Ein Beitrag von: Lorenzo Bassi

kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity
Extra photos for bloggers: 1, 2, 3 |
|||
Writing your name in cursive to make a promise is fine, but if you really mean it sign with your face!
No, don’t stick a pen up your nose.
If you’re a Mac user, you can use Preview (that app you use to open PDFs) to create a selfie signature and add it to all your official documents.
Nothing says serious business* like a selfie. 😉
Learn How to Add Your Photo Signature to PDFs
*You might want to consult your bank before endorsing checks with a selfie.
Thanks to Seth Terpstra for the tip!
(…)
Read the rest of Seal the Deal with a Photo (273 words)
© laurel for Photojojo, 2014. |
Permalink |
No comment |
Add to
del.icio.us
Post tags:
Ein Beitrag von: David Uzochukwu
Mein ursprüngliches Konzept für das Foto „Shine“ war das eines vergessenen Jungen. Er sollte sich, mit Staub und Motten bedeckt, selbst umarmen und melancholisch in die Kamera sehen. Ich fand das Verlassene daran interessant, die Schönheit im Dunklen.
Eigentlich hatte ich das Bild als Selbstporträt geplant. Ich konnte mich bloß nie dazu überwinden, das Bild zu schießen. Irgendetwas schien schon vorher nicht zu passen. Langsam wurde es kalt und ich hatte keine Lust, mich mitten in ein matschiges Feld zu stellen, wie es das Konzept eigentlich vorsah. Noch dazu stellte ich es mir mehr als kompliziert vor, mich selbst mit Staub (also Mehl), zu bedecken und es dabei gut aussehen zu lassen.
Dann aber stand ich im Oktober mit Fotofreunden auf dem Dachboden eines verlassenen Hauses. Der dort aufwirbelnde Staub im Sonnenlicht sah mehr als faszinierend aus und ich hatte alles dabei, was ich für das Bild brauchte. Ich dachte mir: Jetzt oder nie. Nikolas erklärte sich bereit, Modell zu stehen und ich war froh, mich nicht selbst mit zwei Kilo Mehl beschütten zu müssen.



Wir hatten alle einen Riesenspaß dabei, mit dem Mehl zu werfen und es wild herumtanzen zu sehen. Die Atmosphäre war toll und ich wusste, dass die dunkle Ursprungsidee einfach nicht mehr passte. Und so ließ ich Nikolas in Licht und Mehl baden und gab mein Bestes, die Stimmung einzufangen.
In der Nachbearbeitung veränderte ich die Farben leicht und schärfte nach, damit das Mehl noch besser zu erkennen war.

Das Foto ist weit entfernt von dem, was ich ursprünglich geplant hatte. Aber das ist absolut in Ordnung, denn wenn ich mir das Bild heute ansehe, versetzt es mich jedes Mal zurück zur Entstehung. Es lässt mich an die Energie meiner Freunde und ihre fantastische Kreativität denken – und ich muss ganz automatisch lächeln.
kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity
Den Namen Todd Gross lernte ich kennen, als ich ein Video-Interview mit Eric Kim zu sehen bekam. Ich mochte den Typen und seine Bilder sofort, verlor ihn jedoch aus den Augen. Kurze Zeit später wurden seine Bilder in der TIME Lightbox vorgestellt, ich schaute seine Bilder noch einmal etwas genauer an und bin seither restlos begeistert von ihnen.
Ein halbes Jahr später trafen wir uns persönlich. Und ich war aufgeregt. Doch Todd und ich, wir verstanden uns auf Anhieb und hatten einen ausführlichen Plausch über Leben, Jobs und natürlich die Straßenfotografie. Er erzählte mir, dass er seit den 90ern fotografiere und zeigte mir seine Kamera.
Ihr Anblick ließ mich zuerst die Augenbrauen hochziehen und dann die Kinnlade herunterfallen. Ich sah eine analoge Kamera, an nichts einzustellen war. Nichts. Auslöser, Sucherlöchlein und Blitz. Das war förmlich alles. Ich konnte es gar nicht glauben. Ich fragte Todd, ob das sein Ernst oder ein Witz sei. Es war sein Ernst.
Ich versuchte, in Gedanken seine grandiosen Bilder mit dem unscheinbaren Kästchen in Einklang zu bringen, das er sorgfältig betrachtend in Händen hielt.













Was ich an Todds Bildern mag, ist diese kuriose Mischung aus schwarzem Humor und kongruierenden Farben.
Etliche Aufnahmen scheinen mir zu gut, um wahr zu sein. Beispielsweise das Foto mit dem roten Pfeil oder dem gelben Telefon. Ich erinnere mich noch gut, als ich meinen Bürokollegen breit grinsend das „WHAT IS SEXY“-Foto unter die Nase hielt und wir vor lachen fast zusammengebrochen wären.
Wenn ich diese Bilder sehe, weiß ich, dass Todd nicht nur Glück hatte, sondern unzählige Meilen aufmerksam gelaufen ist, um zu diesen Fotos zu kommen. Denn – und das vergisst man bei Todds Aufnahmen zu gern – originelle Straßenfotografie ist harte Arbeit. Als ich ihn irgendwann fragte, was ihn eigentlich motiviert, antwortete er:
Ich habe so viel Zeug in meinem Kopf. Um das loszuwerden, ist die Kameraarbeit auf der Straße für mich die beste Lösung. Ein Bild führt zum nächsten.
Und wie das nunmal so ist, wenn man jemanden persönlich kennt: Heute verbinde ich sehr viel mit den Bildern von Todd. Und deshalb folge ich ihm auf Twitter, Flickr und Tumblr.
Und das könnt Ihr natürlich auch. Sucht Euch etwas aus, sagt hallo und erfreut Euch an seinen Updates. Ihr werdet merken, dass er kein Freund vieler Worte ist, aber seine Bilder wären es wert, ihm zehn Mal zu folgen.
kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity
Seitdem ich versuche, mich aktiv als Straßenfotograf in Deutschland zu betätigen, bekomme ich regelmäßig E-Mails oder Replies zu meinen Bildern. Immer wieder fragen mich Leute, wie ich meine Angst überwinde, welche Kamera ich benutze oder was ich sage, wenn sich jemand beschwert.
Auf viele dieser Fragen möchte ich heute versuchen einzugehen. Ich wähle bewusst das Wort „Anregungen“ im Titel, weil ich keine Ratschläge von oben herab erteile.
Diese Anregungen, Ideen oder Handlungsvorschläge sind auf meinem ganz persönlichen Weg entstanden. Und ich glaube, dass sie dem einen oder anderen helfen können – aber nicht müssen. Legen wir also los.

In Deutschland ist es vom Gesetzgeber nicht erlaubt, Menschen erkennbar in der Öffentlichkeit zu fotografieren. Wenn Du dieses Gesetz übertrittst, kann das bedeuten, dass Du Post von einem Rechtsanwalt bekommst, angezeigt wirst oder jemand sauer auf Dich wird.
Die Wahrscheinlichkeit ist zwar nicht besonders hoch (ich habe es noch nie erlebt), doch es kann theoretisch immer passieren. Wer falsch parkt, bekommt irgendwann einen Strafzettel. So einfach ist das. Und diesen Wikipedia-Eintrag solltest Du im Schlaf können.
Um in die Straßenfotografie einzusteigen, musst Du nicht gleich aus 30 cm Abstand und mit Blitz fotografieren. Du kannst Dich auch langsam ans Sujet herantasten und so der juristisch-misslichen Lage vorerst aus dem Weg gehen. Wie? Mit Abstand. Menschen von hinten, als Silhouette – oder den Kopf abschneiden. Letzteres ist rein fotografisch zu verstehen.
Solange Du eine Phobie davor hast, „ertappt“ zu werden, solltest Du mit der Kamera keine Sekunde auf der Straße verbringen. Menschen merken Deine Befürchtungen sofort und werden Dich wesentlich schneller als verdächtig einstufen, als Dir lieb ist. Wenn Du aber voller Selbstvertrauen und Freundlichkeit unterwegs bist, strahlt das nach außen und die Menschen werden Dir ebenfalls freundlicher begegnen.
Warnung: Viele Menschen freuen sich darüber, fotografiert zu werden, fühlen sich dadurch geschmeichelt und werden mit einem hübschen Lächeln reagieren. Diesen wichtigen Moment wirst Du verpassen, wenn Du mit panisch-verzerrtem Gesicht um die Häuser schleichst.

Warum willst Du überhaupt auf der Straße fotografieren? Um was geht es Dir dabei? Kläre diese Frage, bevor Du losziehst und es wird Dir leichter fallen, mit Mut und Bestimmtheit aufzutreten. Und – das ist wirklich wichtig – Deine Stilmittel zu wählen. Mehr dazu weiter unten.
Du solltest keine Sekunde darüber nachdenken, ob Deine Kamera straßentauglich ist. Du kannst sogar mit dem Smartphone anfangen, Leute in der Öffentlichkeit zu fotografieren. Ich habe das ein Jahr lang gemacht.
Selbst, wenn Deine Kamera eine fette DSLR und super laut ist: Das kann Dir wiederum dabei helfen, offen mit Deinem Vorhaben umzugehen. Fang einfach an und vergiss den Schwachsinn, dass Du eine Leica brauchst.
Brust raus, Rücken gerade, einmal kräftig durchatmen und los geht’s. Sprich mit den Menschen, lächle sie an oder zwinkere ihnen zu. Zeige ihnen, dass Du nicht gegen, sondern für sie bist.
Wenn Dir ein schöner Hut auffällt, dann sage das der Person – auch, wenn Du sie gar nicht fotografierst. Verbreite gute Laune, so oft es geht. Menschen werden Dich wiedererkennen und Du bestimmst, wie Du in Erinnerung bleibst.

Wenn Du eine Person fotografiert hast und nicht sicher bist, ob sie Dich bemerkt hat, dann schau sie um Gottes Willen nicht fragend an. Warte nicht auf eine positive Reaktion. Ziehe gemütlich weiter und suche Dein nächstes Motiv.
Die Menschen auf der Straße sind die letzten, von denen Du Bestätigung suchen solltest. Wenn Du von ihnen erwartest, Deine Aktion „in Ordnung“ zu finden, wirst Du a) enttäuscht werden und b) Dich auf eine zu niedrige Stufe stellen. Dein Auftreten wird dadurch nicht selbstbewusster, sondern eher das Gegenteil.
Zumindest zu Beginn nicht. Wenn Du Dir in die Hosen machst, vor Leuten die Kamera zu heben und sie zu fotografieren, dann ist ein Teleobjektiv doppelt hinderlich. Zum Einen wirst Du Deine Angst nicht überwinden (und das kannst Du nur mit Übung) und Dich zum Anderen auf ein Stilmittel begrenzen. Vor allem eines, das furchtbar schwer zu beherrschen ist.
Straßenfotografen wie Saul Leiter oder W. Eugene Smith, die Teleobjektive gekonnt einsetzten, wussten genau, was sie taten und was sie erreichen wollten.
Nimm ein Weitwinkel. Niemand sagt, dass Du den Leuten mit dem Glas vor der Nase herumtanzen sollst. Außerdem hast Du so stets die Möglichkeit, im Nachhinein zu croppen, weil Du (zu Beginn) eher zu viel auf dem Bild haben wirst, als zu wenig.
Nein, das muss nicht die Regel sein (siehe Punkt 2). Und Du musst keine 100-Leute-Serie machen, auf denen die Leute scharf sind und der Rest im Bokeh verschwindet. Das ist zwar hip, aber auch nur eines von vielen Stilmitteln.
Außerdem gibt es aktuell nur einen Straßenfotografen, der dies meiner Meinung nach innovativ beherrscht: Khalik Allah. Ich möchte mich hier aber nicht verzetteln.
Wenn ich jemanden mit einem tollen Bart sehe, dann verzichte ich manchmal auf den ungestellten Moment und frage freundlich.
Die meisten Männer tragen ihren Bart wie andere einen fetten SUV fahren und freuen sich über das Kompliment, für ein Foto posieren zu dürfen. Tipp: Animiere sie dazu, nicht zu lachen oder in die Kamera zu gucken – das sieht meist künstlich aus.
Vergiss jedoch die Option, die Dir die Persönlichkeitsrechts-Taliban nahelegen: Jede Person nach dem Klick zu fragen, ob sie mit dem Bild einverstanden ist.
Warum? Stell Dir vor, Du hast fünf Personen auf einem Bild, von denen zwei auf die Bahn warten und drei in unterschiedliche Richtungen laufen. Es ist schlicht unmöglich, diesem Ratschlag nachzukommen. Es geht einfach nicht.

Wenn jemand nicht fotografiert werden möchte, dann ist das sein oder ihr gutes Recht. Von so einer Person angesprochen zu werden, sollte nicht ignoriert und schon gar nicht frech beantwortet werden.
Schau der Person ins Gesicht, stelle Dich vor und entschuldige Dich für die Unannehmlichkeiten. Biete von Dir aus an, das gemachte Foto unverzüglich zu löschen. Weder lohnt es sich, sich mit fotografierten Menschen anzulegen, noch musst Du schamrot mit gesenktem Kopf im Boden versinken.
Wünsche einen angenehmen Tag und ziehe weiter Deines Weges.
Der große Traum vieler Fotografen, die auf die Straße ziehen, ist es, unsichtbar zu werden. Unbesorgt zu fotografieren, ohne bemerkt zu werden. Das wär’s. Doch darunter versteckt sich meist nichts anderes als Angst. Und die ist ein schlechter Ratgeber.
Du musst Dich ja nicht bunt wie ein Clown anziehen. Ich bevorzuge schwarze Kleidung, weil sie kein Licht reflektiert. Aber zwanghaft zu versuchen, unentdeckt zu bleiben und im peinlichen Agenten-Modus (Kopf nach vorn, Blick zur fotografierten Person) aus der Hüfte zu fotografieren, bringt gar nichts.
Warum? Weil Du so keine Kontrolle über Bildausschnitt und Perspektive hast. Natürlich gibt es Leute wie Mark Cohen, die das Fotografieren ohne Sucherblick perfektioniert haben, jedoch würde ich davon erst einmal abraten.
Halte die Kamera vor’s Gesicht, komponiere und drücke ab. So gibst Du Menschen auch die Chance, zu reagieren und sich Dir bemerkbar zu machen, wenn sie das nicht wollen.
Auf der Straße hast Du eines nicht: Zeit. Du kannst nicht ewig rumzoomen, denn währenddessen ist die fantastische Szene längst vorbei.
Von daher bietet es sich an, eines zu üben: Fokussieren. Der Amerikaner John Free empfiehlt, sich vor eine Wand zu stellen und zu stoppen, wie lange man brauchst, um aus der Hüfte die Kamera zu heben und die Wand anzufokussieren. Je schneller Du bist, desto einfacher wirst Du es später auf der Straße haben. Außerdem lernst Du so die tatsächliche Schnelligkeit Deines Autofokus kennen und im Vorhinein einzuschätzen.
Andere Fotografen wie Matt Stuart fokussieren bei geschlossener Blende vor und wissen so, welcher Schärfebereich immer abgedeckt ist. Das Problem: Wenn Dir wider Erwarten jemand näher kommt, musst Du reagieren. Das kann schon einmal hektisch werden und meist vergeigt man dann das ganze Bild. Auch hier ist Übung angesagt.
Joel Meyerowitz rät, ein guter Beobachter zu werden und das Vorhersehen von akzentuierten Bewegungen zu erlernen. Wie das geht? Ein Beispiel: Du siehst von Weitem, wie eine Frau die Arme irgendwie komisch verschränkt und sie dann wieder fallen lässt.
Warte. Warte. Warte. Warte ab, ob die Frau diese Bewegung noch einmal macht. In der Zwischenzeit kannst Du einen guten Bildausschnitt suchen und bist dann bereit, wenn es wieder passiert.
Weitere Anregungen sind meiner Meinung nach überflüssig. Klar, man könnte Bücher darüber schreiben, was wie wo wann am besten funktioniert. Doch das Beste an der Fotografie ist immer noch das Learning By Doing. Je öfter Du unterwegs bist, desto schneller wirst Du auch.

Niemand ist interessiert daran, welche Profession Du hast (oder denkst, zu haben). Viele Menschen reagieren sogar aggressiv, wenn sie merken, dass Du Fotograf bist. Warum? Weil sie Dich für einen Pressefotografen von der BILD halten.
Pressefotografen sind in ihren Augen das Schlimmste und wenn Du irgendwie profihaft rüberkommst, dann drückst Du bei ihnen den „Angreifen, JETZT!!!“-Knopf.
Wenn Du eine Rolle spielen willst, dann nimm lieber die des ahnungslosen, schrullig lächelnden Touristen, der seine Kamera ausprobiert. Das passt vielleicht Deinem Ego nicht, aber es hilft Dir garantiert, keine Paniken auszulösen.
Der Terminus Straßenfotografie wird historisch gesehen noch nicht allzu lange als solcher gebraucht. Menschen haben schon immer fotografiert und wo sonst, wenn nicht zuhause? Auf der Straße. Im Park. Überall.
So gibt es millionenfach Literatur und Fotobücher, die Dir allesamt zeigen, wie Menschen andere Menschen fotografiert haben, ohne Fotos zu stellen. Das müssen nicht einmal Fotos aus der Stadt sein, wie der Band „Magnum Landscapes“* unterstreicht.
Der gesamte Bereich der Dokumentarfotografie* (ja, auch Reportagen aus Krisengebieten) sind daher von höchstem Interesse, wobei es selbstverständlich Unterschiede gibt.
Als Einstieg (und um einen Überblick zu bekommen), empfehle ich Dir das Buch „Street Photography Now“*. Du wirst darin nicht nur eine Menge Informationen darüber finden, welche Fotografen (und wessen Bücher) Du weiter verfolgen kannst, sondern bekommst auch einen gefühlten Container voller Inspiration.
Finde Dich damit ab, dass Du in dem Moment, in dem Du offen Menschen auf der Straße fotografierst und die Bilder ins Netz stellst, vielen Leuten einen Grund gibst, Dich zu testen und Deine Position infrage zu stellen. Das ist gut so.
Denn Du musst lernen, Verantwortung für Dein Tun zu übernehmen und zu Dir zu stehen. Bleibe freundlich und akzeptiere die Positionen anderer. Du musst sie ja nicht übernehmen.
Wenn Menschen dennoch fies werden (und das werden sie), dann brauchst Du eine Strategie. Ich habe Leute in allen Netzwerken (und auch deren E-Mails) geblockt, weil sie nicht aufhörten, mich monatelang aufs Bitterste zu attackieren.
Es gibt Menschen, die reiten sich derart rein, dass sie nicht aufhören werden, Dich zu beleidigen. Jedoch ist es dann klug, eines zu wissen: Diese Menschen offenbaren dadurch ihre Persönlichkeit. Wer Dir vorwirft, ein Arschloch zu sein und das mit den Mitteln des eben benutzten Fäkalwortes tut, den brauchst Du keine Sekunde ernst zu nehmen.
Meine Devise: So lange wie nur möglich respektvoll und freundlich bleiben. Versuche, die Meinung der anderen zu verstehen und nachzuvollziehen. Wenn Leute aber erwarten, dass Du deshalb mit der Straßenfotografie aufhörst, wirst Du sie enttäuschen. Da müssen sie durch und das werden sie.
Nein, Du sollst nicht nach England ziehen (kleiner Insider). Jedoch kann es Dir gut tun, mal in einem Land zu fotografieren, in dem das Fotografieren von Menschen in der Öffentlichkeit vom Gesetzgeber erlaubt und gestattet ist.
Wenn Du dann wieder in Deutschland fotografierst, kann es sein, dass Dir das wesentlich leichter fällt. Und Leichtigkeit kann man immer brauchen, vor allem auf der Straße.

Puh. Jetzt fallen mir noch 180 weitere Sachen ein, die ich aufführen könnte, wie Belichtungszeiten und ISO-Einstellungen, Bildkomposition, Bildbearbeitung in Lightroom und und und. Dennoch möchte es den ohnehin schon langen Artikel erst einmal so stehen lassen. Vielleicht komme ich ein anderes Mal drauf zurück.
Abschließend möchte ich sagen, dass ich sehr gern auf der Straße fotografiere. Ich habe seither viele nette Menschen kennengelernt, die mein Leben um vieles bereichert haben.
Meine persönliche Motivation ist die der Dokumentation. Ich möchte, dass in 30 oder 40 Jahren meine Bilder an ein Karlsruhe erinnern, wie ich es heute erlebe. Ich möchte Abertausende von Aufnahmen weitergeben, die zum Schmunzeln, Lachen und Erinnern anregen.
Hierzu habe ich einen künstlerischen Anspruch. Ich möchte, dass meine Bilder bewegen und einen gewissen visuellen Reiz haben. Nein, sie müssen nicht „schön“ im konventionellen Sinne sein, aber Betrachtern das Gefühl der Straße geben. Das ist rau, hektisch und schnell. So mag ich das.
* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.
kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity
Wenn es neben der dokumentarischen Fotografie ein Genre gibt, das mich regelmäßig begeistert, handelt es sich um minimalistische Architekturfotografie. Diese klaren Linien, gepaart mit feinen Grauabstufungen und so viele Parallelen zum Abstrakten, da werde ich schwach. Perfektion ist keineswegs langweilig, wenn sie Gebäude derart akkurat, wohlgezielt und kompositorisch präzise nachbildet.
Matthias Heiderich gehört für mich zu den Fotografen, die ein solches Unterfangen auf allen Ebenen mit Bravour bewerkstelligen. Heiderich selbst hat eigenen Angaben nach erst nach meinem Studium angefangen zu fotografieren.
Das Ganze ging mit meinem Umzug nach Berlin einher: Am Anfang habe ich ziemlich viel mit direktem Berlin-Bezug gemacht und ich denke, dass ich großes Glück hatte, dass mein Stil in Zusammenhang mit der Berlin-Thematik ganz gut ankam im Netz, so dass ich relativ schnell in der Lage war, von meiner Fotografie zu leben und auch der Gedanke an das Freiberuflertum nah lag.
Mittlerweile arbeitet der Fotograf auch für Kunden und Magazine, wie zum Beispiel Wallpaper*. Dennoch ist sein Schwerpunkt künstlerische Fotografie und seine Bilder sind hauptsächlich in Galerien zu sehen.
Die hier gezeigten Aufnahmen entstammen seiner Serie Reflexionen, die den Städten Hamburg, Berlin, Amsterdam, Madrid, Avilés (Centro Niemeyer) und Bilbao entnommen wurden. Stilistisch bezeichnet Heiderich das Gesamtpaket als künstlerische Architekturfotografie wird heuer das Projekt weiterführen.
Im Oktober wird außerdem mein erstes eigenes Fotobuch in einem französischen Verlag erscheinen. Wie gesagt, bin ich immer noch ziemlich überrascht, dass das alles so relativ schnell ging, ich freue mich aber jeden Tag auf’s neue darüber, das machen zu können, was mir Freude bereitet und an eigenen Projekten arbeiten zu können.












Der feinsinnige Leser bemerkt, dass die Sätze des Fotografen vor Dankbarkeit überfließen – eine Haltung, die ihm bei der Gestaltung seiner Gebäudestudien zweifellos von bedeutender Hilfe ist. Denn wer das Leben an sich, soziokulturelle Kontexte und erfahrene Umgebungen für selbstverständlich nimmt, übersieht in aller Regel die Besonderheiten eben dieser.
Nicht so Heiderich. Sein Blick ist getrimmt auf das Ineinanderfließen von sonderbaren Profilen moderner Architektonik und seine fotografischen Abbildungen scheinen nicht einen Millimeter zu viel davon abzubilden. Was das Wie seines Vorgehens betrifft, ist der Fotograf vielseitig bestückt:
Dazu kann ich nur sagen, dass ich nicht eine bestimmte Kamera benutze, sondern mittlerweile eine ganze Sammlung von analogen und digitalen Kameras habe. Welche zum Einsatz kommt, liegt ein bisschen an den jeweiligen Gegebenheiten und daran, was ich machen möchte.
Jedoch empfindet Heiderich es überdies wichtig zu experimentieren, auch wenn nicht immer alles, was dabei herauskommt, vorzeigbar ist. Frei nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“, denn eigentlich geht es ihm oft einfach nur darum, künstlerisch tätig und unterwegs zu sein und nicht unbedingt um das perfekte Resultat. Hin und wieder sollten aber natürlich auch vorzeigbare Arbeiten dabei sein, wenn man von seiner künstlerischen Arbeit leben will.
Ein hoher Anspruch an sich selbst, dem er freilich gerecht wird. Ich jedenfalls bin äußerst gespannt auf seine erste Publikation und werde unter den ersten Käufern sein. Und um den Verkaufsstart nicht zu verpassen, verfolge ich seine Aktivität auf Twitter und Facebook. Ich empfehle, es mir gleich zu tun.
kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity


It’s been 10 years since I last took photographs with film. My backing a pinhole camera Kickstarter project, the Ondu camera, is what swayed me to take another stab at shooting film. The camera I chose from the project is a 6×12 medium format pinhole camera. It has an aperture equivalent to f/133 and a focal length of roughly 40mm (in 35mm camera terms). I’ve never used a pinhole camera so it’s been quite an exciting exploration of a very primitive form of photography. No view finder, no glass lens, no CF cards, no histogram and being an extended piece of the camera as the human shutter (I open and close it) is a sure fire way to kick oneself into a new way of thinking and seeing.
Even with my digital camera I’ve been in a “slow photography” mode. Ironic considering I have been shooting a lot of time-lapse work. While my camera is running capturing a time-lapse I usually have a second camera in the wings where I very selectively take a dozen or so photos. To take that approach to another extreme I picked up the pinhole camera to capture a few frames here and there. I get 6 photos per roll with this camera so depending on the lighting conditions I’ll run through a roll quickly during the day or use the same roll of film over a few night shoots.
The photo above of a very foggy and snowy view of Gates of the Valley in Yosemite National Park was taken this past March. This brief window in the fog lasted but a minute. This was one instance when I was in the right place at the right time. Expect to see a few more pinhole photos in the future. As I venture around in the coming months we’ll see what other “right place at the right time” photos come about.
Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved
Return of Film: Snowy Sunrise at Gates of the Valley
The post Return of Film: Snowy Sunrise at Gates of the Valley appeared first on JMG-Galleries – Landscape, Nature & Travel Photography.
In dieser Woche erwartet Euch, gut verteilt und zwischen anderen leckeren Happen eingestreut ein Schwerpunkt auf Straßenfotografie. Direkt morgen geht’s los, mit einer großen Sammlung von Martin, der sich den Kopf darüber zerbrochen hat, welche Tipps er Anfängern im Genre mit auf den Weg geben möchte.
Später geht es weiter mit der Vorstellung von herrlich skurrilen Straßenfotografien aus New York und einer Serie, die ins gleiche Genre fällt, aber einen ganz anderen Ansatz verfolgt. In diesem Fall wurde nämlich nicht auf der klassischen Straße fotografiert, sondern auf einer Veranstaltung, auf der alle weiße Kleidung tragen.


Außerdem vertreten: Architekturfotografie. Von außen sowie innen. Wir haben beinahe abstrakte, wie aufgeräumt oder künstlich wirkend abgelichtete Gebäude sowie mal wieder jemanden, der ganz fasziniert von Treppen, Treppenhäusern und Aufgängen ist, die mit Schwung nach oben führen.
In dieser Woche fangen wir auch noch eine neue Serie an, zu der es in loser Folge immer mal wieder Beiträge geben wird. Sie nennt sich „Von der Idee zum Bild“ und ihr Name ist natürlich Programm: Fotografen stellen ein Bild von vorn bis hinten vor, vom ersten Funken einer Idee bis zum letzten Stempeln in der Nachbearbeitung. Ja, wir lieben Blicke hinter die Kulissen.
Am Samstag gibt sich Reales und Surreales die Hand. Katja macht einen historischen Ausflug zum Mond, rund um den sie viele fotorafisch spannende erste Male zusammengestellt hat. Anschließend wird es weniger greifbar, wenn in der Gischt der Gezeiten Nebel die Sicht verschleiern und schemenhafte Momentaufnahmen im Mittelpunkt stehen.
kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity
You must be logged in to post a comment.