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Archive for the ‘Equipment’ Category

15. August 2014

15 Aug

Ein Beitrag von: Melf Mayer

© Melf Mayer


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Ich bin die hölzernen Türen

14 Aug

Ein Beitrag von: Maxime Simoncelli

Es ist für mich nicht ganz einfach, über meine Arbeiten zu sprechen, weil es immer damit endet, dass ich davon erzähle, wie ich zur Fotografie kam und weniger darüber, wie ich arbeite, weil sich das immer wieder ändert. Ich benutze viele verschiedene Techniken, denn ich mag die Vielseitigkeit von mobiler Fotografie, die Geduld, die analoges Arbeiten erfordert, manchmal möchte ich impulsiv sein und dann wieder lange über eine Serie nachdenken und mich selbst dokumentieren.

Ich denke, dass meine Arbeiten sehr unterschiedlich sind, obwohl meine Inspiration immer wieder von den selben Orten kommt, aus meinen Träumen und inspiriert von Musik, Gemälden, Zeichnungen oder Texten, die ich mag. Ich arbeite gern mit Farben und einige meiner Serien haben eine stark surreale und traumartige Stimmung, mit der ich auch die Farben assoziiere.

Das Wichtigste ist für mich, meine Bilder mit Musik zu verbinden, aus ihr ziehe ich die meiste Inspiration. Bands wie Tenhi oder Agalloch haben einen unglaublich starken Einfluss auf mich und ich kann die Gefühle, die ihre Musik in mir heraufbeschwören und die Arbeiten, die ich unter ihrem Einfluss erstelle, kaum voneinander trennen.

Leute haben meine Arbeiten als „unheimlich“ oder „ätherisch“ beschrieben und ich denke, dass das sehr gut beschreibt, was ich mache. Nicht, dass ich dringend einer bestimmten Ästhetik folgen möchte – ich tue, was ich visuell ansprechend finde – aber es ist schön, wenn Leute meine Arbeiten mit Worten beschreiben, die ich selbst mag.

Ein großer Ast und ein gerade noch zu erahnender Mensch im Nebel.

Von langen Haaren umspielte Hände legen sich in viele kleine Blüten.

Bunte Blütenblätter auf einer Wasseroberfläche.

Ein Mensch in einem bunten Wald.

Jemand hebt etwas zu seinen nackten Füßen auf.

Eine Person steht in einem grünen Wald und hebt viel Geäst auf.

Berge spiegeln sich in einem See mit vielen Farben.

Eine Person mit Efeu auf dem Kopf steht im Wald.

Doppelbelichtung mit Wald und einer Person.

Der wichtigste Teil für meine Bilder ist trotzdem die Natur und wird es auch immer sein. Anfangs habe ich nur Naturfotos gemacht, aber nach einem Jahr oder so hat es mich ein bisschen gelangweilt und ich beschloss, dass es Zeit war, weniger wörtlich zu arbeiten und auf die weite und bereichernde Welt der Symbole zurückzugreifen und mit ihnen zu arbeiten.

Nicht, dass die Natur ihren Reiz für mich verloren hätte – ganz im Gegenteil – aber ich hatte neue Texte und Bilder gelesen und gesehen und fühlte das wachsende Verlangen, etwas auszudrücken, was hinter dem Wahrnehmbaren liegt, etwas Idealistischeres. Der Dichter Verlaine ist hierbei mein Vorbild, ich möchte die Schönheit und symbolische Perfektion seiner Worte auf meine Bilder übertragen.

Ich schere mich nicht wirklich darum, ob ich mal hauptberuflich fotografieren werde oder ein Amateur bleibe, solange ich irgendwann, in ferner Zukunft, einmal aufwachen werde, eines meiner Bilder ansehe und die gleichen Gefühle habe wie beim Lesen eines Gedichts von Verlaine. Obwohl ich glaube, dass ich das nie erreichen werde, bleibe ich dran und versuche es jedes Mal noch etwas mehr.

Bewaldete Berge in tiefhängenden Wolken.

Ein Mädchen mit Umhang und Kapuze hält eine Glaskugel in der ausgestreckten Hand vor einem herbstlichen Wald.

Herbstlich bunte Abhänge im Nebel.

Ein Mensch mit Umhang und Kapuze in einem Wald.

Eine Person hält eine Fackel.

Bewachsener Boden unter Wasser.

Silhoutten von Gras und einem Ast vor einem bunten Himmel.

Ein Mensch hält ein Trinkhorn.

Meine Muse, Samantha, ist das einzige Modell neben mir selbst, mit dem ich arbeite und außerdem ein wichtiger Teil von allem, was ich tue. Ihre Weisheit und ihr literarisches Wissen sind immer eine große Hilfe und die Hälfte meiner Bilder würde ohne sie auch gar nicht existieren. Ich denke, dass es wichtig ist, die Meinung der Menschen zu hören, die einem wichtig sind.

Oft fehlt mir die nötige Perspektive auf meine eigenen Arbeiten und das erleben wir wahrscheinlich alle. Einige bewerten ihre Arbeiten in einem langsamen Prozess nach Wochen und Monaten immer wieder, aber das ist sehr schwer für mich, weil ich nie das Gefühl vom Anfang vergessen möchte.

Dieser Artikel wurde für Euch von Aileen Wessely aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.


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I’m Back From Vacation. Now What?

14 Aug
Extra photos for bloggers: 1, 2, 3

Vacation time’s almost over! Your phone and camera are filled with photos from all your fun trips…what now?

You don’t want them stored in your laptop forever, but there isn’t enough shelf space in the world to show them off.

Where we’re going we don’t need shelves.

We’ve rounded up some our favorite photo projects from our archives and elsewhere around the ‘net to show you what to do with those awesome photos of yours.

10 Ideas for Showing Off Vacation Photos

(…)
Read the rest of I’m Back From Vacation. Now What? (501 words)


© Lauren for Photojojo, 2014. |
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14. August 2014

14 Aug

Ein Beitrag von: Nikolas Moreno

Ein sehr dunkler Waldrand mit Hochstand.


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Wie man ein geiles Foto macht

14 Aug

Ich beginne diesen Artikel mit einem komischen Gefühl im Bauch. Ich habe schon oft darüber nachgedacht, dieses Thema anzuschneiden, hier in unserem Magazin. In meinem Kopf fliegen tausend Argumente hin und her und dieser Artikel ist der Versuch, diese zu ordnen.

Wie Ihr schon lesen könnt, drehen sich meine Gedanken um einen Themenkomplex, der nicht ganz leicht zu fassen ist. Wenn ich versuche, das alles in einen Satz zu packen, dann würde sich das so lesen:

Alles wird erklärt.

Ich schreibe hier nichts Neues. Jede Person kennt diese Artikel und Programme, in denen alles, was mit der Fotografie zu tun hat, erklärt wird. Wie man tolle Landschaftsfotos macht, welches Licht für ein Portrait gut ist und weshalb ein Blitz bei einem Makro so wichtig ist.

Mein ungutes Gefühl gilt jedoch nicht den Artikeln und Workshops, die insbesondere Technik erklären. Mit Technik meine ich, wie man Negative entwickelt, was Bokeh ist und wie in Lightroom die Datenbank aufgebaut ist.

Dies hat meiner Meinung nach absolute Berechtigung und ist auch notwendig. Worum es mir geht, ist das Erklären von wie man ein geiles Bild macht.

Nicht die Funktion wird erklärt, sondern die Form. Foto-Magazine, Hobby-Fotografen oder irgendwelche anderen Leute erklären in Artikeln oder Videos, wie man solch ein Foto oder so einen Effekt herstellt. In kurz: Wie man fotografiert.

Und ja, ich weiß, der Übergang zwischen Technik erklären und Kreativität erklären, der ist fließend. Jedoch fällt mir auf, dass die Detailtreue, die mitunter bis ins Kleinste auserklärt wird, sehr, sehr hoch ist.

Ihr merkt, ich kämpfe immer noch mit den Worten, aber so langsam komme ich dem Phenomen näher. Workshops, Video-Anleitungen und Blogartikel, die sich „In 10 Schritten zum perfekten (bitte Wunsch einfügen)-Foto“ nennen, beleuchten jeden noch so ungeahnten Schritt, führen „Anfänger und Fortgeschrittene“ (was auch immer das ist) direkt zum fotografischen Erfolg.

Erfolg. Ganz wichtig. Erfolg.

Was mich an alle dem stört, ist Folgendes: Diese Fotografen erklären nicht, wie sie selbst arbeiten, sondern, wie man ein tolles Bild macht. Das impliziert schon sprachlich eine fachliche Hohheit, die niemand haben kann. Denn gerade in der Fotografie ist gut oder toll doch sehr davon abhängig, wer das Bild betrachtet.

Dazu kommt – und das finde ich viel schlimmer – dass aus diesem How-To-Gedöns ein riesiger Markt entstanden ist, der jeden Mausklick bis zum „jetzt hier drücken“ vormacht.

Was passiert? Jedes Fünkchen eigener Kreativität, jeder Anschein eines Selbst-Entdecken-Wollens wird unterdrückt. Wir haben ja genügend Profis, die uns die richtigen Schritte vormachen.

Meine Kritik gilt also nicht denjenigen, die verständlich machen, wie man einen Lith-Print macht oder wie eine Langzeitbelichtung zu erledigen ist, sondern dieser riesigen Maschinerie derjenigen (ja, es sind meistens Männer), die uns sogar sagen wollen, was wir wie zu fotografieren haben.

Was kommt dabei heraus? Eine große Masse an Fotografien, die alle so aussehen, wie es die Meister vorgemacht haben. Kopien von Kopien von Kopien. In diesem Zusammenhang sei vorangestellt, dass Foto-Gurus fast immer so tun, als ob sie auf die ganzen Tricks selbst gekommen sind. Ist klar.

Was mir dabei ein schlechtes Gefühl macht, ist Folgendes: Dieser Markt macht die Kreativität und Eigenständigkeit von Fotografie-Begeisterten schon von klein auf kaputt.

Anstatt zu befördern, den eigenen Kopf einzuschalten, in sich hineinzuhören, einfach auszuprobieren und einen persönlichen Weg mit der Fotografie zu gehen, wird ständig befeuert, dass doch nun diese Technik der Hit, diese Kamera das kann und es den hundertachtundzwanzigsten Workshop für aalglatte Haut im Strobisten-Streiflicht-Studio-Setting gibt.

Eine Frau mit einem Oberteil, auf dem STOP MAKING SENSE steht.

Alles wird erklärt.

An dieser Stelle muss ich so ehrlich sein und sagen, dass ich das auch schon gemacht habe. Ich habe zig How-To-Posts geschrieben, Workshops gegeben und Videos publiziert, in denen ich genau diesen Weg gegangen bin. Zwar habe ich mich immer unwohl dabei gefühlt, den Erklär-Bär zu spielen und diesem Gefühl hätte ich früher auch folgen sollen.

Denn heute bin ich nicht sehr stolz darauf. Ehrlich gesagt schäme ich mich ein wenig dafür.

Denn wer einmal auf diesen Zug aufspringt und jeden kleinen Scheiß in Mini-Portiönchen erkären kann, bekommt relativ schnell ganz viele Fans. Und wer viele Fans hat, kann relativ schnell auch viel Geld verdienen (Ausnahmen gibt es immer). Es dauert meist nicht lange, da klingelt schon das Telefon und irgendjemand bietet Dir Geld dafür an, das, was Du machst, ganz groß rauszubringen.

Doch ich habe mich irgendwann gefragt, ob es das ist, was ich will. Ob ich mein Leben lang den Erklär-Bär spielen oder einfach mal selbst fotografieren will. Erfahrung sammeln. Die Fotografie erst einmal zu erleben und irgendwann, wenn ich alt und grau bin, vielleicht einen Workshop zu machen, der Leute herausfordert, der sie auf die eigene Bahn bringt.

Doch zuvor muss ich erst einmal meine eigene Bahn finden. Und da bin ich noch lange nicht.

Ich selbst habe mir, was Anleitungen und How-Tos betrifft, 2011 vorgenommen, erst einmal die Klappe zu halten. Zu machen, zu erleben und von meinen Erfahrungen zu sprechen, wenn ich hier schreibe. Meine Fotos zu zeigen, wenn ich sie zeigenswert finde, aber nicht darauf rumzuhacken, wann ich wie fotografiert habe und den Leser so für dumm zu verkaufen.

Kurz: Meinen Weg zu gehen und zu versuchen, aus der ganzen Suppe und den Wertvorstellungen, die ich jahrelang so vergöttert habe, herauszufinden und etwas zu machen, was erst einmal nur mir gefällt.

Meine Familie und Freunde zu fotografieren und ihnen immer wieder mal ein Foto zuzustecken, ohne Tamtam. Meine Welt festzuhalten, ohne dem ständige Drang zu folgen, anderen zu erklären, wie sie das auch machen können.

Für mich ist die Fotografie sehr intim und persönlich. Sie hat etwas mit mir und nicht mit den vorgekauten Vorstellungen von anderen zu tun.

Aus diesem Grunde bedauere ich, wie seelenlos so viel in Foto-Magazinen und -Blogs publiziert wird. Ich finde es schade, wenn ein Medium wie die Fotografie so nervtötend mit Bullshit-Erklärungen und Das ist ein geiles Bild, mach es nach, dann hast Du auch ein geiles Bild voll ist.

Wo ist hier das Menschliche? Der Zweifel? Das Rotzige? Das unperfekte Leben einer Person, die versucht, mit der Fotografie klarzukommen? Die stolpert? Die dazulernt? Die einfach lebt? Wo?

Nein, aus jedem Schrittchen, das man dazugelernt hat, bastelt man ein How-To. Ich finde das schade. Und ich möchte damit nichts (mehr) zu tun haben. Und ich weiß, wie verlockend es sein kann, alles zu erklären.


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13. August 2014

13 Aug

Ein Beitrag von: Hannes Leitlein

Streetphotography © Hannes Leitlein


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Die Flut in Bosnien

13 Aug

Ein Beitrag von: Sebastian Stenzel

Schlagzeilen wie „Balkan-Staaten versinken im Wasser“ und „Die schlimmste Flut, die der Balkan je erlebt hat“ beherrschten die Medien am Wochenende 17./18. Mai 2014. Ein zweitägiger Dauerregen hatte in Serbien und Bosnien-Herzegowina zu heftigen Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Mehr als eine Million Einwohner in der Balkan-Region waren von der plötzlichen Flut betroffen.

Als Mitglied der Hilfsorganisation „@fire Internationaler Katastrophenschutz Deutschland e.V.“, die weltweit schnelle Nothilfe nach verheerenden Naturkatastrophen leistet, war ich natürlich sofort in Alarmbereitschaft.

In der Nacht zum Sonntag erfolgte dann der Einsatzauftrag, ein Team wurde zusammengestellt. Als Fotojournalist sollte ich das Team foto- und videografisch begleiten und die Öffentlichkeitsarbeit aus dem Einsatz heraus unterstützen.

Der Blick ins Tal.

Vorsicht Minen-Schild.

Schon vor der kroatisch-bosnischen Grenzen hatten wir die ersten Anzeichen der Flut gesehen. Seitlich der Autobahn waren immer wieder Felder und ganze Landstriche überflutet. Direkt nach Überfahren der Grenze bei Slavonski Brod direkt, am Fluss Sava, waren dann bereits einige Häuser überflutet.

Die weitere Fahrtroute musste dann sogar aufgrund überfluteter und zerstörter Straßen umgeplant werden. Durch eine Bergregion hindurch wurden die gewaltigen Schäden immer sichtbarer: Notdürftig wieder befahrbar gemachte Straßen, von Erdrutschen niedergewalzte Häuser und überflutete Ortschaften.

Während ich schon bei der Abfahrt beim Verladen der Ausrüstung einige Fotos gemacht hatte, versuchte ich auch auf der Fahrt, die verheerenden Schäden fotografisch zu dokumentieren. Zeit, anzuhalten war selten, deshalb musste ich oft aus dem Fenster heraus im Vorbeifahren fotografieren. Spät am Abend kamen wir dann im Zielort, der Stadt Bijeljina in der Grenzregion zu Serbien, an.

Kaputte Häuser am Strassenrand.

Ein Mann rettet sein Hab und Gut.

Doch die Ausmaße der Flut in der Stadt wurden erst am nächsten Tag sichtbar. Viele Straßen, Häuser und Landstriche waren noch immer überflutet. Nur drei Tage vor unserer Ankunft stand in der gesamten Stadt das Wasser noch rund 1,5 Meter hoch. An mehreren Häusern begannen wir mit Pumparbeiten, um Keller, Garagenzufahrten und Senken vom Wasser zu befreien.

Als Dokumentarfotograf, der gleichzeitig Teammitglied ist, musste ich dabei immer einen Spagat machen. Zwar sollte ich die Arbeit der Hilfsorganisation und die Eindrücke im Katastrophengebiet festhalten, musste aber natürlich immer wieder auch selbst anpacken.

Auch die Tatsache, dass ich natürlich durch meine Kleidung als @fire-Mitglied erkennbar war, erforderte ein besonderes Fingerspitzengefühl, wenn es darum ging, die von der Flut betroffene Bevölkerung zu fotografieren. Jedoch kam es zu keinerlei Problemen.

Die Menschen waren sehr aufgeschlossen und froh, dass ihnen endlich geholfen wird. Als die Bewohner eines Slums bei sinkendem Wasserstand während unseren Pumparbeiten mit den Händen Fische fingen, präsentierten sie gern ihren Fang vor der Kamera.

Ein Mann im gelben Tshirt beim Wasserabpumpen.

Jungen fangen einen Fisch im Wasser.

Ein Junge mit einem Fisch in der Hand.

Nach zwei Tagen Pumparbeit in Bijeljina ging es dann am Donnerstag weiter in die Ortschaften Samac und Odzak. Die jeweiligen Bürgermeister hatten @fire um dringend benötigte Hilfe gebeten. Für das zweite Einsatzteam, das sich bereits in Deutschland auf seinen Einsatz vorbereitete, sollten wir die Lage erkunden.

Auf der Ladefläche eines LKW der bosnischen Armee ging es mit dem Bürgermeister durch die Stadt. Die in einem Kessel gelegene Ortschaft war noch immer teils zwei Meter hoch überflutet. Zahlreiche Bewohner wurden bereits evakuiert – einige Menschen waren aber in ihren Häusern verblieben.

Auf der Fahrt mit dem LKW galt es für mich, so viele Eindrücke wie möglich einzufangen. Vorbei an Menschen, die auf dem Balkon den vorbeifahrenden Hilfskräften zuschauten, überfluteten Häusern und Autos, aber auch einem unter Wasser stehenden Friedhof.

Dabei hatte ich fast das Gefühl eines Katastrophentouristen, der möglichst spektakuläre Fotos schießen will. Ging es aber doch um eine wichtige Aufgabe. Denn nur mit einem detaillierten Lagebericht, der auch über die UN den zahlreichen anderen internationalen Hilfsorganisationen zur Verfügung gestellt wird, kann die Hilfe zielgerichtet koordiniert werden.

Ein überflutetes Haus, ein Kind steht auf dem Balkon und schaut zum Fotografen.

Ein überfluteter Friedhof.

Ein Mann schaut in die Ferne und steht auf einer zerstörten Strasse.

Nicht nur menschlich und als Hilfskraft war der einwöchige Einsatz für mich eine besondere Erfahrung, sondern auch fotografisch.

Seit fast acht Jahren als Fotojournalist für wiesbaden112.de habe ich schon einige Feuerwehr-, Rettungsdienst- und Polizeieinsätze erlebt. Eine Flutkatastrophe solchen Ausmaßes ist da trotzdem noch etwas anderes. Zumal ich als Fotograf gleich mehreren Aufgaben gerecht werden musste.

Zwei Männer in gelben Tshirts beschauen sich die Lage.

Einerseits sollten eindrucksvolle Fotos entstehen, die die Arbeit der Hilfsorganisation darstellt. Das ist insbesondere wichtig, um den Einsatz über Spenden finanzieren zu können.

Andererseits hatte ich auch den Anspruch, mich als Fotojournalist und Dokumentarfotograf weiterzuentwickeln und die Emotionen und auch das Leid der Bevölkerung, die von der schlimmsten Flutkatastrophe im Balkan seit Beginn der Wetteraufzeichnungen betroffen war, festzuhalten.


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Das Paradies am Ende der Welt

13 Aug

Ein Beitrag von: Christopher Wesser

Neuseeland! Heureka! Der heilige Gral der Landschaftsfotografie! Das Land, in dem man an der Westküste in Richtung Osten starten kann und durch Berge, Wälder, Felder, Seen, Klippen, vorbei an riesigen Farmen, Hobbit-Höhlen und versteckten Wasserfällen fährt und etwa drei Stunden später an einem verlassenen Strand an der Ostküste Fish & Chips genießt.

Es ist tatsächlich für jeden etwas dabei. Gerade für uns Europäer dürfte die kontrastreiche Landschaft, das Überqueren von Bergpässen und der typisch neuseeländische Urwald ein Wow-Erlebnis sein. Ja, das ist Neuseeland. Ganz Neuseeland? Nein, nicht ganz! Dem aufmerksamen Beobachter wird beim Bereisen dieses Landes nicht entgehen, dass man immer wieder mal auf rar gesäte Ansammlungen von Häusern trifft.

Für uns wohl zu groß, um sie „Dörfer“ zu nennen, aber doch noch irgendwie zu klein, um den Titel „Stadt“ zu verdienen. Und gerade diese Orte haben mich überrascht, weil ich sie so gar nicht auf dem Schirm hatte und sie mich durch den besonderen Charme und das ruhige Gemüt in ihren Bann zogen.

Mädchen auf einem Steg im Wasser

Steg im Wasser

Mädchen auf einem Steg im Wasser

Mädchen auf einem Steg im Wasser

Noch bei den Vorbereitungen hatte ich ganz andere Dinge im Sinn: Ich wollte Natur fotografieren, also musste zu meiner Kamera und den geliebten Festbrennweiten auf jeden Fall auch ein Weitwinkel mit in den Rucksack.

Dass mein Handgepäck sich durch die ganze Technik so anfühlt, als würde ich Ziegelsteine schmuggeln und das komplette Equipment während der Hin- und Rückreise zirka fünf Mal für Sicherheitschecks ausgepackt werden muss, daran hatte ich natürlich vorher nicht gedacht.

Aber irgendwie fehlte mir zu diesem Zeitpunkt noch die Erfahrung der Reisefotografie und ich hatte keine Ahnung, welche Ausrüstung mich in Neuseeland ans Ziel bringen würde.

Straße vor einer BerglandschaftSteg im Wasser

Mädchen vor einer Wand mit Aushängen

Frau sitzt an einem Kaffeetisch in einer Sofaecke

Frau sitzt an einem Kaffeetisch in einer Sofaecke

Eine wichtige Etappe meines Aufenthalts war der Besuch der Südinsel. Dort, so versprach mir meine Freundin, die selbst gebürtige Neuseeländerin ist, werde ich die Kamera angesichts der Landschaft überhaupt nicht mehr aus der Hand legen. Und sie hatte recht!

Das war Mittelerde, wie es mir Peter Jackson immer gezeigt hat, aber uns sollte eine kleine Überraschung erwarten, die das Highlight unserer Reise dargestellt hat. Man muss sich das so vorstellen: Man fährt von Queenstown aus zum nördlichen Ende des Lake Wakatipu.

Laut einschlägigem Reiseführer eine der sehenswertesten Strecken der Welt und tatsächlich muss ich sagen, dass ich in meinem Leben bisher noch keine 50 km zurückgelegt hatte, die schöner waren. Doch am Ende dieser Straße, wo man laut Reiseführer eigentlich umkehren und wieder zurück fahren soll, ist es für mich erst richtig interessant geworden.

Mitten im Nirgendwo taucht plötzlich ein Ortsschild mit der Aufschrift „Glenorchy“ auf und man wundert sich ein bisschen, wo man hier gelandet ist, weil man erst einmal nur ein paar Reiter auf ihrem Pferd überholt und zu seiner rechten zwei, drei riesige Farmen erspähen kann, die direkt am Fuße eines Berges liegen.

Ein paar Meter weiter fängt dann ein kleines Wohngebiet mit einladenden Holzhäusern an. Dunkler Asphalt ohne große Straßenmarkierungen, in jedem Garten ein kleines Boot und alles irgendwie rustikal.

Rote Hütte mit Beschriftung „Glenorchy“

Holzhütten

Tankstelle vor Berglandschaft

Tankstelle vor Berglandschaft

Der Nase nach fährt man an der einzigen Kreuzung nach links und landet auf einem Campingplatz direkt am Lake Wakatipu, der durch einen Holzsteg mit eigenen Straßenlampen begehbar ist. Auch, wenn dort so ein starker Wind ging, dass mich die herumfliegenden Wassertropfen in nur wenigen Sekunden durchnässten, erinnere ich mich vor allem daran, wie ich über den See blickte und das dahinterliegende Bergmassiv bewunderte.

In der Ferne ließen sich kleine Inseln im Nebel erahnen und ich versuchte, meine Kameratasche vor dem tobenden Wasser zu schützen, während ich Objektive tauschte. Der altbekannte Balance-Akt: In der linken Hand ein Objektiv, in der rechten Hand die Kamera. Jetzt ganz vorsichtig aufschrauben und bloß nichts fallen lassen. Beim Wechseln noch darauf achten, dass der Wind kein Wasser in die offene Kamera spritzt – geschafft!

Der Steg schrie förmlich danach, fotografiert zu werden. Es war wie ein roter Teppich, der die Fotografen auf den See führt, ihnen unterwegs ein wunderschönes Bergpanorama bietet und an dessen Ende man sich umdreht und auf die spärlich verstreuten Holzhäuser von Glenorchy blickt, die an einer Straße liegen, die ihrerseits wiederum nahtlos in einem Berg zu enden scheint.

Gleich neben diesem Steg hält Glenorchy eine winzige, hölzerne Halle für die Besucher bereit, in der man Informationen über die Geschichte der Stadt und des Sees erhält und die sich nicht so ganz zwischen „Scheune“ und „Sehenswürdigkeit“ entscheiden kann.

Uferlandschaft

Roter, alter Pick-up vor Berglandschaft

Roter, alter Pick-up vor einer Stadtkulisse

Finger zeigt auf eine Landkarte

Etwas weiter stadteinwärts gelangt man zum offensichtlich einzige Café der Stadt, in dem man sich aufwärmen und trocknen kann. Wobei das „The trading post“ irgendwie mehr als nur ein Café ist. Eine nette alte Dame verkauft hier neben Getränken in Blümchen-Kannen auch Bildbände und Romane aus Neuseeland, die sich wild in teils improvisierten Bücherregalen stapeln.

Wieder draußen auf den übersichtlichen Straßen verfluchte ich wie schon so oft zuvor mein Equipment. Ich schleppte gefühlte 20 kg auf meinem Rücken mit, wollte damit die Stadt erkunden und eigentlich gemütlich durch die Gassen streifen. Stattdessen fühlte ich mich wie ein Packesel und die meisten Objektive blieben sowieso im Rucksack.

Ich versuchte es kurz mit 50 mm, aber es war wie befürchtet irgendwie zu nah dran für diesen Zweck und meinen Bildern fehlten immer wichtige Elemente, die ich zeigen wollte. Jetzt hätte ich natürlich mein 17 – 40 mm aufschrauben können, aber wenn ich die Wahl zwischen Festbrennweite und Zoomobjektiv habe, dann entscheide ich mich ausnahmslos für Festbrennweiten.

Bleibt also ein weiteres Mal das 35 mm übrig und es stellte sich als das perfektes Werkzeug heraus, um Glenorchy so zu portraitieren, wie ich es wollte. Man sagt ja immer, bevor man fotografiert, sollte man die Kamera weglegen, seine Umgebung beobachten und unvoreingenommen sein Motiv finden (mit den Augen fotografieren).

Erst dann hält man sich die Kamera vor’s Gesicht und macht ein Bild. Und irgendwie scheinen 35 mm für mich die perfekte Brennweite zu sein, um das, was ich sehe, optimal auf ein Foto zu übertragen. Zudem hatte ich Glück, dass es ein bewölkter Tag mit vereinzelt durchdringenden Sonnenstrahlen war, der mir Glenorchy in einem wundervoll weichen Licht präsentierte. Ich hätte es mir nicht besser wünschen können.

Mädchen zieht sich vor einer Berglandschaft die Kapuze über den Kopf

Berglandschaft mit Palmen

Zwei Reiter auf einer Straße

Holzhütten vor einer Berglandschaft

So wanderte ich also durch die Straßen, fühlte mich irgendwie geborgen und weit weg von jedem Stress. Das Leben hier erscheint lebenswert, einfach und ein Stück weit unberührt von allem Negativen. Ich könnte schwören, die meisten Einwohner von Glenorchy verbringen ihre Tage damit, in Karo-Hemden Brennholz zu hacken und abends mit ihrem Boot auf den See zu fahren, Gemüse aus ihrem Gärten zu kochen oder eine Grillfeier auf den Straßen abzuhalten, auf denen sowieso praktisch keine Autos fahren.

Es ist eine kleine Zivilisation direkt an einem Bergsee in Neuseeland, die sich so gar nicht für die Probleme der Welt interessiert. Das Fotografieren in Deutschland bescherte mir im Laufe der Zeit die ständige Paranoia, dass ich jederzeit darauf gefasst sein muss, den Satz „Hallo?? Was fotografieren Sie da? Dürfen Sie das?“ zu hören.

Aber in Glenorchy sowie eigentlich in ganz Neuseeland blieben solche Dinge unausgesprochen. Im Gegenteil: Selbst, als ich meine Kamera in die Gärten oder auf die Häuser der Anwohner richtete, schenkte mir jeder, der mich bemerkte, ein warmes Lächeln. Man war wohl irgendwie stolz darauf, dass sich doch mal ein Tourist hierher verirrt und es ihm dann so gut gefällt, dass er die Straßen sogar auf Bildern festhält.

Hütten vor einer Berglandschaft

Feld vor einigen Hütten vor einer Berglandschaft

Mädchen unscharf vor einer Farm vor einer Berglandschaft

Einsame Hütte vor einer Berglandschaft

Auch die überdimensionierte Tankstelle mit Truck-Stop war stolz und präsentierte mir ihr filmreifes, quietschendes „Open“-Schild. Eine alte Katze überquerte schwerfällig die Straße, ohne überhaupt einen Gedanken daran zu verlieren, dass sie überfahren werden könnte und lenkt meinen Blick auf eine Touristeninformation, die wie ein Lucky-Luke-Set aussieht.

Gefühlt bin ich hier am Ende der Welt angekommen und es ist wider Erwarten wunderschön und friedlich. Es wirkt wie ein kleines Paradies, das sich die Dorfbewohner hier geschaffen haben. Was lustig ist, denn einige Kilometer die Straße runter kommt man tatsächlich an einen Ort namens „Paradise“ (kein Witz!).

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass der typische Glenorchy-ianer hier sein Sonntags-Picknick abhält, im Diamond Lake schwimmen geht oder im Wald von Mittelerde (auch kein Witz!) seinen Hund frei laufen lässt.

Straße mit Schild „Glenorchy“

Mädchen unscharf vor einigen Hütten vor einer Berglandschaft

Ein einsamer Hof mit einer Holzhütte

Ein einsamer Hof mit einer Holzhütte

Das war’s aber dann wirklich. Mehr ist in Paradise nicht geboten. Die zwei Häuser, aus dem das Dorf besteht, übersieht man fast, während man sich auf die Schotter-Straße konzentriert und die Pferde beobachtet, die am Fuße der Berge ihren Auslauf genießen. Ein paar Meter weiter ist dann wirklich Schluss. Ende.

Maschendrahtzaun, der über einen Bach verläuft. Dahinter noch ein paar Hügel mit grasenden Schafen, die überhaupt noch nie irgendwas von einer Stadt oder Industrienationen gehört haben. Ein Bild, das man auf sich wirken lassen sollte, bevor man umdreht und sich wieder dem hektischen Leben widmet.

Die Welt hat ihr Bestes gegeben und ich habe tosend applaudiert. Ein besonderes Dankeschön an die Natur, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre.

Mädchen vor einer Landschaft mit See und Bergen

Steinküste eines Sees vor einer Berglandschaft

Waldrand mit toten Bäumen vor einem See mit Berglandschaft

Hütten vor einer BerglandschaftMädchen balanciert auf einem Stamm vor einer Kulisse toter Bäume

Diese Reise hat mir eine wichtige Lektion über das Fotografieren beigebracht: Es ist schon wirklich cool, wenn man viel Equipment und gute Objektive hat, damit kann man super Jobs durchziehen und ist schön flexibel bei allem, was man so fotografisch ausprobieren möchte.

Aber geht man auf Reisen und möchte eigentlich eher dokumentarisch festhalten, was da so passiert, dann sollte man das Zeug lieber Zuhause lassen. Zurück in Deutschland habe ich mir nach einiger Recherche die Fujifilm X100s* gekauft. Eine spiegellose Kamera, deren festes Objektiv etwa meiner 35-mm-Festbrennweite entspricht.

Die Kamera ist klein und bietet eine absolut nicht zu erwartende, überragende Bildqualität. Auf meiner nächsten größeren Reise wird sie mir erlauben, mein Gepäck viel leichter zu halten. Zudem ist sie so unauffällig, dass man damit auch mal an Orten fotografieren kann, an denen man mit Spiegelreflexkameras grundsätzlich gar nicht reinkommt.

Straße in einer Berglandschaft mit Schild „Paradise“

Straße in einer Berglandschaft mit einer Pferdeweide

Pferdeweide vor einer Berglandschaft

Bachlauf in den Bergen

Ob mir aufgrund der nicht vorhanden Möglichkeit, Objektive zu wechseln etwas fehlen wird, weiß ich jetzt noch nicht. Aber man hätte mir in Neuseeland theoretisch auch einfach das 35-mm-Objektiv auf meine Kamera festschweißen können und es hätte mich wenig gestört, deshalb bin ich zuversichtlich, dass sich meine kleine Fujifilm als perfekter Reisebegleiter herausstellen wird.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


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12. August 2014

13 Aug

Ein Beitrag von: Ana Stefanovic

Ana Stefanovic


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Was wäre, wenn wir die Welt verändern?

12 Aug

Ein Beitrag von: Elizabeth Haust

Ich studiere, um Emotionen und Gefühle zu reproduzieren, um mit Symbolen zu arbeiten. Das Wichtigste ist für mich Durst. Ich studiere einfach nur, aber ich strebe danach, Ideen und Gefühle durch visuelle Kunst zu zeigen.

Die meisten meiner Modelle sind meine Freunde. Manchmal reicht es schon aus, Sorgen in einer Person zu sehen, ein anderes Mal erschaffen wir aus Spaß eine neue Welt. Ich mache Fotos mit digitalen oder auch analogen Kameras, nur selten nutze ich dafür mein Mobiltelefon.

Wenn man so will, besteht meine Nachbearbeitung in Handarbeit. Ich bearbeite meine Bilder mit Bleistiften, Markern, Acrylfarben, Wasserfarben und allen, was ich so zur Verfügung habe, wie etwa Blut, Milch, Kaffee, Erde, Wein. – Ist das nicht eine entzückende Liste? Aber wenn es um Photoshop geht, bin ich ein ziemlicher Idiot.

Ich versuche nicht, die Welt zu verändern, aber was wäre, wenn wir es einfach versuchen würde? Ich möchte, dass Menschen Menschen werden. Ich möchte, dass die Leute Nationen und Unterschiede vergessen, sie an die Vermessenheit des Babylonischen Turmes erinnert werden. Ich möchte, dass sie ihren Durst wiederfinden und laut ihre Gefühle unter Postulaten über Ehre, Moral, Wahrheit, dem Guten und Vertrauen herausschreien, die heutzutage vollkommen vergessen sind.

Eine Frau in roter Jacke vor blauer Wand mit blutender Nase.

Eine Frau, nur mit Unterhose bekleidet, hockt auf dem Rücken eines Mannes auf einem Bett.

Eine Frau mit vielen Pflastern auf der Haut.

Eine Frau liegt auf dem Boden und hält sich einen Gewehrlauf unters Kinn.

Eine Frau, gekleidet in ein Wolfskostüm.

Eine Frau, gekleidet in ein Wolfskostüm.

Eine Frau vor einem Wasserfall.

Eine Frau liegt auf nassen Steinen.

Eine Frau liegt auf nassen Steinen in der Brandung.

Eine Frau zwischen großen Steinen.

Eine Frau liegt im Bett und raucht.

Eine Frau liegt auf einem kaputten Bett.

Eine Frau sitzt auf einem Bett, ein Mann kommt auf sie zugelaufen.

Ein Mann wirbelt wütend einen Fenstervorhang auf.

Eine Frau mit erhobenen Armen vor einem vorbeifahrenden Zug.

Mehrfachbelichtung: Eine Frau in einem Federkostüm.

Eine Frau in einem Federkostüm.

Eine Person mit Hasenohren und abstrakten Bildstörungen.

Eine Frau hat ein fliegendes Tuch über dem Kopf und wirbelt herum.

Ein Kind blickt eindringlich durch Tuchstoff.

Ich möchte, dass die Leute über ihre Komfortzonen hinausgehen, in eine Region, in der visuelle Inhalte nicht nur aus Kätzchen, Blumen und Essen bestehen, sondern etwas mehr, selbst wenn es einen ängstigt und mehr auslöst als nur Speichelfluss.

Ich möchte, dass die Menschen Gott finden – nicht in religiösen Institutionen, sondern in ihren Herzen. Sie sollen sich nicht auf falsche Propheten, politische Manipulationen und Propaganda verlassen. Als würden sie die Zeit anhalten, realisieren und aufmerksam werden.

Ich möchte aufbegehren und ich denke, dass jeder, der kreieren möchte, realisieren sollte, dass seine Kreation nicht nur ein Punkt sein sollte, sondern ein ganzes Wort, ein Wort, dass er oder sie wirklich fühlt. Ich nehme an, dass ein Künstler eher erzählen als auf leere Wände zeigen sollte.

Das einzige, was ein Mensch tun kann, ist Selbstentwicklung und Kunst und es spielt keine Rolle, in welchem Bereich er es tut, ob in der Kunst, der Fotografie, dem Kino, dem geschriebenen Wort oder einfach zuhause auf dem Sofa. Ich möchte wirklich lernen, zu sprechen und wir werden sehen, wie das sein wird.

PS: Ich würde all das nicht ohne meine Großmutter, meinen Großvater, meine Mutter, meinen Vater und meine ganze Familie tun. Ich weiß, das hier ist keine Oscarverleihungsrede, aber es würde ihnen gefallen und mir ist es sehr wichtig, das zu betonen.

Dieser Artikel wurde von Aileen Wessely für Euch aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.


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