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Archive for the ‘Equipment’ Category

browserFruits März #4

24 Mar

Und wieder ist Sonntag und wir präsentieren Euch die browserFruits mit aktuellen und interessanten Links rund um die Fotografie. Wenn Ihr unsere Empfehlungen auch unter der Woche vermisst, dann folgt uns uns auf Twitter.

 

Fotospecial: Noten

Flickr

500px

 

Deutschsprachig

• „Private Moon“ ist eine wunschön märchenhafte und surreale Serie des russischen Fotografen Leonid Tishkov. i-Ref stellt sie vor.

• Kelly Angood hat aus Pappe eine funktionierende Lochkamera im Hasselblad-Design entworfen.

• Was man bei einer eigenen Ausstellung beachten sollte, hat Martin Neuhof notiert.

• Ein Interview mit dem People- und Lifestyle-Fotografen Adrian T. Kubica haben wir bei Blickfang gefunden.

• Auf Focus Online haben wir ein Video über den Röntgenfotografen Nick Veasey gefunden.

• Richard Ross portraitierte Jugendliche im Strafvollzug der USA.

 

International

• Eine sehr ästhetische Schwarzweißserie aus der Vanity Fair des Jahres 1953, fotografiert von Mark Shaw.

• Wer mal mit einem seiner Bilder in einer echten Ausstellung hängen möchte, kann sich bis zum 3. April zur Ausstellung „Trick of the Eye“ in der Darkroom Gallery in Vermont bewerben.

• Was war Euer liebstes Spielzeug in der Kindheit? Die Fotografin Gabriele Galimberti ist um die Welt gereist und hat überall Kinder mit ihren Lieblingsspielzeugen fotografiert.

• Ein neues, wieder tolles Projekt der Kalifornierin Anna Katchadourian: „Sorted books“ zeigt arrangierte Bücher, deren Buchrücken sprechen.

• National Geographic öffnet Tür und Tor mit einem Tumblr, das bisher ungesehene Fotos aus dem Archtiv präsentiert. Abonnieren!

• Er hatte schon seine Fotoausrüstung verkauft, doch dann gewann Daniel Rodrigues den World Press Photo Award.

• Werden mit Sicherheit eine neue Kontroverse anstoßen: Die Kodak Aerochrome-Fotos aus dem Kongo von Richard Mosse.

• Jennifer Kaczmarek portratiert Kinder mit Behinderung.

• Die Straßenfotografien von Todd Gross bringen zum Lachen, Weinen und Schmunzeln.

• Die Framed-Awards wurden verliehen und unter den Gewinnern finden sich wirklich ganz großartige Fotografen, ein paar haben wir sogar bereits vorgestellt.

• Wie fotografiert man einen expoldierenden Wasserballon? Eine kleine Anleitung.

• Old People Wearing Vegetation. Klingt albern, ist es auch, aber ebenso herrlich ernsthaft umgesetzt nimmt diese Serie aktuelle Kopfschmuck-Strömungen in der jungen Fotografie aufs Korn.

 

Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

buchtip

• Wem der Name Marc Mielzarjewicz etwas sagt, der wird auch wissen, dass er sich den „Lost Places“* verschrieben hat. Jetzt hat er ein neues Buch herausgebracht, in dem er sich dem Harz widmet.

• Wer gern Schwarzweiß-Bilder ansieht, dem könnte der Bildband „Arvid Gutschow“* gefallen. Er würdigt das Werk Arvid Gutschows, einem Vertreter der Neuen Sachlichkeit.

 

Videos

Greg Heisler fotografierte Alanzo Mourning für das ESPN Magazine und eklärt das verwendete Studio-Setup.

 

Joe McNally gibt ein paar Fototipps.

 

Weil unser grauer Winter nur in Zeitlupe vorbeizugehen scheint, hier was schnelles Buntes aus den urbanen Tropen.

 

Ausstellungen

Yvonne Faber – Industriedenkmal oder Schrott?
Zeit: 22. März – 16. April 2013
Ort: Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, Ulm
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«3 / Drei»
Zeit: 28. Februar – Ende April 2013
Ort: Only Photography, Berlin
Link

Frank Darius: Das Paradies ist hier
Zeit: 23. März – 19. Mai 2013
Vernissage: Freitag, 22. März 2013 um 19 Uhr
Ort: Alfred Ehrhardt Stiftung, Auguststr. 75, Berlin
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Harry Callahan – Retrospektive
Zeit: 22. März – 9. Juni 2013
Ort: Haus der Photographie, Deichtorhallen, Hamburg
Link

Ikone Karl Marx. Kultbilder und Bilderkult
Zeit: 17. März – 18. Oktober 2013
Ort: Stadtmuseum Simeonstift Trier, Simeonstr. 60, Trier
Link

Mehr aktuelle Ausstellungen

 

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, bekommen wir eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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23. März 2013

23 Mar

Ein Beitrag von: Edwin Emerlich

True-Love


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Eine Idee auf Reisen??

23 Mar

Ein Beitrag von: Laura Zalenga

Nachdem hier auf kwerfeldein vor Kurzem über das Thema „Kopie, Inspiration und Idee“ diskutiert wurde, wollte ich mich ausführlicher damit beschäftigen, was passiert, wenn man vom Bild eines anderen inspiriert wird. Und was daraus entstehen kann.

Ob es das spezielle Format, ein Accessoire, der Bildaufbau, die Thematik oder das Konzept ist – etwas an einem Bild fesselt den Betrachter so sehr, dass es bewusst oder unbewusst gespeichert wird. Entweder man entscheidet sich dann bewusst, einen Aspekt aufzugreifen und ihn zu einem eigenen Bild zu entwickeln oder es geschieht, ohne dass man es merkt. Es ist mir selbst schon passiert, dass ich erst Wochen, nachdem ich ein Foto gemacht habe, einen Teil meiner Idee in einem altbekannten Bild wiedergefunden habe.

Ich habe unzählige Beispiele gefunden von Fotografen, die unter ihrem Bild das Foto eines anderen Fotografen als Quelle der Inspiration angegeben haben. Für mich hat dieser Hinweis die Bilder umso spannender gemacht, da es toll ist, zu sehen, was aus der Idee eines anderen werden kann. ?Acht Bildpaare habe ich ausgewählt und den jeweils inspirierten Fotografen um ein paar Worte zu seinem Werk, der Intention und zur Inspiration an sich gebeten.

Einen tollen Gedanken von Thomas Mann, möchte ich Euch noch auf die Reise durch die folgenden Bilder mitgeben: ?„Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich aus den Dingen etwas zu machen.“

Growing thoughts – Mister Sullivan
Growing thoughts – Mister Sullivan

Half Kiwi – Chloe Smith
Half Kiwi – Chloe Smith

Chloe: „Als ich Michaels Foto sah, musste ich schmunzeln. Ich sah den Baum als Erweiterung des Kopfes. Es könnten Adern sein oder das Gehirn oder einfach eine krause Haarpracht. Ich mochte die Eigentümlichkeit der Kombination und wie zwei zusammenhangslose Dinge so gut harmonieren können. ?Also nahm ich diesen Aspekt, ein Objekt als Erweiterung eines Fotos zu nutzen, als Inspiration für mein Bild.? Meine Interpretation ist eine Anspielung auf meine Herkunft. Die Kiwi steht für Neuseeland, woher meine Mutter stammt.?“

rorschach. - Robby Cavanaugh
rorschach. – Robby Cavanaugh

This Is Only A Test – Joel Robbinson
This Is Only A Test – Joel Robbinson

Joel: „Die Idee meines Fotos entstand nicht direkt als eine Inspiration aus Robbys Foto, aber nachdem das Konzept in meinem Kopf anfing, Form anzunehmen, erkannte ich, dass es große Teile seiner Idee und Vision widerspiegelte. Ich wollte aber, dass es eine Kombination aus einem von ihm inspirierten Foto und meiner ganz eigenen Geschichte und Symbolik wird. Ich nahm sein Foto also als Leitfaden für die Gestaltung (schwarz und weiß) meines Bildes, aber ich versucht auch sehr stark, meinen eigenen Stil in der Bearbeitung und im Konzept einzubringen.

Mein Konzept basierte auf der Idee, getestet zu werden und war inspiriert von Rorschachtests und was sie über Dich aussagen. Ich hatte noch nicht viele konzeptionelle Bilder gesehen, die dieses Prüfverfahren als Inspiration nutzten, aber Robbys hat mich eindeutig dazu inspiriert, meine eigene Version zu erschaffen.“

pollen covered – Laura Zalenga
pollen covered – Laura Zalenga

reanimation – Ana Santl
reanimation – Ana Santl

?Ana: „Ursprünglich hatte ich nicht vor, das Foto von Laura ‚nachzumachen‘, wie man das gern sagt. Es war eher intuitiv: Ich bewunderte die kleinen Minzenblätter und erst dann hatte ich mich entschieden, sie unter die Augen aufzukleben. Währenddessen war das Bild von ihr irgendwo in meinem Hinterkopf, es war aber doch anwesend und beeinflusste mich.“

makes light and, life. - imfreelykeely
makes light and, life. – imfreelykeely

untitled – Gibson Regester
untitled – Gibson Regester

Gibson: „Nun, jeder Künstler muss das, was er oder sie durch die eigenen Augen sieht, übersetzen. Daher musste auch ich, was ich gesehen hatte in mein eigenes Kunstwerk übersetzen. Es erwies sich nicht als schwieriger, sondern sogar einfacher, ein Bild zu produzieren für das ich eine feste Quelle der Inspiration hatte. ?Sofort nachdem ich Keelys Foto gesehen hatte, erschien in meinem Kopf ein Bild, das ich machen wollte. Ich nahm also die Quelle der Inspiration und nutzte sie, um mein eigenes einzigartiges Stück zu schaffen. Denn was bedeutet einzigartig wirklich?

Es ist etwas, das aus dem riesigen Eintopf des Lebens entsteht, den wir, aus den Zutaten unzähliger anderer Menschen, machen. Wir lassen ihn den ganzen Tag lang ziehen und dann haben wir endlich unser eigenes einzigartiges Gericht, das sich in unsere Persönlichkeit, unsere Kunstwerke, unsere Verwendung von Sprache usw. übersetzen lässt. In diesem speziellen Fall waren es die Zweige, die scheinbar aus dem Kopf des Mädchens zu wachsen scheinen, die mich inspirierten. Es sieht einfach so schön und organischen aus und inspirierte mich sehr. Also musste ich meine eigene Wald-Frau aus meiner eigenen rothaarigen Schönheit machen.“

In need of rescue – Sophie Ellis
In need of rescue – Sophie Ellis

untitled – Noukka Signe
untitled – Noukka Signe

Noukka: „Sophies Arbeiten waren schon immer eine Inspiration für mich. Die Art und Weise wie sie die Welt und sich selbst einfängt, ist wunderbar und sehr einzigartig. ??Als Herausforderung für mich habe ich beschlossen, ein Foto, inspiriert von der Weite in ihren Fotos und der Tatsache, dass sie darin sehr klein erscheint, zu versuchen.? Ihr Stil ist ganz anders als meiner, da ich meistens mit Nahaufnahme arbeite, bei denen der Hintergrund keine solch bedeutende Rolle spielt.

Also bin ich mit einem anderen Objektiv als üblich losgezogen und suchte nach neuen Locations, in die Sophie in meiner Vorstellung hineinpassen könnte. Die Dinge, die ich im Auge behielt, waren ‚kleines Mädchen in einer großen Welt‘ und ‚versuche verschiedene Posen‘, denn das waren die Dinge, die ich so sehr an Sophies Bildern liebte. – Das und natürlich, die Landschaft wunderschön wiederzugeben. Es gestaltete sich als eine echte Herausforderung! Ich hatte schon vorher eine Menge Respekt für Sophie gehabt, aber nach dieser Aufnahme noch viel mehr.?“

Fragile Wings – Kyle Thompson
Fragile Wings – Kyle Thompson

Invisible Wings – Moritz Aust
Invisible Wings – Moritz Aust

Moritz: „Ich denke, der größte Punkt, warum ich Kyle als Inspiration genommen hatte war, dass seine Fotos schon immer eine große Inspiration für mich waren. Ganz besonders haben mich seine ‚cloth wings‘-Fotos begeistert. Gerade diese Ungewissheit, ob man diese Flügel mit dem Stoff überhaupt auch hinbekommen würde, hat mich angespornt. Die Umsetzung war nicht ganz einfach für mich, da ich selbst nicht genau wusste, wie man solche Stoffflügel macht.

Nach unzähligen Versuchen hatte ich dann endlich ein Foto, auf dem der Stoff wie Flügel aussah. Ich bin auf jedem Fall mit dem Vorsatz losgezogen, Kyle als Inspiration zu nutzen. Ich wollte mich eigentlich sehr von Kyles Foto absetzen und nur die Flügel als größtes Element aus seinen Fotos nutzen. Doch zum Schluss habe ich dann auch Teile seiner Pose übernommen, da ich mit keiner anderen zufrieden war.

Von was ich mich aber auf jeden Fall absetzten wollte, ist die Bearbeitung. Ich wollte auf keinen Fall eine ‚Kopie‘ seines Fotos erzeugen und habe deshalb meinen eigenen Bearbeitungsstil gewählt. Inspiration ist für mich ein großes Thema. Viele Personen haben mich bereits inspiriert und viele wurden von mir inspiriert. Für mich ist sich inspirieren zu lassen nichts Schlechtes, solange man nicht versucht, eine Kopie des Fotos zu erstellen. Man sollte sich nur soweit inspirieren lassen, dass das Foto noch eine persönliche Note hat.“??????

~

Eigentlich gibt es nicht viel mehr zu sagen; die Bilder und ihre Geschichten sprechen für sich. Ich hoffe, Ihr seid genauso positiv überrascht wie ich, was aus der Idee des einen im Verstand des anderen entstehen kann.? Mich zumindest hat all diese ‚Inspiriertheit‘ sehr inspiriert.

Es wird Zeit für einen langen Spaziergang durch den Flickr-Wald und am 500px-Feld vorbei. Vielleicht trifft man sich ja beim Ideensammeln. ?Solange wir am Ende die Quelle unserer Inspiration nennen, gibt es doch nichts Schöneres, als eine Idee von Kopf zu Kopf wandern zu lassen.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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22. März 2013

22 Mar

Ein Beitrag von: Christian Richter

© Christian Richter


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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We are traffic

22 Mar

Ein Beitrag von: We are traffic

Das Projekt „WE ARE TRAFFIC“ von Till Gläser und Björn Lexius fand ich auf Anhieb spannend. Nicht nur die Fotos überzeugten mich, sondern auch das Anliegen hinter dem Projekt wollte ich unbedingt unterstützen.

Die beiden Fotografen portraitieren in der Serie die Radfahrer Hamburgs, um damit auf die katastrophale Radverkehrspolitik aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass Radfahrer zum Verkehr gehören und diesen nicht behindern. Ich freue mich sehr, dass sie mir für kwerfeldein Rede und Antwort zu ihrem Fotoprojekt und der Radkultur Hamburgs standen.

Ihr habt jetzt schon sehr viele Radfahrer Hamburgs fotografiert. Gibt es bestimmte Eigenarten, die Ihr festgestellt habt?

Wir versuchen ja möglichst viele verschiedene Radfahrer zu fotografieren. Wir wollten mit Absicht nicht den zweiundfünfzigtausendsten Cycle-Chic-Blog nachmachen, sondern ein Portrait der ganzen Hamburger Radkultur machen, deswegen ist es schwer, bestimmte Eigenarten über eine so große Gruppe zu verallgemeinern. Allen gemein ist wohl, egal ob Rennrad- oder Hollandrad-Fahrer, dass sie von der Hamburger Radverkehrspolitik genervt sind und sich nicht als gleichberechtigt im Verkehr empfinden.

fraudinkel

Ich glaube, da zum Beispiel hin und wieder einige Fixies und Fixieumbauten zu erkennen. Ist das gerade bei Euch Kult? Verboten sind sie ja…

Prinzipiell ist das zur Zeit schon ein Trend, aber es gibt eben auch viele, die seit Jahren auf Fixies unterwegs sind und nicht einem Trend hinterherlaufen. Man kann auch da nicht alle über einen Kamm scheren. Björn selbst fährt schon seit fünf Jahren Fixed Gear und andere, die wir für „WE ARE TRAFFIC“ fotografiert haben auch noch länger, also schon lange bevor es Trend wurde. Fixie fahren ist schon ein besonderes Fahrgefühl, direkt mit der Straße verbunden.

Wir fotografieren wie gesagt alle und unser Ziel ist nicht, mit dem erhobenen Zeigefinger rumzulaufen und nur abzubilden, wer ein Rad hat, das der StVO entspricht. Wir wollen die Radfahrkultur so abbilden, wie sie ist. Mit allen Subkulturen, die das beinhaltet.

Verboten ist ein Fixie auch generell nicht. Laut StVO braucht ein Rad zwei voneinander unabhängige Bremsen, es geht also nicht um die Antriebsart, also die starre Nabe, sondern um das Fehlen von einer oder beider Bremsen, das nicht StVO-konform ist. Das ist genau wie bei vielen BMX-Rädern, die, um Tricks machen zu können, auch nur eine oder keine Bremse haben, trotzdem findet man sie ebenfalls im Straßenverkehr. Ein Fixie-Fahrer muss das Fehlen der Bremse eben durch eine erhöhte Aufmerksamkeit ausgleichen und den Verkehr viel besser vorraussehen.

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Ich sehe in den Serien auch einige Mountainbikes. Wozu braucht man die denn im flachen Hamburg?

Das kann unterschiedliche Gründe haben. Die einen haben es nur, weil sie es cool finden. Sei es der Look oder das Fahrgefühl, nicht auf jeden Kantstein achten zu müssen. Und zum anderen gibt es in Hamburg eine relativ große Mountain-Bike-Szene, die sich regelmäßig in den Harburger Bergen oder im Volkspark trifft, um dort richtig durch das Gelände zu fahren. Einige der Mountain-Bike-Fahrer haben auch noch andere Räder für die Stadt und haben sich dann für das Shooting für ihr Lieblingsrad entschieden.

Was war Eure eigene Motivation, das Projekt zu starten?

Björn hat schon öfter sozialkritische Fotoserien fotografiert. Die bekannteste war seine Serie „we are vegans“, für die er auch von der Tierrechtsorganisation Peta mit dem Peta Progress Award 2011 ausgezeichnet worden ist.

Als wir uns dann Anfang des letzten Jahres zum ersten Mal offline getroffen haben, um uns über unsere Hochzeitsfotografie auszutauschen, hatten wir schnell ein anderes Thema gefunden: Fahrradfahren. Eine weitere Leidenschaft, die wir beide teilen.

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Inspiriert von den Fotoprojekten „Bicycle Portraits“ aus Südafrika und „BikeNYC“ aus New York hatte Björn vor, eine Serie über Radfahrer zu fotografieren. Da wir beide schnell merkten, dass wir in vielen Bereichen ähnliche Ansichten haben, haben wir beschlossen, das gemeinsam zu machen.

Von der ersten Idee bis zum ersten Foto ist dann noch etwas Zeit vergangen, da wir beide in der Sommer-Hochzeitssaison keine Zeit hatten, uns intensiv mit dem Fotoprojekt zu beschäftigen. So haben wir erst Ende September mit dem Fotografieren begonnen und die ersten zehn Fahrradfahrer und das Fotoprojekt dann Anfang Oktober online veröffentlicht.

Da wir beide von der Situation der Fahrradfahrer in Hamburg total genervt sind, war es schnell klar, dass wir keinen Style-Blog über Fahrradfahrer machen wollen, wo es um die Klamotten geht, sondern wir die Menschen zeigen wollen, die in Hamburg radfahren. Wir wollen den Radfahrern ein Gesicht geben, zeigen, dass es keine anonymen Radrüpel oder Kampfradler sind. Es sind gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer, die das umweltfreundlichste Transportmittel wählen, das uns in der Großstadt zur Verfügung steht.

rad

Wir machen beide auch seit fast zwei Jahren regelmäßig bei der Critical Mass in Hamburg mit, um auch auf diesem Weg auf Radfahrer aufmerksam zu machen.

In Anlehnung an Björns letzte Serie und den Spruch der Critical Mass – „We are not blocking traffic, we are traffic“ – haben wir unser Projekt dann „WE ARE TRAFFIC“ genannt.

Ich komme aus Bonn und habe Glück, denn NRW ist ja recht fahrradfreundlich. Wie sieht es denn da genau bei Euch aus?

In Hamburg ist das Radfahren schon eine Zumutung und eine Herausforderung. Die Radverkehrspolitik, wenn man die überhaupt so nennen kann, ist wie aus dem Jahre 1950. Die Politik hat nicht erkannt, dass sich das Radfahren in den letzten 50 Jahren verändert hat. Man fährt schneller und überall hin. Das Fahrrad ist zu einer ernsthaften Alternative zum Auto geworden, nur die Infrastruktur ist weiterhin so, dass sie nur für 10 – 15 km/h ausgelegt ist:

Radwege auf den Gehwegen, über die ständig Fußgänger laufen ohne zu gucken, weil sie der Meinung sind, dass alles zwischen Hauswand und Kantstein ihr Bereich ist und Radfahrer immer bremsen müssen. Auf der Straße Autofahrer, die einen mit 10 – 20 cm Abstand – und nicht mit 1,50 m wie laut StVO vorgeschrieben – überholen und ohne zu gucken abbiegen.

dennis

Man muss schon ein sehr dickes Fell haben, um sich in Hamburg als Fahrradfahrer zu behaupten. Nicht ohne Grund ist Hamburg beim aktuellen ADFC Ranking auf Platz 28 von 34 bei den deutschen Großstädten gelandet. Es fehlt am Bewusstsein, dass sich dort dringend etwas ändern muss und dass Fahrradfahrer kein Störfaktor auf den Straßen sind.

Stattdessen nimmt die Hamburger Politik eher in Kauf, Strafzahlungen in Millionenhöhe an die EU zahlen zu müssen, weil seit Jahren die Emissionsgrenzwerte in Hamburg überschritten werden. Mehr Fahrradverkehr und weniger Autos auf Hamburgs Straßen würden das Problem schnell lösen, aber trotzdem wird konsequent alles gemacht, um an der Situation nichts zu verändern.

Dabei gibt es in Europa mit Kopenhagen eine Stadt, die vormacht, wie es geht. Nach Studien die fahrradfreundlichste Stadt Europas bzw. der Welt und gleichzeitig die Stadt mit der höchsten Lebensqualität.

sarah

Konntet Ihr mit Eurer Serie schon Erfolge für die Radfahrer Hamburgs erzielen?

So schnell geht das wohl leider nicht. Das ist immer ein langer Prozess und auch irgendwie auch ein Kampf gegen Windmühlen. Das Fotoprojekt gibt es ja auch erst seit nicht einmal einem halben Jahr, nach so kurzer Zeit kann man wohl kaum mit greifbaren Veränderungen rechnen.

Und wenn es irgendwann Veränderungen gibt in Hamburg, dann wohl auch gemeinsam mit der Critical Mass, bei der sich jeden Monat Fahrradfahrer treffen, um gemeinsam durch die Stadt zu fahren. Im letzten Sommer bis zu 2.000 Radfahrer!

Aber toll wäre es natürlich schon, wenn wir im Rahmen unserer Möglichkeiten unseren Teil zu einer fahrrad- und umweltfreundlicheren Verkehrspolitik beitragen können.

Ich wünsche Euch viel Erfolg dabei!

Wer das Projekt ebenfalls gut und unterstützenswert findet, dem sei der Bildband zum Projekt empfohlen, der momentan in Planung ist und via Crowdfunding finanziert werden soll. Für 15 € bekommt Ihr ein Poster des Projekts und für 40 € könnt Ihr Euch den Bildband vorbestellen.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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21. März 2013

22 Mar

Ein Beitrag von: Jorge Schramm

© Jorge Schramm


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DIY: Turn Your Room into a Walk-In Camera

21 Mar

Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

What could be better than a shiny new camera? How about a walk-in camera?

That’s right! We’re making cameras big enough to have a party in.

Check out this tutorial for a step by step guide to turning any room into a giant camera.

It’s kind of like making a pinhole camera but on a real-life scale.

So grab some poster board, a roll of tape, and invite your friends over for a camera party.

Turn Your Room into a Camera Obscura

p.s. Want even more Photojojo? Yeah, you do! Like us on Facebook for more DIYs & inspiring photo stuff. (…)
Read the rest of DIY: Turn Your Room into a Walk-In Camera (858 words)


© Margo for Photojojo, 2013. |
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Photojojo

 
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Dancing with Shadows

21 Mar

Ein Beitrag von: Manuel Estheim

Meine Serie „Dancing with Shadows“ ist der Versuch einer Revolte gegen mich selbst, gegen festgefahrene Stilmittel, die ich bisher benutzte und die mich austauschbar machten. Anderseits ist es der Versuch, meine Obesssion zur Fotografie auszudrücken.

Als ich anfing zu fotografieren, war ich von den Einflüssen der Fotocommunities abgeschottet. Ich machte mein Ding, fotografierte konzeptionell. Je mehr ich jedoch in die Materie eintauchte und auch Flickr für mich entdeckte, bemerkte ich, dass meine Werke immer austauschbarer wurden.

Das machte mich unzufrieden. Ich habe mich schon länger bewusst dazu entschieden, gegen diese Anzeichen zu arbeiten, wollte das jetzt aber endlich auch umsetzen.?? Nun stellte sich mir die Frage: Wie schaffe ich es, meine Wurzeln weiterzuverfolgen ?und beizubehalten, gleichzeitig jedoch etwas Neues auszuprobieren, das mich künstlerisch trotzdem noch immer befriedigt? ?

Um mich nun künstlerisch „neu zu erfinden“, machte ich eine Liste mit Dingen, die der Großteil meiner Arbeiten gemeinsam hatte: Quadratisches Format, oftmals überbearbeitet und falls Nacktheit vorkommt, immer schön bedeckt, sodass man ja nichts sieht.

Aus diesen Gründen entschied ich mich dazu, die Serie im Portraitformat aufzunehmen, sie in simplem Schwarz und Weiß umzusetzen und Nacktheit bewusst als Stilmittel einzusetzen. Jetzt musste ich die Serie also nurmehr umsetzen. Dabei fühlte ich mich, ich kann es nicht anders beschreiben, einfach frei.

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Ich ließ meine alten Arbeiten hinter mir und vertiefte mich voll und ganz in das Fotografieren. So kann ich jetzt auch überhaupt nicht sagen, wie lange es gedauert hat, bis sie fertig war, da ich komplett das Zeitgefühl verlor.

Ich empfand es als befreiend, einmal nicht eine lange Zeit vor dem Computer zu verbringen, um die Bilder zu vervollständigen, das Bearbeiten dauerte höchstens 15 Minuten. Als ich die Serie, die aus 5 Teilen besteht, fertig vor mir sah, fühlte ich etwas, was ich schon längere Zeit nicht mehr von meinen Arbeiten kannte: Zufriedenheit.

?In meiner Serie sieht man einen nackten Tänzer. Er tanzt mit einem schwarzen Tuch, das ihn von Bild zu Bild mehr vereinnahmt, bis im letzten Bild nur noch ein schwarzer „Wasserfall“ zu sehen ist.

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Das kann man nun wortwörtlich interpretieren oder aber als Metapher sehen: Ich denke, jeder Mensch hat etwas, das er liebt – sei es Sport oder eben wie bei mir die Fotografie. Steigert man sich jedoch zu sehr in diese Tätigkeit hinein, besteht die Gefahr, dass man die Lust daran verliert und schnell steht man da und bemerkt, dass es einen eigentlich mehr unglücklich als glücklich macht.

????Ich will jedoch meine Interpretation nicht als die endgültige darstellen – genau das ist meiner Meinung nach das Schöne an der Kunst: Jeder nimmt sie anders wahr und interpretiert sie verschieden. ?Obwohl ich mich dazu entschied, mit Nacktheit zu arbeiten, musste ich mich trotzdem im Nachhinein fragen, ob ich die Serie nun wirklich veröffentlichen würde oder ob sie vielleicht privat besser aufgehoben wäre.

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Ich ließ mir viel Zeit, um diese Entscheidung zu treffen und wollte keinesfalls die Veröffentlichung überstürzen. Im Endeffekt sprach nichts dagegen, Nacktheit ist vor allem in unserem Zeitalter allgegenwärtig und kein Tabuthema mehr. Es ist jedoch etwas komplett anderes, ob man sich nun selbst nackt präsentiert – wie würden Freunde und Familie reagieren, wenn sie die Bilder zu Gesicht bekommen?

Von diesen Gedanken wollte ich mich auf keinen Fall einschränken lassen, ich will mich weiterentwickeln und dafür muss man meiner Meinung nach auch (persönliche) Grenzen überwinden und einfach auf die innere Stimme hören.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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20. März 2013

20 Mar

Ein Beitrag von: wie? gand!

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Männerfantasien

20 Mar

Wie wird der Mann eigentlich in der Fotografie dargestellt? Ist er Hauptakteur, schmückendes Beiwerk oder Viele und Einer im Selbstportrait? Ist er muskulös, breitbeinig samen-produzierend oder androgyn und eine Parfumschleuder? Ist er sexuelles Lustobjekt oder Herrscher über Seil und wogende Brüstemeere?

Und warum eigentlich immer ein und, oder oder und?

In ihrer Abschlussarbeit „Subjects of Desire“ für die Neue Schule für Fotografie ist Zorana Musikic dem auf der Spur. Oder noch besser, sie spielt damit. Überspitzt, dreht um und erstaunt den einen oder anderen Betrachter.

Als Frau schmunzelt man, zieht die Augenbraue hoch, wiegt den Kopf hin und her. Kann man sich doch all die Inszenierungen ganz einfach auch und vor allem an Frauen vorstellen.

©musikic_sod_01 ©musikic_sod_02

Überspitzung ist immer ein Mittel zur Selbstreflexion. Plötzlich werden einem die Grenzen der eigenen Dämlichkeit bewusst. Das ist es, was die Bilder schaffen – nicht konsumieren, sondern denken, nachdenken, Vorurteile bewusst machen, hinterfragen.

Angefangen hatte es mit Fotos ihres Freundes. Wie stellt man Männlichkeit dar, was ist Männlichkeit? Und warum werden oft eher Frauen fotografiert? – Frauen von Frauen, Frauen von Männern, wohin man blickt. Wer fotografiert Männer und warum und wie? Und warum immer so Stereotype, festgefahren, verankert im Geflecht der Selbstüberschätzung?

Aus den Fragen entwickelte sie ihre Serie. Sie fragte Ex-Freunde, Freunde von Freunden, Mitbewohner von Freunden. Sie gab ihnen Raum zum Ausprobieren. Eine ungefähre Idee im Kopf, Requisiten in die Hand gedrückt, aber was letztendlich gezeigt wird, das entschieden immer beide während der Aufnahmen und danach.

©musikic_sod_06 ©musikic_sod_07

Für die Männer war der Raum die Bühne, die Requisiten boten Schutz. Sie waren Schauspieler und doch sie selbst, ließen sich fallen und manch einer zeigte im Spiel viel mehr Weichheit als bewusst gespielte Männlichkeit.

Da gab es beispielsweise diesen ausgeleierten Gymnastikanzug. Sie dachte an ihren Ex-Freund, der einst Leistungsturner war – warum nicht beide zusammenbringen? Sie mietete sich in einem Stundenhotel ein und schaute zu, was Ex-Freund und Gymnastikanzug miteinander trieben.

Ihre Bilder entblößen aber nicht. Schnell kann die Grenze zur Clownerie überschritten werden, doch hier scheint mir, ist es geglückt. Die Männer wirken entrückt oder wie in einer Filmszene eingeforen.

©musikic_sod_11 ©musikic_sod_08

In vielen fühlt man auch das Spiel und die Freude, wie beim Mann, der mit Engelsflügeln springend und jauchzend über das Winterfeld hüpft. Übrigens war die Idee dazu eine ganz andere. In Zoranas Kopf spielte sich eher eine melancholische Szene ab. Ein Mann, der schwer geschultert, vom Schicksal zermürbt, über das Feld humpelt.

Ihre Bilder entstanden dabei alle auf Film. Zwar war auch die Digitale mit dabei, aber eher als Belichtungsmesser und zur Sicherheit, falls auf dem Film nix drauf ist. Aber diese Angst bestätigte sich nie. Immer waren es die Bilder auf Film, die besser waren.

©musikic_sod_09 ©musikic_sod_10

Licht und Farben wurden bewusst gesetzt. Die Negative hinterher gescannt und digital bearbeitet. Zwei bis vier Filme verwendete sie für ein Setting, einen Mann, eine Idee. Aus den Filmen wählte sie dann die Bilder aus und manchmal war es auch nur eines, das überzeugte.

Die nächste Schwierigkeit war die Hängung der Bilder. Wie sollten sie zueinander wirken? Sie wollte Brüche erzeugen, zum Denken anregen. Und so ist es ihr geglückt, den Betrachter ein wenig an die Hand zu nehmen, zu leiten und zu fordern, sich seinen eigenen Reim auf das zu Sehende zu machen.

~

Die ganze Serie ist noch bis zum 21. April 2013, Mittwoch bis Sonntag von 13-18 Uhr in der Galerie der Neuen Schule für Fotografie in der Brunnenstr. 188 – 190, 10119 Berlin, zu sehen.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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