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Archive for the ‘Equipment’ Category

Das erste Türchen des Adventskalenders

30 Nov

… öffnen wir morgen. Wir haben Euch ja schon vor ein paar Wochen verraten, dass es den Adventskalender, der sich im letzten Jahr großer Beliebtheit erfreut hat, wieder geben wird. Etwas auf die Folter gespannt haben wir Euch auch.

Aber mal ehrlich: Diese süße Ungeduld, die Spannung, was sich im ersten und auch im jeweils nächsten Türchen verbirgt, die sind es, die Adventskalender so großartig machen. Sich 24 Tage lang überraschen lassen und jeden Tag eine kleine oder große Freude erleben.

Wir legen auf die Freude noch etwas drauf und schonen zudem Eure Zähne, die in der Vorweihnachtszeit sicherlich mit genug Süßigkeiten zu kämpfen haben. Ab morgen stellen wir jeden Tag bis Weihnachten einen Künstler, einen Hersteller oder einen Service vor, der etwas für Euch in den Adventskalender gelegt hat.

Viele haben sogar mehrere Exemplare oder verschiedene Produkte zur Verfügung gestellt, die wir Euch in den Türchen ausführlich präsentieren und anschließend wieder unter allen Kommentatoren verlosen, an einigen Tagen gewinnen also mehrere Personen. Die genauen Gewinnspielregeln solltet Ihr Euch vor der Teilnahme noch einmal durchlesen.


Fotograf: Aileen Wessely | Modell: Sylwia K.

Wir waren selbst ganz überrascht, als wir nach der Vergabe aller Plätze einmal zusammengezählt haben: Der Gesamtwert der Produkte, Kunst und Dienstleistungen, die wir verlosen werden, hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Wow! Vielen Dank an alle Sponsoren, die das möglich machen und uns ihr Vertrauen schenken.

Auch parallel zu dieser Aktion erscheint morgens jeden Tag ein Artikel, ganz wie Ihr es von uns gewohnt seid. Wir wünschen uns sehr – auch für unsere Gastautoren, vorgestellte Künstler oder Interviewpartner – dass diese Artikel trotz Trubel im Adventskalender Beachtung finden.

Jetzt aber: Wir freuen uns auf morgen, mit Euch gemeinsam dem Fest entgegenzufiebern und uns mit tollen Partnern bei Euch dafür zu bedanken, dass Ihr jeden Tag mit Euren Kommentaren und eigenen Beiträgen dafür sorgt, dass es kwerfeldein gibt.

Die beiden wunderbaren Weihnachtsmänner da oben sind übrigens von Fabian Stürtz, der sie uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Danke, Fabian!


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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29.November 2012

30 Nov

Ein Beitrag von: anna malina himbär


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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DIY: Turn Your Own Photos into Insta-Holiday Cards

29 Nov

Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

Holiday Cards + Instagram = HoliGram?!

No, not like Tupac’s hologram, silly.

We’re talking about Holiday-grams. Real life cards from your favorite ‘grams.

Make and send holiday cards from your favorite Instagram pics or pretty much any photo on your phone.

This guide has a card-making style for everyone, from the super app-savvy to the DIY-ers.

Making holiday cards has never been so instant … and awesome!

Make DIY Instagram Cards!

p.s. Come on a photo walk with us! We’ll be meeting this Sunday 12/2 at the Photojojo Secret Store in San Francisco with cider and cameras.(…)
Read the rest of DIY: Turn Your Own Photos into Insta-Holiday Cards (1,067 words)


© Margo for Photojojo, 2012. |
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Photojojo

 
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Cityscapes

29 Nov

Ein Beitrag von: Rainer Mirau

Als Gegengewicht zu meiner Tätigkeit als Landschaftsfotograf bereise ich mehrmals im Jahr Großstädte, um auf Motivjagd zu gehen. Architekturfotografie hat überraschend viele Parallelen zur Landschaftsfotografie. Es dreht sich ebenso alles um die Lichtverhältnisse und die Bildkomposition. Der größte Unterschied ist das Kunstlicht, was die Dämmerung zur idealen Zeit für Städtebilder macht.

Planung und Umsetzung von Motiven

Das wundervolle an meinem Beruf ist die Freiheit, meine Reiseziele selbst definieren zu können. Nicht nur einmal sah ich in einer Werbung oder auf einer Webseite ein Foto, welches mich so faszinierte, dass ich kurz darauf diesen Ort besuchen musste. Städte wie Paris, Rom oder Berlin sind voll von herausragender Architektur und die Fülle von Motiven lassen mich immer wieder in diese Metropolen zurückkehren.

Es muss aber nicht immer ein mehrtägiger Trip sein. Auf dem Weg von Wien nach Norwegen zum Beispiel liegt Prag, Dresden, Hamburg und Kopenhagen. So nutze ich die Abend- und Morgendämmerung, um das eine oder andere Bild zu knipsen, ohne mich in Unkosten durch Flug und Hotel zu stürzen.

Cityscapes
Sternwarte Urania am Donaukanal, Wien.

Ich lebe nur eine halbe Stunde von der österreichischen Metropole entfernt. So kann ich jederzeit meinen Durst nach Architekturfotografie stillen.

Wenn ich eine Stadt mit dem Fokus Fotografie bereise, sind es meistens drei oder vier Nächte, die ich vor Ort verbringe. Nachdem ich mittels Recherche bei Bildagenturen oder lokalen Fotografen die geplanten Motive in den Stadtplan eingezeichnet habe, suche ich mir ein Hotel mit möglichst optimaler Lage. Die Entscheidung, welches Motiv ich wann umsetzte, treffe ich immer erst spontan je nach Witterungsbedingungen.

Die Ausrichtung des Motivs ist entscheidend. Sind ein paar Wolken am Himmel, kann Gegenlicht für einzigartige Stimmungen sorgen. Ist es strahlendblau, wähle ich Motive quer zur Sonne. Ist es bedeckt, bleibt nur die Blaue Stunde als nutzbare Zeit.

Cityscapes

Das größte Stahlwerk Österreichs steht nie still. Gespenstisch war die Stille zum Zeitpunkt der Aufnahme. Echte Nachtaufnahmen mache ich sehr selten, mir sind die Kontraste zu hoch und ich bin kein Fan von HDR-Software. Dieses Bild wurde aus drei Einzelbelichtungen manuell in Photoshop überblendet. Arbeit, die ich mir gern spare.

Technischer und inhaltlicher Anspruch

Licht ist wie in jedem Bereich der Fotografie der wichtigste Faktor, ein Bild als herausragend zu markieren. Ich bin bezüglich der Qualität des Lichts zu keinen Kompromissen bereit und packe die Kamera nur aus, wenn ich überzeugt bin, dass es sich lohnt.

Anspruchsvoll zu sein ist anstrengend, zumal ich nicht wie übliche Touristen gemütlich nach dem Frühstück losziehe. Vor der Morgendämmerung geht es los, im Frühsommer läutet der Wecker nicht lange nach vier und am Abend komme ich selten vor halb elf ins Hotel zurück.

Mit über zehn Kilogramm Ausrüstung mehrere Tage hintereinander viele Kilometer auf Asphalt zu marschieren, ist auch nicht zu unterschätzen. In Zeiten, in denen jeder Zweite mit einer Spiegelreflexkamera durch die Gegend läuft und täglich Milliarden neuer Bilder entstehen, muss man sich die Latte hoch anlegen, um Erfolg zu haben.

Anders gesagt: Die Bilder müssen besonders gut sein, um sich von der Masse abzuheben. Es folgen fünf Tipps zur Bildgestaltung.

1. Getrennte Linien

Was haben annähernd alle guten Bilder gemeinsam? Ich behaupte, einen einfachen und starken Bildaufbau. Es heißt nicht umsonst „Großstadtdschungel“. Ordnung in die Komposition zu bringen, ist die Herausforderung, die es in der Städtefotografie anzunehmen gilt. In meinen Bildern versuche ich, dem Betrachter einen Weg vorzugeben, dem sein Auge folgen kann.

Wenn zu viel Information im Bild ist, erschwere ich es dem Betrachter, diesem Weg zu folgen. Deshalb ist ein klarer Bildaufbau von größter Bedeutung. Linien und Flächen, die dominanten Formen in der Architekturfotografie, lassen sich am deutlichsten abbilden, wenn darauf geachtet wird, dass sie sich nur an geeigneten Stellen berühren. Je weniger Berührungen, desto klarer die Bildsprache.

Cityscapes

Olympia Hafen von Barcelona in der Morgendämmerung. Es war mir wichtig, dass sich die Palmen und Wolkenkratzer nur wenig „berühren“, um die Bildsprache so klar wie möglich zu halten.

2. Blaue Stunde – Mischlicht ist nicht gleich Mischlicht

Die viel zitierte Blaue Stunde ist leider in den seltensten Fällen eine Stunde. In Abhängigkeit vom Breitengrad und der Jahreszeit bewegt sich die Sonne in einem steilen oder flachen Winkel zum Horizont. Je flacher der Winkel, desto länger die Dämmerung und desto länger die Blaue Stunde.

Zwei Extreme als Beispiel: In Stockholm Anfang Juli sehen Abend- und Morgendämmerung nahtlos ineinander über. Drei Stunden Mischlicht sind das Ergebnis. In Singapur nahe dem Äquator fällt die Sonne wie ein Stein vom Himmel, kaum zehn Minuten gutes Licht ermöglichen nur ein paar Aufnahmen pro Tag.

Cityscapes

Mischlicht geht immer! Auch ein grauer Tag ohne spektakuläre Lichtverhältnisse endet mit ein paar Minuten gutem Licht.

Das Licht hat nach Sonnenuntergang bei heraufziehender Nacht ähnliche Qualitätskriterien wie bei Sonnenschein. Quer zur Sonne lässt sich der Himmel mit einem Polfilter abdunkeln, auch nachdem die Sonne verschwunden ist.

Diese Tatsache nutze ich gern, um das magische, blaue Licht schon früher zu nutzen. Gegenlicht ist denkbar ungeeignet, da die Gebäudefronten kein Tageslicht mehr abbekommen, auch wenn der Himmel noch hell genug wäre. Zu hohe Kontraste sind die Folge.

Cityscapes

Dank des Polfilters konnte ich den Himmel so weit abdunkeln, dass eine Mischlicht-Aufnahme schon kurz vor der Dämmerung möglich war.

3. Lange Brennweite

Ein Teleobjektiv ermöglicht uns zwei Gestaltungstricks: Das Freistellen (Isolieren) von Details und das Verdichten der Perspektive. Bei Brennweiten ab 100mm und besonders auffällig über 200mm erscheint ein Motiv mit Tiefe für das menschliche Auge komprimiert oder verdichtet.

Wir Menschen sehen immer mit derselben Brennweite, deswegen sind Aufnahmen mit Weitwinkel- oder Teleobjektiven auch besonders dynamisch. Vielleicht verwöhnt uns die Evolution in den nächsten tausend Jahren mit zoom-fähigen Augen, bis dahin erfreuen wir uns an spannenden Bildern mit langen Brennweiten als etwas Außergewöhnliches.

Cityscapes

Details wie Muster isoliere ich mit einer langen Brennweite. Immer wieder halte ich auf der Motivsuche inne und versuche, bewusst interessante Details zu finden, da sie allzu leicht übersehen werden.

Cityscapes

Westminster Palace aus 1,5 km Entfernung mit 300mm fotografiert. Die lange Brennweite lässt die hintereinander angereihten Bildelemente Bäume, Brücke, Riesenrad und Palace optisch zusammenrücken.

4. Rahmen

Ein gut gewählter Rahmen kann die inhaltliche Qualität eines Bildes erhöhen. Meistens erfüllt der Rahmen die Funktion des Vordergrunds, gleichzeitig gibt er dem Bild Tiefe und eine Dimension. Das Resultat ist ein weit dynamischer anmutendes Bild, als es ohne Rahmen wäre.

Nach der Regel der getrennten Linien eignet sich alles Mögliche als Rahmen, ob Bäume, Wolken, ein Tor, Säulen oder eine Brücke. Ich nutze nicht nur jede Gelegenheit, ein Motiv durch Rahmung zu optimieren, ich halte aktiv danach Ausschau.

Cityscapes

Die Stadt der Wissenschaft und Künste im spanischen Valencia ist eine perfekte Kulisse, um moderne Architektur zu fotografieren. Flache Wasserbecken zwängen einem bei Windstille Spiegelungen geradezu auf. Die Brücke setzte ich in diesem Beispiel als Rahmen ein.

5. Bewegte Bildinhalte

Selbstleuchtende und bewegte Bildteile sind ideal, um sie als Teil der Komposition zu verwenden. Autos und Züge erfüllen das in jeder Hinsicht, nicht zu vergessen Schiffe. Beim Fotografieren im Mischlicht ergibt sich ein Zeitfenster, in dem die Scheinwerfer von Autos oder Zügen die optimale Helligkeit haben.

Da sie ähnlich hell wie Laternen oder beleuchtete Fenster sind, ergeben sich daraus keine speziellen Anforderungen an die Belichtung. Die Dauer der Belichtung ist ausschlaggebend für das Endergebnis. Experimentiert mit Belichtungszeiten von wenigen Sekunden bis zu mehreren Minuten!

Cityscapes

Eines der meistfotografierten Motive in Venedig. Was soll’s?! Ich will es mit eigenen Augen sehen und die Erinnerung mit nach Hause nehmen. Tendenziell versuche ich, stark besuchte Sehenswürdigkeiten in der Morgendämmerung zu fotografieren. In diesem Fall unmöglich, da weder die Kirche im Hintergrund beleuchtet gewesen wäre, noch hätte ich die Boote einbauen können.

Der Kamerastandpunkt liegt auf einer hölzernen Brücke, die den Canal Grande überspannt. Da die Brücke mit jedem Fußgänger leicht schwankte, bestand die Herausforderung darin, einen Moment ohne Fußgänger abzuwarten. Kein leichtes Unterfangen in der Stadt mit den meisten Touristen weltweit! Ich positionierte mich direkt über einem Pfeiler, um die Vibrationen zu minimieren und schaffte es tatsächlich, ein scharfes Bild zu produzieren.

Weit mehr Tipps und Tricks für spannende Bildkompositionen findet Ihr in meinem eBook CITYSCAPES zu diesem Thema.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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28. November 2012

29 Nov

Ein Beitrag von: una.knipsolina


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Half Dome Sunrise, Yosemite

28 Nov
Half Dome Sunrise, Yosemite National Park

Half Dome Sunrise, Yosemite National Park

To gaze upon a sunrise is a treasured moment, you only get so many opportunities to see them. Keeping that in mind it always pays to get up early.

John Muir also had an eloquent quote, “God never made an ugly landscape. All that the sun shines on is beautiful, so long as it is wild.”  I couldn’t agree more, but it’s easy to see how he came to that conclusion witnessing so many sunrises in Yosemite. Personally there are few things as glorious as seeing sunrise over Half Dome.

Copyright Jim M. Goldstein, All Rights Reserved

Half Dome Sunrise, Yosemite

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Im Gespräch mit Ezgi Polat

28 Nov

Ein Beitrag von: Normen Gadiel

Ezgi Polat, die 22-jährige Berliner Fotografiestudentin, versteht es, Inszenierung und Natürlichkeit miteinander zu verbinden. Ihre Fotografien wirken dabei wie eine Hommage an den Moment. Natürlichkeit und Moment, zwei wunderbare Begriffe für die Fotografie. Was es dafür braucht, erzählte sie mir im folgenden Interview.

Hallo Ezgi. „Die Fotografie ist ein Medium für leichteren Zugang zu
fremden Menschen.“ Würdest Du dem zustimmen?

Es kommt darauf an, welche Menschen damit gemeint sind und wie man den Begriff „Zugang“ in dem Zusammenhang definiert. Wenn es darum geht, fremde Menschen zu fotografieren, kann es durchaus leicht sein, mit jemandem in Kontakt zu treten.

Das heißt aber nicht, dass Du gleich Zugang zu der Person hast. Für mich bedeutet es, dass Du jemanden kennenlernst, dieser Person sowohl mental als auch körperlich näher kommst, sei es mit der Kamera oder wenn Du kurz die Kleidung zurechtrückst, die Haare nach hinten streichst. Daher finde ich es manchmal auch relativ schwierig, aber genau das macht es auch so interessant.

Dann gibt es die Menschen, die von Deiner Arbeit fasziniert sind und auf dich zukommen, das ist wohl der einfachste Weg und auch sehr schön, da ich es sehr schätze, wenn mir andere ihre Meinung sagen und mich kennenlernen wollen.
Für mich steht jedenfalls fest, dass die Fotografie in vielerlei Hinsicht ein gutes Medium ist, um neue Kontakte zu knüpfen. Das verbinde ich dann aber eher damit, dass die Kunst, egal in welcher Form, oft für Aufmerksamkeit und Interesse sorgt.

Viele Deiner Fotos zeigen eine Mischung aus Alltag und Erotik. Wie
bist Du zu dieser Art der Fotografie gekommen?

Den Übergang habe ich selbst nicht so ganz mitbekommen. Es fing damit an, dass ich immer wieder mein Umfeld fotografierte, die Kamera war ständig dabei. Das fing vor zirka sieben Jahren an, wobei ich es schon als Kind gewohnt war, zu fotografieren. Dabei kam es mir nicht oft in den Sinn, fremde Menschen vor die Kamera zu stellen.

Mir war es sehr wichtig, dass die Momente authentisch wirkten und die alltäglichen Situationen nicht gebrochen wurden. Irgendwann gewöhnten sich meine Freunde daran, öffneten sich mehr, die Fotos wurden intimer und somit auch der Umgang mit der Fotografie.

Bis der Zeitpunkt kam, an dem ich sehr oft mit fremden Menschen arbeitete und merkte, dass mir die Körpersprache viel bedeutet und ich den Alltag und die gewohnten Situationen nicht missen möchte.

Wie entstehen Ideen bei Dir und wer sind Deine persönlichen Helden?

Meistens entstehen diese spontan und der Moment zählt. Was man daraus macht, ist wichtig und nicht, was ich unbedingt umsetzen möchte.

Die Umgebung, das Licht und vor allem die Person, ihre Bewegungen und die Gemütslage stehen im Vordergrund. Worte, die währenddessen fallen, dass ich dadurch versuche, auf jemanden einzugehen und nicht einen Menschen in eine bestimmte Situationen zwänge, in der er sich vielleicht gar nicht wohlfühlt.

Ich mache mir meistens erst dann Gedanken, wenn ich weiß, wen ich fotografiere. Dann kommen auch Ideen, die ich gern in Szene setze.

Ich habe keine Helden, eher ist es eine Art Bewunderung bei Nan Goldin und Francesca Woodman, deren Arbeiten bei mir immer für Faszination gesorgt haben und es immer noch tun. Mich inspiriert Musik jedoch viel mehr als andere Fotografien. Sie schafft es immer, mich in einen ganz andere Stimmung zu versetzen.

Wenn ich an Ideen sitze, darf die passende Melodie im Hintergrund nicht fehlen.

Gibt es mal abgesehen von Kamera und Film etwas Essentielles, ohne das
Du nicht arbeiten könntest?

Es gibt nichts Materielles, meine Kamera und Filme reichen mir da aus. Jedoch könnte ich nicht gut arbeiten, wenn es zwischenmenschlich nicht funktionieren würde. Ich mag es nicht, wenn es nur um das „Ablichten“ geht und man keine Gespräche führt. So entstehen auch keine guten Fotos für mich.

Wenn ich aber den Draht zu jemandem finde und die Person sich neben mir wohlfühlt, werden meine Arbeiten auch besser. Für mich hat das viel mit Empathie zu tun.

Hast Du schon Pläne für die Zeit nach dem Studium?

Nach meinem Studium, also nächstes Jahr, werde ich wahrscheinlich Berlin für eine gewisse Zeit verlassen. Ich möchte mehr sehen, andere Kulturen erleben, mein Blickfeld erweitern, mit anderen Menschen arbeiten und vor allem viel fotografieren.

Die Vielfalt gibt es zwar auch in Deutschland, doch mit dem Alltag verbunden, ist es manchmal etwas schwierig, sowohl Inspiration als auch Motivation für gewisse Sachen zu schöpfen. Pläne sind jedoch überbewertet, ich werde schauen, was auf mich zukommt, und mich gern leiten lassen.

Wie entsteht bei Dir der Kontakt zu den fremden Modellen? Kommen die Leute auf Dich zu, sprichst Du sie auf der Straße an oder gehst Du den Weg über Agenturen?

In dieser Stadt finde ich es so schön, dass es unglaublich viele verschiedene, interessante Gesichter gibt. Das merke ich jeden Tag – auf dem Weg zur Arbeit, in der U-Bahn, im Supermarkt – es sind genau die Alltäglichkeiten, in denen die Menschen natürlich wirken und in denen ich liebend gern beobachte.

Es passiert oft, dass ich jemanden ansprechen möchte, doch fühlt es sich in dem Augenblick dann doch nicht richtig an. Für mich zählt die Atmosphäre, es ist was anderes, wenn man zum Beispiel in einem Café oder in einer Bar sitzt und auf jemanden zugeht, die Zeit hat, statt kurz und hektisch auf der Straße die Visitenkarte zu zücken.

Das Internet bietet ebenfalls gute Möglichkeiten, da stoße ich manchmal auf Menschen, die ich anschreibe und man trifft sich auf eine Tasse Kaffee oder abends auf ein Bier, bevor es mit den Fotos zustande kommt. Mich schreiben auch einige an, jedoch könnte das auch ruhig etwas offensiver sein, da sich viele dann nicht trauen zu fragen und auf meine Anfrage warten.

Ich arbeite viel lieber mit Personen, die etwas Eigenes haben, nicht sofort wegen ihrer Äußerlichkeiten auffallen, auf ihre Art schön sind und nicht irgendwelche Ideale erfüllen. Über Agenturen finde ich es manchmal genau deshalb schwierig, da die Arbeitsweise eine andere ist, aber ich hatte da sowohl gute als auch schlechte Erfahrungen.

Wie sieht es bei Dir mit der Entwicklung der Filme aus? Machst Du das lieber selbst oder lässt Du sie in einem Labor entwickeln?

Mittlerweile gebe ich die Filme immer ab, da es Zeitaufwand bedeutet, wenn man sie selbst entwickelt. Doch habe ich mir für diesen Winter vorgenommen, wieder ab und an ins Labor zu gehen. Ich mag das Gefühl, sich in der Kälte zurückzuziehen und auf die Negative und Abzüge zu konzentrieren.

Das kann sehr beruhigend sein. Die Zeit verfliegt so schnell, da man sich jedes Mal wundert, wie spät es schon geworden ist. Am Ende des Tages ist man auch stolz auf die eigene Arbeit.

Vielen Dank für das Interview und noch viel Spaß und Erfolg im Studium.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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27. November 2012

27 Nov

Ein Beitrag von: Olivia Harmon


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Lofoten: Reise ins Licht

27 Nov

Ein Beitrag von: Moritz Ilmberger

„Ló“ für Luchs und „foten“ für Fuß. Mitten im europäischen Nordmeer liegt die Inselgruppe der Lofoten. Durch den Vestfjord sind sie vom Norwegischen Festland getrennt. Seine Zeit dort zu verbringen, ist wie eine Reise ins Licht.

Wobei Licht hier ein sehr flexibler Begriff ist. Es ist nicht nur Licht im Sinne von Helligkeit, es ist auch Licht im Sinne unvorstellbarer Farben und Formen. Und das auch bei Nacht. Denn wenn der Sonnenuntergang direkt in den Sonnenaufgang mündet, lässt – bei ein wenig Glück mit dem Wetter – das stundenlange Farbspektakel der Mitternachtssonne die Landschaft erstrahlen.

Dann spendet das Licht der Arktis dem eigenen Körper und der Natur, die einen dort umgibt, unglaubliche Energie und Kraft. Die Zeit scheint stillzustehen. Geschlafen wird nur noch sporadisch. Zumindest nicht in den Stunden um Mitternacht, denn dann beginnt die für den Landschaftsfotografen spannendste Zeit.

Die Bedingungen sind, trotz des Lichts, nicht immer die angenehmsten. So ist es nachts meist recht kalt und in Meeresnähe weht eigentlich generell ein starker Wind. Zumindest mit Regen hatten wir in den statistisch gesehen niederschlagsärmsten Monaten April und Mai nie große Probleme.

Aber ganz egal wie sehr Wind und Kälte, der schwere Rucksack und die schwierige Zeltplatzsuche in den Bergen manchmal an einem nagen, so ist es doch immer wieder die wunderschöne Kulisse, die einen in ihren Bann zieht.

Umrahmt wird die Szenerie von scharfkantigen Bergspitzen, auf denen bis in den Sommer hinein noch Schnee liegt. Nahezu senkrecht stürzen sie ins türkisfarbene, eiskalte Wasser, nur noch gesäumt von den weißen Sandstränden, die sich in die Enge zwischen Bergen und Meer schmiegen.

Kurz ist man geneigt, traurig zu sein. Wenn man tagsüber am Meer steht und den Strand und das Meer am liebsten bei südeuropäischer Wärme genießen würde.

Doch der Tag vergeht und die Dämmerung setzt ein. Dann genießt man den Norden wieder in vollen Zügen. Die Kälte, der Wind und jegliche Gedanken an den warmen Süden sind vergessen. Man taucht ein ins Land des Lichts.

00:01 Uhr Insel Moskenesøya
00:01 Uhr, Solbjørnvatnet, Insel Moskenesøya

00:46 Uhr Insel Moskenesøya
00:46 Uhr, Solbjørnvatnet, Insel Moskenesøya

01:14 Uhr Insel Moskenesøya
01:14 Uhr, Solbjørnvatnet, Insel Moskenesøya

01:46 Uhr Insel Moskenesøya
01:46 Uhr, Solbjørnvatnet, Insel Moskenesøya

22:35 Uhr Insel Moskenesøya
22:35 Uhr, Bunes Beach, Insel Moskenesøya

23:22 Uhr Insel Moskenesøya
23:22 Uhr, Bunes Beach, Insel Moskenesøya
00:25 Uhr Insel Moskenesøya
00:25 Uhr, Bunes Beach, Insel Moskenesøya


00:02 Uhr Insel Flakstadøya
00:02 Uhr, Fredvang auf Flakstadøya

01:08 Uhr Insel Værøy
01:08 Uhr, Nordland auf Insel Værøy

Sicherlich gibt es noch viel auf den Lofoten und generell im Norden Europas zu entdecken: Nicht nur die Mitternachtssonne, sondern auch die unglaublich vielseiteigen blauen Stunden und die tanzenden Polarlichter des dunklen Winters. So freue ich mich sehr auf eine erneute Reise ins Licht. Denn die, da bin ich mir ganz sicher, wird es bestimmt geben.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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26. November 2012

27 Nov

Ein Beitrag von: Arnolt Schlick


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