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Archive for the ‘Equipment’ Category

My Favorite Photography Comic “What the Duck” is Back

18 Apr

My favorite photography comic What the Duck is back as a daily.
whattheduck.net
If you’re unfamiliar with What the Duck it’s authored by Aaron Johnson, whom I interviewed several years ago when I was running my EXIF and Beyond podcast. While I’ve never met Aaron I consider him a friend as he’s done such a great job adding to the sense of community amongst photographers with his wit, humor and creativity.

If you’d like to support Aaron he’s selling What the Duck plush dolls of his most popular characters at incredibly reasonable prices with some being limited editions. I picked up one of each and gave an extra to my son. They came out great!

I highly recommend visiting WhatTheDuck.net daily now that he’s back and for old time sake here is the recording of my interview with Aaron in February of 2009.

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My Favorite Photography Comic “What the Duck” is Back

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JMG-Galleries – Landscape, Nature & Travel Photography

 
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17. April 2013

17 Apr

Ein Beitrag von: Sandra Drljaca

Splash_©_-Sandra-Drljaca


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Die stille Stadt

17 Apr

Ein Beitrag von: Thomas Graichen

Dieses Interview ruht seit Ende November in meiner Manteltasche. Nun finde ich die Zeit, das Gespräch aufzuschreiben und fühle mich just in dem Moment wieder an diesen Ort, mit all seinen Geräuschen und Gerüchen, zurückversetzt.

Wir befinden uns in Berlin, es ist noch Herbst. Die Gehwege sind leergefegt und ich eile zum Treffpunkt, einem Cafe in Friedrichshain. Extra für diesen Termin habe ich mir ein Diktiergerät gekauft. Ich treffe Thomas Graichen, Fotograf, und Ann-Christin Kumm, Geschichtenerzählerin.

Im Café ist noch keiner der beiden. Ich wähle den Platz nahe der Tür. Ich habe vor mir ein kleines helles Buch mit dem Titel „Die stille Stadt“ liegen, das ich nun schon in- und auswendig kenne.

Immer wieder spähe ich zur Tür.

Und da kommen sie, vielleicht zwei bis vier Teeschlucke voneinander entfernt, durch die Tür gestolpert. Erst Ann-Christin, mit Regentropfen im Haar und dann Thomas. Nach einer herzlichen Begrüßung, Lachen und Aufwärmen an der Heizung stelle ich die erste Frage.

stille-stadt-02
aus: Die stille Stadt

Ihr habt zusammen das Buch „Die stille Stadt“ herausgebracht, mit Bildern von Dir, Thomas, und drei Kurzgeschichten von Dir, Ann-Christin. Wie kam es zur Zusammenarbeit?

Ann-Christin: Es begann mit einem Gespräch über die Selbstzweifel der kunstschaffenden Menschen. Wir redeten darüber, dass man so seine Zweifel hat und ob das, was man macht, eigentlich Sinn ergibt. Und ob man das der Öffentlichkeit preisgeben möchte. Thomas fragte: „Darf ich das mal sehen oder hören, was Du schreibst?“

Thomas: Du bist dann vorbeigekommen, hast einen Stapel Zettel dabei gehabt und ich war der Zuhörer.

Ann-Christin: Und Thomas’ Idee war, meine Geschichten mit seinen Fotografien zu kombinieren.

stille-stadt-03
aus: Die stille Stadt

Und Thomas, Du wusstest schon, welche Fotos Du dafür auswählen würdest?

Thomas: Ja, ich hatte sie im Hinterkopf. Sie sind im langen, kalten und schneereichen Winter 2010/2011 entstanden. In den Kurzgeschichten war etwas, von dem ich dachte, es könnte passen. Es war sehr stimmungsvoll und ich hatte die Idee, weil die Geschichten und Bilder sich nicht explizit gegenseitig illustrieren, dass die Bilder damit eine Art Kulisse bilden und einen Raum schaffen, in dem die Geschichten leben könnten.

Ann-Christin: Ich wollte allerdings keine schon bereits existierenden Texte verwenden, sondern es sollten eigene Geschichten sein, die in der stillen Stadt verortet sind, aber wiederum völlig eigenständig existieren.

Die erste Geschichte, die fertig war, war das Vogelmädchen. Ab dann wusste ich, in welche Richtung es gehen wird.

stille-stadt-01
aus: Die stille Stadt

Wie habt Ihr die Bilder und Geschichten dann zusammen gebracht, so dass sie miteinander funktionieren?

Thomas: Die Bilder existierten schon und da es ein herausragender Winter war, konnte ich danach nicht einfach weitermachen. Es gab diese Stimmung nicht mehr. Ich hatte die Bilder Ann-Christin in der Anfangsphase gezeigt und fand es gut, es sich so von da an selbst entwickeln zu lassen. Ich fand es schön, dass die Texte eigenständig waren und eine sanfte Verbindung zu den Bildern existierte. Das war auch meine Idee: Es eher lose zu koppeln.

Ann-Christin: Ich habe die Bildauswahl abgegeben. Habe gesagt: „Du bist der Fotograf, Du entscheidest das.“ Wir haben dann nur hin- und hergemailt und ich habe meine Meinung kund getan, wo die ausgewählten Bilder dann letztendlich stehen sollen. Uns war klar, dass es eben keine Illustration sein soll.

Thomas: Peter Gebert, der für das Layout des Buches verantwortlich ist, hat dabei dann auch noch einige Ideen im Bezug auf das Zusammenspiel von Bildern und Texten mit eingebracht, die wir gemeinsam diskutiert und zum Teil auch übernommen haben.

paradies-02
aus der Serie: entrance to paradise

Fotos können Geschichten erzählen, Geschichten erzeugen Bilder …

Ann-Christin: Mir fiel auch auf, dass Fotografie und Kurzgeschichten viel gemeinsam haben, weil sie beide einen Moment festhalten, nicht wie bei einem Roman, in dem eine lange Handlung entwickelt wird.

Ein Bild oder eine Kurzgeschichte, das ist ein völlig subjektiver Blickwinkel: Kommt jetzt die Laterne mit ins Bild, kommt der Satz rein oder nicht, was gebe ich von meinen Figuren preis und was nicht? Und jeder kann etwas ganz anderes wahrnehmen. Deswegen passt das auch so gut zusammen.

„Ich gehe zu Fuß, mit knirschenden Schritten, ich mag die Jahreszeit. Ich mag es, wenn alles zugedeckt ist. Das hat sie nie verstehen wollen. Ich will deine Verstecktheiten nicht, sagte sie. Schrie sie. Warum sagst du nicht einfach, was in dir vorgeht. Einfach, dachte ich. Wenn überhaupt ein Wort nicht auf uns zutrifft, dann: Einfach.

aus: Die stille Stadt, Ann-Christin-Kumm

Die stille Seite der Stadt …

Ann-Christin: Die Bilder von Thomas haben etwas tief Einsames, Verlassenes. Die Bilder sind menschenlos.

paradies-03
aus der Serie: entrance to paradise

Thomas: Ja, und das passt ja auch wieder zu den Geschichten. Die Menschen darin sind ja auch verlassen.

Ann-Christin: Deswegen finde ich es wichtig, von verlassen zu reden und nicht von leer – da ist klar, da geht es um Menschen, aber die sind gerade nicht da, sie sind nicht fassbar.

Deswegen passen sie auch so zum Übergang von Winter zu Frühling. Man sieht eine verlassene Bushaltestelle und weiß, da kommt gleich ein Bus und Menschen steigen aus; oder man schaut auf einen zugefrorenen See und weiß, wenn der Frühling kommt, dann ist die Eisschicht weg.

Thomas: Ich versuche ein anderes Bild der Stadt zu finden, die Rückseite, nicht die spektakuläre, sondern eine sehr stille Seite. Ich gehe sehr viel durch die Stadt und nehme dabei viel wahr. Ich sehe einfach nur und versuche, diese Orte oder Dinge festzuhalten, an denen die Leute in der Hektik des Alltags vorübergehen.

Hast Du Deine Kamera immer dabei, Thomas?

Ich hab zwar fast immer eine dabei, aber ich benutze sie oft nicht. Ich bin nicht der typische Straßenfotograf. Ich fotografiere auch sehr wenig, weil ich die meisten Bilder schon gar nicht mehr mache. Wenn ich etwas sehe, sortiere ich schon stark aus, bevor ich den Auslöser drücke oder eben nicht drücke.

Ansonsten nehme ich unterwegs das Mobiltelefon als ein Art Notizbuch für Orte, um später noch einmal wiederzukommen. Das Telefon als Kamera selbst ist für mich übrigens kein adäquates Medium. Ich gehe dann ein andermal gezielt los, muss Zeit haben, in der Stimmung sein, eine Idee haben. Ich brauche meistens sehr lange, bis ich ein erstes Foto mache und wenn ich es gemacht habe, dann komme ich oft in einen Fluss, ergründe den Ort Stück für Stück.

paradies-01
aus der Serie: entrance to paradise

Machst Du das auch so mit Geschichten, Ann-Christin?

Ich überlege gerade, ob es da eine Verbindung gibt. Ich habe auch ein Notizbuch, in dem ich mir Sätze aufschreibe, die ich vielleicht mal verwenden will. Geschichten bilden immer auch ein Stück der Wirklichkeit ab, das ist wie bei einem Bild.

Oft denke ich aber, was ich mache ist nicht gut, da schlage ich wieder den Bogen zum Anfang unseres Gesprächs. Was ich mache, ist schon so oft gemacht worden, dass es nicht den Aufwand wert ist, das überhaupt zu machen.

Was überwiegt dann, dass Du es doch machst?

Das Bedürfnis, etwas zu verarbeiten oder auszudrücken. So wie Du ein Grundthema hast, Thomas, habe ich ja auch ein Grundthema. Es geht immer um Beziehungen und Kommunikation.

Meine Figuren reden so, wie ich finde, dass sie nicht miteinander reden sollten. Die Geschichten und auch die Figuren sind so lakonisch. Oft isoliert. Sie interagieren mit anderen, sind aber eigentlich isoliert.

Das klingt jetzt so traurig.

lacht

Ich schreibe gern über die Gedankenwelt der Figuren.

Ich habe gar nicht so viel mit Orten zu tun in meinen Geschichten und denke, dass es deswegen so gut mit den Bildern von Thomas zusammenpasst.

paradies-04
aus der Serie: entrance to paradise

Thomas: Mit den Bildern werden die Orte in Deinen Geschichten dann auch konkreter.

Ann-Christin: Die Orte werden zwar kurz umrissen. Aber beim Schreiben denke ich dann, das passiert in einem Jugendstilgebäude und die Leser und Leserinnen bringen es mit einem Hochhaus in Verbindung.

Ich bleibe daher gerne unkonkret. Ich beschreibe auch meine Figuren nicht so ausführlich.

Thomas: Das verbindet uns dann auch wieder. Ich will nicht alles vorgeben. Ich will eigentlich eher den Leuten einen Impuls geben. Dann sollen die sich da selbst reinfinden. Es soll klar eine Richtung vorgegeben sein, aber eben nicht die Antwort.

Ann-Christin: Die Rezipienten sollen gefälligst ihren eigenen Kopf verwenden und nicht nur konsumieren.

Das ist ein schöner Satz, den lassen wir jetzt erst einmal wirken.

absence-presence-01-stine
aus der Serie: absence | presence

Gibt man mit Worten mehr preis als mit einem Bild?

Thomas: Man kann auch in Bildern sehr viel preisgeben.

Ann-Christin: Man gibt ja in beiden Fällen einen subjektiven Blick preis. Ich habe auch nicht Angst davor, dass jemand weiß, wer ich bin. Ich habe da eher in die Richtung Angst, dass es schlecht bewertet wird. Eher in die Richtung: Es ist nichts Besonderes. Wie bei Dir, Thomas, wenn Du sagst, Du machst ein Bild nicht, weil es das ja eh schon gibt. Aber irgendwie ist die Motivation doch da, trotzdem was zu machen. Wie ein Musiker, der trotzdem wieder was schreibt obwohl alle Akkorde, die es gibt, schon verarbeitet wurden.

Thomas: Ich glaube ja auch, dass die Erstellung des Buches ein neuer Prozess war – quasi einen Dialog zu haben.

Ann-Christin: Ja, und die Balance zu finden, zwischen „es ist ein Gemeinschaftsprojekt“ und „es ist meine Geschichte”. Ich habe die Zusammenarbeit als sehr konstruktiv gesehen und bin Thomas auch dankbar für die Idee, zusammen ein Buch zu machen.

Thomas: Wir wollten es im letzten Winter fertig bekommen und es hat nicht geklappt. Aber als es trotzdem ein Jahr später mit genau der gleichen Energie weiterging, zeigte sich, dass es nicht nur eine fixe Idee war, sondern dass alle drei Beteiligten voll und ganz dabei waren. Und nun ist das Buch da.

Ann-Christin: Das war auch ein großartiger Moment, das Buch in den Händen zu halten. Eben war es noch eine Spinnerei von „wir könnten mal und sollten mal“, und dann ist es plötzlich da. Also, ein gefühltes Plötzlich.

absence-presence-03
aus der Serie: absence | presence

Fotografie soll anfassbar sein?

Thomas: Für mich hat Fotografie immer etwas Haptisches. Bilder an der Wand, in Büchern.

Ann-Christin: Eine Veröffentlichung exisitiert nur, wenn ein anderer noch mit darüber entschieden hat. Ich könnte meine Texte jetzt auch in einem Webblog veröffentlichen, aber das wäre für mich dann nicht wirklich veröffentlicht. Ich brauche noch ein Gegenüber, der das freigibt. Deswegen war die Erstellung des Buchs auch so wichtig für mich.

Thomas: Das ist ja auch bei einer Ausstellung so. Es sind einfach mehrere Leute daran beteiligt und der Prozess, wie etwas entsteht, ist gut. Man erarbeitet sich dabei auch etwas. Beim Fotografieren ist es genauso: Wenn ich im Fluss bin, dann bin ich ganz dabei und vergesse alles um mich herum. Das hast Du beim Schreiben bestimmt auch?

Ann-Christin: Ja, geht mir genauso. Ich muss aber immer diesen Moment überwinden, der davor kommt, bevor ich da sitze und schreibe. Ich denke oft: Dann mach ich das halt morgen. Und dann mache ich es doch nicht.

Thomas: Ich glaube, alles hat einfach auch seine Zeit.

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aus der Serie: absence | presence

Ann-Christin, fotografierst Du auch?

Ich finde das spannend, aber es ist nicht mein Medium. Ich habe nicht den Zugang, den ich gern hätte und benutze das lieber, um bestimmte Momente für mich festzuhalten.

Thomas: Ich glaube, man hat nur eine bestimmte Energie, um bestimmte Sachen richtig gut zu machen. Daher konzentriere ich mich inzwischen lieber auf wenige Sachen; versuche, sie wirklich gut zu machen und mit Tiefe auszufüllen. Andere Dinge, die ich auch gern machen würde, lasse ich dann eher und erfreue mich daran, dass sie andere richtig gut können. Dies so zu sehen, entspannt unglaublich.

Vielen Dank für das mutmachende Gespräch, vielleicht selbst einmal solch ein Gemeinschaftsprojekt zu wagen und danke für Eure Zeit und Eure Gedanken.

Das Taschenbuch „Die Stille Stadt“ mit drei Kurzgeschichten von Ann-Christin Kumm und 13 Fotografien von Thomas Graichen ist für 9,50€ hier oder direkt in der aff Galerie in Berlin zu erwerben.

Und wer noch mehr über den Fotografen Thomas Graichen erfahren möchte, der schaut sich am besten seine Webseite in aller Ruhe an.

alle Fotos © Thomas Graichen


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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Alles oder Nichts?

17 Apr

Ein Beitrag von: Jörg Rüger

„Wenn weniger mehr ist, ist nichts dann alles?“ Diesen Ausspruch des niederländischen Architekten Rem Koolhaas fand ich so interessant, dass ich ihn gern auf meine fotografischen Arbeiten beziehen wollte.

Nun ist es natürlich wenig sinnvoll, „nichts“ abbilden zu wollen. Aber ich habe den Ausspruch so interpretiert, dass eine deutliche Reduktion dessen, was man abbilden könnte, gleichzeitig ein Mehr an Ausdrucksmöglichkeiten bietet.

Das fand ich sehr interessant, weil bis dahin mein bisheriges Hauptthema – die Fotografie von verlassenen Orten – eine andere Herangehensweise erforderte.

© Jörg Rüger

Mit Koolhaas’ Ausspruch im Hinterkopf ziehe ich also los und suche mir meine Motive. Ich fokussiere mich dabei auf die Architektur oder architektonische Details.

Das Schöne daran ist, dass man diese wirklich überall findet. Ich trete auf die Straße und schon kann es losgehen: Fassaden, Mauern, Zäune, Wände und vieles andere mehr.

Ich bin mir aber gar nicht sicher, ob es denn Architekturfotografie ist, was ich da mache. Denn streng genommen hat diese Spielart der Fotografie eigentlich eher dokumentarischen Charakter.

© Jörg Rüger

Das ist es aber nicht, was ich möchte. Mir ist es nicht wichtig, das große Ganze so abzulichten, wie es jeder sieht. Ganz im Gegenteil, ich möchte mit der Auswahl von geeigneten Bildausschnitten die Motive auf Flächen, Formen, Farben und Strukturen reduzieren und damit das Gesehene abstrahieren.

Die Architektur in meiner Stadt bietet mir viele Möglichkeiten für solch eine Umsetzung. Bei einigen Motiven erkennt man dann noch, um welche Sachen es sich handelt, bei vielen aber auch nicht.

Das ist mir aber auch nicht wichtig, wenngleich die Verfremdung nicht mein eigentliches Ziel ist. Mir geht es darum, mit dieser Art der Fotografie eine veränderte Wahrnehmung der Objekte zu erreichen.

© Jörg Rüger

Die Motive werden hierdurch zu etwas Neuem und erhalten eine Eigenständigkeit. Das Haus, das Dach, das Fenster – alles bekommt eine neue Funktion, indem es zum Fotomotiv wird.

Die so fotografierten Objekte bieten Raum für Assoziationen und erhalten für jeden Betrachter eine andere Aussage oder entfalten eine andere Wirkung. Vielleicht enthalten sie auch keine Aussage, sondern werden nur als schön oder interessant empfunden.

Wenn es mir gelingt, das Interesse des Betrachters zu gewinnen, die Aufmerksamkeit auf ein Foto zu lenken, dann bin ich zufrieden. Und es freut mich, wenn ich dem einen oder anderen mit einer Aufnahme ein Rätsel aufgebe und ihn so zu einer weitergehenden Auseinandersetzung mit dem Motiv anrege.

Diese mittelbare Interaktion mit Betrachtern meiner Bilder macht für mich auch einen der Reize der Fotografie aus.

© Jörg Rüger

Wenn ich also für diese Art von Aufnahmen losziehe, dann habe ich meistens keine konkrete Idee im Kopf, bestenfalls vielleicht einen Ort, an den es mich zieht. Ich bereite solch eine Tour auch nicht weiter vor, weder gedanklich noch konzeptionell.

Wenn ich erst einmal fündig geworden bin, dann entwickelt sich die Sache meist von allein. Ich fange vorsichtig an, zu fotografieren, taste mich an das Motiv oder die Motive heran und dann passiert oft etwas, was für mich den ganz großen Reiz an der Fotografie ausmacht:

Die Sache bekommt eine eigene Dynamik, ich überlege nicht mehr lange, was ich fotografiere, ein Motiv ergibt das nächste und ganz schnell nimmt mich dieser Prozess gefangen und ich merke gar nicht, wie sich meine Speicherkarte füllt.

© Jörg Rüger

So können dann ganz schnell ein paar Stunden ins Land gehen. Das merke ich dann meist erst, wenn das Licht verschwindet oder die Speicherkarten an ihre Kapazitätsgrenzen kommen. Am Ende steht dann ein tiefes Gefühl von Zufriedenheit.

Zuhause geht es dann am Rechner weiter, wobei das Motiv für mich die Art und den Umfang der Bearbeitung vorgibt. Meistens bearbeite ich nur sehr wenig. Ich ziehe Belichtung und Kontraste an, schärfe etwas nach, korrigiere stürzende Linien und passe vielleicht auch mal den Bildausschnitt an; das sehe ich ganz undogmatisch.

© Jörg Rüger

Für mich gehört die Ausarbeitung einer Aufnahme am Rechner als zweiter Schritt in dem Prozess dazu. Ganz am Ende steht dann die Präsentation der Aufnahmen, denn wie schon ausgeführt ist mir ein Austausch über die Sachen, die ich mache, irgendwie wichtig.

Und anders würde ich ja beispielsweise nicht erfahren, ob ich mit meiner Umsetzung des eingangs erwähnten Zitats richtig liege: Ist weniger an dieser Stelle tatsächlich mehr?


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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16. April 2013

16 Apr

Ein Beitrag von: niceshoot

dubai - at the top - 452 Meter/1,483 ft © *Niceshoot*


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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15. April 2013

15 Apr

Ein Beitrag von: donchris

unbenannt_©_donchris


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The Crankerator and iFlash Drive:Photo Survival Gear

15 Apr
Check it out

It’s a jungle out there!

…and it’s a very pretty jungle so you’re going to want to take some photos.

Don’t forget to pack the Crankerator, an on-the-go back up battery you can charge by cranking the handle. The jungle doesn’t have outlets, but you have two arms that are ready to crank.

Also grab an iFlash Drive, the infinately handy iPhone/Pad/Pod and USB compatible thumb drive. Be ready to show a jungle cat your portfolio or clear space on your camera roll.

Oh, and bring insect repellant, the jungle is full of spiders.

The Crankerator Tweet It!
$ 60 at the Photojojo Shop

The iFlash Drive Tweet It!
From $ 99 at the Photojojo Shop

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Photojojo

 
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Fotogenes Deutschland – Großes Torfmoor

15 Apr

Ein Beitrag von: Kai Hormann

Da ich das große Glück habe, in unmittelbarer Nähe des großen Torfmoors zu leben, möchte ich Euch diese Landschaft hier einmal kurz vorstellen. Ich kenne das Moor zu jeder Tages- und Nachtzeit und es vergeht kaum eine Woche, in der ich nicht mindestens einmal mit der Kamera dort bin.

Gemeinhin wird das Moor häufig als dunkler und nicht sehr einladender Ort gesehen. Auch das ca. 500ha umfassende „Große Torfmoor“ – oder auch Hiller Moor genannt – im Kreis Minden-Lübbecke in NRW zeigt an manchen Stellen und zu manchen Wetterlagen seine finstere Seite, die aber, passende Kleidung vorausgesetzt, durchaus sehr sehenswert sein kann.

Allerdings ist dies nur ein „Gesicht“ des großen Torfmoors. Bedingt durch die ständig wechselnde Vegetation, einer großen Artenvielfalt an Tieren und den vielen kleineren und größeren Moorseen und Tümpeln findet man einen fast unerschöpflicher Vorrat an Motiven.

Eine weitere Besonderheit ist der weite, unverbaute Horizont, der dem Licht von morgens bis abends keinerlei Hindernisse in den Weg stellt. Die fotografisch ergiebigste Zeit ist meiner Meinung nach das Frühjahr mit einer sehr sehenswerten Wollgras-Blüte, schnell wechselnden Wetterlagen und dramatischem Licht sowie der Herbst mit Morgennebel und windstillen Abenden, die häufig grandiose Sonnenuntergänge bieten.

Natürlich sind auch die übrigen Jahreszeiten sehenswert. Falls eine Tour in den Sommermonaten geplant ist, muss aber unbedingt an ein gutes Mückenschutzmittel und passende Kleidung gedacht werden!

Auf den diversen Parkplätzen am Rande des Moors findet man Schautafeln mit einer Übersicht der Wanderwege. Es versteht sich von selbst, dass die gekennzeichneten Wege nicht verlassen werden sollten, da das Moor an manchen Stellen nicht ganz ungefährlich ist.

Aprilregen - © Kai Hormann

Ein Winterabend - © Kai Hormann

Eine Nacht geht zu Ende - © Kai Hormann

Erstes Licht © Kai Hormann

Morgenroete - © Kai Hormann

Am 18. April wird auch das Informationszentrum „Moorhus“ in Gehlenbeck beim Freibad eröffnet werden. Dort findet man weitere Infos und unter anderem auch eine Reihe von meinen Bildern, die im großen Torfmoor entstanden sind.


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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14. April 2013

14 Apr

Ein Beitrag von: Futzliputzli

Untitled-©-Futzliputzli


kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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browserFruits April #2

14 Apr

Einen wunderschönen sonnigen Sonntag wünschen wir Euch. Auch, wenn unser Fotospezial etwas anderes vermuten lässt, genießen wir den langsam beginnenden Frühling und freuen uns mit Euch auf die vielen neuen Artikel der kommenden Woche. Und nun viel Spaß mit den gesammelten Früchten!

 

Fotospecial: Regen

Flickr

500px

 

Deutschsprachig

• Diese Datenbank sammelt Stipendien für Freiberufler aus sieben Kreativ-Branchen, natürlich auch für Fotografen.

• Der Tagesanzeiger stellt den Bergfotografen Robert Bösch in einem Interview vor.

• Zeit Online empiehlt die Ausstellung „AGES – Portraits vom Älterwerden“ in Köln und hat einige Fotos dazu.

• Kennt Ihr schon die superlustige Blocks-Serie vom Schweizer Fabien Nissels?

 

International

• Kitsch muss man können: Dave Wood fotografiert Spiegelungen in Wassertropfen. Und… Spiderman auch.

• Matthew Brandt bearbeitet seine Landschaftsaufnahmen zu sehr surrealen Fotos. Wir finden sie großartig.

• Großformat für unterwegs; Wer 4×5 mag, aber kein Freund des Schleppens ist, sollte sich das Kickstarter-Projekt von Wanderlust mal anschauen.

• Dass der Sänger Brian Adams fotografiert, wisst Ihr sicher. Aber kennt Ihr auch seine tollen Portraits?

• Ein abgefahrener Stabilisator für Videodrehs. Aber nicht ganz billig…

• Wale. Klingt langweilig? Ist es aber nicht, wie die Unterwasseraufnahmen von Bryant Austin zeigen.

• Richtig gute Blumen- und Makrofotos.

• DIY-Anleitung: Blitzaufsatz aus einer Zigarettenschachtel.

• Wenn Finn Beales nicht gerade mit seiner 5D fotografiert, nutzt er das iPhone 4s. Ja und? Seht selbst.

• Beeindruckend: Maurizio Galimberti macht kubistische Polaroid-Collagen von Künstlern und Schauspielern.

• Langzeitbelichtungen von Wasserfällen sind langweilig? Dann werft doch einfach ein paar Glowsticks* mit rein.

 

Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

buchtipps

• „Abenteuer inklusive: Expeditionskreuzfahrten weltweit“* ist der Titel unseres ersten Buchtipps und verrät bereits, worum es geht. Der Reisefotograf hat 20 Kreuzfahrten zu sehr abenteuerlichen Orten rund um die Welt unternommen und dokumentiert. Bei GEO Online gibt es noch einen kleinen Einblick in das Buch.

• Der Bildband „Breathing the Same Air“* der finnischen Fotografin Nelli Palomäki zeigt Schwarzweiß-Portraits junger Menschen mit alter Anmutung. Einige der Fotos gibt es auch bei Zeit Online zu sehen.

 

Videos

Unser Redakteur Michael zeigt, wie er in Photoshop eine sanfte Vignettierung zu Fotos hinzufügt.

 

Zeitraffer mal ohne Kamera – ein kreativer Umgang mit Google Streetview.

 

Der Fotograf Sebastião Salgado über seine neue Serie und Ausstellung „Genesis“ im Natural History Museum.

 

Ausstellungen

Frank Machalowski: Monster
Zeit: 13. März – 14. Mai 2013
Ort: FENSTER61, Torstr. 61, 10119 Berlin
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Frank Doering: Der Weg am Schwarzen Fluss
Zeit: 18. März – 15. Mai 2013
Ort: schaelpic photokunstbar, Schanzenstr. 27, 51063 Köln
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Mario Marino, HAVANNA
Zeit: 26. Februar – 16. Mai 2013
Ort: Galerie Reygers, Widenmayerstraße 49, 80538 München
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MASKULINFEMININ – Jürgen Klauke
Zeit: 15. März – 17. Mai 2013
Ort: Galerie Anita Beckers, Frankenallee 74, 60327 Frankfurt/Main
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Nina Poppe „ama“
Zeit: 16. Februar – 18. Mai 2013
Ort: Robert Morat Galerie, Kleine Hamburger Str. 2, 10115 Berlin
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BER – Bilder einer Stadt
Zeit: 11. April – 18. Mai 2013
Ort: pavlov’s dog, Bergstraße 19, 10115 Berlin
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Tropfenfotos – Fotografien von Thomas Block
Zeit: 12. April – 18. Mai 2013
Vernissage: 12. April 2013, 19 Uhr
Ort: Luxad, Mommsenstraße 42, Berlin
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China Megacities. Fotografien von Christian Höhn
Zeit: 20. März – 19. Mai 2013
Ort: Museum Industriekultur, Äußere Sulzbacher Straße 62, 90491 Nürnberg
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SCHENKUNG HERBERT LANGE. Fotografien 1925 – 2009
Zeit: 3. März – 20. Mai 2013
Ort: Kunstsammlungen Chemnitz, Theaterplatz 1, 09111 Chemnitz
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Ein Drittel Weiß. Das zeitgenössische Interesse am Schwarz-Weiß
Zeit: 23. Februar – 20. Mai 2013
Ort: Kunst im Tunnel, Mannesmannufer 1b, 40213 Düsseldorf
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Knut Wolfgang Maron: Ein Leben
Zeit: 22. Februar – 20. Mai 2013
Ort: Staatliches Museum Schwerin, Galerie Alte und Neue Meister, Alter Garten 3, 19055 Schwerin
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Christian Reister: [Nacht]
Zeit: 27. April – 24. Mai 2013
Vernissage: 26. April 2013
Ort: Hotel Bogota, Schlüterstraße 45, Berlin
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Matthias Klages
Zeit: 13. Aril – 25. Mai 2013
Ort: imago fotokunst, Linienstr. 145, 10115 Berlin
Link

Orri Jónsson „Interiors“
Zeit: 23. März – 25. Mai 2013
Ort: Robert Morat Galerie, Kleine Reichenstr. 1, 20457 Hamburg
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Joakim Eskildsen „Homeworks“
Zeit: 23. März – 25. Mai 2013
Ort: Robert Morat Galerie, Kleine Reichenstr. 1, 20457 Hamburg
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Jodi Bieber: Between Darkness and Light
Zeit: 24. Februar – 26. Mai 2013
Ort: Museum Goch, Kastellstraße 9, 47574 Goch
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SOMETHING IN BETWEEN – Sergej Vutuc
Zeit: 12. März – 26. Mai 2013
Ort: Neue Sächsische Galerie, im TIETZ, 1. Obergeschoss, Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz
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Wunden – Fünf Künstler in fünf Räumen
Zeit: 1. Mai – 20. August 2013
Ort: Kunsträume der Michael Horbach Stiftung, Wormser Str. 23 (Hinterhaus), 50677 Köln
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Mehr aktuelle Ausstellungen

 

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kwerfeldein – Fotografie Magazin

 
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