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Lost Places: Dr. Anna L.

15 Jan

© Leon Beu

In dieser verlassenen Villa in Hessen befindet sich nicht nur eine voll eingerichtete Wohnung, sondern auch eine Arztpraxis mit Wartezimmer, Labor und Bibiliothek. Wer schon in einem normalen Lost Place Gänsehaut bekommt, der wird sich hier beim Anblick des Untersuchungsstuhls und der konservierten Organe sicher alles andere als wohl fühlen.

Oft sind die Geschichten hinter solchen Lost Places doch sehr traurig. Ein Gebäude wird nicht einfach so aufgegeben. Meist stirbt der Besitzer und es gibt keine Erben. Oder im schlimmsten Fall einen großen Erbstreit und das Haus verfällt, während sich Anwälte böse Briefe schreiben. Um diese Villa ranken sich viele Gerüchte. Am wahrscheinlichsten ist, dass nach dem Tod ihres Mannes die Frau Doktor in ein Altenheim ging und nicht mehr fähig war, sich um das Haus zu kümmern.

Ein Flügel in einem verfallenen Zimmer mit rosa Vorhängen

Verwüstetes Untersuchungszimmer eines Urologen.

Konservierte Nieren in Gläsern.

Titelbild und Fotos: Leon Beu

Mit diesem Gedanken im Hintergrund ist der Besuch der alten Villa sehr bedrückend. Sie war noch voll eingerichtet: Bücher stehen in den Regalen, Kleider liegen in den Schränken. Briefe und Fotos findet man auf dem Schreibtisch und im Flur stehen auf einem kleinen Schränkchen Blumen. In ihrer Vase sind sie mit der Zeit getrocknet. Nach dem Tod und Auszug der Besitzer wurde hier vorerst alles genau so belassen wie es war.

In den oberen Etagen finden sich die Wohnzimmer, im Untergeschoss war die Arztpraxis des Urologen-Paares. Auch sie wurde von den Besitzern im ursprünglichen Zustand verlassen. Am beeindruckensten ist dabei wohl der Untersuchungsraum mit Patientenliege. Ordner mit Aufschriften wie „Prostata-Karzinom“ finden sich im Regal und weisen auf den Beruf hin. Auf dem Regal stehen in Formaldehyd eingelegte Nieren in verschiedenen Krankheitsphasen in Gläsern. Einige von ihnen sind mittlerweile zerbrochen, sodass es im ganzen Haus unglaublich stinkt.

Treppenhaus von oben

Altes Bett an einem verlassenen Ort.

Garderobe mit großer Glasfront.

Fotos: Sébastien Ernest

Das Haus ist wohl einer der bekannteren Lost Places und wurde von vielen Menschen besucht. Von vorsichtigen Abenteuerern ebenso wie von Randalierern und Dieben. Viele Bücher wurden mittlerweile aus den Regalen gerissen und bedecken die Böden und das Treppenhaus. Zettel und Kleidung liegen überall verstreut und auch einige Möbel sind bereits zu Bruch gegangen. Wie es hier aussah, als die ersten Entdecker kamen, kann man sich leider kaum vorstellen.

Auf Youtube finden sich unzählige Videos von Rundgängen durch das Haus und auch viele Fotografen haben sich hier bereits eingefunden. Einige von ihnen haben dabei für ihre Fotos viel umgestellt und insbesondere das Untersuchungszimmer stark arrangiert.

Ein Kleid und ein Spiegel hängen über einer alten Liege.

Ein alter Sessel vor einem kleinen Tisch.

Eine alte Kommode und ein kunstvoller Paravant in einem verlassenen Haus.

Fotos: Dirk Theuerkauf

Leider konnte ich bisher niemanden finden, der das Haus in seinem ursprünglichen Zustand festgehalten hat. Ins Auge fällt auf den ersten Bildern jedoch ein Kunstwerk, auf das mich der Fotograf Leon Beu aufmerksam gemacht hat. Ein blauer Paravant mit Skelettfrauen, bei dem es sich wahrscheinlich um ein Original mit einem Schätzwert im mittleren fünfstelligen Bereich handelt. Was damit passiert ist, konnte ich nicht herausfinden.

Nicht nur der Vandalismus setzt dem Haus zu, auch die Zeit tut ihr Übriges. Die Wände sind feucht und schimmeln, die Tapeten fallen ab, die Holztüren und Balken werden morsch und Farbe blättert überall ab. Im obersten Stockwerk wird der Boden nur noch von einzelnen Streben gehalten. Die Villa steht seit 1988 leer und wird wohl nicht mehr lange ohne Gefahr zu betreten sein.


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Art in Abandoned Places: 15 Unexpected Urban Installations

08 Jan

[ By Steph in Art & Installation & Sound. ]

abandoned art time lapse

Translucent jellyfish put on a serene display in the window of a derelict shop, ghostly images of long-dead patients seem to haunt a disused hospital and surreal oversized spider webs appear in the basement of an old factory in these 15 eerie installations bringing art and design to abandoned places.

Glowing Jellyfish Aquarium in an Abandoned Building

abandoned art jellyfish 1

abandoned art jellyfish 2

A glowing blue tank full of eerily floating jellyfish is probably one of the last things you’d ever expect to see in an abandoned shop window. Artists Walter Hugo and Zoniel built this striking aquarium as part of the Liverpool Biennial, inserting it behind the shutter of the derelict building. The installation, entitled “The Physical Possibility of Inspiring Imagination in the Mind of Someone Living” was not promoted in any way so people could come across it on their own and experience the wonder of such a discovery.

Ghostly Portraits in Ellis Island’s Abandoned Immigrant Hospital

abandoned art ellis island

abandoned art ellis 2

abandoned art ellis island 3

The ghostly images of the very same nurses, doctors and patients who once roamed the halls of Ellis Island’s immigrant hospital remain in the building like a psychic imprint thanks to an installation by French street artist JR, who installed paste-ups of archival photographs. The hospital treated 1.2 million immigrant patients between 1901 and 1954, when it was abandoned, and has since been re-opened to the public. The exhibit is entitled ‘Unframed – Ellis Island’ and will remain in the building as it continues to decay (photographs by Allison Meier of Hyperallergic.)

Eerie Installations in Abandoned Churches by Herbert Baglione

abandoned art baglione 1

abandoned art baglione 2

abandoned art baglione 3

abandoned art baglione 4

Painted shadows floating around in an abandoned mental hospital in Italy aren’t the only evocative and subtle works that Herbert Baglione has completed in derelict places. The Brazilian artist also brought his signature figures to a 16th century church in Celles-sur-Belle, France. Says Baglione, “The ‘reading’ of these places allows me to take the shadow to a unique path, which usually feeds and broadens the discussion because it brings light to the abandoned environment, and so I put the name of this series as ‘The path that the soul takes.’ The idea for the name came from a conversation I had with my brother ‘William Baglione’ about the places to do these installations. It is as if the soul is leaving an invisible trail on these places.”

Trampolines Suspended in an Abandoned Mine

abandoned art trampolines

abandoned art trampolines 2

An abandoned Welsh slate quarry twice the size of St. Paul’s Cathedral is now home to a rainbow-hued installation of nets as part of Bounce Below, the world’s largest underground trampoline. The new tourist attraction features three gigantic trampolines ascending to 180 feet above the floor of the cavern, with ten-foot net walls keeping anyone from bouncing right out.

Stop-Motion Time Lapse in an Abandoned House

abandoned art time lapse

Abandoned houses served as some of the unsettling locations that make up the backdrop for ‘Circle of an Abstract Ritual,‘ a stop-motion time-lapse by artist Jeff Frost. The film was created using time-lapse photography – no special effects or graphics were added.

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Art In Abandoned Places 15 Unexpected Urban Installations

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Lost Places: Flugzeugwrack in Island

21 Nov

Am 21. November 1973 verunglückte eine Douglas Super DC-3 der US Navy an der isländischen Küste. Das Flugzeugwrack liegt seitdem an derselben Stelle am Strand und zieht Touristen und Abenteuerlustige an. Und natürlich dient es vielen Fotografen als willkommenes Motiv.

Dass daran nichts moralisch Verwerfliches zu finden ist, liegt daran, dass damals bei der Notlandung niemand verletzt wurde. Alle Insassen überlebten, auch wenn man sich dies beim Anblick des alten Flugzeuges kaum vorstellen kann. Doch sein heutiger Zustand rührt wohl eher her von der langen Zeit von über 40 Jahren, in der es dem Wetter direkt am Meer ausgesetzt war.

Eine Frau im weißen kleid läuft von einem Flugzeugwrack weg.

Foto: Elizabeth Gadd

Flugzeugwrack bei Nacht. Polarlichter im Hintergrund.

Foto: Nonac_eos

Die Tragflächen und der hintere Teil fehlen, die Fenster sind eingeschlagen und nur der Rumpf liegt noch im schwarzen Sand. Dieser dunkle, flache Untergrund wirkt zusammen mit dem Wrack so surreal, als wäre alles nur als Kulisse für einen Film aufgebaut. Perfekt melancholisch und tragisch.

Allein ist man mit dem Flugzeug jedoch selten, denn der Ort ist gut besucht. Er liegt im Süden von Island in der Sólheimasandur. Die genauen Koordinaten findet man sehr schnell im Internet. Besitzt man ein Auto mit Allradantrieb, kann man direkt bis zum Wrack fahren. In unmittelbarer Nähe gibt es jedoch keine Straße, weshalb von einem Besuch im Winter eher abzuraten ist.

Flügelrest und Rumpf des Flugzeugwracks.

Foto: Nonac_eos

Flugzeugwrack

Foto: Christian Kneise

Das isländische Wetter macht das Fotografieren aber auch im Sommer nicht einfach. Windig ist es wegen des nahegelegenen Meeres immer, und meist auch regnerisch.

Die Ursachen für die Notlandung sind widersprüchlich. Oft liest man von Treibstoffproblemen, aber hier und da auch von Vereisungen im Getriebe der Propeller. Auch die Frage, warum es nie vollständig geborgen wurde, bleibt offen.

Flugzeugwrack in der Sonne

Inneres des Wracks. Licht scheint durch die kaputten Fenster.

Flugzeugrumpf im Gegenlicht.

Titelbild und Fotos: S. N. Carter

Das Wrack weist sehr viele Löcher auf. Woher sie trotz des eigentlich sehr widerstandsfähigen Außenmaterials des Flugzeuges kommen, konnte ich nicht herausfinden. Leider kratzen und malen einige Besucher auch hin und wieder auf das Blech, um sich zu verewigen, oder steigen auf die Flügelreste. Und das ist nicht ungefährlich, denn die Kanten sind rasiermesserscharf.

Wir hoffen, das Flugzeug bleibt noch lange Zeit erhalten und kann als Inspiration für viele weitere Künstler dienen.


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Lost Places: Wollseifen

15 Nov

Durch Zufall hörte ich von einem verlassenen Geisterdorf in der Eifel und fand dank Google recht schnell heraus, dass es sich um Wollseifen handeln musste. Ein Dörfchen, das 1946 von der britischen Militärverwaltung geräumt und anschließend für Militärübungen genutzt wurde. Etwa 500 Einwohner lebten bis zur Räumung im Dorf.

Heute übrig geblieben ist kaum etwas. Die alte Schule, ein Trafohäuschen und eine wieder restaurierte Kirche. Dass hier einmal 120 Familien gelebt haben, kann man sich vor Ort kaum vorstellen. Die Häuser wurden durch Brände und Schießübungen nach und nach zerstört und das Militär errichtete an ihrer Stelle neue Übungsgebäude. Noch 2001 trainierte man hier für den Kosovo-Einsatz.

Alte Übungsgebäude für das Militär

Frau an einer Mauer mit schwarzem X über dem Kopf.

Fotos: Chris Hieronimus

Diese Übungshäuser wirken sehr surreal und das herbstliche Wetter inklusive Regens gaben der Kulisse bei unserem Besuch eine passende Note. Auf älteren Bildern im Internet sehen die Fensteröffnungen schwarz aus den Häusern heraus. Als wir in Wollseifen ankamen, stellten wir jedoch fest, dass die unteren Stockwerke mittlerweile komplett zugemauert wurden. Lediglich zwei kleine etwa zwei mal zwei Meter große, einstöckige Bauten stehen offen zugänglich und voller Müll.

Aber diese Verwüstung ist nicht der alleinige Grund für die Schließung der Fenster. Das Betreten der Gebäude ist gefährlich. Durch die Militärübungen ist vieles einsturzgefährdet, wie uns ein netter Wachmann erklärte. Wir trafen ihn, als wir die Schule untersuchten. Das kleine Schild mit Warnhinweis vor dem Gebäude ist wirklich schnell zu übersehen, wenn man zu neugierig ist.

Zwei Frauen umarmen sich in einem alten Gemäuer.

Eine Frau im weißen Kleid in einer Ecke eines Gebäudes. Ihr Gesicht verschwindet in der Dunkelheit.

Fotos: Chris Hieronimus

Ursprünglich war die Schule zweistöckig, heute deckt ein neues Dach das erhaltene erste Stockwerk ab. Der Traditions- und Förderverein Wollseifen e.V. setzt sich zur Zeit für eine Restaurierung und Umnutzung ein.

Positiv ist anzumerken, dass bisher kaum Grafitti an den Wänden der Häuser zu sehen sind. Auch der Weg zum Dorf ist sehr schön, liegt es doch mitten im Nationalpark Eifel. Zu Fuß muss man gute 45 Minuten vom nächsten Parkplatz aus laufen, aber es lohnt sich! Die wunderschöne Landschaft der Eifel lockt ebenso für Fotos wie das Geisterdorf. Leider ist auch hier wieder Vorsicht geboten. Direkt zu Beginn des Wanderweges wird vor Sprengstoff und dem Verlassen der Wege gewarnt.

Eine Frau im schwarzen Kleid auf einer Wiese.

Foto: Foufinha

Zwei Frauen in schwarzen Kleidern umarmen sich im Regen zwischen zugemauerten Häusern.

Foto: Katharina Jung

Kirche und Militärisches Übungsgebäude.

Foto: Chris Hieronimus

Die Kirche St. Rochus im Ort steht unter Denkmalschutz und geht auf das Jahr 1470 zurück. Während der Militärübungen wurde auch sie bis auf die Ruinen zerstört und erst 2008 durch den Förderverein Wollseifen wieder saniert. Wollseifen und insbesondere die Kirche ist für viele Menschen ein Ort der Besinnung und des Gedenkens, worauf bei Fototouren auf jeden Fall Rücksicht genommen werden sollte.


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Lost Places: Kirche der Geister

08 Nov

Ein Lost Place, der nichts für schwache Nerven ist, ist die verlassene tschechische Kirche St. George. Geister sitzen hier auf den alten Holzbänken, beten oder tuscheln zu zweit unter einem gemeinsamen Tuch. Einige stehen im hinteren Bereich und scheinen den Eingang zu einem weiteren Raum zu bewachen. Ganz ehrlich: Wer sich völlig ahnungslos in diese Kirche begibt, bekommt den Schock seines Lebens.

Da die Geister Teil eines Kunstprojektes sind, passiert dies jedoch recht selten. Die meisten Besucher kommen gerade wegen dieser einzigartigen Installation in das kleine Dorf. Es handelt sich bei den Geistern um die Bachelorarbeit von Jakub Hadrava, der an der Westböhmischen Universität in Pilsen Kunst und Design studierte.

Über 30 Geister aus Gips in einer Kirche sitzend.

Geister aus Gips auf Kirchbänken.

Gipsgeister auf der Kirchenbank sitzend von der Seite.

Fotos: Suspiciousminds

Das Projekt soll zum Innehalten anregen. In der Region Pilsen gibt es viele absichtlich zerstörte Orte mit bewegter Vergangenheit. Die Geister stehen für die Erinnerungen, für die Menschen, die damals an diesem Ort saßen, um zu beten und für die er sehr wichtig war. Und in der Tat wirkt eine Kirche voller Geister weit leerer als eine gänzlich leere Kirche und regt zum Nachdenken an.

Oft liest man von der Kirche der neun Geister, mittlerweile beherbergt sie mit über 30 Gipsfiguren jedoch deutlich mehr. Sie sollen die Besucher zurück in die Vergangenheit holen, in der der Glaube noch einen sehr großen Einfluss auf das Leben der Menschen hatte. Und völlig spurlos geht die Installation an keinem vorbei.

Kircheninneres. Geister auf der Kirchbank mit einfallenden Licht,

Gips-Geister auf Kirchbänken sitzend von oben fotografiert.

Vier stehende Geister vor einem Eingang.

Fotos: Peter Untermaierhofer

Teilweise berichten Fotografen von plötzlich zuschlagenden Türen, sich bewegenden Vorhängen, Kameraproblemen und leeren Batterien in kürzester Zeit. Ob hier die Nerven mit dem einen oder anderen durchgehen oder doch mehr dahinter steckt, überlasse ich jedem selbst.

Erbaut wurde die Kirche bereits 1352. Nach einem verheerenden Brand um 1800 wurde sie im gotischen Stil wieder neu aufgebaut. Nur Teile des mittelalterlichen Mauerwerks blieben erhalten. Nachdem Teile der Decke während einer Trauerfeier 1968 einstürzten, schloss man die Kirche wegen Baumängeln und überließ sie zunächst dem Verfall, bis Jakub Hadrava sie für seine Installation entdeckte.

Loch in der Decke, ringsrum lässt sich ein Heiligenschein erahnen.

Ein Geist aus Gips steht vor einer hölzernen TürKirchgang mit drei unscharfen Geistern im Hintergrund
Geister sitzen auf einer Kirchbank. Von oben fotografiert.

Fotos und Titelbild: Christoph Schaarschmidt / Laura Kaiser

Die Wände im Inneren der Kirche sind zum Großteil schon sehr mitgenommen und es sind kaum Gemälde oder Verzierungen erhalten geblieben. Nur die Inschrift „Mein Haus ist ein Bethaus. Luk. 19/46“ steht noch gut sichtbar über dem Altarbogen.

Die Kirche befindet sich in Lukowa, einem Ortsteil der tschechischen Kleinstadt Manetin in der Region Pilsen. Ganz im Gegensatz zu vielen Lost Places ist dieser Ort völlig legal zu besichtigen, ja der Besuch ist sogar gewünscht.

Die Kirche ist Teil einer Wanderroute, die mehrere Kirchen miteinander verbindet und im Rahmen des Programms „Pilsen – Kulturhauptstadt Europas 2015“ beworben wird. Der Eintritt ist frei, es wird jedoch um Spenden zur Instandhaltung gebeten.


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Lost Places: Alte Gewächshäuser

27 Oct

Es ist Sommer und warm. Wir machen uns zu dritt auf den Weg zu den verlassenen Gewächshäusern, die am Rhein im Süden von Köln stehen sollen und finden sie tatsächlich sehr schnell. Es sind drei direkt nebeneinander, die Glasfronten alle noch sehr gut erhalten und nicht eingeschlagen, nur die Eisenstangen und Rohre im Inneren sind schon stark verrostet.

Als wir die Häuser betreteten, schlägt uns die Hitze entgegen. Lange halten wir es hier nicht aus, aber doch eine kleine Weile, denn so ein leeres Gewächshaus wirkt schon sehr beeindruckend. Durch die Hitze und die fehlende Bewässerung ist der Boden staubtrocken und es wachsen kaum Pflanzen, nur hier und da erobern sich strohige Büsche und Disteln ihren Platz.

Frau tanzt in leerem Gewächshaus

Foto: Normen Gadiel

Frau sitzt auf staubigem Boden.

Foto: Normen Gadiel

Frau in einem Gewächshaus stehend.

Foto: Normen Gadiel

Das Licht in den Häusern ist durch die vielen Fenster unglaublich hell und diffus. Von allen Seiten wird jedes Motiv wunderbar gleichmäßig ausgeleuchtet. Auch, wenn es nicht viel Verschiedenes zu entdecken gibt, ist es spannend, in den Häusern zu fotografieren. Nicht nur das Licht, sondern auch die vielen Linien des Gerüstes laden zum Experimentieren ein und geben schöne Möglichkeiten für perspektivische Aufnahmen.

Die drei Häuser ähneln sich sehr, weshalb wir uns mit dem begnügen, in das wir am besten hereinkommen, um zu fotografieren. Mit freudigen Gesichtern, aber furchtbar verschwitzt, retten wir uns anschließend wieder nach draußen.

Trockene Pflanzen vor Fenstern

Foto: Aileen Wessely

Fensterscheiben eines Gewächshauses

Foto: Aileen Wessely

Etwa vier Monate später besuche ich die Gewächshäuser erneut. Es ist nicht mehr so heiß und die Natur holt sich ihren Platz zurück. Die Eingänge zu den Häusern sind zugewuchert und wir kommen kaum durch die Dornen und Brennesseln.

Innen wirkt alles völlig verändert. Grüne Pflanzen haben sich entwickelt und überall über den Boden wachsen unglaublich dicke Dornenstränge und hängen sogar an den Wänden herunter. Barfußlaufen wie beim ersten Mal ist nur mit höchster Vorsicht möglich.

Ein Mädchen sitzt in einem Gewächshaus.

Foto: Katja Kemnitz

Foto: Katja Kemnitz

Foto: Katja Kemnitz

Der hintere Bereich des einen Gewächshauses führt zu einem kleinen überdachten Hinterhof. Ein Bettgestell, einzelne Kleidungsstücke und Geschirr liegt herum. Hier hat sich jemand ein Obdach gesucht.

Den geschichtlichen Hintergrund der Häuser kenne ich leider nicht. Ich wüsste gern, was hier wohl früher angebaut wurde und warum die Häuser sich nun selbst überlassen werden. Lange werden sie wohl nicht heil bleiben, denn Wind, Wetter und die Zeit werden ihr Übriges tun.


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Pointing Nowhere: Mysterious Arrows in Remote Places

31 Dec

[ By Steph in Global & Travel & Places. ]

Mysterious Concrete Arrows Airmail 1

The remains of large concrete arrows can be found in patches of dirt and grass across the United States from New York to San Francisco. Many locals have wondered what they’re for, seemingly pointing nowhere at all and often located in fairly remote places. They were installed in the 1920s, each accompanied by a fifty-foot tower and a tiny hut, and became obsolete within a decade.

Mysterious Concrete Arrows Airmail 2

So what were they for? Getting mail delivered in the time period just after the birth of the airplane, but before the wide use of radar and radio communications. The arrows helped guide airmail pilots at night, when flights would otherwise be grounded due to inability to properly navigate. The ability to deliver mail by plane represented a huge step in the evolution of U.S. mail delivery, vastly speeding up a system that had previously relied on stagecoach lines.

Mysterious Concrete Arrows Airmail 3

Mysterious Concrete Arrows Airmail 4

The system used fifty-foot beacon towers with rotating lights placed on top of concrete foundations shaped like arrows, usually between 50-70 feet in length. A small hut offered a place to stay for the people who maintained the generators and lights. The beacons were only visible from a distance of about 10 miles.

Mysterious Concrete Arrows Airmail 5

By the end of the first year of the program, the airmail service had 18 terminal airfields and more than 500 beacon lights in operation along the main mail delivery route, and continued to expand throughout the 1920s. But by 1933, new technology and the high cost of operation during the depression shut the program down. The towers were disassembled for their steel during World War II. A few have been preserved, like the one pictured above at the Western New Mexico Aviation Heritage Museum.

Mysterious Concrete Arrows Airmail 6

While many of the arrows have since been lost to development, those further afield still offer a (sometimes mystifying) glimpse of the past. The blog Sometimes Interesting has compiled a list with map links to arrows that still remain in New Mexico, Wyoming, Idaho, Nevada and other states.

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Tips for Landscape Photography in Exotic Places

11 Dec

The Exotic Landscape

Landscape photography is difficult. If you live in a location that lacks spectacular landscapes, or you just fancy going somewhere new, travelling to a new location – especially a beautiful one – may seem like the solution. A few days ,or a week, in a national park or other beautiful spot with your tripod and camera sounds like a great way to create some wonderful new images. What could go wrong?

Actually, plenty. The weather (and consequently the light) might not do what you want. If you are shooting by the sea, the timing of the tides may not be conducive to taking great photos. You may not have time to find the best places to take photos, and be able to get on location when the light is at its best.

I wrote more about that, and the advantages that concentrating on your local landscapes here, in my article The Intimate Landscape – 5 Tips for Better Landscape Photography.

Does that mean you should give up the idea of travel altogether? Of course not. Travel broadens the mind and provides fantastic new photo opportunities. It’s also a lot of fun. But because time is tight when you are travelling, you need to plan well to make the most of the opportunities that come your way. I’m going to show you how in this article.

Do your research before you leave

Research is very important. If your visit is brief, you’re going to be under time pressure. The more preparation you do, the better prepared you will be.

1. Use Flickr and 500px

The Exotic Landscape

Get on both of these websites (Flickr and 500px are both free to join) and search for photos taken in the place that you are going. The results will give you a great idea of the potential of that location. You might also find some new spots, away from the ones that everybody else seems to photograph.

If you are going to a coastal location, try and figure out how the changing tides affect the composition of the images you see. Some places are at their best at high tide, and others are at low tide. If this is the case, do an online search for tide tables. If the best photo opportunities are at low tide, for example, then the ideal time to travel there is when low tide coincides with sunset or sunrise, so you can take advantage of the golden hour and twilight.

Got a question about an image? Why not send the photographer a message and ask for their advice? Not everybody will reply, but you may receive invaluable advice from those that do.

2. The Photographer’s Ephemeris

The Exotic Landscape

When you are looking at other people’s photos, bear in mind that the light, and the direction it comes from as the sun rises and sets, changes during the year. There’s an easy way to calculate where the sun will rise and set in any given location, at any time of the year. Simply download The Photographer’s Ephemeris – this application will do the calculations for you. It’s free for Windows and Mac OS X; ideal for research before you go, and you can buy apps for smart phones and tablets; useful if you may need to use it while out in the field.

3. Check the weather forecast

The Exotic Landscape

It sounds almost too obvious to mention here, but it’s important to check the weather forecast before you go. Most trips are booked ahead of time, but long range forecasts are only accurate a few days in advance. Checking the forecast helps you prepare.

What if the forecast is for rain and cloudy skies? Then you need to work out how you are going to cope with that (for example, you could work in black and white, or concentrate on creating evocative images showing the background blurred out by the rain). If rain is forecast, make sure you have a waterproof camera bag to protect your gear and lens cleaning tissues or cloths to clean water off your front lens element. A cover to protect the camera is also a good idea (you can buy them from Amazon or BH Photo & Video).

4. Take minimal gear

Think about the gear you need to take. It’s a personal choice, but the trick is to find the balance between taking enough lenses and accessories to create great images, but not carry so much that you are so worn out when you arrive at your destination that you are too tired to take photos. For example, on a recent trip I took my 17-40mm wide-angle zoom and an 85mm prime lens (plus cable releases, filters etc). That’s it – because of my preparation I knew that I wouldn’t need anything else.

Tripods are tricky. You need to compromise between weight and stability, not always easy. If you need to buy one, this article (How to Buy a Tripod) covers the factors you should consider.

Don’t forget personal items, such as protective clothing, rain coats, food, wather etc. They all add weight to your load.

5. Be flexible

Good planning gives you a great head start, but don’t be afraid to change plans when you’re on location if you learn something new. Use local knowledge to your advantage. Why not ask the person you deal with in your accommodation, the best places to take photos? You might see postcards, or a local photo book in a shop, that show you new places to take photos. The weather may do something unexpected. Don’t get so locked into your plans that you are unable to see fresh opportunities.

Above all – have fun. Enjoy yourself and create some beautiful images.

Mastering Photography

Mastering Photography

My ebook Mastering Photography: A Beginner’s Guide to Using Digital Cameras introduces you to photography and helps you make the most out of your digital cameras. It covers concepts such as lighting and composition as well as the camera settings you need to take landscape photos like the ones in this article.

Post originally from: Digital Photography Tips.

Check out our more Photography Tips at Photography Tips for Beginners, Portrait Photography Tips and Wedding Photography Tips.

Tips for Landscape Photography in Exotic Places

The post Tips for Landscape Photography in Exotic Places by Andrew Gibson appeared first on Digital Photography School.


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Secret Cities: Capturing Hidden Abandoned Places on Film

12 Nov

[ By Steph in Abandoned Places & Architecture. ]

Secret Cities Abandoned Places 1
Just beyond all of the noise and activity of daily urban life is a secret world of forgotten spaces which are nearly always dank and dusty, but often surprisingly beautiful. Photographer Andrew Brooks seeks out these spots in Manchester, UK and Sittard-Geleen, The Netherlands, capturing them on film so the less adventurous can experience a small fraction of their crumbling glory.

Secret Cities Abandoned Places 2

Brooks gains entry into grand disused buildings that seem frozen in time, like the Hulme Hippodrome and Manchester’s Albert Hall, as well as subterranean tunnels and decommissioned water towers. At his website, the photographer provides detailed information about each location he shoots, describing what it felt like to experience them firsthand, as well as offering his stunning images.

Secret Cities Abandoned Places 3

Secret Cities Abandoned Places 6

The forgotten spaces just out of view of the average person in virtually any major city around the world start to occupy ‘imaginary spaces,’ says Brooks. It’s easy to envision them as settings for all sorts of fictional intrigue, to let our imaginations run wild with the possibilities of these often complex spaces, yet most of us are too wrapped up in our immediate surroundings to give them much thought.

Secret Cities Abandoned Places 4

Secret Cities Abandoned Places 5

“The familiar space we occupy gradually take on the character of wallpaper in our lives as we hurry from meeting to meeting, commitment to commitment, never stopping to appreciate the places where we live. In our rush we miss both the fantasy and reality of our pace in the world, habitually ignoring even the points where the opportunities for simple adventure encourage us to indulge.”

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Book of Cities: Rise & Fall of 10 Places Over 200 Years

16 Aug

[ By WebUrbanist in Design & Graphics & Branding. ]

book of cities infographic

We take it for granted that London and New York will grace the pages of books, but would you be surprised to learn that Madrid and Cairo were once as commonly referenced, or that Mumbai and Beijing are now two of the most popular cities capturing global imaginations?

city popularity infographic

Edgard Barbosa created this infographic (above) and other associated graphics (below) to explore the ebb and flow of famous cities in works of fiction and non-fiction alike.

city data in books

From its creator: “Books of Cities measures the quantity of books, written in the English language, that refers to 10 major cities in the world between 1800 and 2000 … it gives an overall idea of the amount of literature produced in each era about the same city.”

book of cities poster

The graphic covers London, New York City, Rome, Paris, Chicago, Tokyo, Madrid, Beijing, Mumbai, and Cairo, and shows how some cities, like Mumbai and Beijing, have recently hit the scene in a major way. Others, meanwhile, like London and NYC, have consistently attracted attention for much of the last few hundred years.

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