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Archive for the ‘Equipment’ Category

Poladarium 2014: Call for entries

21 Jan

Es gibt ein paar Dinge, von denen fast alle unsere Redakteure Fans sind. Neben Sigur Rós und Schokoladeneis ist das vor allem der wunderbare Abreißkalender namens Poladarium. Ein Jahr lang gibt es jeden Tag ein Polaroid und seine Geschichte zu bewundern, insgesammt also 365 Bilder.

Und das Beste: Jeder hat die Möglichkeit, etwas zu diesem Kalender beizutragen. Auch für 2014 werden ab heute wieder Polaroids und die kleinen Geschichten hinter den Bildern gesucht. Wer Lust hat, mitzumachen, kann sich ab jetzt bewerben.

Mit der Bewerbung stimmt Ihr zu, bei Veröffentlichung Eures Bildes mindestens einen der Kalender zum ermäßigten Preis von 16,50 € zu kaufen. Nur so kann der hochwertige Druck mit Lack und Spezialpapier ermöglicht werden. Zudem sichert Ihr Euch gleichzeitig einen Kalender, der in den vergangenen zwei Jahren immer schnell ausverkauft war.

Aus allen Bewerbungen stimmt eine Jury darüber ab, welche Bilder es am Ende ins Poladarium 2014 schaffen. Ihr habt ab heute bis zum 15. Februar Zeit, Euer eigenes Lieblingspola zu suchen, einzuscannen und hochzuladen. Wir wünschen Euch viel Glück dabei!


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Vierter Monatsbericht vom iPhone-Projekt

21 Jan

Seit vier Monaten fotografiere ich ausschließlich mit dem iPhone, um herauszufinden, was passiert, wenn ich die DSLR liegen lasse und mich hundertprozentig auf das Mobiltelefon einlasse. Dies ist der vierte Monatsbericht.

Und bevor es gleich in die Tiefe geht: Ich bin mit meinen Bildern aktuell nicht wirklich zufrieden. Ich finde meine Fotos okay, aber auch nicht mehr. Dazu kommt noch, dass ich so tief in der Materie bin, dass es mir schwer fällt, eine Distanz zu den Bildern zu bekommen.

Das merke ich vor allem dann, wenn ich die Fotos für meinen monatlichen Bericht aussuche. Welches zeigen, welches nicht? Diese Unsicherheit gehört dazu. Jedoch möchte ich hier niemandem etwas vormachen.

Ich sehe mich auch nicht als toller Straßenfotograf, sondern habe – auch durch die technisch reduzierten Möglichkeiten des iPhones – das Gefühl, ganz am Anfang zu stehen. Mir ist klar, dass die Fotos, die ich hier zeige, keine Superknaller sind.

Jedoch ist ein Teil meines Projekts der monatliche Bericht. Und der ist, wie er ist: Nah dran am Geschehen und ohne Anspruch auf Perfektion.

Das iPhone selbst ist mittlerweile selbstverständlicher Teil meiner Arbeit geworden. Das bedeutet, dass die Euphorie vom Auftakt geschwunden ist und es sich nicht mehr ungewohnt anfühlt, mit dem iPhone zu arbeiten.

Das Fotografieren mit der DSLR war für mich immer der Inbegriff meiner Leidenschaft. Ich hatte ein gewichtiges Gerät mit Objektiv drauf in der Hand, das über lautes Auslöserklacken ein auditives Feedback gab.

Allerdings fallen mit dem iPhone diese Faktoren gänzlich weg und somit auch das Gefühl, fotografisch tätig zu sein. Wenn ich meinen Kollegen aus dem Büro sage, ich „gehe mal fotografieren“, dann stimmt da irgendetwas nicht.

Denn das Arbeitsgerät ist sehr leicht und wenn ich Handschuhe trage, fast unsichtbar. Das Objektiv ist im Vergleich zum 50mm als solches nicht zu erkennen. Und das elektronische Klickgeräusch habe ich ausgeschaltet, also das Letzte, was an eine Kamera erinnern könnte, eliminiert.

Nein, das Wort Fotografieren ist für mich überflüssig geworden und ich erlebe das als eine Art Befreiung. Es ist mehr ein Probieren, Skizzieren, Dokumentieren. In der Stadt, unter Menschen. Dort, wo der Alltag tobt.

Da in dieser Jahreszeit selten die Sonne scheint, es meist trüb und düster ist, kann ich erst ab 9:30 Uhr so richtig loslegen. Ich bin somit, mehr als vorher, angewiesen auf das Wetter. Warum das?

An einem dunklen Tag zeigt mir das iPhone an, dass es 1/30s belichtet. Damit einen Menschen, der sich ein wenig bewegt, scharf festzuhalten, ist unmöglich. So warte ich meist etwas ab, messe immer wieder nach und schaue, wann das Licht mindestens 1/120s erlaubt. Und selbst damit ist nicht garantiert, dass die Aufnahme scharf ist. Das ist manchmal ziemlich frustrierend.

Ich versuche, so weit möglich, einen besonderen Moment zu erwischen – und das heißt gar nicht zwangsläufig, dass eine Person (erkennbar) abgebildet sein muss. Es geht mir darum, einzufangen, wenn das Ungewöhnliche aus dem Gewöhnlichen hervortritt.

Ein Zufall sozusagen, in dem zwei oder mehr Aspekte im Einklang sind, sich widersprechen oder meinem inneren Auge komisch, trist oder gar fröhlich erscheinen. Und damit diese Vorgabe erfüllt werden kann, muss ich einige Kilometer laufen und stets offen für das Unvorhergesehene sein.

Und 99% meiner Fotos sind Bullshit. Sie sind vielleicht auf den ersten Blick ganz interessant, haben aber keine Seele, sprechen nicht zu mir oder es fehlt ihnen das gewisse Etwas, das ein Foto – wohlgemerkt – für mich spannend macht.

Jedoch ist dieses eine Prozentfitzelchen das, wonach ich suche. Dann passen viele Dinge zusammen. Oft bemerke ich erst beim Durchblättern der Bilder, dass es sich eben doch gelohnt hat, eine Aufnahme zu machen, die ich vor Ort nur potentiell gut fand.

Ich habe mich außerdem dazu entschieden, pro Tag nicht mehr drei, vier oder sogar mehr, sondern abends zwischen 19 und 21 Uhr ein einziges Foto zu veröffentlichen. Das reicht vollkommen und bringt auch ein wenig Ruhe in das Projekt.

Beim Fotografieren selbst versuche ich, einem Rat von Jay Maisel zu folgen. Er sagte einmal: „Go out empty“, was für ihn so viel bedeutet wie: Jedes Konzept, das im Kopf schwirrt, zu verwerfen. Nicht nach bestimmten Dingen (Farbkontrasten, Mustern und Formen, Gegenüberstellungen) zu suchen, sondern offen zu sein, für das, was kommt.

Denn jedes Konzept kann mir im Wege stehen, das zu sehen, was gerade vor mir passiert, weil ich quasi eine Art Tunnelblick habe, der alles andere ausschließt.

Meist nutze ich den späten Abend, um die Aufnahmen des Tages durchzugehen und zu finalisieren. Da ich aktuell komplett in Farbe arbeite und nicht stark in die Aufnahme eingreifen möchte, gibt es selten viel zu ändern.

In Snapseed beschneide ich, ziehe die Kontraste etwas an oder korrigiere die Farbtemperatur minimal. Die eigentliche Arbeit besteht darin, die guten von den schlechten Bildern zu trennen und Perlen im Sauhaufen zu finden. Wenn es denn Perlen gibt.

Und es gibt diese Tage, an denen ich weiß: Ein paar Fotos waren ganz okay, aber gut waren die nicht.

Doch es lohnt sich, mich immer wieder auf mein – zugegeben – kauziges Projekt einzulassen. Ich merke, dass ich so langsam richtig tief drin bin, aber noch weit entfernt von dem, was möglich ist. Die Straßenfotografie steckt voller Überraschungen und ich bin gespannt, was die Zukunft mir schenken mag.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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browserFruits Januar #3

21 Jan

Der Januar ist kalt, dunkel und mancherorts liegt sogar Schnee. Wir haben Euch einen bunten Teller leckerer und spannender Früchte zusammengestellt und im Fotospecial die Geister des Winters zusammengerufen, um eine fette Party zu schmeißen. Lasst Euch die ausgesuchten Links schmecken und genießt den Sonntag.

Fotospecial: Geister

Flickr

500px

Deutschsprachig

• Nur noch bis morgen könnt Ihr in der ARTE Mediathek die einstündige Dokumentation „Leben in Bildern“ ansehen, die Miriam Weissenstein vorstellt, die mit ihrem Mann Rudi von Anfang an den Aufbau des Staates Israel in Fotos festgehalten hat. Nun soll ihr „Photo House“ einem Neubau weichen.

• Der Fotograf Robert Harding Pittman hat sich mit seiner Bildserie „Anonymization“ auf die Spuren der vor- und zwischenstädtischen Einöde begeben.

• Wie sich 20 Jahre nach dem Abzug der Alliierten aus Deutschland ehemals militärisch genutzte Areale gewandelt haben, hat die Fotografin Isabel Kiesewetter mit ihrer Serie „Konversion“ untersucht.

• Eine kleine Vorstellung des australischen Fotografen Chris Round haben wir hier entdeckt und die Bilder überzeugen uns sehr.

• Torsten Mühlbacher zeigt Fotos seiner Reise nach Spitzbergen. Demnächst folgen auch Bilder aus Island.

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International

• Voilà! Die Gewinner des National Geographic Contest 2012 sind auf Big Picture. Großartig.

• Urbanautica zeigt Andy Freebergs Serie „Guardians of Russian Art Museums“, in der die Hüter der staatlichen Kunstschätze mit selbigen zu verschmelzen scheinen.

• So ganz kann sich Lomography dann doch nicht vom Digitalen lossagen und springt daher auch einfach mal kreativ zwischen analog und digital hin und her. Neuestes Produkt dieser Verbindung ist der Lomography Smartphone Film Scanner, der über Kickstarter finanziert wird.

• Der Magnum-Fotograf Alex Webb redet in einem sehr langen und lesenswerten Interview auf dem Lensblog der New York Times über seine fotografische Entwicklung, seine Wahrnehmung und seine Liebe zu Film.

• 25 Bildern von Orten, die unnormal aussehen, aber real sind. Ein paar alte Bekannte sowie neue unglaubliche Flecken unserer Erde gibt’s hier zu bestaunen.

• The Photo Argus präsentiert nützliche Spickzettel für ein ambitioniertes Shooting.

• „Liebling, ich habe das Model geschrumpft.“ PetaPixel zeigt erstaunliche Miniaturisierungseffekte mit Photoshop.

• Wie würde der Mars aussehen, wäre er der Erde ähnlicher?

• Travis Jensen fotografiert meist mit dem iPhone und Hipstamatic auf der Straße. Auf digitaltrends.com gab er ein Interview über seine hervorragenden Bilder.

• Die Framed Awards haben ihre diesjährigen Nominierten bekanntgegeben. Und Ihr könnt mit abstimmen. Mit dabei sind auch einige Fotografen, die wir bereits vorgesellt haben.

• Auf straatfotografie.nl werden 12 Straßenfotografen vorgestellt, denen man auf 500px folgen sollte. Zwei davon haben wir hier ebenfalls schon vorgestellt.

• Instagram hat durch das TOS-Fiasko fast die Hälfte der Nutzer verloren.

• Wunderschöne Fotografien aus Jerusalem.

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Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

• Robert Harding Pittmans oben erwähnte Arbeit „Anonymization“* ist auch als Fotobuch im Kehrerverlag erschienen. Für 28 € gibt’s 120 Seiten im großen, quadratischen Format.

• Ihr erinnert Euch an Sam Jost, der letztes Jahr mit seiner Anleitung zum manuellen Belichten Erfolg hatte? Seit Kurzem gibt es von ihm eine Einführung in Lightroom 4, die als Buch vorbestellbar* und als Kindle-eBook* schon zu lesen ist.

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Videos

Vielleicht kennt Ihr bereits Gregory Colberts fotografisches Meisterwerk „Ashes and Snow“. Hier kommt der Film dazu, der die fantastischen Bilder laufen lässt.

 

Der Bochumer Designer Sebastian Daniel hat seinen Kurzfilm „ruhrpottromantik“ mit den urbanen Klängen des Ruhrgebietes kombiniert. Entstanden ist das dynamische und eindrucksvolle Portrait einer Region.

 

Und mal wieder ein schönes Timelapse-Video zum Träumen.

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Ausstellungen

Bonner Schule: Ausstellung
Zeit: 19. – 20. Januar 2013
Ort: Bonner Schule, Friedrichstraße 10, 53111 Bonn
Link

Konrad Rufus Müller – Schattenwelten
Zeit: 19. Januar – 16. März 2013
Ort: Galerie Pinter & Milch, Berlin
Link

Saul Leiter
Zeit: 31. Januar bis 26. Mai 2013
Ort: Kunst Haus Wien
Link

Mehr aktuelle Ausstellungen

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, bekommen wir eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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20. Januar 2013

20 Jan

Ein Beitrag von: Klaus Peter Schmidt


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Varieté: Eure wichtigsten Fotos 2012

20 Jan

Am Ende sind es 20 Bilder geworden, die in der Redaktion jeweils mehrere Fans gefunden und sich so für die heutige Präsentation im Varieté qualifiziert haben. Jeder Redakteur hat dabei einen eigenen Geschmack und eine eigene Gewichtung zwischen Bild und Geschichte. Sozusagen die Schnittmenge daraus seht Ihr nun hier.

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Dennis schrieb:

Dieses Foto war reines Glück. Da der Wetterbericht schon seit Tagen Sonne angesagt hatte, außer Nebel aber nichts zu sehen war, beschloss ich eines frühen Morgens, auf „meinen Hausberg“ zu steigen, um ein bisschen die Aussicht oberhalb der Nebelobergrenze zu genießen und möglicherweise auch ein paar schöne Fotos der Milchstraße zu schießen.

Am Ausgangspunkt angekommen, konnte man schon sehen, dass die Wolkendecke nicht mehr besonders weit über mir endete und als ich mich fertig gemacht habe zum Aufstieg, war die Nebelobergrenze schon auf Augenhöhe. Ich beschloss deshalb, mit der Stirnlampe auf dem Kopf ein paar Fotospielereien zu machen und da entdeckte ich, wie wunderbar das Licht dieser Natriumdampflampe (Straßenlaterne) auf den Fotos wirkt.

Dieses Foto ist für mich etwas ganz Besonderes, weil es mich an einen fantastischen Morgen erinnert, an dem einfach alles stimmte.

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Marcel schrieb:

Dies ist mein wichtigstes Foto aus 2012, da es eins der ersten Fotos ist, die ich unter dem Begriff „Streetphotography“ bewusst gemacht habe. Ich werde in diesem Jahr sicherlich versuchen, mehr aus dem Straßenleben zu fotografieren, da es eine Menge Spaß macht, Situationen wie diese auf den Sensor zu bannen.

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Tomsen schrieb:

Entstanden in Barcelona Anfang November mit einer X100. Obwohl der Abend zuvor ziemlich lang ging, bin ich morgens recht früh aufgestanden, um am Strand ein paar Impressionen einzufangen. Zur gleichen Zeit waren Metall- und Flaschensucher, Sportler, Angler und Radfahrer unterwegs. An einigen Stellen an der Küste befinden sich Fitness-Stationen, an denen sich die Frühsportler austoben.

Eine dieser Stationen habe ich eingefangen. Das Foto ist fast genauso aus der Kamera gekommen, ich habe nur wenige Entwicklungsschritte in Lightroom vorgenommen. Die Aufnahme hängt als DIN-A3-Ausdruck bei mir an der Wand und hat irgendetwas Magisches für mich, ich mag die Stimmung sehr.

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Bastian schrieb:

Dieses Foto ist im letzten Jahr in Hamburg, am Rande eines Workshops entstanden. Viele meiner Fotos zeigen alltägliche Situationen, meist auf der Straße. Ich versuche, auf meinen Fotos Geometrie und Ästhetik in Zusammenhang mit dem Alltäglichen und Normalen zu bringen. Die Menschen in diesem und in vielen anderen meiner Fotografien sind nur zufällige, beliebig austauschbare und ungefragte Darsteller.

Wann ist ein Bild wichtig? Persönlich wichtig sind für mich persönliche, festgehaltene Momente, die aber nicht oder nur sehr selten veröffentlich werden. Ein veröffentlichtes „wichtiges“ Foto ist für mich eher ein geglücktes. Ein Moment, den ich als perfekt empfand und schnell genug war, diesen festzuhalten.

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Martin schrieb:

Dubai ist wohl für die meisten Fotografen ein wahrer Traum, so auch für mich. Im März 2012 habe ich mir den Traum erfüllt und war für eine Woche dort. Es gibt so viele schöne Motive, dass man sich schwer für „das“ beste Foto entscheiden kann. Daher mache ich es mir leichter, indem ich das Bild mit den meisten Reaktionen auswähle.

Es entstand in der Dubai Marina zur Abenddämmerung. Weil ich nicht mein schweres Stativ mitschleppen wollte, habe ich in dem Fall meine Kamera mit dem Gorillapod an einem Brückengeländer fixiert, um eine etwas längere Belichtung zu ermöglichen. Die Nachbearbeitung bestand dann vor allem in der Korrektur des Weitwinkels, Farbanpassungen und vor allem dem künstlichen „silky“-Effekt der Wasseroberfläche, den ich für diese Aufnahme sehr passend fand, weil er das Surreale von Dubai Stadt noch mehr unterstreicht.

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http://kwerfeldein.de/2013/01/12/expose-zeig-dein-wichtigstes-foto-2012/#comment-193123″>Sabine schrieb:

Mein für mich wichtigstes Foto aus dem vergangenen Jahr 2012 ist aus einer Idee entstanden, die erst einmal sehr lange Zeit auf die Umsetzung warten musste. Objektiv betrachtet erkennt man darin wohl weniger Emotion, sondern eher die Anatomie, die Halswirbelsäule, wie sie da so zwischen Kopf und Körper mutig und entblättert steht, kraftvoll, als das wohl interessanteste und komplexeste „Verbindungsstück“ unseres Körpers.

Ich sehe zwar diese wahrhaft geniale Komplexität und Kraft, aber ich habe bezüglich der Halswirbelsäule auch schlechte Erfahrungen gemacht. Sie ist mit all ihren Nerven, Arterien und Muskeln heutzutage scheinbar sensibler als jemals zuvor. Durch unnatürlich wenig Bewegung, langes Sitzen und eine falsche Haltung erfahren wir heute eine steigende Anzahl chronischer Erkrankungen, deren Ursache oft in der Wirbelsäule zu finden ist.

Wenn man erst mal Probleme speziell im Bereich der Halswirbelsäule hat, so meine Erfahrung, muss man sehr viel dafür tun, um dem Körper wieder das zu geben, was er braucht: Zum Beispiel den muskulären Ausgleich. Das Foto bekam den Titel ‚Break‘, der zum einen ‚Pause‘ oder ‚Ruhe‘ bezüglich der Therapie und zum anderen ‚Bruch‘ bedeuten kann, was auf die Sensibilität und den Schmerz hindeuten soll.

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Tom schrieb:

Mir fiel die Wahl wirklich schwer. Da für mich meine Reise nach Myanmar eines der großen Highlights des letzten Jahrs war, habe ich mich für ein Foto, das bei dieser Reise entstand, entschieden. Da mich die Menschen in ihrer bescheidenen, durch Tradition und Glauben geprägten Lebensweise unheimlich beeindruckt haben, fiel meine Wahl auf das obige Bild, das in Mandalay in einem Tempel kurz nach Sonnenuntergang entstand.

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Thomas schrieb:

Solitude…

Der Chhatrapati-Shivaji-Terminus-Bahnhof in Mumbai zählt zu den größten und geschäftigsten Bahnhöfen der Welt. Ich habe es geschafft, eine einzelne Person unposiert ins Bild zu setzen und mit schönem Licht eine harmonische Szene zu schaffen. Zusammen mit der Stahlkonstruktion des Bahnhofs sowie des Fernzugs auf Gleis 8 bildet dieses Foto für mich eine sehr gelungene Einheit.

Es zeigt auch, dass man an einem noch so bevölkerten Ort Bilder von einsamen Personen machen kann. Für mich sind die großen Bahnhöfe dieser Welt ein Magnet, um mich da mit meiner Kamera herumzutreiben. Dieses Bild steht ganz vorn in der Ausbeute meines Langzeitprojekts „Grown up at a Railway Station…“.

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Lukas schrieb:

Nicht, weil es doch einige Leute angezogen hat, sondern weil ich enorm viel lernen durfte. Wir waren zwei Wochen in Kroatien und ich dachte mir, ich würde von den neuen Orten dort inspiriert werden – Fehlanzeige – zumindest am Anfang.

Ich entdeckte eine einsame Bucht und wollte dort fotografieren. Drei Mal stand ich in aller Frühe – 5 Uhr ist für mich schon sehr früh – auf, um den Strand bei Sonnenaufgang zu erkunden. Jedes Mal scheiterte ich dann vor Ort an meinem Vorhaben. Kein einziges Foto oder Konzept wollte funktionieren – motiviert natürlich nicht sehr.

Eher aus Verzweiflung als aus Entdeckerdrang raffte ich mich ein letztes Mal auf und entdeckte diesen Stein im Wasser, der Rest spricht für sich. Dieses Bild ist meine Erfahrung, mit was man belohnt wird, wenn man tatsächlich dran bleibt und nicht aufgibt. Mal abgesehen vom Sonnenaufgang auf der Oberfläche des Ozeans im Pyjama.

~

Malte schrieb:

Mein wichtigstes Foto 2012 ist letzten September auf Island entstanden:

Zum einen ist es eines meiner Lieblingsbilder, zum anderen hat es mich jede Menge Zeit, Mühe und eine Stativtasche gekostet.

Ich liebe minimalistische Fotos in schwarzweiß mit einer surrealen Stimmung. Vor einiger Zeit habe ich Langzeitbelichtungen als eine Technik entdeckt, die meinem Wesen und meiner Art zu fotografieren entspricht und die gleichzeitig meine oben genannte Vorstellung von Fotos unterstützt.

Das Bild ist meine erste richtige Langzeitbelichtung, die ich auch veröffentlicht habe. Der Prozess des Fotografierens war sehr mühevoll, es hat immer wieder geregnet und gestürmt während der zirka zehn Minuten langen Belichtung. Ich musste einige Male versuchen, Regentropfen von der Objektivlinse zu wischen, ohne jedoch die Belichtung zu ruinieren. Aufgrund des Sturms wurde dann auch noch meine Stativtasche von den Klippen geweht.

Bei der Nachbearbeitung bin ich dann später an die Grenzen meines Könnens gestoßen und habe lange gebraucht, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Das war etwa anderthalb Monate, nachdem ich das Foto gemacht habe.

Das Foto war dann der Auftakt für eine kleine Serie von Langzeitbelichtungen, die jedoch noch nicht ganz fertig ist. Meine Liebe zur Langzeitbelichtung ist nun vollends entfacht und ich werde mich für die nächste Zeit ausschließlich auf diese Technik konzentrieren.

Und wie das mit einer ersten Liebe so ist, werde ich wahrscheinlich den Rest meines Lebens nie so richtig davon loskommen!

~

Jan schrieb:

Zuerst dachte ich, dass mir die Auswahl recht schwer fallen würde; als ich dann jedoch durch meinen Stream auf flickr geflogen bin, war es doch sehr schnell klar, welches Bild mein eindeutiger Gewinner ist.

Seit Ende Oktober befinde ich mich für ein Auslandspraktikum in Island und nutze die Chance, um verstärkt der Landschaftsfotografie nachzugehen. Ich fühlte mich seit der Ankunft schon recht wohl hier im Norden, aber nach rund zwei Wochen Aufenthalt sollte etwas passieren, was mich letztendlich so faszinierte wie sonst nichts anderes in diesem Jahr:

Ein Abend mit sehr starker Nordlicht-Aktivität. Dieses Erlebnis gab mir die Lektion, dass es Schönheit gibt, die weder auf Sensor noch Film abgebildet werden kann. Dieses Bild erinnert mich daher an ein unbeschreiblich schönes Erlebnis.

~

nussundpoint schrieb:

Ich war im Sommer 2012 wieder in Thailand und wir haben ein paar Tage in einem Hotel am Strand verbracht. Dieses Foto ist eigentlich sogar in ziemlicher Hektik entstanden. Ich habe ja ein 365-Projekt gemacht und brauchte für diesen Tag unbedingt noch ein Foto, allerdings hatte ich in Kürze einen Massagetermin und anschließend würde es schon dunkel sein, also stellte ich mich kurz auf den Balkon und machte ein Foto von diesem wunderschönen Ausblick.

Schließlich war ich ganz entspannt und konnte den Tag richtig genießen und schätzen. Im Nachhinein ist es für mich jetzt das Bild, das die Ruhe vor dem Sturm zeigt. Wenn wenige Stunden nach der Aufnahme passierten einige sehr schlimme Dinge, woraufhin nichts mehr wie vorher war, als wäre man in einen anderen Film mit komplett anderer Handlung und Stimmung gerutscht. Dieses Foto hilft ein bisschen dabei, das alles zusammenzuhalten.

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Erik schrieb:

Warum es so wichtig ist? Es wurde im März bei 500px als Editor’s Choice ausgewählt und war somit das erste meiner Fotos, das von irgendwem zu irgendwas ausgewählt wurde. Das hat einen immensen Anschub für mein fotografisches Selbstbewusstsein gegeben und mich letzten Endes überzeugt, mich auf einen Studiengang Kunst mit Schwerpunkt Fotografie zu bewerben. Heute studiere ich und bin sehr glücklich über diese Entscheidung. Das war nämlich zugleich auch das Beste, was mir 2012 passiert ist.

~

einfach mal so schrieb:

Jede Stadt hat wohl so seine bekannten Fotomotive, die schon zu Hauf fotografiert sind und an denen man sie sofort erkennt. In München ist das mit dem Brunnen am Karlstor wohl nicht anders. Wie also ein Bild hinbekommen, das etwas anders ist? Da half mir der glückliche Umstand mit den Tauben. Die gibt es in Berlin, Köln, Rom und Paris, sie sehen überall gleich aus und sind deshalb auch völlig städteneutral.

Im Nachhinein entschied ich mich für einen Bildausschnitt, auf dem keine Menschen zu sehen waren. Einer der lebhaftesten Plätze bei Tag und keine Menschen; nur die Tauben und ihre Stadt. Vor allem in schwarzweiß gefiel mir die Aufnahme sehr gut, weil zeitlos, ob in den 60ern oder eben in 2012, eine Hommage an meine Stadt.

Die Aufnahme entstand übrigens nicht mit der SLR Toy Lens, sondern mit dem Walimex 7,5 MFT Fisheye. Einer hervorragenden, scharfen Optik, leider muss man aufgrund des Weitwinkels sehr nah an das Motiv herangehen, das dürfte wohl die Tauben aufgeschreckt haben.

~

Laura schrieb:

Es ist wohl das persönlichste und das traurigste, das echteste Foto, das ich bisher dem Internet preisgegeben habe. Es erzählt von einem schmerzhaften Abschied von einem wunderbaren Menschen, der mein Leben bunter gemacht hat und mir gezeigt hat, was Lebensfreude ist. Von einem Menschen, der so unglaublich viel zu früh gegangen ist.

Ich bin kein Fan von Worten in Bildern, aber hier war es wie selbstverständlich, dass die Worte, die uns verbunden haben und immer noch verbinden, Teil des Bildes sein müssen. Ein Flüstern: „so close no matter how far“. Seit diesem Tag frage ich mich, ob ein Ende ein Anfang sein kann, ob man sich wiedersieht und ob etwas bleibt.

Das Bild erzählt von einem Lichtschimmer der Hoffnung und einem Verlangen nach einer Berührung, die keine sein kann, von einem Fenster, hinter dem man nichts sieht außer sich selbst und von einer Reflexion, die einem erst das Ausmaß der eigenen Trauer offenbart.

Dieses Bild ist eine kleine Truhe voller Trauer und immer, wenn ich es betrachte, nehme ich einen Teil der Trauer mit, die im Ganzen nicht zu ertragen wäre.

Am 5. Januar war das Bild und der Tod ein Jahr alt und noch immer verstehe nicht nichts.

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Anton schrieb:

Dieses Foto entstand auf dem Feldweg direkt vor meiner Haustür. Es war ein herrlicher, schöner Wintertag. Also entschloss ich mich, mit meiner Canon AE-1 spazieren zu gehen, in der Hoffnung, ein schönes Landschaftsbild mit viel Sonne und noch viel mehr Schnee zu fotografieren.

Nach kurzer Zeit bildetet sich dichter Nebel und die Sicht war stark eingeschränkt. Da entdeckte ich die Fußspuren, die sich in den Schnee eingedrückt hatten. Durch den Nebel bekommt das Bild eine besondere Wirkung, da die Fußspuren im Nebel verschwinden.

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Roland schrieb:

Definitiv „Mojave“?

Das Foto wurde nicht wie im Titel angedeutet, in der Mojavewüste aufgenommen, sondern auf Dungenesse, einer Halbinsel in England. Die Aufnahme entstand analog auf Film und wurde danach digital editiert.

Nikon f2 Photomic 1975
Nikkor 35mm f/2.0
Fuji Superia Reala 100

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O. schrieb:

Weil es einfach herrlich gegensätzlich ist. Dunkles Holz gegen helles Licht, weiche Unschärfe gegen harte Struktur. Dabei wirken beide Seiten von Neigung und Wuchs her wie inszeniert.

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Katrin schrieb:

Entstanden ist es auf Baltrum, wo ich bereits einige Male war und trotzdem jedes Mal wieder mit neuen Bildern zurückkomme. Im vergangenen Oktober habe ich zehn Bilder aus dieser Langzeitserie ausstellen dürfen – dieses war auch dabei.

Warum nun genau dieses mein Wichtigstes ist und nicht eins von den neun anderen? Es ist das erste Bild, das ich (jemals) verkauft habe. Ich habe mich irre gefreut und deshalb hat es diesen Status als mein wichtigstes Bild des letzten Jahres verdient.

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Conrad schrieb:

Als reisender Spätzünder habe ich dieses Jahr meine erste Flugreise unternommen. Die typische Island-Rundreise mit den üblichen Motiven, an denen man sich schon sattgesehen hat. Dennoch, es sind meine und die halbe Wohnung ist damit zugepflastert und sie überbrücken die Wartezeit, bis es wieder dorthin geht. Kann man sich in ein Land „verlieben“? Ich denke ja…

Ich habe mich für diese Aufnahme entschieden, weil sie in meinen Augen gut die Kontraste zeigt, die das Land ausmacht. Licht und Wetter, grandiose Landschaft und ganz klein der Mensch darin.

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Wer das Exposé verpasst hat, den laden wir herzlich dazu ein, dort noch einmal selbst in den Kommentaren nach persönlichen Lieblingsbildern zu stöbern. Welches sind Eure Lieblingsbilder?


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Varieté: Die wichtigsten Fotos der Redakteure 2012

20 Jan

Als wir in den letzten Tagen Eure wichtigsten Fotos 2012 durchscrollten, um unsere Lieblingsbilder zu finden, die wir Euch vor ein paar Stunden präsentiert haben, fiel uns auch der Kommentar von Martin auf, der schrieb:

„Interessant wäre jetzt noch jeweils das Bild des Jahres der Redaktionsmitglieder.“ Und da Laura dazu noch meinte, dass sie das auch interessieren würde, haben wir uns noch schnell in unsere eigenen Archive begeben, um Euch nun ebenso unsere persönlich wichtigsten Fotos vorzustellen.

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Martin:

Diese Aufnahme entstand Anfang des letzten Jahres in Karlsruhe, als ich von Weitem Rauch aufsteigen sah. Ich ging schnurstracks darauf zu und fotografierte den Mann, der behände an diversen Hähnen drehte.

Nicht im Geringsten von meinem offensichtlichen Herumschleichen und Klicken irritiert, meinte er nur, ich solle nicht zu nah kommen, da meine Linse sonst im Nu kaputt wäre: „Stickstoff, keine Chance.“ Ein paar Aufnahmen später unterhielt ich mich mit ihm noch ein wenig und lief anschließend weiter.

Ich habe das Bild deshalb als mein wichtigstes Foto 2012 ausgewählt, weil es in seiner Wucht und Aussage sofort wirkt und auch die dezent gehaltene Farbigkeit dies unterstreicht. Es passiert sehr selten, dass in Karlsruhe Dampf in dieser Ausprägung zu sehen ist und das Bild ist somit auch ein Unikat für mich.

Der nette Mann mit der Borstenfrisur und Schutzkleidung passt perfekt zum aufsteigenden Dampf und die vorbeifahrende Bahn unterstützt meiner Meinung nach die Dichte des Bildes.

Ein ganz besonderer von vielen Glücksmomenten, die mir 2012 geschenkt wurden.

~

Katja:

Im September 2012 kam meine zweite Tochter zur Welt. Sie stellt mein Leben auf eine wunderbare Weise auf den Kopf und ich musste nicht lange überlegen, dass sie auf meinem wichtigsten Foto 2012 zu sehen sein muss.

Ich habe mich für dieses Bild entschieden, da es in einem schönen Moment entstand. Ich hatte mit ihr gespielt und als sie langsam müde wurde, griff ich zur Kamera und sie zu meiner Hand.

~

Holger:

Ich finde es schwierig, das wichtigste Foto auszuwählen. Ich kann aber sagen, dass mir dieses Foto mit am besten gefällt. Heute würde ich dieses Foto wahrscheinlich so nicht mehr machen. Aber es geht ja um 2012.

Entstanden ist das Foto bei einem Auftrag meines Arbeitgebers. Für die Flure des neues Büros sollten verschiedene Motive aus Kölner Parks fotografiert werden. Es hat mir großen Spaß gemacht, einen ganzen Tag lang Zeit zu haben, um verschiedene Motive nach bestimmten Vorgaben zu finden.

Dieses Foto entsprach zwar nicht den Vorgaben und wird somit nicht den Weg an eine Wand des Büros finden, ist aber dennoch eines meiner persönlichen Favoriten des letzten Jahres.

~

Aileen:

Das Foto, das für mich im letzten Jahr am wichtigsten war, ist lustigerweise eines, das schon im Frühjahr 2010 entstanden ist. Zusammen mit den anderen 23 Bildern eines experimentellen Films, die ich allesamt für unbrauchbar hielt, hat es über zwei Jahre im Archiv geschlummert, bis ich im Juli anfing, den gesamten Bestand meiner analogen Fotos durchzusehen, um eine Auswahl für ein Buch zusammenzustellen.

Bei dieser Suche fiel es mir wie Schuppen von den Augen, dass es – allein betrachtet – wirklich gut war und auch hervorragend zu dem Gefühl passte, das ich in der Anfangsphase mit dem Buch verband: Es sollte sehr persönlich sein, ruhig, surreal, etwas mysteriös und auf jeden Fall nicht so leicht zu durchschauen oder klar wie etwa meine digitalen Portraits.

Da es noch dazu bisher unveröffentlicht war, war es der perfekte Kandidat, um dem Buch ein Gesicht zu geben, das sonst „nur“ aus bereits veröffentlichten Bildern besteht, die die Menschen alle schon kennen.

Nachdem mich die Auswahl der Bilder, das Layout, die Möglichkeiten der Herstellung des Buches mit hauseigenen Mitteln und das Schreiben der Texte etwa ein halbes Jahr lang beschäftigt haben, ist „still“ inzwischen erschienen und ich verbringe im Moment jede freie Minute mit dem Druck, der Bindung und dem Zuschneiden weiterer Exemplare.

~

Robert:

Einige Tage bevor Supersturm Sandy die Ostküste der USA erreichte, hatte ein kleiner Verwandter dem Weimarer Land in Thüringen einen Besuch abgestattet, die Masten einer Hochspannungsleitung verbogen und zeitweilig die Stromübertragung unterbrochen.

Wenngleich in ihrem Ausmaß wenig vergleichbar mit ihren großen Geschwistern in Nordamerika, so sind Minitornados in Deutschland gar nicht selten.

Wichtig finde ich dieses Bild, weil mich die Situation zum Nachdenken darüber anregte, mit welcher technischen Fertigkeit wir Menschen Infrastrukturen erschaffen können, aber auch mit welcher Selbstverständlichkeit wir uns auf ihr ununterbrochenes Funktionieren verlassen.

Das Foto entstand an einem ruhigen Oktobernachmittag während der Reparatur- und Aufräumarbeiten nach dem Sturm.

~

Marit:

Meine Eltern sind im letzten Jahr in den Norden gezogen. Für mich war damit mein Heimatort plötzlich nicht mehr so einfach erreichbar. All die Erinnerungen, die man an einen Ort knüpft; die alten Häuser und Höfe, in denen man als Kind spielte; der Wald in der Nähe, der im Kopf immer zum Märchenwald wurde; die bekannten Gesichter, deren Namen man zwar nicht immer wusste, denen man aber artig einen guten Tag wünschte, wenn man sie auf der Straße, auf dem Markt oder beim Bäcker traf. Das alles verschwand mit dem Umzug.

Da war plötzlich dieser neue Ort, der so grau und kalt wirkte mit seinen Backsteingebäuden und Einfamilienhäusern. Meine Eltern tauschten eine alte Fachwerkstadt gegen eine modernere Siedlung. Ich suchte nach dem Schönen und fand dann an der Elbe diesen Ort auf dem Foto.

Man kommt dort nur zu Fuß hin, muss sich oft durch eine Schafherde schieben und steht dann auf einer kleinen Sanddüne. Wir waren umgeben von alten Weiden, die aus dem Wasser herauswuchsen. Ich sage niemandem, wo sich diese kleine Idylle befindet und deswegen ist dieses Bild das wichtigste Bild 2012 für mich. Es zeigt den geheimen Ort, die neue kleine Zuflucht, wenn ich meine Eltern besuche.

~

Michael:

Auch in diesem Jahr war ich wieder auf der Suche nach dem perfekten Licht. Erleben durfte ich es in Nordirland. Was diesen Foto für mich so besonders macht, sind zwei Dinge:

Zum einen hat dieser Abend mir wieder einmal gezeigt, wie schnell sich das Blatt in der Landschaftsfotografie wenden kann. Zwei verregnete Tage waren vorbei und auch an diesem Abend sah es nicht besser aus. Dann – von einem Moment auf den nächsten – plötzlich dieses Licht. Für jedes Mal, das ich im letzten Jahr vergeblich auf dramatisches Licht zu Sonnenauf- oder -untergang gewartet habe, war das die Entschädigung.

Was das Foto für mich außerdem besonders macht, ist ein zweiter glücklicher Umstand. Den ganzen Abend lang haben mich die Leute am Causeway genervt. Der Junge ist mir dann auch durchs Foto gerannt und ich habe mich erst geärgert. Als er sich dann aber vorn perfekt positioniert hat, habe ich schnell ISO und Belichtungszeit angepasst, um dieses Foto machen zu können. Das i-Tüpfelchen.

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Normen:

Ausgehend vom Gedanken, welches Foto aus 2012 mir am wichtigsten ist, komme ich um dieses Foto nicht herum. Da das Thema Weltkriege bei uns in der Region aufgrund von Familienursprüngen und einzelnen Tragödien immer wieder thematisiert wird, hatte ich die Idee, dies in einer fotografischen Form festzuhalten. Manchmal ist es meiner Meinung nach besser, an solche Geschehnisse zu erinnern, als sie zu vergessen, in der Hoffnung, dass so etwas nie wieder passiert.

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Sebastian:

„Rise“ ist ein Bild, das im Rahmen eines der ersten Shootings unseres Findelkinder-Projekts entstanden ist. Wir kamen irgendwann auf die Idee, ganz normale Menschen in surrealen und experimentellen Bildern zu portraitieren, einfach so gut wie jeden, den wir finden, statt weiter mit den Leuten aus Modelkarteien und ähnlichem zu arbeiten.

Wir ließen uns ab dem Zeitpunkt einfach über das Internet finden und das funktionierte auf Anhieb ziemlich gut. Mit Nadina haben wir einen ganzen Nachmittag im Wald mit verschiedensten Motiven rumgespielt, alles mit wenig Technik, natürlichem Licht und wir hatten wahnsinnig viel Spaß dabei, so unverkrampft und locker zu arbeiten.

Am Ende machten wir noch eine kurze Serie mit fliegenden Haaren, sie trug dabei meine Lederjacke zu ihren fliegenden, dunkelroten Haaren. Ähnliche Bilderreihen habe ich schon oft gemacht, aber noch nie hat mich der Zufall in einem Moment auslösen lassen, in dem alles so gut zusammenpasste. Es wirkt fast, als hätten ihre Haare ein Eigenleben entwickelt.

Bis auf eine Schwarzweißkonvertierung musste ich an dem Bild nichts bearbeiten, ich mochte es auf Anhieb so, wie es war und nach diesem Shooting war mir das erste Mal richtig klar, dass ich momentan genau so mit Menschen in der Fotografie arbeiten will: Lieber mit Amateurmodels, mit viel Zeit und experimentell.

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Wir hoffen, der Blick in die redaktionseigenen Archive hat Euch gefallen.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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19. Januar 2013

19 Jan

Ein Beitrag von: Isabelle Ka.


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Dreamweaver CS6 Create your first website

19 Jan

This tutorial introduces you to the concept of an Adobe Dreamweaver CS6 site and shows you how to set up the project files for the Check Magazine sample website. In Dreamweaver, a site generally consists of two parts: a collection of files on a local computer (the local site) and a location on a remote web server to which you upload files when you’re ready to make them publicly available (the remote site). You use the Dreamweaver Files panel to manage the files for your site.

The most common approach to creating a website with Dreamweaver is to create and edit pages on your local drive, and then upload copies of those pages to a remote web server for viewing on the web. In this tutorial, you’ll learn how to set up only the local site so you can begin building web pages right away. Later, after you’ve completed the website, you’ll learn how to create a remote site so that you can upload your files to a web server.

In this first part of the series, after a brief introduction to Dreamweaver sites you will complete the following tasks:

  • Set up your project files
  • Define a local folder

Note: The screen shots for this tutorial series are from the Dreamweaver Creative Cloud 12.1 update. However, the instructions apply equally to the original version of Dreamweaver CS6. You should also be able to follow the instructions on Dreamweaver CS5 or CS5.5.

Understanding Dreamweaver sites

In Dreamweaver, a site organizes on your local computer all the documents associated with your website and lets you track and maintain links, manage files, share files, and transfer your site files to a web server. Think of your Dreamweaver site as the “bucket” that contains all of the files and assets for your website.

A typical Dreamweaver site has at least two parts:

  • Local Folder: This is your working directory. Dreamweaver refers to this folder as your local site. The local folder is usually a folder on your hard drive.
  • Remote Folder: This is where you store your files on the computer that is running your web server. The computer running the web server is often (but not always) the computer that makes your site publicly available on the web.

In some circumstances, you might have more than one remote folder. For example, if you work in a team environment, all members of the team might upload their files to a common testing server before they are deployed on the live website. Also, it’s normal to set up a testing server when developing websites that use a server-side technology, such as Adobe ColdFusion or PHP. Since Dreamweaver CS5, you can define multiple remote and testing servers for each site. However, only one of each can be active at any given time.

To get started you simply need to give your site a name, and tell Dreamweaver where you want to store the files on your local computer. Dreamweaver CS6 automatically prompts you for further information about the site setup only when it’s needed.

For more information about Dreamweaver sites in general, see Site management in Dreamweaver Help.

Set up your project files

When you create a local site, you can place any existing assets (images or other pieces of content) in the local site’s root folder (the main folder for the site). That way when you add content to your pages, the assets are there and ready for you to use.
The sample files for this article contain assets for the sample website you’ll build in this tutorial series. The first step is to copy these assets to an appropriate folder on your hard drive:

  1. Decide where you want to store your website files on your hard drive. The folder can be anywhere on your computer, but the less buried it is the easier it is to find later. For example:
    • On Windows, you can use C:\Sites
    • On Mac OS X your home folder already includes a folder named Sites.
  2. Download and unzip the first_website_pt1.zip sample files from the link at the top of this page if you haven’t done so already. Copy the check_cs6 folder into the Sites folder.
  3. You will use the check_cs6 folder as the root folder (main folder) for your Dreamweaver site.

Note: The local root folder of your Dreamweaver site is normally the main or top-level folder for your website. It usually corresponds to a folder named public_html, www, or wwwroot on your remote server. For example, if you have a website at www.example.com, and have a file named news.html in the root folder, its URL is http://www.example.com/news.html. The normal practice is to give your local root folder the same name as the website without the top-level domain (such as .com or .org). For example, I store the files for my website at http://foundationphp.com in a folder named foundationphp on my local hard drive.

Define the local site folder for the Check Magazine site

You must define a Dreamweaver local site folder for each new website you create. Dreamweaver needs to know where your site files are to create all the internal links correctly, and to update them when you move files to a different location within your site.
Next, set up the site for this tutorial series, and define as your local site folder the check_cs6 folder you copied into your Sites folder:

  1. Start Dreamweaver and choose Site > New Site. The Site Setup dialog box appears.
  2. For the Site Name, type Check Magazine as the name of the site. The name is used internally by Dreamweaver to identify the site. It doesn’t matter if it contains spaces.
  3. Click the folder icon next to Local Site Folder to browse to and select the check_cs6 folder (see Figure 1).
  4. site

    Figure 1. Defining the local site folder for the Check Magazine site.

    Note: The file paths might differ, depending on where you created the Sites folder on your hard drive.

    Click Save. That’s it!

    The Files panel in Dreamweaver now shows the new local root folder for your current site (see Figure 2). The file list in the Files panel acts as a file manager, enabling you to copy, paste, delete, move, and open files just as you would on a desktop.

    assetts

    Figure 2. List of files in the Files panel

For more information about how the Files panel works, see Managing files and folders in Dreamweaver Help.

Best practices for naming files and folders in a website

A typical website contains a large number of files and folders. For ease of maintenance, it’s important to organize them logically. Create separate, appropriately named folders for images, videos, style sheets, and external JavaScript files. Also keep the following points in mind:

  • File and folder names in websites should never contain spaces or any of the following characters: /\?%*:|”<>.
  • Although other special characters are permitted, it’s generally a good idea to use only alphanumeric characters, hyphens, and underscores.
  • Most file and folder names end up as part of a web page’s URL, so keep them short, but meaningful. Long URLs are difficult for users to remember and type into browsers on a mobile device.

The vast majority of websites are hosted on Linux servers, which are case-sensitive. Using all lowercase letters for file and folder names avoids problems with files not being found.

Where to go from here

Now that you have finished defining your site, you can begin building your web pages by following the steps in the next tutorial in this series, Part 2: Creating the page structure.

Any suggestions, ideas? Feel free to comment on this article!

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18. Januar 2013

18 Jan

Ein Beitrag von: Ilee3


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Ey, gib mich ma ein Bier!

18 Jan

Ein Beitrag von: Dennis Skley

Meine letzten Experimente, die Filmentwicklung mit Urin sowie die Fixierung mit Salz, waren nun schon eine ganze Weile her und in mir loderte ein Feuer. Ich wollte – nein, ich musste – mal wieder etwas Neues wagen!

Nur was?

Ein „neuer Entwickler“ sollte es werden, doch leider kenne ich mich mit dem chemischen Kram kaum aus. Vitamin C beschleunigt die Entwicklung, also muss Säure eine wichtige Rolle spielen. Sowohl Kaffee als auch Wein oder Urin beinhalten Säure, die Theorie kann also nicht ganz falsch sein.

Ist in Bier Säure drin? Ich suchte schnell im Internet und fand heraus, dass Bier einen ähnlichen pH-Wert wie Wein hat – und mit Wein funktioniert es ja auch.

Ich startete eine weitere Suche mit „Film Bier entwickeln“, doch hier wurde ich nicht fündig. Na gut, dachte ich mir, versuchst Du es halt selbst, im schlimmsten Fall geht halt ein Film drauf.

In meiner Mittagspause fing ich an, den Film – einen Agfa APX 100 – zu belichten. Die Pause war wie immer zu kurz, also mussten die restlichen Bilder auf dem Heimweg gemacht werden. ISO 100, Dunkelheit und kein Stativ dabei. Tolle Voraussetzungen – aber der Film wurde voll.

Bier hatte ich keines zu Hause, also musste der Spätkauf aufgesucht werden. Der Spätkaufverkäufer begrüßte mich mit einem Lächeln, nach über zehn Jahren kennt man sich halt. Er staunte nicht schlecht, als ich zum Kühlschrank ging und mir eine Flasche Pilsator heraus nahm, das billigste Bier vor Ort.

„Das ist nicht für mich, ich will damit einen Film entwickeln“, raunte ich ihm zu. Ich rechnete mit einem erstaunten Blick und/oder einer Nachfrage. „Das macht 70 Cent, Dennis, ich wünsche Dir viel Spaß.“ Er lachte.

Manchmal frage ich mich, was dieser Mann schon alles erlebt haben muss…

Zu Hause angekommen ging es dann los, der Hexenkessel wurde rausgeholt, um den Entwickler anzurühren.

Mein Rezept:

  • 400 ml Bier
  • 9 g Vitamin C
  • 25 g Waschsoda

Mit einem Milchaufschäumer verrührte ich das Ganze. So wollte ich gleichzeitig auch die Kohlensäure loswerden. Ich ließ das Gebräu noch etwa eine halbe Stunde in der Küche stehen, danach hatte es eine Temperatur von 20°C. Perfekt!

In der Zwischenzeit hatte ich den Film bereits in die Entwicklerdose gespult, wo er auf sein Besäufnis wartete. Es ging los und er „Entwickler“ kam in die Dose. Für den ersten Versuch setzte ich eine Zeit von 30 Minuten an. Ein guter Grundwert für „alternative“ Entwickler. Dazu alle 30 Sekunden die vertraute Schwenkbewegung.

Nach diesen 30 Minuten entleerte ich dann die Dose. Das Bier hatte sich von uringelb zu giftgrün verfärbt. Mhhhh, lecker! Es folgte das übliche Prozedere: Zwischenwässern, Fixieren, Wässern, Anti-Statik-Bad. Der Film war fertig, nun kam der Moment der Wahrheit, ich öffnete die Dose und…

TATSACHE! Schöne, kräftige Negative, die sogar für Kontaktabzüge geeignet wären. Fantastisch!

500 Jahre Reinheitsgebot … und ich entwickle einen Film damit. Prost!

Es ist wirklich erstaunlich, mit was für Mitteln man so tolle Ergebnisse erreichen kann. Gern würde ich auch eine chemische Erklärung dafür haben. Langt eventuell auch Wasser mit genügend Vitamin C? Oh, das muss getestet werden, demnächst vielleicht mehr dazu!

Die Bilder des Films kann man in meinem Flickr-Album finden.


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