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Archive for the ‘Equipment’ Category

Vom Zauber Rhöner Nächte

29 Jul

Ein Beitrag von: Jürgen Hüfner

Der Tag neigt sich dem Ende, die Sonne geht unter. Zeit, nach Hause zu gehen – oder? Doch genau dann, wenn viele die Kamera einpacken und genau das tun, bin ich oft erst losgezogen, um fotografisch tätig zu werden. Dies ist die Geschichte meiner zahlreichen nächtlichen Fotostreifzüge, die ich bisher erleben durfte, in dem „Land der offenen Fernen“, wie man das Mittelgebirge in Deutschlands Mitte am Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen auch nennt.

Ich blicke mittlerweile auf gut 15 Jahre Nachtfotografie zurück und habe dabei so einiges erlebt. Doch beginnen wir von vorn, denn alles begann mit einem besonderen Bild.

Ein Baum, der vom hinten beleuchtet wurde und rot strahlt.

Es dürfte Ende der 90er Jahre gewesen sein, als ich mit meiner Nikon F 70, bestückt mit Diafilm, erstmals mit einem Freund auf nächtliche Fotopirsch ging. Ich hatte dabei ein bestimmtes Motiv und eine Idee im Kopf. Die tausendjährige Eiche von Reith bei Nacht mit Feuer zu beleuchten, war geplant.

Nach getaner Arbeit und dem Entwickeln des Films hat mich das Ergebnis beinahe umgehauen und führte dazu, dass ich von nun an gezielt die ohnehin bei mir als Motiv beliebten Rhönbäume bei Nacht aufsuchte und entsprechend inszenierte.

Eine Buche bei Nacht und im Schnee, von hinten beleuchtet.

Lichtmalerei

Dort, wo Licht fehlte, brachte ich meine eigene Lichtquellen mit ins Spiel. Fackeln, Taschenlampen, Kerzen un sowas. Das wohl kurioseste Gerät war ein modifizierter, ausgebauter Autoscheinwerfer, der von einer Motorradbatterie im Rucksack mit Strom versorgt wurde und mir die Möglichkeit bot, wahlweise Fern- oder Abblendlicht einzusetzen.

Mit einem solchen Strahler bewaffnet, ließen sich nun auch große Objekte nachts in Szene setzen. Das Monument der Steinwand in der Rhön ist so ein Beispiel.

Eine Wand aus Steinen in der Nacht, beleuchtet.

Nachdem die LED-Technik ihren Einzug hielt und unglaublich leuchtstarke Taschenlampen hervorbrachte, wurde dieses Handwerk glücklicherweise etwas weniger anstrengend. Ganz ausrangieren möchte ich meinen alten Autoscheinwerfer aber noch nicht, dafür gefällt mir die warme Farbtemperatur einfach zu gut gegenüber dem sehr kalten Licht der LEDs.

Polarlichtnacht auf der Wasserkuppe

Ein absolutes Highlight trug sich 2003 zu. Es war ein Jahr mit starker Polarlichtaktivität und so hatte ich am 21. November des Jahres das große Glück, eines der stärksten Polarlichter der letzten Jahrzehnte live mitzuerleben und zu fotografieren.

Und das noch vor der Kulisse des Fliegerdenkmals auf der Wasserkuppe, während das ganze Land unter mir im Hochnebel versunken lag. Ein einzigartiges Erlebnis.

Ein Vogel auf einem Felsen, umgeben von sehr rotem Licht. Nachtaufnahme.

Viele Nächte habe ich mir seitdem um die Ohren geschlagen, mich dabei oft in den warmen Schlafsack gekuschelt, während die Kamera ihre Arbeit tat und die Bahnen der Sterne einfing. Dabei kam es durchaus vor, dass in einer ganzen Nacht nur ein einziges Foto entstand.

Eine Langzeitaufnahme von Sternen über einem nebelverhangenen Gebirge.

Digitale Revolution

Die rasch fortschreitende Kameratechnologie hatte zwischenzeitlich gute Digitalkameras hervorgebracht, so dass ich irgendwann umstieg und so völlig neue Möglichkeiten entdeckte. Die Evolution des Rauschverhaltens bei immer höher kletternder Lichtempfindlichkeit der Sensoren hat der Nachtfotografie dabei sicher noch einen großen Anschub gegeben.

Und so habe ich nach und nach die vielen Gesichter Rhöner Nächte kennengelernt, die mein Leben um so vieles reicher gemacht haben:

Da gab es die Mondnächte, in denen der Hochnebel das Tal flutete und überall dort farbig glühte, wo sich Ortschaften darunter befanden. Eiskalte Winternächte mit bizarren Raureif-Figuren, die im Mondlicht glänzten, umgeben von Schneeverwehungen, die einen bis zur Hüfte verschlingen konnten. Schwülwarme Sommernächte mit blitzreichen Hitzegewittern, die sich krachend entluden, manchmal beinahe im Sekundentakt.

Eine Landschaft, vernebelt, im Vordergrund Bäume und darüber der Mond.

Ein Blitz schlägt in eine Landschaft ein.

Ein Monduntergang im Schwarzen Moor, der sich im Moorauge spiegelt, nachtleuchtende Wolken über den Rhöner Bergen oder Sturmnächte mit schnell ziehenden Wolken – all diese Erlebnisse habe ich fotografisch eingefangen und nun, ganz aktuell, auch in Buchform gebracht und damit auch für andere erlebbar gemacht.

Das Buch „Rhönglühen“ ist im Eigenverlag erschienen und kann über die zugehörige Webseite und in lokalen Rhöner Buchhandlungen erworben werden.


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You’ll Jump for the 2-in-1 Backup Battery and Power Cord

29 Jul

Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

Your daily caffeine break is at 2pm sharp. Your phone seems to need a power boost, every time you want to shoot just a few more pix.

Since phones don’t seem to have a taste for coffee, grab a Jump Cable, a tangle free charge cord and backup battery in one.

The Jump Cable charges your phone from its backup battery, or any USB port. When you use a wall outlet or computer to charge you phone (like you already do daily) it fills up its battery at the same time.

Tuck this tiny, snack size cord pack into your pocket when you’re on the move for an extra zap of battery life when your phone decides it’s time to snooze.

Never mess with your tangly and boring old charge cable again! The Jump Cable is all you need to power through the day and night … other than coffee, of course.

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© Britta for Photojojo, 2014. |
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28. Juli 2014

29 Jul

Ein Beitrag von: Jörg Marx

Fishermans-Cottage-©-Joerg-Marx


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Mein Straßenzoo

28 Jul

Ein Beitrag von: Danielle Houghton

Einige Leute sprechen mit Tieren. Aber nicht viele hören zu. Das ist das Problem.

– A. A. Milne, Winnie Pooh

Eigentlich habe ich Tieren nie viel Aufmerksamkeit geschenkt, ich hatte nie ein Haustier und so waren Tiere einfach nie auf meinem Radar. Als ich also anfing, auf der Straße zu fotografieren, dachte ich anfangs gar nicht daran, Tiere in meine Kompositionen einzubringen.

Dann, während eines Online-Projekts der Photographers’ Gallery in London, stellte der britische Fotograf Paul Russel die Aufgabe: „Geh irgendwohin, wo Du vorher noch nie warst – zu einer Hundeschau, einem Polo-Turnier, einer Monster-Truck-Rally – und erinnere Dich daran, dass die interessantesten Dinge oft am Rande der „Haupthandlung“ passieren.

Als Reaktion zu dieser Aufforderung habe ich mich hinter ein Zirkuszelt begeben, ein paar eher „traditionelle“ Aufnahmen der Schausteller gemacht, bevor sie auf die Bühne gegangen sind und gerade, als ich wieder ging, machte ich dieses eine Bild:

Die Beine eines Pferdes schauen unter einer gelben Plane hervor, die von einem Besen gestützt wird.

Danielle_Houghton_19

Ich lachte etwas leise in mich hinein und habe nicht weiter darüber nachgedacht. Zu meiner Überraschung war es aber das Bild, das den meisten am besten aus dieser kleinen Serie gefiel und seitdem begrüßte ich Tiere in meiner Straßenfotografie sehr.

Wie die meisten Straßenfotografen war ich am Anfang ziemlich von Tauben eingenommen. Sie sind schon zu so etwas wie einem wesentlichen Bestandteil der Straßenfotografie geworden. Einige von uns glauben fest an die Theorie, dass es immer die gleiche Clique von Tauben ist, die rumfliegen und aus Spaß an der Sache für uns posieren.

Zwei Hunde auf der Hutablage in einem Auto.

Eine Dame mit Hund.

Obwohl natürlich andere Vögel ganz natürliche Angeber sind. Und genauso natürlich sind Hunde über die Jahre ein ständiger Bestandteil der Straßenfotografie geworden. Sie bemerken mich oft sogar viel schneller als ihre Halter. Oder manchmal zumindest zur gleichen Zeit. Oder manchmal auch gar nicht oder sogar zu viel. Oder wie Groucho Marx mal sagte:

Außer Hunden sind Bücher der beste Freund des Menschen. In Hunden ist es zum Lesen zu dunkel.

Eine Katze auf einem gelben Auto.

Eine langhaarige Frau und ein Pferd.

Jetzt, da ich Tiere so gern in meinen Fotos habe, weiß ich auch die Rolle zu schätzen, die Pferde in Irland immer noch spielen. Sogar in der Stadt, in der ich lebe. Der Spaß und die Herausforderung an ihnen ist es, Aufnahmen zu machen, die weniger wie die beiläufigen, „normalen“ Aufnahmen von ihnen sind, sondern straßenfotografie-mäßiger.

Pinguine im Zoo.

Pinguin in einem Becken, an der Scheibe Kinderhände.

Kleine Kinder zu haben, ist eine gute Gelegenheit, um im Zoo zu fotografieren. Ebenso, wie ich die Interaktionen zwischen den Besuchern und den Tieren, die sie sich angucken, beobachte, mag ich es, die kleinen Dinge zu entdecken, die uns daran erinnern, dass Tiere gar nicht so entfernte Verwandte sind.

Eine Kuh.

Eine Kuh sehr nah.

Und da ich in Irland lebe, kann ich auch unsere Freunde, die Rinder, nicht ignorieren. Oder Plastiktiere, die sich manchmal in eine Aufnahme schleichen.

Plastikfrosch an einem Auto.

Dinosaurierkopf über Menschenkopf.

Meine bevorzugte Methode des Fotografierens ist es, komplett ziellos herumzulaufen, mich von Launen und Instinkten irgendwohin treiben zu lassen, aber mit einer sehr jungen Familie muss diese Art der Freiheit genau geplant werden und ist leider auch begrenzt.

Die Realität sieht so aus, dass ich normalerweise dort fotografiere, wo wir als Familie gerade sind. Dementsprechend finde ich mich oft in berauschenden Gemengen aus Familien und Tieren wieder. Persönlich finde ich nicht, dass sich das Fotografieren von Tieren sehr vom Menschenfotografieren unterscheidet – man muss schnell sein und das Beste hoffen, den Moment erwischt zu haben.

Die Hand eines Affen hinter der Scheibe.

Das Gesicht eines Affen durch das Autofenster.

Ein Mensch mit Tigermütze vor einem Zoogehege.

Natürlich können Tiere eher Angst vor einem haben, schnell wegfliegen oder -laufen, andererseits können sie aber auch nicht ihren Ärger zum Ausdruck bringen oder Dich darum bitten, Bilder zu löschen! Ein Pluspunkt, wenn man Menschen mit ihren Haustieren fotografiert, ist außerdem, dass sie einem den Vorteil bieten, zu glauben, dass man eher ihr Tier fotografiert und nicht sie.

Einige meiner Bilder passen sicher nicht in jedermanns Definition von „Straßenfotografie“, aber ich versuche meistens einfach, Tieren so zu begegnen, wie ich Menschen begegne und sie in Straßensituationen oder -kulissen zu zeigen.

Dieser Artikel wurde von Aileen Wessely für Euch aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.


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27. Juli 2014

28 Jul

Ein Beitrag von: Ronny Garcia

When-The-Rain-Is-Falling-©-Ronnie-Garcia


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browserFruits Juli, Ausgabe 4

27 Jul

Na, wer von Euch muss gerade in dieser erstklassigen Sommerhitze den Schreibtisch im Büro oder die Bank in der Uni-Bibliothek zum Lernen drücken? Die daheimgebliebenen Teile der Redaktion leiden mit Euch! Lasst uns also gemeinsam die Flucht planen. In den Sommerurlaub, eine Fantasiewelt oder das nächste Fotoprojekt. Das Fotospecial sammelt schon einmal Inspirationen für Euch. Vielleicht ist ja der Funke dabei, der Dir die richtige Eingebung für unseren Wettbewerb „Kreativität entfesseln“ mit Wacom gibt? Nur noch gut zwei Wochen habt Ihr Zeit, mitzumachen.

 

Fotospecial: Die Flucht

Flickr

500px

 

Deutschsprachig

• Reto Camenisch bezeichnet die Veröffentlichung der Aufnahmen, die Magnun-Fotograf Jerome Sessini in der Ukraine als einer der ersten an der Absturzstelle von Malaysian-Airlines-Flug 17 machte, als „moralischen Totalabsturz“.

• Experimentierfreude und Lust auf alternative analoge Verfahren? Dann ist der 3-minütige Crashkurs Cyanotypie von Spürsinn genau das Richtige für Euch.

• Alejandro Cegarra gewann den diesjährigen Oskar-Barnack-Newcomer-Award. Seine Serie „Torre de David“ dokumentiert das Leben von 2000 Menschen in einer riesigen Bauruine in Caracas.

• Jaja, 365-Tage-Projekte. Macht jeder. Aber wer schafft es schon, wie Yutha Yamanaka jeden Tag ein surreales Werk am Start zu haben? Eben.

• Wusstet Ihr, dass viele kleine Wasserlöcher in unserer deutschen Landschaft nicht einfach winzige Seen, sondern ehemalige Bombenkrater sind? Der Fotograf Henning Rogge macht sie sichtbar und öffnet uns die Augen.

• Die ZEIT zeigt anlässlich einer Ausstellung in Bonn 14 der sagenhaften Portraits August Sanders und versetzt den Betrachter augenblicklich um 100 Jahre zurück.

• Die lebenden Bilder von Andrew und Carissa Gallo werden auf Ignant gezeigt. Eine sehr schöne Serie, die die windige Landschaft Islands zeigt.

 

International

• Das AnOther Mag beleuchtet in Bildern und vier Kurzinterviews die nächste Generation der Fashion-Fotografen.

• Ein Tag im Leben eines Hochzeitsfotografen scheint in Spanien zwar deutlich entspannter zu sein als in Deutschland, trotzdem lässt sich aus den Ausführungen und Arbeitsproben von Manuel Orero noch einiges mitnehmen.

• Warum ein Bild, das viral geht, dem Fotografen außer einem Adrenalinschub kaum etwas bringt, vor allem keine Verkäufe, kaum neue Fans und sonst nur eine ganze Menge Ärger.

• Wer die Performance-Künstlerin Marina Abramovic noch nicht kennt, dem (und allen anderen natürlich auch) empfehlen wir dringend dieses aktuelle Interview. Und natürlich den Film „The Artist Is Present“ über ihre Arbeiten, aus dem auch Fotografen schöpfen können.

• Sicherlich erinnert Ihr Euch noch gut an das Polaroid-Jahresprojekt 12.12, das Marit im April vorgestellt hat. In der neuen Ausgabe „12.12 Men“ machen sich nun ein Jahr lang 12 Männer daran, das Projekt mit kreativen Themen, Ideen und Bildern zu füllen.

• Blake Andrews in seinem neuesten Blogpost über eine neue Garry-Winogrand-Retrospektive in New York und die Uneinigkeit der Kommentatoren über Qualität und Bedeutung seines Werks.

• Kunst und Fotografie Unterwasser: io9 hat eine Sammlung diverser Galerien zusammengestellt, die Ziele für Taucher und tiefblaue Inspiration für uns sind.

• Nosemouth kennt Ihr schon, oder? Wenn man halt morgens aufwacht und das dringende Bedürfnis hat, Bilder von Promis in Photoshop zu verschönern.

• The Makeout Project. Viel Lippenstift und hingebungsvolle bis erschütterte Blicke der Modelle.

• Irgendwann in den letzten ein oder zwei Jahren hat sich im sibirischen Niemandsland ein Erdkrater aufgetan, der jetzt entdeckt wurde. Was erst einmal unspektakulär klingt, sieht auf Fotos vom Ort des Geschehens aber hochspannend aus und beschäftigt ab sofort ein ganzes Rudel Forscher, das den Krater genauestens untersucht.

• Ken Heyman ist eine 50 Jahre alte eigene Arbeit mit dem Titel „Mothers“ in die Hände gefallen, die zeigt, was es heißt, Mutter zu sein und Kinder aufzuziehen – überall auf der Welt, überall etwas anders und doch wunderbar gleich.

• Arthur Tress hat die Albträume von Kindern in surrealen Fotomontagen festgehalten, die einen packen und nicht mehr loslassen, so echt und erschreckend sind sie gelungen.

• „Wenn Deine Gefängnis-Zelle ein Fenster hätte, welchen Ort aus Deiner Vergangenheit würdest Du gerne sehen?“ Dieser Frage geht eine Initiative nach, die Mark Strandquist 2012 ins Leben rief und durch die vielen Gefängnisinsassen ein kleiner Traum erfüllt wurde.

• Hier werden zehn zeitgenössische Fotografen aus Dänemark vorgestellt, die Ihr kennen solltet. Magnum-Fotograf Jacob Aue Sobol wird wohl der Bekannteste aus der Reihe sein.

• Graham MacIndoe wollte keine Doku über Abhängige machen. Stattdessen nahm er die Drogen selbst, wurde abhängig und fotografierte sich dabei. Die ganze Zeit über dachte er daran, wie die Fotos wohl für Außenstehende wirken. Wie wirken sie auf Euch?

• Shotkit ist eine sehr ansprechend gestaltete Seite, die sich nur der Frage „Was ist in Deiner Kameratasche?” widmet. Besonders gut gefällt uns, dass dort auch in diversen Foto-Genre gesucht werden kann.

• „Finding Vivian Maier“ wird immer öfter kritisch beäugt und John Maloof für sein egoistisches Vorgehen hinterfragt.

 

Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

buchtipps

• Was trägt der Mensch im 21. Jahrhundert? Wie finden die Fragen unserer Zeit, politische Umstürze und technische Neuerungen Eingang in die Mode? Und wie lässt sich Kleidung überhaupt immer wieder neu und spannend fotografieren? Die Arbeiten von 36 jungen Fotografen aus aller Welt geben einen Einblick in mögliche Antworten. „New Fashion Photography“* ist im Verlag Prestel erschienen, umfasst 224 großformatige Seiten und ist für 34,95 € zu haben.

• Bertram Kober widmete sich auf einer Reise durch zwölf Länder der immer wieder fesselnden Ästhetik von Sendemasten und Empfangsanlagen, die gern wie moderne Skulpturen und raumgreifende Installationen die Umwelt in gigantische Kunstwerke verwandeln. „Transmission“* ist im Verlag Kerber erschienen und zeigt die Serie auf 112 Seiten, etwa A4. Preis: 38 €.

 

Zitat der Woche

Ohne Foodblog is’ man heute ja wie früher ohne Mofa.

Marcel Pommer –

Mehr Zitate

 

Videos

Food-Fotografie mal ganz anders, nämlich abstrakt. Dokumentation über die Arbeiten, den Prozess und die Philosophie von Ajay Malghan.

 

Erinnert Ihr Euch an die fantastisch anderweltlichen Aufnahmen des Projektes „Skinwalker“, die wir hier ebenfalls schon vorgestellt haben? Hier ein ebenso beeindruckendes Video des Prozesses, das durch gekonnten Einsatz von Musik Spannung erzeugt.

 

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


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Liebe und Schmerz auf Skandinavisch

27 Jul

Die skandinavischen Landschaften sind so schön und immer, wenn ich wieder Fotos aus dem hohen Norden sehe, möchte ich aufbrechen und diese unglaubliche Natur selbst erleben. Solange das nicht möglich ist, bleibe ich, wo ich bin und begnüge mich mit Bildern wie denen aus der Serie „Scandinavian love and pain“ von Maxie Fischer.

In Reykjavik saßen wir mit Isländern in einer Bar und sprachen über Norwegen. Über Merkwürdigkeiten und wie wir uns das Land eigentlich vorgestellt haben. Über die Regenmassen der letzten Monate, was gesellschaftlicher Wohlstand wirklich bedeutet und wie viel Platz ein jeder für sich braucht.

Die Bilder aus der Serie „Scandinavian Love and Pain“ folgen diesen Gedanken. Sie entstanden zwischen Oktober und Dezember 2013 und zeigen Ansichten aus dem Westen Norwegens, der Gegenden um Bergen, Voss und Flåm sowie aus dem Westen und Süden Islands, aufgenommen auf einer Tour von Stykkishólmur über Vík bis zur Gletscherlagune Jökurlsálón. Sie zeigen aber auch Momente zwischen Hingabe und Einschüchterung, hervorgerufen durch landschaftliche wie gesellschaftliche Schönheiten und Gewalten.

Eine Landschaft von oben.

Schneebedeckte Berge.

Nebel über einem Wald.

Auf einer Straße erhebt sich ein Schwarm Vögel.

© Maxie FischerEine große Welle auf dem Meer.

Ein schneebedeckter Berg von oben.

Eine Hütte auf Stelzen in einer Nebellandschaft.

Eine Tür mit beblümten Vorhängen in den Fenstern.

Eine gewundene Treppe von oben.

Ein Portrait eines Mannes an einer Wand.

Ein Blumenstrauß in einem Fenster.

Ein kleines Dorf im Tal zwischen Wäldern aus der Ferne.

Nebel über dem Meer.

Nebel über dem Wald.Eine regennasse Straße.

Ein Haus am Meer.

Eine Berglandschaft.

Maxie Fischer studiert an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin. Sie arbeitet analog und digital. Weitere Arbeiten findet Ihr auch auf ihrer Webseite.


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26. Juli 2014

26 Jul

Ein Beitrag von: Kati

© Kati


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Cannes mit Weitwinkel und ohne Akkreditierung

26 Jul

Ein Beitrag von: Alison McCauley

Das erste Mal ging ich 2013 zum Filmfestival in Cannes. Obwohl ich normalerweise eher an ruhigeren und sozial interessanten Geschichten interessiert bin, habe ich die Gelegenheit wahrgenommen, da ich einen Platz zum Übernachten in Cannes hatte und es liebe, an geschäftigen, brummenden Orten zu fotografieren.

Ich war jeden Tag auf dem Festival fotografieren, aber am Ende der Veranstaltung realisierte ich, dass ich nicht genug Bilder gesammelt hatte, die ich für stark genug hielt, die Geschichte zu erzählen, die ich rüberbringen wollte. Also bin ich im nächsten Jahr noch einmal hingefahren.

Ein Mann mit Sonnenbrille auf einem Werbeplakat, davor Äste eines Nadelbaums.

Ein Sicherheitsbeamter mit Sonnenbrille spricht per Funkarmband mit jemandem.

Dann versuchte ich, eine Presse-Akkreditierung für das Festival 2014 zu bekommen, bevor mir auffiel, dass alles, was dieser Pass mir erlauben würde, war, mich ebenfalls in die Reihe der Paparazzi zu stellen und die offiziellen Foto-Gelegenheiten der Stars und Sternchen wahrzunehmen – etwas, woran ich absolut kein Interesse hatte.

Also entschied ich, einen Schritt zurück zu machen und das Festival ebenso zu fotografieren wie ich es 2013 getan hatte – vom öffentlichen Standpunkt aus. Ich lief also herum, stellte mich an und wartete gemeinsam mit der Öffentlichkeit. Meistens richtete ich meine Linse auf ebendiese Öffentlichkeit, deren Verhalten ich so viel interessanter fand als die choreografierten Auftritte der Filmindustrie-Profis.

Menschenmenge vor einem Kino.

Eine Gruppe Frauen wartet vor einem Gebäude.

Jeden Abend schaute ich mir auf dem Bildschirm die Bilder an, die ich an diesem Tag gemacht hatte und war jedes Mal enttäuscht. Immer, wenn ich nach Hause kam, hatte ich das Gefühl, nicht das zu haben, was ich wollte. Ich gab die Idee einer Serie komplett auf und an diesem Punkt hörte ich auch auf, eine logische, lineare Geschichte erzählen zu wollen. Ich ließ kleine Abzüge meiner Lieblingsbilder machen und schob sie herum. Es fing an, zu funktionieren.

Was ich ebenfalls mag, ist die Herausforderung, einen kurzen, knackigen Text zu einer Serie von Fotos zu schreiben und ich versuche immer, meine Geschichten so gut wie möglich zu recherchieren. Ich verwende fast so viel Zeit für die Recherche wie für die Fotos selbst. Es folgen ein paar der Fakten, die ich gesammelt habe und Gedanken, die ich hatte.

Zwei Frauen mit Engelsflügeln gehen eine Straße entlang.

Eine Frau posiert für viele Fotografen.

Das Filmfestival Cannes zeigt eine breite Spanne von Filmen und es brüstet sich selbst damit, aufstrebende Talente und eine große Palette fremdsprachiger Filme zu präsentieren. Das Festival unterstützt sowohl traditionelle Künstler sowie innovative, Möglichkeiten überschreitende Produktionen.

Es ist auch eine glatte, wohlgeölte, aufmerksamkeitsheischende Geld-Maschine. Das jährliche Budget beträgt etwa 20 Millionen Euro und die Veranstaltung spielt wiederum 25 Millionen Euro in nur zwölf Tagen ein.

Ein paar Leute und ein Auto am Straßenrand.

Ein paar Leute und Autos nachts am Straßenrand.

Jedes Jahr verdreifacht sich die Bevölkerung von Cannes beinahe von 70.000 auf 200.000 während des jährlichen Filmfestivals. Schauspieler, Regisseure, Produzenten, Manager, Fans, Playboys, Callgirls und Hoffnungsvolle strömen in Scharen nach Cannes zum Festival. In 2013 nahmen über 4.000 Journalisten daran teil. Kenner der Filmindustrie halten das Festival für die weltweite Gelegenheit Nummer eins, um Verträge abzuschließen und nützliche Kontakte zu knüpfen.

Eine Kinoleinwand, die draußen im Dunkeln aufgestellt ist.

Eine Kinoleinwand zwischen zwei Zeltspitzen.

Ein Bild von zwei Frauen liegt auf nassen Steinen.

Das Festival zieht ebenfalls mehr Trittbrettfahrer an als jedes andere. Tausende wohlhabender Promis und Lust Suchender tauchen bei dem auf, was sie für die größte Party des Jahres halten. Es gibt dort eine mit Sex, Alkohol und Drogen angefüllte Subkultur, die das schillernde Festival umgibt.

Geschätzte 200 Callgirls, die durchschnittlich 3.000 € pro Nacht verdienen, strömen in jeder Nacht in die großen Hotels und wieder hinaus. Es gibt sogar einige „Yacht-Mädchen“, die fest auf den Yachten im alten Hafen eingesetzt sind. Gerüchten zufolge ist der Übergang zwischen professionellen Prostituierten und C-Schauspielerinnen oder Modellen, die für Geld Sex mit reichen Männern haben, fließend.

Ein luxuriöses Haus in der Dämmerung.

Wohnblöcke, davor Palmen.

Palmen vor einem wolkigen Himmel.

Im Jahr 2014 behielten etwa 200 örtliche Polizisten die Straßen von Cannes im Auge, nachdem es 2013 einen gewaltigen Juwelenraub gab. Zusätzlich gab es noch etwa 400 private Sicherheitsbeamte und bewaffneten Polizeischutz.

Und schlussendlich gibt es da noch die Horden enthusiastischer Fans. Sie sind die Film-Gucker, die die Industrie am Leben und im Fluss erhalten. Sie bekommen nur selten Karten für die Filme und werden eher nicht zu den Parties eingeladen. Sie scheinen damit glücklich zu sein, ab und zu einen Blick auf ihren Lieblingsschauspieler erhaschen und begierig die glitzernde, schillernde Atmosphäre aufsaugen zu können.

Dieser Artikel wurde von Aileen Wessely für Euch aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.


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Ein Orchester aus Farben

25 Jul

Mario Sánchez Nevado ist ein spanischer Illustrator und Art Director. Seine Arbeiten sind tatsächlich aufwändige digitale Collagen, die er aber aus eigenen und fremden Fotos erstellt. Diese erfreuen sich einiger Beliebtheit auf den Covern von Musikalben, Büchern und Kinopostern.

Inspiriert wird er dabei von der Natur sowie der menschlichen Form und erzählt universelle Geschichten, mit denen sich der Betrachter identifizieren kann. Es ist leicht, eigene Ideen und Gefühle wiederzufinden, die in ungewöhnlich selbstständiger Symbolik verpackt und trotzdem zugänglich sind. Dazu kommt immer wieder Politik- oder Gesellschaftskritik.

Es gelingt Mario scheinbar spielend, eine schier unüberschaubare Anzahl fotografischer Elemente wie ein großes Orchester in Photoshop zu choreografieren und virtuos mit Farben und Strukturen zu spielen. Mal fast fotorealistisch, dann wieder opulent surrealistisch oder traditionell illustrativ. Lasst Euch inspirieren, aber bitte nicht einschüchtern!

Compassion © Mario Nevado

Deja Vu © Mario Nevado

Trust in Me © Mario Nevado

Deep © Mario Nevado

Nirvana © Mario Nevado

Betrayal © Mario Nevado

Empathy © Mario Nevado

Deliberation © Mario Nevado

Closer © Mario Nevado

Blossom © Mario Nevado

Indifference © Mario Nevado

Discovery © Mario Nevado

Patience © Mario Nevado

A dying wish © Mario Nevado

Mario ist der Inhaber eines eigenen Studios in Madrid, Aégis Strife. Außerdem findet Ihr seine Arbeiten auf Facebook, deviantART und Behance oder könnt ihm auf Twitter folgen.


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