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Archive for the ‘Equipment’ Category

Kurze Pause und Frohe Weihnachten

25 Dec

Ein einzelner Baum im Schnee.

Liebe Leute, im Namen der gesamten Redaktion wünsche ich Euch frohe Weihnachten! Wir hoffen, dass Ihr eine gute Zeit mit Euren Liebsten habt und die Zeit nutzen könnt, um zu entspannen und es Euch gut gehen zu lassen.

Wenn ich ehrlich sein soll, muss ich gestehen, dass ich noch ganz im kwerfeldein-Taumel bin. Da ist der Adventskalender, der einige ganz tolle Produkte vorgestellt hat. Dann unsere neuen Foto-Links des Tages im Ausblick und darin Tausende interessante Sachen.

Vor allem Fotobücher. Fotobücher! Liebe Leute, dieses Jahr sind so viele Fotobücher auf den Markt gekommen, wer blickt denn da noch durch? Mein Wunschzettel (und wie ich von anderen Redaktionsmitgliedern weiß, auch ihrer) ist dieses Jahr dermaßen gewachsen wie noch nie.

Gewachsen ist vor aber auch die kwerfeldein-Redaktion. Wir haben neue Leute dazubekommen wie den tollen Chris, der nun Ressortleiter Technik ist; Kat Kapo, die wohl die am besten recherchiertesten Artikel ever schreibt und Anne, die gern mit allen möglichen Medien experimentiert und das ebenfalls in großartige Artikel verpackt.

Bei all den Veränderungen komme ich mir als Herausgeber manchmal vor wie im Formel-1-Wagen, jedoch bin ich auch jemand, dem es häufig gar nicht schnell genug gehen kann und so ich drücke meist nochmal extra kräftig aufs Gas.

Umso besser, dass jetzt Weihnachten ist. Zeit zum Runterkommen, Durchschnaufen und mal ausnahmsweise nicht an kwerfeldein denken. Keine Frage, ich liebe unser Magazin, aber einmal im Jahr nehme ich es mir heraus, jeden Gedanken an diese Seite zu verwerfen und mich auf andere Dinge zu konzentrieren.

Und weil wir alle in der Redaktion ein sehr arbeitsintensives Jahr hinter uns haben, machen wir einfach mal Pause. Keine Sorge, es handelt sich nur um ein paar Tage, nämlich bis zum 28. Dezember, der dann den Schlusspunkt unserer sonntäglichen Serie setzt, die sich monatlich wiederholen und wöchentlich die interessantesten Fotobücher, Wettbewerbe, Videos und Links präsentiert.

In diesem Sinne: Genießt die Zeit! Und wenn Ihr eine Kamera dabei habt: Gut Licht!

PS: Das letzte Kalendertürchen geht natürlich trotzdem um 12 Uhr auf.


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24. Türchen: Tamron

24 Dec

Tamron SP150-600mm_Di_VC_USD

24. Türchen

Etwas wehmütig öffnen wir unser letztes Türchen, das Tamron mit diesem unglaublichen Objektiv gefüllt hat. Das SP 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD eignet sich besonders für Aufnahmen der Tierwelt, Reisefotos und spannende Sport- und Actionszenen.

Damit Ihr besonders scharfe Aufnahmen macht, haben Tamron-Objektive einige technische Besonderheiten wie „Vibration Compensation“ und „Ultrasonic Silent Drive“, wodurch sich gestochen scharfe Bilder von schnellen und weit entfernten Motiven aus der Hand fotografieren lassen. Die neue eBAND-Beschichtung minimiert Streulicht und andere Bildfehler und sorgt damit für klare, lebendige Bilder.

Tamron

Zudem hat das Ultra-Tele einen Spritzwasserschutz. Insgesamt also ein tolles Objektiv, um sich in Abenteuer zu stürzen. Es ist mit Anschlüssen für Canon, Nikon und Sony erhältlich. Ob es an Eure Kamera passt, findet Ihr auf der Produktseite heraus.

Um das Objektiv zu gewinnen, schreibe einen Kommentar mit Deinem Wunschanschluss unter bürgerlichem Namen und gültiger E-Mail-Adresse bis heute um 24 Uhr. Danach verlosen wir es per Zufallsgenerator unter allen Kommentatoren. Die genauen Gewinnspielregeln findest Du hier. Viel Glück!


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23. Dezember 2014

24 Dec

Das Bild des Tages von: Bernd

Ein grüner Wald

Fotolinks des Tages

1. Bulent Kilic zum bestes Wire-Fotografen 2014 ernannt

Was ist ein Wire-Fotograf? Der Begriff, der auch das Wort Telefotografie mit einschließt, beschreibt eine Bildübermittlung per Telegraf, was häufig bei Nachrichten-Agenturen wie der Associated Press genutzt wurde. Somit kann das Wort Wire-Fotograf auch als Nachrichten-Fotograf oder schlicht Fotojournalist übersetzt werden. Das TIME-Magazine hat den aus der Türkei stammenden Bulent Kilic für seine herausragende Arbeit in der Ukraine, beim Grabenunglück in Soma und bei den Konflikten um die Stadt Kobane ausgezeichnet. 22 seiner Aufnahmen werden nun im Telegraph vorgestellt (Achtung: darunter sind auch Bilder, die tote Menschen zeigen). → ansehen

2. Bizarre Verformungen

Was passiert, wenn die Natur über lange Zeit unter härtesten Bedingungen Wind, Schnee und Eis ausgesetzt ist? Der Slowene und „Storm Chaser“ Marko Korosec fand am Berg Javornik (Ost-Slowenien) eine sehr ungewöhnliche Transformation von Bäumen und einen Turm. Der Anblick dieser surreal anmutenden Eis-Schnee-Verformungen erinnert eher an so manchen Science-Fiction-Film, als an „echte“ Natur, wobei aufmerksamen Betrachtern schnell auffallen wird, dass Korosec durch den Einsatz eines Weitwinkel-Objektives die extreme Wirkung offensichtlich verstärkt hat. → ansehen

3. Fotografische Aufnahmen im Kontext des Folter-Berichtes

Dass Fotos nicht nur künstlerische, sondern auch politische Wirkung haben können, lässt sich im aktuellen Fall der ca. 2100 Aufnahmen von US-Gefängnissen in Afghanistan und im Irak mitverfolgen. Zum wiederholten Male hat die Obama-Regierung die Veröffentlichung dieser Aufnahmen, die unter anderem Folter-Szenen dokumentieren, blockiert, weil eine Veröffentlichung neue Gewalt gegen amerikanisches Personal provozieren und auch die Terror-Gruppe ISIS zu neuen Taten bewegen könnte. Der 6400-Seiten-Bericht über Folterungen von Gefängnis-Insassen wurde also (stark auf 500 Seiten gekürzt) zugelassen, die Fotos jedoch nicht. Und das wirft derzeit berechtigterweise viele Fragen auf. Newsweek berichtet. → ansehen


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Ich sehe was, was du nicht siehst

23 Dec

Artikebild Manueal Tanner

Ein Foto ist erst ein Bild, wenn es jemand anschaut, sagte mal ein weiser Mann. Viele Bilder sehen wir oft nicht, weil sie in Alben stecken oder auf Festplatten versauern. Andere Bilder wiederum, die im Netz veröffentlicht werden, damit sie gesehen werden, werden nicht gesehen, weil sie sekündlich durch andere Bilder wieder verdeckt werden.

Unsere Ausblick-Gruppe ist mir daher ein wichtiges Werkzeug, um Bilder zu sehen, die mir sonst verborgen bleiben. Und hin und wieder erstaunt mich ein Bild so sehr, dass ich mehr wissen will.

So war es auch bei einem Bild von Manueal Tanner. Ich schaute mir seinen Stream auf Flickr an und fand mich in einer diffusen Gefühlswelt wieder. Irgendetwas an seiner Bildsprache fasste mir direkt in meine Vergangenheit. Als ich noch jung und stürmisch und schwer in Sophie Marceau verschossen war. Ich schaute mir damals fast alle ihre Filme an, ich sage nur „La Boum – Die Fete“.

Und seine Bilder formten in mir wieder diese unbeschwerte Leichtigkeit des Entdeckens, wie es damals nur französische Filme schafften. Aber schaut einfach selbst:

Eine schlafende Frau auf einem Kissen.

Ein Mann auf Asphalt, der Kopf ist nicht zu sehen.

Eine Frau, ein Mann, eine Straße, en Feuer.

Eine nackte Frau im Abendlicht.

In einem Zimmer stehen zwei Sühle an einer Wand.

Papierhandtücher aufgefächert liegen sie da.

Eine Frau in schwarzweiss schaut direkt in die Kamera.

Aus der Vogelperspektive ehen wir Menschen.

Ein Selbstportrait in einem Spiegel.

Licht, Häuser und blauer Himmel.

Licht und Schränke.

Ein Mann in Seitenansicht und einer Sonnenbrille auf.

Eine Frau schaut direkt in die Kamera und lächelt.

Manuel Tanner fotografiert gern auf Film und Fotos sind für ihn Erinnerungen, die er gern mit anderen teilt. Früher schaute er sich gerne Dias an der Wand an, heute nimmt er seine Kamera mit auf Reisen. Sein Vater zeigte ihm damals, wie man den ersten Film in die Kamera einlegt. Für ihn steckt noch immer Magie darin. Die hier gezeigten Bilder sind in den letzten zwei Jahren in Berlin, Kopenhagen und dem Iran entstanden.


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23. Türchen: Sigma

23 Dec

Sigma dp2

23. Türchen

Es ist noch nicht Weihnachten, auch wenn unser Türchen so einen tollen Gewinn enthält. Also keine Panik, noch habt Ihr etwas Zeit, die letzten Geschenke zu besorgen. Davor solltet Ihr aber auch an Euch denken und die heutige Chance auf die dp2 quattro von Sigma wahrnehmen. Eine neue Generation von Kompaktkamera.

Zusammen mit der Sigma-eigenen Bildverarbeitungstechnologie erzeugt ein einzigartiger Direktbildsensor eine unglaubliche Auflösung, exakte Tonwertabstufungen, wunderschöne Farben und atemberaubenden Realismus mit räumlichen Charakter. Und auch äußerlich ist diese Kamera sehr beeindruckend.

Sigma dp2

Die dp-Serie von Sigma umfasst drei Festbrennweiten-Kameras. Jede besitzt eine andere feste Brennweite für verschiedene elementare Fotogebiete. Die in unserem Türchen liegende dp2 Quattro kommt mit einem 30-mm-Objektiv. Alle technischen Details dieser Kamera findet Ihr hier. Sie hat einen Wert von 999 €.

Um die Kamera zu gewinnen, schreibe einen Kommentar unter bürgerlichem Namen und gültiger E-Mail-Adresse bis heute um 24 Uhr. Danach verlosen wir sie per Zufallsgenerator unter allen Kommentatoren. Die genauen Gewinnspielregeln findest Du hier. Viel Glück!


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22. Türchen: Nikon

23 Dec

Nikon D5300

22. Türchen

Habt Ihr schon alle Geschenke zusammen und auch an Euch bei all dem Weihnachtstrubel gedacht? Nikon wird einem von Euch definitiv einen großen Weihnachtswunsch erfüllen, denn in unserem heutigen Türchen liegt die Nikon D5300 mit AF-S DX NIKKOR 18-55 mm VR-Objektiv.

Die intuitiv bedienbare Nikon D5300 mit 24,2 Megapixeln sorgt nicht nur für strahlende Augen unter dem Weihnachtsbaum – mit der digitalen Spiegelreflexkamera lassen sich auch die schönsten Momente des Jahres festhalten. Die hervorragende ISO-Empfindlichkeit der Kamera (100-12.800 Standardbereich; erweiterbar bis zu 25.600) lässt gestochen scharfe Aufnahmen selbst bei ungünstigen Lichtverhältnissen zu. Lasst Eurer Kreativität mit dem neig- und drehbaren Monitor freien Lauf und teilt Eure Bilder und Full-HD-Filme mithilfe des integrierten WiFi-Moduls in Sekundenschnelle im Netz.

Nikon D5300

Nikon Cashback AktionNikon Logo

Die Nikon D5300 hat einen Wert von 809 € und ist in Schwarz, Rot und Anthrazit erhältlich. Welche Farbe ist Euer Favourit?

Für alle, die heute kein Glück bei unserer Verlosung haben, hat Nikon noch etwas: Eine Cashback-Aktion auf ausgewählte Kameras und Objektive bis zu 200 € bis zum 31. Januar 2015. Mehr darüber erfahrt Ihr hier.

Um die Kamera zu gewinnen, schreibe einen Kommentar mit Deiner Wunschfarbe unter bürgerlichem Namen und gültiger E-Mail-Adresse bis heute um 24 Uhr. Danach verlosen wir sie per Zufallsgenerator unter allen Kommentatoren. Die genauen Gewinnspielregeln findest Du hier. Viel Glück!


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22. Dezember 2014

23 Dec

Das Bild des Tages von: Florian Fahlenbock

Weg, der in einen nebligen Wald führt.

Fotolinks des Tages

1. Food-Fotografie vom Feinsten

Yannic Schon und Susann Probst von Kraut-Kopf haben ein leckeres, veganes 3-Gänge-Silvestermenü gezaubert, das pro Gang aus maximal fünf Zutaten besteht. Und weil die Beiden auch Fotografen sind, haben sie die Kostbarkeiten in bester Manier fotografiert, sodass einem schon beim Ansehen das Wasser im Mund zusammenläuft. Fotografisch ebenfalls relevant: Die Zusammensetzung der Zutaten ist farblich aufeinander abgestimmt, sodass nur die Farben schwarz, weiß und gold vorkommen. → ansehen

” target=”_blank” title=”Link zum Artikel auf Street Shootr” >2. 15% der Negative von Vivian Maier verkauft

Trotz des juristischen Konfliktes um die Urheberrechte der Fotos von Vivan Maier hat ein Galerist namens Stephen Bulger 17,500 Negative, die bisher im Besitz von Jeffrey Goldstein waren, aufgekauft. Einen kurzen Überblick über die bisherigen Geschehnisse und die Gründe für den Verkauf gibt nun dieses Interview mit Bulger, der sich den kritischen Fragen des Magazins stellen muss. Wird dieses Thema jemals ein Ende haben? → ansehen

3. Schwanger und träumend: Eine Foto-Serie

Als die russische Fotografin Jana Romanova bemerkte, dass in ihrem Freundeskreis viele Paare schwanger wurden, hatte sie eine Idee. Sie fragte nach, ob sie die Glücklichen beim Schlafen in ihrem Bett fotografieren dürfe. Und insgesamt 40 sagten zu. So entstand über einen Zeitraum von zwei Jahren eine stille Serie über das Warten auf den Nachwuchs, die auf ähnliche Weise intim ist, wie die Geburt eines Kindes selbst. → ansehen


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Testbericht: Nikon D750

22 Dec

Nikon D750

Ich bin die Entwicklung moderner Kameras leid, die miteinander in ständigem Wettbewerb um die Vielzahl der Funktionen stehen und neue Höhenflüge theoretischer Messwerte bewerben, deren Auswirkung nur in so spezifischen Situationen relevant sind, dass sie mir getrost egal sein können.

Man könnte meinen, in dieser Betrachtung die Zielgruppe unterscheiden zu müssen. Da gibt es leidenschaftliche Leica-Nutzer, die gerade die Einfachheit ihrer Kamera schätzen und darin eine Befreiung sehen. Frei von technischen Spielereien, dafür mit wenigen, funktionalen Merkmalen ausgestattet, können sie sich ganz der Komposition ihrer Werke widmen. Es gibt aber auch Fotografen, die in jeder neuen Funktion, jedem extra Knopf und Hebel eine Bereicherung sehen, denn all dies lässt sich potentiell kreativ nutzen.

Jedes angekündigte „mehr“ an Megapixeln löst bei so manchem Euphorie aus. In meinen Augen kommt es aber vor allem auf Arbeitsweise und Sympathie an. Die Kamera muss zur eigenen Arbeitsweise passen und den kreativen Horizont erweitern. Wenn aber die Sympathie nicht da ist, die Annäherung an das Gerät einfach nicht als gut empfunden wird, dann ist es wohl die falsche Wahl.

Eine junge Frau und ein Hund

Ich stehe irgendwo zwischen Einfachheit und neuer Technik. Ich bin kein Fan von Spielereien, die ein ansonsten wenig überzeugendes Gerät aufwerten sollen. Von meiner Canon 5D Mark II, die mir die letzten zwei Jahre hervorragende Dienste geleistet hat, bin ich nach wie vor begeistert. Aber ich nutze selbst bei dieser, im Vergleich zu neueren Modellen, simplen Kamera nur die Grundfunktionen. Meine Arbeitsweise mit der analogen Canon AE-1 unterscheidet sich davon nur unwesentlich.

Dennoch werde ich mich bald von ihr trennen und so begann die Suche nach einer Vollformat-Kamera, die ein möglichst schlichtes Wesen mit bestmöglicher Leistung an den wesentlichen Punkten verbindet. Konkret geht es mir vor allem um das Handling, den Autofokus, und, meinem Hang zu schlechten Lichtverhältnissen geschuldet, den Dynamikumfang bzw. die Bildqualität in hohen ISO-Bereichen.

Die Scheuklappen der Markentreue einmal abgelegt und sich mit dem Gedanken an einen Systemwechsel angefreundet, ergaben sich neue Welten. Natürlich habe ich die Sony A7* in ihren diversen Varianten erwägt, zumal in Kürze die A7II* zu haben ist. Aber ich kann mich mit einem elektronischen Sucher einfach nicht anfreunden. Es hat sicher seine Vorteile, aber im Sucher künstlich anmutende Farben und ruckelige Pixel zu sehen, widerstrebt meinem Anspruch an Ästhetik leider so sehr, dass alle anderen Vorteile hinten anstehen müssen. Vielleicht stehe ich mir da selbst im Weg.

Die Nikon D750* ist eine positive Überraschung. Sie erringt einige Sympathiepunkte und passt sich nahezu perfekt an meine Arbeitsweise an. Ich möchte an dieser Stelle keine Aufzählung von Produktmerkmalen der Kamera präsentieren oder Testergebnisse diskutieren, aber da diese Informationen sicher interessant sind, möchte ich darauf verweisen. Technische Daten der Kamera sind hier und verschiedene Testergebnisse hier zu finden.

Eine Frau am Wasser

Haptik und Bedienung

Wichtiger als alle technischen Details ist die Frage, ob eine Kamera zum Fotografen passt. Sie muss sich in der Hand völlig irrational gut anfühlen, sonst wird sie nie zum gewohnten Begleiter. Die Beziehung zum Handwerkszeug ist wichtig. Die D750 ist kompakter und leichter als ich es gewohnt bin, was mir insgesamt, aber besonders auf Reisen, gut gefällt. Die ergonomische Form des Bodys macht die Kamera angenehm griffig, tatsächlich besser, als ich es von vielen anderen DSLRs gewohnt bin. Vor allem der weit nach vorn gezogene Griff trägt dazu bei.

Alle Knöpfe sind gut zu erreichen und die wichtigsten Belichtungseinstellungen lassen sich zügig verändern, ohne den Sucher vom Auge nehmen zu müssen. Hier arbeitet jeder etwas anders, mir gefällt es gut, das Wichtigste mit einer Hand machen zu können. Das Menü ist intuitiv angeordnet, wenn auch die Zahl der Menüpunkte überfordernd sein kann.

In Sachen Handling ist mir die erwähnte Einfachheit wichtig, aber auch die D750 bietet einige Funktionen, die ich nicht bräuchte. Klappdisplay, WLAN zur Fernbedienung oder der interne Blitz sind sicher für den einen oder anderen interessant, mir sind sie jedoch zuviel. Sie stören mich jedoch nicht und lassen sich bequem ignorieren.

Der Versuch eines Spagats zwischen einer Allround-Kamera für ambitionierte Hobbyfotografen und einem Spitzenmodell für professionelle Berufsfotografen bringt zwangsläufig eine eigenwillige Zusammenstellung von Funktionen mit sich. Wenn ich dies einfach als Abgrenzung zur D810* verstehe, nehme ich es gern in Kauf. Die Vorteile dieses Spagats zeigen sich neben dem kompakten und simpel gehaltenen Eindruck vor allem beim Sensor.

Eine Frau am Wasser

Bildqualität

24 Megapixel sind für mich vollkommen ausreichend. Die 36 MP der Sony A7R oder die 37 MP der Nikon D810 schrecken mich eher ab, was die Anforderungen an meinen Computer und Speichermedien angeht. Praktisch gibt es in meiner Fotografie keine Situation, in der ich eine derart hohe Auflösung brauchen würde, insgesamt gibt es aber natürlich genügend Einsatzgebiete dafür.

Farben und Kontraste sehen für mich so aus, wie sie sein sollen. Die Bilder meiner 5D Mark II kommen mir kontrastreicher vor, was aber auch an dem wahnsinnig großen Dynamikumfang der D750 liegt, die Zeichnung in den Tiefen absolut ausreizt. Nach etwas Erfahrung mit verschiedenen Objektiven auf derselben Kamera bin ich aber ohnehin der Meinung, dass Glas wesentlich wichtiger ist für die Bildqualität.

Besonders gespannt war ich auf Fotos in sehr schwachen Lichtverhältnissen, um das Rauschverhalten in hohen ISO-Bereichen testen zu können. Ich kenne von vielen Kameras unschönes Farbrauschen, das schlimmstenfalls sogar Streifen ins Bild zaubert, vor allem, wenn man versucht, dunkle Bereiche aufzuhellen. Der Vergleich zur Canon 5D Mark II ist natürlich Canon gegenüber unfair und ist hier keinesfalls als ernstzunehmende Konkurrenz zu verstehen, aber das ist nun einmal mein Ausgangspunkt. Kurz vor der Nikon D750 konnte ich die Canon 5D Mark III* in verschiedenen Situationen ausprobieren.

Eine Frau im Nebel

Meine 5D Mark II war, als meine erste Vollformat-Kamera, ein überwältigender Schritt nach vorne. Sie ist eine großartige Kamera, die mich fotografisch sehr viel weiter gebracht hat. Die 5D Mark III scheint mir die konsequente Fortsetzung zu sein. Die Offenbarung, die die Mark II damals für mich darstellte, blieb aber aus.

Die Canon 5D Mark III ist eine großartige Kamera, die ich niemandem, für den es die passende Wahl ist, ausreden wollen würde. Allerdings lassen sich meine ersten Erfahrungen mit der D750 durchaus als Offenbarung bezeichnen. Sie hat mich so überzeugt, dass nun ein Systemwechsel ansteht.

Die Berichte, die ich über das Rauschverhalten und den Dynamikumfang gelesen habe, musste ich selbst nachprüfen. Man mag sich fragen, wozu man mit derart hohen ISO-Werten fotografieren möchte. Ich nutze fast ausschließlich vorhandenes Licht und arbeite nicht mit Blitzen oder Dauerlicht. Ich mag die Atmosphäre in natürlichem Licht- und Schattenspiel genauso wie die Farben. Um nach Dämmerung draußen noch fotografieren zu können, eröffnet mir der ISO-Bereich jenseits der 4000 also neue Möglichkeiten.

Unter Rauschen habe ich nie etwas Positives verstanden, daher habe ich etwas gestaunt, als ich las, wie ein Fotograf die Qualität des Rauschens ansprach. Der Blick lohnt sich, denn anstelle von Farbrauschen und verschluckten Details kommt mir die Wirkung eher vor wie die künstliche Körnung, die ich in Lightroom gern hinzufüge.

Zwei junge Frauen

1/50 s, f/2.0, ISO 8000, Bearbeitung in Lightroom

Eine junge Frau auf einer Treppe

1/50 s, f/1.6, ISO 12.800, Bearbeitung in Lightroom

Es macht natürlich einen Unterschied, ob man zum Test das Maximum einstellt, ohne dass es die Lichtverhältnisse wirklich erfordern oder die Kamera wirklich an ihre Grenzen bringt. In vergleichsweise heller Umgebung lässt sich so auch bei erweiterter ISO 2 LW (51.200, nativ geht die Kamera bis 12.800) noch problemlos fotografieren, wie gesagt, mit Rauschen in Korn-Ästhetik. Der Spielraum, den die D750 in Sachen ISO bietet, ist so groß, dass ich draußen brauchbare Fotos erzielen kann, bis es zu dunkel ist, um mit bloßem Auge noch etwas zu erkennen.

Mit dem Nikkor 58mm f/1.4*, das ich hauptsächlich zum Test genutzt habe, versagt der Autofokus weit bevor der ISO-Wert die Toleranzgrenze erreicht. Alternativen sind dann das helle Autofokus-Hilfslicht oder das manuelle Fokussieren über Live View, beides funktioniert gut.

Der Dynamikumfang der Kamera hat mich sehr beeindruckt und ist für mich das stärkste Argument für diese Kamera. Unterbelichtete Bilder lassen sich in Lightroom problemlos um ganze fünf Blendenstufen aufhellen, ohne dass große Qualitätsverluste zu sehen sind. Interessant genutzt wird der Dynamikumfang von Fotografen, die ihre Bilder enorm unterbelichten, um die Informationen aus den Tiefen zu nutzen, ohne dabei die Höhen zu verlieren.

Ein Globus

ISO LW 2 (51.200), 1/200 s, f/3.2 unbearbeitetes JPG aus der Kamera

Eine Frau im Nebel - unterbelichtet

Eine Frau im Nebel

Zu erwähnen ist, dass einige Fotografen störende interne Reflexionen festgestellt haben, wenn eine Gegenlicht-Quelle knapp oberhalb des Bildausschnitts liegt. Aufgegriffen wird das Thema mit Beispielbildern hier. Ich konnte das Problem, jedoch nicht ganz so stark, reproduzieren. Der Fehler tritt allerdings nur in sehr wenigen, spezifischen Situationen auf, es geht hier um Millimeter in der Bildkomposition.

Performance

Das Autofokussystem ist sehr schnell und fokussiert zuverlässig auf den Punkt genau. Ich habe kein Motorradrennen damit fotografiert, aber ebenso wie mit Handling und Bedienung denke ich, man muss eine Kamera in der eigenen Arbeitsweise selbst ausprobieren. Die 51 Fokusmessfelder benötige ich nicht, da ich die Komposition ohnehin oft noch nach dem Fokussieren ändere. Mir genügt die Auswahl von 11 Kreuzsensoren also völlig. Um ehrlich zu sein, würde ich auch mit einem gut zurecht kommen. Die verschiedenen Autofokusoptionen sollten aber für jede Situation mehr als ausreichend sein.

Der Akku hält weniger lange, als ich es von meiner 5D gewohnt bin, was mich aber dank Ersatzakkus nicht weiter stört. Die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten der beiden Kartenslots sind gut durchdacht und klappen reibungslos. Das Menü ist, wie gesagt, recht umfangreich, aber die Gestaltung ermöglicht es, die jeweils relevanten Punkte schnell zu finden und zügig eine Routine zu entwickeln, ohne sich in einem Labyrinth aus Unterpunkten zu verlieren.

Unterbelichtetes Foto

Eine Frau vor einem Zaun

Die Videofunktion ist einfach zu bedienen und liefert alles, was man erwartet. Ein Nachteil, an dem Nikon nichts ändern kann, ergibt sich daraus, dass die beliebte Video-Firmware Magic Lantern nur für Canon-EOS-Modelle verfügbar ist. Auch das gut verarbeitete Klappdisplay liefert da kein schlagkräftiges Gegenargument, sondern lässt eher am Spritzwasserschutz zweifeln.

Fazit

Nikon macht es einem wirklich schwer, Argumente für die Kontra-Seite zu finden, sofern man nicht auf die hohe Auflösung einer D810 oder Sony A7R angewiesen ist. Die Leistung des Sensors und des Autofokussystems auf dem Niveau der größeren Modelle in einem kompakteren Body erleichtern es, den Blick auf die kreative Arbeit anstatt auf die Technik zu richten.

Was Geschwindigkeit und Dynamikumfang angeht, wird die D750 von der Nikon D4S übertroffen, die natürlich aufgrund von Anspruch und Preisklasse keinen Vergleich darstellt. Wer die D810 aufgrund der wenigen, jedoch signifikanten Unterschiede benötigt, muss bereit sein, den Aufpreis in Kauf zu nehmen. Nikon liefert mit der D750 insgesamt ein als Einsteiger-Modell verkleidetes Spitzengerät, das in einigen wesentlichen Punkten derart zu überzeugen weiß, dass man über technische Spielereien gern hinweg sieht.


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21. Dezember 2014

22 Dec

Das Bild des Tages von: anton fayle

Zwei Kinder hüpfen auf einem Bett.

Fotolinks des Tages

1. Video-Portrait über Andre D. Wagner

Auf Leica Rumors haben wir ein schönes Video-Portrait über den New Yorker Fotografen Andre D. Wagner gefunden. Der Street-Fotograf arbeitet nicht nur mit analogen Medien, er entwickelt seine Filme auch selbst und macht anschließend in der Dunkelkammer aus den vielversprechendsten Bildern Drucke. → ansehen

+ Wer neugierig auf die Arbeiten von Wagner geworden ist, dem empfehlen wir unbedingt einen Blick auf seine Homepage.

2. Eric Kim über die Herausforderungen als Street-Fotograf

Wir bleiben bei Street-Fotografie. Der Fotograf Eric Kim erzählt in diesem Artikel, wie er mit schwierigen Situationen umgeht und wie er mit den Menschen kommuniziert. Zudem gibt er Tipps, wie man selbstbewusster beim Fotografieren wird und macht Mut. Denn in seinem bisherigen Schaffen hat er mehr Autounfälle auf der Straße erlebt als schwierige Situationen mit den Fotografierten. → ansehen

3. Nachrichtenbilder des Jahres

The Boston Globe zeigt das ganze Jahr über großformatige Nachrichtenfotos verschiedener Fotografen zu den wichtigen aktuellen Themen. Zum Ende des Jahres präsentiert das Magazin nun die beeindruckendsten Aufnahmen in mehreren Teilen. Nach jedem Foto folgt eine kurze Erklärung des Bildes. Achtung: Es werden dabei auch Gewalt und Tod gezeigt. → ansehen

+ Hier geht es zu Teil 2 und Teil 3.


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20. Türchen: Cewe

21 Dec

Cewe

20. Türchen

Im heutigen Türchen hat die Firma Cewe für Euch gewichtelt und gleich drei große Gutscheine im Wert von 150 € hinein gelegt. Bei Cewe findet Ihr alles was mit Foto-Druck zu tun hat: Kalender, Fotobücher, Poster, Sticker, Drucke auf Tassen und T-Shirts, Puzzles und Memorys. Im Grunde alles, auf dem Ihr Euch Fotos vorstellen könnt, gibt es bei Cewe auch zu kaufen – mit Euren eigenen Bildern.

Besonders hervorheben möchten wir hier die hochwertigen Cewe-Wandbilder. Bei Cewe kann man sein Foto professionell auf Materialien wie Acrylglas oder Alu-Dibond drucken lassen. Während Alu-Dibond eine edle, reflexionsfreie und matte Bild-Anmutung bietet, hat man beim Druck hinter Acrylglas eine starke Tiefenwirkung und leuchtende Farben.

Cewe Materialübersicht

Mit dem Gutschein könnt Ihr natürlich ganz frei aus dem gesamten Angebot von Cewe wählen und Eure Bilder auch auf Leinwand, Hartschaum oder als Gallery Print drucken lassen. Wie auch immer Ihr Euch entscheidet, wir wünschen Euch viel Spaß mit dem Gutschein und beim Stöbern auf der Cewe Webseite.

Um einen der Gutscheine zu gewinnen, schreibe einen Kommentar unter bürgerlichem Namen und gültiger E-Mail-Adresse bis heute um 24 Uhr. Danach verlosen wir sie per Zufallsgenerator unter allen Kommentatoren. Die genauen Gewinnspielregeln findest Du hier. Viel Glück!

Update: Gewonnen haben Pascal, Nicola und Daniel.


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