RSS
 

Archive for the ‘Equipment’ Category

The Instax Printer:From Phone Pix to Prints in Seconds

21 Apr

Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

Meet the Instax Printer, the simplest way to instantly print pics from your phone. We’re sure you two will hit it off splendidly.

With a free app and just a few taps on your phone your new BFF makes it easy to turn any photo onto a real live Instax mini print!

Crop, edit and filter first … then, tap tap, you’re printing.

We might be moving a little fast here, but the Instax Printer makes a great addition to a wedding photobooth too.

Grab Your Own Portable Instax Printer
$ 220 at the Photojojo Shop


© laurel for Photojojo, 2014. |
Permalink |
No comment |
Add to
From Phone Pix to Prints in Seconds”>del.icio.us

Post tags:


Photojojo

 
Comments Off on The Instax Printer:From Phone Pix to Prints in Seconds

Posted in Equipment

 

21. April 2014

21 Apr

Ein Beitrag von: streetw[o]rk

© Streetw[o]rk


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on 21. April 2014

Posted in Equipment

 

Lithprint – Eine Odyssee in der Dunkelheit

21 Apr

Tiefste Schwärzen und ein leichter Überzug, der an feinste Karamellplättchen erinnert. An den Rändern ein wenig körnig, die Linien klar umrissen. Dass ich nicht nur gern fotografiere, sondern auch gern esse, ist spätestens jetzt kein Geheimnis mehr. Aber im Folgenden geht es nicht um feines Gebäck, sondern um grobe Tatsachen.

Vor über zwei Jahren stand ich in der Dunkelkammer und probierte mich an Lithprint und war mir ziemlich sicher, es unmittelbar danach noch einmal zu probieren. Aber wie das mit Erwartungen so ist, enttäuscht man sich glatt selbst dabei.

In den letzten Tagen des abschwellenden Wintergefühls in der Magengegend und mit dem aufbrausenden Gefühl der nahenden Frühlingstage im Kopf, wie sie nur der Aprilmonat in einem auftauchen lässt, erinnerte ich mich doch wieder an mein Versprechen.

Lithprint © Marit Beer

Ich wartete auf die Dunkelheit wie ein Nachtmahr auf den Träumenden. Gegen 21 Uhr verdunkelte sich der Himmel und ich das Fenster des Badezimmers. Es war angerichtet. Der Vergrößerer stand wie üblich auf dem Wichtigsten, was ein Bad zu bieten hat – dem Klosett. Die Schalen reihten sich aneinander und nach Farben geordnet in Entwickler, Stoppbad und Fixierer auf der Badewanne auf. Das Papier, in diesem Fall das Fomatone MG 333, warte geduldig auf seinen Aufgabenbereich.

Für die Nerds unter Euch oder jene, die das auch mal ausprobieren wollen: Als Entwickler hatte ich noch vom letzten Mal den LP Lith von Maco/Labor Partner in einem Mischungsverhältnis von 1+4 angesetzt. Aber ich habe mir sagen lassen, der Easylith von Moersch sei auch nicht schlecht und für den Anfang reicht der auch völlig aus und ist zudem auch noch recht günstig zu haben. Worauf Du aber ebenfalls zu achten hast, ist: Lithfähiges Papier zu benutzen, denn nicht jedes ist dafür geeignet. Pass beim Kauf also auf und frag den Händler Deines Vertrauens.

Es geht los. Die Lichter sind aus und das rotglühende Dunkelkammerlicht wirft sein bedrohliches Licht in den kleinen Raum. Ich habe mich für ein kontrastreiches Negativ entschieden und schiebe es in den Vergrößerer. Das Papier wird 24 Sekunden belichtet und verschwindet augenblicklich in die Entwicklerschale, die ich immer wieder einmal hin- und her bewege, damit sich der Entwickler auch überall gleichmäßig verteilt.

Ich warte. Vergeblich. Erinnere mich an das letzte Mal, als es ebenfalls so lange dauerte. Immer, wenn man kurz vorm Aufgeben ist, schält sich das Bild heraus, glaube ich und starre auf das Papier, bis mich ein Geistesblitz durchfährt. Ich drehe das Blatt um.

Lithprint © Marit Beer

Lithprint © Marit Beer

Da ist es. Ich hatte das Papier falsch herum auf den Vergrößerer gelegt. Na wunderbar! Aber das kann leicht passieren, vor allem wenn man die Dunkelkammer nur noch einmal im Jahr aufbaut. Beim nächsten Mal erinnere ich mich: Die glatte Oberfläche muss nach unten und die leicht raue nach oben zeigen. Denn das ist die richtige Fläche für meine Belichtung.

Es klappt.

Jetzt aber aufpassen und mit allen Sinnen dabei bleiben! Ich sehe schon den Mund und die Augen, das Gesicht erscheint und dann geht es ganz schnell. Bevor es zu spät ist und alles in Schwarz verschwindet, ziehe ich es heraus und lege es sofort in das Stoppbad, damit die Entwicklung aufhört.

Ich atme aus und glaube, es im richtigen Moment geschafft zu haben. Nach ein paar Sekunden kommt es in den Fixierer. Ich zähle bis zwanzig und schalte das Licht an.

Da ist es, liegt vor mir. Ich lächle, ein Glücksgefühl breitet sich aus und durchströmt mich warm und leise. Mein erster Print seit Monaten. Er ist schön und in diesem Moment auch einfach das Schönste, was ich je gesehen habe. Stolz und erhaben blickt die Frau darauf zur Seite. Ich hebe den Print nach ein paar Minuten vorsichtig aus dem Fixierer und wässere ihn.

Lithprint © Marit BeerLithprint © Marit Beer

Ich entscheide mich noch für ein paar andere Motive und erkenne dabei schnell, wie wichtig es ist, ein gut ausformuliertes Negativ zu haben. Am Ende sind es drei Bilder, die mir sehr gut gefallen und zwei, mit denen man vielleicht noch weiter experimentieren kann.

Ich schaue auf die Uhr und erschrecke, denn es ist jetzt 3 Uhr morgens. Ich fühle nun auch langsam die Erschöpfung und wie sich die Müdigkeit in meinen Gliedern verfängt. Ich verwandle die Dunkelkammer noch schnell in ein Bad zurück, schütte die Flüssigkeiten in ihre Behältnisse, säubere die Armaturen und falle glücklich in mein Bett.

Ich verspreche mir dieses Mal hoch und heilig, dass ich die nächste Dunkelkammeraktion nicht so lange auf sich warten lasse. Denn das Gefühl, dabei zu sein, wenn ein Bild entsteht, ist so viel anders als das Gefühl beim Einscannen der Negative. Ich halte am Ende etwas in der Hand. Ein Ergebnis, das unmittelbar auf mich einwirkt und ein Gefühl, das ich ganz bald wieder erleben möchte.

Außerdem befinde ich mich noch am Anfang meiner Reise und fühle mich dabei manchmal wie die Rennschnecke aus der unendlichen Geschichte oder wie ein Fischer, der im Trüben nach der Schönheit Ausschau hält.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on Lithprint – Eine Odyssee in der Dunkelheit

Posted in Equipment

 

20. April 2014

20 Apr

Ein Beitrag von: Gino00

unbenannt-81 © Gino00


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on 20. April 2014

Posted in Equipment

 

If you could only see

20 Apr

Die Serie „If you could only see“ von Andrea Hübner entstand an einem grauen Novembertag. Eine perfekte Atmosphäre für die geplanten Aufnahmen, die an die Bücher von Jane Austen und Charlotte Bronte erinnern. Die Location hatte Andrea bei einem kleinen Spaziergang entdeckt. Leonies Gesicht passte für sie perfekt zu der Idee, die sie im Kopf hatte.

Ich hätte mir kein besseres Modell vorstellen können. Die Kleidung hatten wir vorab zusammen ausgesucht, die Frisur habe ich geflochten, bevor wir uns auf den Weg zur Location gemacht haben. Alles harmonisierte für mich an diesem Tag wunderbar und so ging ich zufrieden und mit vollen Speicherkarten nach Hause.

© Andrea Hübner

© Andrea Hübner

© Andrea Hübner

© Andrea Hübner

© Andrea Hübner

© Andrea Hübner

© Andrea Hübner

Andrea Hübners Bilder begleiten uns schon lange. Bereits 2010 schrieb sie für uns einen Gastartikel und erklärte ausführlich, was die analoge Fotografie für sie bedeutet. Die Serie „If you could only see“ zeigt eine ihrer digitalen Arbeiten.

Mehr von Andrea findet Ihr auf ihrer Homepage, auf Facebook oder auf Flickr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on If you could only see

Posted in Equipment

 

browserFruits April, Ausgabe 3

20 Apr

Wir wünschen Euch einen schönen Ostersonntag! Vergesst beim Eiersuchen nicht, auch hin und wieder ein Erinnerungsbild zu schießen und wenn Ihr ganz besonders ordentlich sucht, findet Ihr vielleicht ja sogar noch versteckte Eier vom Vorjahr. Soll es ja alles schon gegeben haben. Unsere browserFruits sind bis auf das Fotospecial wenig österlich ausgefallen. Wir hoffen, sie munden Euch trotzdem.

 

Fotospecial: Osterhase

Flickr

500px

 

Deutschsprachig

• Warum Politiker sich nur noch selten als Machtikonen inszenieren und wie Fotos in den Medien gezielt so inszeniert werden, dass sie unseren Erwartungen entsprechen, beleuchtet die Süddeutsche.

• Fünf Jahre lang als Fotograf auf einem Kreuzfahrtschiff. Bildwerk3 hat ein interessantes Interview.

• Die Reform der Künstlersozialkasse verspricht deren Erhalt und somit weiter Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung für rund 170.000 freie Künstler.

 

International

• Passend zu Ostern: 25 Bilder von Hasenfreundschaften.

• Joey L. meint: Seine Arbeiten im Netz zu teilen ist genauso wichtig wie das Fotografieren selbst. Er erklärt es anhand eines Jobs, den er kürzlich so bekam.

• Zwei der Pulitzer-Preise 2014 gehen an die NY Times. Im Blog werden die preisgekürten Serien gezeigt und Hintergründe erläutert.

• Eine herrlich ironische Serie, die damit spielt, dass viel zu viele von uns viel zu oft die Welt verpassen, weil sie ständig auf ihr Handy starren.

• 25 lustige tierische Fotos, die genau im richtigen Moment aufgenommen wurden.

• Auf ServusTV gibt es eine lange Doku über den New Yorker Modefotografen Bill Cunningham. Es ist unglaublich, was dieser Mann auf die Beine gestellt hat.

• Schnecken leben in einer magischen Welt.

• Martin Parr fotografierte den Jersey Liberation Day, der das Ende der Besatzung der Nazis im zweiten Weltkrieg feiert. Die Bilder werden nun bis Mai im Jersey Heritage ausgestellt.

• Instagram stellt den Stream der Fotojournalistin Anastasia Taylor-Lind vor. Wie? Mit einem ihrer Videos, in dem sie ihre Arbeitsweise kurz vorstellt.

• Ein Mann fotografierte im Dunkeln mit Blitz und wurde fast zu Tode erschreckt.

• In Hak Nam (Stadt der Dunkelheit) lebten einst über 50.000 Menschen. Diese Bilder erinnern daran.

 

Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

Buchtipps

• In sehr intimen Selbstportraits hat die Fotografin Jen Davis sich 11 Jahre lang mit Unsicherheiten bezüglich ihres Körperbilds auseinandergesetzt. Das Buch dazu heißt „Eleven Years“* und ist beim Kehrerverlag für 39,90 € erschienen. Zeit Online zeigt Bilder daraus.

• Die Galerie Vevais publiziert wundervolle Bücher. Eines davon Agafias mystische Märchenwelt. Polaroids von Agafia Polynchuk. Das handgebundene Buch ist limitiert auf 100 Exemplare und kostet 75 €.

 

Zitat der Woche

I never have taken a picture I’ve intended. They’re always better or worse.

Diane Arbus –

Mehr Zitate

 

Videos

Der 88-jährige Saul Leiter in einem Gespräch mit Brigitte Woischnik und seiner Assistentin Margit Erb.

 

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on browserFruits April, Ausgabe 3

Posted in Equipment

 

Hunting Season

20 Apr

Ein Beitrag von: Rebecca Schwarzmeier

Ich bin in einer Gegend aufgewachsen, in der man vom Auto abhängig ist. Die nächste größere Stadt liegt fünfzig Kilometer entfernt. Und bis zum nächsten Supermarkt fährt man zehn Kilometer – durch den Wald.

Autofahren kann Spaß machen. Und ich gebe es zu, ich fahre gern. Doch nur allzu oft wird diese Freude durch Gefühle von Beklommenheit, Ekel und auch Trauer unterbrochen – nämlich dann, wenn da Tiere sind, tote Tiere.

In der Jagdsaison 2012/2013 zählte der Deutsche Jagdverband über 200.000 Wildunfälle. Aber wer ruft schon den Jäger an, wenn er einen Hasen überfährt? Und kleinere Tiere wie Igel oder Mäuse bleiben ohnehin unerwähnt.

Irgendwann war da dieser tote Fuchs, den ich sah, als ich meine Eltern besuchte, der tagelang am Straßenrand lag und an dem ich immer wieder und wieder vorbeifuhr. Ich hatte das Bedürfnis, diese Situation fotografisch aufzuarbeiten. Stehenzubleiben. Hinzusehen.

Hunting Season © Rebecca Schwarzmeier

Hunting Season © Rebecca Schwarzmeier

Hunting Season © Rebecca Schwarzmeier

Hunting Season © Rebecca Schwarzmeier

Hunting Season © Rebecca Schwarzmeier

Hunting Season © Rebecca Schwarzmeier

Hunting Season © Rebecca Schwarzmeier

Hunting Season © Rebecca Schwarzmeier

Hunting Season © Rebecca Schwarzmeier

Hunting Season © Rebecca Schwarzmeier

Hunting Season © Rebecca Schwarzmeier

Hunting Season © Rebecca Schwarzmeier

Hunting Season © Rebecca Schwarzmeier

Hunting Season © Rebecca Schwarzmeier

Ein Großteil der Serie ist im Frühjahr und Sommer 2012 entstanden. Als ich meinen Freunden davon erzählte, begannen auch sie, ihre Augen für diese Problematik zu öffnen. Fast täglich wurde ich angerufen, weil jemand auf dem Weg zur Arbeit an einem überfahrenen Tier vorbeigekommen war.

Im Herbst 2012 wurde die Serie im Rahmen der Ausstellung „Waldrand“ der Fotoszene Nürnberg gezeigt. Für mich ist das Thema aber längst nicht abgeschlossen; ich habe die Kamera immer im Kofferraum dabei.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on Hunting Season

Posted in Equipment

 

19. April 2014

19 Apr

Ein Beitrag von: Leon Beu

Leon Beu


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on 19. April 2014

Posted in Equipment

 

Rezension: Falllicht

19 Apr

Vor ein paar Wochen habe ich Euch in unseren Ausstellungstipps Fenster, Ausgabe 1 die Arbeit „Light Fall“ von Guido Baselgia empfohlen, die noch bis zum 3. Mai in Zürich zu sehen ist. Der Weg ist mir leider zu weit, aber heute möchte ich Euch hier das Buch zu dieser epochalen Werkreihe vorstellen.

Der Fotograf Guido Baselgia war von 2006 bis 2014 mit seiner Fachkamera in verschiedenen Ecken der Welt unterwegs, um sich seinem zugegebenermaßen sehr weit gesteckten Thema anzunähern. Es geht um das Zusammenspiel der Erde mit anderen Gestirnen, das wir hier vor allem in Form von Lichtphänomenen wahrnehmen können. – Licht, das auf die Erde fällt.

Der nun vorliegende Zyklus „Light Fall“ bzw. „Falllicht“ fächert diese Phänomene sehr weit auf. So weit, dass ich auf den ersten Blick irritiert war und das Gefühl hatte, dass zu viele verschiedene Dinge hier unter einem Titel vereint werden. Aber bei erneutem Betrachten wachsen die unterschiedlichen Bildtypen immer weiter zusammen.

Falllicht © Guido Baselgia

Um Euch eine Vorstellung davon zu geben: Zu sehen sind Dämmerungen. Zwielicht auf Berg- und Schneelandschaften. Nebel. Gestochen scharfe, vom Vordergrund bis in den Hintergrund detaillierte Buschlandschaften in der Mittagssonne. Dann fast vollkommene Dunkelheit, in der nur noch schemenhaft Landschaften oder Wolkenformationen zu erahnen sind.

Kurze und lange Verläufe von Sonne, Mond und Sternenhimmel über wilder Natur ebenso wie über Städten (deren Lichter in der Nacht leuchten) oder abstrakten Wolkenformationen. Ich bin erstaunt, wie viele Variationen der Lichtverläufe es gibt. Gerade, gebogen, von Wolkenschichten unterbrochene Linien.

Senkrecht zu einem besonders üppig mit Sternenspuren gefüllten Himmel zeichnet sich der gerade Verlauf eines Flugzeugs ab. Über der Linie sogar mit den sichtbaren Leuchtsignalen — bip-bip — bip-bip — bip-bip.

Falllicht © Guido Baselgia

Fast abstrakte Langzeitbelichtungen von Wasser- und Wolkenbewegungen, die beinahe zu einer einheitlichen horizontalen Streifenanordnung mit Verlauf verwischt sind. Aber wie viele andere Bilder gerade noch so knapp an der Grenze des Erkennbaren liegen, das man weiß: Dort ist der Himmel, da das Wasser.

Daneben gestochen scharfe Felsformationen, mit Mustern von Schnee oder Eis überzogen. Ein beachtliches Spiel der Natur, das in den unendlich vielen Details, die sich durch herabfallenden, verwehten, gefrorenen und wieder getauten Schnee ergeben, wird auf dunkelgrauem Stein nachvollziehbar.

Aufbrausende Gischt an der Küste in gedämpftem Zwielicht. Die Bewegung einzelner Wellen, verwischt und doch deutlich in ihrer einzelnen Richtung erkennbar, lässt einen grübeln, zu welcher Tageszeit diese Bilder aufgenommen und wie lange sie belichtet wurden.

Falllicht © Guido Baselgia

Surreal anmutende Eislandschaften, die an Aufnahmen eines Rasterelektronenmikroskops erinnern. Knollenartig sind Pflanzen und Steine von dicken Eisschichten überwuchert. Man muss schon genau hinsehen, um irgendwo einige Grasbüschel zu entdecken, die filigran eingefroren sind und so eine Größenzuordnung erlauben.

Direkt neben Bildern, die fast vollkommen dunkelgrau sind, die mit unglaublich schwachem Kontrast und der Tatsache, dass das menschliche Auge trotzdem noch etwas zu erkennen vermag, spielen, steht etwa der Kontrast eines grell erleuchteten Himmels vor einer schwarz im Schatten liegenden Hügelformation.

Der Himmel in seinen Weißabstufungen ist ebenso fein durchgezeichnet wie die Landschaft am Boden. Es sind Wolkenschleier oben und flache Dünen unten erkennbar, immer gerade an der Grenze des Wahrnehmbaren. Besonders das Dunkelgrau in Dunkelgrau fasziniert mich. Ich vergesse meine normalen, starren Erwartungen.

Falllicht © Guido Baselgia

Der Abbildungsteil kommt abgesehen von Seitenzahlen ganz ohne Ablenkungen aus. So herrscht beim Blättern in meinem Kopf automatisch eine meditative, sich langsam ausbreitende Ruhe, die mich ganz erfasst. Im Anschluss an die Abbildungen folgt eine Liste der Aufnahmeorte und -daten aller Bilder.

Die Textbeiträge von Andrea Gnam und Nadine Olonetzky nähern sich der Arbeit relativ philosophisch an und bieten dem Leser und Betrachter so viele neue Ansätze und Inspirationen, wie einzelne Bilder oder das Gesamtwerk interpretiert werden können.

Im Anhang finden sich Auszüge aus den Notizbüchern von Baselgia, in denen er Beobachtungen, Illustrationen und Daten zu Orten und den dortigen Gestirnverläufen notiert hat. Ebensolche Notizen finden sich auch auf Abzügen, dazu Aufzeichnungen zum verwendeten Filmmaterial, Belichtung, Temperatur und andere Angaben.

Informationen zum Buch
Guido Baselgia: Light Fall*
Sprache: Deutsch und Englisch
Einband: Gebunden
Seiten: 144
Abbildungen: 113
Maße: 31 x 30 cm
ISBN 978-3-85881-420-3
Preis: 87 €

Die Galerie Andres Thalmann, Talstrasse 66, Zürich zeigt noch bis zum 3. Mai 2014 die Arbeiten. Geöffnet dienstags bis freitags und samstags von 11 bis 18.30 Uhr bzw. von 11 bis 16 Uhr.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on Rezension: Falllicht

Posted in Equipment

 

18. April 2014

18 Apr

Ein Beitrag von: Robert Fritz

Portrait eine Frau mit weißen Haaren. Studio,


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on 18. April 2014

Posted in Equipment