Ein Beitrag von: Tamara Skudies

kwerfeldein – Fotografie Magazin
Liebe Leser, habt Ihr eigentlich Fragen an uns? Gibt es Dinge, die Euch schön länger unter den Nägeln brennen, wegen der Ihr uns bisher aber keine E-Mail schicken oder einen Kommentar schreiben wolltet? Kein Problem, denn heute geht es uns genau darum.
Deshalb wird die gesamte Redaktion bis heute Abend um 20 Uhr auf Eure Fragen warten, um sie alle zu beantworten. Das Ganze wird auf Formspring stattfinden, denn dort könnt Ihr – auch anonym – die Fragen stellen, die Euch interessieren.
Hinweise zum Ablauf
Formuliert all das in Eurer Frage, was Euch persönlich wichtig ist. Versucht aber gleichzeitig auch, keine langen Romane zu schreiben, sondern Euch so präzise wie möglich auszudrücken. Verschiedene Fragen stellt Ihr am besten einzeln, so können wir uns um jede angemessen kümmern.
Dumme Fragen gibt es bekanntlich nicht, also keine Scheu. Sollten uns Fragen zu persönlich sein oder nichts mit Fotografie oder kwerfeldein zu tun haben, behalten wir uns aber vor, sie nicht zu beantworten.
Wir sind allerdings weder Wikipedia noch allwissend. Unser Anliegen ist es, so viele Fragen so gut wie möglich zu beantworten. Natürlich brauchen wir für eine sinnvolle Antwort manchmal etwas Zeit oder heben auch mal eine Frage für einen im Thema bewanderten Redakteur auf, der gerade in der Mittagspause ist. Wir rechnen mit Eurem Verständnis.
Ihr müsst Euch außerdem nicht auf Formspring anmelden, denn dort kann man seine Fragen auch anonym stellen. Nach dem Absenden einer Frage erscheint zwar ein Fenster zur Anmeldung, dann ist die Frage aber schon bei uns angekommen.
Wir lesen uns – auf Formspring.
kwerfeldein – Fotografie Magazin
One aspect of night photography that I particularly enjoy is the slow calm of the stars and moon passing over. For some this might seem as exciting as watching paint dry, but when you’re under billions and billions of stars that slow calm quickly gives way to pure awe. This still is from a time-lapse, so at some point soon I’ll share what this scene looked like as it unfolded in a faster timeframe than the 3-4 hours it took to watch in realtime.
Yosemite Moonset
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Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved
Yosemite Moonset

JMG-Galleries – Jim M. Goldstein Photography
Früher habe ich mich viel fotografieren lassen und viel daraus gelernt. Ich habe verschiedenste großartige Fotografen kennengelernt und mich oft gefragt: Warum fotografiert dieser gerade mich?
Ich bin jedem sehr dankbar, mit dem ich arbeiten durfte und stöbere nun in alten Bilderordnern. Ich betrachte alte Portraits von mir und durch den zeitlichen Abstand nehme ich viele neu und anders wahr. Bei einer Serie von Sven Korejtko bleibe ich lange hängen. Es sind nicht die schönsten Bilder von mir, aber vielleicht die ehrlichsten.

Ein Hinterhof, Tristesse und ich in meinem damaligen Lieblingskleid. Die Bilder wirken nostalgisch und ich versuche, mich an dieses Shooting zurückzuerinnern. Es war im Sommer 2010 und ich weiß noch, dass wir mit den geplanten Fotos im Wald längst fertig waren. Zum Abschluss streiften wir durch Siegburg und Sven fand diesen besonderen Platz.
Ich fühlte mich an die alten Neubaublocks in der Nähe von Chemnitz erinnert, in denen ich lange lebte. Die Wäscheleinen direkt vor dem Haus, an denen wir als Kinder kletterten. Einmal beim Fangenspielen rannte ich in eine dieser Wäscheleinen, die als Schlinge herunterhing und sich um meinen Hals zog. Der Arzt war nicht sicher, ob eine Narbe bleiben würde.

Es blieb keine, aber diese Erinnerung. Etwas süßlich, sentimental. Ich mochte meine Kindheit dort, auch wenn es nicht immer leicht war. Ich weiß nicht, ob Sven wusste, wie dieser Ort auf mich wirkte, welche Erinnerungen er wach rief; ob er selbst vielleicht ähnlich fühlte. Er hielt mein Gefühl auf jeden Fall wunderbar in diesen Bildern fest.
Mit Sven zu arbeiten war für mich immer etwas Besonderes. Er ist sehr ruhig, sagt oft, dass er auch nicht genau weiß, was er vorhat und gibt dann dennoch sehr genaue Anweisungen. Manchmal habe ich den Eindruck, die Bilder entstehen in seinem Kopf, während er den Ort um sich oder ein Gesicht etwas länger betrachtet. Dann fällt ihm irgendetwas Kleines auf und schon macht es kurz klick.

Bei dieser Bilderserie, die ich selbst „Idyll“ nenne, war ich absolut nicht sicher, wie die Ergebnisse nach dem Klick wohl aussehen würden. Ich wusste nicht, ob der etwas trostlose, einfache Ort mehr als nur trostlos wirken könnte, ob meine gefühlte Nostalgie zu sehen sein würde. Da ich bereits mit Sven gearbeitet hatte und um seine Fotos wusste, ließ ich mich jedoch auf das Experiment ein. Und ich bin sehr froh darum.
kwerfeldein – Fotografie Magazin
Ein Beitrag von: Sebastian Magnani
Das Projekt „Underdogs“ habe ich im August 2009 gestartet. Ich wollte seit Längerem eine Montage erstellen, hatte aber meiner Meinung nach noch nicht die richtige Idee. Lange war ich auf der Suche, habe aber einfach nichts gefunden! Als ich dann eine neue Kamera mit ordentlich Megapixeln gekauft hatte, konnte ich mir vorstellen, etwas zu erstellen, das ich irgendwann auch mal für mich drucken kann. Der Zeitpunkt passte.
Es war an einem regnerischen Wochenende, an dem ich wie fast immer ziemlich unruhig und gelangweiligt war, als ich plötzlich eine Idee aus dem Nichts hatte. Motiviert und voller Tatendrang ging ich dann zu meinen zwei Freunden und fing an.
Ich bat meine Freundin in meinem Studio, das ich im Keller des Hauses meiner Mutter aufgebaut hatte, sich auf einen Stuhl zu setzen. Von ihr und dem Hund meiner Mutter habe ich mit der gleichen Brennweite und von der gleichen Position aus ein Foto gemacht.

Vom Licht her wollte ich etwas Schlichtes wählen. Etwas, das beispielsweise nicht dem momentanen Trend von Streiflichtern und ähnlichem folgt, sondern „zeitloser“ ist. Jedenfalls habe ich es dann mit einem Studioblitz, einem Aufheller und einem neutralgrauen Hintergrund fotografiert.
Danach habe ich die beiden Bilder in Adobe Photoshop mit dem Grafiktablett, diversen Masken und Transparenzen zusammengesetzt und den Hintergrund und die Farben ein wenig angepasst. Dodge and burn und ein paar Geheimnisse. Das folgende Bild wurde dann in einem Skateboard-Magazin im September 2009 zu einem Kurzinterview veröffentlicht.
Danach hatte ich im Frühling dieses Jahres wieder Bock auf das Projekt. So bin ich bei einer Hundeschule vorbeigegangen, habe den mobilen Hintergrund und den Blitz aufgestellt und habe ein paar weitere Hunde mit ihren Herrchen fotografiert und zusammengefügt.
Bei der Auswahl habe ich aber nicht immer das Herrchen und den entsprechenden Hund zusammengesetzt, sondern mir war wichtig, dass die Kombination und die Proportion des Hundekopfes zur ausgewählten Person passen.
Den Titel „Underdogs“ habe ich durch diverse Begriffe im Zusammenhang mit Hunden gefunden. Als ich mich dann über den Begriff „Underdog“ auf Wikipedia informierte, war der Projekttitel für mich klar. In der Wikipedia wird ein „Underdog“ beschrieben als unterlegener Hund oder eine Person, die sich in der gesellschaftlichen Hierarchie unterordnet. Der Ansatz war für mich in verschiedenen Bereichen gerade psychologisch und philosophisch genau passend.

Da das Projekt im Moment aber noch entsteht, lasse ich es auch noch ein wenig offen, in welche Richtung ich es defintiv weiter ausbauen will. Da es meiner Meinung nach mehrere interessante Ansätze hat, brauche ich noch ein wenig Zeit. Ob es dann ausgerichtet wird nach Hund und Herrchen oder einfach menschliche Tierportraits zeigt, weiß ich nocht nicht.
Jedenfalls wird diese Serie weitergeführt. Ich bin sehr motiviert durch das gute Feedback, das aus all den verschiedenen Ländern gerade reinkommt. Ich habe noch ein paar Hunde gesehen, die ich gern fotografieren möchte. Sollte diese Serie dann irgendwann fertig sein, möchte ich es gern auch noch mit Katzen und anderen Tieren ausprobieren.
kwerfeldein – Fotografie Magazin
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Normally, you don’t want your pixels to be seen.
You like the pristine, fine-grain look. But what if you went to the other extreme and really let your pixels show?
Vic Nguyen is taking commissions for turning your photos into awesome pixel portraits! His vixels, as they are called, are a little reminiscent of 8-bit Twitter avatars, but turned up a few degrees with way more detail.
Mustaches, beards, dimples, even your haircut are turned into exact pixel replicas.
So the next time someone tells you your pixels are showing, it’ll be a compliment!
Have Your Pixel Portrait Made from Photos [via Uppercase Magazine]
p.s. Hey, Hot Shot! has a photo competition with $ 15,000 in prizes and some pretty amazing exposure up for grabs. Deadline is 11/14, so get those hot shots in!
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Seit dem Sommer 2010 arbeitet der Australier Mark Tipple an der Serie „The Underwater Project“, bei der er Menschen dabei fotografiert, wie sie unter einer Welle tauchen. Ich sprach mit ihm über seine Arbeitsweise unter und über Wasser. Nach dem Interview haben mir nicht nur seine Fotos Respekt abverlangt, sondern noch etwas anderes.

Hallo Mark, warum hast Du mit dem Projekt angefangen und was sind Deine Ziele dabei?
Ich suchte nach einem anderen Weg, Aufnahmen vom Surfern zu machen. Nach vielen Jahren mit verschiedenen Versuchen wie zum Beispiel dem Ausprobieren verschiedener Winkel oder dem Montieren der Kamera auf dem Surfboard war ich irgendwann gelangweilt von meinen Fotos und den Standardaufnahmen, die ich im Internet oder Magazinen zu sehen bekam.
Eines Tages wurde ich an der falschen Stelle erwischt, als gerade eine Welle vor mir zu brechen begann. Ich entdeckte neben mir einen Schwimmer und als wir beide untertauchten, hielt ich die Kamera auf ihn und fotografierte ihn dabei, wie er durch die Welle tauchte. Dieses Foto war der Anfang der Serie und der Fokus verschob sich von Surfern zu den tauchenden Schwimmern. Seit diesem Tag fasziniert es mich, zu sehen wie wir aussehen, wenn wir verhindern wollen, dass die Welle von oben auf uns fällt.

Wo entstehen die Fotos und was musst Du dabei beachten?
Die meisten Fotos sind auf dem Bronte Beach in Sydney entstanden, der zu Fuß ungefähr zehn Minuten vom berühmten Bondi Beach entfernt ist. Die Location ist ein kleine östlich zugewandte Bucht, die den Wellengang einfängt. Es ist perfekt für mich, wenn die Rettungsschwimmer ihre Fahnen in die nördliche Ecke der Bucht stecken, weil dann die Wellen gegen das Riff in der südlichen Ecke der Bucht schlagen, dort einiges an Kraft verlieren und das Wasser sehr klar bleibt.
Die Wellen haben dann definitiv keine große Kraft mehr, weshalb man dort auch gut schwimmen kann. In Kombination mit den anwesenden Rettungsschwimmern, den relativ weichen Wellen und dem klaren Wasser kann ich so im Sommer innerhalb einer Woche ein paar Tage fotografieren gehen. Ausnahmen wie im letzten Sommer, als El Niño uns viel Regen und kalte Temperaturen brachte, kann es natürlich immer geben.

Welche Tageszeit ist für Deine Unterwasseraufnahmen perfekt?
Normalerweise versuche ich, dem Handbuch der Fotografen zu folgen und Aufnahmen eher morgens oder in den Abendstunden zu machen, wenn das Licht weich und warm ist. Ich habe dann aber schnell feststellen müssen, dass sich zu dieser Zeit kaum jemand im Wasser aufhält. An der Ostküste, wo die Sonne aufgeht, ist es bis 10 Uhr morgens unter Wasser noch sehr dunkel.
Gegen 11 Uhr kommen dann die ersten Touristen zum Strand und fangen mit dem Schwimmen an. Selbst an sehr heißen Tagen ist es im Wasser immer noch sehr kühl und so ist die beste Zeit für mich nachmittags, wenn die meisten Leute ins Wasser gehen, um sich abzukühlen und Spaß zu haben.
Es gibt einige Fotos, die ich zu einer späteren Tageszeit bei untergehender Sonne geschossen habe, das Sonnenlicht erzeugt dabei aber einen großen Ring auf dem Bild und das ist für ein gutes Foto nicht besonders förderlich.

Was hast Du für eine Ausrüstung und wieviel kostet ein Unterwassergehäuse?
Die Kamera ist eine gewöhnliche Canon 7D mit einem Tokina Fisheye-Objektiv. Das zusammen hat mich, glaube ich, um die 2,200 AU$ (entspricht ca. 1.700€) gekostet. Das Unterwassergehäuse und der Domeport (zur Korrektur der optischen Bedingungen unter Wasser) dürften ungefähr noch einmal so viel gekostet haben. Da sich ein Großteil meiner Arbeiten mit Filmen beschäftigt, bin ich jetzt umgestiegen auf die Canon 5D MarkIII. Die Arbeitsabläufe sind die gleichen, die Qualität ist jedoch etwas besser.
Vom Surfen weiß ich, dass man unter Wasser schnell die Orientierung verlieren kann. Hast Du schon ähnliche gefährliche Situationen erlebt?
Als ich angefangen habe, die Schwimmer zu fotografieren, trug ich immer einen Gürtel mit Gewichten, damit ich länger unter Wasser bleiben konnte. Ich dachte, das wäre eine gute Idee gewesen – allerdings dachte ich das nur bis zum dem Tag, an dem eine Welle direkt über meinem Kopf und meinem ausgestreckten Arm gebrochen ist. Dabei ist mir die Leine der Kamera abgerissen und ich wurde durch meinen Gürtel auf den Boden gedrückt.
Es war nur eine kleine Welle, deshalb hatte ich auch keine Angst und habe einfach gewartet, bis ich wieder auftauchen konnte. Ich war jedoch besorgt, dass meine Kamera zertrümmert oder ins Meer gespült wurde. Nach ein paar Minuten wilder Suche habe ich sie dann aber in der Nähe des Ufers gefunden und gleich auf Schäden kontrolliert. Zum Glück konnte ich nichts finden.

Was machst Du abseits der Unterwasserfotografie?
Ich arbeite für mehrere humanitäre Organisationen und unterstütze sie durch die Bereitstellung von Fotos und Filmaufnahmen, die die Organisationen dann für Spendenwerbung oder Medienkampagnen einsetzen. Ich habe gerade erst Fotos für die Heilsarmee gemacht und werde demnächst mit einer Organisation zusammenarbeiten, die sich um Menschen mit Behinderungen kümmert. Ich liebe es, anderen Menschen mit dem was ich kann, zu helfen.
Mein ganzes Leben beschäftigt sich mit der Fotografie oder dem Filmen. Entweder reise ich zu einem Shooting, bin gerade dabei oder beschäftige mich mit der Nachbearbeitung der Aufnahmen. Das ist eine Menge Arbeit und möglicherweise wäre es für mich einfacher, einem geregelten Job nachzugehen. Letztendlich kann ich jedoch das machen, worauf ich Lust habe und bekomme so direkt die positiven Ergebnisse meiner Mitwirkung in den einzelnen Projekten mit und das ist für mich ein tolles Leben!

Mark, ich danke Dir für diese Einblicke und wünsche Dir noch viel Erfolg bei folgenden Projekten.
Wer mehr über Mark Tipple und das Projekt erfahren will, kann die dazugehörige Seite „The Underwater Project“ besuchen.
kwerfeldein – Fotografie Magazin
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