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Archive for the ‘Equipment’ Category

Nirav Patel und die stille Fotografie

18 Apr

Nirav Patel lebt heute in San Francisco, Kalifornien und ist eigentlich Hochzeitsfotograf. Seine Eltern stammen aus Indien und als Nirav zwei Jahre alt war, siedelten sie mit ihm in das große und so anders anmutende Land, die USA.

Er wuchs mit der Mentalität auf, dass Kunstmachen nur ein Hobby ist und sich damit kein Geld verdienen lässt. Doch er sollte eines anderen belehrt werden. Nach der Beendigung seines Studiums entdeckte er wie viele andere auch die Liebe zur Fotografie. Doch die Leidenschaft ließ ihn nicht los und so beschloss er, diesen neuen Weg zu gehen und seiner Fotografie Stabilität zu geben.

In seiner Arbeit konzentriert er sich auf die stillen Momente und verleiht seinen Bildern dabei einen filmischen Charakter. Vor allem seine Schwarzweiß-Arbeiten haben es mir angetan und setze ich die Bilder aneinander, glaube ich, eine Geschichte zu entdecken:

© Nirav Patel

© Nirav Patel

© Nirav Patel

© Nirav Patel

Seine Arbeiten sind sehr einfach und der Einsatz von Licht erzeugt bei vielen Bildern ein Gefühl von Geheimnis, Stille und Ruhe. Manchmal auch Einsamkeit.

Die Landschaften, mit oder ohne Menschen, erscheinen dabei majestätisch. Ist ein Mensch Teil des Bildes, rückt er zur Seite und gehört zur Gesamtheit der Komposition, ist aber nicht alleiniger Träger des Augenblicks. Auf seinen Landschaften lässt sich soviel entdecken und fast schon könnte man meinen, selbst das Rauschen des Meeres hinter den Klippen zu hören oder den Nebel zu schmecken.

© Nirav Patel

© Nirav Patel

© Nirav Patel

Aber neben seinen Landschaften konzentriert er sich auch gern auf das Subjekt Mensch. Nimmt er sich diesem an, dann spielt er auch hier mit Licht und Schatten, mit Formen und Linien. Er lässt den Menschen als Teil seiner Komposition wirken oder aber transportiert tiefere Gefühlsschichten an die Oberfläche.

Was mich an den Bildern in der Gänze so fasziniert, ist, dass sie mich immer wieder festhalten, obwohl sie nie laut sind. Sie halten sich zurück und ich kann mir vorstellen, dass nicht jeder so empfindet und sie schnell wieder vergisst. Doch nimmt man sich die Zeit und schaut über seine Arbeiten, so findet man darin eine Ordnung, die beruhigend wirkt.

© Nirav Patel© Nirav Patel
© Nirav Patel© Nirav Patel
© Nirav Patel© Nirav Patel

Und ob Mensch oder Landschaft, ob mit Mensch in einer Landschaft oder mit Landschaft in einem Menschen, so hat sich Nirav Patel – und das sage ich aus tiefster Überzeugung – für das Richtige entschieden. Nämlich darin, seiner Passion Stabilität zu verleihen. Seine Bilder tragen einen stillen Zauber, der nicht immer sofort sichtbar ist.

Sie benötigen etwas, das im Konsum von Bildern nicht mehr gern gegeben wird, nämlich Raum und Zeit. Raum, um das Ausmaß des Sichtbaren zu begreifen und Zeit, um sie wirken zu lassen.

© Nirav Patel

Ich bin jedenfalls froh, seine Bilder im Pool der Möglichkeiten entdeckt zu haben und konnte nicht unkommentiert lassen, was sie in mir auslösen.

Da Du hier nur eine kleine Auswahl an Bildern entdecken konntest, darfst du gern Niravs Webseite besuchen oder auf Facebook und Tumblr seine Arbeiten verfolgen.

Und natürlich kannst Du ihn auch gern auch als Hochzeitsfotograf buchen.


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Wenn Liebe zur Musik sichtbar wird

18 Apr

Ein Beitrag von: Grit Siwonia

Es ist für mich besonders, Musiker zu fotografieren. Meine Liebe zur Musik war vor der Liebe zu den Bildern da. Vielleicht musste ich Elif treffen. Ich mochte ihre Stimme schon sehr lang. Wir trafen uns – erst ohne Kamera. Erzählten und lachten und liefen durch die Straßen. Ich wollte sie genauso fotografieren, wie sie singt. Mit Melancholie und Leichtigkeit zugleich.

An einem warmen Oktobersonntag trafen wir uns bei ihr daheim. Wie immer hatte ich vorher keine Idee von dem, was ich wirklich machen würde. Ich kannte nur die Grundstimmung der Bilder. Wir tranken Tee und hörten Olafur Arnalds. Da war sie wieder – die Melancholie.

In meiner Idealvorstellung vom Fotografieren nimmt man mich nicht wahr. Manchmal wünsche ich mir eine Kamera, die von den Menschen, die ich fotografiere, nicht gesehen werden kann. Dann könnten wir reden und lachen und tanzen und weinen und alle Bilder wären echt. Vielleicht fotografiere ich deshalb gern durch Scheiben. Weil es ein bisschen wie unsichtbar sein ist.

© Grit Siwonia

© Grit Siwonia

© Grit Siwonia

© Grit Siwonia

© Grit Siwonia

© Grit Siwonia

© Grit Siwonia

© Grit Siwonia

Wie so häufig entstehen die besten Bilder am Schluss. Es wurde ganz, ganz langsam dunkel. Wir kletterten auf ein Berliner Dach. Schornsteine, Krane, ein Stück näher am Himmel. Elif tanzte – im Wind, mit dem Wind. Anmutig und ein bisschen traurig zugleich. Und ich wusste schon beim Auslösen, dass ich diese Bilder lieben würde – weil sie das sind, was ich fühle.

Ich bin wieder und wieder dankbar für das Vertrauen der Menschen vor meiner Kamera. Und ich bin dankbar für die Momente, die wir teilen dürfen. Und die man sich ins Gedächtnis rufen kann, wenn man die Bilder anschaut – und dazu Olafur Arnalds hört.

Ich werde nicht vergessen, wie es sich anfühlt, auf einem Berliner Dach zu stehen und genau so frei zu sein wie der Vogelschwarm über einem.

Danke, Elif.


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21 Wege, die eigene Fotografie zu verbessern

18 Apr

Ein Beitrag von: Brooks Jensen

Auf einer Ausstellung wurde ich von einem Jungen, der gerade erst anfing, zu fotografieren, gefragt: „Ganz spontan: Was sind die wichtigsten Dinge, um mich selbst in der Fotografie zu verbessern?“

Es war eine so direkte Frage und ich hatte mich so lange mit Fotografie beschäftigt, aber glaubst Du, ich hätte eine einfache und kurze Antwort parat gehabt? Ich stockte und entschied mich, ernsthaft darüber nachzudenken, um eine zufriedenstellende Antwort geben zu können. „Ich komme auf dich zurück“, antwortete ich.

Wie beantwortet man eine solche Frage? Indem man zurückblickt: Zurück auf meine Negative, meine Drucke, meine Methoden, Erfolge, Fehler und, um es kurz zu machen, meinen persönlichen Werdegang in der Fotografie.

Eine Portraitfotografie, die einen alten Herrn auf einem Hocker zeigt, der ins Licht schaut.

Nach dieser Prüfung (eine gute Quelle, wie man es nicht machen sollte) stellte ich eine Liste zusammen, reduzierte sie auf das Wesentliche und hatte die Antworten gefunden. Auch mit dem Risiko, etwas autoritär zu klingen, hier sind die …

21 Wege, die eigene Fotografie zu verbessern

  1. Fotografiere mehr, drucke mehr, nachbearbeite mehr. Das meine ich ernst. Das Beste daran, mehr zu produzieren ist nicht, einfach mehr Fotos zu haben, sondern das Üben an sich. Neben dem Üben selbst hat das „mehr“ auch noch einen zweiten Effekt: Glück. In der Fotografie zählt ein Foto, das durch Glück entstanden ist, genauso viel wie eines, das vorher gut geplant war. Mehr? Was bedeutet mehr? Wenn Du nicht von zehn Drucken für eine Ausstellung neun aussortierst und nur einen verwendest, dann bist Du nicht kritisch genug. Wenn Du nicht 100 Bilder machst, um am Ende nur eines davon zu drucken, dann bist Du nicht energisch genug.
  2. Wenn ich nur eine Sache empfehlen könnte, die die meisten Fotos mehr als irgendetwas sonst verbessert, dann würde ich empfehlen, einen dicken Punkt in die Mitte des Suchers zu kleben. Somit kann man nicht sehen, was sich dort befindet. Vermeide eine mittige Bildkomposition, wann immer es möglich ist. Immer, wenn ich ein Motiv sehe, was sich im Zentrum das Bildes befindet, dann weiß ich, dass der Fotograf unsicher ist. Unsicher über sein Bild und unsicher, warum er Kunst macht. Wir machen keine Kunst, um zu zeigen, wie etwas aussieht. Dafür braucht man nur Augen (oder ein Objektiv). Kunst soll Bedeutung haben, Gefühle spiegeln, Kraft ausstrahlen und eine gewisse Magie beinhalten. Zeig nicht einfach, was das Motiv ist, sondern zeig, was es nicht ist, was es bedeutet, wieso es existiert, für wen es ist, wo es sich befindet und wann es ist. Stell dir einen Roman vor, der nur aus Beschreibungen besteht; ohne Handlung, Motivation, Tiefe oder Dramaturgie wäre ein Roman nur ein Katalog von Objektbeschreibungen. Bei Fotografien ist es genauso.
  3. Denk zweidimensional. Du machst kein Bild von etwas, Du machst etwas – und was Du machst, ist zweidimensional. Wenn es Dir schwer fällt, dieses Sehen zu lernen, dann benutz Deinen Bildschirm an der Kamera. Oder mach vor dem Bild eine Skizze, um zu sehen, wie es aussehen wird bzw. soll. Lerne, Kanten und Formen zu sehen und nicht Details und Farben. Kneif die Augen zusammen und lass die Details der Welt verschwimmen. Sieh Deine Bildkomposition zuerst als große Flächen und lass die Kamera die Details erwecken. Komposition dreht sich um Flächen und die Texturen zeigen die Details.
  4. Das beste Teleobjektiv der Welt sind Deine Füße. Geh näher ran. Noch näher. Nimm weitwinkligere Objektive und geh näher ran. Die besten Fotos sind fast immer die, in denen sich der Betrachter direkt in der Welt des Bildes wähnt. Der leichteste Weg ist, ein weitwinkligeres Objektiv zu benutzen und näher an das Motiv oder die Szenerie heranzugehen. Sicher ist nicht jedes gute Bild mit einem Weitwinkel entstanden. Aber wenn 30 % Deiner Bilder mit einem Weitwinkelobjektiv und 70 % mit einem Teleobjektiv entstanden sind, dann tausche dieses Verhältnis und Deine Bilder werden sich rapide verbessern.
  5. Fotografie ist teils Kunst und teils Technik. Sie bezieht das Herz ein, wird aber durch Optik, Chemie, Elektronik und die Gesetze der Physik erstellt. Der technische Teil wird durch eine Reihe von Variablen beeinflusst und ist viel einfacher zu erlernen, wenn man die Zahl der Variablen reduziert. Beschränke Dich auf das Wesentliche. Benutze nur wenige Kameras und lerne, wie sich die Kamera verhält. Besseres Equipment macht keine besseren Fotos. Denk immer daran: Die großartigsten Fotos der Geschichte wurden mit primitiveren Kameras gemacht, als denen, die Du im Moment besitzt.
  6. Arbeite in Projekten. Mache viele Bilder und sieh genauer hin. Nimm Dir Zeit, Motive zu fotografieren, die du schon einmal fotografiert hast. Sieh Dir Deine Bilder an und suche nach den Dingen, die diese Bilder besonders machen. Denk darüber nach, was Du mit Deinem Foto hast sagen wollen. Denk Dir Deine erste Fotografie-Runde als ein Aufwärmtraining, ein Notizbuch mit Skizzen. Wenn Du noch einmal daran arbeitest, dann siehst Du neue Aspekte. Sieh Deine bisherigen Fotos als Lehre. Jedes Projekt erfordert, sich intensiv damit zu beschäftigen. Lies, studiere, stell Dir Fragen, sieh Dir die Arbeiten derer vor Dir an. Denk nach, frag noch einmal und mach Dir Notizen. Ein abgeschlossenes Projekt, das nicht einen guten Teil an Notizen beinhaltet, ist wahrscheinlich ein Projekt, das vor dem Abdrücken nicht genug bedacht wurde.
  7. Entwickle Dein Equipment zurück. Jedes Bild, jedes Projekt wird am besten mit einem bestimmten Satz aus Werkzeugen erstellt. Schau Dir an, was Du vorhast und such Dir die Werkzeuge aus, die dafür passen. Wenn Du ständig neues Equipment brauchst, dann lies noch einmal Tipp #5.
  8. Nimm an Workshops teil. Lies Bücher. Suche nach Tipps von erfahrenen Fotografen. Man muss das Rad nicht neu erfinden. Wenn Du großartige Fotos machen willst, dann sieh Dir großartige Fotos an und sprich mit großartigen Fotografen. Sei für eine Weile Assistent. Mach Dir zur Aufgabe, großartige Fotos zu reproduzieren, so gut wie möglich. Wenn Du dabei erfolgreich bist, dann lösch diese Fotos und zeig sie niemandem. Lerne von den Meistern, aber werde nicht wie sie. Frage nicht nach den Meistern, sondern frage, was sie gesucht haben. Dies hängt zusammen mit…:
  9. Arbeite Dich durch die Pflichtlektüre. Um weiter zu sehen als andere, musst Du auf den Schultern derer stehen, die vor Dir gearbeitet haben. Große Fotografen und Künstler vor Dir haben Arbeiten erstellt, die heute noch als Testament ihrer Kreativität dastehen. Um ihre Fackel weiter zu tragen, musst Du erst ihren Weg beschreiten. Lass Dich nicht davon entmutigen, wenn es Jahre dauert. Auch für sie hat es Jahre gedauert. Schau Dir die Geschichte an. Sieh Dir ihre Grundsätze, Regeln, Klischees und Techniken an. Beantworte damit Deine Fragen.
  10. Bring es zu Ende. Lass nicht zu, dass Deine Dateien wie in einem Lagerhaus für gute Kunst liegen bleiben. Beende die Arbeit daran. Um einen Film zu zitieren: Wenn Du es beendest, werden sie kommen. Es gibt ein universelles Gesetz der Zuschauer, das aussagt, dass, wenn Du eine Arbeit beendest, das Universum nicht zulassen kann, dass diese ungesehen bleibt. Möglichkeiten werden sich wie durch Magie entfalten. Wenn Du einmal alt bist, dann kannst Du zurückblicken und sehen, welche Projekte Deine besten waren. Wenn Dein bestes Projekt das zehnte war, dann konntest Du dieses nur schaffen, weil Du die neun Projekte davor beendet hast. Es gibt keinen schnelleren und effizienteren Weg, die Vorarbeit zu leisten, damit die nächste Arbeit wahrscheinlich Deine bisher beste wird. Beende es, leg es beiseite und mach weiter.
  11. Kreativität arbeitet nicht nach der Uhr. Die Ideen kommen und gehen von selbst. Bereite Dich darauf vor. Nimm immer ein Diktiergerät oder einen Notizblock mit. Fotografiere oder zumindest denk jeden Tag über Fotografie nach. Deine Ideen kommen in den unmöglichsten Situationen. Schreib sie auf.
  12. Leg die Fotografie beiseite und fang an, Kunst zu machen. Der höchste Zweck der Fotografie als Kunst ist die Kommunikation durch Bilder mit Deinen Mitmenschen. Kunstvolle Fotografie ist nicht dafür da, Sammler und Kuratoren zu beeindrucken. Die wirkliche Arbeit ist, Dich mitzuteilen. Auf dem Weg dabei übergibst Du dem Betrachter ein Bild, das ihn in Deine Welt blicken lässt und damit auch auf Dich. Wenn Deine Arbeit nicht jemanden bewegt, bewegt sie gar nichts.
  13. Entwickle Deine eigene fotografische Bildung. Lies Bücher, schau Dir Ausstellungen an, abonniere Fotozeitschriften (meist sind die Zeitschriften mit guten Fotos gerade keine Fotomagazine) und entwickle Deine eigene gedankliche Galerie mit Fotos, Fotografen und Vorlieben. Je mehr Du über andere Fotografen weißt, um so mehr weißt Du über Dich selbst. Dies hilft dabei, zu erkennen, ob Du Deinen eigenen Weg gehst oder auf dem Weg von jemand anderem wandelst.
  14. Ignoriere Ratschläge von anderen, wenn sie Dir erzählen, es wie sie zu machen. Natürlich schließt das wahrscheinlich auch diese Liste mit ein. Genauer gesagt geht es aber um Fotokritik. Es gibt keine nutzlosere Kritik als „Wenn das mein Foto wäre, dann würde ich…“. Es ist nicht ihr Foto, also ist der Ratschlag vollkommen unlogisch. Die besten Kritiker werden Dir sagen, was sie in Deinem Foto sehen und Dir überlassen, ob es ihre Interpretation ist und ob Du mit der Ideen Deines Bildes Dein Ziel erreicht hast oder nicht.
  15. Warte eine Weile, bevor Du Deine Arbeit veröffentlichst. Richte Dir einen Platz zuhause oder im Studio ein, wo Du viele Bilder anheften kannst. Bewahre sie dort auf, schau sie Dir wiederholt an, zu unterschiedlichen Tageszeiten, in unterschiedlichem Licht, in unterschiedlichen Stimmungen. Beobachte, wie sich Deine Reaktion zu einem Bild mit der Zeit verändert. Denk über die Idee nach, die Du beim Erstellen dieses Bildes hattest. Vielleicht entwickelst Du das Bild noch einmal neu, bearbeitest es anders oder fotografierst es noch einmal komplett neu. Das ist gut und zeigt, dass das Bild mit Dir spricht und Du auch zuhörst.
  16. Verlass Dich nicht auf Versprechen und finde selbst einen Weg. Lasst Dich nicht von irgendetwas abhalten, auf dem Weg Deine Kunst zu kreieren. Sei unabhängig. Verlass Dich nicht auf die Großzügigkeit von anderen, dies ist eine Falle. Du bist der einzige, dem Deine Bilder wichtiger sind als allen anderen. Das künstlerische Leben ist ein Weg, für den man bereit sein muss, zu zahlen.
  17. Denk genau über Deine Ziele nach. Was ist Dir wichtiger: Deinen Lebensunterhalt zu verdienen oder Deine Arbeiten zu verbreiten? Ist es Dir wichtiger, dass Deine Bilder der Masse gefallen oder es die Bilder sind, die Du machen musst? Wenn Du Glück hast, fallen diese Ziele zusammen. Wenn nicht, dann vereinfacht es alles weitere, zu wissen, was Dir wichtiger ist. Es gibt hier kein Richtig oder Falsch. Aber es bringt einen nur durcheinander, wenn sich die Ziele überschneiden.
  18. Fotografieren ist keine Gruppenaktivität. Lerne, allein zu arbeiten. Lerne, ohne Ablenkungen zu arbeiten. Mach die Musik aus. Umgib Dich mit Stille. Die Kreativität in uns spricht leise. Um sie zu hören, muss man sich an einem ruhigen Ort befinden.
  19. Fotografiere nicht, was fotogen ist. Fotografiere das, was Dich interessiert, selbst wenn das unmöglich ist. Es ist so gut wie unmöglich, ein gutes Foto von etwas zu machen, was Dich nicht interessiert. Empfindung für das Motiv, wie es mit dem Licht reagiert, wie es sich bewegt und verändert, wie es Dich fühlen lässt – das ist das Motiv Deiner Arbeit und nicht, was im Bild zu sehen ist. Es gibt keine langweiligen Motive, aber es gibt viele langweilige Fotos, gemacht von gelangweilten Fotografen. Wenn Du etwas empfindest, dann wird sich – mit Zeit und Hingabe – diese Empfindung auch in Deiner Arbeit zeigen.
  20. Denk nach. Denk aus der Sicht Deines Motives. Denk aus der Sicht Deines Betrachters. Denk darüber nach, was Du sagen willst. Denk darüber nach, wie das Bild mit der Zeit aussehen wird. Denk darüber nach, was an den Rändern ist, was innerhalb und was außerhalb des Fotos ist. Denk daran, was Du gesagt hast. Denk daran, was Du nicht gesagt hast. Am wichtigsten: Sei Dir im Klaren darüber, wann Du nachdenkst und wann Du aufhörst, zu denken. Kunst ohne Gedanken ist unvollständig. Kunst mit Gedanken ist unvollständig. Kunst zu machen, bedeutet beides und mehr als nur schöne Bilder zu machen.
  21. Kunst dreht sich nicht um Kunstwerke: Kunst dreht sich um das Leben. Um ein besserer Künstler zu werden, muss man zuerst ein besserer Mensch werden. Nicht moralisch gesehen, sondern im Verstehen. Der größte Künstler ist nicht der mit der besten Technik, sondern der mit dem größten Herzen.

Eine Landschaftsfotografie, die zeigt, wie ein Wald von Wolken eingenommen ist.

Dieser Artikel stammt von Brooks Jensen aus dem LensWork Magazine. Mit seiner Erlaubnis wurde er von Matthias Haltenhof ins Deutsche übersetzt.


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Die Schwarzweißexplosionen des Gareth Bragdon

18 Apr

Wenn ich mir die Schwarzweiß-Fotografien eines Gareth Bragdon ansehe, kann ich es eigentlich nicht glauben. Dass der Kollege tatsächlich solche Momente, mit derart ulkigen Menschen und einer messerscharfen Präzision komponiert und ausleuchtet, lässt mich ungläubig den Kopf schütteln. Diese Bilder sind zu gut, um wahr zu sein.

Aufmerksame Privatsphäre-Fanatiker werden nun „Der kopiert Gilden!“ rufen, doch das ist – wie immer – zu einfach. Zwar hat Bragdon eine ähnliche Technik, doch das war’s dann auch schon mit den Parallelen. Vergleiche ich Bragdons Fotos mit dem Gilden Stern Spezial, seinem Werk „Haiti“ und dem Gilden’schen Fashion Magazine, fallen die Unterschiede deutlich ins Auge.

Bragdon blitzt häufig von unten, Gilden nur sehr selten. Bragdon setzt alles auf die fotografierte Person, Gilden bezieht die Umgebung mit ein. Bragdon blitzt immer, Gilden nicht. Somit wäre der schwache Vergleich also aus der Welt geschafft, wenngleich es natürlich viele nicht von der Hand zu weisende Überschneidungen gibt, wie wir gleich noch sehen werden.

Gareth Bragdon, amerikanischer Staatsbürger aus dem Jahrgang 1989 lebt in Edinburgh (Schottland) und fotografiert seit dem Sommer 2011. Bragdon fing mit seinem Bruder an. Nachdem er sich an HDRs und satten Farben ausgetobt hatte, wurde er durch die Werke Cartier-Bressons, Meyerowitz’ und Winogrands von der Straßenfotografie gepackt. So berichtet er:

Ich war absolut fasziniert davon. Diese Idee des entscheidenden Moments, die Idee, dass Welt und Straßen Quellen unendlicher Begeisterung waren, wenn man nur achtsam wäre. Großartig.

Und die Bilder transportieren diese Begeiserung sehr gut.

Ein Affe am Fenster.

Zwei Damen, eine Straßenfotografie.

Ein Mann mit hochgewehtem Haar.

Ein angeblitzter Hund mit Zeitung im Maul.

Eine Straßenfotografie zeigt eine Frau mit hochgewehtem Schirm.

Eine Straßenfotografie, die eine Frau mit erschrockenen Augen zeigt.

Eine Straßenfotografie, die einen Zeitung lesenden Mann zeigt.

Eine Straßenfotografie zeigt einen rauchenden Mann.

Eine Straßenfotografie mit einem Mann, der eine Hitler-Maske abnimmt.

Drei Affen, die nach oben schauen.

Eine Straßenfotografie, die zwei Frauen beim Sitzen zeigt.

Eine Straßenfotografie zeigt einen rauchenden Senioren.

Eine Straßenfotografie zeigt einen Mann, der Zeitung liest.

Eine Straßenfotografie zeigt eine Frau unter einem Schirm.

Nachdem Gareth Bragdon zu Beginn versucht hatte, ohne Blitz, aus der Hüfte oder mit Zoom aus größerer Distanz zu fotografieren, entschied er sich, aus seiner Komfortzone zu treten und näher ranzugehen.

Als jemand, der sehr ängstlich war, hatte ich wirklich zu kämpfen. Um gegen das schottische Scheißwetter anzukommen, fing ich an, wie Bruce Gilden einen Blitz einzusetzen. Ab da gab es kein Verstecken mehr.

Heute ist es für ihn nahezu unmöglich, ohne Blitz zu fotografieren, weil ihm die Bilder dann vergleichsweise zu flach sind. Bragdon führt aus:

Auf den Straßen schaue ich nach interessanten Leuten. Vielleicht ist es die Art, sich zu kleiden, wie sie physisch aussehen – vielleicht aber auch etwas viel Tieferes, Nicht-materielles. Ich vertraue da ganz auf meine Intuition.

Heute ist Gareth Bragdon auf Flickr zu finden und auch Teil eines neuen Kollektivs aus Edinburgh, das sich GreySkies nennt.


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17. April 2014

18 Apr

Ein Beitrag von: Bernd

Omniscient Narrators © Bernd


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DIY: Photo Surprise Easter Eggs

17 Apr
Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

What came first? The chicken or the chocolate egg? We don’t know but we do know what came next. You!

Surprise a friend as they bite into an Easter egg by hiding a photo on the inside.

All you need for this surprise are some chocolate eggs, a little chocolate surgery and a photo of yourself in your Easter best.

Put on those bunny ears and hop this way for chocolate surprise fun times.

Learn How to Make Your Own Photo Surprise Easter Eggs

p.s. Need a pick me up? Go to HighFiveTheInternet.com and HIGH FIVE THE ENTIRE INTERNET. We made this li’l site for National High Five Day today!

(…)
Read the rest of DIY: Photo Surprise Easter Eggs (253 words)


© Erika for Photojojo, 2014. |
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Fotogenes Deutschland – Eibsee

17 Apr

Ein Beitrag von: Stefan Gerzoskovitz

Ein kalter Herbstmorgen, Nebel wabert knapp über die Wasseroberfläche. Das frühe Aufstehen ist schon längst vergessen und ich warte auf die ersten Sonnenstrahlen, die sich über den noch mit Schnee bedeckten Bergkamm kämpfen müssen.

Sobald die ersten Strahlen auf die Inseln treffen, löse ich die Kamera aus. Mit einem neutralen Graufilter will ich den Nebel zu einem seidenen Teppich verschwimmen lassen. Ich warte gespannt auf das Ende der Aufnahme und schaue erwartungsvoll auf das Display meiner Kamera.

So oder so ähnlich ging es mir schon einige Male an einem der schönsten Bergseen Deutschlands, dem Eibsee. Der glasklare Gebirgssee liegt ca. 9 km südwestlich von Garmisch-Partenkirchen direkt am Fuße der Zugspitze auf knapp 1000 hm und ist bequem mit dem Auto zu erreichen.

Zu Fuß kann man den See in etwa zwei Stunden komplett auf einem einfachen und breiten Fußweg umrunden. Gerade der Weg am Nordufer mit mehreren kleinen Buchten eröffnet immer wieder freie und traumhafte Blicke auf das Wettersteinmassiv mit Zugspitze und Riffelgrad.

© Stefan Gerzoskovitz

© Stefan Gerzoskovitz

Der See bietet zu jeder Jahreszeit reizvolle Motive. Im Frühjahr sorgt das frische Grün der Laubbäume für einen schönen Kontrast zu den noch schneebedeckten Gipfeln.

Im Sommer sind die Ufer an warmen Tagen oft bis spät abends mit Sonnenanbetern überflutet. Deshalb bieten sich zu dieser Jahreszeit eher die frühen Morgenstunden mit schönem, seitlichem Streiflicht an, um in Ruhe fotografieren zu können.

Im Herbst braucht der Eibsee keinen Vergleich zum Indian Summer in USA oder Kanada zu scheuen. Das türkisfarbene Wasser, die gelb und rot verfärbten Laubbäume und die gewaltige Bergkulisse im Hintergrund bieten Motive, die sich jeder Landschaftsfotograf in seinen Träumen erhofft.

Im Winter kehrt am Eibsee Ruhe ein. Obwohl die Wintersportler die nahen Parkplätze überfüllen, um zum Skifahren auf die Zugspitze zu fahren, herrscht am Eibsee besinnliche Ruhe. Hier lassen sich, je nachdem wie stark der See zugefroren ist, schöne Wintermotive finden.

© Stefan Gerzoskovitz

© Stefan Gerzoskovitz

© Stefan Gerzoskovitz

© Stefan Gerzoskovitz

© Stefan Gerzoskovitz

Ich kann nur jedem raten, sich mal weit vor Sonnenaufgang zum Fotografieren auf den Weg zu machen. Neben dem oft besten Licht hat das frühe Aufstehen auch noch einen weiteren Vorteil: Man kann die Natur mit allen Sinnen in Ruhe erleben und genießen. Für mich gibt es nichts Schönere, als auch mal längere Zeit an einem Ort zu stehen, die Lichtstimmungen zu beobachten und dann im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken.


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Fenster: Ausstellungstipps, Ausgabe 2

17 Apr

Eigentlich wollten wir erst in der nächsten Woche die neue Ausgabe unserer Ausstellungstipps veröffentlichen. Aber da wir jetzt schon so viele neue Empfehlungen für Euch haben, verkürzen wir den Abstand ganz einfach und hoffen, dass ein paar für Euch spannende Veranstaltungen dabei sind!

Familie Ostkreuz © 2014 Birthe Templin

Berlin

Tipp von Robert Herrmann

Für die meisten von Euch ist es sicherlich nichts Neues, dass auch wir Redakteure fotografieren. Ich möchte an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, um also einmal eine Empfehlung in eigener Sache abzugeben.

Wer zu Ostern in Berlin ist und die eiergesättigten Festtage mit einer Prise Kultur würzen möchte, sei eingeladen, sich die Gruppenausstellung „~Familie“ im Kunsthaus Bethanien anzuschauen.

Wir sind elf Fotografen, die sich ein Jahr lang unter der Leitung von Thomas Meyer an der Ostkreuzschule für Fotografie mit dem Thema Familie auseinandergesetzt haben. Was bedeutet heutzutage Familie? Wie bestimmt sie unser Leben? Wo findet sie im öffentlichen Raum statt? Herausgekommen sind ganz unterschiedliche Arbeiten, von ganz privat bis ironisch distanziert. Von sehr nah bis völlig abseitig.

Die Vernissage findet am Donnerstag den 17. April ab 19:00 Uhr statt.
Ort: Kunstquartier Bethanien, Projektraum, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin-Kreuzberg
Dauer der Ausstellung: 18. – 20. April 2014, täglich von 14 bis 20 Uhr
Der Eintritt ist frei.

 

Hilao Moyizo Village, 2011 © Jimmy Nelson

Hilao Moyizo Village, 2011 © Jimmy Nelson

Tipp von Aileen Wessely

Der Fotograf Jimmy Nelson hat unter dem Titel „Before They Pass Away“ ein epochales Werk über die letzten indigenen Völker dieser Erde geschaffen. Und der Titel ist Programm, denn es geht darum, den Rest der Welt aufzurütteln, denn diese Kulturen werden höchstwahrscheinlich aussterben, wenn alles so weitergeht.

Besonders gefällt mir diese große Serie, da sie sehr, sehr viele Völker umfasst, die Nelson überall auf dem Globus aufgesucht und fotografiert hat, ohne dabei einen dokumentarischen Ansatz mit einem Schema X anzusetzen, um ja alle Kulturen irgendwie gleich darzustellen. Jimmy Nelson ist nicht objektiv, sondern ganz und gar subjektiv. Und leidenschaftlich.

Er wählt immer wieder unterschiedliche Darstellungs-, Portrait- und Inszenierungsformen. Einzelportraits vor schwarzem Hintergrund, Gruppenaufnahmen in der weiten Landschaft oder im überbordenden Wald. Gruppensitzungen in den typischen Behausungen ebenso wie aus dem Alltag heraus festgehaltene Szenen und Portraits.

Die Farbigkeit ist es, die mich bei seinen Arbeiten positiv erschlägt, über sie transportiert sich für mich ganz klar die Faszination. Noch bis zum 21. Juni 2014 ist die Ausstellung in den Berliner Galerien Camera Work und CWC Gallery gleichzeitig zu sehen, die gemeinsam den erforderlichen Platz für die vielen Bilder zur Verfügung stellen.

 

Francesca Woodman, Untitled , New York, 1979/2001 Schwarz-Weiß-Silbergelatineabzug auf Barytpapier / Black-and-white gelatin silver print on barite paper 14,7 × 14,8 cm / 25,3 × 20,2 cm © Courtesy George and Betty Woodman, New York / SAMMLUNG VERBUND, WienFrancesca Woodman, Untitled , Providence, Rhode Island, 1976/1999 Schwarz-Weiß-Silbergelatineabzug auf Barytpapier / Black-and-white gelatin silver print on barite paper 14 × 14,4 cm / 25,2 × 20,2 cm © Courtesy George and Betty Woodman, New York / SAMMLUNG VERBUND, Wien

Wien

Tipp von Marit Beer

Anfang des Jahres brachte die Sammlung Verbund die erste deutschsprachige Monografie von Francesca Woodman heraus, die einen neuen Blick auf ihre Arbeiten eröffnet und demnächst auch hier auf kwerfeldein in Form einer Rezension vorgestellt wird.

Die Vertikale Galerie in der Verbund-Zentrale in Wien zeigt noch bis zum 21. Mai 2014 ihr zu Ehren eine Ausstellung, mit 80 Fotografien aus den Beständen der Sammlung Verbund. Die Ausstellung ist jeden Mittwoch um 18 Uhr und jeden Freitag um 16 Uhr im Rahmen einer kostenlosen Führung zu besichtigen. Es wird darum gebeten, sich telefonisch oder per E-Mail vorher anzumelden.

Francesca Woodman, Self deceit #1 , Rome, Italy, 1978/1979 Schwarz-Weiß-Silbergelatineabzug auf Barytpapier / Black-and- white gelatin silver print on barite paper 9 × 9 cm / 24,7 × 20,2 cm © Courtesy George and Betty Woodman, New York / SAMMLUNG VERBUND, WienFrancesca Woodman, Untitled , Rome, Italy, 1977–1978/2006 Schwarz-Weiß-Silbergelatineabzug auf Barytpapier / Black-and-white gelatin silver print on barite paper 15,1 × 14,9 cm / 25,1 × 20,2 cm © Courtesy George and Betty Woodman, New York / SAMMLUNG VERBUND, Wien

Leider habe ich bisher selbst noch nicht den Weg von Berlin nach Wien geschafft, wünsche mir dies aber um so mehr, weil ich die Arbeiten Francesca Woodmans sehr schätze. In meinem Bücherregal türmen sich die Publikationen, die ihren Namen tragen. Ich habe hier schon einmal ihre Arbeiten besprochen und weiß, dass sie viel Einfluss auf Fotografen unserer Zeit hat.

Wer also in Wien oder der näheren Umgebung ist, dem empfehle ich unbedingt, diese Ausstellung zu besuchen, vor allem, weil Ausstellungen dieser Künstlerin relativ rar gesät sind.

 

Sonnenstraße © Frank Gaudlitz

Provisional Installations © Sebastian Keitel

Köln

Tipp von Aileen Wessely

Fünf Räume, vier Fotografen und drei Kontintente. Das ist das Konzept der aktuellen Gruppenausstellung in den Kunsträumen der Michael-Horbach-Stiftung, die am 10. April eröffnet wurde und noch bis zum 10. Juni 2014 zu sehen ist.

Frank Gaudlitz zeigt Arbeiten aus seiner Arbeit „Sonnenstraße“, für die er 2500 km quer durch Südamerika zurücklegte und den wichtigsten Orten von Alexander von Humboldts Forschungsreise von 1802 folgte. In wirklich beeindruckenden, großformatigen Schwarzweiß-Arbeiten erlebt man die südamerikanische Landschaft und farbige Portraits zeigen die Einwohner in ihren Häusern.

Um das Wie und Wo des Wohnens geht es auch in der Arbeit „Provisional Installations“ von Sebastian Keitel, der in sehr großformatigen, bunten und eindringlichen Bildern die Interieurs von Slumhütten aus Dhaka zeigt. Für die Arbeit „Water Gypsies“ besuchte die Fotografin Maria M. Litwa zwei Siedlungen von muslimischen Flussnomaden, ebenfalls in Dhaka.

Water Gypsies © Maria M. Litwa

© Bill Perlmutter, Galerie Hilaneh von Kories© Bill Perlmutter, Galerie Hilaneh von Kories

Nach so viel für unsere Augen Exotisches von fernen Kontintenten ist es dann besonders spannend, im Kontrast Bill Permutters Arbeiten im zuhinterst gelegenen Raum zu betrachten. Als amerikanischer Soldat reiste er in den 50er Jahren durch das Nachkriegseuropa und brachte vielseitige Beobachtungen von den Straßen der Stadte mit – wiederum in schwarzweiß.

Die Vernissage musste ich leider ohne die zwei Bilder und vier Bücher, die ich zu gern gehabt hätte, verlassen, weil ich gerade keine Summe im mittleren vierstelligen Bereich bei mir hatte, aber viele der ausgestellten Arbeiten gibt es auch zu erschwinglichen Preisen in regulären Buchausgaben zu erstehen und das Anschauen allein lohnt sich auch allemal.

Die Kunsträume sind mittwochs und freitags von 14 bis 17 Uhr sowie sonntags von 11 bis 13 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

 

Fischer. Weligama, Südküste, Sri Lanka, 1995, © Steve McCurry / Magnum Photos

Fischer. Weligama, Südküste, Sri Lanka, 1995, © Steve McCurry / Magnum Photos

Bettlerin, Bombay, Indien, 1993.  © Steve McCurry / Magnum Photos

Bettlerin, Bombay, Indien, 1993. © Steve McCurry / Magnum Photos

Erfurt

Tipp von Katja Kemnitz

Selbst, wem der Name Steve McCurry nichts sagt – mindestens eines seiner Bilder hat wahrscheinlich jeder schon einmal gesehen. Das Foto „Afghan Girl“ ist eines der beeindruckendsten Portraits des Magnum Fotografen und wird zurecht oft afghanische Mona Lisa genannt.

Dieses und viele weitere farbgewaltige Bilder kann man noch bis zum 22. April 2014 in der Kunsthalle Erfurt sehen. McCurry dokumentierte zahlreiche Kriege und Konflikte, vor allem in Asien und im mittleren Osten. Die Ausstellung verspricht einen umfassenden Überblick über sein Werk.

Nachdem seine Bilder bereits Station in Wolfsburg und Hamburg gemacht haben, hoffe ich sehr, dass sie nach Erfurt auch bald in meine Gegend kommen werden. Wer die Chance hat, sie zu sehen, sollte sie unbedingt nutzen.

 

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16. April 2014

17 Apr

Ein Beitrag von: Charlotte Grimm

whom the moon a night song sings © Charlotte Grimm


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15. April 2014

15 Apr

Ein Beitrag von: Heinz

© Heinz


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