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Archive for the ‘Equipment’ Category

Eine Geschichte zum Thema Urheberrecht im Internet

29 Jan

Title ©- Martin Langer

Ein Beitrag von: Martin Langer

Bei routinemäßigen Suchen nach meinen eigenen Fotos im Internet stoße ich immer wieder auf Bilder, die nicht von mir lizensiert wurden, sondern (umgangssprachlich) „geklaut“. In den meisten Fällen handelt es sich um das gleiche Motiv: ein Foto, das ich in Rostock-Lichtenhagen 1992 bei den rassistischen Ausschreitungen gegen ein Wohnheim für Ayslbewerber gemacht habe.

Dieses Foto wurde in den Medien als weltweit bekannt beschrieben und es wurde wegen seiner besonderen Symbolkraft immer wieder für Veröffentlichungen eingekauft. Mich kontaktieren seit 20 Jahren viele fremde Menschen und bitten darum, das Bild für ihre Initiative, für eine Demo gegen Rechts und ähnliche Veranstaltungen und Zwecke benutzen zu dürfen. Ich lasse mir diese Anliegen in der Regel schriftlich geben und gebe das Bild dann für die skizzierte Nutzung frei; häufig kostenlos, manchmal gegen geringe Schutzgebühren.

Nicht einverstanden bin ich als der Fotograf allerdings damit, wenn mein Bild ungefragt irgendwo auftaucht und verbreitet wird. Dann entgeht mir das Honorar und (was mir bei diesem Motiv besonders wichtig ist) die Kontrolle über den inhaltlichen Zusammenhang. Denn – und diese Haltung will ich mir leisten – ich verkaufe meine Bilder nicht an jeden.

Nun zur Gegenwart: Vor einigen Wochen entdeckte ich über die Suchmaschine wieder einmal einige nicht lizensierte Internet-Veröffentlichungen von diesem Bild. Früher habe ich dann oft persönlich nachgefragt, ich habe E-Mails geschrieben und/oder angerufen und nach dem Hintergrund gefragt, warum mein Bild einfach ohne Rücksprache verwendet wurde. Das war auf die Dauer aber so nicht mehr machbar, weder zeitlich noch nervlich. Die „Entschuldigungen“ bzw. Erklärungen für den Bilderklau könnten ein ganzes Buch füllen, ich habe sehr viel Zeit investiert und meine Einnahmen als Fotograf blieben aus. Deshalb gebe ich diese Urheberrechts-Verletzungen inzwischen an einen Rechtsbeistand weiter. So, wie man das gelegentlich auch bei anderen rechtlichen Streitigkeiten tut.

Soweit, so gut. Bis dann am 21. Januar 2015 der große Shitstorm über mich herein brach: Ein prominenter Fernsehmoderator namens Jan Böhmermann löste eine massive Wutwelle gegen mich aus. Er hatte mein Foto über den Kanal Twitter verbreitet und dafür von meinem Rechtsanwalt eine Abmahnung bekommen, da die Nutzung weder abgesprochen noch lizensiert war. Abmahnungen sieht der Gesetzgeber als niederschwellige Lösungsmöglichkeit vor, um gerichtliche Klagen auszusparen. Zu dieser Abmahnung gehört eine Unterlassungserklärung, das Bild muss also von der Person wieder gelöscht werden. Außerdem wird das Nutzungshonorar verlangt sowie die Übernahme der Kosten für meinen Rechtsbeistand.

Was dieses Nutzungshonorar beim Ertappten auslöste, das kann ich nicht beurteilen. Aber die Person hat sich offenbar so darüber geärgert, beim Bilderklau ertappt worden zu sein, dass sie mich nun öffentlich dafür anprangert und zwar auf verschiedenen Social-Media-Kanälen. Dabei habe ich mich nur an geltende Gesetze gehalten und wollte nicht, dass meine Bilder einfach überall verwendet werden. Da er den entsprechenden Betrag bezahlt hat, bekomme ich etwa 200 Euro – das ist lediglich das Honorar, das mir laut MFM-Liste zusteht und was auch bei jedem deutschen Richter so akzeptiert wird.

Eine Veröffentlichung ist eine Veröffentlichung, daran hat das Internet und auch Social Media nichts verändert. Der Fernsehmoderator hat 150.000 Follower auf Twitter und benutzt seinen Kanal für Werbezwecke für seine Auftritte, man kann dort eindeutig auch nicht mehr von einer privaten Nutzung sprechen. Und natürlich verlange ich eine Bezahlung dafür, denn ich habe 1992 in fünf sehr langen Tagen und Nächten meinen Kopf hingehalten für eine Fotostrecke, die eigentlich aus insgesamt 25 Bildern besteht. In Rostock tobte ein Mob, Steine flogen, scharfe Schüsse fielen. Ich war von Anfang an für den Spiegel dort, weil der einen anonymen Hinweis bekommen und ich vorher schon vieles zum Thema Rechtsextremismus fotografiert hatte.

Nun steht mein Name dort in der Öffentlichkeit am Pranger; ich habe nichts falsch gemacht, bin aber der Arsch. Auf Twitter, auf Facebook, im halben Internet bin ich die „Kapitalistendrecksau“. Meine Adresse wurde veröffentlicht mit Aufrufen zur Gewalt („Hier, wer ihn mal besuchen will, hier ist seine Adresse …“), ich bekomme nächtliche Anrufe („Wollen Sie sich von PEGIDA distanzieren?“) und E-Mails von wildfremden Personen („natürlich ist das, was Sie machen, totaler Unsinn und meiner Meinung nach geldgieriger Mist“). Selbst meine 14-jährige Tochter wird von Mitschülern in der Schule inzwischen blöde angelabert. Radiosendungen und andere Medien tragen Falschmeldungen immer weiter, immer in Verbindung mit meinem Namen. Noch einmal: Ich lasse keine Re-Tweets, Shares und keine Verlinkungen abmahnen.

Der Sidekick des Fernsehmoderators, der Sänger Olli Schulz, sagte in einer gemeinsamen Radiosendung auf RBB sinngemäß: Der Fotograf hat sicher nur dieses eine gute Foto gemacht und schlachtet das jetzt aus.

Ich empfinde den ganzen Vorgang inzwischen als schäbig, kränkend und respektlos gegenüber mir als Fotograf und als Mensch, der sich jetzt in einer solchen Situation wiederfindet, ohne etwas verbrochen zu haben. Man muss kein Medienexperte sein, um das selbst nachvollziehen zu können.

Zuletzt bleiben für mich nur noch offene Fragen: Woher kommt dieser Hass gegen mich? Wieso sagt oder tut das ZDF nichts gegen seinen Mitarbeiter? Wer hat hier eigentlich einen Grund, sich aufzuregen? Die Internetnutzer, der Fernsehmoderator Herr Böhmermann, der ungefragt mein Bild verwendet und mich anschließend an den Pranger stellt oder ich, dessen Rechte im Laufe der Zeit nicht nur dieses eine Mal verletzt wurden?


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Willkommen in Deutschland

28 Jan

Ein Flüchtlingskind schaut in die Kamera

Ich war genervt. Mitte Dezember waren die Nachrichten überfüllt mit Zahlen über Flüchtlinge, Pegida-Demonstrationen und Gegendemonstrationen. Mit Politikern, die versuchten, sich in die Situation einzumischen oder irgendetwas Kluges zu sagen.

All das war mir zu viel und vor allem zu abstrakt. Ich konnte mir aus den Statistiken über Asylsuchende keinen Reim machen. Manchen Menschen geben mathematische Analysen ein Gefühl, den Überblick zu haben. Mir? Nicht so sehr.

Was mir fehlte, waren die Menschen, an denen schön herum- und vorbeidiskutiert wurde und ich hatte das Verlangen danach, Gesichter zu sehen. Ich wollte wissen. Wissen – nicht in Form angelesener Information, sondern in Form von Begegnungen.

So traf ich eine Entscheidung, schnappte meine 5D und lief zur Landes-Erstaufnahme-Stelle für Flüchtlinge in Karlsruhe, die vor zwei Jahren noch mit LaSt, heute Gott sei Dank mit LEA abgekürzt wird.

Nachdem ich vom Pförtner der Einrichtung einen Hörer in die Hand gedrückt bekam, zweimal weiterverbunden wurde und dann von der Pressestelle ein Verbot bekam, in der LEA ohne Termin und Begleitung zu fotografieren (dies hat Sicherheitsgründe, die ich respektiere), sprach ich Menschen zunächst auf der Straße vor der Aufnahmestelle an.

Die Kamera in der einen Hand, gab ich ihnen die andere und hieß sie willkommen in Deutschland. Plauderte mit ihnen und hörte zu. Stellte Fragen, die mir in den Sinn kamen.

Zum Abschluss erbat ich, ein Foto machen zu dürfen, da ich über Flüchtlinge in Deutschland berichten wolle. Von diesen Begnungen möchte ich nun erzählen.

Godstime steht vor einer Absperrung.

Godstime

Ich sehe einen Mann in bunter Kleidung und mit einem Dragonballrucksack auf dem Rücken, der die Ampel überquert und nehme mit ihm Augenkontakt auf. Lächele ihn an und stelle mich vor.

Wir einigen uns auf English, beginnen, ein wenig zu plaudern und er verrät mir seinen tollen Namen. Godstime ist gut gelaunt und hat sichtlich Spaß an unserer Unterhaltung.

Plötzlich wird er bestimmter und schaut mir offen in die Augen, denn er möchte mir sagen, warum er hier ist.

„There is war in my country.“

Ich muss schlucken. Ich habe doch keine Ahnung von Nigeria. Doch als er im nächsten Satz die militante Bewegung Boko Haram nennt, macht es in meinem Kopf ein paar Mal Klick.

Ja, davon habe ich gehört. Doch was das alles bedeutet für ein Menschenleben, das kann ich nicht wissen. Doch er weiß es, hat es erlebt.

Godstime schaut zur Seite.

Ich frage, wie er nach Deutschland gekommen sei und ob er mit einem Boot nach Italien geflohen war. „Yes. That was very dangerous“, antwortet er und ich erinnere mich an die Nachrichten von im Meer ertrunkenen Flüchtlingen.

Wir kommen auf seine Familie zu sprechen. Godstime hat keine Familie mehr, er habe sie verloren.

Verloren. Wie würde es mir gehen, wenn ich meine Familie verlieren würde? Ich möchte nicht daran denken, zu schmerzvoll. Für ihn ist es Realität, die er nicht einfach verdängen kann.

Ich bohre nicht weiter nach, da ich unser Gespräch nicht überstrapazieren möchte und Godstime nicht in die Emotionen aus der Vergangenheit drängen will.

„I’m sorry, Godstime“, sage ich und er nickt.

Nachdem ich ein paar Fotos gemacht habe, bedanke ich mich herzlich bei Godstime und wünsche ihm das Beste für sein Leben.

Mnebi schaut lächelnd an der Kamera vorbei.

Mnebi

Mnebi läuft mit einer Gruppe Flüchtlinge an mir vorbei und und imitiert die Pose eines Fotografen. „Foto?“

Überrascht drehe ich mich zu ihm. „Gerne!“ – doch vorher möchte ich wissen, wer dieser freundliche Herr überhaupt ist.

Mnebi hat eine tiefe, freundliche Stimme und verrät mir, dass er aus Istog im Kosovo kommt. Er spricht gutes Deutsch, was mich verwundert.

„Ich war schon einmal hier“, erzählt er. Mnebi hat von 1997 an 15 Jahre in Deutschland gelebt, doch es zog ihn zurück in seine Heimat.

Dort konnte er jedoch keine Arbeit finden – ein Umstand, den ich häufig von Menschen aus diesem Land gehört habe. Viele Menschen leben und wohnen im Müll und suchen verzeifelt nach etwas Nahrhaftem.

„Es ist sehr schlimm. Wir haben keinen Krieg, aber keine Arbeit, kein Geld, kein Essen.“ Und somit auch keine Chance, zu überleben.

So machte Mbebi sich vor drei Wochen auf, um der Armut zu entrinnen, gemeinsam mit seiner Frau.

Mnebi ist froh, hier zu sein. Seine Erleichterung ist deutlich zu spüren.

So nehme ich seine Einladung an und und mache ein paar Fotos. Nur drei, vier, um dieses Linse-ins-Gesicht-Halten so kurz wie möglich zu gestalten.

Einen kurzen Moment lang schaut Mnebi in die Ferne und ich drücke den Auslöser. Dieses Bild habe ich genommen, weil es für mich Mnebis Sehnsucht nach einer besseren Zukunft verdeutlicht.

Juuil schaut in die Kamera.

Isse und Juuil

Es ist bitterkalt und Januar. Ich besuche ein paar Flüchtlinge aus Gambia, die ich im Asylheim kennengelernt habe.

Es ist schon Abend geworden und in der Gemeinschaftsküche wird gekocht. Es reicht nach frisch zubereiteter Suppe und Hühnchenfleisch – der Duft lässt mir das Wasser im Mund zusammenlaufen, obwohl ich Vegetarier bin.

Am äußersten Rand sitzt eine Frau mit Kopftuch, die mit den Kindern einer anderen Frau spielt. Sie lacht ausgelassen und hat offensichtlich Spaß, den jüngsten Racker, der etwa zwei Jahre alt ist, durchzukitzeln.

Ihr Name ist Juuil und sie ist eine Muslima.

Juuil erzählt mir, dass sie aus Somalia stammt, lenkt aber sofort das Gespräch auf ihren blinden Vater, mit dem sie geflohen ist. Bereitwillig führt sie mich zu dem Zimmer, in dem ihr zweiundsiebzig Jahre alter Vater im Bett liegt.

Isse liegt in seinem Bett.

Sie stellt uns gegenseitig vor, doch der Anblick dieses Mannes zerreißt mir fast das Herz. Die Vorstellung, in einem fremden Land der Fremde zu sein, die Regeln nicht zu kennen und in hohem Alter auszureißen, grenzt schon an Wahnsinn.

Doch in diesem Stadium nichts sehen zu können – wie ist das auszuhalten? Es muss ein Horror sein.

Isse spricht nicht viel, reichte mir die Hand. Der kraftlose Händedruck dieses Mannes sagt in diesem Moment alles.

Juuil übersetzt für mich und umgekehrt. Es ist ein kurzes, aber intensives Gespräch. Beide sind mit meiner letzten Frage einverstanden und so darf ich fotografieren.

Während ich meine Kamera einpacke und mich bedanke, packte Juuil aus. Die beiden wären aus Somalia geflüchtet und mit einer eindeutigen Handbewegung sagt sie: „Because of BOOM BOOM, the Islamists“.

Isse liegt in seinem Bett.

Vor drei Jahren verlor Juuil auf diese Weise zwei ihrer Geschwister.

Und der Vater zwei Kinder.

Ich muss innehalten und bin wie getroffen.

Juuil spricht deutlich und klar. Sie gibt mir zu verstehen, dass sie eine stille Kämpferin ist, die noch lange nicht aufgegeben hat. All das, was ihr und Isse widerfahren ist, kann diese Frau weder brechen, noch davon abhalten, für ein besseren Leben zu streiten.

 

Mein Projekt „Willkommen in Deutschland“ hat mich verändert. Nun habe ich zu all den Zahlen und Debatten Gesichter und die Erlebnisse von Menschen, die nach Deutschland geflohen sind.

Dennoch war es nicht so, als ob ich mal so nebenher eine Erfahrung dazugewonnen hätte. Die Erzählungen, Stimmungen und Blicke der Flüchtlinge haben mich tief berührt und erschüttert.

So habe ich oft nach meinen Besuchen geweint, nachdem ich mich lange Zeit dagegen gewehrt hatte. Damit habe ich nicht gerechnet.

Diejenigen, die scheinbar nichts haben, geben mir so viel. Ihre Liebe zum Leben, die unbesiegbare Hoffnung und die Kraft der Flüchtlinge, durchzuhalten, haben mich sehr beeindruckt.

Willkommen in Deutschland!


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27. Januar 2015

28 Jan

Das Bild des Tages von: Maite Pepper

Blumen im Mund eines Models

Fotolinks des Tages

1. Unbekümmerte Rast

Eine beinahe beruhigende Wirkung haben die Aufnahmen der Fotografin Ryann Ford, die in den USA verlassene Rastplätze dokumentiert. Ford liebt Road Trips, fährt gerne auf Nebenstraßen und kam so auf die Idee, Orte des gemeinsamen Ausruhens zu fotografieren – deren Gestaltung sie sehr beeindruckten. Spiegel Online hat die Fotografin zu den unaufgeregt wohltuenden Bildern interviewt. → ansehen

2. Frische und unerschrockene Konzeptfotografie

Sprechen wir über konzeptionelle Fotografie: Der junge Maximilian Mundt sorgt derzeit immer wieder für Furore, gerade weil der Herr mit seinen 18 Jahren frisch und unerschrocken daherkommt. Seine ausgeklügelten und atmosphärischen Portraits werden einigen Profis schwere Kopfschmerzen bereiten. Die Aufnahmen laden zum Träumen ein und wir sind gespannt was wir in Zukunft noch von ihm sehen werden. → ansehen

” target=”_blank” title=”Link zum Artikel auf New York Times” >3. Von Zukunft und einer schrecklichen Vergangenheit

Daniel Owen, Fotojournalist aus Ohio, kam per Zufall nach Oradea in Rumänien und wurde dort auf die jüdische Gemeinde vor Ort aufmerksam. Langsam tastete er sich an die Mitglieder und Familien heran, unter denen auch Holocaust-Überlebebende waren. Dabei kam es zu unerwarteten Gesprächen und bewegenden Begegnungen. Die New York Times stellt nun eine Auswahl der Fotos vor, welche im Februar 2013 entstanden – Owen wird das Projekt noch weiter vertiefen. Unbedingt reinsehen.
” target=”_blank” title=”Link zum Artikel auf New York Times” >→ ansehen

+ Falls der Artikel Euer Interesse geweckt hat: Auf der Webseite des Fotografen ist die komplette Serie in groß zu sehen.


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Review: Zenelli Carbon Fiber Gimbal Tripod Head

27 Jan

One of the more impressive pieces of gear that I’ve been using as of late is the Zenelli CARBONZX Carbon Fiber Gimbal Head. I can’t say I’d have ever thought of myself being excited over a tripod head, but Zenelli has made one of the sexiest pieces of equipment I’ve seen and used. As you’d imagine any product that is Carbon Fiber is going to come with a hefty price tag and this gimbal head is no exception, but for those in need of cutting the weight of their gear for remote trips this could be worth the spend. It’s important to note that the fact this gimbal head is carbon fiber is not the only reason to consider it. The engineers at Zenelli have come up with very innovative features to protect high value super telephoto lenses with the Save Lens Lever®, Pin Save Tablet® and SaveLook® lever.  The Save Lens Lever ensures the lens remains balanced and does not fall when changing gear or leaving your gear unattended. The Pin Save Tablet is a mechanism that ensures the arm of the gimbal head cannot uncouple accidentally.  The Save Look lever ensures that the gimbals quick release can’t be accidentally released allowing your camera and/or lens to fall plus it allows for preset tightening of your Arca-type lens plates. I was also impressed the manufacturer thought to support panoramic photography by engineering the head so the lens plate mount is perfectly centered atop the rotational axis of the tripod head base. I demonstrate all of these features in my review video and with out a doubt the Zenelli CARBONZX Carbon Fiber Gimbal Head  gets my highest rating.

Order your Zenelli CARBONZX Carbon Fiber Gimbal Head at B&H

Key Specifications

Height: 9.25″ (23.5 cm)

Width: 3.58″ (9.1cm)

Depth: 9.33″ (23.7 cm)

Weight: 2.6 lb

Distance from Center of Lens to Vertical Arm: 3″ (7.6 cm)

Arca-Type Compatible

360° Pan & Tilt Ranges

Quick-Release Lever

Save Lenses Lever (Home Bar)

Bubble Level

(optional) Camouflage Cover

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

Review: Zenelli Carbon Fiber Gimbal Tripod Head

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Der Schatten und das Selbst von Gabriel Isak

27 Jan

Zwei Menschen stehen verbunden nebeneinander.

Einen Menschen seinem Schatten gegenzuüberstellen, heißt, ihm auch sein Licht zu zeigen. Wenn man einige Male erlebt, wie es ist, zwischen beiden Gegensätzen zu stehen, beginnt man, zu verstehen, wer man ist. Wer zugleich seine Schatten und sein Licht wahrnimmt, sieht sich von zwei Seiten und damit kommt er in die Mitte.

Carl Gustav Jung –

Carl Gustav Jung war der Mystiker unter den Vätern (und Müttern) der Psychoanalyse. Während Sigmund Freud sich vorwiegend mit dem Sexualtrieb beschäftigte, erkundete Jung die Psyche des Menschen unter Berücksichtigung eines „kollektiven Unbewussten“. Das kollektive Unbewusste beherbergt psychische Inhalte, die alle Menschen teilen.

Innerhalb der heutigen akademischen Psychologie wird Jung, wie andere psychoanalytische Theoretiker, überwiegend unter historischen Gesichtspunkten behandelt. Ein Hauptgrund, weswegen die Psychoanalyse heute nur noch am Rande an Universitäten gelehrt wird, ist die Tatsache, dass sich einige Annahmen einer empirischen Prüfung entziehen.

Ein Mensch ist gefesselt

Wer sich mit den Schriften von Jung auseinandersetzt, wird zudem schnell bemerken, dass einige Begriffe unscharf definiert sind und teilweise widersprüchlich verwendet werden. Trotzdem ist die Auseinandersetzung mit Jung als einem bedeutsamen Wegbereiter der heutigen Psychologie wichtig.

Solch eine Auseinandersetzung wagt der junge schwedische Künstler Gabriel Isak (Jahrgang 1990), der sich in seiner Serie „der Schatten und das Selbst“ auf die theoretischen Überlegungen von Jung zum Schatten bezieht. Doch was hat es mit dem Schatten auf sich? Um Euch die Serie von Gabriel Isak näherzubringen, möchte ich ein wenig auf den Gedankenpfaden von Meister Jung wandeln.

Ein Mensch blickt einen anderen an.

Der Schatten ist einer der wichtigsten Archetypen in der Analytischen Psychologie nach Jung. Unter dem Begriff Archetyp versteht Jung Urbilder, die dem kollektiven Gedächtnis entspringen und das Erleben sowie Verhalten eines Menschen unbewusst beeinflussen. Unter „kollektiv“ kann man hier verstehen, dass alle Menschen bestimmte Persönlichkeitszüge in unterschiedlicher Ausprägung teilen.

Der Archetyp des Schattens steht in Jungs Werken für unerwünschte Persönlichkeitsanteile, die ins Unbewusste abgeschoben werden. Zu diesen unerwünschten Persönlichkeitsanteilen können Erwartungen von Anderen, soziale Regeln, sich aufdrängende Wünsche oder äußere Anforderungen an das Selbst zählen. „Der Schatten ist alles das, was du auch bist, aber auf keinen Fall sein willst“, so Jung.

Ein Mensch steht im Schatten und im Licht.

Dem Schatten steht die „Persona“ und die „Seele“ gegenüber. Laut Jung stellt die Persona jenen Teil der Persönlichkeit dar, die normatives, sozial verträgliches Verhalten steuert. Solche sozial verträglichen Verhaltensweisen werden von Menschen über den Verlauf ihrer Entwicklung erworben.

Ein Mensch kann nach Jung nur dann authentisch sein, wenn sich die Persona mit der „Seele“, die nach Jung den Kern der Individualität ausmacht, im Gleichgewicht hält. Übersetzt heißt das in etwa, dass man sich nicht nur nach externen Vorgaben (z.B. gesellschaftlichen Regeln) richten, sondern auch erkunden sollte, wer man unabhängig von Anderen ist.

Ein Mensch hängt am seidenen Faden.

Eine bedeutsame Frage ist nun, welchen Ausweg es aus Spannungen zwischen der der Persona und der Seele gibt. Der Schatten spielt in dieser Auseinandersetzung eine besondere Rolle. Die Kenner unter Euch werden der Schatten, die Persona und die Seele an Freuds Es, Über-Ich und Ich erinnern. Zur Lösung der Spannung zwischen den drei psychischen Teilen macht Jung ähnliche (aber im Detail nicht identische) Vorschläge wie Freud.

Um innerpsychische Spannungen im Zaum zu halten, können nach Jung Abwehrmechanismen greifen. Unangenehme Persönlichkeitsanteile werden vom Schatten aufgenommen und unter Verschluß gehalten. Nicht immer gelingt dies vollständig, so dass andere, unreifere Abwehrmechanismen wirksam werden können.

Zwei Menschen stehen verbunden.

Jung spricht beispielsweise davon, dass die Inhalte des Schattens auf andere Personen projiziert werden können. Das heißt, man nimmt eigene unangenehme Impulse an Anderen verstärkt wahr. Solche und andere Abwehrmechnismen dienen zwar der psychischen Stabilisierung, können aber zwischenmenschliche Beziehungen belasten.

Abwehrmechanismen können daher unter bestimmten Umständen zu psychischen Leidensdruck führen. Für eine Reifung eines jeden Menschen ist nach Jung daher die bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen Schatten bedeutsam. Das heißt, es gilt, den eigenen Schatten (unbewusste Aspekte des Selbst) zu erkennen, zu akzeptieren und in die eigene Persönlichkeit (Seele) zu integrieren.

Ein Mensch und sein Schatten

Der Zugang zu Inhalten des Schattens ist nach Jung über Träume möglich. Der Archetyp des Schattens, so führt Jung aus, tauche manchmal in Form eines bedrohlichen Widersachers oder eines Feindes auf. Die Auseinandersetzung mit dem Schatten (also mit unbewussten Persönlichkeitsanteilen) kann dazu führen, dass Menschen diese in ihre Gesamtpersönlichkeit integrieren. Dadurch werden sie für neue Erlebens- und Handlungsmöglichkeiten offen.

Bedrohlich wirkt die Konsequenz, die Jung dem zuschreibt, der sich nicht seinem Schatten stellen kann: „Wenn eine innere Situation nicht bewusst gemacht wird, erscheint sie im Außen als Schicksal.“ Wenn Anteile des Schattens ungenügend in die Gesamtpersönlichkeit integriert sind, so resultieren negative Gedanken und Gefühle.

Ein Mensch hält dem anderen die Augen zu.

Unter diesen eben genannten inhaltlichen Aspekten ist die Serie „der Schatten und das Selbst“ von Gabriel Isak spannend. Isak nutzt die Fotografie als Mittel, um surreale Szenen zu erschaffen, die die Interaktion zwischen bewussten und unbewussten Persönlichkeitsanteilen visualisieren.

Bezugnehmend auf Jungs mythologische Abhandlungen zum Selbst verwendet Isak vorwiegend Grautöne, Schwarz und ein leichtes Blau, um eine düstere Stimmung zu erzeugen.

Ein Mensch tippt einen anderen Menschen an.

Gabriel Isak schafft verschiedene Bilder, die verdeutlichen, wie der eigene Schatten die Seele beeinflussen kann. Besonders interessant ist das Mittel der grafischen Verfremdung, um eine höhere Abstraktion zu erreichen.

Dadurch wirken die Arbeiten von Gabriel Isak, auch ohne intensives Studium von C. G. Jungs Schriften, wahrscheinlich genau so wie es Jung gewollt hätte: Auf der Ebene eines kollektiven Gedächtnisses versteht man die Bilder und setzt sie zu eigenen Erlebens- und Verhaltensweisen in Bezug.

Ein Mensch reicht dem anderen die Hand.

Über ein visuelles Medium, die künstlerische Fotografie, kann also eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Schatten ermöglicht werden. Ich bin mir nicht ganz sicher, will aber mutmaßen, dass C. G. Jung Gabriel Isak gern auf die Schulter geklopft hätte.

Ich schüttele ihm dazu noch die Hand und freue mich, dass ein junger Fotograf nicht nur eine ästhetische, sondern auch inhaltlich interessante Arbeit geschaffen hat. Von Gabriel Isak werden wir sicher noch einiges hören.

Gabriel Isak studiert derzeit in San Francisco Fotografie an der Academy of Art University. Seine Arbeiten kann man auf seiner Webseite besichtigen.


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26. Januar 2015

27 Jan

Das Bild des Tages von: Rainbow tsai

© Rainbow tsai

Fotolinks des Tages

1. Öl und Fotografie werden ein Paar

Wenn talentierte Leute eine zündende Idee haben, kann das eigentlich nur gut werden. Dies ist auch der Fall beim Fine Art Fotografen Bill Gekas, der keine Lust auf normale Portraits von seinem Kind hatte. Gekas ging dem Gedanken nach, seine Tochter im Stile alter Ölgemälde zu inszenieren. Dabei herausgekommen sind Aufnahmen, die ihm so schnell niemand nachmachen wird. Großartiges Projekt. → ansehen

2. Ein Straßenfotograf lässt nicht locker

„Endlich, endlich!“ So manche Straßenfotografen und Kritiker werden sich den folgenden Fall wohl jahrelang herbeigewünscht haben, nun ist er eingetroffen. Fotograf Espen Eichhöfer machte ein Bild von einer Frau im öffentlichen Raum und stellt dieses in der C/O Berlin ausgestellt. Die Frau war damit jedoch nicht einverstanden und klagte auf Schmerzensgeld. Der Fotograf will den Fall aber austragen und gibt nicht nach. Auch, wenn er dafür vor das Bundesverfassungsgericht ziehen muss. Die Kosten für für den möglichen Gang durch die Instanzen sammelt er über Crowdfunding. Ein Präzedenzfall mit Folgen. → ansehen

+ Wollt Ihr Espen Eichhöfer finanziell unterstützen? Hier entlang.

3. Die Zukunft der Digitalkameras

Einen Blick in die Kristallkugel wagt Fotointern.ch und beschreibt die wahrscheinlichen Zukunftsperspektiven von Digitalkameras. Von der Verschmelzung von Fotokameras und Camcordern über die Verbesserung von Multi-Shot-Techniken, bis hin zu Experimenten, um unvollständige Aufnahmen von bekannten Baudenkmälern zu komplettieren, berichtet der Artikel. Wir sind gespannt, was davon dieses Jahr noch weiterentwickelt wird. → ansehen


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Unendliche Weite – Europas letzte Wildnis

26 Jan

© Patrik Spiesecke

Ein Beitrag von: Patrik Spiesecke

2.650 Kilometer. Diese Zahl sprang uns ins Auge, als wir unserer Reiseziel Kvikkjokk im Navi meines Autos eingaben. Anfang September 2014 begann unsere Reise zum Sarek Nationalpark in Schweden. Schon öfter war ich zuvor in Schweden gewesen und jedes Mal faszinierte mich dieses Land mit seinen großen Wäldern und zahlreichen Seen mehr. Somit war es nur eine Frage der Zeit, bis mich die Abenteuerlust auch in den wildesten Teil dieses Landes zog.

Schon zu Beginn der Planung war klar: Nicht allein und auch nicht ohne meine Kameraausrüstung! Schnell hatte ich auch meine beiden besten Freunde begeistern können, mit auf dieses Abenteuer zu gehen. Denn auch wenn der Sarek in Europa liegt, eine Reise dorthin ist nicht zu unterschätzen. Wanderwege sucht man vergebens, sein Handy hält man umsonst in den Himmel und Unterkünfte im Nationalpark gibt es nicht. Das heißt, man ist unterwegs ganz auf sich allein gestellt.

Somit ist auch klar, dass alles, was man mitnehmen möchte, einen die ganze Zeit begleiten wird. Jedes Gramm mehr wird man am Ende der Reise spüren und verfluchen. Das hieß auch, dass meine Kameraausrüstung abnehmen musste. Mit kam nur, was wirklich mit musste: Kamera, ein paar Akkus, Speicherkarten, ein Objektiv, ein kleines Stativ (das ich letztlich doch nicht brauchte) und die Kameratasche. Bei dem Objektiv fiel die Wahl auf das leichte Canon EFs 10 – 18 mm, da klar war, dass ich nur Landschaftsaufnahmen machen würde.

Eine Straße durch die Natur.

Wir kamen, nach über 30 Stunden im Auto, spät in der Nacht in Kvikkjokk an. Es regnete. Bis zum Morgen verbrachten wir die Zeit im Auto und versuchten, noch ein paar Stündchen zu schlafen. Am Morgen holte uns Björn, der in Kvikkjokk lebt, ab, um uns über den Gamajåhkå zu fahren.

Dies hatte ich zuvor mit ihm telefonisch ausgemacht. Es hatte etwas von „Ausgesetzt in der Wildnis“, als er uns mit seinem kleinen Boot über den Fluss fuhr und uns an der anderen Uferseite absetzte. Nun gab es kein Zurück mehr!

Zum Glück hatte es aufgehört zu regnen und die Stimmung war nicht mehr ganz so bedrückend. Zunächst sahen wir nicht viel von der letzten Wildnis. Ein schmaler Pfad führte durch den Wald den Berg hinauf. Es war Herbst im Sarek, anders als in Deutschland hatten die Bäume schon ihr Herbstkleid angelegt.

Wir kämpften uns auf ca. 700 Meter über Null, als der Wald langsam lichter wurde und wir am Gipfel des Hochplateaus ankamen. Hier verlor sich der kleine Pfad und es waren für lange Zeit die letzten Spuren der Zivilisation, die wir sahen.

Landschaft mit blauem Himmel und dem Schatten des Fotografen.

Da war sie! Die Wildnis! Die Ruhe! Die Weite! Die – was ist das? Gleich zu Anfang blickten uns etwa 20 Rentiere in die Augen. Irgendwie bedrückend. Vor lauter Erstaunen über diese tollen Tiere vergaß ich total, meine Kamera aus dem Rucksack zu holen. Denn die hatte ich noch immer dort verstaut. Im Laufe der Reise wurden die Begegnungen mit den Tieren allerdings zum Alltag und wir gewöhnten uns schnell an ihre Anwesenheit.

Erst nachdem wir noch ein paar Kilometer weiter liefen und wir einen Platz für unser Zelt gefunden hatten, fand ich die Ruhe, meine Kamera auszupacken, um endlich ein paar Fotos zu machen. Von nun an trug ich die Kamera immer vor meiner Brust, sicher verstaut in meinem ThinkTank-Holster. Denn hinten im Rucksack wird es mit der Zeit viel zu müßig, sie immer wieder rauszukramen.

Klar, irgendwann kann es auch echt nervig sein, immer dieses Ding vor der Brust zu tragen, aber letztendlich ist es die einfachste Lösung, schnell an seine Kamera zu kommen. Denn wer schon einmal einen 25-kg-Trekkingrucksack ständig auf- und abgesetzt hat, weiß, wovon ich spreche.

Ein Zelt in einer wilden Landschaft.

Ein weiterer Vorteil, den die Aufbewahrung vor der Brust mit sich bringt, ist, dass die Kamera stets sicher und trocken verstaut ist. Auch bei Regen kann man so die Kamera schnell mal rauszücken und genauso schnell wieder verschwinden lassen. Echt praktisch. Gerade im Sarek, wo sich die Wetterlage alle fünf Minuten ändert.

Ausgeschlafen sollte es am nächsten Morgen tiefer in den Sarek gehen. Laut Landkarte, denn ein Navi hatten wir nicht mit, standen uns rund 20 Kilometer bevor. Zu dem Zeitpunkt dachten wir noch, ein entspannter Tag läge vor uns. Dass dieser Tag allerdings alles andere als entspannt werden würde, ahnten wir nach den ersten zwei Kilometern.

Denn auch, wenn auf den Bildern nicht zu erkennen, glich die Landschaft vor uns einem kleinen Mond und das Tal, das wir durchquerten, bestand im Grunde nur aus Felsblöcken. So etwas hatte ich zuvor noch nie in solch einer Dimension gesehen. Wahnsinn! Als hätte jemand einen ganzen Berg zersprengt. Dazu kam die Sorge, dass irgendwem irgendetwas passiert.

Ein Wanderer auf felsigem Boden.

Felsige Landschaft

Gegen Abend erreichten wir letztlich doch sicher und unversehrt unser Ziel am Fuße des Habrés. Noch kurz bevor der Regen einsetzte, hatten wir unser Zelt aufgestellt und uns für den Abend vorbereitet. Frisches Wasser geholt, das Abendbrot vorbereitet und die Schlafplätze hergerichtet. An diesem Ablauf änderte sich auch die nächsten acht Tage nichts. Irgendwie spielt sich so etwas schnell ein.

Die ganze Nacht hindurch regnete es. Immer wieder wurde ich wach und versicherte mich, dass noch alles trocken ist. Unsere Rucksäcke fanden im Vorzelt ihren Platz. Meine Kamera allerdings hatte ich unten bei meinen Füßen verstaut. Irgendwie war mir das doch lieber.

Rotes Zelt in der Landschaft.

Als ich am nächsten Morgen das Zelt öffnete, blickte ich gegen eine graue Wand aus Nebel. Es hatte aufgehört zu regnen und der dichte Nebel verwandelte die Landschaft in eine schaurige Umgebung.

Leichter Nebel in felsiger Landschaft.

Den ganzen Tag löste sich der Nebel nicht auf. Erst gegen Abend, als wir erschöpft unseren dritten Lagerplatz erreichten, brach der Nebel auf. Das lag wohl am sehr starken Westwind. Nur mit Mühe konnten wir unser Zelt dieses Mal aufschlagen und es sicher im Boden verankern. Meist war es aufgrund der vielen Steine auch gar nicht so leicht, einen geeigneten Platz für unser Zelt zu finden.

Geweih vor nebliger düsterer Landschaft.

Am nächsten Tag, als wir gerade ein paar Meter unterwegs waren, fand ich dieses tolle Geweih am Boden liegen. Mit den vorbeiziehenden Wolken im Hintergrund ist es eines meiner Lieblingsbilder der gesamten Reise geworden, denn es zeigt einfach eindrucksvoll, wie wild und frei der Sarek heute noch ist und erinnert mich persönlich daran, wie zerbrechlich dieses gesamte Ökosystem ist. Daher appelliere ich an dieser Stelle an alle, die auch auf eine solche Reise gehen, verantwortungsvoll mit der Natur umzugehen und diese zu schützen!

Landschaft mit klarem blauen Himmel.

Die nächsten Tage passierten wir immer wieder große Blockfelder, Flüsse, steile Abhänge, weite Feuchtgebiete, Schneebrücken und dichtes Unterholz in den Tälern.

Mann mit roter Jacke an einem See.

Blick auf ein Flussbett und im Hintergrund ein Berg.

Durch die vielen Berge, die weiten Hochplateaus und die tiefen Täler bietet einem der Sarek eine Vielzahl von Motiven. Das raue und sich ständig wechselnde Wetter tragen ihr übriges zu den stimmungsvollen Bildern bei. Um meine Ausrüstung habe ich mir dabei nie Sorgen gemacht. Ich fotografiere mit der Canon 7D. Bei Regen, Sonne und Kälte. Bislang ohne große Vorsichtsmaßnahmen. Noch immer leistet sie die gleich gute Arbeit wie am ersten Tag.

See mit blauem Himmel.Zwei Wanderer.

Nach acht spannenden Tagen und Nächten erreichten wir nach zahlreichen Hindernissen wieder mein Auto. Wir waren froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, aber allen war klar: Sarek … wir sehen uns schon bald wieder!

Ich glaube, wer diese Strapazen einmal mitgemacht hat und als Belohnung dieses atemberaubende Gefühl von Freiheit erlebt hat, kommt davon nicht mehr los.

Bei der nächsten Reise werde ich allerdings den Fokus ganz klar noch mehr auf die Fotografie legen. Ich war oft einfach viel zu sehr von allem geflasht, als dass ich mich auf die Fotografie hätte konzentrieren können. Dies wird einem aber auch erst am Ende der Reise oder gar erst zuhause richtig bewusst.


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Sunset Over West Maui

26 Jan
Sunset Over West Maui

Sunset light illuminates clouds over west Maui

This was taken on a trip a year back atop the peak of Haleakala. While many are lured to this location to see the sunrise one should not miss sunsets either. It’s not everyday you get to sit a top the world and see for up to 30 miles or more in every direction. While driving here with my son he wisely stated, “This volcano is too big!” It is gigantic (10,023 feet above sea level) and amazing even more when you think how far down it goes below the ocean (28,227 feet from the ocean floor). It’s only rivaled by Mauna Kea on the big Island of Hawaii, which by chance you can see looking in the opposite direction from this view.

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

Sunset Over West Maui

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Power up as you pedal with Ride-a-long

26 Jan

Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

You know what would be awesome, other than laundry elves? A biking fairy that magically charges your phone as you ride.

The Ride-a-long is your non-magical and very real biking buddy that converts your leg work into juice for your phone. You’ll never have to worry about losing photo power on a ride again!

If your device is USB compatible, then it is Ride-a-long compatible. You can even detach the battery pack from your bike and take it with you for a power boost on pedestrian adventures.

Clap your hands if you believe in fairies … okay, actually put them back on the handlebars, you’ve got a ride to finish and a phone to charge!

Roll on over to grab your Ride-a-long
$ 129 at the Photojojo Shop


© Erin for Photojojo, 2015. |
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25. Januar 2015

26 Jan

Das Bild des Tages von: tauland haxhi

Bunte Lichtspuren im Dunkeln.


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