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Die 5 Foto-Bücher des Monats

04 Jan

Ein Stapel Foto-Bücher und Bände sitzen auf einem älteren Sessel.

Liebe Leser, es vergeht kein Monat, in dem nicht eine Vielzahl neuer Fotobücher auf dem Markt erscheint. Und wie Ihr wisst, empfehlen wir einmal pro Monat fünf Foto-Bände, die es uns angetan haben. Auf geht’s in die erste Runde 2015.

Die vergangenen vier Wochen war auf dem Buchmarkt der Fotografie nicht gerade der Teufel los, was mir aber nichtsdestotrotz die Auswahl nicht gerade leicht gemacht hat. Leichter ist auch mein Geldbeutel geworden, aber als besessener Fotoband-Süchtling komme ich nicht umher, regelmäßig zuzuschlagen (#firstworldproblems).

Warum? Weil Fotobücher für mich eine fotografische Intensität und Nähe bieten, die kein Bildschirm der Welt ersetzen kann. Aus diesem Grund bin ich eigentlich ständig auf der Suche nach neuen Bänden. Wie dem auch sei, hier ist nun meine Auslese, mein cream of the crop. Viel Vergnügen.

 

Cover des Buches Group f/64

1. Group F.64*

Die junge Fotografie-Studentin Mary Street Alinder lernte 1967 das Fotografen-Kollektiv um Ansel Adams, Dorothea Lange und Edward Weston auf einem Workshop in Oregon kennen. Es handelt sich um die Gruppe „f/64“ und das Zusammentreffen hatte weitreichende Folgen: Alinder arbeitete für den Rest von Adams’ Leben für ihn.

Nun hat die Autorin die erste allumfassende und deshalb historisch so bedeutende Biografie publiziert, die vor der Gründung beginnt und bis zum Verfall der Gruppe reicht. Die Umsetzung des Buches dauerte 16 Jahre lang – f/64 selbst existierte wohlgemerkt nur 8 Jahre.

Jedoch wusste die Autorin, dass es sich lohnen würde. Denn niemand hatte ein solch umfassendes Verständnis der Geschichte der zwischenmenschlichen Verhältnisse der (damals revolutionären) Gruppe wie Mary Street Alinder. Und damit ist diese Biografie wohl das Beste, was es zur Geschichte eines der bedeutendsten Foto-Kollektive des 20. Jahrhunderts gibt.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 1. Januar 2015
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Bloomsbury
Größe: 16,7 x 3,5 x 24,1 cm
Preis: 24,95 €

 

Buchcover des Titels Horn Please

2. Horn Please*

Die Autobahnen Indiens gleichen denen Europas nicht die Spur. Und das ist kein Zufall. Denn für viele Inder ist der Lastwagen, mit dem sie unterwegs sind, wie eine zweite Heimat – die selbstverständlich auch nach Heimat aussehen soll. Das fiel auch dem amerikanischen Fotografen Dan Eckstein auf.

Eckstein reiste insgesamt 10.000 Kilometer durch die Bundesstaaten Indiens, um diesem merk-würdigen Geheimnis auf die Schliche zu kommen. Was er vorfand, war und ist eine breitgefächerte Palette an Ausdrucksformen der künstlerischen Verzierung von Automobilen, die als individueller Ausdruck der Besitzer gilt.

Die Eckstein ebenso in großartiger Manier am Steuer fotografierte und herausfand, warum welcher Wagen wie geschmückt und verziert ist, denn häufig finden sich auch die von der Familie angebeteten Gottheiten auf den Lastwagen. Der Ausdruck „Horn Please“ steht übrigens auf fast jedem Gefährt und ist Ausdruck einer gewissen Lockerheit, die wir in Deutschland mit großer Sicherheit verloren haben. Oder niemals hatten.

Wer jetzt Lust auf das Buch bekommen hat, sich aber unsicher über die fotografische Kompetenz des Fotografen ist, kann auf dessen Projektseite zum Buch einen (meiner Meinung nach) ausreichenden Vorgeschmack bekommen.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 2. Dezember 2014
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: powerHouse Books
Größe: 25,1 x 2,4 x 30,6 cm
Preis: 36,81 €

 

Buchcover des Titels Segregation Story von Gordon Parks

3. Segregation Story*

Der amerikanische Fotograf Gordon Parks (1912 – 2006) sagte, er hätte die Kamera deshalb benutzt, weil sie seine Waffe war gegen die Dinge, die er am meisten hasste: Rassismus, Intoleranz und Armut. 1944 war Parks der einzige schwarze Fotograf, der für die Vogue arbeitete und ab 1948 festangestellt beim LIFE Magazine.

Im Jahr 1956 veröffentlichte letztgenanntes Magazin einen Artikel mit Aufnahmen Parks, der, im Gegensatz zu den erwarteten Fotos von Straßenkämpfen und Konflikten, das von der Rassentrennung bestimmte Alltagsleben der afro-amerikanischen Menschen zeigte. Und nun wird es spannend.

Denn was nun folgt, hat schon Maier’sche Züge: Sechsundzwanzig Aufnahmen wurden im LIFE-Artikel veröffentlicht, von den restlichen Beständen der Negative wurde bis nach Parks’ Tod geglaubt, sie wären verloren gegangen. 2011 wurden jedoch insgesamt siebzig Aufnahmen gefunden, die Parks unter dem Namen „Segregation Story“ aufbewahrt hatte.

Diese werden aktuell in Amerika ausgestellt und auch in einem von Steidl produzierten Buch präsentiert. Wer also bis heute noch nichts von Gordon Parks gehört hat: Jetzt ist der beste Zeitpunkt, das zu ändern. Es wird wahrscheinlich nicht lange dauern, bis der Preis des Buches steigt.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 5. Dezember 2014
Gebundene Ausgabe: 120 Seiten
Verlag: Steidl
Größe: 29,4 x 1,6 x 25,7 cm
Preis: 35,00 €

 

Buchcover des Titels Melting Away

4. Melting Away*

Wir wissen es alle, doch eine richtige Vorstellung davon haben wir eigentlich nicht. Gletscher schmelzen, verursacht durch globale Erderwärmung. Und eine Frau, Camille Seaman, sorgt dafür, dass das Halbwissen in visueller Form endlich ergänzt wird. Und das nicht erst seit gestern.

Jahrelang fotografierte Camille Seaman nun Eisberge in Polarregionen der Welt. Dabei erfährt sie ganz persönlich die Einzigartigkeit der Erde und ihre Beziehung als Mensch zu ihr. Diese Erfahrung möchte sie mit Betrachtern teilen.

Beziehung, das ist ein großes Wort bei Seaman. Sie ist dafür bekannt, dass sie in jedem einzelnen Eisberg eine Persönlichkeit sieht, die nicht getrennt von seiner Umwelt lebt, sondern mit ihr kommuniziert. So ist der Ansatz der Fotografin, Eisberge wie Menschen zu portraitieren, keine Überraschung.

Nun mag das alles „schön und gut“ sein, doch es garantiert noch lange keine guten Fotos. Allerdings hat die Fotografin mit „Melting Away“ nicht ihren ersten Auftritt. In unterschiedlichen TED-Talks berichtete und präsentierte sie in eindrucksvoller Art ihre Aufnahmen, die New York Times und auch die Printausgabe des TIME Magazines berichteten kürzlich über ihre Bilder.

Wem auch das nicht reicht, der darf sich gern auf ihrer Webseite überzeugen.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 2. Dezember 2014
Gebundene Ausgabe: 156 Seiten
Verlag: Princeton Architectural Press
Größe: 20,3 x 2,5 x 31,8 cm
Preis: 33,95 €

 

Buchcover des Titels In Her Kitchen

5. In Her Kitchen*

Der Name Gabriele Galimberti wird wohl nur den wenigsten Lesern etwas sagen, was nicht bedeutet, dass der italienische Fotograf nicht trotzdem schon einmal in Euren Köpfen war. Natürlich nicht physisch, aber mit seinen Bildern, denn erst im März des letzten Jahres sorgte er mit „Photos of Children from Around the World and Their Favorite Things“* – für ordentlich Furore.

Nun ist es wieder soweit und der vielreisende Italiener hat ein weiteres Buch produziert, das sich ebenfalls der Diversität unseres Erdballs widmet. Das gegenwärtige Thema sind Großmütter und ihre von Kindern und Enkeln heißgeliebten Kochkünste.

Inspiriert von der guten Küche seiner eigenen besuchter er Großmütter in aller Welt und zwar nicht in zehn, nicht zwanzig, sondern sechzig Ländern dieser Erde. Diese fotografierte er in seiner inhärent sachlichen Manier, ließ sich bekochen und nahm die Rezepte gleich mit.

Herausgekommen ist ein vorzügliches Buch, das sowohl Fotografinnen und Fotografen, als auch denen Freude bereiten wird, die sich von ihrer Oma gern verwöhnen lassen. Und zum Schluss gibt es noch einen Trailer zum Buch, der anders ist als ewartet.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 11. November 2014
Gebundene Ausgabe: 248 Seiten
Verlag: Clarkson Potter
Größe: 23,6 x 2,4 x 23,7 cm
Preis: 22,82 €

 

Wie auch beim letzten Mal hoffe ich, dass für alle etwas dabei war. Falls Euer kürzlich erschienener Lieblingsband nicht in meiner Auswahl ist, lasst es mich wissen, in den Kommentaren ist Platz dafür. Ich kann wie gesagt nie genug von Fotobüchern bekommen.


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Die 5 Artikel des Monats

28 Dec

Grüne kaputte Schreibmaschine

Hier ist er nun ein nächster Teil unserer Sonntags-Serie. Es handelt sich dabei um eine Art Best-Of der Foto-Links des Tages, die wir im Ausblick verpacken – jedoch weit entfernt von Klickstrecken. Nein, heute bekommt ihr die Crème de la Crème der Artikel, die sich im Dezember 2014 inhaltlich mit aktuellen fotografischen Geschehnissen befasst haben.

1. Folter, Geheimdienste und die Bedeutung der Fotografie

Definitiv einer der wichtigsten Artikel des Monats ist das Interview mit David Levi Strauss, der Fotografie in Verbindung mit politischen Prozessen untersucht und dazu ein Buch herausgebracht hat (das ich mir direkt bestellt habe). Im Kontext des Prozesses um die Verhörmethoden der CIA geht Strauss auf die Blockierung der 2100 Folter-Aufnahmen aus Abu Ghraib ein und erklärt, warum genau diese Aufnahmen so wichtig sind. Da die Publikation der Aufnahmen erneut von der Obama-Regierung verhindert wurde, ist das aussagekräftige Interview nach wie vor sehr relevant.

+ Das Buch von Strauss trägt den kuriosen Namen „Words not spend today buy smaller images tomorrow“ und ist auf Amazon* zu bestellen.

+ Auch Newsweek berichtete über die Blockierung der Fotos und kritisierte die Obama-Regierung dafür scharf. a

2. Jonathan Jones kritisiert „Phantom“ in Grund und Boden

Nachdem Peter Lik mit dem teuersten verkauften Foto, genannt „Phantom“ für Aufsehen sorgte, war der Kunstkritiker Jonathan Jones einer der ersten, der das Bild kritisch analysierte. In seinem Artikel begründet er, warum Phantom kein besonderes Foto ist und attestiert – nicht zu Unrecht – dem Fotografen Peter Lik schlechten Geschmack. Wichtig bei diesem Artikel ist, dass man die ersten Diagnosen Jones’ zur Fotografie, der er jegliches Recht, Kunst zu sein, verweigert, bewusst überlesen muss. Denn das ist nicht die Kernaussage des Artikels und kann somit als Nebenschauplatz der eigentlichen Diskussion eingeordnet werden.

+ Sean O’ Hagan ging separat auf die Behauptungen Jones’ ein und erklärt, warum die Fotografie als gesamtes trotz „Phantom“ eine Kunst ist

3. Wohin fließt Geld bei einer Foto-Ausstellung?

In Foto-Kreisen wurde viel verlinkt und geredet, und zwar über diesen Artikel von Joachim Schmid, der untersuchte, wohin Gelder eigentlich fließen, wenn ein Fotograf seine Bilder ausstellt. Bermerkenswert: Schmid verdeutlichte, dass Fotofrafen eigentlich diejenigend sind, die bei Ausstellungen häufig am allerwenigsten von allen Mitspielern verdienen – und dabei doch das entscheidende Rad am Wagen sind. Ein viel zu selten diskutiertes Thema, und deshalb ist diese Kritik besonders wichtig.

4. Wie die Person(en) des Jahres fotografiert wurden

Für Uberraschung sorgte im Dezember das TIME Magazine, weil es weder Politiker, noch einen der Öffentlichkeit bekannten Menschen als Person des Jahres kürte, sondern Ärzte, die gegen die Ebola-Krankheit kämpften. Ein für Fotografen besonders spannender Artikel wurde ebenfalls auf TIME veröffentlicht. Da er bezüglich der Portraits, ohne die ein „Person des Jahres“-Feature nicht möglich ist, einen Einblick verschaffte und die verantwortlichen Fotografen vorstellte, möchte ich ihn heute noch einmal in Erinnerung rufen.

+ Tipp: Das TIME-Magazin liegt in vielen Zeitschriften-Läden noch aus und es lohnt sich, zuzugreifen.

5. Über 17.000 Negative von Vivian Maier aufgekauft

Street Shootr schaffte es, ein Interview mit dem Galeristen Stephen Bulger an Land zu ziehen, der eine große Menge von Maier-Negativen kaufte, die bisher im Besitz von Jeffrey Goldstein waren. Weil es zum Erwerb (und der Zukunft von Maiers Aufnahmen) viele Fragen gibt, ist dieser Artikel besonders spannend. Insbesondere deshalb, weil Street Shootr nicht an der Oberfläche kratzte, sondern spürbar kritische Fragen stellte. Bulger entzog sich dem nicht, wich auch nicht aus, sondern ging auf alle Fragen ausführlich ein. Für alle, die wieder auf den aktuellen Stand im Maier-Prozess kommen wollen, ist dieser Artikel unverzichtbar.

Ich hoffe, dass diesen Monat für alle etwas dabei war. Falls nicht, könnt ihr gerne unser Ausblick-Archiv durchsuchen. Wenn Ihr jedoch einen Artikel gelesen habt, der in dieser Reihe fehlt, dürft ihr diesen gerne in einem Kommentar verlinken.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


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Die 5 Videos des Monats

21 Dec

Video © Aileen Wessely

Die Beschäftigung mit Fotografie muss nicht nur in Bildgalerien oder Texten stattfinden – auch das bewegte Bild eignet sich perfekt. An dieser Stelle zeigen wir Euch in Zukunft einmal im Monat eine bunte, handverlesene Wundertüte aus fünf sehr sehenswerten Videos, die wir in den Weiten des Internets gefunden haben: Kunst, Interviews, Tutorials, Dokumentationen und mehr. Film ab für die erste Ausgabe.

 

1. Blackout City

Haben wir nicht schon genug Timelapse-Videos gesehen? Nicht, wenn sie so gut sind wie dieses: Nicholas Buer sammelt seit Jahren an verschiedenen Orten Bildmaterial, um es zu einem Film zusammenzufügen, der die dauerbeleuchtete Stadt London so zeigt, wie man sie in Wahrheit nie zu Gesicht bekommt: Unter dem Sternenhimmel bei kompletter Dunkelheit. Das Ergebnis ist eindrucksvoll.

• Weiterführender Link: Auch die Landschaftsfotografie von Nicolas ist sehr sehenswert.

 

2. Celluloid

Der Videokünstler Marco Brambilla dreht einen kurzen Film eines tanzenden Liebespaars und überlagert die einzelnen Frames digital mit Film-Ageing-Effekten. Das Ergebnis? Ein wundervolles Stück Kunst, das an einer beliebigen Stelle pausiert werden kann und jeweils ein tolles abstraktes Bild ergibt. Unbedingt anguckenswert.

 

3. Der Fotobuch-Salon: „Purity“ von David Magnusson

Ein äußerst spannendes Format: In ganzen neunzig Minuten besprechen Damian Zimmermann (Photoszene), Markus Schaden (Schaden.com), Wolfgang Zurborn (Lichtblick School), Oliver Rausch und Frank Dürrach (Fotoakademie-Koeln) in Anlehnung an „Das literarische Quartett“ in jeder Folge ein Fotobuch. In der ersten Ausgabe geht es um das umstrittene Buch „Purity“ von David Magnusson.

• Weiterführender Link: Ein Interview mit David Magnusson bei Spiegel Online.

 

4. The Art Of Photography: Martin Munkácsi

Auf dem generell abonnierenswerten YouTube-Channel des Video-Podcasts The Art Of Photography wird der in Ungarn geborene Fotograf Martin Munkácsi vorgestellt, der als Reportage- und Fashion-Fotograf zu den bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts zählt. Wir bekommen einen ausführlichen Einblick in das Leben und sehen sehr viele Bilder des extrem vielseitigen Fotografen, der als Einfluss von Henri Cartier-Bresson gilt.

• Weiterführender Link: Auf The Art Of Photography gibt es unheimlich viele gute Inhalte.

 

5. Methods in Macro Photography

Der talentierte Makro-Fotograf Thomas Shahan nimmt uns mit auf eine seiner Fototouren und erklärt seinen Weg, um gute Makro-Bilder von Insekten zu machen. Besonders hilfreich für jeden, denn dein Ansatz und sein Equipment sind oft selbstgebastelt, Lo-Fi und es ist sehr erstaunlich, was er bereits mit einem umgekehrten Objektiv, einem selbstgebastelten Diffusor und dem internen Blitz erreicht.

• Weiterführender Link: Ein Artikel mit ausführlicheren Informationen über Umkehrringe für erschwingliche Makro-Fotografie.

 

Die Bonus-Links

• Ganze 200 kostenlose Dokumentationen hat Open Culture gesammelt. Darunter auch viel über Fotografie.

• Leider nicht einbettbar, trotzdem sehr sehenswert: Der spanische Fotograf Alberto García-Alix über seine Fotografie.

• Mit Artikel: Kenji Yamaguchi ist so etwas wie der Daniel Düsentrieb von National Geographic und baut Spezialanfertigungen für die Fotografen, die etwas ausgefallenere Ansprüche haben.

 

Welche sehenswerten Videos rund um die Fotografie habt Ihr in der letzten Zeit gefunden, die wir vergessen haben? Sagt es uns auf Twitter oder in den Kommentaren.


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Die 5 Fotowettbewerbe des Monats

15 Dec

Seifenkistenrennen

Wettbewerbe gibt es wie Sand am Meer. Wir versuchen, Euch die besten aus dem unüberschaubaren Angebot zu fischen und präsentieren Euch jeden zweiten Sonntag im Monat fünf ausgewählte. Wer die alten browserFruits hier vermisst, den verweisen wir gern auf unsere Kategorie Ausblick, in der wir zusammen mit dem Bild des Tages auch täglich drei interessante Links präsentieren. Und nun viel Erfolg bei den Wettbewerben.

 

1. Sony World Photography Awards 2015

Der Sony World Photography Award ist ein sehr großer Wettbewerb, bei dem man nach kostenloser Registrierung bis zu drei Bilder einreichen kann, bei bezahlter Mitgliedschaft auch bis zu 20. Es gibt drei Bereiche: Die Open Competition für alle Hobbyfotografen, die Professional Competition für professionelle Fotografen und den Youth Award für alle bis zum 19. Lebensjahr.

Je Bereich gibt es verschiedene Kategorien, bei denen sicher für jeden Fotografen etwas dabei ist und die auf der Webseite des Wettbewerbs noch genauer erklärt werden. Zu gewinnen gibt es 5.000 $ , Abdruck im Wettbewerbsbuch, eine Ausstellung in London sowie der Flug nach London zur Gala-Zeremonie. Einsendeschluss ist je nach Bereich der 5. bis 8. Januar 2015.

 

2. Exposure Awards 2014 von LensCulture

Ein weiterer großer internationaler Wettbewerb wird von LensCulture veranstaltet. Offen ist er für alle Arten der Fotografie und teilt sich in zwei Kategorien: Einzelbild und Serie. Es werden 6 Gewinner und 25 Finalisten durch eine Jury ausgewählt. Auf die Gewinner warten insgesamt 10.000 $ Preisgeld sowie eine Ausstellung in London.

Die Teilnahmegebühr für die Kategorie Einzelbild liegt für ein Bild bei 20 $ , für 2 bis 3 Bilder bei 45 $ . In der Kategorie Serie zahlt man 65 $ . Der Einsendeschluss ist der 22. Dezember 2014.

Dass die Konkurrenz sehr stark ist, beweisen die Gewinner des letzten Wettbewerbs von LensCulture mit dem Thema „Visual Storytelling“.

 

3. BRITA Kunstpreis 2015

Ein Wettbewerb für professionelle Fotografen mit künstlerischer Ausbildung und nachgewiesener Ausstellungstätigkeit ist der BRITA Kunstpreis. Das Thema ist „Endlich und unendlich – Natur als wertvolle ökonomische Ressource im Wandel“. Der mit insgesamt 10.000 € dotierte Kunstpreis wird sich auf vier Preisträger verteilen.

Die Werke der Preisträger werden ab Ende April 2015 in einer Ausstellung im Kunsthaus Wiesbaden gezeigt, zu der auch ein Katalog produziert wird. Bewerben muss man sich postalisch mit Kurzvita und Bewerbungsformular. Einsendeschluss ist der 26. Januar 2015.

 

4. Canon Profifoto Förderpreis

Der Canon Profifoto Förderpreis ist ein fortlaufender Wettbewerb. Den Gewinnern winken zwei Mal jährlich Sachpreise nach Wahl von Canon im Wert von 2.000 €. Es werden Fotografie-Projekte gefördert, die erst noch realisiert beziehungsweise erweitert oder beendet werden sollen, wie zum Beispiel Diplomarbeiten, Semesteraufgaben oder freie Arbeiten.

Teilnehmen können alle, die ihre Ausbildung in Fotografie oder Foto-Design gerade absolvieren oder abgeschlossen haben und professionell in der Fotografie oder artverwandten Berufsgruppen tätig sind. Das Höchstalter für die Teilnahme ist auf 30 Jahre begrenzt. Einsendeschluss ist am 2. Januar 2015 um 12:00 Uhr.

 

5. Junge Fotografie Stipendium des Stern

Die Redaktion des Stern vergibt jedes Jahr ein Stipendium an einen Nachwuchsfotografen mit einem abgeschlossenen Studium im visuellen Bereich. Der Gewinner hat die Chance, ein Jahr auf Vertragsbasis für den Stern zu arbeiten. Der Schwerpunkt liegt auf moderner Portrait- und Reportagefotografie.

Euer Abschluss darf nicht länger als ein Jahr zurückliegen und Ihr dürft nicht älter als 35 Jahre sein. Der Einsendeschluss ist hier der 15. Januar 2014.

 

Kurzmeldungen

Natürlich gibt es auch viele kleine Wettbewerbe. Vor allem auf Facebook erfreuen diese sich großer Beliebtheit. Zum Beispiel der aktuelle Wettbewerb von Walimex, der bis zum 17. Dezember Euer bestes Foto von 2014 sehen will. Wem bei Nennung von Facebook leichtes Unbehagen überkommt, der kann sich beim Magazin „Der Greif“ umsehen: Bis zum 22. Dezember 2014 kann man sich hier für eine Online-Ausstellung bewerben.

Ihr kennt weitere tolle Wettbewerbe? Dann schreibt unserer Redakteurin Katja Kemnitz eine E-Mail oder ergänzt die Liste auch gern in den Kommentaren.


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Die 5 Fotobücher des Monats

07 Dec

Liebe Leute, wir haben uns etwas einfallen lassen. Und zwar werden wir zur Abwechslung ab sofort jeden Sonntag ein Special der besonderen Art publizieren, das nicht so ein Riesengewurschtel Chaos wie die browserFruits darstellt.

Vier Themen werden wir uns annehmen, für Euch das Interessanteste herausfiltern und in kwerfeldein-Manier aufbereiten. Der jeweils erste Sonntag im Monat widmet sich Foto-Bänden, für die ich, Martin, zuständig bin.

Wisst Ihr eigentlich, wie viele Fotobücher jeden Monat erscheinen? Ich jedenfalls habe aufgehört, zu zählen, denn es sind sehr, sehr viele. Da ich selbst leidenschaftlicher Fotoband-Sammler bin und ständig nach Neuerscheinungen auf dem Markt forsche, wird es von meiner Seite einmal im Monat fünf Empfehlungen geben. Heute beginnen wir mit…

 

Cover des Buches Nicholas Nixon: The Brown Sisters

1. Nicholas Nixon: The Brown Sisters*

Im Oktober dieses Jahres machte ein Foto-Projekt im Netz die Runde und weckte die Neugier von Tausenden Menschen. Es handelte sich dabei um vierzig Aufnahmen von vier Schwestern, die nicht direkt nacheinander gemacht wurden, sondern jährlich.

Der Fotograf war Ehemann einer der vier Schwestern und machte aus dem ersten Schnappschuss kurzerhand ein Jahresprojekt, das nach vierzig Jahren nicht zum ersten Mal gekürt wird. Ebenfalls erhältlich ist es in einem Band zum 25.* und zum 33.* Jahresjubiläum.

Das vierzigste Jahr ist für dieses Projekt ein Meilenstein, denn: Die Serie ist noch lange nicht zu Ende. Zu beachten ist jedoch: Wer oben auf die beiden anderen publizierten Bände geklickt und etwas genauer hingesehen hat, wird den Preis nicht übersehen haben. Die Nixon-Bücher haben das Talent zum teuren Sammlerstück und so haben sich heute investierte 25 € (man achte an dieser Stelle auch auf den Verlag: das MoMA) in zwanzig Jahren vielleicht schon vervierfacht.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 3. November 2014
Gebundene Ausgabe: 96 Seiten
Verlag: Museum of Modern Art
Größe: 1,3 x 29,2 x 24,1 cm
Preis: 25 €

 

Darstellung des Buches Vogue: Das Kleid im offenen Schuber

2. Vogue: Das Kleid*

So manche Leser werden sich fragen, ob es sich bei diesem Buch um Mode oder um Fotografie handelt. Nun, es ist beides. Insgesamt 100 Jahre Modegeschichte verleihen dem Kleid den historischen Kontext, in dem es von diversen Fotografen für die Vogue in Szene gesetzt wurde.

Namen wie der deutschstämmige Horst P. Horst, Cecil Beaton oder Mario Testino werden im Buch nicht nur genannt, sondern ihre fotografische Aufarbeitung des Themas ist Teil des Programms. Die aufwändige Buchgestaltung mit silberner Folienprägung und schwarzem Schuber verleiht dem Buch auch haptisch eine exquisite Note.

Natürlich ist dieses Buch prädestiniert für Portrait-Fotografen und Menschen, die einen persönlichen Bezug zur Mode haben. Denn nur die werden tief in den Gelbeutel greifen – 79 € ist kein Preisknaller, jedoch handelt es sich hier mitnichten um ein schmales Taschenbuch.

Informationen zum Buch

Veröffentlichtung: 10. November 2014
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Prestel
Größe: 28,7 x 5,1 x 36,8 cm
Preis: 79 €

 

Cover des Buchs Survey von Stephen Shure

3. Stephen Shore: Survey*

Stephen Shore hat die Farbfotografie beeinflusst wie nur wenige andere. Er war wie William Eggleston einer der ersten, die sich weigerten, das der Kunst verschriebene Schwarzweiß zu benutzen und machte somit den Farbfilm auch außerhalb der Mode- und Werbefotografie salonfähig.

Auch hier im Magazin hielt eine Ikone Shores Einzug: Der rote Bulli. Auch mir hat es der Klassiker „Uncommon Places“ angetan und meine Begeisterung für Shores unaufgeregte Bildästhetik lässt sich kaum in Worte fassen.

„Survey“ vereint mit über 250 Abbildungen die Gesamtkarriere des amerikanischen Fotografen und ist daher vor allem für Neugierige interessant, die sich bisher nicht mit Shore befasst haben. Es befinden sich darin die wichtigsten Werke, die sich über sechs Jahrzehnte von 1960 bis 2014 erstrecken; bisher kaum ausgestellte Monochrom-Arbeiten sind ebenfalls abgebildet. Also auch ein Tipp für Kenner der amerikanischen Nicht-Dramatik.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: November 2014
Verlag: Aperture/Fundación MAPFR
Gebundene Ausgabe: 300 Seiten
Größe: 24,9 x 3,5 x 31,2 cm
Preis: 39,95 €

 

Ausschnitt des Covers von Photographers’ Sketchbooks

4. Photographers’ Sketchbooks*

Willkommen zum hässlichsten Cover eines Fotobuches, das es jemals gegeben hat. Nun, vielleicht nicht das hässlichste, jedoch sollten Betrachter (in diesem Falle) nicht vom Äußeren auf das Innere schließen. Denn das, was das Buch behinhaltet, ist so großartig, dass ich nicht widerstehen konnte, es mir sofort zu kaufen.

Was dieses Buch herausragend macht, ist die Herangehensweise, mit der es sich Zugang zum Allerpersönlichsten verschiedener Künstler verschafft. Nämlich nicht in erster Linie mittels Fotos, sondern Notizenbüchern. Nein, nicht nur Designer haben ständig ein Moleskine zum Kritzeln dabei, auch Fotografen arbeiten damit.

„Photographers’ Sketchbooks“ sind neben Notizen und Zeichnungen von Magnum-Größen wie Peter von Agtmael, Jim Goldberg und Trent Parke auch Vorarbeiten und Geschriebenes von Künstlern wie Michael Wolf, Saul Leiter und Martin Klimas. Vollgekritzelte Kontaktabzüge, in Schreibkladden eingeklebte Fots und Aufnahmen vor dem Shooting machen dieses Buch eine unendliche Inspirationsquelle für Interessierte.

Übrigens ist einer der beiden Autoren des Buches im Netz nicht unbekannt. Es handelt sich um Bryan Formhals, den einige bestimmt von Twitter oder seinem leider nicht mehr aktiven Magazin kennen dürften.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 13. Oktober 2014
Verlag: Thames & Hudson
Gewicht: 1,9 kg
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Preis: 35,74 €

 

Ausschnitt des Covers vom Bildband Dennis Stock: Time Is On Your Side

5. Dennis Stock: Time Is On Your Side*

Dennis Stock war ein Mitglied der Agentur Magnum Photos — volles Mitglied war er ab 1954 — dessen Name eher selten fiel, obwohl Stock zu den bedeutendsten Fotografen der Nachkriegszeit gehörte. Er fotografierte eines der meistgedruckten Portraits seiner Zeit und jeder wird es kennen: James Dean, mit Kippe im Mundwinkel und durchnässtem Mantel am verregneten Times Square in New York City.

In zahlreichen Publikationen veröffentlichte er neben Hollywood-Schauspielern auch die hohe Riege der Jazz-Musiker, die er fotografiert hat. Heute bekannt ist sein von der Kamera verdecktes Gesicht aus einem Portrait, das Andreas Feininger 1951 von ihm erstellte.

Ende Oktober erschien unter dem Titel „Time Is On Your Side“ ein großer Band mit insgesamt 100 Schwarzweiß-Abbildungen von 1950 bis in die 1970er Jahre im Verlag Prestel. Der Band begleitet eine Ausstellung im Aachener Suermondt-Ludwig-Museum, die vom 30. Oktober 2014 bis zum 25. Januar 2015 geöffnet ist.

Informationen zum Buch

Veröffentlichung: 27. Oktober 2014
Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Verlag: Prestel
Größe: 24 x 2,4 x 28 cm
Preis: 45 €

 

Zum Abschluss noch zwei Bücher, die es nicht in die ausführliche Auswahl geschafft haben, aber dennoch sehenswert sind. Zum einen „People Of The 21st Century“*, das sich der Konformität von Kleidungsstilen annimmt und zum anderen wohl der kurioseste Band des Monats, der manchen Lesern Kopfschmerzen bereiten könnte: „Forgotten Brains of the Texas State Mental Hospital“.

Ich hoffe, dass Ihr heute füngdig geworden seid – Fotobände sind übrigens auch ein wunderbares Weihnachtsgeschenk. Falls Ihr Empfehlungen zu Neuerscheinungen auf dem Fotobuch-Markt habt, schreibt mir eine E-Mail. Danke!

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


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