RSS
 

Archive for the ‘Equipment’ Category

Cornwall

16 Jun

In den letzen sieben Jahren besuchte ich mit meiner Freundin sieben Mal die britischen Inseln. Wir waren in Irland unterwegs, in Nordirland, Schottland und Wales. Im Mai waren wir nun das zweite Mal in Cornwall.

Schon vor vier Jahren habe ich Cornwall in mein Herz geschlossen und wusste seitdem, dass es nicht mein letzter Besuch war. Und auch jetzt, nach dem zweiten Aufenthalt, hat sich an diesem Gedanken nichts geändert.

Die verträumten Küstenstädchen, die verwunschenen Gärten, die magischen Wälder und die spektakulären Küsten ziehen mich immer wieder in ihren Bann. Und egal bei welchem Wetter, zum Fotografieren findet sich auch immer etwas.

Der Fluss Fowey bei den Golitha Falls im Bodmin Moor, Cornwall.

Doch zunächst ist da die Anreise und die dauert länger als man annimmt. Auch wenn es in Cornwall selbst ein paar kleine Flughäfen gibt, so habe ich noch keine Verbindung gefunden, die uns schnell von Deutschland über London dorthin bringt. Also ist die Anreise immer eine Kombination aus Flug nach London und Fahrt mit dem Mietwagen in den südwestlichsten Zipfel Englands.

Und das dauert gute fünf Stunden, wenn man in der Nebensaison reist. Im Sommer kann die Fahrt gern auch länger dauern, wenn sich teils richtige Blechlawienen von London und den anderen größeren Städten nach Cornwall schieben.

Wie schon das letzte Mal mieteten wir uns auch diesen Mai wieder ein Cottage an der Küste. Auf Cornish Cottage Holidays findet sich in jeder Lage und für jeden Geldbeutel etwas und die Reservierung ist unkompliziert. Von Porthcurno ganz im Süden unternahmen wir dann eine Woche lang mehrere Tagesausflüge oder wanderten einfach die wunderschöne Küste entlang.

Die Aussicht vom Logan Rock in der Nähe von Porthcurno.

Eine Woche ist sicherlich zu kurz, um alles zu sehen. Es gibt einfach zu viele tolle Aussichten, zu viele goldene Strände. Wenn es um Landschaftsfotografie geht, habe ich aber mittlerweile einige Favoriten. Und auch, wenn diese Orte schon so oft fotografiert wurden, man kann einfach nicht anders, als selbst sein Glück mit Licht und Wetter zu versuchen.

Leider war uns das Wetter nicht immer gut gesonnen. Aber wie ich oben schon geschrieben habe, ist das in Cornwall nicht so schlimm. Einen verregneten Abend verbrachten wir zum Beispiel im fotogenen Fischerstädchen Mousehole. Für mich war das genau die richtige Stimmung, um diesen Ort zu fotografieren. Alles wirkte so ruhig und friedlich.

Das verregnete Küstenstädchen Mousehole.

Auch wenn tagsüber der Himmel zuzieht, was an der Küste sehr schnell passieren kann, gibt es fotografisch einiges zu entdecken. Im Mai sind das die mit Blauglöckchen gefüllten Wälder, wie hier nahe Camborne.

Ein verwunschenes Stück Wald nahe Camborne.

So schnell die Wolken die Sonne auch verbergen, so schnell wird diese wieder enthüllt. Dem Wetterbericht kann man eigentlich maximal 24 Stunden im Voraus Glauben schenken. Alles, was danach kommt, ist ein großes Fragezeichen. So war auch der Dienstag zunächst als komplett verregnet gemeldet und dann war es der sonnigste Tag: Leider ohne Wolken zu Sonnenuntergang, aber dafür mit spektakulärer Brandung am Godrevy Leuchtturm.

Brandung an den Klippen des Godrevy Leuchtturms.

Hier und auch an den anderen Küsten lohnt es sich, vorher die Gezeitentabellen zu studieren. Manche Küstenabschnitte fotografiert man am besten bei Ebbe, andere bei Flut.

Auch der nächste Tag wurde von sonnigen Abschnitten dominiert und so fuhren wir nach St. Ives, einem pittoresken Städchen mit einem Hafen, der bei Ebbe komplett leerläuft. So boten sich unzählige Fotomöglichkeiten. Postkartenmotive, wohin ich auch blickte. Da braucht es keinen dramatischen Sonnenauf- oder -untergang. St. Ives steht ein blauer Himmel mit weißen Wolken sehr gut.

Ebbe im Hafen von St. Ives an einem sonnigen Tag.

Auf den dramatischen Sonnenuntergang musste ich dann aber auch nicht verzichten. Die Kynance Cove war wie schon vor vier Jahren ein Garant für spektakuläre Fotos. Das Titelbild zeigt bis auf einen weiten Strand alles, was für mich Cornwalls Küste ausmacht: Steile Klippen, einzelne Felsen, die sich aus dem Meer erheben, Küstenblumen und eine weite Landschaft, gesäumt von zahlreichen weiteren Felsen.

Die Klippen der Kynance Cove im Licht der untergehenden Sonne.St Michael's Mount bei Marazion zur blauen Stunde.

Auch St. Michael’s Mount statteten wir einen Besuch ab. Er ist zwar nicht so groß wie sein Pendant in Frankreich, aber mindestens genauso fotogen. Bei noch niedrigem Wasserpegel gab es reichlich Kompositionsmöglichkeiten.

Wie auch an den anderen Küstenabschnitten ist man da schnell ein wenig überfordert. Entscheidungen müssen getroffen werden, welcher Vordergrund und welche Perspektive dem Ort am meisten schmeichelt. Wegen der Fülle an Möglichkeiten plante ich immer mindestens eine Stunde ein, um mich umzusehen. So wusste ich, sobald der Sonnenuntergang die Landschaft in mystisches Licht tauchte, immer, wo ich mein Stativ aufbauen musste.

Felsen am Porth Nanven nahe St. Just.

Für den letzten Tag hatte ich mir noch eine besondere Location aufgehoben. Von Porth Nanven findet man zahlreiche fantastische Fotos im Internet. Bei Ebbe und dem richtigen Licht steht spektakulären Fotos eigentlich nichts mehr im Weg. Auf die Ebbe zu Sonnenuntergang hatte ich die ganze Woche gewartet und alles schien perfekt, als tagsüber die Sonne von einem leicht bewölkten Himmel strahlte.

Gegen Abend zog es aber sehr schnell zu und es fing an, leicht zu regnen. Ich versuchte, das Beste aus der Situation zu machen. Auf die blaue Stunde ist eigentlich immer Verlass und auch bei Landschaftsfotos sorgt sie für eine einzigartige Stimmung.

Und vielleicht habe ich ja bei unserer nächsten Reise nach Cornwall etwas mehr Glück. Auch, wenn es ein paar Jahre dauern könnte – komplett ist mein Cornwall-Portfolio noch lange nicht.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on Cornwall

Posted in Equipment

 

15. Juni 2014

16 Jun

Ein Beitrag von: Normen Gadiel

© Normen Gadiel


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on 15. Juni 2014

Posted in Equipment

 

browserFruits Juni, Ausgabe 3

15 Jun

Die Themen der Fotospecials in den browserFruits sind zugegebenermaßen nicht immer furchtbar innovativ. Aber es macht Spaß, die Bilder dazu zu suchen und es ist manchmal auch wirlich erstaunlich, wie verschieden diese dann sind. Bei Spaghetti dachte ich vorrangig an lecker angerichtete Speisen, fand aber Portraits, Lustiges, Abstraktes und sogar eine Doppelbelichtung. Habt Ihr eine Idee für das nächste Fotospecial? Dann schreibt sie doch in die Kommentare, vielleicht finden wir dazu ja auch so tolle verschiedene Sachen.

 

Fotospecial: Spaghetti

Flickr

500px

 

Deutschsprachig

• Auf dem flickr-Blog werden immer wieder Fotografen vorgestellt. Auch auf Deutsch, wie zum Beispiel Normen Gadiel.

• Zhenya Aerohockey mag es mit Ecken und Kanten. Zumindest in ihren Bildern. Die Künstlerin aus St. Petersburg nennt ihr Projekt „Catching corners“ und zeigt es auf Instagram. Langweiledich.net stellt es vor.

• Ursula Sprecher und Andi Cortellini haben ausfindig gemacht, was verschiedenste Gruppen so in ihrer Freizeit machen. Vom Pudelclub über den Verein Freunde der Metzgerschaft bis hin zum BDSM-Stammstisch ist alles dabei.

 

International

• Warum ein „Selbstportrait“ kein schnödes „Selfie“ ist. Marie McGrory von National Geographic reflektiert das aktuelle Modewort, nachdem das Magazin Selbstportraits gesammelt und ausgewählt hat.

• Eric Kim hat die Fujifilm x100s für den Gebrauch in der Straßenfotografie getestet (und mit der XT-1 verglichen). Für alle, die sich nicht sicher sind, ob sie der x100s zutrauen, dass sie hält, was sie verspricht, sei der Artikel wärmstens empfohlen.

• Arko Datto hat bezaubernde Luftbilder der arabischen Wüste fotografiert. Sie zeigen filigrane menschengemachte geometrische Strukturen in einem scheinbar lebensfeindlichen Umfeld.

• Noch einmal unglaubliche Bilder von oben: 29 Satellitenfotos, die einen schönen neuen Blick auf unsere Welt offenbaren.

• Zehn dumme Dinge, die Fotografen viel zu oft hören müssen.

• Island ist wunderschön. Falls es wirklich noch einen Beweis braucht, dann liefern ihn diese 37 Fotos aus diesem unglaublichen Land.

• Ein kleines Interview mit dem Berliner Straßenfotografen Tom Palluch mit sehr vielen Bildern.

• Zum Abschluss noch eine traurige, sehr rührende Geschichte: Briony Campbell erzählt vom Verlust ihres Vaters in Worten und Bildern.

 

Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

Buchtipp

• Architekturfotograf Filip Dujardin erschafft mittels digitaler Collagetechnik aus Aufnahmen von real existierenden Gebäuden seiner Geburtsstadt Gent und ihrer Umgebung in die Landschaft eingebettete Bauwerke, deren reale Errichtung unmöglich wäre. Der Bildband „Fictions“* ist bei Hatje Cantz erschienen und kostet 39,80 €.

• Ann-Christine Woehrl hat die Überlebenden von Säure- und Brandanschlägen in Pakistan, Indien, Bangladesch, Nepal, Kambodscha und Uganda besucht. Sie wollte jede einzelne der überlebenden Frauen als Persönlichkeit darstellen, fernab des kollektiven Stigmas der Gebrandmarkten und ihnen damit wieder ein Gesicht geben, sie wieder sichtbar machen. Neben einem einleitenden Essay gibt es auch sechs Interviews mit Frauen. „IN/VISIBLE: UN/SICHTBAR“* heißt das Buch und kostet 49,90 €.

 

Wettbewerbe

• Der Monochrom Award ist – wie der Name schon sagt – ein Wettbewerb für Schwarzweiß-Fotografie. Ihr könnt Eure Bilder in 12 Kategorien einreichen. Es gibt Teilnamekosten von 10$ , für professionelle Fotografen 15$ . Einsendeschluss ist der 28. November 2014.

 

Zitat der Woche

Photograph because you love doing it, because you absolutely have to do it, because the chief reward is going to be the process of doing it.

Alex Webb –

Mehr Zitate

 

Videos

Ryan McGinleys Festrede an der Parsons School of Design, wo er einst studierte. (via)

 

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on browserFruits Juni, Ausgabe 3

Posted in Equipment

 

14. Juni 2014

15 Jun

Ein Beitrag von: look-book

© Look Book


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on 14. Juni 2014

Posted in Equipment

 

Bahia, Brasilien

14 Jun

Was macht eigentlich ein Berufsfotograf im Urlaub? Genau: Fotos! Fabian Stürtz war Anfang des Jahres an einem der seiner Meinung nach schönsten Flecken der Erde. In Bahia in Brasilien machte er Urlaub.

Im Gepäck seine Leica monochrom mit einem 35er Objektiv. Samstags ging er auf den Markt und hat mit den Einheimischen gesprochen, die ihm alle sehr nett und offen begegnet sind. Natürlich besuchte Fabian auch den Strand und erkundete den Ort und die Umgebung.

An sich war das Fotografieren in der Zeit vollkommen nebensächlich und grad deshalb wieder so schön. Die Fotos bedeuten mir viel, weil sie eben nur aus Leidenschaft entstanden sind.

Ich mag Fabians Schwarzweiß-Bilder sehr und glaube, diese neue Leichtigkeit in seinen Fotos sehen zu können. Auf jeden Fall machen mir die Bilder Lust aufs Reisen und darauf, neue Orte kennenzulernen. Mit Kamera, aber ganz ohne Zwang.

Ein Weg zwischen Bäumen und Sträuchern.

Eine Frau sitzt auf einem Plastikstuhl in einem Imbiss.

Ein Mann bei der Arbeit.

Hühner sitzen auf dem Boden vor einem Plastikkorb.

Eine Gruppe Menschen in einem Hof sitzen und stehen beieinander.

Ein Mann trinkt aus einem Glas. Vor ihm stehen Bierflaschen.

Eine alte Hauswand mit verblichenem Schriftzug.

Ein Esel ist an einem Baum vor einer Kirche angebunden.

Hausruinen vor einigen Palmen.

Eine Strandszene.

Zwei Männer spielen ein Brettspiel auf dem Bürgersteig.

Eine Hütte steht auf Stelzen im Wasser.

Ein Boot auf dem Wasser.

Ein sehr voll gepacktes Motorrad.

Ein Mann bei der Arbeit.

Ein Mann sitzt mit verschränkten Armen auf einer Mauer.

Eine Nachtszene: Mehrere Menschen auf einem geschmückten Platz.

Fabian Stürtz lebt und arbeitet in Köln. Für kwerfeldein hat er bereits einen Gastartiel zu seinen Auftragsportraits geschrieben. Weitere Arbeiten von Fabian könnt Ihr auf seiner Webseite oder auf Facebook finden.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on Bahia, Brasilien

Posted in Equipment

 

Leseraktion: Mein geliebtes ungeliebtes Bild

14 Jun

Kennt Ihr das? Ihr habt ein Bild gemacht und seid total begeistert davon. Ihr seid völlig überzeugt, dass dieses Foto Eure Freunde, Bekannte, den Fotoclub, die Follower auf Facebook und viele mehr umhauen wird. Und dann sind die Reaktionen wider Erwarten minimal bis negativ.

Aber nach wie vor hängt Ihr an dem Bild. Vielleicht passt es einfach nicht zum Rest Eures Portfolios, vielleicht ist es wirklich nicht so gut, aber dahinter stehen Emotionen, die es für Euch zu einem der besten Bilder machen, die Ihr bisher aufgenommen habt. Egal warum, egal wie. Heute soll es um diese verschmähten Bilder gehen.

Zeigt uns Euer liebstes ungeliebtes Bild als Link in einem Kommentar.

Teilnahmebedingungen

  • Suche Dein geliebtes ungeliebtes Foto heraus.
  • Poste den Link dazu in einem Kommentar.
  • Beschreibe in ein paar Sätzen, warum Dir dieses Bild wichtig ist, wie es entstanden ist und wenn Du es ahnst, warum es wenig Beachtung findet. Achtung: Fotos ohne Beschreibung werden nicht berücksichtigt.
  • Mit dem Kommentar stimmst Du einer möglichen Veröffentlichung auf kwerfeldein zu.
  • Einsendeschluss ist am Montag, den 16. Juni um 20 Uhr.

Wir werden anschließend gemeinsam alle Bilder ansehen, ihre Geschichten lesen und unsere Favoriten in einem eigenen Artikel zeigen. Wir werden Euren Fotos also Raum und die erneute Chance geben, gesehen und entdeckt zu werden. Vielleicht verliebt sich ja doch der eine oder andere in sie. Unsere Auswahl wird natrürlich subjektiv sein und stellt keine Wertung dar.

Das Titelbild zeigt meine persönliche Auswahl. Ein Bild, das nicht zu meinen restlichen Fotos passen will, aber ich liebe es. Die Wolken haben sich an einem warmen Sonnentag wunderschön im Kinderpool gespiegelt und als ich meine Hand in das Wasser streckte, war es, als könnte ich den Himmel fühlen.

Vielen Dank an Jonas Hafner für die schöne Idee.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on Leseraktion: Mein geliebtes ungeliebtes Bild

Posted in Equipment

 

Die Stärke der Fragilität

14 Jun

Irene Morays Serie „Boys don’t cry“ hat mich bewegt. Und Verwunderung darüber ausgelöst, dass sie mich bewegt. Würde eine Serie mit weinenden Frauen die selben Emotionen in mir auslösen? Eine spannende Auseinandersetzung mit dem Verständnis von „Männlichkeit“ und dem Umgang mit menschlicher Verletzlichkeit.

Seit wir Kinder waren, wurde uns gesagt, dass Jungs stark sein müssen. Sie müssen ihre Geliebten beschützen, sie müssen zäh sein. Keiner hat uns gesagt, dass es auch eine Stärke ist, wenn wir unsere Verletzlichkeit zeigen können.

Hintergrund dieser Serie ist die grundsätzliche Faszination der Fotografin für die Fragilität der Menschen. Auf der Suche nach neuen Wegen, ein Gefühl von Stärke in der Offenbarung von Verletzlichkeit zu vermitteln, entschied sie sich dafür, auf diese Weise sexistischen Vorurteilen zu begegnen, die heutzutage immer noch präsent sind.

Mich hat sie damit zum Nachdenken gebracht. Zum einen über die Geschichten, die hinter ihren Bildern und den Biografien der gezeigten Menschen stecken. Und zum anderen über meine eigenen Masken, hinter denen ich mich in der Öffentlichkeit verberge. Weil man das als Mann eben so macht. Oder auch nicht.

Ein Paar steht vor einer Bahnhofshalle.

Ein Mann steht auf der Straße, ein Radfahrer im Hintergund.

Ein Mann liegt weinend auf einem Sofa.

Ein Paar sitzt in einem Restaurant.

Ein Mann steht vor einem Baum.

Ein Maler sitzt in einem Atelier.

Ein Mädchen und ein Junge stehen auf einem Spielplatz.

Ein Paar auf einem Bett.

Ein Paar in schwarzer Kleidung auf einem Friedhof.

Ein älteres Paar sitzt neben einem Fenster.

Zwei Männer liegen auf einem Bett.

Ein Mann liegt rauchend auf einem Sofa.

Ein Paar sitzt auf einem Sofa.

Ein Mann sitzt mit Popcorn im Kino.

Ein Mann sitzt an einem Bahnsteig.

Ein Paar liegt im Bett.

Ein Paar steht am Strand.

Ein Paar sitzt an einer Wand.

Irenes Bilder konfrontieren mich mit gesellschaftlichen Rollenbildern und führen mir vor Augen, was eigentlich zählt. Die Intimität der Fotos, die den Betrachter scheinbar an sensiblen, fragilen Momenten teilhaben lässt, zeigen eine Dimension des Lebens, in der die Sinnlosigkeit des Masken-Tragens deutlich wird.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on Die Stärke der Fragilität

Posted in Equipment

 

13. Juni 2014

13 Jun

Ein Beitrag von: Benjamin Schubert

© Benjamin Schubert


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on 13. Juni 2014

Posted in Equipment

 

Das Seelentagebuch

13 Jun

Ein Beitrag von: Kamin Jaroensuk

Dieses Projekt begann mit einer Erkenntnis in meinem Leben, die das Bedürfnis erweckte, es auszudrücken. Einfach gesagt: Ich war inspiriert, ich hatte eine Idee. Inzwischen hat diese Serie ein Eigenleben entwickelt – und das nächste, woran ich mich erinnern kann, ist, dass ich nun an ihr als meine Abschlussarbeit arbeite und das sehr passioniert, da es ein so persönliches Projekt ist.

Der Name „The Mind Journal“ kommt daher, dass ich seit etwa einem Jahr an den Bildern arbeite und alle von ihnen zeigen, wie mein Verstand in verschiedenen Situationen und zu unterschiedlichen Zeiten im letzten Jahr funktioniert hat.

Die meisten Szenen zielen darauf ab, dass mein Kopf ein persönlicher Raum ist, der beinahe abwesend von dem ist, was um mich herum passiert. Das ist ein weit verbreitetes Gefühl, eigentlich eine alte Erkenntnis, die ich trotzdem auf eine visuell ansprechende Art ausdrücken wollte.

Und ich wollte zeigen, dass wir manchmal versuchen, etwas dagegen zu tun und manchmal uns auch einfach nur zurücklehnen und die Situation selbst das Steuer übernehmen lassen. So oder so fühlen wir das alle irgendwann einmal.

Man kann es ein Experiment nennen, wenn man möchte. Ich habe noch nie ein Werk geschaffen, das so persönlich war. Verdammt, ich habe noch nicht einmal jemals Tagebuch geführt. Aber dieses Mal, sobald ich meine Leidenschaft mit eingebracht hatte, ist ein öffentliches Tagebuch entstanden, das zu meinem Weg der Kommunikation wurde.

Ein kopfloser Mann sitzt auf dem Dach eines Hauses, das über einer Stadt schwebt.

Ein kopfloser Mann sitzt auf einem Stuhl in der Wüste und spielt Gitarre, vor ihm wächst eine Sonnenblume.

Ein kopfloser Mann sitzt in einem Papierboot, das auf dem Wasser schwimmt.

Ein Mädchen mit einer Rose in der Hand schmiegt sich an einen kopflosen Mann, sie stehen am Ufer eines Flusses.

Ein kopfloser Mann steht auf einem kleinen Stück Fels, das über Wolken in der Luft schwebt, ein Seil ist vom Felsen zum Betrachter gespannt.

Ein kopfloser Mann sitzt auf einer winzigen Insel in einem Meer, rings um ihn schwimmen verkorkte Flaschen mit Briefen im Wasser.

Ein kopfloser Mann sitzt auf einem über einer Stadt schwebenden Weg und schaut durch ein Fernrohr.

Ein kopfloser Mann jongliert mit roten Bällen, um ihn herum stehen gesichtslose Männer in Anzügen.

Ein kopfloser Mann sitzt an einem Tisch und malt mit Pinsel und Farbe an einem Kopf, der vor ihm steht.

Ein kopfloser Mann sitzt auf einer Schaukel, die an einer Stadt über ihm hängt, unter ihm der Himmel.

Ein kopfloser Mann sitzt vor einem Baum, an dem ein Strick hängt, darunter ein umgekippter Stuhl.

Ein kopfloser Mann steckt bis zur Brust in Wüstensand und schaut auf einen vor ihm stehenden Fernsehbildschirm.

Ein kopfloser Mann liest im Licht einer Straßenlaterne auf einer Bank ein Buch, um ihn schwimmen Fische.

Ein kopfloser Mann steht in einer Wüste vor einem Pfahl, an dem sehr viele leere Wegweiser angebracht sind.

Ein kopfloser Mann schwebt an einem Strauß roter Luftballons über einer Stadt, an seinem Fuß führt eine Metallkette nach unten.

Ich möchte eine Geschichte kreieren, die die Abwesenheit von einem selbst zeigt und das daraus resultierende Gefühl ausdrückt, das zwischen Zufriedenheit und Verwirrung schwankt. Noch wichtiger war mir aber, dass die Erzählung geradlinig ist, einem einzigen Konzept folgt: Die Angst, im eigenen Alltag nicht anwesend zu sein.

Warum meine Figur kopflos ist? Nun, ich traf diese Entscheidung, weil sie so auch visuell Abwesenheit und Isolation ausdrückt. Ohne ein Gesicht fehlt auch die Kommunikation, ohne Mimik sind die Emotionen nicht einsehbar und werden dadurch wieder privat. Gerade das finde ich hierbei interessant, weil es dem Betrachter Raum gibt, ja, sogar die Macht, zu entscheiden, was die Figur vielleicht fühlt.

Mein Ziel für dieses Projekt ist es, interessante Grafiken und anregende Bilder zu erstellen, mit der Überzeugung, dass meine Idee und mein Konzept ebenso stark sind wie der visuelle Teil meiner Bilder. Immerhin habe ich schon immer daran geglaubt, dass man dem Betrachter etwas zeigen muss, was genauso interessant ist wie das, was man ihm zu sagen hat.

Dieser Artikel wurde von Aileen für Euch aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on Das Seelentagebuch

Posted in Equipment

 

Kirgisistan – ein Abenteuer

13 Jun

Ein Beitrag von: Andreas Jacob

Kirgi-was? Das war immer die erste Frage, die ich hörte, als ich mich kurzfristig entschlossen hatte, mit zwei Freunden auf eine Skitour und zum Bergsteigen nach Kirgisistan zu fahren.

Ja, Kirgisistan, das bergige Land zwischen Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan und China. Nachdem wir uns einen Dolmetscher und einen Fahrer besorgt hatten, war ich nur noch eins: Neugierig.

Das Land hat den nördlichsten Siebentausender der Welt und eine durchschnittliche Höhe von 1700 Metern über dem Meeresspiegel. Schnell kommt man bis auf 4000 Meter und muss immer den Schnee und die Lawinengefahr im Auge behalten.

Eine Straße führt durch die kirgisische Berglandschaft. Im Vordergrund weidet ein Esel.

Für unseren gemeinsamen Trip hatte ich mit meinen Freunden Bene und Fabi die beste Wahl getroffen, denn die zwei sind wirklich fit, was Ski- und Hochtouren betrifft.

Mit Turkish Airlines ging es zunächst von Salzburg nach Istanbul und von dort weiter nach Bischkek, der Hauptstadt von Kirgisistan. Bei unserer Ankunft wurden wir von Tilek, unserem Dolmetscher, und Vladimir, unserem russischen Fahrer, abgeholt.

Unsere Skier schnallten wir aufs Dach seines Mitsubishi Delica und fuhren 40 Kilometer auf der einzigen geteerten Straße in die Hauptstadt ins Gästehaus. Dort wurden wir mit frischen Pfannkuchen, Tee und Gebäck empfangen. So ist es dort üblich.

Drei Männer schauen auf eine Karte.

Bischkek war absolutes Neuland für mich. Obwohl die Sonne schien, kam mir diese Stadt mit ihren zahlreichen abbruchreifen Häusern grau und trostlos vor. Von den fast eine Million Einwohnern sah man kaum jemanden auf der Straße.

Als dann gegen Abend ein starker Wind den Staub aufwirbelte und die Straßen im Dämmerlicht lagen, war mein erster Eindruck gefestigt. Bei unserer späteren Rückkehr sollte sich mein Bild von Bischkek allerdings ändern.

Frauen mit kleinen Kindern stehen vor einem Reiterstandbild.

Am nächsten Tag fuhren wir in Richtung Osten zum Alabel-Pass, der auf 3184 Metern liegt. Etwa auf 2700 Metern fanden wir eine Brücke, auf der wir den Fluss überqueren konnten und schließlich einen Platz für unser Zeltlager. Bei frischen 0 °C aßen wir heiße Suppe und eine Scheibe Brot zu Abend.

Die Nacht war hingegen eher durchwachsen: Ständiger Lärm von alten LKWs, die den Pass hinauf schnauften, störte unseren Schlaf und das Thermometer fiel auf -5 °C.

Am nächsten Morgen aßen wir Müsli mit heißem Wasser zum Frühstück. Aber immerhin garnierte uns strahlender Sonnenschein die Mahlzeit. Blauer Himmel, weißer Schnee und absolute Traumhänge – Top-Bedingungen für unsere erste Tour!

Bei strahlendem Sonnenschein ist ein Mann auf Skiern durch den Schnee unterwegs.

Mit den Skiern unter den Füßen überwanden wir in zweieinhalb Stunden 1150 Höhenmeter. Unser Ziel war ein Gipfel mit 3450 Metern. Ein ordentlicher Wind machte es uns nicht besonders leicht.

Ein paar hundert Meter unter dem Gipfel deponierten wir unsere Skier und stiefelten die letzten Meter zu Fuß zum Gipfel. Die Aussicht war traumhaft und ich konnte die Freiheit fühlen.

Knackige 0 °C und der eisige Wind trieben uns jedoch schnell wieder zurück ins Lager, wo wir erst einmal damit beschäftigt waren, die Zelte für die Nacht zu sichern.

Ein Skiläufer bewegt sich über eine weite weiße Ebene.

Der am nächsten Morgen zugefrorene Fluss zeigte, dass die Temperaturen in der Nacht rapide gefallen waren. Der Schnee war wieder gut durchgefroren und wir konnten zum nächsten unbekannten Gipfel aufbrechen.

Bis dorthin waren es knapp 1000 Höhenmeter und es kamen – große Premiere für mich – sogar Steigeisen und Pickel zum Einsatz. Die Tour endete nicht wieder direkt am Auto.

Also mussten wir noch ein paar Meter auf der Straße zurücklegen. In unserer Bergsteigerkluft gaben wir für alle Vorbeifahrenden vermutlich ein seltsames Bild ab.

Zwei Männer in Bergsteigerkluft laufen durch eine Schneelandschaft eine asphaltierte Straße entlang.

Nach einem kurzen Mittagessen brachen wir die Zelte ab und fuhren weiter über den Alabel-Pass in Richtung Toktogul-See. Auf dem Weg machten wir an einem der zahlreichen Honigstände am Straßenrand halt und kauften drei Halb-Liter-Flaschen mit dem süßen Gold.

Bei unserer Ankunft im Gästehaus wurden wir mit Tee empfangen und dazu gab es etwas Fladenbrot und unseren Honig. Ein Bienenbein im Honig war ein untrügliches Merkmal dafür, dass wir ein frisches Naturprodukt aus der Region verzehrten.

Ein Jeep parkt vor einem niedrigen Haus mit Flachdach am Straßenrand.

Am nächsten Morgen wurde ich durch ein Klopfen an die Scheibe des Zimmers geweckt – Frühstückszeit! Ein ordentliches Bett für die Nacht und ein üppiges Frühstück im Sitzen waren eine wahre Wohltat.

Gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Toktogul-See. Unterwegs kamen wir an einem kirgisischen Friedhof vorbei. Nie zuvor hatte ich so wunderbare Gräber vor solch einer beeindruckenden Kulisse gesehen.

Steingräber auf einem kirgisischen Friedhof.

Nachdem wir uns dort ein wenig umgeschaut und aufgewärmt hatten, fuhren wir zurück zum Alabel-Pass und machten uns auf die Suche nach einem ruhigen Schlafplatz. Nachts wurde es zunehmend wärmer. Der Schnee weichte durch und wurde sulzig.

Selbst in der Ebene sackten wir deshalb am nächsten Morgen mit jedem Schritt einen halben Meter ein. Wir zogen zu einer Erkundungstour los. Nach zwei Stunden und knappen 100 Höhenmetern verließ uns jedoch der Mut.

Ein Mann kraxelt einen schneebedeckten Hang hinauf.

Aufgrund der Wärme war es einfach aussichtslos, hier eine Skitour zu machen. Also gingen wir zurück zum Camp und machten uns am Tag darauf auf zum nächsten Pass, dem Karakol Ashuu.

Unsere Route verlief vom Alabel-Pass über Susamir vorbei am Mausoleum des kirgisischen Riesen Kojomkul und durch ein bezauberndes Tal in den wunderbaren Ort Kizil-Oy. Dort verbrachten wir eine gemütliche Nacht und ich wurde mit den Bildern belohnt, von denen ich geträumt hatte.

Abendhimmel über einem durch eine schneebedeckte Berglandschaft fließenden Fluss.

Bei grauem Himmel starteten wir unsere Tour, nachdem wir uns zuvor an einer Tankstelle reichlich mit Chips, Schokoriegeln, Eistee und Cola für umgerechnet weniger als zehn Euro eingedeckt hatten.

Als wir von der Passstraße abbogen, setzte sich unser Weg für die kommenden Tage fast nur noch auf Schotterpisten fort. Kurz nach Suusamir kamen wir nach Kojomkul, den nach dem kirgisischen Riesen benannten Ort.

Kojomkul lebte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, soll 2,30 Meter groß gewesen sein und um die 160 Kilo schwer. Der Legende nach trug der Hüne sein verwundetes Pferd auf seinen Schultern zurück ins Dorf.

Portrait eines kigisischen Landbewohners.

Die Wolken, die uns an diesem Tag begleiteten, gaben dem Ort ein wirklich mystisches Flair. Dann tauchten wir ein in den Canyon, den der Fluss Kökömeren in die Landschaft gefräst hatte.

Nach einigen Fotostopps an einer verfallenen Holzbrücke und einer kleinen Ebene mit goldenem Gras und schwarzen Bäumen erreichten wir schließlich den Ort Kizil-Oy.

Zwei kirgisische Jungs spielen hinter einer Hütte.

Genau zu diesem Zeitpunkt riss der Himmel etwas auf und die tiefstehende Sonne schenkte mir bestes Fotolicht.

Der Wirt des Gästehauses bot uns eine russische Sauna an. Frisch gereinigt wurden wir dann zu Tisch gebeten, der sich unter dem Gewicht all der Leckereien wie Keksen, Gutterln, Trockenobst, Nüssen und Brot durchbog und wir bekamen ein herrliches Abendessen.

Ein wahrliches Candle-Light-Dinner, wenn auch aus eher pragmatischen Gründen. Denn Strom gibt es hier nicht immer und wenn doch, kann man sich nie sicher sein, wie lange.

Ein kleiner Junge schuat mit breitem Grinsen über eine Holzbrüstung.

Ausgeschlafen und frisch gestärkt begaben wir uns auf einen Rundgang durch Kizil-Oy. Tilek führte uns auch in eine Schule. Dort waren wir die Pausenattraktion und machten mit einigen Jungs einen Klimmzug-Wettbewerb. Und wir staunten nicht schlecht, wie fit sie sind!

Danach packten wir zusammen und reisten weiter zum Karakol-Ashuu. Solch eine Landschaft mit ihren einmaligen Farben habe ich noch nicht erlebt!

Steingräber erscheinen winzig vor einem gewaltigen Berg.

Die Dörfer wurden kleiner und ärmlicher. Nach rund fünf Stunden über teilweise haarsträubende Schotterpisten erreichten wir den Pass auf 2700 Metern Höhe. Ein großes Schneefeld machte das Weiterfahren unmöglich. So wurde die Straße unser Lagerplatz und wir bauten die Zelte auf.

Vorsichtshalber errichteten wir einen Schutzwall aus Steinen, denn unser Fahrer Vladimir meinte, es könne jederzeit ein Kirgise mit seinem Auto angerauscht kommen.

Asphaltierte Fernstraße durch eine Hochebene in Kirgisistan.

Unsere Tour auf einen knappen Viertausender war zwar nicht sonderlich schwer, wir mussten allerdings von unserem ursprünglichen Plan abrücken, da der andere Gipfel zu lawinengefährdet war.

So nutzten wir die Skier nur zum Anstieg und machten uns zuletzt zu Fuß durch Schnee und Steine auf den Weg zum Gipfel. Dieses Mal war der Wind noch heftiger und die anspruchsvolle Höhe war der Grund, warum wir uns zügig durch die Felsen zurück zum Lager arbeiteten.

Zwei Bergsteiger erklimmen einen Gipfel.

Obwohl wir an diesem Morgen mit reichlich Schnee auf dem Zelt aufwachten, war an eine Skitour nicht mehr zu denken. Wir waren einfach zu spät dran und der Winter war zu mild.

So entschieden wir uns, zum Issyk-Kul, einem warmen Salzsee, aufzubrechen. Die atemberaubende Landschaft und die Menschen, die wir auf dem Weg dorthin trafen, entschädigten die stundenlange Holperfahrt über Schotterpisten.

Ein LKW fährt eine steile Bergstraße hinauf. Die Ladefläche ist voll mit winkenden Kindern.

Der Issyk-Kul auf 1700 Metern Höhe ist nach dem Titicaca-See der zweitgrößte Alpinsee der Welt, bis zu 700 Meter tief und wird von rund 80 Gletschern gespeist.

Da er keinen Abfluss hat und das Wasser nur verdunsten kann, ist er leicht salzig. Zusätzlich wird er von unterirdischen, heißen Quellen gespeist, sodass er im Winter nie zufriert.

Vor der Kulisse einer schneebedeckten Bergkette liegt ein tiefblauer Gebirgssee.

Spät am nächsten Tag erst verging der anfängliche Regen und die Luft war unglaublich klar. Also spazierten wir mit Tilek durch den Ort und in das hiesige Sanatorium, in dem schon Juri Gagarin, der erste Kosmonaut, trainiert hatte.

Der Bau, der Park – alles war leer und wurde für den Sommer vorbereitet. Besonders wohl fühlte ich mich dort nicht.

Unsere Reise neigte sich langsam ihrem Ende zu und wir brachen nach Bischkek auf. Unterwegs machten wir jedoch noch einige Zwischenstationen.

Eine Herde steht am Hang eines grünen Hügels in der Ferne.

Die erste war der Fairy-Tale-Canyon, ein Gebiet, in dem verschiedene Erdarten vom Regen ständig neu ausgewaschen werden. Das Hinweis-Schild dorthin war mir schon auf dem Hinweg Richtung Barskoon aufgefallen.

Das Gestein dort gleicht eher einem riesigen, festen Erdhaufen, der mal ganz weiche und zwischendurch mal ganz harte Formen hervorbringt.

Gesteinsschichten zeichnen sich an einem Bergmassiv ab.

Mit genug Fantasie kann man darin verschiedene Märchenfiguren sehen. Die Landschaft präsentierte sich an diesem Tag ständig neu. Teilweise kam ich mir vor wie in Südamerika. Weite Ebenen lagen zwischen hohen, schneebedeckten Bergen.

Irgendwann bogen wir nach rechts Richtung kasachische Grenze ab. Ziel war ein kleiner, idyllischer Bergsee. Während ein Hirte seine Schafe und Pferde weiter trieb und uns den wunderbaren Platz zum Campen überließ, bauten wir unsere Zelte auf.

Zottige Schafe weiden vor einem gewaltigen Gebirgshang.

Am nächsten Tag brachen wir auf, um wieder in die uns inzwischen vertraute Hauptstadt zurückzufahren. Hatte sich Bischkek mir anfangs grau und verlassen präsentiert, so war in den vergangenen zwei Wochen alles grün geworden.

Überall spielten Kinder, Familien genossen die warmen Temperaturen und es schien, als wäre die Stadt zum Leben erwacht. Und so blieb sie mir in guter Erinnerung als wir Kirgisistan am Ende mit starken, bleibenden Eindrücken verließen.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
Comments Off on Kirgisistan – ein Abenteuer

Posted in Equipment