleicht scheitere ich an einem anderen psychischen Stolperstein, der mich davon abhält. Solange denke ich weiter nach, statt Skizzen zu machen.


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7. April 2014

08 Apr

Ein Beitrag von: Kay Fochtmann

Unbenannt-©-Kay-Fochtmann


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Aperitif: Diese Woche auf kwerfeldein

07 Apr

In der nächsten Woche geht es im weitesten Sinne um Landschaften. Solche, an die Ihr jetzt beim Lesen dieses Wortes denkt – Berge und Wälder – sowie solche im übertragenen Sinne, die Arrangements auf Tischen sind, gänzlich ausgedacht und in Bilder gefasst und Gedanken- oder Körperlandschaften.

Wir machen also Abstecher in ein paar spannende Ecken der Welt. Zum Beispiel war unsere Redakteurin Laura in Lappland unterwegs und hat von dort einen Techniktest ohne viel Technikgeschwurbel, sondern mit Eindrücken aus der Praxis mitgebracht. (Und Bilder mit Schlittenhunden, natürlich!)

Außerdem tummeln wir uns in den teilweise schneebeckten Bergen des Südtirol, schön großformatig im Vollbild. Und wir lassen uns in der Serie „Fotogenes Deutschland“ den Pfälzerwald vorstellen. Da gibt’s auch Berge, die sich aber mit allen Farben aus der Herbstpalette sowie in Nebelmeeren präsentieren.

Dann gibt es da noch diesen besonderen Mikrokosmos, den Martin für Euch aufgetan hat: Bushaltestellen in Wales. Klingt erst einmal langweilig. Dachte auch der Fotograf, der seit Ende 2011 damit beschäftigt ist, sie akribisch zu fotografieren und damit eine erstaunliche und skurrile Serie geschaffen hat.

Eine Bushaltestelle im Winter

still haunting me © Inpluvia Tenebrae

Körperlandschaften haben wir auch noch für Euch. Das klingt erst einmal furchtbar kitschig und abegriffen, aber keine Angst: Die Umsetzung ist sehr ästhetisch und angenehm nicht sexuell aufgeladen. Und für alle Freunde von Polaroids präsentiert Marit ein gerade abgeschlossenes Jahresprojekt.

Wir stellen Euch noch einen russischen Stilllebenfotografen vor, der fantastisch moderne und schön surreale, sehr unkonventionelle Arrangements erstellt. Und eine junge, polnische Künstlerin, die ebenso wundersame, aber wieder ganz eigene Welten in Schwarzweiß erschafft.

Morgen philosophiert unsere Redakteurin Aileen aber erst einmal darüber, wie sie versucht, aktiv die eigene Stilfindung voranzutreiben und was für persönliche Stolpersteine sie dabei gerade überwindet. Zu sehen gibt’s eine neue Serie, die dabei zwischen Momenten des Zweifelns entstanden ist.

Und am Samstag zeigen wir wie versprochen unserer Auswahl Eurer Taschenfotos. Wer jetzt denkt: „Hä? Taschen?“, bitte hier entlang, denn bis heute um Mitternacht könnt Ihr noch bei unserer kleinen, feinen, aktuellen Leseraktion namens „Wesentliches“ mitmachen.


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Luxi Makes Manual Mode Easy

07 Apr

Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

Don’t let Otto any where near your DSLR! He sorta shoots for an ok exposure … Did we say Otto? We meant Auto. Auto Mode.

Luxi is here to help! This li’l gizmo will turn your iPhone into a light meter, help you master manual mode and banish that “Otto” fool forever.

Luxi makes manual mode easy by measuring the exact light falling onto your subject and telling you just what settings to use.

Luxi’s diffusing dome turns you iPhone into an incident light meter that is more precise than the reflective meter inside your camera and is less spendy than traditional meters.

Learn More About Luxi
$ 30 at the Photojojo Shop


© laurel for Photojojo, 2014. |
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Lina Scheynius und die Magie

07 Apr

Ein Beitrag von: Lina Scheynius

Ich habe es schon immer geliebt, Bilder zu machen. Meine erste Leidenschaft war das Malen und später tastete ich mich an die Fotografie heran. Im Alter von zehn Jahren bekam ich die erste Kamera von meinem Vater.

2006 entschied ich mich, Flickr beizutreten und veröffentlichte ein paar intime Bilder von meinem Ex-Freund und mir. Meine Arbeiten wurden recht schnell bekannt. 2008 wurde eine Werbeagentur auf mich aufmerksam und ich Teil der Christophe Guye Gallerie in Zurüch. All das passierte Dank dem Internet.

Warum fotografiere ich? Es macht mich einfach glücklich. Außerdem kann ich damit mittlerweile Geld verdienen, um die Welt reisen und Dinge sehen, die ich mit einem normalen Job nie gesehen hätte.

© Lina Scheynius

© Lina Scheynius

Doch meine Hauptmotivation ist die Freude, die ich daraus ziehe. Ich genieße es sehr, spontan zu sein. Am liebsten möchte ich die Leute in meinen Bildern nicht dirigieren. Sie sollen sein, wie sie sind. Aber ich mache auch Ausnahmen. Manchmal sage ich der Person, sie soll sich in ein schönes Licht stellen oder andere Dinge tun. Ich bin also nicht komplett gegen dirigierende Kommunkation.

Wenn sich das Fotografieren wie gemeinsames Arbeiten anfühlt und die Menschen etwas zum Bild beitragen, auf das ich alleine nicht gekommen wäre, fühle ich mich besonders wohl.

© Lina Scheynius

© Lina Scheynius

Manchmal unterhalte ich mich sehr lange mit den Leuten, und dann ist es, als ob wir gemeinsam Zeit verbringen; und sie können die Kamera vergessen. Ich fotografiere hauptsächlich analog. Meine Lieblingskamera ist die Canon A2, wobei sie sicher einen anderen Namen in Europa hat.

Das alte Zoom-Objektiv, das ich mit 18 bekam, benutze ich immer noch. Es ist eigentlich für die Tonne, doch ich kann nicht davon lassen. Meine Bilder bekommen dadurch einen ganz bestimmten Look. Das mag ich. Mit Kamera und Stativ habe ich alles, was ich brauche.

Ich fotografiere gern mit natürlichem Licht oder Blitz. Und mag es, beweglich zu bleiben. Ich glaube nicht, dass ich sagen kann, großartige Hochs oder Tiefs mit der Fotografie erlebt zu haben. Ich bin einfach glücklich damit.

© Lina Scheynius

© Lina Scheynius

Jedoch war es für mich überhaupt nicht leicht, mit der plötzlichen Popularität meiner Bilder umzugehen. Denn diese sind privat und intim. So stürtzte ich in ein ordentliches Tief. Fühlte mich unfrei beim Fotografieren. Ich spürte die ständige Gegenwart der Leute, die meine Bilder online angucken würden und das machte mich verlegen.

Das alles abzuschütteln, war schwer. Ich musste mir vor Augen halten, dass meine Fotos nach dem Klick nicht sofort angesehen würden. Und ich mich jederzeit dagegen entscheiden konnte, ein Foto zu veröffentlichen.

© Lina Scheynius

© Lina Scheynius

Ich bin am glücklichsten, wenn ich etwas Neues entdecke. Etwas Magisches. Zeit mit meiner Kamera zu verbringen, das liebe ich. Sie ist wie eine alte, liebe Freundin, die mich durch mein Leben begleitet.

Dieser Artikel wurde von Martin Gommel für Euch aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.


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