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Archive for the ‘Equipment’ Category

Boo! Creepy Camera TV Episodes

01 Nov

Ghosts and goblins and ghouls, oh my!

It’s that spooky time of year again. And if you’re anything like us, you love a good scary story—especially if it’s about photography.

We’ve put together a list of 13 chilling TV show episodes all about cameras, the mysterious people who use them, and the creepy things they capture.

To prepare for this awesome scare-a-thon, have plenty of snacks and a blanket to hide under.

Grab your popcorn and hit play!

(…)
Read the rest of Boo! Creepy Camera TV Episodes (816 words)


© Taylor for Photojojo, 2014. |
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31. Oktober 2014

31 Oct

Ein Beitrag von: Bastian Staude

Ein Mann steht auf einem Straßenzeichen.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
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App Review: Bluristic für iPhone

31 Oct

Die iPhone-App „Bluristic“ verspricht echte Langzeitbelichtungen für experimentelle Fotografie mit dem iPhone. Doch wie gut funktioniert das Konzept wirklich? Ich habe die App auf Herz und Nieren getestet.

Konzept

Der grundsätzliche Ansatz von Bluristic ist nicht nur sehr gut, sondern tatsächlich einmalig unter den vielen Foto-Apps im Store: Die App macht Langzeitbelichtungen und trackt dabei die fokussierten Subjekte, sodass durch Bewegung des Smartphones oder des Subjekts Wisch- und Mitziehereffekte auf dem Hintergrund erzeugt werden.

Bluristic setzt dabei nicht auf einen Filter, det nachträglich einen Effekt auf das Bild setzt, sondern nutzt einen Umweg, um echte Langzeitbelichtung zu ermöglichen: Über die Video-Funktion des iPhones werden je nach Belichtungszeit sehr viele Bilder hintereinander aufgenommen, sodass man am Ende ein kombiniertes Bild aus sehr vielen Einzelbildern erhält.

Endlich kann man, so zumindest die Theorie, auch mit dem iPhone ein bisschen experimentellere Fotografie betreiben, die nicht nur durch Nachbearbeitung glänzt.

Foto eines statischen Objekts mit Bluristic, nachbearbeitet in Photoshop

Foto eines statischen Objekts mit Bluristic, farblich nachbearbeitet in Photoshop

Design

Die designtechnische Ausarbeitung von Bluristic muss im negativen Sinne als „rudimentär“ beschrieben werden: Abgesehen davon, dass es in der App lediglich einen Landscape-Modus mit einigen wenigen und sehr einfachen Icons gibt, nutzt Bluristic auch generell nur wenige Gestaltungselemente, die zum einen Teil mit Apple-eigenen Standard-Tables und -Tabellen abgebildet werden, zum anderen Teil mit recht amateurhaften Grafiken daherkommen.

Eigene Akzente in Sachen Design setzt Bluristic kaum, wenn überhaupt, dann fällt nur das sehr markante App-Icon und der dazu passenden Start-Screen positiv auf. Auch der Sound ist nicht gerade sonderlich vertrauenserweckend: Ein ansteigendes Surren verkündet den Verlauf einer Aufnahme, der umgekehrte Ton beendet sie. Mit bekannteren Foto-Apps hat das alles nur sehr wenig zu tun.

Das sehr minimalistische User-Interface bei der Aufnahme

In Sachen Design ist auf allen Ebenen dringend Nachbesserung gefragt: Momentan hat Bluristic nur wenig Wiedererkennungswert und wirkt stellenweise wie eine unprofessionell zusammengeschusterte Bastler-App.

Usability/UX

Die gute Nachricht ist: Bluristic ist nicht so schwer zu bedienen, wie man es zu Beginn vermuten mag. Die schlechte Nachricht ist: So leicht allerdings auch nicht. Die Bilder werden gemacht, indem man im Aufnahmemodus den Bildschirm berührt, gedrückt hält und die Kamera dabei bewegt.

Die Schwierigkeit dabei ist es, einen roten Punkt auf dem Screen innerhalb eines Quadrats zu behalten, der wie eine Wasserwaage das getrackte Subjekt fixiert. Anders ausgedrückt: Wenn man das iPhone während der Aufnahme zu stark bewegt und rotiert, dann verliert die App auch das Subjekt, das man eigentlich fotografieren will und man bekommt ein vollständig verwaschenes Bild.

Foto eines sich bewegenden Objekts, nachbearbeitet in Photoshop.

Foto eines sich bewegenden Objekts, farblich nachbearbeitet in Photoshop

Für Einsteiger gibt es dazu ein kleines Tutorial beim ersten Einstieg in die App, sonst hat Bluristic lediglich ein paar Einstellungsmöglichkeite und eine sehr abgespeckte interne Galerie für die Aufnahmen. Insgesamt kann man sagen, dass Bluristic nach einiger Einarbeitungszeit durchaus schnell zu bedienen ist. Richtig Freude mag bei der Nutzung aber nicht aufkommen, dafür wirkt die App insgesamt zu unfertig.

So muss etwa irritierenderweise vor jeder Aufnahme ein Play-Button gedrückt werden, selbst wenn man sich bereits auf dem „Capture“-Tab befindet und die Bilder können nur in einer recht kleinen Auflösung exportiert werden, beides höchstwahrscheinlich ein Resultat dessen, dass man technisch betrachtet bei der Aufnahme ein Video dreht.

Die Galerie-Ansicht. Viel mehr gibt es in der App auch nicht zu sehen.

Die Galerie-Ansicht. Viel mehr gibt es in der App auch nicht zu sehen.

Fazit

Kommen wir zur entscheidenden Frage: Wie sind die Ergebnisse mit Bluristic denn jetzt eigentlich? Wie brauchbar sind die Bilder, die man mit der App macht und wie sehr entsprechen sie den gezeigten Promo-Bildern im App-Store?

Sofern man nicht die Qualität von Mitziehern einer DSLR erwartet, erfüllt Bluristic sein Versprechen wirklich gut: Bei statischen Objekten sind die Ergebnisse und der Effekt entfernt vergleichbar mit dem Lensbaby – in der Mitte scharfe Bilder, die zu den Rändern hin verwischen und verschwimmen.

Mit etwas Übung kann man mit Bluristic durchaus spannende Experimente und Fotos aufnehmen, die sich sehen lassen können. Durch die echte Langzeitbelichtung lassen sich außerdem erstmals bewegte Objekte verschwimmen, Passanten verschwinden lassen und auch echte Mitziehereffekte kreieren.

Freilich müsste man für die exakte Anwendung der App und einige Aufnahmearten wieder ein Stativ verwenden, was den Sinn einer Smartphone-App zum Mitnehmen und aus der Hand schnell Fotos machen konterkariert, aber auch so sind die Bluristic-Ergebnisse durchaus sehenswert.

Portrait in Bewegung, nachbearbeitet in Photoshop.

Portrait meiner Herzdame in Bewegung, farblich nachbearbeitet in Photoshop.

Trotz all der Schwächen und Schwierigkeiten der App kann man Bluristic vor allem für den niedrigen Preis von unter einem Euro durchaus weiterempfehlen, denn das Programm ist sehr originell und tut, was es verspricht.

Wenn am ganzen Drumherum (und vielleicht auch am Aufnahmeprozess selbst) noch ein paar Verbesserungen geschehen, dann wird Bluristic vielleicht irgendwann ein richtig gutes Tool fürs iPhone. Bis dahin ist es zumindest für alle, die gern mal herumexperimentieren, im Sinne einer Lomo-App durchaus zu empfehlen.


kwerfeldein – Fotografie Magazin | Fotocommunity

 
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Wir verlosen: Das Salz der Erde und Genesis

31 Oct

Heute gibt es einen kleinen Artikel außerhalb der Reihe: Eine Verlosung für Euch. Zu gewinnen gibt es deutschlandweit einlösbare Kinofreikarten, Filmplakate und einen großartigen Bildband. Neugierig? Dann lest weiter.

Sebastião Salgados Bilder haben unseren Blick auf die Welt geformt. 40 Jahre lang dokumentierte er die Welt im Wandel und fotografierte dabei internationale Konflikte, Kriege und ihre Folgen: Hungersnöte, Vertreibung und unglaubliches Leid. Am Ende seiner seelischen Kräfte suchte er sich eine neue Aufgabe: „Genesis“.

Für dieses Fotoprojekt reiste er acht Jahre lang durch die Welt, um die letzten Naturräume, die dem Zugriff unserer modernen Zivilisation noch entgangen sind und die Menschen und Tiere, die in ihnen leben, fotografisch festzuhalten. Fast die Hälfte unseres Planeten ist bis zum heutigen Tag unberührt. Sagaldo zeigt in Genesis paradiesische Orte unserer Erde. Eine Hommage an die Schönheit unseres Planeten.

Filmplakat: Das Salz der ErdeBuchcover: Genesis

Der Film „Das Salz der Erde“ gibt Einblick in das Leben und die Arbeit Salgados. Aus der Perspektive zweier Regisseure entstand der beeindruckende Dokumentarfilm. Einer ist der Filmemacher Wim Wenders, der seit Langem großer Bewunderer von Salgados Fotokunst ist. Der zweite ist Salgados Sohn, der seinen Vater in den vergangenen Jahren oft mit der Filmkamera begleitete.

Wir freuen uns, pünktlich zum heutigen Kinostart gleich zwei mal zwei Kinokarten inklusive zwei Filmplakaten verlosen zu können. Und wer die Karten bereits hat oder aus irgendeinem Grund nicht ins Kino kann, der freut sich vielleicht über den tollen Bildband „Genesis“* aus dem Verlag Taschen.

Mehr über den Film könnt Ihr auf der Webseite oder der Facebook-Fanpage erfahren. Information über den Bildband gibt es beim Verlag Taschen.

Um zwei der Kinokarten zusammen mit einem Plakat oder den Bildband zu gewinnen, schreibe einen Kommentar mit Deinem Wunschgewinn unter bürgerlichem Namen und gültiger E-Mail-Adresse bis heute um 24 Uhr. Danach verlosen wir sie per Zufallsgenerator unter allen Kommentatoren. Die genauen Gewinnspielregeln findest Du hier. Viel Glück!

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provisiton, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


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30. Oktober 2014

30 Oct

Ein Beitrag von: Manuel Tanner

@ Manuel Tanner


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Von der Seltsamkeit des Augenblicks

30 Oct

In den Anfangsjahren der Fotografie konnten sich nur wenige Menschen die technische Ausrüstung zur Produktion von Fotografien leisten. Umso Erstaunlicheres findet man, wenn man Bilderarchive aus dem 19. Jahrhundert durchforstet. Nicht wenige Fotografien regen zum Schmunzeln, Grübeln oder Verstörtsein an. Einige fotografische Seltsamkeiten und Seltenheiten sowie deren Hintergrund sollen hier vorgestellt werden.

Seit der Erfindung der Fotografie stand ihre Beziehung zur Kunst im Vordergrund. Manche Zeitgenossen fanden jedoch die Vorstellung, dass Fotografie Kunst sein könne, absurd. Sie forderten, dass die Fotografie auf die Darstellung realer Gegebenheiten beschränkt bleiben sollte. Es scheinen sich nicht alle Fotografen daran gehalten zu haben, denn eine Vielzahl an Bildern belegt, dass unsere Vorfahren dieser Kritik durchaus mit Humor begegneten.

Kopflose Portraits

Die Entwicklung der Technik lud dazu ein, die Grenzen der Fotografie in humoristischer Art zu erproben. Wunderbare Beispiele sind die kopflosen Portraits, insbesondere dann, wenn liebevoll mit der Hand nachretuschiert wurde.

Ein Mann trägt seinen Kopf auf einem Tablett.

Versteckte Mütter

Zum Gruseln regt eine andere fotografische Reihe an, die Kinder portraitiert. Manchmal erkennt man erst auf den zweiten Blick, dass sich hinter den Kindern eine vermeintlich mystische Gestalt versteckt. Es handelt sich jedoch nicht um Geister, sondern um Mütter und Kindermädchen, die mit einem beherzten Griff die Haltung der lebhaften Kinder fixierten, sodass diese trotz der langen Belichtungszeit scharf im Bild erscheinen. Linda Nagler hat Bilder der versteckten Mütter in einem wunderbaren Bildband* zusammengetragen.

Zwei Zwillinge werden fotografiert.

Versteckte Portraits

Ein relativ unerklärtes Phänomen ist auch die Vielzahl der Fotografien, die den Rücken oder den Hinterkopf von Personen zeigen. Gerhard Richter war demnach nicht der erste, den die Rückseite einer Person besonders entzückte. In einigen theoretischen Abhandlungen wird davon ausgegangen, dass die Frisuren der jeweiligen Personen zur Schau gestellt werden sollten.

Frauen sitzen vor einer Wand.

Vergleichbar verstörend wirken Fotografien, auf denen die Portraitierten das Gesicht verhüllen. Auf manchen Bildern wird das Gesicht durch Taschentücher verdeckt. Man mag einen kollektiven Schupfenanfall vermuten.

Auf manch anderen Bildern verdecken Damen ihr Gesicht mit einem Papier. Es wird in den kunsthistorischen Schriften gemutmaßt, dass es sich um Prostituierte handelt, die nicht erkannt werden sollten. Wahrscheinlicher ist jedoch die Darstellung trauernder Damen.

Drei Frauen verstecken ihr Gesicht.

Fotografie und Wissenschaft

Doch nicht hinter allen seltsam wirkenden Fotografien verbirgt sich ein humoristischer Hintergrund. Der Aufstieg der kommerziellen Portraitfotografie ab Mitte des 19. Jahrhunderts führte auch dazu, dass das Portrait als künstlerisches Mittel zur Erkundung der menschlichen Psyche eingesetzt wurde.

Man war damals der Ansicht, dass eine Fotografie ein Hilfsmittel darstellte, um den Charakter eines Menschen abzubilden. Darüber hinaus wurden medizinische Prozeduren dargestellt, die Medizinern das Nachvollziehen der Durchführung (vermeintlich) therapeutischer Prozeduren erleichtern sollte.

Eine Frau betet.

Hugh Welch Diamond hat im Rahmen seiner Tätigkeit in der Nervenheilanstalt in Surrey Patienten portraitiert, die zur wissenschaftlichen Illustration psychischer Störungen dienten. Den Hintergrund zu den jeweiligen psychiatrischen Phänomenen kann man heute nur noch mit dem beiliegenden medizinischen Text verstehen.

Die diagnostische Güte der Fotografien, wie beispielsweise das nachfolgende Bild mit dem Titel „Melancholie im Übergang zur Manie“ war auch zum damaligen Zeitpunkt bereits fraglich. In einer Aufsatzreihe von John Conolly wird erklärt, dass das Stirnrunzeln der dargestellten Patientin den depressiven Zustand verdeutlicht, „als ob sie begönne, die Verschwörung zu verstehen und einige ihrer Feinde zu identifizieren“.

Conolly war demnach ein Vertreter der Ansicht, dass die Fotografie einen Beitrag zur Behandlung der Patienten leistet. Nichtsdestotrotz stellt die Fotografie, ähnlich wie Texte aus der Medizingeschichte, einen Beleg für die Entwicklung der Wissenschaft über die Zeit hinweg dar.

Eine Frau sitzt vor einem Vorhang.

Medizin-historische Fotografien

Die Fotografie diente auch dazu, Menschen mit angeborenen Körperdeformationen abzubilden. Diese Fotografien wurden jedoch als Kabinettkarten in Umlauf gebracht und vermarktet.

Auf der folgenden Fotografie ist Myrtle Corbin abgebildet, die mit vier Beinen geboren wurde. Bereits im Alter von einem Jahr gewährte ihr Vater gegen einen Geldbetrag schaulustigen Nachbarn einen Blick auf die junge Myrtle. Später trat sie im Zirkus auf und gewann zunehmend an Popularität, die ihr auch finanzielle Unabhängigkeit in jungem Alter sicherte.

Ein Mädchen mit vier Beinen.

Viktorianische Post-Mortem-Fotografie

Verstörend wirken auch die heutzutage eher unüblichen Post-Mortem-Fotografien der viktorianischen Epoche, die als Andenken dienten. Eher selten fotografierte man den Verstorbenen im Sarg. Man versuchte eher, eine natürliche Szene zu kreieren, damit die Erinnerung an den Lebenden ungetrübt erhalten blieb.

Auf manchen Fotografien, wie der unten stehenden, ist die Illusion so echt, dass man nicht glauben kann, dass die links sitzende junge Frau kürzlich verstarb. Was uns heute seltsam erscheint, war zur damaligen Zeit ein wichtiges Werkzeug zur Begleitung des Trauerprozesses.

Über den wahren Hintergrund zu diesen Fotografien wird teilweise spekuliert, denn nicht jede Fotografie, die Merkmale einer Post-Mortem-Fotografie trägt, bildet tatsächlich Verstorbene ab. Als klassisches Indiz für eine Post-Mortem-Fotografie wird eine hölzerne Standhilfe erachtet. Vorstellbar ist jedoch auch, dass diese den lebenden Portraitierten dabei half, die lange Belichtungszeit ohne Verwacklen zu überstehen.

Wer sich weiter über Post-Mortem-Fotografie informieren möchte, kann gern das online verfügbare Thanatos-Archiv oder eine kürzlich erschienene Publikation* des Archivs studieren.

Zwei Frauen sitzen am See.

Als diese Fotos entstanden, steckte die Fotografie noch in der Entwicklung. Die Vielfältigkeit der fotografischen Ziele und verwendeten Mittel regt in jedem Fall zum Staunen und Nachdenken an. Wer ein bisschen neugierig geworden ist, kann in einem Sammelalbum alter Fotografien bei Pinterest nachforschen.

Lesefreudige werden in einem Buch* von Jennifer Tucker interessante Informationen über Fotografie in der viktorianischen Epoche finden.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


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B&W Challenge Day 1 – Point Reyes National Seashore Clouds

29 Oct

My friend Kelly Castro recently challenged me to the 5 Day B&W Photo Challenge on Facebook so I thought I would share my entries. The challenge is merely for fun and an exercise to think creatively. Having been in Dad mode the past several months I thought this would be a good way to get back in the game.

The photo above was taken in the Point Reyes National Seashore where I was tuning up and trying out some new gear. Taken mid-day on a bright sunny day I was trying out a Singh-ray More-Slo 10-stop filter. The effort was experimental and the output translated nicely to a textured black and white image.  Stay tuned for more B&W.

I should also note that the B&W challenge requires that I invite another photographer to take part each day. Today I nominate Richard Wong.

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

B&W Challenge Day 1 – Point Reyes National Seashore Clouds

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29. Oktober 2014

29 Oct

Ein Beitrag von: RICOW.de

streets of little italy © RICOW.de


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Creative Discovery Through Mistakes

29 Oct

One of the great things about creativity is that it can germinate from a mistake. The trick for photographers is to develop an awareness and eye to see mistakes as creative opportunity so as explore them until they become a crafted photograph. It is very easy to feel that we have to be in control of the creative process from beginning to end and that is not required. Sometimes taking an extended look at a mistake can yield new ideas that would never have come to mind otherwise. Working a scene and trying new angles, settings, focal lengths, etc. is one way to hone your final product through “seeing,” and other times “seeing” happens after the fact when photo editing (see Always Check Your Seconds). The trick to “seeing” after the fact is to not become so absorbed in your initial idea of what you had wanted to accomplish and to be open to new viewpoints and possibilities.

Sometimes mistakes present themselves in an obvious fashion as was the case while I was taking example photos with a new Petzval lens. My aim was to photograph a model and leverage the optics of the lens to capture it’s iconic swirled bokeh in the background. The output as seen below was exactly what I had intended, but in the process a mis-shot was captured and I didn’t notice it’s potential until I was photo editing. Granted the intended shot was perfectly fine; I found the mistake photo fascinating. I instantly saw the opportunity to create something new that I’d never seen before. Inspired I went back out to replicate the optical aberration with a Canon 50mm f/1.0 which lacked the swirled bokeh.

The intended outcome of my shoot.

The accident that sparked an idea

The reshoot of my model with a new lens and similar settings yielded the results I had envisioned (see below). Granted the end results are not for everyone, but given the spooky nature of how my model turned out I thought it made for a great Halloween styled photo set. My mistake yielded a new technique I’m eager to continue to perfect.

Experimental Portrait – The Normal One

Behind the Scenes - Experimental Portraits

Behind the Scenes – Experimental Portraits

 

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

Creative Discovery Through Mistakes

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Im Gespräch mit Ann-Christine Jansson

29 Oct

Ein Beitrag von: Ann-Christine Jansson

Im Sommer dieses Jahres machte mich eine Freundin auf dem Lumix-Festival in Hannover mit einer schwedischen Fotografin bekannt, die sich mir als Ann-Christine Jansson vorstellte. Wir unterhielten uns – wie sollte es an diesem Ort auch anders sein – über Fotojournalismus und sie erzählte mir, wie sie selbst im Vorwende-Deutschland und um die Zeit des Mauerfalls herum als Bildreporterin gearbeitet hatte.

Erstaunt darüber, wie sich dieses Berufsbild in den vergangenen 20, 30 Jahren offenbar gewandelt hat und interessiert daran, was sie wohl dazu zu erzählen hätte, lud ich Ann-Christine ein, unser Gespräch alsbald fortzusetzen. Wieder in Berlin verabredeten wir uns bei ihr zu Hause.

Ann-Christine, Du kommst ursprünglich aus Schweden, lebst und arbeitest aber schon sehr lange in Berlin. Wie kam es dazu?

Nach meinem Studium in Schweden begann ich Anfang der achtziger Jahre, zwischen Westberlin und Stockholm zu pendeln. Ich war noch nicht so firm in meinem Deutsch. Manchmal kam ich in ein sprachliches Blackout; es gab tatsächlich Situationen, in denen alles schwarz war. Ich wusste nicht mehr, ob ich auf Schwedisch oder auf Deutsch denken und mit welchen Worten ich mich ausdrücken sollte.

So kam ich per Zufall zur Fotografie, weil die Sprache der Bilder international ist. Ich fing an, verschiedene Sachen zu fotografieren, die hier in Berlin passierten. Es war die Zeit der Demonstrationen und Hausbesetzungen.

Ich habe immer in Westberlin, hier in Kreuzberg, gelebt und das hat mich sehr fasziniert. Solche Straßenschlachten, wie es sie hier damals gab, kannte ich aus Schweden überhaupt nicht. Ich komme aus einem Baumwollwatteland, sage ich da manchmal.

In den siebziger Jahren gab es in Stockholm zwar auch große Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg und wir sind traditionsgemäß immer zur amerikanischen Botschaft marschiert, draußen wurde die amerikanische Fahne abgebrannt und danach sind wir alle brav wieder nach Hause gegangen und mehr passierte dann auch nicht.

Hier habe ich dann, wie gesagt, ganz was anderes erlebt. Ich war sogar mal auf einer Demonstration, für die ich offiziell als Fotografin akkreditiert war, behängt mit Ausweisen und orangefarbenen Pressebändchen.

Ich machte da nichts als meinen Job, wobei ich aber wohl einer Truppe Polizisten mit Knüppeln im Wege stand und bewusstlos geschlagen wurde. Und das kannte ich überhaupt nicht, sowas konnte ich mir dort, woher ich komme, überhaupt nicht vorstellen.

Mit einem Schlag Fotoreporterin. Hast Du dann hier in Berlin für Zeitungen oder Magazine gearbeitet?

Ja, ich bekam ziemlich schnell Kontakte zu skandinavischen Medien und arbeitete für sie per Auftrag sowie als „feste Freie“. Auch für deutsche Zeitungen habe ich gearbeitet, wie etwa die taz, den Stern und viele andere Magazine und Zeitschriften.

Eine zeitlang arbeitete ich hier in Berlin als rasende Bildreporterin. Ich machte dieselben Termine wie die Agenturen. Aber die skandinavische Zeitung, für die ich fotografierte, wollte ihre eigene Bildsprache. Sie wollte eben nicht die Bilder, die alle anderen auch bekamen.

Wie hast Du denn damals die Bilder von hier an die Redaktionen in Skandinavien gesendet? Das musste ja schnell gehen. Wie lief das technisch ab?

Das lief so: Ich bin zuerst schnell ins Labor gefahren, habe meine Filme entwickelt und während sie trockneten schon die Bilder ausgewählt, dann schnell Abzüge gemacht und flott den weißen Rand mit Ort, Zeit und Inhalt der Aufnahme beschriftet.

Handabzug mit weißem Rand, beschriftet

Dann habe ich die Redaktion in Stockholm oder Helsinki angerufen und die hat mir dann bei einer Agentur wie dpa oder Reuters eine Leitung bestellt. Bei denen stand so ein spezielles Funkgerät, eine Art Bildfax.

Dann wusste ich: Ich habe jetzt von meinem Büro bis zur Agentur ungefähr zehn Minuten Zeit. Ich bin hier immer Rallye gefahren und das hat mir viel Spaß gemacht. Ich war damals eine leidenschaftliche Autofahrerin. Heute fahre ich ja eher langsam und betulich.

Ein solches Bildfax hat Ann-Christine noch zu Hause, auch wenn es längst ausgedient hat. Heute hat sie es für mich extra aus dem Regal geholt und den Staub weggepustet, um zu demonstrieren, wie man den Apparat bediente.

Hier, man musste den Abzug auf die Walze spannen und dann übertragen. Hier in diesem Abtastkopf ist eine Leuchtdiode, die lief hin und her und tastete das Bild ab, während es sich auf der Walze drehte.

Zwei Hände spannen einen Fotoabzug auf die Walze eines Bildfaxes.

Ein Fotoabzug auf der Walze eines Bildfaxes.

Waren die Qualitätsverluste bei der Bildübertragung nicht enorm?

Ach, das funkte sich scharf, sagten wir immer.

Wie lange dauerte es, bis ein Bild dieser Größe vollständig übertragen war?

Die Übertragung eines Schwarzweißbildes dauerte sieben Minuten. Man konnte auch Farbe damit funken, aber das dauerte dann drei mal sieben Minuten.

… für alle drei Farbkanäle, Rot, Blau und Grün wahrscheinlich …

Genau. Es gab auch ein externes Mikrofon. Bevor es losging, rief ich hier „Hello Helsinki, hello Stockholm“ hinein. Das knisterte und knasterte und wenn ich das Okay hörte, drückte ich auf Start.

Bedienknöpfe an einem Bildfax von Rudolf Hell.

Das habe ich, wie gesagt, anfangs immer bei verschiedenen Agenturen gemacht. Ich war ja auch nicht nur in Berlin, sondern auch viel auswärts unterwegs, wie etwa bei größeren Ereignissen, dem Castor-Transport zum Beispiel.

Die Agenturen hatten dann ein mobiles Büro in irgendeinem Hotelzimmer aufgebaut. Meine Zeitung kontaktierte sie und dann konnte ich da die Filme schnell im Badezimmer entwickeln und von dort aus meine Bilder senden.

Später bekam ich dann ein eigenes Gerät von der Zeitung gestellt, weil ich so viel für sie arbeitete. So ging es dann schneller.

Wie lange waren diese Geräte im Einsatz, bevor sie durch eine neue Technik abgelöst wurden?

Oh, das weiß ich nicht mehr genau. Aber Du siehst ja, dieses Foto hier ist von 1991; also bis in die 90er Jahre hinein wurden die Geräte noch benutzt. Das „Funkgerät“, wie wir es nannten, war eine Erfindung von Rudolf Hell, einem deutschen Erfinder und Unternehmer.

Später kam dann eine neuere Technik zum Einsatz. Ich erinnere mich, wie sie dann in der Nachrichtenagentur AP und bei Reuters so ein Übertragungsgerät hatten, in das man nur das Negativ einführen musste – quasi eine Vorstufe zu den ersten Scannern.

Ich weiß auch noch, wie ich nach irgendeinem Ereignis meine Negative im Hotelzimmer fönte und dabei schon die besten Aufnahmen auswählte. Ich musste wirklich die wichtigsten zwei, drei Negative auf die Schnelle auswählen, denn das Funken war sehr teuer.

Und danach kam dann die digitale Übertragung. Das muss so Mitte der neunziger Jahre gewesen sein, wenn ich mich richtig erinnere. Aber bei den Daten bin ich mir nicht so sicher. Aber ich weiß noch, ich war eine der Ersten, die eine E-Mailadresse hatten – bei compuserve, mit einer ganz langen Zahl, weil man vor dem @-Zeichen noch keine Buchstaben schreiben konnte.

Damit konnte man auch noch keine Bilder verschicken, dazu gab es dann wiederum verschiedene Übertragungsprogramme, die ich von meiner Zeitung bekam und mit denen ich mich in deren Computer einwählen konnte.

Ich erinnere mich noch, wie ich hier nachts einmal saß, mich zum ersten Mal einwählte und die Deadline war zehn Uhr. Ich war furchtbar aufgeregt und rief Punkt zehn Uhr in der EDV-Abteilung bei der Zeitung an: „Ist es angekommen?“ „Jaja, ist da.“ Welch eine Erleichterung!

Und dann ging es später ja direkt per E-Mail und über FTP. Das ist so grob die Entwicklung.

Um mal nicht bloß über Technik zu reden, lass uns mal zu Deinen Bildern kommen. Bilder, die Du in der ehemaligen DDR vor und in der Zeit der friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung fotografiert hast. Was kannst Du dazu erzählen?

Ja, mein Arbeitsgebiet war der Osten und Osteuropa, weil ich ja in Berlin stationiert war. Ich konnte als schwedische Touristin über den Checkpoint Charlie nach Ostberlin einreisen und fotografierte dort. So lernte ich, bevor die Mauer fiel, Mitte der achtziger Jahre die Opposition in der DDR kennen.

Die Hand eines Grenzkontrolleurs winkt zur Durchfahrt auf der Ostberliner Seite des Grenzübergangs Checkpoint Charlie.

Das fand ich sehr spannend. Die Leute von der Opposition waren sehr mutig. Angst war immer mit im Spiel. Teilweise erschienen meine Bilder auch ohne meinen Namen, weil das so gefährlich war. Damals gab es noch keine Computer, aber bei der Grenzkontrolle hatten sie so ein System, dass sie Punkte in den Passrücken setzten – eine Art Code, um zu markieren, wie gefährlich jemand war.

Bevor überhaupt jemand ahnen konnte, dass die Mauer einmal fallen würde, war ich zusammen mit einer schreibenden Journalistin aus Dänemark einmal offiziell eine Woche lang in der DDR, um fotografisch über das Thema Umweltschutz zu berichten.

Jeden Tag hatten wir Termine mit irgendwelchen offiziellen Leuten, die da in ihrem Zimmer saßen, mir das Fotografieren untersagten und Vorträge über den BRD-Imperialismus hielten.

Irgendwann hatte ich es dicke und sagte: „Es tut mir leid, wir kommen aus Skandinavien. Was bitte haben wir mit BRD-Imperialismus zu tun? Schauen sie zum Fenster raus; es ist wunderschönes Licht; ich bin Fotografin; ich kann hier nicht sitzen; ich muss fotografieren.“ Das gab natürlich einen großen Skandal, alles wurde unterbrochen.

Dann sind sie mit uns irgendwo an die Ostsee gefahren. Dank meiner Kontakte zur Opposition bekam ich Tipps, wo wir hinfahren sollten. Es gelang uns, unsere werte Begleiterin für ein Weilchen abzuhängen, indem wir sehr früh aufstanden, lange bevor wir einen Termin mit ihr hatten. Wir fuhren los und ich habe aus dem Autofenster hinaus einige Umweltschäden dokumentiert.

Einmal war ich auch in einem Ort im Süden der ehemaligen DDR. Ich hatte einen Kontakt, der mich mit seinem Trabi dorthin fuhr. Der ganze Ort war mit Kohlestaub bedeckt – das war unglaublich! Ich erinnere mich, wie ich ein Straßenschild fotografierte, auf dem man die Buchstaben vor Dreck nicht mehr lesen konnte.

Dahinter standen Gebäude, klassische Betonplattenbauten, die man vor Staub auch nicht richtig sehen konnte. Mein Begleiter rief: „Kannst Du Dich denn nicht ein bisschen beeilen? Das Gebäude da hinten ist nämlich die Parteizentrale.“

Ein Kohlekraftwerk stößt dicke Rauchschwaden in den bewölkten Himmel aus. Im Vordergrund ein Radfahrer.

Mit welcher Kamera hast Du damals gearbeitet?

Ich habe damals noch mit einer komplett mechanischen Kamera gearbeitet und manuell scharf gestellt. Nachdem ich zurückgekommen war und die Filme rausgeschmuggelt hatte, stieg ich auf eine Nikon F4 um. Die hatte Autofokus und das war sehr hilfreich.

Ich habe die Kamera auch immer noch. Früher hatte ich zwei davon. Die waren sehr robust. Man konnte sie ohne Weiteres zu Boden fallen lassen und hinterher problemlos damit weiter fotografieren.

Als die Mauer dann fiel, funkte ich wie eine Weltmeisterin Bilder nach Skandinavien. Auch unmittelbar danach war eine sehr spannende Zeit. Da öffnete sich eine neue Welt und ich konnte viel herumreisen und viele Reportagen machen. Ich war in Ungarn, in Tschechien, Polen, Russland …

Ann-Christine Jansson zeigt einen Abzug eines Fotos von einer vietnamesischen Frau mit ihrem Kind auf dem Arm am Fenster einer Plattenbauwohnung.

Also ich habe im Prinzip nur per Auftrag gearbeitet. Die Redaktion rief mich an und ich fuhr los. Manchmal schlug ich auch selbst Themen vor. Ich reiste nicht immer, aber doch oft gemeinsam mit einem schreibenden Journalisten. Die Reportage machten wir in Text und Bild also fast immer zusammen.

Welches war das aufregendste Thema, dem Du nachgegangen bist?

Am meisten hat mich immer Sozialreportage interessiert. Ich wollte darüber berichten, wie die Leute leben und wie ihre Situation ist.

Als ich nach der Wende in Tschechien war, machte ich eine Reportage über den längsten Straßenstrich Europas an der E55, direkt hinter der deutschen Grenze. Die armen Mädchen, die da arbeiten, waren wirklich Sklaven. Das war fürchterlich!

Der Pass wurde ihnen weggenommen, sie bekamen kein Geld, sie bekamen gar nichts. Damals überlegte ich zum ersten Mal vielleicht jemanden von dort hinaus zu schmuggeln.

Die Reportage war natürlich mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Man konnte da ja nicht einfach in irgendein Bordell reingehen und sagen: „Hallo, kann ich ein Foto machen?“ Das wäre lebensgefährlich gewesen.

Ich war mit einer schreibenden Journalistin aus Finnland dort. Und wir fanden unseren Weg hinein. Wir waren ja schon ein bisschen älter und so wie wir aussahen, konnten wir ganz offensichtlich nicht anschaffen.

Wir stellten keine Gefahr dar – das war gut – und wir saßen da einfach mit im Bordell. Solange, bis ich dann irgendwann die Erlaubnis erhielt, dort zu fotografieren.

Ich habe da eine junge Frau begleitet und war mit ihr dann auch auf der Straße. Ich brauchte unbedingt solche Bilder, um eine gute Bildreportage zu machen. Der Zuhälter kannte uns dann schon, weil wir ja ein paar Nächte da mit herum gesessen hatten.

Offiziell konnte diese junge Frau auch kein Deutsch, aber im Zwiegespräch merkte ich, dass sie doch ein bisschen konnte. Sie war heilfroh, dass sie mit mir unterwegs sein konnte, denn in der Zeit musste sie nicht arbeiten.

Inzwischen existiert dieser Strich nicht mehr. Mit der Wandlung der politischen Verhältnisse in Europa hat er sich aufgelöst.

Eine andere Reportage, die mich bewegt hat, war eine über die Menschen, die über die EU-Grenze, die damals noch zwischen Polen und Deutschland verlief, in den Westen flüchteten.

Wenn nachts die Neiße niedrig stand, wateten sie durch das Wasser nach drüben. Ich war damals – das muss so um 1992 gewesen sein – offiziell ein paar Nächte mit dem Bundesgrenzschutz unterwegs und fotografierte.

Dieses eine Bild mit der Frau, die die Hände vorm Gesicht zusammenschlägt, finde ich sehr stark.

Eine Frau schlägt in einem Flüchtlingslager an der deutsch-polnischen Grenze die Hände vors Gesicht.

In meinen Bildern steckt ja auch immer ein Teil von mir. Das heißt, manchmal habe ich vorher schon eine Vorstellung im Kopf, ein inneres Bild, wie der Ort aussehen könnte, auch wenn er dann tatsächlich ganz anders ist.

Der zweite Aspekt ist: Jeder hat ja seinen ganz persönlichen Rucksack, den er mit sich herumträgt. Die Füllung sind die Erfahrungen aus der Kindheit. Zum Beispiel dieses Foto hier (zeigt ein Bild mit einem Jungen hinter einem Zaun), das bin auch ich. Das war in einem Aufnahmelager für Asylsuchende und ich ging bewusst hinunter auf Augenhöhe mit dem Jungen.

Ein dunkelhäutiger Junge steht in der Anlufstelle für Asylsuchende an einem Zaun und schaut verlegen in die Kamera.

Ich komme aus einer betulichen Kleinstadt, wo es eine sehr große soziale Kontrolle gab. Stadtgespräch war zum Beispiel: „Der örtliche Wursthändler hat einen Skandal verursacht.“ Er hatte sich scheiden lassen und war nun, oh weh, mit einer Norwegerin zusammen.

Als ich älter wurde, wollte ich nur noch weg. Ich wollte noch etwas anderes von der Welt sehen. Dieses Bild mit dem Gitter hat mich daran erinnert; ich wollte raus.

Hier ist noch ein Bild von einem Bauern aus einer LPG. Herrlich wie er sich amüsiert, oder? Aber der konnte über sich selbst lachen und seine Nase hat ja auch eine gewisse Ähnlichkeit mit seinen Kartoffeln.

Gesicht eines Bauern über seiner Kartoffelernte in einer LPG.

So komme ich mir auch manchmal vor. Ich finde einfach ganz wichtig, dass man die Fähigkeit behält, über sich selbst lachen zu können.

Ann-Christine zeigt vom 31. Oktober bis zum 30. November 2014 ihre Fotos von der Opposition in der DDR in der Zionskirche am Zionskirchplatz in Berlin-Prenzlauer Berg. Die Ausstellung „Radikal persönlich“ wird an diesem Freitag, den 31. Oktober um 17 Uhr eröffnet.

Da sie wirklich für die Fotoreportage brennt und ihre Erfahrungen gern an Interessierte weitergibt, bietet sie inzwischen auch Kurse an, für die man sich hier anmelden kann.

Das Titelportrait hat Agata Szymanska-Medina fotografiert, eine Schülerin von Ann-Christine.


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