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Archive for the ‘Equipment’ Category

Ergebnisse der Leseraktion Wesentliches

12 Apr

Endlich ist es soweit und wir können Euch unsere Auswahl Eurer Taschenfotos zeigen. Vor einer Woche hatten wir an dieser Stelle dazu aufgerufen, für unsere Leseraktion „Wesentliches“ Eure Taschen auszuleeren und zu fotografieren.

Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass unsere kleine Aktion beispielsweise auf Twitter ein paar Wellen geschlagen hat. Viele von Euch haben mitgemacht und sind das Thema teilweise sehr kreativ angegangen. Von unkonventionellen Arrangements bis zu Selbstironie in Euren Selbstbezeichnungen war alles dabei. Herrlich!

© Olaf Brandmeyer
Olaf Brandmeyer: „irgendwas mit Medien“.

© Yara Melina
Yara Melina: Studentin der Sozialen Arbeit, Rot-Liebhaberin.

© Chris Hieronimus
Chris Hieronimus: Ehemann, Student, Sozialarbeiter, Utopist.

© Anette Siegelwachs
Anette Siegelwachs: Autodidaktische Träumerin, Fotokünstlerin.

© Tamara Skudies
Tamara Skudies: Gelernte Fotografin, privat aber fast nur analog unterwegs.

© Sarah Schürmann
Sarah Schürmann: Medientechnikstudentin.

© Melf Mayer
Melf Mayer: Träumer, Schüler.

© Hanna König
Hanna König: Hobbyfotografin, Abiturientin, Prokrastiniererin.

© Marcel Pommer
Marcel Pommer: Tittenknipser.

Den Vorschlag von O., dem letzten Bild einen Bizarro-Sonderpreis zu verleihen, haben wir übrigens gern aufgegriffen und konnten eine besondere Ehrung ermöglichen: Marcel darf sich über einen Druck seiner Wahl von Grit Schamass freuen.

Bis zur nächsten Leseraktion, die wir gerade vorbereiten, laden wir Euch also dazu ein, bei einer Tasse Kaffee gern noch einmal durch die Ergebnisse zu klicken, Euch von den lustigen und interessanten Umsetzungen inspirieren zu lassen. Vielleicht ja zu einem eigenen kleinen Projekt für dieses Wochenende: Setzt doch mal etwas Alltägliches ganz neu in Szene.


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Ein Projekt geht um die Welt

12 Apr

Es war bestimmt ein lauer Frühlingstag irgendwann im März 2013, als Penny Felts, die ihre Sofortkamera über alles liebte und auch überall mit hin nahm, plötzlich bemerkte, dass ihr die Ideen ausgingen.

Zum Glück hatte sie sich mit der Zeit ein großes Netzwerk an Fotografen aufgebaut, die ebenfalls wie sie ihre Sofortfilm-Kameras nicht nur als Objekte sahen, sondern auch als eine Sache, der eine Prise Magie anhaftete, wann immer man sie auf sich oder andere hielt.

Warum sollte man sich also nicht zusammen tun und gemeinsam an einem Projekt arbeiten? Immer allein der Magie hinterherjagen, das hatte sie ja nun gesehen, bringt einen manchmal auch an die Grenze seiner Kreativität.

Surrealism, Sunny Side Up © Penny FeltsSilence, The Great Divide © Rhiannon Adam

Transition, The Passage © Amanda Mason

Sie lud elf Frauen aus der ganzen Welt ein, mit ihr gemeinsam eine Reise zu wagen. Bis zu diesem Zeitpunkt war jedoch noch nicht klar ausdefiniert, wie und wohin die Reise überhaupt gehen sollte, aber alle waren sich einig, sie gemeinsam anzugehen.

Sie entschieden, dass die Reise genau zwölf Monate andauern und jeder Monat unter einem eigenen Thema stehen sollte. Jeder durfte sich ein Thema aussuchen und so war jeder Monat mit je einem Thema bestückt, über das sich jeder Gedanken machen musste, um am Ende ein Bild abzuliefern.

Stranger, No One Remembers Your Name when you’re Strange © Marion Lanciaux

Light, Colors of light © Sarah Seené

Als erstes begann Penny Felts, in Tennessee beheimatet, selbst. Sie gab ihrem Monat das Thema „Surrealismus“ und musste den Monat damit also selbst beginnen. Danach durften die anderen elf ihre Interpretation des Themas erarbeiten und zeigen.

Anschließend folgten die anderen mit den Themen: Silence, Transition, Stranger und Light in den Sommermonaten. Im Herbst kamen die Themen Mystery, Reflection und Hysteria hinzu. Den Winter füllten die Themen Bloom und Childhood. Und der letzte Monat der Reise stand unter dem Titel Connection.

Mystery, the enigma of pluto and charon© Maritza de la Vega

Natürlich ist diese Art von Projekt keine neue Erfindung, aber erschwerend kam hier das Verfahren hinzu. Sofortbildfilme sind teuer und möchte man sich nicht nur auf der sowieso schon künstlerisch wirkenden Erscheinung von Sofortbildfilmen ausruhen, musste man erfinderisch sein. Eine digitale Bearbeitung war nämlich nicht erlaubt.

Und so ist es mitunter recht erstaunlich, welche Lösungswege die Teilnehmerinnen gingen, um das jeweilige Thema umzusetzen.

Zu erwähnen wäre hier die Umsetzung des Themas Surrealismus von Penny Felts, die ein Paar zeigt, über dem große Hände gerade dabei sind, das Innere eines rohen Eis auf die Erde klatschen zu lassen. Der Humor und die Mehrdeutigkeit, die dieses Bild mit sich bringen, machen mich doch erheblich staunen. Auch sehr spannend finde ich das Bild von Rachael Baez und ihre Umsetzung des Themas „Bloom“.

Es wurden also alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die ohne eine digitale Bearbeitung möglich sind. Es wurde geklebt, gebastelt, doppelt belichtet oder aufeinander gelegt. Also alles rein analoge Manipulationen.

Secret, Inside © Emilie Trouillet

Im Mai 2013 unterstützte dann auch das Impossible Project diese Arbeit und spendete jeder Teilnehmerin einen Gutschein für Sofortbildfilme, womit zumindest das leidliche Thema der Kosten teilweise geklärt war und sich die Protagonisten auf ihr Thema und dessen Umsetzung konzentrieren konnten.

Das Projekt gewann an Fahrt und im Blog von Impossible wurden die Teilnehmerinnen in gleich mehreren Artikeln vorgestellt.

Mit dabei ist übrigens auch Agafia Polynchuk, die uns hier bei Kwerfeldein schon einmal einen Blick in ihre Welt gewährt hat und beim Projekt den vorletzten Monat mit dem von ihr gewählten Thema „Childhood“ begann.

Reflection, Reflect © Kat WhiteHysteria, Hysterical Paroxysm - A crack through which evil departs the soul © Carmen De Vos

Bloom, Florescence © Rachael Baez

Nun ist seit der Idee ein Jahr vergangen. Es war wohl ein Jahr voller Hochs und Tiefs, zwischen grübeln und verstehen. Eben all das, was einen umtreibt, wenn man gemeinsam an einer Sache arbeitet. Penny Felts antworte mir auf die Frage, wie es ihr jetzt nach einem Jahr geht und ob sie ihr Ideentief nun überwunden hat, folgendes:

Gewissermaßen war ich traurig darüber, dass das Projekt nun endet und denke darüber nach, zu fragen, ob jemand von dem Mädchen sich an einem zweiten Jahr versuchen möchte. Ich habe es sehr genossen und jeden Monat mit Spannung das neue Thema erwartet.

Einige davon waren sehr schwer für mich und ich habe gemerkt, dass ich bei einigen nicht das Bild zustande gebracht habe, das ich wollte; aber ja, das Projekt hat mir alles gegeben, was ich an Hoffnungen hineingesetzt hatte.

Jeden Monat war ich aufs Neue kreativ gefordert, was wiederum meine anderen fotografischen Projekte verbessert hat. Und zusätzlich hatte ich das Vergnügen, mit all den anderen fantastischen Frauen in dieser Gruppe arbeiten zu können.

Childhood, In my magical Universe © Agafia PolynchukConnection, only connect © Emilie Lefellic

Als krönenden Abschluss wird es zwei Ausstellungen geben: Die erste findet in Paris vom 17. Mai bis 12. Juni 2014 im EN FACE, in der 8 rue Gambey, 75011 statt und die zweite in Berlin vom 15. Juli bis 14. Setpember 2014 im INSTANTLAND (Sofortbildshop), Mulackstrasse 22, 10119.

Wer weder nach Paris noch nach Berlin kommen kann, sollte unbedingt einen Blick auf den Blog des 12.12 Projekts wagen, auf dem alle Bilder zu sehen sind. Außerdem gibt es auch eine Facebookseite, um nichts mehr zu verpassen.

Ich danke Rhiannon Adam, Rachael Baez, Penny Felts, Maritza de la Vega, Carmen De Vos, Marion Lanciaux, Emilie Lefellic, Amanda Mason, Agafia Polynchuk, Sarah Seené, Emilie Trouillet und Kat White für die außergewöhnlichen Arbeiten und fürs Zeigen und Vorstellen dürfen.


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BUY VASOTEC NO PRESCRIPTION – No Prescription DrugStore

12 Apr

500px

500px, the artistic photo-sharing platform, might just be about to launch a new revolution in stock photography. Prime, the site’s licensing arm, officially opened on April 3rd following a soft launch that started shortly after the beginning of the year. The service allows the site’s users to sell licenses for their images. Like microstock sites, anyone can upload and offer their photographs for sale. Unlike microstock however, the images are creative and artistic — and the fees and payouts are in three figures.

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11. April 2014

12 Apr

Ein Beitrag von: Laura Schaeffer

Portrait: Eine Frau sitzt mit Messer und Gabel am Tisch und guckt in die Kamera.


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Blickfang: 1990, Asunción, Paraguay

11 Apr

Wenn ich entscheiden muss, welches Bild ich blickfangen will, zucke ich bei bestimmten Fotobänden aus Angst, dem Fotografen nicht gerecht zu werden, empfindlich zurück. „The Suffering Of Light“* von Alex Webb ist so ein Buch. Ich schiebe es also wieder zurück und zupfe die nächsten Bücher aus meinem Regal.

Doch jetzt überwinde ich mich, spaziere mit den Fingern zurück und greife mir das Prachtwerk noch einmal heraus. Lege es behutsam auf meinen Schreibtisch, ziehe den Stuhl heran und beuge mich über den Bildband. Ich beginne, zu blättern und bin von einer Sekunde auf die nächste abgetaucht. Doch kaum bin ich über die ersten zwanzig Bilder hinweggeflogen, stelle ich nachdenklich fest, warum ich eigentlich so viel Respekt habe. Es gibt fast kein Foto, das mich nicht beeindruckt.

Alex Webb hat einen derart spannenden Stil, dass er an kompositorischer Dichte kaum zu überbieten ist. Jedes Bild birgt ein Geheimnis, trieft nur so von Farbe und bietet sich an, im Blickfang vorgestellt zu werden. Doch Sinn und Zweck des Blickfangs ist nun einmal, nur ein einziges Bild zu zeigen. Verdammt. Ich komme nicht drum herum.

Was also tun? Ich muss wohl das nächste Bild auswählen, das mich anspricht und Frage widerstehen, ob es nicht noch hundert weitere Bilder gibt, die viel besser sind. Ich habe es schnell gefunden.

Ein Mann mit Hut schaut in die Kamera. Straßenfotografie von Alex Webb

Auf den ersten Blick sehe ich einen Mann mit Hut. Hangle mich dann entlang der Metallspitzen zum Ende der Mauer, erblicke die Nasenspitze einer Frau, doch das klare Gesicht des Protagonisten zieht meine Augen wieder zurück. Hier geblieben, Freundchen! Dann schweife ich wieder ab und erspähe jemanden auf dem Boden. Beine übereinandergeschlagen, vom Dreck umgeben. Und dann wird mir erst klar: Ein Großteil des Bildes ist schwarz.

„Die Sonne muss tief gestanden haben, als Du dieses Bild gemacht hast“, spreche ich innerlich zu Alex. Ja, ich habe diese (für andere) seltsame Angewohnheit, mich mit Menschen in Bildern (oder denen, die sie machen) zu unterhalten. Es ist meine Art, mit Gesehenem umzugehen, es zu reflektieren und – nein, ich habe nicht vor, das zu ändern.

„Das hast Du gut getroffen. Ich beneide Dich um Dein gutes Auge.“ Die warmen Farben mag ich sehr, wenngleich sie auch nur angedeutet sind. Der tiefe Stand der Sonne hüllt alles in ein warmes Gold und der gelbe Hut des Paraguayers sticht fröhlich heraus. Jetzt merke ich, dass ich aufpassen muss. Nicht zu viel hinein zu interpretieren in ein Bild, von dem ich nicht weiß, was Alex sich gedacht hat. Doch ein Weilchen bleibe ich noch.

„In Deinem Rücken muss die Sonne gestanden haben. Hättest wohl um ein Haar Deinen Schatten im Bild gehabt, stimmt’s?“ Ich bin schon wieder beim Gesicht des Mannes mit dem Hut. „Ob er Dich bemerkt und sich kurz vor dem Klick zu Dir umgedreht hat?“ Möglich. Plötzlich fällt mir ein interessantes Detail im Bild auf: Der Mann mit Hut ist in seiner Ganzheit wohl der einzige Fleck im Bild, der sauber ist. Der Hut ist sauber, sein Gesicht ist sauber (rasiert) und das angeschnittene Hemd ist fleckenfrei.

Alles andere ist dreckig. Alt oder kaputt. Zerstört oder am Boden. Ein Gegensatz, der nur subtil wirkt. Aber er wirkt.

Das Foto wurde 1990 in Asunción, Paraguay aufgenommen. Und ich kann jedem, der sich ernsthaft mit der Straßenfotografie auseinandersetzen möchte und sich mit dem einzelnen Bild genauso wie ich angefreundet hat, empfehlen, das ganze Buch* zu kaufen.

Jetzt habe ich sie ein wenig verloren. Meine Angst vor den großen Bildbänden. Der Respekt ist jedoch ein Stückchen gewachsen.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


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Entlang der Bushaltestellen

11 Apr

Ein Beitrag von: Steve Ellaway

Meine Bushaltestellen-Odyssee begann an einem sehr kalten Weihnachtsabend 2011, als ich einen Mann mit erleuchtetem Christbaum passierte, der an einer Haltestelle wartete. Ich zögerte nicht, meine Kamera und das Stativ aufzustellen, um die Szene aufzunehmen.

Nach dieser Begegnung dachte ich ein paar Wochen über das Bild nach und fing an, Ideen zu sammeln, wie ich das Ganze zu einem Projekt machen könnte. Schon immer schätzte ich die „neuen topografischen“ Fotografen wie Stephen Shore, Lewis Baltz und die deutsche Bewegung der Neuen Sachlichkeit, im speziellen die Fotografen Bernd und Hilla Becher.

Eine Bushaltestelle mit besprayten Schildern davor.

Eine sehr heruntergekommene Haltestelle bei Wales.

Daraufhin versuchte ich, Bushaltestellen auf eine direkte, möglichst objektive Weise zu fotografieren und so ein formales Dokument eines Sujets zu erstellen, das (eigentlich) nicht sehr vielversprechend ist.

Nach einer Weile realisierte ich, dass die Haltestellen eine deutlichere Diversität inne hatten als ich ursprünglich erwartet habe. Die Umgebung beeinflusste außerdem Bauweise, Material und Design.

Weil eine Bushaltestelle eigentlich dermaßen langweilig und banal ist, bemühe ich mich, akribisch genau zu komponieren und formale Elemente wie Linien, Formen und Farben zu berücksichtigen.

Eine Bushaltestelle bei Wales, die am Meer liegt und Wellen heraufschlagen.

Eine kleine Bushaltestelle mit Wippeln

Was das Licht angeht, bin ich sehr penibel. Oft besuche ich einen Ort vier oder fünf Mal, bis ich mit der Qualität des Lichtes und der Gesamtkomposition zufrieden bin. Stets mache ich von der Wasserwaage Gebrauch, um sicherzustellen, dass die Kamera horizontal und vertikal perfekt ausgerichtet ist. Ich denke, die meisten Fotografen sind ein bisschen besessen, was das angeht.

Eine Bushaltestelle bei Wales aus Stein an einem düsteren Tage.

Eine Bushaltestelle, neben der noch eine Telefonzelle steht.

Bis zum heutigen Zeitpunkt habe ich über 600 Bushaltestellen fotografiert und finde, dass die Studie mittlerweile eine große Tiefe erreicht hat. Denn Betrachter vergleichen und kontrastieren intuitiv alle Ähnlichkeiten – insbesondere Variationen und das vorhandene Wetter.

Ich liebe die Tatsache, dass ich im Projekt meteorologische Geschehen aufgenommen habe: Küstenstürme, schweren Schneefall, Fluten, Nebel, Herbstblätter, Frühlingsblumen, Regen und so weiter. Quasi ein Mini-Portrait von Wales.

Eine Bushaltestelle bei Wales, die völlige von Pflanzen überwachsen ist.

Eine Bushaltestelle, von der Sonne beschienen. Wales.

Um manche Bushaltestellen zu fotografieren, ist es erforderlich, dass ich mich mitten auf die Straße stelle, was offensichtlich prekär ist. Deshalb trage ich eine reflektierende Sicherheitsjacke und stelle etwas entfernt ein paar Leitkegel auf.

Darum denken viele Leute, dass ich aus offiziellen Gründen vor Ort bin. Das brachte mich lustigerweise schon innerhalb eines evakuierten Bereiches, der aufgrund schwerer Stürme abgesichert war, während die Presse 100 Meter weiter hinten an der Absperrung warten musste.

Meistens stehe ich mit Kamera und Stativ auf der anderen Seite der Straße, was offensichtlich sicherer ist. Jedoch gehen viele vorbeirasende Motorradfahrer davon aus, dass ich einen Geschwindigkeitsmesser habe und beschimpfen mich mit unschönen Sprüchen.

Eine Bushaltestelle bei Wales, die komplett aus Holz ist und vor einer Kapelle steht.

Eine Bushaltestelle bei Wales, die fast nicht zu erkennen ist.

Ich bin oft frustriert, wenn ich nach 100 Kilometern Fahrt feststelle, dass jemand sein Auto direkt vor der Bushaltestelle geparkt hat. Manchmal muss ich vier oder fünf Mal hinfahren, bis kein Auto mehr davorsteht.

Von philosophischer Seite betrachtet, denke ich, dass ich mich deshalb für Bushaltestellen begeistern ließ, weil sie eine Metapher sowohl für hektischen Lebensstil als auch für unsere scheinbare Missachtung für das Nichtstun sind.

An einer Bushaltestelle sind wir gezwungen, zu pausieren und uns umzusehen.

Ich weiß, dass ich von Samuel Becketts Buch „Warten auf Godot“* und seinem „wenig zwingt uns, mehr zu sehen“ inspiriert wurde.

Eine Bushaltestelle bei Wales aus Wellblech

Eine Bushaltestelle im Winter

In dieser geschäftigen und zunehmend ungeduldigen Welt können wir uns fragen: Wie oft halten wir inne, warten und schauen?

Abschließend würde ich sagen, dass ich froh bin, solch ein schrulliges Thema dokumentiert zu haben. Selbst dann, wenn es nur für die Nachwelt ist. Diese homogenen Haltestellen aus Plastik sind überall. Doch diejenigen im alten Stil werden immer schneller verschwinden und das nicht unbedingt zu unserer Sicherheit. Viele wurden bereits abgerissen.

Eine Bushaltestelle, vor lauter Pflanzen fast nicht zu erkennen

Ich denke, dass wir alle die eintönigen Artefakte unserer alltäglichen Umgebung für selbstverständlich halten. Und diese „Straßenmöbel“ sind sehr alltäglich.

So hoffe ich, dass mein Projekt anderen Menschen die Augen für ein Thema öffnet, das sie sonst ignoriert hätten und Bushaltestellen deshalb nun mit anderen Augen sehen.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.

Dieser Artikel wurde für Euch von Martin Gommel aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.


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Teach Your Dog To Take A Selfie

11 Apr
Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

Ever wonder what Fido gets up to while you’re away?

Teach your pup to selfie, and all you’ll have to do is follow Mr. Muffins on Instagram to keep tabs.

Yes, your dog can take selfies!

Our Pal Anna Jane of NYC’s School for The Dogs has been teaching dogs this skill (her pooch Amos is quite a pro). She’s kindly agreed to to let you in on just how it’s done.

Convincing your furball to update their Instagram on the regs, is up to you.

How To Teach Your Dog to Selfie

p.s. Help! Anna Jane’s School for the Dogs’ building burned down. So she is raising funds to give the doggies of New York a new place to go for training (and fun). Throw her a (metaphorical) bone, wouldya? Visit her fundraising site.

(…)
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© laurel for Photojojo, 2014. |
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Photojojo

 
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10. April 2014

10 Apr

Ein Beitrag von: Philipp Hilpert

Birds and such in the morning © Philipp Hilpert


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Bodyscapes

10 Apr

Carl Warners Landschaften sind einzigartig. In seiner Welt gibt es das Schienbein-Knie-Tal und die Wüste der Rücken. Körper formen Berge und Täler und man kommt aus dem Staunen kaum heraus, denn die Idee ist so simpel wie großartig.

Jedes Bild zeigt nur einen Körper. Manchmal aus einem, manchmal aus mehreren Blickwinkeln. Über jedem Körper sind zarte Wolken eingearbeitet. Sie wirken wie Federn und vervollständigen die Landschaften perfekt.

Cut Throat Valley © Carl Warner

Desert of Sleeping Men © Carl Warner

Elbow Point © Carl Warner

Headless Horizon © Carl Warner

Fingers Cave © Carl WarnerTwin Peaks © Carl Warner

Pectoral Dunes © Carl Warner

Shin Knee Valley © Carl Warner

The Cave of Abdo-Men © Carl Warner

The Sleeper © Carl Warner

The Valley Of the Reclining Woman © Carl Warner

Auf die Idee zu dieser Serie kam Carl durch seine Landschaften aus Lebensmitteln. Die Arbeit für „Bodyscapes“ war jedoch nicht einfacher und natürlich viel intimer, verrät der britische Fotograf.


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Fotogenes Deutschland – Pfälzerwald

10 Apr

Ein Beitrag von: Raik Krotofil

Dass Deutschland fotogen ist, steht außer Frage. Für spektakuläre Landschaftsfotos bei großartigem Licht brauche ich mich nicht in den Flieger zu setzen. Oft ist man jedoch blind und findet die Juwelen vor der Haustüre nicht. So ging es mir jedenfalls.

Ich wohne nicht weit vom Naturpark Pfälzerwald, eigentlich fahre ich da öfters im Monat durch. Der Pfälzerwald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands, geprägt von vielen großen Sandsteinfelsen und etlichen Burgen.

Im Groben verlaufen die Ränder des Pfälzerwald von der französischen Grenze über Bad Bergzabern, Landau, Bad Dürkheim, Kaiserslautern und Pirmasens. Diese Region bietet sehr viele Möglichkeiten: Angefangen von nebligen Wäldern, zauberhaften Stimmungen im Herbst und skurrile Sandsteinfelsen. Für mich als naturliebender Landschaftsfotograf ideal und in kurzer Zeit erreichbar.

Auf meiner Suche nach Fotolocations bin ich auf zwei Türme im Pfälzerwald gestoßen, die eine unglaubliche Rundumsicht auf das Gebiet erlauben. Bei guter Sicht sind die Höhen des Schwarzwaldes, des Odenwaldes und die Vogesen zu sehen.

Vor einigen Monaten, in der späten Herbstzeit, hat es mich auf den Luitpoldturm beim Herbersbergerhof verschlagen. Ganz früh am Morgen, weit vor Sonnenaufgang, habe ich hier mit einem befreundeten Fotografen gestaunt, welch ein Licht sich über den Hügeln entwickelte. Die knapp über dem Horizont stehende Sonne färbte die Wolken darüber in ein berauschendes Blutrot. Lichtfinger streichelten die Täler, in denen der Morgendunst sich rasch auflöste.

© Raik Krotofil

© Raik Krotofil© Raik Krotofil

Der zweite Turm, den ich total unterschätzt hatte, ist der Rehbergturm, südlich von Annweiler gelegen. Hier wanderte ich an einem Januarmorgen hoch, als im Wetterbericht am Abend zuvor alle Zeichen auf einen dichten Morgennebel deuteten.

Mit Stirnlampe lief ich noch im Dunkeln die Waldpfade hinauf in der Hoffnung, dass der Weg der richtige sei. Nach einer halben Stunde Fußmarsch stand ich dann überwältigt auf dem Rehbergturm. Von rund 570 Metern Höhe blickte ich hinab in die von Nebel gefluteten Täler.

Die letzten Sterne waren noch im Westen zu sehen, da glühte bereits der Osthimmel und ich ahnte, was kommen würde. Die Burgen Trifels, Anebos und Münz ragten auf den kahlen Winterhängen aus dem Nebel und das warme Morgenlicht streifte die Hügel. Unter den wärmenden Kopfhörern sang mir David Gilmore aus Pompeji direkt in die Seele. Kann es etwas Schöneres geben? In meinen Augen zu diesem Zeitpunkt nichts.

© Raik Krotofil

© Raik Krotofil

© Raik Krotofil

Das sind die wunderbaren Momente der Landschaftsfotografie, die nur der erleben kann, der aus der Komfortzone heraus geht und sich bereits im Morgengrauen aus dem warmen Bett schält. Einzigartiges Licht, Stille, kalter Wind, singende Vögel – es ist für mich gleich einer Meditation und entfernt bei mir schnell den Stress eines Arbeitstages.


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