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Posts Tagged ‘für’

Weihnachtsgeschenke für Fotografen

07 Dec

Geschenktipps

Weihnachten ist nah und für alle, die noch passende Geschenke für ihre Fotografenfreunde suchen, haben wir hier eine kleine Liste mit feinen Dingen, über die sich Fotografen sehr wahrscheinlich freuen werden, für Euch zusammengestellt.
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Was für die Augen: Monitor EIZO CS270

27 Nov

Titelbild EIZO CS270 Artikel

Als selbstständiger Fotograf macht man sich in der Anfangszeit der eigenen Karriere viele Gedanken um alles Mögliche. Welche Kamera ist robust genug für meine Tätigkeit? Welche Objektive brauche ich? Wie gestalte ich meinen Workflow?
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Kosovo: „Für mich ist das Leben hier scheiße.“

17 Aug

Ein Kleinkind verschwindet hinter einer Tür.

Gjakove. Ich besuche mit Zef und Sara eine kleine Kommune für Roma, Ashkali und Ägypter – die Caritas hat hier einige Häuser für die Ärmsten gebaut. Nach einer kleinen Einführung mit der Projekt-Leiterin führt uns der Sozialarbeiter, der hier Angebote für Kinder macht, zum Haus einer Familie.
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Fit für die Ausstellung

24 May

Bilder, die an einer Wand hängen.

Ein Beitrag von: Michael Nischke

Fotos auf dem Display wirken brillant, doch sind sie winzig im Vergleich zum perfekt gedruckten Motiv, das zudem noch an der Wand hängen kann und Freunde begeistert. Der große Traum ist dann die eigene Fotoausstellung.
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Tilt-Shift-Fotografie für Einsteiger

16 Apr

tiltshift-manuelmut-titel

Nachdem ich neulich bereits in einem anderen Artikel erzählt habe, wie ich zur Fotografie mit dem Tilt-Shift-Objektiv gekommen bin, möchte ich mit dem heutigen Artikel eine kleine Einführung für all diejenigen geben, die sich mal daran probieren wollen, es sich aber bisher wegen mangelndem Verständnis nicht getraut haben.
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App Review: Bluristic für iPhone

31 Oct

Die iPhone-App „Bluristic“ verspricht echte Langzeitbelichtungen für experimentelle Fotografie mit dem iPhone. Doch wie gut funktioniert das Konzept wirklich? Ich habe die App auf Herz und Nieren getestet.

Konzept

Der grundsätzliche Ansatz von Bluristic ist nicht nur sehr gut, sondern tatsächlich einmalig unter den vielen Foto-Apps im Store: Die App macht Langzeitbelichtungen und trackt dabei die fokussierten Subjekte, sodass durch Bewegung des Smartphones oder des Subjekts Wisch- und Mitziehereffekte auf dem Hintergrund erzeugt werden.

Bluristic setzt dabei nicht auf einen Filter, det nachträglich einen Effekt auf das Bild setzt, sondern nutzt einen Umweg, um echte Langzeitbelichtung zu ermöglichen: Über die Video-Funktion des iPhones werden je nach Belichtungszeit sehr viele Bilder hintereinander aufgenommen, sodass man am Ende ein kombiniertes Bild aus sehr vielen Einzelbildern erhält.

Endlich kann man, so zumindest die Theorie, auch mit dem iPhone ein bisschen experimentellere Fotografie betreiben, die nicht nur durch Nachbearbeitung glänzt.

Foto eines statischen Objekts mit Bluristic, nachbearbeitet in Photoshop

Foto eines statischen Objekts mit Bluristic, farblich nachbearbeitet in Photoshop

Design

Die designtechnische Ausarbeitung von Bluristic muss im negativen Sinne als „rudimentär“ beschrieben werden: Abgesehen davon, dass es in der App lediglich einen Landscape-Modus mit einigen wenigen und sehr einfachen Icons gibt, nutzt Bluristic auch generell nur wenige Gestaltungselemente, die zum einen Teil mit Apple-eigenen Standard-Tables und -Tabellen abgebildet werden, zum anderen Teil mit recht amateurhaften Grafiken daherkommen.

Eigene Akzente in Sachen Design setzt Bluristic kaum, wenn überhaupt, dann fällt nur das sehr markante App-Icon und der dazu passenden Start-Screen positiv auf. Auch der Sound ist nicht gerade sonderlich vertrauenserweckend: Ein ansteigendes Surren verkündet den Verlauf einer Aufnahme, der umgekehrte Ton beendet sie. Mit bekannteren Foto-Apps hat das alles nur sehr wenig zu tun.

Das sehr minimalistische User-Interface bei der Aufnahme

In Sachen Design ist auf allen Ebenen dringend Nachbesserung gefragt: Momentan hat Bluristic nur wenig Wiedererkennungswert und wirkt stellenweise wie eine unprofessionell zusammengeschusterte Bastler-App.

Usability/UX

Die gute Nachricht ist: Bluristic ist nicht so schwer zu bedienen, wie man es zu Beginn vermuten mag. Die schlechte Nachricht ist: So leicht allerdings auch nicht. Die Bilder werden gemacht, indem man im Aufnahmemodus den Bildschirm berührt, gedrückt hält und die Kamera dabei bewegt.

Die Schwierigkeit dabei ist es, einen roten Punkt auf dem Screen innerhalb eines Quadrats zu behalten, der wie eine Wasserwaage das getrackte Subjekt fixiert. Anders ausgedrückt: Wenn man das iPhone während der Aufnahme zu stark bewegt und rotiert, dann verliert die App auch das Subjekt, das man eigentlich fotografieren will und man bekommt ein vollständig verwaschenes Bild.

Foto eines sich bewegenden Objekts, nachbearbeitet in Photoshop.

Foto eines sich bewegenden Objekts, farblich nachbearbeitet in Photoshop

Für Einsteiger gibt es dazu ein kleines Tutorial beim ersten Einstieg in die App, sonst hat Bluristic lediglich ein paar Einstellungsmöglichkeite und eine sehr abgespeckte interne Galerie für die Aufnahmen. Insgesamt kann man sagen, dass Bluristic nach einiger Einarbeitungszeit durchaus schnell zu bedienen ist. Richtig Freude mag bei der Nutzung aber nicht aufkommen, dafür wirkt die App insgesamt zu unfertig.

So muss etwa irritierenderweise vor jeder Aufnahme ein Play-Button gedrückt werden, selbst wenn man sich bereits auf dem „Capture“-Tab befindet und die Bilder können nur in einer recht kleinen Auflösung exportiert werden, beides höchstwahrscheinlich ein Resultat dessen, dass man technisch betrachtet bei der Aufnahme ein Video dreht.

Die Galerie-Ansicht. Viel mehr gibt es in der App auch nicht zu sehen.

Die Galerie-Ansicht. Viel mehr gibt es in der App auch nicht zu sehen.

Fazit

Kommen wir zur entscheidenden Frage: Wie sind die Ergebnisse mit Bluristic denn jetzt eigentlich? Wie brauchbar sind die Bilder, die man mit der App macht und wie sehr entsprechen sie den gezeigten Promo-Bildern im App-Store?

Sofern man nicht die Qualität von Mitziehern einer DSLR erwartet, erfüllt Bluristic sein Versprechen wirklich gut: Bei statischen Objekten sind die Ergebnisse und der Effekt entfernt vergleichbar mit dem Lensbaby – in der Mitte scharfe Bilder, die zu den Rändern hin verwischen und verschwimmen.

Mit etwas Übung kann man mit Bluristic durchaus spannende Experimente und Fotos aufnehmen, die sich sehen lassen können. Durch die echte Langzeitbelichtung lassen sich außerdem erstmals bewegte Objekte verschwimmen, Passanten verschwinden lassen und auch echte Mitziehereffekte kreieren.

Freilich müsste man für die exakte Anwendung der App und einige Aufnahmearten wieder ein Stativ verwenden, was den Sinn einer Smartphone-App zum Mitnehmen und aus der Hand schnell Fotos machen konterkariert, aber auch so sind die Bluristic-Ergebnisse durchaus sehenswert.

Portrait in Bewegung, nachbearbeitet in Photoshop.

Portrait meiner Herzdame in Bewegung, farblich nachbearbeitet in Photoshop.

Trotz all der Schwächen und Schwierigkeiten der App kann man Bluristic vor allem für den niedrigen Preis von unter einem Euro durchaus weiterempfehlen, denn das Programm ist sehr originell und tut, was es verspricht.

Wenn am ganzen Drumherum (und vielleicht auch am Aufnahmeprozess selbst) noch ein paar Verbesserungen geschehen, dann wird Bluristic vielleicht irgendwann ein richtig gutes Tool fürs iPhone. Bis dahin ist es zumindest für alle, die gern mal herumexperimentieren, im Sinne einer Lomo-App durchaus zu empfehlen.


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Teste Foto-Technik für kwerfeldein

28 Oct

Du fotografierst schon eine ganze Weile, schreibst gern und hättest Lust darauf, für kwerfeldein freshe Fototechnik zu testen? Dann könnte dieser Aufruf genau für Dich sein..

In den nächsten Monaten wollen wir unser publizistisches Wirken um das Segment von Foto-Produkten erweitern und mit persönlichen Erfahrungsberichten bestücken.

Damit wir dieses Vorhaben auch in fachlich breitgefächertem Maße umsetzen können und nicht nur auf die von uns besonders stark gepflegten Fotogenres beschränkt sind, wollen wir die Leserschaft (und das bist vielleicht Du) mit ins Boot holen.

Dabei kann und wird es sich um alles handeln, was der Fotomarkt zu bieten hat, zum Beispiel:

Superscharfe Objektive, unbekannte Kleinbild-Filme, Stative, Bearbeitungs-Software, schicke Kameragurte, Batteriegriffe, Smartphone-Apps, neuer Studiokram, Fernauslöer und natürlich Kameras.

Sie füllen die Regale eines jeden Fotoladens und man steht – nicht nur – als Einsteiger machmal völlig überfordert davor. Wir wollen dem Bedarf nach Produktrezensionen entgegenkommen, die nicht unter klinisch sauberen Laborbedingungen, sondern möglichst praxisnah und persönlich gestaltet sind.

Jetzt kommst Du ins Spiel. Wenn Du Dir vorstellen kannst, Fotokram für kwerfeldein zu testen, solltest Du natürlich kein Einsteiger sein und Spaß daran haben, Deine Erfahrungen zu verschriftlichen und mit Aufnahmen zu bestücken. Klingt gut? Dann…

Bewirb Dich

  • Beschreibe in drei, vier Sätzen, was Deine persönliche Motivation ist, Fotoprodukte zu rezensieren.
  • Informiere uns darüber, was Du am liebsten testen möchtest. Tipp: Eine Wunschliste.
  • Hänge exakt 10 Deiner besten Fotos in 1000px Breite an.
  • Hinterlasse eine Signatur mit Deiner Adresse und Telefonnummer, damit wir Dich kontaktieren können.
  • Sende das Ganze bis diesen Donnerstag, 30. Oktober, 12 Uhr mittags als E-Mail an techniktesten@gmail.com.

Vermutlich wird bei uns eine unüberschaubare Anzahl an Bewerbungen eintreffen, die gesichtet, sortiert und priosiert werden muss. Somit bitten wir um Nachsicht – wir werden die Ausgewählten so schnell wie möglich kontaktieren.

Wir sind (sehr!) gespannt.


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Gründe für die Straßenfotografie

02 Sep

Ein Beitrag von: Larry Hallegua

Ich habe versucht, zu ergründen, warum ich Fotos von Fremden mache, anstatt von meiner Familie oder Freunden. Von Menschen, zu denen ich keinerlei persönliche Beziehung habe, die die Bilder wahrscheinlich nie sehen werden und möglicherweise noch nicht einmal gutheißen würden, wenn sie sie zu Gesicht bekämen.

Ich erinnere mich an das erste Mal, ich war noch ein Teenager, meine Mutter war irritiert und fragte mich: „Warum verschwendest Du Dein Geld für Filmentwicklungen, wenn auf den Bildern niemand zu sehen ist, den Du kennst?“

Darauf hatte ich keine befriedigende Antwort, ich hatte mir darüber nicht mal Gedanken gemacht. Eigentlich ging es nur darum, Bilder von Leuten zu machen, ohne dass sie das merkten, um mehr ging es mir nicht. Am Ende war das aber auch nur eine Phase, die schnell verging, für lange Jahre schlummernd.

Ein Mann steht vor einem Geschäft, die Kabel seiner Kopfhörer laufen aus seinem Mund.

Eine Frau sitzt in einem Fotoautomaten, im nächsten Automat hinter ihr steht ein Mann, der auf sie zu schauen scheint.

Die Mützen zweier Piloten hängen auf den Ausziehgriffen zweier Koffer, hinter denen die zwei Männer sitzen.

2012 fühlte ich mich gelangweilt von den immer gleichen Bildern von Familie und Freunden und den üblichen Urlaubsschnappschüssen und ich erinnerte mich an den Bildband von Henry Cartier-Bresson, den ich von meinen Kollegen zum Abschied geschenkt bekommen hatte, als ich den Job wechselte.

Das Buch weckte diese schlafende Leidenschaft und ich war Feuer und Flamme. Das dringende Bedürfnis, wieder auszugraben, was an künstlerischem Ehrgeiz vielleicht noch in mir verborgen war, brachte mich wieder zu dieser speziellen Obsession, der „heimlichen Fotografie“.

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Eine Frau mit langen rosa Haaren in Rückansicht.

Ein Mann in Rückansicht liegt auf dem Brautkleid einer Frau.

Jetzt, nachdem ich über Jahre hinweg in vier verschiedenen Ländern fotografiert habe, finde ich mich wieder auf einer harten, ziemlich dünnen Matratze in einem kleinen Hochhaus-Appartement in Chengdu und ich frage mich: Hat sich irgendetwas geändert? Warum Bilder von fremden Menschen?

Wenn ich ehrlich bin, muss ich zugeben, dass es zur Sucht geworden ist. Oft ist das Befriedigen des Dranges wichtiger, als die Ergebnisse zu sehen, die sehr enttäuschend sein können, speziell, wenn ich mich mit den herausragenden Werken anderer Fotografen in dieser Disziplin vergleiche.

Aber Droge ist Droge, egal wie gut oder schlecht ich mich am Ende fühle. Ich wache mit der Sucht auf, gehe mit ihr zu Bett und ich bin dankbar dafür! Du kommst in diesen Rhythmus: Gehst raus, um das Bild zu machen, kommst heim, ziehst Dir das Ergebnis rein und wenn die Droge wirkt, dann wirkt sie richtig, das Ergebnis macht Dich sehr zufrieden, zumindest für eine Weile, dann lässt die Euphorie langsam nach und dann musst Du wieder raus, versuchst, es besser zu machen, versuchst aus der Vergangenheit zu lernen, etwas Neues zu schaffen, aufregend, andersartig, etwas, das wirklich aus Dir kommt.

Eine Frau hält ein Kleinkind auf dem Arm und spiegelt sich im Lack eines Autos.

Personen greifen um eine Ecke und ein buntes Plakat mit weiteren Menschen ragt ins Bild.

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Warum also Fremde? Die einleuchtendste Antwort ist, dass ich fasziniert bin von Menschen und ihren Lebensumständen. Also, warum sollte man sich nicht auf die konzentrieren, die man nicht kennt, schließlich können sie genauso interessant, lustig, verrückt, schön, vorhersehbar (oder auch nicht) sein, wie all meine Freunde oder meine Familie, wenn nicht sogar mehr!

Mich interessieren auch Verhaltensmuster, speziell über verschiedene Kulturen hinweg, genauso wie die Unterschiede, die man finden kann. Humor, Ironie, das Absurde, Tragödien und alles, was man für skurril halten könnte, berührt mich stark. Ich mag dieses Wort: skurril, das bringt es auf den Punkt.

Ein Mann unter einer Folie.

Ein Mann hängt hinter einer Fensterscheibe ein Poster auf.

Aus einem Führerhäuschen lugt eine Hand mit Zigarette.

Farbe ist wichtig, schwarzweiß habe ich begonnen, aber ich habe die Farbe lieben gelernt, die Möglichkeiten, die sie mir bietet, eine ansprechende Ästhetik in meinem Werk zu entwickeln.

Eine wirklich schlüssige Antwort, warum ich all das mache, kann ich nicht bieten. Der Gedanke, die Kamera nicht zur Hand zu nehmen und zu fotografieren, ist mir unbequem, das würde eine große Leere in mir hinterlassen. Vielleicht ist das der wahre Grund für diese, für meine Obsession.

Dieser Artikel wurde von Tilman Haerdle für Euch aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.


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Sebastians Equipment für Makro, Natur und Menschen

07 Aug

So sehr mir die Technik hinter Fotos egal ist (ich denke bei Foto-Technik unwillkürlich erstens an den uralten Fotografenwitz mit dem Koch und den Töpfen und zweitens an gruselige Foren, in denen alte Männer Testbildreihen miteinander vergleichen), so sehr ist mir paradoxerweise im Laufe der Zeit meine eigene Kamera ans Herz gewachsen.

Ich fotografiere seit knapp drei Jahren mit einer Canon EOS 60D*, an die ich zusätzlich den Batteriegriff BG-E7* geschraubt habe und ich bediene ihre Funktionen inzwischen ziemlich instinktiv.

Als mich bei einem Ausflug eine Freundin kürzlich fragte, wie man denn das Fokusfeld bei der Kamera ändert, war ich nur mit einigen Mühen in der Lage, es ihr auf der abstrakten Ebene „Drücke Knopf A, dann drehe an Rad B“ zu beschreiben, aber als sie mir die Kamera wieder in die Hand gab, konnte ich die notwendigen Griffe fließend und ohne einen Gedanken daran zu verschwenden ausführen.

Ein Nahportrait

Ich glaube, in der kleinen Anekdote steckt der eigentliche Punkt, der die Beschäftigung mit Technik interessant macht: Die Technik ist ein Werkzeug, um zum Bild zu kommen, aber sie sollte gut bedienbar sein und zum Fotografen passen.

Je länger man nun mit dem bestimmten Werkzeug arbeitet und je besser die Bedienbarkeit ist, desto intuitiver kann man damit umgehen und desto mehr wird es im Sinne von McLuhan eine Erweiterung des eigenen Körpers und verschwindet bei der Arbeit fast vollständig aus den Gedanken. Es ist also vor allem wichtig, das Equipment zu finden, das gut zur eigenen Arbeitsweise und zum eigenen Stil passt.

Ein Mensch mit Blatt vor dem Gesicht

Die EOS 60D passt aus verschiedenen Gründen zu mir: Sie ist schwerer und größer als die Vertreter der dreistelligen Serie, mit denen ich vorher für lange Zeit unterwegs war und die mir inzwischen, wenn ich sie mal wieder in die Hand bekomme, ein bisschen wie Spielzeug oder zumindest Einsteigerkameras vorkommen.

Gerade mit dem zusätzlichen Batteriegriff liegt die EOS 60D sehr wuchtig und stabil in der Hand, das Auslösegeräusch ist satt, die technischen Spezifikationen reichen mir für alle Anwendungsfälle und sie hat einen kleinen Extra-Monitor mit den wichtigsten Anzeigen oben auf dem Body, so dass ich den Hauptscreen in vielen Fällen nur nutzen muss, um die gemachten Bilder gegenzuchecken. Ich kann mit der Kamera also relativ „analog“ und unkompliziert arbeiten.

Preis und Leistung der Kamera sind für meine semi-ich-fotografiere-halt-gern-so-rum-professionellen Bedürfnisse perfekt, das Handling liegt mir sehr und mit dem zusätzlichen Akku im Griff und einer großen Speicherkarte muss ich mir im Grunde nie Sorgen machen, dass ich durch irgendwelche Umstände (Speicher voll, Akku leer) eine Fototour abbrechen muss. Auch an die technischen Grenzen der Kamera stoße ich nur sehr selten.

Ein bunter Schmetterling

Mein Immerdrauf-Objektiv ist, und das ist wohl eher ungewöhnlich, das Canon EF-S 60 mm f/2.8 Macro*, das sich neben seiner Makro-Funktion auch als normales Festbrennweitenobjektiv mit einer für meine Zwecke relativ gut geeigneten Brennweite nutzen lässt.

Ich wechsle relativ ungern von diesem Objektiv weg und nutze es auch oft, wenn ich Portraits, Straßenfotos oder andere Motive ablichte, denn auch dort macht es einen mehr als nur soliden Job.

In seiner Hauptfunktion als Makro- gefällt mir an dem Objektiv vor allem die Tatsache, dass ich damit ohne Blitz aus der Hand fotografieren kann. Ich will auch körperlich nah ran an meine Subjekte, an die kleinen Dinge, die Pflanzen, die Tiere, die Blätter, den Boden, ich will es fühlen, anfassen, genau betrachten und dann ein Bild machen. Ich krieche gern durch Büsche, verrenke mich und lege mich hin, um das ideale Bild zu kriegen. Mit mehr Brennweite, etwa mit der bei anderen Makrofotografen viel beliebteren Alternative des Canon EF 100 mm f/2.8*, wäre meine Art zu fotografieren sehr viel schwieriger bis unmöglich durchzuführen, denn dann müsste ich viel öfter mit dem Stativ arbeiten, während mir das 60 mm f/2.8 in vielen Fällen die Wahl lässt.

Vertrocknete Pflanzen

Im Grunde sind die Canon 60D mit Batteriegriff, eine große Speicherkarte und das 60 mm f/2.8 mit einer ausklappbaren Gegenlichtblende schon das vollständige Equipment, das ich für etwa drei Viertel all meiner Bilder einsetze. Dieses eher minimalistische Set-Up reicht absolut aus, um mich selbst für einige Tage im Wald auszusetzen und mit einer Tonne von abstrakten Pflanzen- und Kleintierbildern und vielleicht ein paar surrealen Selbstportraits zurück zu kommen.

Einige andere Bilder mache ich außerdem mit meinem Allround-Objektiv Tamron AF 28-75 mm f/2.8* (das eine exzellente und preiswerte Alternative zu allen gängigen Kit-Objektiven darstellt), manchmal auch noch Portraits und Menschenbilder mit dem Canon EF 85 mm f/1.8* und dem Canon EF 50 mm f/1.8 II* (die beiden Objektive nutze ich vor allem wegen der Möglichkeit, mit noch weiter geöffneter Blende im Portraitbereich zu arbeiten).

Die Wurzel eines toten Baumes

Der Rest meines Equipments ist für mich eher experimentelles Zeug, man mag es auch Spielkram nennen: Ich fotografiere ab und zu gern mit einem gekauften* und einem selbstgebauten Lomo-Objektiv (das im Grunde nur ein Body-Deckel ist, in den ich ein größeres Loch gebohrt, es anschließend mit Alu-Folio und Tesa wieder verschlossen und diese schließlich mit einer kleinen Nadel angepikst habe), spiele ab und an gern mit einem Lensbaby und mache auch mal Bilder mit einer alten Polaroid-Kamera, die ich bei eBay erworben habe.

Und, ja: Ich besitze natürlich auch ein stabiles Stativ und einen Blitz, sogar einen Fernauslöser und einen zugehörigen Durchlichtschirm mit Fuß für kleinere Heimstudio-Projekte. Aber diese Dinge kommen doch eher selten zum Einsatz, natürliches Licht und die Natur als Arbeitsumgebung liegen mir deutlich mehr und machen mich vor allem glücklicher, als Modelle in einem Studio vor einfarbigen Hintergründen abzublitzen.

Kleine Pflanzen auf einer Parkbank

Ich bin alles in allem rundum zufrieden mit meinem eher minimalistischen Equipment. Und wenn ich mich von Zeit zu Zeit dabei ertappe, mit einer EOS 5D (auch, wenn ich weiß, dass sich dieses Upgrade in meinen Bildern nicht wirklich sichtbar niederschlagen würde) oder dem Canon MP-E 65 mm f/2.8* (was wohl die interessanter Anschaffung für mich wäre, auch wenn das Objektiv ganz und gar nicht vielseitig ist) zu liebäugeln, dann denke ich wieder an den Koch, die Töpfe und daran, dass es nicht darum geht, welche Technik man verwendet, sondern darum, was man daraus macht.

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Faszination für Unterwasser-Fotografie

04 Aug

Ein Beitrag von: Foufinha

Meine gesamte Familie ist wasserverrückt. Zwischen Tauchern, Wakeboardern und Unterwasser-Rugby-Spielern komme ich mir oft vor wie ein schwarzes Schaf. Ich bin froh, wenn ich mich beim Schwimmen über Wasser halten kann, habe keinen Tauchschein und mein Rekord auf Wasserskiern liegt bei stolzen zwei Sekunden. Nur in einer Hinsicht merkt man mir meine Familienzugehörigkeit dann doch an: Meine Faszination für Unterwasser-Fotografie.

Also machte ich letztes Jahr meine ersten Geh- bzw. Schwimmversuche mit einer analogen Kompaktkamera. Im Nachhinein kann ich aber sagen, dass Film für mich – gerade für den Anfang – nicht das beste Medium für Unterwasserfotografie ist. Das liegt hauptsächlich daran, dass es Unterwasser meist sehr schnell gehen muss und ich gerade hier lieber ein paar Fotos zu viel mache als ein Gutes zu wenig.

Der Mangel an (bezahlbaren) Alternativen und einem See mit zuverlässig klarem Wasser führte dann letzten Endes dazu, dass ich nach nur zwei Unterwasser-Shoots die Kamera wieder beiseite legte. Kommt Zeit, kommt Rat.

Zwei Frauen im Wasser. Die Gesichter sind über der Wasseroberfläche und nicht zu sehen.

Zwei Frauen im Wasser. Die Gesichter sind über der Wasseroberfläche und nicht zu sehen.

Und der kam dann dieses Jahr ganz zufällig, als ich von meinem Mitbewohner den Tipp zu einem Tauchsee in meiner Region bekam und ein befreundeter Fotograf mir anbot, seine Unterwasserhülle* auszuleihen. Mit zwei Modellen und einem Kofferraum voller Klamotten machten wir uns also auf den Weg. Trotz wechselhaftem und eher kühlem Wetter wollte ich unbedingt ins Wasser und einen weiteren Versuch wagen. Mein Glück war, dass alle Beteiligten genauso dafür brannten wie ich.

Nun hört man von solchen Hüllen oft nichts Gutes und auch ich war zunächst etwas skeptisch. Mehrere Tauchgänge später war ich aber überzeugt und ich denke, sofern man vorsichtig ist, den Beutel nicht unbedingt mit spitzen Gegenständen transportiert und vor jedem Einsatz testet, sollte man jede Kamera auch trocken wieder aus dem Wasser holen können.

Zwei Frauen im Wasser. Die Gesichter sind über der Wasseroberfläche und nicht zu sehen.

Zwei Frauen im Wasser. Die Gesichter sind über der Wasseroberfläche und nicht zu sehen.

Die vorliegende Serie war so eigentlich nicht geplant. Sie entstand in einer Aufwärmpause aus einer fixen Idee heraus und zu meiner Freude waren beide Modelle sofort begeistert dabei. Wo es Unterwasser schon bei einer Person schwierig ist, sie posen zu lassen und im richtigen Moment den Auslöser zu finden, wurde es bei zwei Personen gleich doppelt so schwer.

Zum Glück haben die Modelle sich so gut verstanden, dass auch ihr Umgang miteinander sehr natürlich war und ich keine ausführlichen Anweisungen geben musste. Ich ließ die beiden also immer wieder tauchen, umeinander schwimmen und wartete den richtigen Moment ab.

In der Nachbearbeitung habe ich nicht viel verändert, lediglich die Farben etwas ins Bläuliche gezogen, Schwebeteilchen entfernt und die Kontraste verstärkt. Die Lichtpunkte der letzten beiden Bilder sind beim Fotografieren entstanden, als mir die Luft ausging und ich unbedacht ausgeatmet habe – manchmal muss man ja auch etwas Glück haben!

Eine Frau liegt im Wasser. Viele Lichter als Bokeh liegen im Wasser um sie herum.

Zwei Frauen im Wasser. Lichterbokeh um sie herum.

Ich neige dazu, meine Shoots durchzuplanen. Es gibt mir Sicherheit, wenn ich vorher weiß, was und wo ich fotografieren will. Wenn ich dann doch mal ohne eine genaue Idee losziehe, merke ich häufig, wie ich mich auf der Suche nach einem passenden Thema selbst blockiere, bis ich gar nicht mehr fotografieren mag.

Diese Serie hat mir gezeigt, dass ich nicht alles vorher planen muss und dass auch spontane Ideen zu liebgewonnen Bildern führen können.

 

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