RSS
 

Archive for the ‘Equipment’ Category

Break in the Storm, White Sands National Monument

23 Jan

Fitting quote for the week as we wrap up a week here in the United States commemorating the life of Martin Luther King Jr.:

Darkness cannot drive out darkness; only light can do that. Hate cannot drive out hate; only love can do that.
– Martin Luther King, Jr.

Break in the Storm, White Sands National Monument - New Mexico

Break in the Storm, White Sands National Monument – New Mexico

If you ever show up to a location you’ve had your heart set on to photograph only to find that the weather isn’t up to your expectation this photo is a reminder to clear your mind of preconceived ideas and start fresh. Mother Nature always has a way of revealing a facet of her beauty, you just have to be open minded enough to see it.

Technorati Tags: landscape, nature, photography, New Mexico, White Sands National Monument

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

Break in the Storm, White Sands National Monument

flattr this!


JMG-Galleries – Jim M. Goldstein Photography

 
Comments Off on Break in the Storm, White Sands National Monument

Posted in Equipment

 

Racetrack Star Trails, Death Valley

16 Dec

The surreal scenery of Death Valley offers some great photo opportunities, but no more so than at night. During a new moon the skies above Death Valley unveil every star in the sky. It’s really breathtaking to see how many stars can be seen less any light pollution. The sky lights up so much from the stars in fact my clients on this night kept asking me if I was sure that there were no other light sources. Truly an awe inspiring scene and one that translates well in star trails photos. I’m looking forward to returning here in February on my next Death Valley photo tour with a new group. I still have openings so consider yourself invited to join the fun.

Technical Details
Canon 5D Mark II, 16 mm, f/9, 4 hours, ISO 3200

Racetrack Star Trails, Death Valley National Park

Racetrack Star Trails, Death Valley National Park

If you enjoyed this photo be sure to check out my new eBook Photographing the 4th Dimension – Time where its featured with other great photos and photography technique discussions.

Technorati Tags: photography, star trails, Death Valley National Park, national park, Death Valley, landscape, nature

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

Racetrack Star Trails, Death Valley

flattr this!


JMG-Galleries – Jim M. Goldstein Photography

 
Comments Off on Racetrack Star Trails, Death Valley

Posted in Equipment

 

“Ich zeichne, wovon ich kein Foto machen kann und umgekehrt.” Im Gespräch mit Ekaterina Grigorieva

13 Dec

Ekaterina Grigorieva begeistert mich schon lange mit ihren verträumten, fantasievollen und sehr emotionalen Portraits. Viele ihrer Themen wie Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit von Mensch und Natur erkennt man in ihren Arbeiten ziemlich schnell.

Sie arbeitet in der Natur und im Studio und macht Künstlerportraits ebenso wie klassische Aktfotografie. Außerdem malt und zeichnet sie und setzt damit die Ideen um, die außerhalb ihrer fotografischen Möglichkeiten liegen. Im Gespräch erfahren wir mehr über diese und andere Aspekte ihrer Arbeit.

Hallo Ekaterina. Erst einmal danke, dass Du Dir Zeit für unser Interview genommen hast. Zuerst, erzähl uns doch mal ein bisschen über Dich: Wer bist Du, was machst Du?

Ich bin eine Fotografin und Grafik-Künstlerin und lebe in Moskau, Russland. In meinen Fotografien versuche ich, die menschliche Zerbrechlichkeit, innere Ruhe und Harmonie einzufangen. Denn ich glaube daran, dass der Protest gegen die Eitelkeit, Habgier und den allgemeinen Zeitmangel nicht ausgedrückt werden kann, indem man dem Publikum diese Dinge direkt demonstriert. Sehr wohl aber durch Schönheit.

Wie hat sich diese These als Grundlage Deiner Arbeit entwickelt, welche Erfahrungen hast Du gemacht, die Dich dazu geführt haben?

Ich weiß wirklich nicht, ob es nur eine Begebenheit war, die mich dorthin geleitet hat. Meine Wahrnehmung der Fotografie und wie ich sie benutze, hat sich durch eine Vielzahl von Faktoren geformt: Das Leben, das ich lebe; die Bücher, die ich lese; die Menschen, die ich treffe und vieles mehr.

Für mich ist die Moderne Kunst vollkommen belanglos. Wegen der Tatsache, dass sie exakt die Dinge demonstriert, gegen die sie sich eigentlich richtet. Aber wenn man etwas sieht, das wahrhaft schön ist, kann es irgendwie einen selbst und die eigenen Gedanken positiv beeinflussen.

Ein Einfluss war das Ballettstück “Por Vos Muero” von Nacho Duato. Die reine Schönheit der altertümlichen spanischen Musik des 15. und 16. Jahrhunderts. Diese Poesie und die Bewegungen inspirierten mich dazu, klare, einfühlende Portraits mit Schwarzweiß-Film zu machen.

Du bist nicht nur Fotografin, sondern auch Malerin und Zeichnerin. Was haben diese Ausdrucksweisen für Dich gemeinsam und wo sind sie gegensätzlich? Wann machst Du ein Foto und wann nimmst Du lieber einen Pinsel oder Stift zur Hand?

Der hauptsächliche Unterschied zwischen Kunst und Fotografie ist für mich, dass Fotografien mehr äußeren Einflüssen ausgesetzt sind. Die Stimmung wird durch das Zusammenwirken zweier Menschen kreiert – Fotograf und Modell. Darum erscheint mir Fotografie so viel schwieriger, obwohl man die ersten Resultate damit sehr viel schneller und einfacher erreichen kann.

Meine Aufgabe ist es dann nicht nur, dem Betrachter einen Blick auf die innere Welt des Modells zu ermöglichen, sondern auch, mich selbst nicht zu verlieren. Während ich im Falle von Zeichnungen oder Malereien immer mit mir selbst, meinen Gedanken und dem leeren Blatt Papier allein sein werde. In der Fotografie ist die Liste immer schon mit Informationen gefüllt, von der man die unnötigen Details wieder streichen muss.

Wie ich entscheide, wie ich mich ausdrücke: Ich zeichne, wovon ich kein Foto machen kann und umgekehrt. Es gibt Dinge, die man visuell nur auf dem Papier ausdrücken kann, die zu magisch und zu allegorisch sind. Für diese Dinge gibt es einfach keinen Platz in der Realität.

Aber ich hoffe sehr, dass ich im Laufe der Zeit und meiner weiteren fotografischen Entwicklung meine Fotos so werde gestalten können, dass sie meinen Zeichnungen näher kommen. Im Moment bereite ich ein fotografisches Projekt vor, das viel mehr eine Art Kunst-Fotografie ist als die Portraits, die ich normalerweise fotografiere.

Hast Du schon eine Stimmung oder das komplette Bild im Geiste, bevor Du ein Foto machst? Oder bist Du spontan, wenn Du mit Deinen Modellen arbeitest?

Manchmal planen wir, wie die Fotoserie aussehen könnte. Zum Beispiel, wenn wir gemeinsam mit einer Visagistin oder einem Designer arbeiten, dann denke ich über passendes Licht, einen geeigneten Ort und solche Dinge nach, sodass ich mir die fertigen Fotos beinahe vorstellen kann.

Wenn es ein ruhiges Portraitshooting ist, versuche ich, mich selbst nicht zu begrenzen, spontan zu sein und einfach dem Modell zuzusehen, wie es sich bewegt und irgendetwas tut. Aber ich entwerfe in meinem Kopf immer eine Stimmung, indem ich Musik oder so etwas benutze und dann versuche, sie auf das Modell zu übertragen.

Was inspiriert Dich, lässt Ideen in Dir entstehen?

Inspiration kann von überall herkommen, seien es Fetzen einer Unterhaltung oder ein Spaziergang im Wald. Meiner Meinung nach wird die Inspiration immer in Deinem Inneren sein, wenn Du die Welt interessiert betrachtest, fasziniert von den kleinen Dingen, Du einen guten Schlaf hast und ein volles Leben lebst.

Aber es ist wichtig zu verstehen, dass im Kontrast zur kreativen Arbeit bei Auftragsarbeiten die Inspiration nicht von selbst entspringen kann. Dann muss man lernen, sie in sich selbst zu erschaffen.

Vor einer fotografischen Aufgabe sitze ich oft für eine Weile allein und höre Musik, die ich mit der Szene, die ich einfangen will, assoziieren kann. Ich ziehe die Bilder, die in meinem Kopf dadurch entstehen, heraus und versuche, sie in Einklang mit dem zu bringen, was ich vorhabe.

Assoziationen können auch oft nützlich sein. Umso unerwarteter sie sind, desto besser sind sie. Zum Beispiel setzte ich einmal das Licht und dachte einen Moment lang, dass die Lichtflecken auf dem Hintergrund Papierkranichen sehr ähnlich wären. Ich zeichnete daraufhin eine ganze Serie von Assoziationen, die Auswirkungen auf die Stimmung und den visuellen Endzustand der Fotos hatten.

Gibt es bestimmte Themen in Deinen Arbeiten, die immer wieder auftauchen?

Ja, davon gibt es ein paar. Themen wie die menschliche Verletzbarkeit und die Zerbrechlichkeit der Natur. Und was die visuelle Seite der Fotografie angeht, verwende ich sehr oft Wind in meinen Bildern.

Abgesehen davon, dass es mehr Dynamik und Bewegung hineinbringt, fühlen sich Menschen oft beruhigt, wenn sie diese Fotos ansehen. Und ich denke, dass Gemütsruhe heutzutage etwas sehr Wichtiges ist. Es gibt auch viele Bäume in meinen Fotos und Bildern, ich mag das Grafische an den Zweigen der Bäume.

Ganz schön viel Natur – was ist Deine persönliche Verbindung zu ihr?

Ich denke, das kommt vom Leben in der Großstadt. Dadurch nehme ich die majestätische Schönheit und Stille der Natur sehr viel schärfer wahr. Und mir scheint, dass ich als Fotografin versuche, durch meine Arbeiten zu transportieren, was mir im Leben fehlt und was bestimmte Emotionen hervorruft.

In meiner Kindheit habe ich auch viel Zeit nahe am Wald verbracht und ich erinnere mich an das Flussufer bei Nacht, den Klang der Bäume vor einem Gewitter und das Geraschel der Blätter unter den Füßen beim Laufen. Diese Erinnerungen sind für mich einige der wärmsten.

Was sind Deine künstlerischen Ziele und Träume?

Ich wünsche mir, dass ich ein paar Portraits machen werde, die weltbekannt werden. Und ich hoffe auch, dass mein Projekt über kreative Menschen auch allgemein bekannte, interessante Menschen beinhalten wird, die ich immer schon einmal treffen wollte und auch solche, von denen ich noch nicht gehört habe. Es bedeutet mir sehr viel, Menschen kennenzulernen, Erfahrungen und Inspirationen mit ihnen auszutauschen.

Außerdem habe ich eine neue Kunstserie in Planung, die Kindheitserinnerungen gewidmet sein wird. Vielleicht Fotografien, begleitet von einem Kurzfilm. Ich hoffe, dass die Bilder in meinem Kopf in der nahen Zukunft schon Realität werden.

Na, dann wünsche ich Dir, dass all diese Träume für Dich wahr werden und freue mich schon darauf, von diesen vielversprechenden Ideen eines Tages die ersten Bilder zu sehen.

Vielen Dank für das Interview, Ekaterina!

~

Ekaterinas Arbeiten könnt Ihr via Flickr, 500px oder Google+ verfolgen.

Das Interview habe ich mit Ekaterina auf Englisch geführt und anschließend übersetzt.


KWERFELDEIN | Fotografie Magazin

 
Comments Off on “Ich zeichne, wovon ich kein Foto machen kann und umgekehrt.” Im Gespräch mit Ekaterina Grigorieva

Posted in Equipment

 

Adventskalender: 12. Türchen – FotoTV

13 Dec

Auch wenn ich selbst auf KWERFELDEIN schreibe, manchmal fehlt mir die Lust lange Texte zu lesen und dann suche ich einfach ein Video, das mir hoffentlich die nötigen Informationen liefert. Gut, dass es für solche Momente FotoTV gibt, bei denen man genau solche Videos finden kann.

Bei FotoTV könnt Ihr in über 1000 Filmen fotografieren lernen. Ob Workshops, Tutorials oder Interviews mit bekannten Fotografen, zu entdecken gibt es auf FotoTV jede Menge. Jede Woche kommen außerdem eine Handvoll neue Filme dazu und wer erstmal reinschnuppern möchte, kann nach der kostenlosen Anmeldung 20 der Filme ansehen.

Deshalb freue ich mich sehr, dass sich hinter dem heutigen Türchen zwei Abos für sechs Monate Zugang zum vollen Angebot von FotoTV jeweils im Wert von 65,70 Euro befinden. Wir wünschen den Gewinnern damit jetzt schon einmal viel Spaß und jede Menge neue Erkenntnisse.

Wer eines der Abos gewinnen möchte, schreibt einen Kommentar mit gültiger E-Mail-Adresse bis heute um 24 Uhr. Danach verlosen wir sie per Zufallsgenerator unter allen Kommentatoren. Die genauen Gewinnspielregeln findet Ihr hier. Viel Glück!


KWERFELDEIN | Fotografie Magazin

 
Comments Off on Adventskalender: 12. Türchen – FotoTV

Posted in Equipment

 

Nähe und Zärtlichkeit. Im Gespräch mit Hannah Albrecht

28 Nov


Teil der Serie “Tenderness”

“Nicht die technischen Details und das sogenannte Perfekte interessieren mich an der Fotografie, sondern ganz allein die Möglichkeit, etwas zu „gebären“, etwas von sich selbst auszudrücken und, gepaart mit Erinnerungen, neu in die Welt zu bringen.”

Hannah Albrecht, 20 Jahre alt und aufgewachsen in der Nähe des Neckars, wohnt nun an der Saale. Vom Wunsch, die Fotografie zum Beruf zu machen abgekommen, studiert sie nun Kultur- und Medienpädagogik.

In diesem Jahr hatte sie ihre erste Ausstellung mit einer kleinen Serie. Davon ausgehend haben wir uns zu einem Gespräch getroffen um mehr darüber und sie selbst erfahren.

Für die Serie Tenderness hast Du analoge und digitale Technik benutzt. Kannst Du uns ein bisschen mehr darüber erzählen?

Die analoge Technik wirkt auf mich momentan tiefer, sie ist nicht kurzfristig und hat mehr Gewicht in ihrer Ausführung. Jedoch ist auch sie nur eine Möglichkeit von vielen etwas zu verbildlichen, was in mir selbst ist.

In der digitalen Technik und der digitalen Nachbearbeitung habe ich dazu noch die Möglichkeit, Stimmungen zu beeinflussen und herauszuarbeiten. Beides erschien mir für die Serie sinnvoll. Aber die Fotografie bleibt nur Mittel dabei.


Teil der Serie “Tenderness”

Du hast Dich mit zwei Mädchen für die Serie getroffen, die beiden waren Dir nicht unbekannt. Hattest Du ein festes Konzept oder Bild im Kopf?

Nein, ich hatte eine Ahnung oder nennen wir es: Ein Gefühl. Von diesem Gefühl ausgehend haben wir uns alle drei, also ich und die beiden Freundinnen, vorangetastet. Das Gefühl war jedoch nur abstrakt vorhanden. Ich habe versucht, dessen Magie und Zauber in mir zu bewahren und in den Bildern zu transportieren. Als Oberbegriffe galten „Zärtlichkeit“ und „Nähe“.

Die Bilder wirken sehr nah und intim. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es auch andere Ansichten und Gefühle der Betrachter gibt als nur die Assoziation „Zärtlichkeit“. Wie gehst Du damit um, wenn die Bilder mehr transportieren als das, was Du aussagen wolltest?

Natürlich steht jedem seine eigene Interpretation frei. Das ist gut und ganz natürlich und nur so kann ein Dialog entstehen. Auch wenn ich dies nicht vorrangig intendierte, schwingt bei diesen Bildern natürlich eine jugendliche, vielleicht neugierige Sexualität mit. Für mich war aber dieses darüber hinausgehende, innige Gefühl von Zärtlichkeit wichtiger als plakative Nacktheit.

Waren in der Ausstellung auch noch andere Künstler vertreten?

Ja, die Ausstellung war auch nicht nur auf den Bereich Fotografie beschränkt. Es gab auch Grafiken und Malereien, alle dem Thema der „Nacktheit“ gewidmet. Ich habe Menschen getroffen, die davon leben, ihre Werke zu verkaufen. Für meinen Teil möchte ich mit der Fotografie nicht meinen Lebensunterhalt verdienen müssen.

Warum?

Jenes „dahinter“, das, was wir nur erahnen, fühlen und erdulden, ist größer als ein Geschäft. Bilder könnte ich nicht zwanghaft, unter Zeit- oder Erwartungsdruck hervorbringen. Der Begriff des Künstlers kommt mir zudem heutzutage so sang- und klanglos vor, fast wie ein Statussymbol, mit dem man sich schmückt.

Du hattest mal vor, Fotografie zu studieren und bist aus bereits genannten Gründen wieder davon abgekommen. Was bedeutet für Dich Fotografie heute?

In Anbetracht der Welt bin ich manchmal bang und sehnsüchtig, voller Ehrfurcht und Erfülltheit. Wenn es keine Worte gibt, um sich auszudrücken, gibt es andere Möglichkeiten. Die Fotografie ist eine davon.

Es fällt mir schwer, eine umfassende Antwort zu finden, aber ein Zitat von Gottfried Benn beschreibt vielleicht ganz gut was ich meine, ohne viele Worte zu verlieren: “[…] die Kunst war nichts anderes, als sich eine Methode zu schaffen, um die Erfahrungen des tiefen Menschen zur Sprache zu bringen, in ihr nur fand er Stillung und Laut.”

Welchen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten, außer der Fotografie, gehst Du noch nach?

Manchmal entstehen Wortgeflechte, Aneinanderreihungen von Gedanken und Erinnerungen. Größtenteils geht es mir gerade aber so, dass der Ausdruck dem eigentlichen Eindruck nur selten gerecht werden kann. So hatte ich beispielsweise die letzten Male auf Reisen nur mich selbst dabei, keine Kamera. Habe alles betrachtet, geatmet und in mich aufgesogen.

Frei übersetzt hieße das, um sich künstlerisch auszdrücken, muss sich bei Dir erst wieder etwas aufladen, Eindrücke eingesogen werden bis Du das Gefühl hast, dass sie von selbst wieder hinauswollen?

Genau.

Kurz und bündig. So lieben wir das!


KWERFELDEIN | Fotografie Magazin

 
Comments Off on Nähe und Zärtlichkeit. Im Gespräch mit Hannah Albrecht

Posted in Equipment

 

Diskussionseröffnung: Kinderfotos im Netz

26 Nov

Mit der täglich wachsenden Zahl an Kameras, die eingesetzt werden und der Plattform Internet wird auch in zunehmendem Maße das Leben in all seinen Facetten dokumentiert und präsentiert. Dazu gehören auch Kinderfotos.

Was für die einen Grund zur Besorgnis ist, kann für die anderen Teil des Lebens und nicht mehr wegzudenken sein. Bisher sind mir, was das Thema Kinderfotos im Netz betrifft, alle möglichen Argumente und Haltungen begegnet. Denn jemand, der selbstverständlich Fotos seiner Kinder oder jüngeren Geschwister ins Netz stellt, sagt mit seinem Handeln, dass er dies unbedenklich findet.

Das Thema ist groß. Und es ist komplex. Hier gibt es keine einfachen Antworten, denn was für den einen tragbar ist, bringt den anderen um den Verstand. Kinder sind unser Heiligtum und somit ist die Diskussion um das Thema (zu Recht) emotional und wichtig.

Und: Positionen wie “Kinderfotos im Internet gehören verboten!” sind genauso destruktiv und hohl wie der Satz “Eltern, die ihre Kinderfotos nicht ins Netz stellen, sind doch nur Angsthasen”. Jeder kann und wird das nur für sich selbst entscheiden. Verallgemeinerungen bringen nicht weiter und BILD-taugliche Parolen verletzen eher, als dass sie uns helfen, einen guten Weg zu finden.

Deshalb weigere ich mich auch, hier “klipp und klar” Position zu beziehen und das, was ich denke, großmäulig herauszupfeifen. Und mein Anliegen heute ist dementsprechend gar nicht, klarzustellen, was richtig oder falsch, dumm oder angemessen ist, sondern hinzuhören. Bei Euch. Ich möchte wissen, wie Ihr das Thema seht. Inbesondere die Eltern unter uns.

Welche Gedanken habt Ihr dazu? Wovor habt Ihr Angst – wovor keine? Zeigt Ihr Eure Kinder im Netz oder nicht? Warum? Wo seht ihr die Vorteile? Habt Ihr schonmal schlechte Erfahrungen gemacht (welche?) oder sind diese durchgehend positiv? Sprecht Ihr mit Euren Kindern darüber?

Ich bin gespannt.


KWERFELDEIN | Fotografie Magazin

 
Comments Off on Diskussionseröffnung: Kinderfotos im Netz

Posted in Equipment

 

NF – Diskussionseröffnung: Kinderfotos im Internet

11 Nov

Mit der täglich wachsenden Zahl an Kameras, sei es nun die Bridge-, DSLR- oder iPhonekamera, die in den Händen vieler Menschen sind und der Plattform Internet wird auch in zunehmendem Maße das Leben in allen seinen Facetten dokumentiert und präsentiert. Dazu gehören auch Kinderfotos. Und darüber möchte ich heute mit Euch diskutieren.

Was für die einen Grund zu Besorgnis ist, kann für die anderen Teil des Lebens und nicht mehr wegzudenken sein. Bisher sind mir, was das Thema Kinderfotos im Netz betrifft, alle möglichen Argumente und Haltungen begegnet. Denn jemand, der selbstverständlich Fotos seiner Kinder oder jüngeren Geschwister ins Netz stellt, sagt mit seinem Handeln, dass er dies unbedenklich findet.

Das Thema ist groß. Und es ist komplex. Hier gibt es keine einfachen Antworten, denn was für den einen tragbar ist, bringt den anderen um den Verstand. Kinder sind unser Heiligtum und somit ist die Diskussion um das Thema (zu Recht) emotional und wichtig. Dementsprechend sind Positionen wie “Kinderfotos im Internet gehören verboten!” genauso schwachsinnig wie  ”Eltern, die ihre Kinderfotos nicht ins Netz stellen, sind doch nur Angsthasen”. Jeder kann und wird das nur für sich selbst entscheiden.

Doch gerade weil es hier emotional zugeht, muss man aufpassen, dass man seine eigene Meinung nicht für allgemeingültig hält. Deshalb weigere ich mich auch, hier “klipp und klar” Position zu beziehen und das, was ich denke, großmäulig herauszupfeifen. Und mein Anliegen heute ist dementsprechend gar nicht, herauszufinden, was richtig oder falsch, dumm oder angemessen ist, sondern ich möchte hinhören. Und zwar bei Euch.

 

 


KWERFELDEIN | Fotografie Magazin

 
Comments Off on NF – Diskussionseröffnung: Kinderfotos im Internet

Posted in Equipment

 

Back to Death Valley National Park

11 Nov

I find it fascinating that one could be attracted to a location with death in the name as is the case with “Death Valley”, yet strangely I am. Death Valley is one of the worlds most extreme environments, but thanks to technological developments over the past century I can easily enjoy it. All it takes is a long air conditioned car ride and a decent supply of food and water if I choose to camp. Still it is an adventure visiting Death Valley as you can never underestimate Mother Nature. (more after image)

This weekend I’ll be returning to Death Valley to lead a photo tour and introduce a group of photographers to Death Valley’s most photogenic locations including the remote and world famous Racetrack. You might not think of hanging out in remote areas of the desert as the place to be with a camera, but the desert reveals its colorful beauty at sunrise and sunset. The desert truly is Mother Nature’s art canvas as the wind and rains create intricate formation and patterns. It’s a real treat for the eye, if you look for it.

Stay tuned for new images next week and if you’re interested in photographing Death Valley’s Racetrack I’m running another photo tour there in February of 2012.
Death Valley Photo Tour Info

Technorati Tags: Death Valley, National Park, photography, travel, landscape, stock photo

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

Back to Death Valley National Park

flattr this!


JMG-Galleries – Jim M. Goldstein Photography

 
Comments Off on Back to Death Valley National Park

Posted in Equipment

 

Rendezvous – Death Valley National Park

10 Nov

The desert always brings time in to focus when I visit. Desert features are formed at such a slow pace that it is tough to imagine. Some features of the desert take decades, centuries and even millennia to form. With this in mind it’s always a treat to arrive and see something that is fleeting not just in relation to my visit, but to the larger span of geological time. Knowing that the formations I photograph take so long to be created by Mother Nature, it’s a pleasant reminder to slow down to appreciate them let alone photograph them.

When I stumbled across this scene of two rocks nearly intersecting at the Racetrack in Death Valley National Park I couldn’t help but wonder how long it took for them to reach this point and how much longer it will take for them to intersect. For now their rendezvous will have to wait, but for how long?

Rendezvous - Death Valley National Park

Rendezvous – Death Valley National Park

Photo Details:
Canon 5D Mark II, Canon 24mm f/1.4L II USM (courtesy of Borrowlenses.com)
Singh-ray 5-stop Graduated Neutral Density Filter (soft step)
f/13, 1/13 sec at ISO 160

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

Rendezvous – Death Valley National Park

flattr this!


JMG-Galleries – Jim M. Goldstein Photography

 
Comments Off on Rendezvous – Death Valley National Park

Posted in Equipment

 

Mit dem Rucksack durch Patagonien

10 Nov
joerg bonnerDer folgende Artikel stammt von Jörg Bonner. Jörg arbeitet als Freelance-Aufnahmeleiter für Werbefilm- produktionen. In seiner Freizeit zieht es ihn meist in die Natur. Ob Berge, Seen oder Wildtiere, seine Leidenschaft gilt der Landschafts- und Naturfotografie. Seit drei Jahren sind Kamera und Stativ seine ständigen Begleiter auf der Suche nach den letzten wilden Plätzen unseres Planeten. Mehr seiner Arbeiten sind auf flickr.

Patagonien – Das Traumziel für Naturliebhaber, Abenteurer, Entdecker und natürlich auch für Fotografen. Die Freude war groß, als wir unsere achtwöchige Reise nach Südamerika endlich fixiert hatten. Durch Peru und Bolivien ging es nach Chile und dort bis in den äußersten Süden. Als Ziel hatten wir die beiden bekanntesten und wahrscheinlich auch schönsten Nationalparks Patagoniens: Torres del Paine in Chile und Los Glaciares in Argentinien.

Sonnenuntergang am Lago Pehoe - Copyright Jörg Bonner

Bedingt durch die Dauer der Reise und die große Strecke, die wir zurücklegten, musste ich, was das Fotografieren betraf, auf alles vorbereitet sein. Schon im Vorfeld hatte ich bei jedem Kauf von Equipment sowohl Gewicht, Platzbedarf und Flexibilität im Einsatz sorgfältig abgewogen.

Meistens griff ich zur lichtschwächeren und damit leichteren Variante eines Objektivs. Canon bietet hier mit seiner f/4-Reihe im Gegensatz zu f/2.8 eine optisch nahezu gleichwertige Alternative, die mir half, Gewicht und Geld zu sparen. Geld, das ich zum Beispiel für ein superleichtes Carbon-Stativ gut brauchen konnte.

Am Ende packte ich in meinen Rucksack: Canon EOS 5D Mark II, EF 17-40mm f/4, EF 24-105mm f/4, EF 100-400mm f/4.5-5.6, Gitzo GT1541T Stativ, ReallyRightStuff BH-40 Kugelkopf, TC-80N3 Remote Auslöser, Polfilter, Lee Verlaufsfilter, Lee ND-Filter, Akkus und diverses Zubehör.

Puerto Natales

Nach vier Wochen und 4500km in Bus, Bahn und Flugzeug erreichten wir Punta Arenas, den südlichsten Punkt unserer Reise. Punta Arenas war für uns, wie für die meisten Besucher Patagoniens, der Ausgangspunkt unseres Trips in die Wildnis. Die kleine verschlafene Stadt an der Magellanstraße hat nicht viel zu bieten, vor allem an einem Sonntag.

Also fuhren wir bei nächster Gelegenheit mit dem Bus weiter nach Puerto Natales. Die dreistündige Busfahrt verging im Vergleich zu den bis zu 22-stündigen Fahrten in den Wochen davor wie im Flug. Angekommen in Puerto Natales machten wir uns an die Organisation unseres Aufenthaltes im Torres del Paine Nationalpark. Unsere ToDo-Liste war lang: Campingausrüstung ausleihen, Kartenmaterial besorgen, Wetterberichte checken, Transporte organisieren, Wäsche waschen, Akkus laden und Proviant besorgen, waren nur die wichtigsten Punkte.

Zum Glück ist Puerto Natales auf Leute wie uns bestens vorbereitet. Die Infrastruktur des kleinen Städtchens besteht aus einem großen Supermarkt, ein paar Bergsport-Geschäften, Restaurants und unzähligen Unterkünften (von Jugendherbergen bis Sterne-Hotels). Nach zwei Tagen hatten wir alles beisammen und auch das Wetter versprach, besser zu werden.

Torres del Paine - Copyright Jörg Bonner

Torres Del Paine

Am nächsten Morgen machten wir uns, wieder einmal mit dem Bus, auf den Weg in den Park. Dort wurden wir von strahlendem Sonnenschein begrüßt. Etwas untypisch für Patagonien war es überraschend warm und wir liefen die erste Etappe unseres 7-Tage-Treks im T-Shirt.

Nach dreieinhalb Stunden erreichten wir Campamento Torres, unser Camp für die erste Nacht. Das Aufbauen unseres Zeltes ging erstaunlich schnell und so verließen wir bald das Camp und machten uns auf den Weg zu den Torres del Paine. Nach einer weiteren Stunde standen wir auf der Gletschermoräne unterhalb der drei mächtigen Granitspitzen, die für den Nationalpark namensgebend waren. Nachdem die Umgebung erkundet war, machten wir uns wieder auf den Weg zum Camp. Am darauffolgenden Morgen würde ich wiederkommen, um den Sonnenaufgang zu fotografieren.

Um 4:45 morgens klingelte mein Wecker. Meine Augen zuckten zusammen, als ich meine Stirnlampe aufdrehte. Ich wartete, bis ich mich an das grelle Licht gewöhnt hatte und machte mich fertig zu gehen. Draußen war es stockdunkel. Noch im Halbschlaf und eingepackt in Merino-Wolle und Fleece ging ich los.

Der Lichtkegel meiner Lampe, der hier draußen in der unendlichen Finsternis verloren wirkte, blieb stets auf den Weg vor mir gerichtet. Eine knappe Stunde kämpfte ich mich so über ein Geröllfeld und 500 Höhenmeter zum Gletschersee unterhalb der Torres del Paine.

Torres Del Pain Stream- Copyright Jörg Bonner

Ich war überrascht, denn ich war nicht der einzige, der den Weg auf sich genommen hatte. Zum Glück blieben die meisten Leute jedoch am höchsten Punkt der Gletschermoräne, die den See umgibt, stehen und ich hatte das Seeufer für mich alleine. Dort deponierte ich meinen Rucksack und machte mich ans Fotografieren.

Refugio Los Cuernos

Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und machten uns wieder auf den Weg. Die zweite Etappe führte durch eine Gras- und Buschlandschaft, die linkerhand vom türkis schimmernden Lago Nordenskjöld und rechterhand von den Felswänden und Gletschern des Torres del Paine Massivs flankiert wird.

Sie endete nahe am Seeufer im Refugio Los Cuernos. Hier werden neben Zeltplätzen auch Mehrbettzimmer und sogar kleine Hütten für zwei Personen angeboten. Dutzende Wanderer standen an den warmen Duschen Schlange, doch die Wartezeit zahlte sich aus. Frisch geduscht saßen wir an einem Tisch neben unserem Zelt und warteten, bis der Campingkocher die Nudeln gegart hatte.

Chorus of the dissimilar - Copyright Jörg Bonner

Nach neun Stunden Trekking verlangte mein Körper nach Ruhe und Schlaf. Meine Beine waren schwer und langsam. Die patagonische Kälte kroch durch jede Ritze meiner Kleidung. Eine durchziehende Kaltfront verzierte den Himmel mit Wolken in den unglaublichsten Formen und die untergehende Sonne tauchte die Szenerie in magisches Licht. Mir blieb nichts anderes übrig: Ich musste nochmal los.

Valle Francés

Auf zwei Tage Sonnenschein folgte ein grauer Morgen. Weiter hinten im Park konnten wir Regenschwaden erkennen und uns wurde klar, dass es auf den Gipfeln auch schneien musste. Wir wappneten uns und unsere Rucksäcke für Regen und machten uns auf den Weg. Unsere dritte Etappe führte über fünf Stunden und sechshundert Höhenmeter ins Valle Francés – das französische Tal.

Morning Coffe - Copyright Jörg Bonner

Hier gibt es einen wenig genutzten Campingplatz, der für uns zu einem der Höhepunkte wurde. Im Unterschied zu den leichter zugänglichen Camps war unser Zelt hier nur eines von dreien. Ansonsten waren es bis zu achtzig. Die Einsamkeit ließ die Berge ringsherum noch übermächtiger erscheinen.

Gezeichnet von den letzten Tagen kroch ich am nächsten Tag noch lange vor Sonnenaufgang aus dem Zelt. Der erste kalte Atemzug brannte kurz in der Lunge. Ich blickte nach oben – die Wolken sahen vielversprechend aus.

Zwanzig Minuten später erreichte ich einen etwas höher gelegenen Aussichtspunkt. Der Wind wehte dort so stark, dass ich mein Stativ keine Sekunde außer Acht lassen konnte, ohne dabei Kamera und Linse auf’s Spiel zu setzen. Mit dem Wind kamen auch die Wolken, die gemeinsam mit der Sonne für die nächsten zwanzig Minuten ein spektakuläres Farbenspiel auf den Himmel zauberten.

Refugio Paine Grande

Nach dem Shooting zum Sonnenaufgang ging alles schnell. Das morgendliche Ritual mit Frühstück und Zusammenpacken hatten wir mittlerweile perfektioniert. Im Regen gingen wir wieder talauswärts und durch Buschwerk entlang mehrerer Seen zum Refugio Paine Grande.

Hier befindet sich eine der größten und leicht erreichbaren Anlagen im Park. Nach der Ruhe der letzten Nacht waren wir fast überfordert vom emsigen Treiben, das hier herrschte. Gerade noch schafften wir es, einen Zeltplatz zu ergattern. Die Wolken hingen tief an den Berghängen und wir beschlossen, früh schlafen zu gehen, um unseren Körpern ein wenig Ruhe zu gönnen. Wie immer hatte ich aber den Wecker auf über eine Stunde vor Sonnenaufgang gestellt.

The Cure - Copyright Jörg Bonner

Nach sieben Stunden Schlaf fühlte ich mich wie neu geboren. Allerdings war ich am Weg zu meiner Location schon in Eile, die Dämmerung hatte bereits eingesetzt. Das Scouting am Vortag war aufgrund von akutem Schlafmangel ausgefallen und ich musste noch eine geeignete Stelle finden. Ein Hügel in der Nähe des Camps mit Blick über den Lago Pehoe kam mir da gerade recht.

Grey Gletscher

Nach dem Frühstück ging es wieder weiter. Diesmal führte uns der Weg zum Grey Gletscher. Entlang des Lago Grey, in den der Gletscher kalbt, ging es durch den Wald zu einem Camp das oberhalb des Gletschers liegt.

Keine fünf Minuten vom Camp bietet sich ein atemberaubender Ausblick über das südliche patagonische Eisfeld. Das Wetter war mittlerweile wieder grau in grau und der eiskalte Wind über dem Gletscher ließ uns nicht lange ausharren, bevor wir uns ans Schlafengehen machten.

Frosty Sunset - Copyright Jörg Bonner

Auf dem Weg ins Zelt bemerkte ich plötzlich einen gelblichen Schimmer, der über dem Wald lag. Zum Glück lagen Kamera, Stativ und Filter immer bereit und ich stand ein paar Augenblicke später wieder über dem Gletscher.

Dort bot sich mir ein unglaublicher Anblick. Über dem blau schimmernden Eis des Gletschers ließ die untergehende Sonne die Wolken in allen möglichen Gelb- und Orangetönen leuchten. Vom Gletscher ein paar hundert Meter unterhalb wehte ein eisiger Wind herauf.

Ich stellte mich dem Wind mit Kamera und Stativ entgegen und machte mich daran, das Schauspiel am Himmel festzuhalten. Ständig auf der Suche nach neuen Bildausschnitten vergaß ich bald die Kälte. Erst als die Sonne komplett verschwunden war, bemerkte ich, dass meine Finger fast gefroren waren.

Cuernos del Paine

Am Tag darauf ging es zurück entlang des Gletschers zur Anlegestelle eines Ausflugsbootes. Wir hatten uns dort auf die Warteliste setzen lassen, um am nächsten Tag den See zu überqueren. Zum Glück ergatterten wir noch zwei Plätze und ersparten uns damit den mühsamen Weg zu Fuß.

Cuernos del Paine - Copyright Jörg Bonner

Auf der anderen Seite des Lago Grey angekommen, machten wir uns per Bus noch auf den Weg ans Südost-Ufer des Lago Pehoé. Dort wartete noch eine der Hauptattraktionen des Parks auf uns, der Blick zu den Cuernos del Paine.

Wir waren froh, dass wir die Bergetappen mittlerweile hinter uns gelassen hatten. Entlang des Ufers ging es angenehm flach dahin und wir erreichten bald unser letztes Ziel im Park. Das Camp am See bot viel Komfort und konnte mit offenen Feuerstellen und überdachten Zeltplätzen aufwarten.

Bevor es zurück nach Puerto Natales ging, hieß es für uns ein letztes Mal früh aufstehen. Die Lage des Camps konnte nicht besser sein. Hinter dem kleinen Shop führte ein Weg auf eine hügelige Halbinsel. Von oben hatte man den gesamten Torres del Paine Nationalpark nochmals im Blick.

Fasziniert vom Panorama wurde uns bewusst, dass wir in den letzten Tagen im Park über 75km zu Fuß zurückgelegt hatten.

El Chaltén

Zurück in Puerto Natales blieb uns nicht viel Zeit, um zu entspannen. Der Bus für die Weiterreise nach Argentinien war schnell gebucht und zwei Tage später ging es für uns schon weiter. Die Grenzformalitäten nach Argentinien waren relativ unkompliziert und drei Stunden später erreichten wir El Calafate, von wo aus wir am selben Tag noch einen Bus nach El Chaltén nahmen.

Ähnlich wie in Puerto Natales erwartete uns auch hier eine auf Tourismus und Trekking ausgerichtete Infrastruktur. Die Wanderwege der Umgebung sind gut ausgebaut und ebenso gut besucht. Wir gönnten uns einen Tag Pause und nutzten die Zeit, um uns ein Zelt und Proviant für ein paar Nächte im Los Glaciares Nationalpark zu besorgen.

Glowing Fitz Roy - Copyright Jörg Bonner

Am Morgen darauf packte ich leise meine Fotoausrüstung und schlich mich aus unserer Herberge. Die Straßen von El Chaltén wirkten in der Finsternis noch ausgestorbener als bei Tageslicht.

Obwohl ich zu einem Aussichtspunkt unterwegs war, den wir am Vortag schon besucht hatten, war mir etwas mulmig zu Mute. Auf einem Weidehügel 45 Gehminuten außerhalb des besiedelten Gebiets rechnete ich jeden Moment damit, einem Puma zu begegnen. Am Ende war es zum Glück nur eine Kuh, die mich zu Tode erschreckte – ich hatte sie im Gebüsch aufgeschreckt.

Fitz Roy Basecamp

In einer kleinen Bäckerei genossen wir nach meiner Rückkehr noch ein ausgiebiges Frühstück, bevor wir unsere Rucksäcke umschnallten und losmarschierten. El Chaltén ist Ausgangsort für viele Wanderungen in den Park, wir hatten uns für den Trek zum Fitz Roy Basecamp entschieden.

Auf halbem Weg, nahe der Laguna Capri, eröffnete sich uns zum ersten Mal ein atemberaubender Blick auf den Fitz Roy und seine Gletscher. Wir waren jedoch noch weiter von unserem Ziel entfernt als uns lieb war. Zwei Stunden waren es von hier noch ins Campemento Poincenot am Fuß des Fitz Roy. Und vorerst war das Camp auch nur ein Zwischenziel.

Fitz Roy on Fire - Copyright Jörg Bonner

Nach dem Aufschlagen unseres Zeltes machte ich mich noch auf den Weg zu der ein paar hundert Meter höher gelegenen Laguna de Los Tres. Oben angekommen, war ich schweißgebadet. Erschöpft machte ich kurz Pause, bevor ich am Ufer der Laguna nach Bildkompositionen scoutete.

Langsam versank die Sonne hinter dem Fitz Roy. Kurz bevor sie den Horizont erreichte, tauchte sie die Szenerie in unglaubliches Licht. Eine kleine Wolkengruppe, die wie eine Marionette über dem Berg zu tanzen schien, reflektierte die Sonnenstrahlen zurück auf den Gletscher unter ihr.

Cerro Torre

Tags darauf marschierten wir vom Campamento Poincenot zum Cerro Torre. Durch dichten Südbuchen-Wald ging es zuerst ein paar Stunden eben dahin, bevor der Weg dann leicht ansteigend einem Flusslauf folgte. Das Camp liegt direkt an der Laguna Torre, einem riesigen Gletschersee unterhalb des Cerro Torre.

Cerro Torre with full Moon - Copyright Jörg Bonner

Die Nacht war kälter als alle bisherigen in Patagonien. Die Überwindung, aus dem Schlafsack zu kriechen, war noch nie so groß gewesen. Sämtliche Kleidungsstücke, die wir bei uns hatten, fanden Verwendung, boten aber nur unzureichenden Schutz vor der erbarmungslosen Kälte. Erst als wir unsere Finger an einem Topf mit heißem Tee gewärmt und uns die Sonne endlich erreicht hatte, fühlten wir uns wieder wohler.

Trotz der Kälte machten wir uns nur widerwillig auf den Weg zurück in die Stadt. Wir wussten, dass sich unsere Zeit in Patagonien langsam dem Ende zuneigte.

Zurück in El Chaltén verwöhnten wir uns dann mit gutem Essen und Bier aus einer kleinen Brauerei im Ort. Am Tag darauf bestiegen wir auch schon wieder einen Bus, um über El Calafate und Puerto Natales wieder zurück nach Punta Arenas zu gelangen, von wo wir dann nach Santiago de Chile zurückflogen.

Sechzehn Tage waren wir durch Patagonien unterwegs. Neun davon verbrachten wir mit Rucksack und Zelt in Nationalparks. Von Sonnenschein (und beinahe-Badewetter) bis Schneefall spielte das Wetter alle Stücke. Oft waren wir der Erschöpfung näher als uns lieb war, doch noch viel öfter wurden wir für unsere Anstrengungen belohnt.

Patagonien ist ein traumhaftes Reiseziel, nicht nur für Fotografen, sondern für jeden, der (ein wenig) Abenteuer und die Natur liebt.

Ein besonderer Dank geht an meine bezaubernde und tapfere Lebens- und Reisegefährtin Kathi!


KWERFELDEIN | Fotografie Magazin

 
Comments Off on Mit dem Rucksack durch Patagonien

Posted in Equipment