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Archive for the ‘Equipment’ Category

browserFruits Mai, Ausgabe 4

25 May

Manchmal vergeht so eine Woche wahnsinnig schnell. Dann ist es auf einmal Freitag und die browserFruits sind noch erschreckend leer. Vielen Dank an dieser Stelle an Euch, denn immer wieder erreichen uns E-Mails mit Hinweisen und Links, für die wir in solchen Wochen dann ganz besonders dankbar sind. Und so schaffen wir es am Ende doch immer wieder gemeinsam, den sonntäglichen Früchtekorb zu füllen. Danke!

 

Fotospecial: Blitze

Flickr

500px

 

Deutschsprachig

• Leica wird 100 und hat der eigenen Firmengeschichte verschiedene Unterseiten gewidmet, die visuell ansprechend aufbereitet präsentieren, was es mit dem Kamerahersteller aus Wetzlar auf sich hat.

• Hier verschenkt ein Rechtsanwalt sein E-Book zum Thema „Fotorecht für Fotografen“.

• Fünf Fragen zur analogen Fotografie mit Svenja Pitz, die bei uns bisher nur ihre digitalen Arbeiten gezeigt hat.

 

International

• Die NASA hat ein 3,2 Gigapixel großes Bild von der Erde erstellt. Was ist daran besonders? Nun, das Bild besteht aus über 36.000 Selbstportraits.

• I hate wedding photography. So lautet der Titel eines absolut lesenswerten Artikels einer Hochzeitsfotografin, die ihren Job liebt, aber nicht das Geblubber drumherum.

• Das Metropolitan Museum stellt online jetzt über 400.000 gemeinfreie Kunstwerke in großer Auflösung zum Download bereit. Darunter natürlich auch viele wichtige Arbeiten aus der Geschichte der Fotografie.

• Awwwww. 500px hat mal wieder eine unschlagbare Serie an den Start gebracht: 22 Fotos von Tieren, die mit Wasserblasen spielen.

• Großartig: Siegfried Hansens grafische Straßenfotografie wurde auf Lens Culture vorgestellt.

• Noch Lust auf Foto-Listen? Sehr beeindruckend ist diese Sammlung von 50 Tieraufnahmen. Tipp: Wenn Euch ein Bild gefällt, dann scrollt nicht weiter, sondern recherchiert mal etwas und schaut Euch das Portfolio des Fotografen an.

• Kitsch oder Kunst? Ihr entscheidet: Wil Mijer fotografiert Frösche auf etwas unkonventionelle (und farbenfrohe) Weise.

• Man sollte doch öfter über eine Versicherung für die Kamera nachdenken. Kann ja sein, dass man von betrunkenen Teenagern in den nächsten Springbrunnen geschubst wird.

 

Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

buchtipps

• Im Februar 2010 startete Jens Umbachs Fotoprojekt, bei dem er Bundeswehrsoldaten, die nach Afghanistan entsendet wurden, und deren Familien portraitierte. Dabei entstanden Aufnahmen von Soldatinnen und Soldaten vor ihrer Entsendung, im Stützpunkt Masar-i Sharif und nach ihrer Rückkehr nach Deutschland. Der Bildband „AFGHANISTAN“ ist bei seltmann+söhne für 44 € erschienen.

• Der deutsche Künstler Elmar Hess ist bekannt für seine Videokunst, Fotografie und Installationen. Das Buch „Elmar Hess“* zeigt seine Arbeiten und beinhaltet verschiedene Texte über diese. Es erscheint im Distanz Verlag und kostet 38 €.

 

Zitat der Woche

All children are artists. The problem is how to remain an artist once one grows up.

Picasso –

Mehr Zitate

 

Videos

Zack Arias macht ja neuerdings auch „Street“ und sieht sich gern in dieser Sparte der Fotografie – davon kann man halten, was man will. Im folgenden Video war er in Marrakesch und hat dort die neue Fuji XT-1 getestet. Die Ergebnisse sind zugegebenermaßen toll.

 

Die wunderbare Nan Goldin spricht sehr persönlich über Kinder und warum sie es liebt, sie zu fotografieren. Einmalig. Das Buch, das sieht zeitweise erwähnt, ist unter dem Titel „Eden and After“* im April dieses Jahres erschienen.

 

Lytro hat eine neue Kamera mit Lichtfeld-Technologie vorgestellt und sie zum Testen fünf kreativen Fotografen in die Hand gedrückt. Es bleibt spannend und wir freuen uns, hier eine weitere Entwicklung zu sehen.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


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Eine Million Likes

24 May

Perfekt soll es sein, das Foto. Keine Makel, nur schillerne Großartigkeit, gepaart mit filigraner Bildbearbeitung und erfüllt mit solchem Drama, dass es ist, als ob man einem Liebslied zuhöre. Es soll sie begeistern, die Massen. Ihnen die Sprache verschlagen.

Das dachte ich. Als ich anfing mit der Fotografie. Ich wollte es so. Wünschte mir, dies einmal zu erreichen. Den Trick zu wissen, wie es funktioniert.

Damit ich es tausende Male wiederholen könnte, von jeder Sitiation ein perfektes Bild aufzunehmen. Ich sah mich mit dem Laser-Blick, der alles durchdringt und aus hunderttausend Perspektiven die beste findet.

Um allen zu zeigen, dass ich es kann. Dass meine Fotos einfach perfekt sind. Großartig. Unerreicht. Wahnsinn. Eine Million Likes bekommen.

Bullshit.

Ein Mann mit aufgeschminktem Hitlerbart guckt in die Kamera.

Was sich hinter meiner romantisierten Vorstellung der Fotografie versteckte, war die Sucht nach Anerkennung. Ja, wir haben Dich alle lieb und Du bist der Beste. Der Allergeilste.

Und der Angst vor Ablehnung. Wehe, mein Bild ist nicht perfekt. Wehe, es hat nicht mindestens so und so viele Favs und Likes. Wehe!

All das wollte ich übertrumpfen. Und allen gefallen. Die Fotografie war nur Mittel zum Zweck.

Doch diese Wunschvorstellung vom perfekten Bild erzeugte in mir vor allem das: Immensen Druck und eine riesige Kreativ-Blockade.

Moment, ich muss hier kurz ausschweifen. Kreativ. Das hört sich nervig esoterisch an. Kreativ-Workshop für Erwachsene. Töpfern mit Panflötenmusik. Ausdruckstanz in lilanen Kleidern. Irgendwie 80er.

Wenn ich „kreativ“ sage, dann meine ich nicht das. Wenn ich kreativ sage, dann meine ich, mit der Kamera unterwegs zu sein und einfach Spaß zu haben. Bock darauf zu haben, rauszugehen und zwei Stunden zu fotografieren, das Licht einzufangen und mich ins Chaos der Stadt zu werfen.

Verschiedene Menschen gucken in die Sonne und heben die Hand.

Das ist für mich kreativ sein.

Doch die bescheuerte Illision, das eine, perfekte Foto zu machen, torpedierte ein Kreativ-Werden die komplette Zeit über. Ich verkrampfte innerlich. Setzte mich unter Druck. War sehr, sehr streng zu mir.

Spaß am Fotografieren? Kaum. Ich verlor zunehmend die Lust daran. Zwang mich zwar immer wieder, loszuziehen und dachte, dass ich einfach nicht diszipliniert genug wäre. Einfach zu faul wäre und mich zwingen müsste.

Irgendwann würde ich es sicher machen, das

super
derb
geile

Foto.

Wenn ich gut genug wäre. Wenn ich meine Technik bis ins Hunderttausendstel ausgefeilt hätte. Dann. Irgndwie, irgendwo, irgendwann.

Ein Mann rast auf dem Fahrrad vorbei.

Dann würden mich die Leute beklatschen. Ich würde bekannt werden. Bekannt als Fotograf.

1.000.000 Personen gefällt das.

Doch, wie gesagt, es funktionierte einfach nicht. Ich bekam schon Kopfschmerzen beim Gedanken an die nächste Fototour. Alles fühlte sich taub und so komisch an.

Meine Vorbilder waren all diejenigen, die auf DeviantArt und Flickr absahnten. Die hunderttausend Views auf ihren Fotos hatten und die jeder geil zu finden schien. Sowas wollte ich. Das spornte mich an. Das war so… perfekt.

Und ich hörte auf die Foto-Profis, die ständig Disziplin predigten. Die allen erzählten, dass sie ihre Ärsche hochkriegen müssten. Die ach-so-erfahrenen, die jedem unter die Nase reiben, wie lange sie doch schon fotografierten und was für geile Burschen sie doch wären.

Nochmal Bullshit.

Ein Mann zieht eine Erotik-DVD heraus.

Der Perfektionismus hat meine Fotografie kaputt gemacht. Oder zumindest das, was ich mir unter perfekt so vorstellte. Dieser Hunger nach Anerkennung und die scheiß Angst davor, negative Kritiken, fiese Kommentare zu bekommen oder gänzlich links liegen gelassen zu werden.

Ja, all das hat meine Kreativität so lange gelähmt, bis ich in ein riesenfettes Loch fiel.

Das Loch war nicht schwarz und es war auch nicht rund. Nein, es sah so aus: Ich genehmigte mir ständig Fotopausen, die immer länger wurden. Noch eine. Dazwischen mal rausgehen, fotografieren, doch das reichte, um die alten Dämonen zu wecken und gleich wieder das Handtuch zu werfen.

Es fühlte sich an, als hätte ich alles verloren. So viel Hoffnung hatte ich auf die Fotografie gesetzt. So viel hineingewünscht, herbeigesehnt und so viel gewollt. Doch es schien so, als ob mir nicht mal ein einigermaßen gutes Foto gelingen könnte.

Klar, wenn der Maßstab perfekt ist.

Vor zirka fünf Jahren nahm ich dann Abstand von allem und fühlte in mich hinein. Spürte hin, was das alles mit mir machte und dachte nur eines:

Leckt mich doch. Alle.

Eine Frau steht von einer Fensterscheibe mit Plakatierungen zum Ausverkauf.

Denn langsam wurde ich wütend. Wütend auf alles, was ich mit (perfekter) Fotografie in Verbindung gebracht hatte. Auf alle tollen Fotorockstars, Superprofis und Disziplin-Prediger. Wütend Auf Kamera-Nerds, Foto-Blogger, Fotomagazine. Alles war scheiße. Und ich hätte am liebsten direkt aufgehört.

Vor allem aber war ich wütend auf mich. Ich wollte und konnte nicht zugeben, dass ausgerechnet ich jetzt in diesem Loch war. Ich, der doch schon zig Artikel über Disziplin und kreative Lösungen mit Blockaden geschrieben hatte. Ich, der doch dachte, alles verstanden zu haben. Der sein Blog „Digitale Fotografie Lernen“ genannt hatte.

Wie dumm.

Doch genau an diesen Punkt musste ich kommen. Denn irgendwann begann ich, diese Sehnsucht nach Perfektion und Anerkennung zu hinterfragen. Die Angst vor der Ablehnung anzusehen und zu überlegen, was denn daran so schlimm wäre, wenn meine Bilder auf einmal nicht mehr gemocht würden.

Keiner Person gefällt das.

Ein Mann mit Hornbrille.

Ja, und?

Ich fragte mich, ob es das alles wert ist. Überlegte, ob es nicht eigentlich alles anders wäre. Dass der Traum vom perfekten Fotografen ein Luftschloss war, in das ich mich selbst eingesperrt hatte.

Und irgendwann, ich weiß nicht mehr genau wann, machte es wortwörtlich klick. Ich schaute auf die letzten Monate zurück und entschied mich ganz bewusst gegen die Fotografie, wie ich sie bis dahin kannte. Und erfand meine eigene Version davon.

Ich stellte meine eigenen Regeln auf. Und die hießen ungefähr so:

1. Jedes Foto, das besser als völlige Scheiße ist, ist gut.
2. Ich fotografiere, was ich will und wie ich es will.
3. Ich ignoriere in den kommenden Monaten jede Meinung zu meinen Bildern. Auch die Lobhudeleien.
4. Wenn meine Fotos nicht gemocht werden, ist das nicht mein Problem.
5. Disziplin my ass.
6. Perfektion my ass.
7. Likes
8. My
9. Ass.
10. Ich glaube niemandem, der mir ungefragt meine Fotos „zerreißt“.

Für mich war erst einmal wichtig, zu klären, was ich nicht will. Um später eine Grundlage für das zu schaffen, was ich will.

Und auf einmal öffnete sich etwas in mir. Mir wurde im Herzen ganz warm und leicht. Hansi Hinterseer klingelte an meiner Tür und sang mir ein wunderschönes Lied.

Scherz.

Ein Mann spielt auf der Ziehharmonika – an der Wand hinter ihm steht LOL.

Scherz beiseite.

Irgendwann bekam ich wieder Lust. Hatte auf einmal wieder Bock auf’s Fotografieren. Wollte wieder losziehen. Neue Fotos machen.

Und das alles, ohne mich zu irgendetwas zwingen zu müssen. Ganz ohne Disziplin. Wer hätte das gedacht. Ich fand meinen Zugang zum Nicht-Perfekten. Zum Komplexen. Unfertigen.

~

All das ist heute Teil meines Fotografierens. Ich zwinge mich nicht, rauszugehen. Das Gegenteil ist der Fall: Ich habe heutzutage extrem viel Lust, neue Fotos zu machen und muss mich eher bremsen, damit der Rest der Arbeit nicht liegen bleibt.

Nein, ich bin nicht geheilt. Immer wieder werde ich neidisch auf andere Fotografen, die hunderttausend Fans auf Facebook haben oder ständig perfekte Fotos zaubern, die dann bejubelt werden.

Doch ich habe mich verändert. Ich verfalle dem Hype nicht mehr und weiß, dass es keinen Sinn macht, all dem hinterher zu hecheln. Der Wert meiner Bilder liegt nicht in der Anzahl der Likes.

Meine Fotos haben sich auch verändert. Ich habe mein Ding gefunden. Und ich weiß, dass meine Fotos nicht perfekt sind. Das müssen sie auch nicht mehr sein.

Einer Person gefällt das.

Mir.

Ein Mann lacht in die Kamera.


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Nur oberflächlich dunkel

24 May

Man könnte meinen, dass sich unter der fotografierenden Jugend in unserem Nachbarland Polen ein ganz eigener Stil herausbildet. Zumindest steht die polnische Künstlerin Sonia Firlej, deren Arbeiten ich Euch heute vorstellen möchte, sehr eng in einer Reihe mit zum Beispiel Inpluvia Tenebrae. Vielleicht ist es aber auch nur mein Geschmack, der für diese Nähe sorgt, da ich beide ausgewählt habe.

Sonia Firlej ist Jahrgang ’88, studierte Textil- und Fashiondesignerin und fotografiert seit zehn Jahren. Sie sagt, dass sie Inspiration unter anderem aus der Musikrichtung Acid bezieht, die sie in enge Beziehung zu ihren Bildern setzt. Ohne Musik ist ein Bild leer und umgekehrt.

Eine andere Quelle der Inspiration ist das Innere des menschlichen Körpers und alles, was dort abläuft. Sowie das teilweise unerklärliche Verhalten und eigentümliche Angewohnheiten des Menschen. Nicht nur für ihre Fotografie, sondern auch für ihre Textilgestaltungen und Malereien – Kunst und Erschaffen im Allgemeinen.

Oberflächlich betrachtet sieht ihre Arbeit nach Dunkelheit aus. Aber sie sucht nach der Schönheit im Hässlichen, der Angst und einfachen Gegebenheiten. Gegenständen und hässlichen, alten, aber wahren Geschichten. Märchen sind für sie nur Geschichten mit aufgeblasener Bedeutung – uninteressant für sie, die tiefer gräbt.

Wie soll ich erklären, dass die Modelle in meinen Bildern seltsame Dinge tun und komische Kleidung tragen? Jeder von uns ist auf irgendeine Art ein „Freak“. Ich sammle zum Beispiel Porzellan-Puppenköpfe. Ich bin nicht dunkel, aber ich habe eine Menge Angst, eine böse Seite und bin so unperfekt wie jeder andere.

Ich weiß nicht, wer ich bin und ich möchte es lieber auch nicht wissen.

© Sonia Firlej

© Sonia Firlej

© Sonia Firlej

© Sonia Firlej

© Sonia Firlej

© Sonia Firlej

© Sonia Firlej

© Sonia Firlej

© Sonia Firlej

© Sonia Firlej

© Sonia Firlej

© Sonia Firlej© Sonia Firlej

Habt Ihr Lust bekommen, noch mehr Arbeiten von Sonia zu sehen und auf dem Laufenden über neue Kreationen zu bleiben? Dann besucht doch ihre Portfolios auf Facebook und deviantART oder ihre Webseite. Oder schaut, was sie aus Textilien macht.


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23. Mai 2014

24 May

Ein Beitrag von: Paul Weber

© Paul Weber


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Licht und Zeit

23 May

In den Bildern von Darren Moore verschwischen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, das Tatsächliche wird überlagert von der ätherischen, traumartigen Qualität der Abbildung. Dazu benutzt der in England lebende Fotokünstler lediglich seine Kamera, genug Belichtungszeit und oftmals das Wasser als zusätzliches Subjekt.

Darren Moore will dem Zuschauer ermöglichen, der Realität zu entfliehen. „Es gibt zu viel Realität zur Zeit, zumindest für mich. Ein bisschen Eskapismus kann nicht schaden. Ich hoffe, dass meine Bilder das für einen kleinen Moment ermöglichen“, erklärt er.

Immer wieder spielt in den Motiven Wasser eine tragende Rolle: Weite, offene Wasserflächen bilden das Setting und die Hintergründe. „Die See ist meine Inspiration“, sagt Darren. „Ich bin an einer Küstenstadt aufgewachen und das Wasser hatte mit seinen endlosen Horizonten für mich immer etwas Mysteriöses, Wunderbares. Das will ich heute noch in meinen Bildern einfangen.“

Ein Mann steht im Wasser.

Ein Weg führt auf eine Insel.

Ein Schloss steht auf einer Insel.

Ein Wrack im Wasser.

Vor einer Kirche sammelt sich Wasser.

Ein Steg ohne Planken.

Ein Wrack im Wasser.

Ein Mann sitzt auf einem Stuhl im Wasser.

Ein Ruderboot im Wasser.

Ein Boot im Wasser.

Die surreale und gleichzeitig schlichte Schönheit der Motive erzeugt Darren vor allem durch die verwendete Aufnahmetechnik, bei der der Fotograf die Bilder bis zu 15 Minuten lang belichtet. In Kombination mit einem Neutraldichtefilter, der derart lange Belichtungszeiten auch am Tag ermöglicht, schafft er es, seine Subjekte so in Szene zu setzen.

Sehr viel mehr von den Bildern von Darren Moore könnt Ihr auf seiner Webseite sehen.


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Rezension: Back to The Future

23 May

Ein Kind und ein Mann lachen auf den beiden Passbildern mit gleicher Pose in die Kamera. Sie tragen den gleichen Anzug, die gleiche Krawatte – ja, sogar die gleiche, etwas zu große Brille. Und sie sehen sich ähnlich. Aber es sind nicht Vater und Sohn, sondern es ist ein und dieselbe Person: Pancho aus Buenos Aires. Einmal 1983 und einmal 2010.

Er ziert das Cover des Buches „Back to The Future“* von Irina Werning. Das Projekt „Zurück in die Zukunft“ kennt Ihr vielleicht schon durch die Werbekampagne der Deutschen Bahn aus dem Jahr 2012.

© Irina Werning's Back to the Future, Pancho, Buenos Aires, Argentina, 1983 and 2010, published by teNeues, www.teneues.com. Photo © 2014 Irina Werning. All rights reserved.

Die argentinische Fotografin Irina ist neugierig und sie liebt alte Fotos. Sobald sie in einem Haus ist, geht sie auf die Suche danach. Und irgendwann begann sie, diese alten Bilder zusammen mit den darauf abgebildeten Menschen nachzustellen.

Sie analysiert die Fotos dafür nach dem Licht und der Technik und kopiert sie bis ins Detail genau. Selbst rotgeblitzte Augen und kleine Bildfehler fehlen auf den neuen Fotos nicht. Die Kleider kauft oder näht sie selbst, die Hintergründe sucht und baut sie nach.

Ihr Bildband zum Projekt ist im Verlag teNeues erschienen und es ist ein Buch, das Freude macht. Ich habe es selbst schon mehrere Male angesehen, bin immer wieder fasziniert und vergleiche voller Freude die Menschen von damals und heute. Diese Bilder sind so wunderbar komisch! Sobald ich Besuch bekomme, gebe ich es gleich in dessen Hände und es Folgt jedes Mal die gleiche Reaktion: Gelächter und Faszination.

© Irina Werning's Back to the Future, Riff Raff, London, Great Britain, 1976 and 2011, published by teNeues, www.teneues.com. Photo © 2014 Irina Werning. All rights reserved.

© Irina Werning's Back to the Future, Mechi, Buenos Aires, Argentina, 1990 and 2010, published by teNeues, www.teneues.com. Photo © 2014 Irina Werning. All rights reserved.

Das Thema Älterwerden ist an sich ja eigentlich ein eher ernstes, aber dank Irina Werning bekommt man dazu einen völlig neuen Zugang. Interessant ist auch, dass sie Kinderbilder aus aller Welt nachstellt: Argentinien, Großbritannien, USA, Frankreich, Deutschland, Indien, Island, Ghana und einige mehr. Und so ist bereits den Ausgangsbildern durch ihre kulturellen und geschichtlichen Besonderheiten meine Aufmerksamkeit sicher.

Auf jeder Doppelseite des Buches ist links das Ausgangsbild und rechts das nachgestellte Foto zu sehen. Darunter sind klein der Vorname des oder der Abgebildeten, das Land und die beiden Jahreszahlen vermerkt. Ein sehr kurzes Vorwort der Fotografin geht den 160 Seiten vorraus. Es ist überall im Handel oder direkt beim Verlag teneues.com erhältlich.

Informationen zum Buch

Back to The Future*, Irina Werning
Gebundene Ausgabe
160 Seiten
Größe: 26 x 21 x 2 cm
Verlag: teNeues
Neupreis: 39,90 €

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


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22. Mai 2014

22 May

Ein Beitrag von: Sven Lange

© Sven Lange


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Im Schatten Kalkuttas

22 May

Ein Beitrag von: Souvid Datta

Im Schatten von Kalkuttas Peripherien wachsen riesige Slums nach außen: Eine Vielzahl von verlassenen Terrassen und verzerrten Winkeln. Glänzende kleine Häuser mit klapprigen, gewellten Dächern stürzen aufeinander. Provisorische Treppen und Leitern verbinden Fenster mit Türen und Balkonen. Und hoch oben schweben schwarze Krähen durch den klaren Himmel und verschwinden wieder im Raster der wieder auflebenden Stadt.

Über vier Millionen Menschen kämpfen hier Tag und Nacht ums Überleben. Wie so viele andere berüchtigte Slums in Indien ist Kalkutta das Klischee vom Elend Indiens: Ein aufgewühlter Bienenstock von Familien, die in Fabriken, auf dem Recyclingmarkt und in anderen Industrien arbeiten, die einen jährlichen Gewinn von schätzungsweise 100 bis 200 Millionen Dollar einfahren.

Sie sind eine Parallelwirtschaft in einer alten Stadt, die bis vor Kurzem weitgehend in Vergessenheit geraten war – eine Metapher für die Stärke, die im Schatten von Indiens aufstrebender Wirtschaft liegt.

2009 startete Mamata Banerjee, die kontroverse Chefministerin des indischen Bundesstaates Westbengalen, eine Kampagne, um die Industrieproduktion durch die Entwicklung von Sonderwirtschaftszonen zu erhöhen und große Hersteller anzulocken.

Um das internationale Bild zu verbessern, haben viele Stadtplaner die populäre Idee der kompletten Sanierung der Slums als ein Instrument, das Wirtschaftswachstum ankurbeln, die Kriminalität zu reduzieren und sozialen Probleme zu bekämpfen, entdeckt. Und Kalkutta ist als nächste Stadt dran.

In den kommenden Jahren werden mehrere große Slums in Kalkutta zerstört werden. Über 3 Millionen Menschen werden umziehen müssen. Und alles innerhalb dieser seit Langem bestehenden, typischen Zweigen der Stadt – das Gute sowie das Schlechte – wird verloren sein.

Die Baugenehmigungen und der Bau von Hochhäusern, Geschäftsstellen und neue Wohnblocks begann im Jahr 2011 und die Umbauprozesse werden noch wird bis 2015 andauern.

Kalkutta von oben

© Souvid Datta

© Souvid Datta

© Souvid Datta

© Souvid Datta

© Souvid Datta

© Souvid Datta

© Souvid Datta

© Souvid Datta

© Souvid Datta

© Souvid Datta

© Souvid Datta

© Souvid Datta

Meine Serie zeigt zwei Slums: Panditya / Gorcha Bastis und Sonagachi. Der erste ist der größte Slum der Stadt und der andere ein berüchtigtes Rotlichtviertel. Entstanden aus einer größeren Werkserie, hat dieses Projekt das Ziel, das gesellschaftliche Leben in Kalkuttas Slums zu dokumentieren, als eine Aufzeichnung seiner komplexen Realität, unterschätzten Bedeutung, Kultur und seinem Beitrag zum Gesicht der Stadt. Das Projekt wird noch bis 2016 fortgesetzt.

Dieser Artikel wurde von Redakteurin Katja Kemnitz für Euch aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.


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Summertime Photo Tips and Inspiration

22 May
Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

It’s here! It’s here! It’s time to memorialize our heroes and kick off the sunniest* season of them all.

No matter how you’re celebrating this weekend, we’ve got your packing list covered:

  • Sun screen
  • Camera
  • Photo tips and Inspiration

Fresh out of that last one? Follow us to a summer inspired link roundup. We’ve got tips for folks headed to the beach, the woods, the park, the amusement park, underwater or anywhere sunny.

Find Photo Inspiration for Your Memorial Day Weekend

*Sun not guaranteed in all locales.

(…)
Read the rest of Summertime Photo Tips and Inspiration (224 words)


© laurel for Photojojo, 2014. |
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Das Finden von Ruhe

22 May

Ein Beitrag von: Bastian Kalous

Mein Name ist Bastian Kalous und ich wohne seit 33 Jahren in der gleichen kleinen Stadt namens Freyung. Diese befindet sich im Süden von Deutschland, genauer gesagt im tiefsten Bayern. Gut versteckt in den tiefen dunklen Wäldern des Bayerischen Waldes, angrenzend an Tschechien und Österreich. Dort bin ich immer wieder unterwegs mit verschiedenen Sofortbildkameras, immer auf der Suche nach neuen, mir zum Teil noch unbekannten sowie teils schon bekannten, Orten der Ruhe und Stille.

Ein Großteil meines „Fotos-Spielplatzes“ befindet sich im Nationalpark Bayerischer Wald. Das ist meistens die erste Anlaufstelle, um neuen Sofortbildabenteuer zu bestreiten. Gut 15 Minuten liegt dieser zauberhafte Landstrich – in dem der Mensch die Natur weitestgehend sich selbst überlässt – von meiner Wohnung entfernt, ist also auch für kürzere Touren gut geeignet.

Ein Paar steht vor einem See.

Ein Mann und eine Frau sind an einem Wasserbecken.

Sollte ich doch mal länger Zeit haben, lasse ich mich auch gern in andere Teile dieser Welt verschlagen. Das Berchtesgadener Land, Island, die USA, um nur ein paar zu nennen. Und hoffentlich habe ich noch länger die Gelegenheit, diese Leidenschaft in diesem Ausmaß zu teilen.

Worum es mir in meinen Fotos geht, ist – wie schon kurz angesprochen – das Finden von Ruhe, was in der heutigen Zeit oftmals bis kaum mehr möglich ist, speziell in der Natur. Auch diese wird allzuoft ausgeblendet und man bindet sie oftmals nur in den Alltag ein, wenn es um die ertragreiche Bewirtschaftung geht. Doch sie ist für mich persönlich viel mehr als nur Profit.

Eine Person steht vor einem See, von hinten fotografiert.

Wir sollten viel besser auf unsere Mutter Erde aufpassen und sie um einiges mehr schätzen. Wir können doch immer wieder von ihr lernen.

Auf all meinen Fotos, die ich hier zeige, sind Eindrücke meiner Wanderungen durch diese Natur. Egal, ob ich den Weg zum ersten Mal gehe oder ob ich schon öfter auf dem Pfad gelaufen bin – es sieht immer wieder anders aus, es riecht immer wieder anders, der Wind weht immer wieder anders oder er weht eben überhaupt nicht.

Vielleicht wurde mir der Weg durch einen umgeworfenen Baum, kniehohes Gras oder hüfthohe Sträucher erschwert. Ein jedes Mal ist es wieder beeindruckend für mich, wie der Lauf der Zeit die Umwelt und eben auch uns verändert und weiterentwickelt.

Ein Mann mit Hut steht vor einem Wald, durch den die Sonnenstrahlen schießen.

Eine Frau steht vor einem Haus, der Wind weht.

Und das kann von heute auf morgen passieren. Sieht man dann wieder im Vergleich dazu, wie schnell diese Veränderung vor sich gehen kann, dass ein Baum, der auf dem Boden liegt, viele Jahre braucht, um ganz und gar zerfallen zu sein, fällt mir auch immer wieder auf, wie schnelllebig unsere von Menschen gemachte Zeit doch ist.

Und für mich selbst versuche ich immer wieder, dieser Schnelllebigkeit der heutigen Gesellschaft zu entfliehen. Hierbei hilft mir wiederum die Natur.

Aber eben auch die Art und Weise der Fotografie, die ich für mich entdeckt habe. Die Verwendung der verschiedenen Kameras, zu der eigentlich immer ein Stativ, ein Belichtungsmesser und ganz allgemein ein relativ langsamer Aufbauprozess des ganzen Materials gehören.

Ein Wasserfall erzeugt Nebel.

Ein Mann mit Hut steht an einem See.

Der Kreis schließt sich dann wieder, denn die meist abgelaufenen Filme sind alles andere als „perfekt“ in ihrer Farbgebung oder, was vielleicht noch viel schlimmer klingen mag: Es fehlen manchmal ganze Bildteile.

Wieder eine Verbindung mit der Natur, die eben auch nicht immer perfekt und sauber oder geordnet erscheinen mag. Aber all diese Dinge sind ja auch irgendwie Teil unsers alltäglichen Lebens.

Wenn man durch den Wald spaziert oder an einem Fluss entlangläuft und man findet einen dieser „Fehler“ der Natur, kann genau dieser tausend Mal interessanter für uns sein als eine schnurgerade verlaufende Allee.

Ein Mann mit Hut steht in einem nebeligen Feld.

Das alles liegt aber eben im Auge des Betrachters und für mich muss eine Banane nicht kerzengerade sein und auch ein menschliches Gesicht muss nicht das gesamte Leben faltenfrei erscheinen.

Kurz und knapp: Ich liebe das natürliche, entschleunigte Leben und jeder, der Zeit, Lust und Interesse findet, ist hiermit herzlich eingeladen, mit mir auf Reisen zu gehen.

Anmerkung der Redaktion: Noch bis zum 15. Juli 2014 werden die Bilder von Bastian in Berlin ausgestellt. Infos dazu findet Ihr auf Impossible.


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