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Archive for the ‘Equipment’ Category

25. Juli 2014

25 Jul

Ein Beitrag von: Moni bergauf

© Moni bergauf


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
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Meine innere Reise

25 Jul

Ein Beitrag von: Daniel Dankelmann

Jedes meiner Bilder ist ein Selbstportrait. Ich befinde mich nun seit 21 Jahren auf dieser Reise. Seid knapp einem Jahr halte ich einen Teil davon fotografisch fest.

Da ich nun schon seit einigen Jahren auch videografisch unterwegs bin, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich eine neue kreative Ausdrucksform für mich entdeckte – die Fotografie. Somit ersetzte ich meine gammelige „Suff-Knipse“, die überwiegend auf Partys und Skate-Touren zum Einsatz kam, gegen eine Kleinbildfilmkamera. Mein Kleiderschrank wurde daraufhin zur Dunkelkammer und eine neue Leidenschaft war geboren.

Ich betrachte meine Fotografie als Dokumentation meiner persönlichen Reise. Diese führt mich derzeit durch das Skateboard-Filmprojekt „Wild Boyz“, das von mir filmisch und fotografisch festgehalten wird. Einen Trailer wird es in den nächsten Wochen oder Monaten dazu geben, erscheinen wird der Film Anfang 2015 auf DVD. Fotografisch werde ich das Projekt weiterhin dokumentieren. Ob daraus noch ein größeres Fotoprojekt resultiert, ist noch nicht sicher.

Ich liebe es, zu beobachten, zu dokumentieren, zu interpretieren und zu erschaffen. Die Kamera gibt mir die Möglichkeit, diese Liebe mit anderen zu teilen.

Ein Skater cruist schräg durch die Straße.

Ein Skater mit freiem Oberkörper und Shirt auf dem Kopf.

Diese Fahrt geht nicht geradeaus, sie nimmt Kurven, Kreuzungen und Umwege.
Wir balancieren auf einem schmalen Pfad zwischen Licht und Schatten.

Wir sind auf dem Weg des Lichts,
wenn wir größer denken als unser Schatten uns demütigen kann.

Skater auf einer Flutmauer, neben ihm das Meer.

Skater mit freiem Oberkörper liegt auf dem Boden und hält eine Hand ins Wasser.

Wer gegen den Strom schwimmt, stößt auf die Wand des Widerstandes.
Wer mit dem Strom schwimmt, gerät in die Welle des Untergangs.

In der Ruhe liegt die Erkenntnis von systematischer Manipulation und
menschlicher Natur.

Man droht zu ertrinken und die Sicht ist verschwommen.
Die Quelle schickt uns einen Begleiter,
um unseren Horizont zu erweitern.
Du bist niemals allein, wir sind alle eins, in unserem Sein.

Zwei Männer im Meer und viel Filmkorn.

Mich fasziniert das Duett von Schwarz und Weiß auf Film. Das gibt dem Bild die gewisse Balance. Ich mag es gern kontrastreich und habe eine Vorliebe für Korn. Das liegt nicht an der emsländischen Saufkultur, da bin ich eher der gemütliche Biertrinker.

Wenn ich nicht gerade mit meinen „Boyz“ und dem Rollbrett durch die Straßen ziehe, wandere ich auch gern allein durch die Wildnis des menschlichen Seins. Das ist für mich wie eine Art Meditation. Den Verstand abschalten und von der inneren Führung leiten lassen.

Eine Frau steht hinter einem fein verzierten Tor und schaut in die Kamera.

Täglich laufen wir an uns selbst vorbei. Jede Begegnung ist ein Spiegel Deines Selbst.

Solange wir uns der Manipulation des Systems hingeben, stehen wir hinter Gittern.
Wir sind unwissend gefangen in einer Zelle des egoistischen Verstandes.
Wir leben in Angst.
In dieser Angst verschließen wir unsere Öffnung für die universelle, göttliche Liebe.
Du trägst den Schlüssel zum Tor der Freiheit in Dir.
Es ist an der Zeit dieses Tor zu öffnen.

Seit frühester Kindheit verspüre ich das Bedürfnis, mich frei zu entfalten, wobei ich stets auf der Suche nach mir selbst war und bin. Diese Suche hat mich auf eine Reise geschickt, die mich zum Sinn meiner Inkarnation führt.

Mit der Fotografie habe ich eine Kunst gefunden, die mich bei dieser Reise auf kreative, dokumentarische und spirituelle Weise inspiriert und unterstützt. Dafür bin ich sehr dankbar.


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24. Juli 2014

24 Jul

Ein Beitrag von: Juergen Modis

Ein alter Ast liegt am Strand. Eine Polaroid-Fotografie.


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Lauras Equipment

24 Jul

Oh,oh, Equipmentartikel. Da muss ich direkt an „Deine Kamera macht so tolle Bilder“ denken. Ich erwische mich zwar auch ab und zu dabei, wie ich mich frage, mit welchem Objektiv wohl dieses besonders tolle Foto gemacht wurde, aber viel öfter frage ich mich, wie der Fotograf auf diese tolle Idee gekommen ist. Da kann es auch ein Handyfoto sein.

Aber viele interessieren sich da sicher mehr als ich für die Technik, daher werde ich trotzdem mal erzählen, was ich so nutze. Ist ja auch nicht so, als wäre ich der Technik nicht dankbar. Mein Fernauslöser zum Beispiel. Was würde ich ohne ihn tun? Er sitzt immer griffbereit in einem kleinen Täschchen an meinem Kameraband und kommt bei fast jeder Session zum Einsatz.

Mein Rosen-Kameraband liebe ich übrigens auch sehr. Es ist einfach doch eine andere Aussage, als das immer gleiche Nikonband. Es ist so was von ein Mädchenkameraband und das ist sehr gut so. Außerdem ist es herrlich weich. Man merkt schon, ich bin ein bisschen verliebt.

Gesichthälfte, die aus pinkem Wasser ragt

Meine aktuelle Kamera ist die Nikon D600. Ich habe sie mir geleistet, als sie neu rauskam, weil es die gerade noch erschwingliche Vollformatkamera von Nikon war. Ich mag sie ziemlich, aber ich habe zum Vergleichen auch nur meine beiden alten Kameras: Die Nikon D70 und die Nikon D5100.

Ich finde ja, dass man zwischen den Bildern der beiden anderen Kameras und der D600 auf den ersten Blick keinen Unterschied erkennt. Natürlich ist da die Auflösung und der Unterschied, wenn man weit reinzoomt, aber im Allgemeinen hat sich für mich vor allem das Handling mit der Kamera sehr verbessert. Wenn ich heute zum Beispiel die winzigen Displays der beiden anderen Kameras anschaue, frage ich mich, wie ich das damals gemacht habe.

Mein geliebtes Immerdrauf-Objektiv ist das Nikkor 50 mm f/1.8. Ich nutze es für 95 % meiner Fotos. Klar, wenn Architektur aufs Foto soll, kommt eher das Tamron 28-75 mm f/2.8 drauf. Allein für die Portraits meiner „1001 Stranger“-Serie nehme ich meistens das Sigma 85 mm f/1.4, weil ich die größere Tiefenunschärfe für die Ganzkörperaufnahmen mag.

Mädchen von oben, das auf Kiesboden liegt

Nicht zu vergessen sind auch meine beiden Stative. Mein kleines, praktisches Gorillastativ, das immer dabei ist, wenn das große keinen Platz hat oder ich weiß, dass die Kamera an einem schwer zugänglichen Ort platziert werden muss. Gerade, weil ich immer das kurze, leichte 50-mm-Objektiv verwende, funktioniert dieses Stativ sehr gut für mich.

Das große Stativ ist ein wenig alt und ein wenig klapperig, aber bisher hat es mir immer gute Dienste geleistet. Es wiegt fast nichts und schläft in einem tragbaren Beutel, was will man mehr?

Dann liegen da noch zwei Spielereien im Regal: Eine kleiner Reflektor mit gebrochenem Faltring und drei Makroringe. Beide kommen aber selten zum Einsatz, weil ich meist eh keine Hand für den Reflektor frei habe und sehr wenig Makro fotografiere. Trotzdem bin ich froh, dass ich weiß, sie sind da, wenn ich sie brauche.

Mädchen mit Rolleicord auf der Schulter

Und schließlich gibt es noch die kleine analoge Abteilung: Die heißgeliebte Rolleicord (Rolleicord Va – Model K3E Type 1) und die schon fast zu moderne Nikon F65. Beide kommen immer öfter zum Einsatz, gerade wenn es um Erinnerungsbilder von kleinen Abenteuern geht.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meinem Equipment. Wir kommen alle gut miteinander aus und haben sehr viel Spaß. Klar gibt es immer etwas Neueres und Besseres, aber ich werde nicht müde zu sagen, dass immer noch nicht die Kamera oder das Objekt das Foto macht. Sondern der Fernauslöser. Selbstverständlich.


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Gefangener des Datenschutzes

24 Jul

Ein Beitrag von: Umberto Verdoliva

Diese Serie soll auf ein Problem aufmerksam machen, das für die Straßenfotografie sehr wichtig und ernst geworden ist. Viele Fotografen hören auf, in diesem Genre zu fotografieren wegen der Unsicherheit und Angst vor juristischem Gezänk. Fotografieren und dabei mit Fantasie und Spontanität die Gesicher der Menschen zu verstecken, ist einfach nur eine große Provokation.

Mein Projekt, das ich ab 2009 entwickelt habe, möchte die Konditionierung zeigen, der Straßenfotografen durch die Normen und Stereotypen, von Datenschutzgesetzen in die Köpfe der Menschen gepflanzt, ausgesetzt sind. Sie suchen nach Posen, die verhindern, dass Gesichter erkennbar sind, unnatürliche Posen, mit versteckten Augen, die doch immer noch versuchen, trotz der großen Schwierigkeiten, das einfache Leben um uns herum zu zeigen: Das war meine Leitlinie für das Projekt.

Henry Cartier-Bresson sprach über Momente, die eine Welt zeigen. Ist das noch möglich und kompatibel, wenn nach einer fotografischen Einverständniserklärung verlangt wird? Meine Arbeit ist also ein Versuch, zu sagen: „Schaut, was ich zeigen kann, wenn ich die Gesetze befolge, sogar mit aller möglichen Originalität und Fantasie.“ Was kann Fotografie erzählen, wenn ihr die Möglichkeit genommen wird, den Alltag mit Gesichtern der gewöhnlichen Leute zu erzählen? Das ist mein Hilfeschrei.

Ein Mann steht an einer Haltestelle.

Eine alte Frau hinter einer dreckigen Scheibe.Ein Mann hinter einem Schild an einem Blumenstand.

Schatten auf einem Sportplatz.

Kinder spielen an einem Schlagbaum.Ein Mann mit Hut und zwei Schatten.

Eine Frauenhand hält eine Zeitung.

Hinter einer gesprungenen Scheibe sitzt ein Mann.

Eine Frau hat eine weiße Plastiktüte auf dem Kopf.

Die Hauptschwierigkeit bei der Umsetzung der Serie bestand darin, aussagekräftige Szenen festzuhalten. Auf den ersten Blick könnte man denken, dass es sich um schief gegangene Aufnahmen handelt, die ich zu dieser Serie zusammengestellt habe, aber so ist es nicht. Den Moment zu finden, in dem die Augen oder das Gesicht verdeckt sind, war eine große Herausforderung.

Die Arbeit an dieser Serie dauerte drei Jahre. Ich versuchte immer, mit der Spontanität des Moments zu arbeiten und gleichzeitig die grundlegende Idee zu verfolgen. Die Schnelligkeit der Bewegung und die Szene vorauszusagen, waren die Grundelemente der Technik. Die Bilder sind also nicht das Ergebnis eines Windstoßes, sondern je eine einzelne Aufnahme, wohl abgewogen.

Das Projekt zeigt tatsächlich meine Art, auf der Straße zu fotografieren und zusammen mit anderen Projekten meine Sicht auf meine Umgebung. Ich hoffe, damit denen, die die Regeln ändern können, ein wesentliches Problem sichtbar zu machen, das diejenigen haben, die die Straßenfotografie betreiben.

Dieser Artikel wurde für Euch von Aileen Wessely aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.


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DIY Camera Cookies

24 Jul
Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

Here at Photojojo we take the photography lifestyle very seriously. We live it, we breathe it, we even eat it.

Specifically, we eat these camera shaped cookies and we think you should too.

Grab yourself a set of these insanely awesome cookie cutters and make a batch of cute and delicious camera shaped cookies for all your friends.

Then make another batch just for yourself. We won’t tell if you won’t.

Learn How to Bake Camera Cookies!

(…)
Read the rest of DIY Camera Cookies (330 words)


© Erika for Photojojo, 2014. |
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23. Juli 2014

24 Jul

Ein Beitrag von: Achim Katzberg

Eine Frau lehnt sich an eine Scheibe an und wartet.


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Von der Idee zum Bild mit Aileen Wessely

23 Jul

Das ging mir schon sehr lange im Kopf herum: Mal nicht nur fotografieren und hinterher die Farben etwas verschieben, vielleicht einige störende Elemente wegstempeln, sondern das ganze Bild durch Collage selbst zusammenbauen. Als ich das Wacom Cintiq Companion getestet habe, hatte ich das Gefühl, endlich das Werkzeug für so ein Projekt in den Fingern zu haben.

Ich suchte mir also ein Modell, das offen für Experimente war, schleppte meinen Rucksack und einen Beutel voller getrocknetem Naturzeugs zu ihr und improvisierte einfach etwas rum. Anschließend ließ ich das aufgenommene Material auf mich wirken und zog nur noch einmal los, um ein paar Teile aufzunehmen, die ich für die Collage brauchte, als ich eine Idee davon hatte, was ich daraus machen wollte.

Das folgende Making-of habe ich hinterher zusammengestellt. Der eigentliche Arbeitsprozess lag also zwar ziemlich nah an dem, was man hier sehen kann, aber es gab auch ein paar Versuche und Herumprobieren, die ich nicht protokolliert habe, weil ich sie zwischendurch nicht gespeichert habe.

Ich habe tatsächlich die ganze Zeit mit Schwarzweiß-Bildern gearbeitet und erst am Ende etwas Farbe hinzugefügt. Damit wollte ich mal die Technik ausprobieren, die Anna „escume“ Dittmann vor einigen Wochen in einem Making-of beschrieben hat.

© Aileen Wessely

Für den Hintergrund habe ich ein paar Fotos der Steine in der Torburg am Kölner Rudolfplatz gemacht. Ich habe mir dafür solche herausgepickt, die möglichst interessante Strukturen hatten, ohne dabei zu kleinteilig zu sein.

© Aileen Wessely

Für jede der drei Arbeiten in der Serie „the bird catcher“ habe ich jeweils zwei dieser Steinfotos zu einem quadratischen Hintergrund zusammengesetzt. Dabei sind die Steinbilder um 90° gedreht, weil das Hauptlicht im Gesamtbild von links kommen soll.

© Aileen Wessely

Für die runden Fenster habe ich Aufnahmen der dekorativen Fenster an den Aufgängen des Kölner Südbahnhofs gemacht, an die ich mich erinnert habe. Zum Glück waren diese auch noch in der alten schlechten Verfassung und nicht erneuert – Glück gehabt!

Damit ich eine größere Auflösung bekomme, habe ich die Fenster jeweils in zwei Teilen fotografiert und diese hinterher zusammengesetzt. Deshalb sieht man hier im Hintergrund auch zwei verschiedene Perspektiven zusammenlaufen.

© Aileen Wessely

Das runde Fenster habe ich eingefügt, die Beleuchtung etwas angepasst und entsprechend meiner Hauptlichtquelle von links herumgedreht. Außerdem habe ich den Fensterrahmen etwas schmaler gemacht, um mehr Platz in der Mitte zu haben.

Da die Fenster an sich schon schief und durch die Aufnahme noch einmal etwas verzerrt waren, habe ich zusätzlich den inneren und äußeren Kreis begradigt bzw. zentriert, damit das Ganze ausgewogen ist und man – gerade bei einer mittigen, sonst exakt symmetrischen Komposition – nicht das Gefühl hat, dass irgendetwas leicht schief ist.

© Aileen Wessely

Damit der Steinhintergrund und das Fenster nicht einfach nur aufeinandergelegt aussehen, habe ich dem Hintergrund eine Einstellungsebene „Belichtung“ hinzugefügt, die stark abdunkelt und mit einem weichen Pinsel einige Bereiche sichtbar gemalt.

Dabei habe ich besonders auf die Struktur der Steine und die schon vorhandenen Schatten geachtet und davon abgeleitet, wo auf der Steinoberfläche das Fenster nun ungefähr Schatten werfen sollte. So fügen sich diese zwei Teile besser ineinander, als würde das Fenster auf einigen der Steinvorsprünge stehen.

© Aileen Wessely

Für das Innere des Fensters habe ich noch eine weitere Einstellungsebene „Belichtung“ hinzugefügt und diesen Bereich stark abgedunkelt. So entsteht das Bild eines Fensters, das den Blick in einen anderen Raum oder eine andere Dimension freigibt statt nur die dahinterliegende Steinwand zu zeigen.

Die noch sichtbare Textur ist trotzdem die der Steinwand, es war also nicht nötig, mich dort um einen eigenen Hintergrund zu kümmern.

© Aileen Wessely; Modell: Miss Souls

Von der Session mit meinem Modell Miss Souls habe ich eines unserer Lieblingsbilder ausgewählt, von der Raw-Datei vier verschiedene Belichtungen exportiert und diese von Hand ineinander gearbeitet.

© Aileen Wessely; Modell: Miss Souls

Das ist die beschnittene und retuschierte Version der vereinten Belichtungsversionen. Das Ergebnis zeigt auch den Grund, warum ich diese Technik gern anwende: Ich erhalte ein ziemlich kontrastreiches Bild ohne ausgebrannte Lichter und abgesoffene Tiefen.

© Aileen Wessely; Modell: Miss Souls

Die Protagonistin ins Arrangement eingefügt. Das hat ein bisschen Herumprobieren erfordert, um die richtige Größe und Position zu finden. Eigentlich wollte ich einen markanten Punkt zentrieren, aber nach und nach hat sich herausgestellt, dass sich eine Drittel-Aufteilung am besten eignet, um das Modell im Bild möglichst groß darstellen zu können.

© Aileen Wessely; Modell: Miss Souls

Zum vorherigen Zustand gibt es nur eine kleine, aber wichtige Änderung: Ich habe einen Schatten auf ihrer Haut unterhalb der Hand eingefügt. Dieser wird vom Fensterrahmen geworfen, sodass die beiden Bildteile zueinander in Relation gesetzt werden.

© Aileen Wessely; Modell: Miss Souls

Das hier sind noch ein paar Nahaufnahmen des Gestrüpp-Kopfschmucks, die ich während der Session glücklicherweise gemacht habe, um etwas mehr Material zum Collagieren zu haben.

© Aileen Wessely; Modell: Miss Souls

Diese Gestrüppteile habe ich dem eigentlich schön sehr netten Hauptgestrüpp auf ihrem Kopf hinzugefügt, um das Ganze noch größer und raumgreifender zu machen, sodass es an mehreren Stellen deutlich aus dem Fenster herausragt.

© Aileen Wessely; Modell: Miss Souls

Da einige neue Gestrüppteile zu hell für ihre neuen Positionen in der Gesamtkomposition waren, weil sie jetzt hinter dem Kopf und von der Lichtquelle eher abgewandt liegen, habe ich auch für diese noch Belichtungsebenen angelegt und sie etwas abgedunkelt.

© Aileen Wessely; Modell: Miss Souls

Da jetzt alle fotografischen Teile der Collage versammelt und mit Schatten schon stärker zueinander in Beziehung gesetzt waren, habe ich als nächstes eine Ebene mit Papierstruktur und zwei Layer (einen farbig, einen schwarzweiß) mit verschiedenen Wasserfarben-Kleksen eingefügt. Diese geben dem Schwarzweiß-Bild einen Hauch Farbe und Textur.

Als ich gemerkt habe, wir stark Texturen die verschiedenen Bildteile zu einem großen, funktionierenden Ganzen zusammenschweißen, war die Verlockung groß, sie entsprechend stark zu machen. Wahrscheinlich schaue ich in einigen Monaten auf die Bilder und finde die Texturen viel zu dominierend, aber ich habe versucht, sie so zurückhaltend wie möglich zu machen.

© Aileen Wessely

Nach einigem Kramen, Auswählen und Verwerfen hatte ich mich für eine Handvoll Seiten zerknittertes und abgenutztes Papier, das ich über die Jahre gesammelt habe, entschieden und es eingescannt. Ich wollte verschiedene, aber nicht zu verschiedene Strukturen einbringen.

© Aileen Wessely; Modell: Miss Souls

Die Vogelsilhouetten eingefügt. Der zeitraubendste Teil dieses Schrittes war es natürlich, spannende Posen zu finden, die Größe und Position der Tiere im Bild festzulegen und sie so lange hin und her zu tauschen, bis ich mit der Gesamtwirkung zufrieden war, kein Tier überflüssig und keine zwei zu ähnlichen nebeneinander zu stehen schienen.

Im letzten Schritt habe ich dann die eigentlichen Vogelfotos entfernt und stattdessen die Papiertexturen eingefügt. Indem man die Ebenenmaske vom Papierbild trennt, war es ziemlich leicht, einen passenden Ausschnitt des Papiers zu finden, der die Vogelform füllt: Das Papierbild verkleinern und herumschieben, während die Ebenenmaske an ihrem Platz bleibt.

Jede Vogel-Ebene hat außerdem noch einen ganz feinen Schatten, damit es an dieser Stelle tatsächlich etwas mehr so aussieht, als läge ausgeschnittenes Papier auf dem Bild.

© Aileen Wessely; Modell: Miss Souls

Jeder Papier-Ebene habe ich noch zwei bis drei Einstellungsebenen für „Gradationskurven“, „Farbsättigung“ oder „Belichtung“ hinzugefügt, deren Einstellungen dafür sorgen, dass die verschiedenen Papiersorten ein halbwegs einheitliches Farbschema sowie ähnliche Helligkeiten und Kontraste haben.

© Aileen Wessely; Modell: Miss Souls

Das abschließende i-Tüpfelchen war dann der ätherisch glühende dünne Farbring um das äußere Fenster. Die drei verschiedenen Farben in den drei Bildern ergeben übrigens einen farblichen Dreiklang im Farbkreis.

Die anderen zwei Bilder habe ich grundsätzlich genauso gearbeitet, obwohl es natürlich hier und da ein paar Abweichungen entsprechend dem Bildmaterial gab. Für den Hintergrund und das Fenster habe ich jedes Mal andere Aufnahmen verwendet, um es weniger langweilig zu machen.

Komplett recyclet habe ich allerdings die ganze Horde an Textur- und Farb-Einstellungsebenen, die für die Gesamtstimmung verantwortlich sind. So bleibt es eine einheitliche Serie, deren Einzelbilder aber jeweils eigene, spannende Details besitzen.

Am Ende bestand dieses Bild aus 42 Ebenen. 17 davon sind Bilder, während die anderen Einstellungsebenen sind. Insgesamt sind 12 Stunden dafür ins Land gegangen, während die zwei anderen Bilder mit je etwa acht Stunden schon etwas schneller realisiert waren.

Endlich einmal so zu arbeiten, war unendlich befreiend. Wahrscheinlich hätte ich es auch mit meiner bisherigen Ausrüstung hinbekommen, aber ich brauchte eindeutig einen Schubs dafür. Wenn Du auch so einen Anstoß brauchst, ist vielleicht unser aktueller Wettbewerb „Kreativität entfesseln“ mit Wacom der richtige für Dich. Mach mit!


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Der Zauber von Nassplatten

23 Jul

Ein Beitrag von: Susanne Schug

Ich bin eigentlich überhaupt kein „Preisrätsel-Mensch“. Umso größer war dann die Freude über die Benachrichtigung am 8. Dezember – dem 29. Geburtstag meiner Tochter – dass ich ein Adventskalendertürchen hier auf kwerfeldein gewonnen hatte. Und dann war es auch noch das Nassplattenportrait – ein Unikat. Spontan kam mir der Gedanke an ein Mutter-Tochter-Portrait als zusätzliches Geschenk und so freuten wir uns gemeinsam auf Berlin.

In der Woche nach Pfingsten war es dann soweit. Wir trafen Daniel Samanns in seinem Atelier in Kreuzberg, wo es wunderbar nach Dunkelkammer roch – vertraut und doch irgendwie anders. Wir sahen ihm zu, wie er Glasplatten für die spätere Belichtung vorbereitete. „Auf die kommt eine zuvor angesetzte Lösung aus Schießbaumwolle gelöst in Ether“, erzählte er uns.

Das Bild liegt im Wasser.

All die ruhigen, konzentrierten Handlungen der Vorbereitung, Daniels Erzählungen, unser Kennenlernen – eine Art Ritual, das uns die Aufgeregtheit nahm und eine Art Sicherheit gab, vor der Kamera Haltung einzunehmen. Wir wussten inzwischen, dass die Belichtung zehn Sekunden dauern würde und dann standen wir endlich, Wange an Wange. Die Zeit des Stillhaltens fühlt sich würdig an, dann kommt die Entspannung – Spot aus.

Jemand hält ein flaues Negativ in die Kamera.

Daniel verschwindet kurz hinter einem schwarzen Tuch, für die Entwicklung, die nur sehr kurz dauert. Was wir dann sehen, ähnelt einem flauen Negativ. Das eigentlich Spannende passiert anschließend im Fixierbad. Ganz langsam verändern sich die Tonwerte, Milchiges wird zu echten Kontrasten. Dennoch wirkt es anders im Vergleich zu dem, was sonst auf einem Papierabzug zu sehen ist.

In verschiedenen Schalen liegen Bilder.Das fertige Portrait.

Wir erfahren, dass es eigentlich auch kein echtes Positiv ist, sondern nur so wirkt. Die Glasplatte ist von hinten schwarz beschichtet. Ein Trick, durch den aus einem Negativ ein Scheinpositiv wird. Und man sieht sich seitenverkehrt, also wie man sein eigenes Spiegelbild gewöhnt ist – vertraut sozusagen.

Im Internet gibt es eine gute Beschreibungen des Verfahrens, aber es zu erleben, ist jedoch viel mehr, als nur die Technik zu verstehen. Ich selbst kenne die Arbeit in der Dunkelkammer und habe über viele Jahre in meiner „Küchendunkelkammer“ die Nacht zum Tag gemacht, am liebsten mit DDR-Restbeständen von ORWO- und Argenta-Barytkarton. Es ist immer ein besonderer Moment, wenn man zuschauen kann, wie ein Bild entsteht, dennoch ist diese Nassplattentechnik unvergleichlich anders.

EEin Blick durch die Kamera.Ein Portrait-Foto in einer Schale.

Als nun – im wirklich heißen Berlin – die erste Aufnahme im Wasserbad lag, mussten wir sie immer wieder anschauen. Das Ergebnis faszinierte uns und zog uns magisch an. Wir hatten alle Lust auf mehr. Letztendlich machten wir noch zwei Mutter-Tochter-Aufnahmen und Daniel bot an, uns auch noch einzeln zu portraitieren. Dabei konnten wir ihn abwechselnd auch bei der Arbeit hinter der Kamera beobachten und das wunderschöne Bild auf der Mattscheibe sehen.

Im Nachhinein kann ich sagen: Es ist mir noch nie so leicht gefallen, zu posieren. Vielleicht liegt das an der totalen Entschleunigung bei dieser Art der Fotografie – jedes Portrait dauert etwa eine Stunde und zu beobachten wie das Bild entsteht, ist wirklich magisch.


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22. Juli 2014

23 Jul

Ein Beitrag von: iamunrecognized

Blick auf ein von der Sonne durchflutetes Feld.


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